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kompakt k o m p le t t kompetent
Bibliografische Information Der Deutschen Bibliothek Die Deutsche Bibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über
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Die Informationen in diesem Buch werden ohne Rücksicht auf einen eventuellen Patentschutz veröffentlicht. Warennamen werden ohne Gewährleistung der freien Verwendbarkeit benutzt. Bei der Zusammenstellung von Texten und Abbildungen wurde mit größter Sorgfalt vorgegangen. Trotzdem können Fehler nicht vollständig ausgeschlossen werden. Verlag, Herausgeber und Autoren können für fehlerhafte Angaben und deren Folgen weder eine juristische Verantwortung noch irgendeine Haftung übernehmen. Für Verbesserungsvorschläge und Hinweise auf Fehler sind Verlag und Herausgeber dankbar. Alle Rechte vorbehalten, auch die der fotomechanischen Wiedergabe und der Speicherung in elektronischen Medien. Fast alle Hardware- und Softwarebezeichnungen und weitere Stichworte und sonstige Angaben, die in diesem Buch verwendet werden, sind als eingetragene Marken geschützt. Da es nicht möglich ist, in allen Fällen zeitnah zu ermitteln, ob ein Markenschutz besteht, wird das Symbol ® in diesem Buch nicht verwendet. Umwelthinweis: Dieses Buch wurde auf chlorfrei gebleichtem Papier gedruckt.
10 9 8 7 6 5 4 3 2 1
10 09 08 07
ISBN 978-3-8272-4089-7
© 2007 by Markt+Technik Verlag, ein Imprint der Pearson Education Deutschland GmbH, Martin-Kollar-Straße 10–12, D-81829 München/Germany Alle Rechte vorbehalten Lektorat: Jürgen Bergmoser, [email protected] Herstellung: Philipp Burkart, [email protected] Korrektorat: Martina Gradias + Marita Böhm Layout und Satz: reemers publishing services gmbh, Krefeld (www.reemers.de) Druck und Verarbeitung: Kösel, Altusried-Krugzell, www.KoeselBuch.de Printed in Germany
Inhaltsübersicht Teil 1 Grundlagen & Einstieg ....................................... 25 Teil 2 Laufwerke, Ordner & Dateien............................ 103 Teil 3 Arbeiten mit Windows Vista............................... 253 Teil 4 Multimedia: Fotos, Musik und Video ................ 357 Teil 5 Internet & Netzwerke......................................... 473 Teil 6 Installation, Wartung & Administration............ 661 Teil 7 Anhang ............................................................... 807
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Inhaltsverzeichnis Liebe Leserin, lieber Leser ................................................................. So arbeiten Sie mit diesem Buch ........................................................
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Teil 1 Grundlagen & Einstieg ......................................... 25 1
Windows Vista im Überblick..................................................... 1.1 Windows Vista, ein Überblick über die Versionen........... 1.1.1 Windows Vista Home Basic .............................. 1.1.2 Windows Vista Home Premium ........................ 1.1.3 Windows Vista Business ................................... 1.1.4 Windows Vista Enterprise ................................. 1.1.5 Windows Vista Ultimate ................................... 1.2 Hardwareanforderung und Installationsmedien .............. 1.2.1 Systemvoraussetzungen für Vista – das sollten Sie wissen ..........................................................
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Starten, anmelden, abmelden..................................................... 2.1 An- und Abmelden unter Windows ................................. 2.1.1 Benutzerkonten – das sollten Sie wissen ............ 2.1.2 Die Windows-Anmeldung – so geht's ................ 2.1.3 Bei Arbeitspausen sollten Sie sich abmelden ...... 2.1.4 Und wozu ist der Abmelden-Befehl gut? ........... 2.1.5 Wo macht der Befehl Benutzer wechseln Sinn? . 2.1.6 Windows korrekt beenden ................................ 2.1.7 Hinweise zum Neustart von Windows .............. 2.2 Energie sparen mit dem Stand-by-Modus ........................ 2.2.1 Energiesparmodus einschalten ..........................
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Erste Schritte mit Windows ....................................................... 3.1 Die Windows-Bedienoberfläche im Überblick ................. 3.1.1 Was ist der Windows-Desktop? ........................ 3.1.2 Was ist das Startmenü? ..................................... 3.2 Arbeiten mit der Maus .................................................... 3.2.1 Hier kommt die Maus ....................................... 3.2.2 Zeigen, Klicken und Doppelklicken .................. 3.2.3 Ziehen mit der Maus ........................................ 3.3 Arbeiten mit der Tastatur................................................ 3.3.1 Der Schreibmaschinenblock .............................. 3.3.2 Sondertasten, Funktionstasten und Zahlenblock
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3.4
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Arbeiten mit Fenstern...................................................... 3.4.1 Diese Fensterelemente sollten Sie kennen .......... 3.4.2 Dialoge und Eigenschaftenfenster ..................... 3.4.3 Techniken zum Anpassen der Fenstergröße ....... 3.4.4 Fenstergröße stufenlos verändern ...................... 3.4.5 Blättern im Fenster ............................................ 3.4.6 Ausgeblendete Schaltflächen in Symbolleisten anzeigen ............................................................ 3.4.7 Fenster verschieben – so geht’s .......................... 3.4.8 Arbeiten mit Menüs ..........................................
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Arbeiten mit Startmenü, Desktop und Taskleiste....................... 4.1 Arbeiten mit Programmen............................................... 4.1.1 So rufen Sie Programme per Startmenü auf ....... 4.1.2 Zugriff auf Windows-Funktionen per Startmenü 4.1.3 Alternative Möglichkeiten zum Programmstart . 4.1.4 Anwendungen über das Suchfeld starten ........... 4.1.5 Nutzen des Dialogfelds »Ausführen« ................ 4.1.6 Hilfe, wenn eine Anwendung abgestürzt ist ...... 4.2 Desktop-Symbole einrichten............................................ 4.2.1 Startmenüsymbole auf den Desktop übernehmen 4.2.2 Verknüpfungen auf dem Desktop anlegen ......... 4.3 Arbeiten mit mehreren Programmfenstern ...................... 4.3.1 Programmumschaltung über Fenster und Taskleiste .......................................................... 4.3.2 Programmwechsel per Taskleiste – das sollten Sie wissen! ........................................................ 4.3.3 Programmumschaltung auf Tastendruck ........... 4.3.4 So nutzen Sie die Flip-3D-Umschaltung ............ 4.4 Arbeiten mit der Taskleiste ............................................. 4.4.1 So nutzen Sie die Schnellstart-Symbolleiste ....... 4.4.2 So nutzen Sie die Taskleiste richtig! .................. 4.4.3 Infobereich und Eingabegebietsschema ............. 4.4.4 Uhrzeit und Datum stellen ................................
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Windows-Sidebar und Begrüßungscenter .................................. 5.1 Die Windows-Sidebar verwenden.................................... 5.1.1 Optionen der Minianwendungen anpassen ....... 5.1.2 Minianwendungen hinzufügen oder entfernen .. 5.1.3 Optionen der Windows-Sidebar anpassen ......... 5.2 Das Begrüßungscenter..................................................... 5.2.1 Das Begrüßungscenter im Überblick .................
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Hilfe und Support ..................................................................... 6.1 Die Windows-Hilfe nutzen .............................................. 6.1.1 Hilfe und Support aufrufen ............................... 6.1.2 Navigieren in den Hilfeseiten ............................
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Inhaltsverzeichnis 0
6.2
6.1.3 Suchen in der Hilfe ........................................... 96 6.1.4 Drucken von Hilfeseiten ................................... 97 6.1.5 Optionen für die Windows-Hilfe ...................... 97 Hilfe für Programme gefällig? ......................................... 98 6.2.1 Hier gibt es weitere Hilfe .................................. 101
Teil 2 Laufwerke, Ordner & Dateien............................ 103 7
Mit Laufwerken arbeiten........................................................... 7.1 Laufwerksinformationen abrufen .................................... 7.1.1 Laufwerke unter Windows abfragen ................. 7.1.2 Informationen zu Laufwerken abfragen ............ 7.1.3 Datenträgereigenschaften ändern ...................... 7.1.4 Datenträger formatieren ................................... 7.1.5 Datenträger kopieren ........................................ 7.2 Umgang mit Wechseldatenträgern................................... 7.2.1 Automatische Wiedergabe, das steckt dahinter . 7.2.2 Autostart bei Wechselmedien ............................ 7.2.3 Wechseldatenträger richtig entfernen ................ 7.2.4 ReadyBoost für Wechseldatenträger .................
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Wissenswertes zu Ordnern, Dateien und Ordnerfenstern........... 8.1 Grundwissen zu Ordnern und Dateien ............................ 8.1.1 Was sind Ordner und Dateien? ......................... 8.1.2 Wo sollten Sie Ihre Dokumente speichern? ....... 8.2 Arbeiten mit Ordnerfenstern ........................................... 8.2.1 So rufen Sie den Inhalt von Laufwerken und Ordnern ab ....................................................... 8.2.2 So nutzen Sie die Adressleiste und das Navigationsfenster ............................................ 8.3 Anpassen der Ordneranzeige ........................................... 8.3.1 Anpassen der Symbolgröße im Ordnerfenster ... 8.3.2 Ordneranzeige sortieren, gruppieren und stapeln 8.3.3 Menüleiste und Teilfenster ein- und ausblenden 8.3.4 Optionen des Ordnerfensters setzen .................. 8.3.5 Die Ordnerdarstellung anpassen .......................
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Arbeiten mit Ordnern und Dateien............................................ 9.1 Ordner und Dateien verwalten ........................................ 9.1.1 Neue Ordner anlegen ........................................ 9.1.2 Ordner und Dateien umbenennen ..................... 9.1.3 Ordner und Dateien kopieren bzw. verschieben 9.1.4 Was passiert, wenn die Elemente bereits vorhanden sind? ................................................ 9.1.5 Mehrere Dateien/Ordner gleichzeitig markieren
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9.2
Löschen und Umgang mit dem Papierkorb...................... 9.2.1 Dateien und Ordner löschen ............................. 9.2.2 Gelöschte Elemente zurückholen ....................... 9.2.3 Den Papierkorb leeren ...................................... 9.2.4 Die Eigenschaften des Papierkorbs anpassen .....
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Spezielle Dateifunktionen nutzen............................................... 10.1 Ordner- und Dateieigenschaften verwalten ..................... 10.1.1 Ordner- und Dateieigenschaften abrufen .......... 10.1.2 Anpassen der Attribute ..................................... 10.2 Arbeiten mit komprimierten Dateien............................... 10.2.1 Was sind ZIP-komprimierte Ordner? ................ 10.2.2 Einen komprimierten ZIP-Ordner anlegen ........ 10.2.3 Arbeiten mit ZIP-komprimierten Ordnern ........ 10.3 Der Aktenkoffer als Datencontainer................................ 10.3.1 So richten Sie einen Aktenkoffer ein .................. 10.3.2 Den Inhalt des Aktenkoffers synchronisieren .... 10.3.3 Dokumente löschen und trennen .......................
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Know-how zur Dokumentverwaltung ....................................... 11.1 Dateitypen unter Windows verwalten ............................. 11.1.1 Dokumente über »Öffnen mit« laden ............... 11.1.2 Registrierte Dokumente über »Öffnen mit« laden ................................................................. 11.2 Liste der zuletzt verwendeten Dokumente anpassen ........ 11.2.1 Zugriff auf zuletzt verwendete Dokumente ....... 11.2.2 Die Liste »Zuletzt benutzte Dokumente« entfernen ........................................................... 11.3 Arbeiten mit Verknüpfungen........................................... 11.3.1 Verknüpfungen per Assistent einrichten ............ 11.3.2 Eigenschaften einer Verknüpfung ändern .......... 11.4 Zugriffsberechtigungen verwalten ................................... 11.4.1 Zugriffsrechte, das steckt dahinter .................... 11.4.2 So können Sie Zugriffsrechte einsehen und verändern .......................................................... 11.4.3 Erweiterte Sicherheitseinstellungen verwalten ...
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Dateien und Ordner suchen....................................................... 195 12.1 Suchfunktionen unter Windows nutzen........................... 195 12.1.1 So funktioniert die Suche im Ordnerfenster ...... 195 12.1.2 Suche über das Startmenü oder in Anwendungen 197 12.2 Erweiterte Suchoptionen nutzen...................................... 199 12.2.1 Suche nach Dateiinhalten zu- oder abschalten ... 199 12.2.2 Bedeutung der Suchoptionen ............................. 201 12.2.3 Indexpfade ändern ............................................ 202 12.2.4 Suche nach Eigenschaften ................................. 204 12.2.5 Suche mit booleschen Ausdrücken .................... 205
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12.2.6 Die erweiterte Suche nutzen .............................. 206 12.2.7 Suchergebnisse speichern .................................. 208 12.2.8 Dateien und Suchergebnisse stapeln .................. 210 13
Datenträgerverwaltung und -wartung ....................................... 13.1 Funktionen zur Laufwerkspflege ..................................... 13.1.1 Platz schaffen mit der Datenträgerbereinigung .. 13.1.2 Datenträgerprüfung durchführen ...................... 13.1.3 Defragmentierung von Datenträgern ................. 13.2 Datenträgersicherung ...................................................... 13.2.1 Sicherungsinhalt zurücklesen ............................ 13.3 Datenträger verwalten..................................................... 13.3.1 Die Datenträgerverwaltung aufrufen ................. 13.3.2 Datenträger initialisieren ................................... 13.3.3 Datenträger partitionieren ................................ 13.3.4 Cacheeinstellung bei Datenträgern setzen ......... 13.3.5 Kontingente für die Datenträger vergeben .........
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Brennen von Daten-CDs und DVDs .......................................... 14.1 Wissenswertes zum Brennen............................................ 14.1.1 Brenner und Rohlinge ....................................... 14.1.2 Brenneinstellungen für das Laufwerk anpassen . 14.1.3 RW-Medien löschen ......................................... 14.1.4 Rohling im UDF-Dateisystem formatieren ........ 14.1.5 Automatische Wiedergabe bei leeren CDs/DVDs 14.2 Daten auf CDs oder DVDs brennen ................................ 14.2.1 So brennen Sie Daten im Mastered-Modus auf CD/DVD ........................................................... 14.2.2 CDs/DVDs wie Disketten nutzen ......................
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Teil 3 Arbeiten mit Windows Vista............................... 253 15
Drucken unter Windows ........................................................... 15.1 Wissenswertes zum Drucken ........................................... 15.1.1 Drucken aus Anwendungen und aus Windows . 15.2 Druckoptionen festlegen ................................................. 15.2.1 Den Standarddrucker festlegen ......................... 15.2.2 Anzeige anstehender Druckaufträge .................. 15.2.3 Erste Hilfe bei Druckerstörungen ...................... 15.3 Druckaufträge verwalten................................................. 15.3.1 Druckaufträge kontrollieren ............................. 15.3.2 Druckaufträge anhalten, fortsetzen oder abbrechen ......................................................... 15.3.3 Die Eigenschaften eines Druckauftrags anpassen
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15.4 Drucker installieren und einrichten ................................. 15.4.1 Automatische Treiberinstallation durch Windows .......................................................... 15.4.2 So installieren Sie einen Druckertreiber manuell 15.4.3 Netzwerkdrucker einrichten .............................. 15.4.4 Drucker löschen ................................................ 15.4.5 Druckereigenschaften kontrollieren .................. 15.4.6 Eigenschaften des Druckservers anpassen ......... 15.4.7 Druckerfreigabe im Netzwerk verwalten ........... 16
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Zubehör zur Textbearbeitung ................................................... 16.1 Textdateien im Windows-Editor bearbeiten .................... 16.1.1 Textdateien im Editor laden .............................. 16.1.2 Speichern von Texten ........................................ 16.1.3 Textdokumente im Editor drucken ................... 16.1.4 Hinweise zum Arbeiten im Editorfenster ........... 16.1.5 Suchen und Ersetzen im Textdokument ............ 16.1.6 Optionen des Editors ........................................ 16.2 Textbearbeitung mit WordPad........................................ 16.2.1 WordPad – kurz gefasst .................................... 16.2.2 Dokumente in WordPad laden und speichern ... 16.2.3 Hinweise zur Textbearbeitung in WordPad ...... 16.2.4 Textformatierung mit WordPad ........................ 16.2.5 Seitenränder und Einzüge einstellen .................. 16.2.6 Tabulatoren im Text nutzen ............................. 16.2.7 Objekte einfügen und verknüpfen ..................... 16.2.8 Seite einrichten, Drucken und Seitenansicht abrufen ............................................................. 16.3 Bildschirmtastatur und Zeichentabelle ............................ 16.3.1 Die Bildschirmtastatur nutzen ........................... 16.4 Sonderzeichen mit der Zeichentabelle abrufen ................
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Terminverwaltung im Griff ....................................................... 17.1 Der Windows-Kalender – die ersten Schritte ................... 17.1.1 Der Windows-Kalender im Überblick ............... 17.1.2 Die Kalenderdarstellung anpassen ..................... 17.1.3 Navigation im Kalenderblatt ............................. 17.1.4 Optionen des Terminkalenders anpassen .......... 17.1.5 Einen Terminplan ausdrucken .......................... 17.2 Terminplanung mit dem Windows-Kalender................... 17.2.1 Kalender neu erstellen und löschen ................... 17.2.2 Neue Termine eintragen .................................... 17.2.3 Terminerinnerung verwalten ............................. 17.2.4 Notizen verfassen und Teilnehmer zu Terminen einladen ............................................................ 17.2.5 Termine verschieben, kopieren und löschen ......
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17.3 Arbeiten mit Aufgaben .................................................... 17.3.1 Aufgaben neu anlegen ....................................... 17.3.2 Eigenschaften einer Aufgabe anpassen .............. 17.3.3 Erinnerungen an das Ende einer Aufgabe .......... 17.3.4 Aufgabe abschließen oder löschen ..................... 17.3.5 Aufgabe an andere Personen delegieren und löschen .............................................................. 17.4 Erweiterte Kalenderfunktionen ....................................... 17.4.1 Suchen nach Terminen und Aufgaben ............... 17.4.2 Terminabgleich zwischen mehreren Personen ... 17.4.3 Kalender exportieren und importieren .............. 17.4.4 Kalender veröffentlichen ................................... 17.4.5 Kalender abonnieren ......................................... 18
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Nutzen der Eingabeaufforderung .............................................. 18.1 Die Eingabeaufforderung aufrufen und nutzen................ 18.1.1 Die Eingabeaufforderung aufrufen .................... 18.1.2 Eingabeaufforderung als Verknüpfung einrichten .......................................................... 18.1.3 Eingabeaufforderung schließen ......................... 18.1.4 Befehle in der Eingabeaufforderung ausführen .. 18.1.5 Programmstart aus der Eingabeaufforderung .... 18.1.6 Datenaustausch mit Windows per Zwischenablage ................................................ 18.2 Eigenschaften der Eingabeaufforderung .......................... 18.2.1 Registerkarte Optionen ..................................... 18.2.2 Registerkarten Schriftart, Layout und Farben ... Spiele und weitere hilfreiche Programme ................................... 19.1 Die Windows-Spiele ........................................................ 19.1.1 Spiele aufrufen .................................................. 19.1.2 Spielstände speichern und abrufen .................... 19.1.3 Spiele ein-/ausblenden und Verlauf anzeigen ..... 19.1.4 Minesweeper ..................................................... 19.1.5 Solitär und Spider Solitär .................................. 19.1.6 FreeCell und Hearts .......................................... 19.1.7 Mahjong Titans ................................................ 19.1.8 InkBall .............................................................. 19.1.9 Chess Titans und Purble Place .......................... 19.2 Programmeinstellungen verwalten................................... 19.2.1 Jugendschutzeinstellungen verwalten ................ 19.2.2 Anwendungen als Administrator ausführen ...... 19.2.3 Kompatibilitätsoptionen einstellen .................... 19.3 Weitere nützliche Programme ......................................... 19.3.1 Kurznotizen anfertigen ...................................... 19.3.2 Windows-Journal .............................................. 19.3.3 Tablet PC-Eingabebereich .................................
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Teil 4 Multimedia: Fotos, Musik und Video................ 357 20
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Werkzeuge zur Grafikbearbeitung ............................................. 20.1 Grundlagen zum Arbeiten mit Paint................................ 20.1.1 Welche Bilder kann Paint verarbeiten? .............. 20.1.2 Microsoft Paint im Überblick ............................ 20.1.3 Farben und Bildeigenschaften wählen ............... 20.1.4 Neues Bild anlegen und Bildabmessungen einstellen ........................................................... 20.1.5 Dateien öffnen, speichern und drucken ............. 20.2 Zeichnen und Arbeiten in Paint....................................... 20.2.1 Nutzen der Zeichenwerkzeuge in Paint ............. 20.2.2 Linien und Freihandlinien zeichnen ................... 20.2.3 Figuren zeichnen ............................................... 20.2.4 Füllen einer Fläche ............................................ 20.2.5 Arbeiten mit Bögen und Airbrush ..................... 20.2.6 Text in Zeichnungen einbringen ....................... 20.2.7 Zeichnungsbereiche löschen .............................. 20.2.8 Bildteile ausschneiden, kopieren und einfügen .. 20.2.9 Weitere Paint-Funktionen ................................. 20.3 Screenshots mit dem Snipping Tool erstellen................... 20.3.1 Snipping Tool aufrufen und Ausschneidetyp wählen .............................................................. 20.3.2 Screenshot auswerten und speichern ................. 20.3.3 Optionen des Snipping Tools anpassen .............
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Fotos verwalten und bearbeiten................................................. 21.1 Fotos zum Computer übertragen..................................... 21.1.1 Fotos direkt von Kamera oder Scanner einlesen 21.1.2 Fotos manuell zum Computer übertragen ......... 21.1.3 Schnellvorschau der Fotodateien ....................... 21.2 Fotoverwaltung mit der Windows-Fotogalerie ................ 21.2.1 Die Windows-Fotogalerie im Überblick ............ 21.2.2 Ordner in die Fotogalerie aufnehmen ................ 21.2.3 Fotos bewerten und beschriften ........................ 21.2.4 Fotos gezielt in der Fotogalerie abrufen ............ 21.3 Fotos anzeigen und bearbeiten ........................................ 21.3.1 Fotos anzeigen, drehen und löschen .................. 21.3.2 Abrufen der EXIF-Informationen und Eigenschaften .................................................... 21.3.3 Rote-Augen-Korrektur für Fotos ....................... 21.3.4 Fotos beschneiden ............................................. 21.3.5 Farbe und Helligkeit korrigieren .......................
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21.4 Fotos präsentieren und sichern ........................................ 21.4.1 Eine Diashow abrufen ....................................... 21.4.2 Fotodruck ganz einfach ..................................... 21.4.3 Fotos auf CD/DVD brennen .............................
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Musik- und Videowiedergabe.................................................... 411 22.1 Media Player-Grundlagen und Technikwissen ................ 411 22.1.1 Windows Media Player beim ersten Start einrichten .......................................................... 411 22.1.2 So passen Sie die Optionen des Media Players an 412 22.1.3 Kurzanleitung zur Windows Media PlayerBedienung ......................................................... 413 22.2 Musikwiedergabe im Media Player ................................. 416 22.2.1 So lassen sich Musik-CDs wiedergeben ............. 416 22.2.2 So lassen sich Audiodateien wiedergeben .......... 418 22.3 Videowiedergabe im Windows Media Player .................. 420 22.3.1 Videodateien wiedergeben, so geht’s ................. 420 22.3.2 Wiedergabe von Video-CDs und -DVDs ........... 422 22.4 Arbeiten mit der Medienbibliothek ................................. 424 22.4.1 Inhalte zur Medienbibliothek hinzufügen .......... 424 22.4.2 Inhalte der Medienbibliothek abrufen ............... 425 22.4.3 Arbeiten mit Wiedergabelisten .......................... 427 22.5 Kopieren, Brennen, Synchronisieren ................................ 429 22.5.1 Musik-CD auf die Festplatte kopieren .............. 429 22.5.2 Musiktitel auf CD brennen ............................... 431 22.5.3 Musik mit einem portablen Player synchronisieren ................................................. 433
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Videoschnitt und DVD-Authoring............................................. 23.1 Videoschnitt mit dem Windows Movie Maker ................ 23.1.1 Grundlagen zum Videoimport und -schnitt ....... 23.1.2 Der Windows Movie Maker im Überblick ........ 23.1.3 Import der Mediendateien ................................ 23.1.4 Videos unterteilen ............................................. 23.1.5 Importierte Medien kombinieren und bearbeiten 23.1.6 Titel für den Vor- und Abspann des Films definieren .......................................................... 23.1.7 Anpassen der Zeitachse ..................................... 23.1.8 AutoFilm, was ist das? ...................................... 23.2 Den Film veröffentlichen ................................................. 23.2.1 Den Film in eine Datei speichern ....................... 23.2.2 Veröffentlichen auf CD, als E-Mail oder auf einer Videokamera ............................................ 23.3 DVDs mit dem Windows DVD Maker erstellen .............. 23.3.1 Mediendateien hinzufügen ................................ 23.3.2 Menügestaltung für die DVD ............................
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Das Windows Media Center ..................................................... 24.1 Das Windows Media Center im Überblick ...................... 24.1.1 Was bietet das Windows Media Center? ........... 24.1.2 Voraussetzungen für das Windows Media Center .................................................... 24.1.3 Das Windows Media Center aufrufen und einrichten .......................................................... 24.2 Kurzanleitung zum Windows Media Center.................... 24.2.1 Das Media Center bedienen .............................. 24.2.2 Live-TV empfangen .......................................... 24.2.3 TV-Sendungen mitschneiden ............................. 24.2.4 Aufzeichnungen, Videos, Musik und Bilder wiedergeben ...................................................... 24.2.5 CD/DVD brennen .............................................
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Teil 5 Internet & Netzwerke ........................................ 473 25
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Internet- und E-Mail-Zugang einrichten .................................... 25.1 Den Internetzugang einrichten ........................................ 25.1.1 Das brauchen Sie fürs Internet .......................... 25.1.2 Internetverbindung unter Windows einrichten .. 25.1.3 Einwählverbindungen ins Internet manuell einrichten .......................................................... 25.1.4 DSL-Verbindung einrichten .............................. 25.1.5 Kontrolle der Verbindungseinstellungen ........... 25.1.6 Die automatische Interneteinwahl verhindern ... 25.1.7 Auf- und Abbauen der Internetverbindung ....... 25.2 E-Mail- und News-Konten einrichten.............................. 25.2.1 E-Mail-Konten in Windows Mail einrichten ..... 25.2.2 Zusätzliche News-Konten einrichten .................
475 475 475 478 480 482 486 490 491 495 496 500
Surfen im Internet ..................................................................... 26.1 Einführung in den Internet Explorer ............................... 26.1.1 Der Internet Explorer im Überblick .................. 26.1.2 Webseiten im Internet Explorer abrufen ........... 26.1.3 Navigieren in Internetseiten .............................. 26.1.4 So geht's vor und zurück ................................... 26.2 Clever arbeiten mit dem Internet Explorer ...................... 26.2.1 Mehrere Seiten gleichzeitig anzeigen ................. 26.2.2 Webseiten in Favoriten merken ......................... 26.2.3 So nutzen Sie das Favoritencenter ..................... 26.2.4 Welche Webseiten habe ich besucht? ................ 26.2.5 RSS-Feeds abonnieren und abrufen ................... 26.2.6 Webseiten im World Wide Web suchen ............ 26.2.7 Suchen in der Webseite ..................................... 26.2.8 Suchmaschine einstellen ....................................
503 503 503 505 507 508 510 510 512 515 516 517 519 521 521
Inhaltsverzeichnis 0
27
28
26.2.9 Download von Dateien ..................................... 26.2.10 Bilder und Webseiten speichern ........................ 26.2.11 Webseiten drucken ............................................ 26.3 Sicher surfen ................................................................... 26.3.1 Nutzen des Popupblockers ................................ 26.3.2 Phishingschutz-Funktionen ............................... 26.3.3 Cookies, was Sie darüber wissen sollten! .......... 26.4 Anpassen der Browsereinstellungen................................. 26.4.1 Die Registerkarte Allgemein .............................. 26.4.2 Die Registerkarte Sicherheit ..............................
523 525 526 529 530 531 533 535 535 537
E-Mail mit Windows Mail ........................................................ 27.1 Einstellungen und E-Mail-Versand .................................. 27.1.1 Windows Mail-Grundeinstellungen .................. 27.1.2 Automatikfunktionen in Windows Mail abschalten ......................................................... 27.1.3 Hilfreiche (Sicherheits-)Einstellungen ................ 27.1.4 Das Windows Mail-Fenster im Überblick ......... 27.1.5 Nachrichten empfangen und versenden ............. 27.2 E-Mails bearbeiten und verwalten ................................... 27.2.1 Empfangene Nachrichten lesen ......................... 27.2.2 Suchen nach Nachrichten .................................. 27.2.3 Eine neue Nachricht verfassen .......................... 27.2.4 Adressen automatisch übernehmen ................... 27.2.5 Nachrichten mit Anlagen versehen .................... 27.2.6 Eine Nachricht beantworten oder weiterleiten .. 27.2.7 Anlagen zur Nachricht auspacken und speichern 27.2.8 Nachrichten drucken, verwalten und löschen .... 27.3 Reagieren auf Junk-E-Mails ............................................ 27.3.1 So filtert Windows Mail Werbemüll ................. 27.3.2 So trainieren Sie den Junk-E-Mail-Filter ............ 27.3.3 Anpassen der Junk-E-Mail-Filterstufe ............... 27.3.4 E-Mail-Regeln definieren und verwalten ........... 27.3.5 Goldene Verhaltensregeln zum Umgang mit E-Mails .......................................................
541 541 541
Newsgroup- und Kontaktverwaltung ........................................ 28.1 Newsgroup-Funktionen in Windows Mail ...................... 28.1.1 Nachrichtengruppen abonnieren ....................... 28.1.2 So lassen sich Newsgroup-Nachrichten ansehen 28.1.3 Beiträge in der Newsgroup beantworten ........... 28.1.4 Neue Newsgroup-Beiträge erstellen .................. 28.2 Arbeiten mit Kontakten .................................................. 28.2.1 So gelangen Sie an die Kontaktdaten ................. 28.2.2 Kontaktdaten nachschlagen .............................. 28.2.3 Neue Kontakte anlegen und Daten pflegen ....... 28.2.4 Gruppe erstellen und verwalten ........................
543 545 547 548 550 550 552 553 556 558 559 560 562 565 565 566 567 568 570 571 571 571 574 576 579 582 582 583 584 587
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Inhaltsverzeichnis
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0
29
30
18
Netzwerke einrichten und konfigurieren ................................... 29.1 Netzwerkgrundlagen – das sollten Sie wissen .................. 29.1.1 Netzwerkkarten und Verkabelung .................... 29.1.2 Was benötigen Sie für ein Netzwerk? ................ 29.2 Inbetriebnahme des Netzwerks ....................................... 29.2.1 Erstinbetriebnahme eines LAN-Netzwerks ........ 29.2.2 Einstellungen im Netzwerk- und Freigabecenter überprüfen ........................................................ 29.2.3 Netzwerkname und Standorttyp ändern ........... 29.2.4 Netzwerkerkennungsstatus prüfen und ändern . 29.2.5 Arbeitsgruppe einrichten und Rechnernamen vergeben ........................................................... 29.2.6 Netzwerkverbindungen einsehen ....................... 29.2.7 Spezialfragen zur Vergabe der IP-Adressen im Netzwerk .......................................................... 29.2.8 Nutzen einer Netzwerkbrücke .......................... 29.3 Wireless-LAN-Inbetriebnahme........................................ 29.3.1 Access Point in Betrieb nehmen ......................... 29.3.2 WLAN-Karte in Betrieb nehmen ....................... 29.3.3 Verbindung mit dem WLAN-Access Point konfigurieren .................................................... 29.3.4 Verbindungsaufbau mit Access Points und Hotspots ........................................................... 29.4 Problemdiagnose im Netzwerk........................................ 29.4.1 Computer fehlen im Ordnerfenster Netzwerk ... 29.4.2 Netzwerkverbindungen testen, wenn es Probleme gibt .................................................... Das Heimnetzwerk nutzen ........................................................ 30.1 Freigaben im Netzwerk verwalten ................................... 30.1.1 Freigaben für das Netzwerk zulassen ................ 30.1.2 Ressourcen im Netzwerk freigeben ................... 30.1.3 Eine Freigabe anpassen und wieder aufheben .... 30.2 Zugriff auf Netzwerkressourcen...................................... 30.2.1 So greifen Sie auf Freigaben im Netzwerk zu .... 30.2.2 Netzlaufwerke verbinden und trennen .............. 30.3 Zugriff auf FTP-Server .................................................... 30.3.1 So greifen Sie auf einen FTP-Server zu .............. 30.3.2 So erfolgt die Anmeldung am FTP-Server .......... 30.4 Mediendateien im Netzwerk streamen ............................ 30.4.1 Medienverteilung im Netzwerk im Überblick .... 30.4.2 Medienfreigabe auf dem Server konfigurieren ... 30.4.3 Medienwiedergabe im Client anfordern ............ 30.5 Windows-Remoteunterstützung ...................................... 30.5.1 Systemremoteeinstellungen anpassen ................ 30.5.2 Remotedesktopverbindung nutzen ....................
591 591 591 595 596 596 598 600 601 602 604 608 613 614 614 618 618 622 624 624 625 629 629 629 631 635 636 636 639 641 641 643 644 644 645 649 651 651 652
Inhaltsverzeichnis 0
30.5.3 Windows-Remoteunterstützung ........................ 654 30.5.4 Windows-Teamarbeit nutzen ............................ 657
Teil 6 Installation, Wartung & Administration............ 661 31
32
33
Windows installieren und pflegen.............................................. 31.1 Windows-Installation ...................................................... 31.1.1 Vorbereitungen zur Installation ........................ 31.1.2 Neuinstallation auf einem Rechner ohne Betriebssystem .................................................. 31.1.3 Windows XP auf Windows Vista aktualisieren . 31.1.4 Windows Vista mit der DualBoot-Option installieren ........................................................ 31.1.5 Anpassen des Boot-Menüs ................................ 31.1.6 Reparatur eines defekten Boot-Records ............ 31.1.7 Windows Vista aktivieren ................................. 31.1.8 Einstellungen mit Windows-EasyTransfer übernehmen ...................................................... 31.2 Nutzen der Systemwiederherstellung ............................... 31.2.1 Aufrufen der Systemwiederherstellung .............. 31.2.2 So können Sie einen Wiederherstellungspunkt anlegen ............................................................. 31.2.3 System auf einen Wiederherstellungspunkt zurücksetzen ..................................................... 31.3 Windows aktualisieren und warten ................................. 31.3.1 Update-Einstellungen ändern ............................ 31.3.2 So erfahren Sie von Updates und führen diese aus ........................................................... 31.4 Windows Anytime Upgrade, was ist das? ........................
663 663 663
Hard- und Softwareinstallation ................................................. 32.1 Geräteinstallation unter Windows................................... 32.1.1 Automatische Treiberinstallation ...................... 32.1.2 Windows Vista enthält keine Gerätetreiber ....... 32.1.3 Was ist, wenn der Treiber auf der Festplatte liegt? ................................................. 32.1.4 Übersicht über die Hardware mit dem Geräte-Manager ................................................ 32.2 Software installieren/deinstallieren .................................. 32.2.1 Windows-Funktionen hinzufügen/entfernen ...... 32.2.2 Programme installieren/deinstallieren ................ 32.2.3 Standardprogramme festlegen ...........................
691 691 691 692
Die Systemsteuerung nutzen ...................................................... 33.1 Einführung in die Systemsteuerung ................................. 33.1.1 Die Systemsteuerung im Überblick .................... 33.1.2 Befehle der Systemsteuerung schneller abrufen ..
707 707 707 708
665 671 672 673 674 675 677 678 678 680 681 684 684 686 688
696 698 701 701 702 703
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Inhaltsverzeichnis
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0
20
33.2 Zeit, Sprache und Region anpassen ................................. 33.2.1 Datum und Uhrzeit stellen ................................ 33.2.2 Regions- und Sprachoptionen anpassen ............ 33.2.3 Center für erleichterte Bedienung ...................... 33.3 Hardware, Sound, Tastatur und Maus anpassen............. 33.3.1 Mauseinstellungen anpassen ............................. 33.3.2 Anpassen der Tastatureinstellungen .................. 33.3.3 Audiogeräte konfigurieren ................................ 33.3.4 Soundereignisse konfigurieren ........................... 33.4 Mobilitätscenter und Energieoptionen ............................ 33.4.1 Das Mobilitätscenter ......................................... 33.4.2 Anzeige des Energiezustands bei Notebooks ..... 33.5 Energiesparoptionen anpassen ........................................ 33.5.1 Netzschalterverhalten ändern ............................ 33.6 Schriftarten verwalten ..................................................... 33.6.1 Schriftarten installieren und entfernen ..............
710 710 714 716 717 718 720 722 723 724 724 725 726 728 729 730
34
Anpassen der Benutzeroberfläche .............................................. 34.1 Anpassen der Windows-Anzeige ..................................... 34.1.1 Aufrufen der Anpassungsseiten ......................... 34.1.2 Fensterfarbe und -darstellung beeinflussen ........ 34.1.3 Ein Windows-Design wählen ............................ 34.1.4 Anpassen des Desktop-Hintergrunds ................ 34.1.5 Den Bildschirmschoner konfigurieren ............... 34.2 Die Eigenschaften der Grafikkarte anpassen ................... 34.2.1 Anpassen der Anzeigeeigenschaften .................. 34.2.2 Erweiterte Optionen der Grafikkarte einstellen . 34.2.3 DPI-Auflösung des Schriftgrads anpassen ......... 34.3 Taskleisten- und Desktopsymbol-Eigenschaften .............. 34.3.1 Desktopsymbole anpassen ................................ 34.3.2 Anpassen der Startmenüeigenschaften ............... 34.3.3 Taskleiste und Infobereich anpassen .................
733 733 733 734 737 738 739 740 740 742 743 743 744 745 746
35
Die Benutzerkontenverwaltung nutzen ...................................... 35.1 Verwaltung des eigenen Benutzerkontos ......................... 35.1.1 Aufruf der Benutzerkontenverwaltung .............. 35.1.2 So legen Sie ein Benutzerkennwort fest ............. 35.1.3 Ein Kennwort ändern ........................................ 35.1.4 Das Kennwort für das Benutzerkonto entfernen 35.1.5 Eine Kennwortrücksetzdiskette erstellen ........... 35.1.6 Das Kontobild wechseln ................................... 35.2 Benutzerkontenverwaltung für Administratoren ............. 35.2.1 Benutzerkonten hinzufügen und entfernen ........ 35.2.2 Kennwort von Benutzerkonten ändern .............. 35.2.3 Sonstige Konteneinstellungen umsetzen ............ 35.2.4 Das Gastkonto aktivieren ................................. 35.2.5 Benutzerkontensteuerung abschalten ................
749 749 749 750 751 752 754 755 757 757 759 761 761 762
Inhaltsverzeichnis 0
36
37
Windows-Sicherheit .................................................................. 36.1 Einführung in Sicherheitsfunktionen und -fragen ............ 36.1.1 Diese Risiken lauern auf Computerbenutzer ..... 36.2 Maßnahmen zur Erhöhung der Sicherheit! ...................... 36.3 Das Windows-Sicherheitscenter ...................................... 36.3.1 Warnung bei erkannten Sicherheitsmängeln ...... 36.4 Nutzen der Windows-Firewall ........................................ 36.4.1 So konfigurieren Sie die Windows-Firewall ....... 36.4.2 Was macht die Firewall? ................................... 36.4.3 Manuelle Konfiguration der Windows-Firewall 36.4.4 Ausnahmen in der Firewall festlegen ................. 36.5 Den Windows-Defender nutzen ...................................... 36.5.1 So erhalten Sie Zugriff auf den Windows-Defender ........................................... 36.5.2 Den Rechner mit Windows-Defender überprüfen lassen .............................................. 36.5.3 Optionen des Windows-Defenders anpassen .....
763 763 763 764 765 765 768 768 769 770 772 773
Systemverwaltung und -optimierung ......................................... 37.1 Leistungsanalyse unter Windows .................................... 37.1.1 Computerdetails anzeigen ................................. 37.1.2 System- und Leistungsanalyse mit dem Task-Manager .................................................. 37.2 Systemeinstellungen anpassen ......................................... 37.2.1 Autostartprogramme verwalten ........................ 37.2.2 Erweiterte Systemeinstellungen ändern ............. 37.3 Verwaltungs- und Überwachungsfunktionen................... 37.3.1 Absicherung durch die Benutzerkontensteuerung 37.3.2 Aufrufen der Verwaltungs- und Leistungstools . 37.3.3 Leistungs-, Zuverlässigkeits- und Systeminformationen ................................................... 37.3.4 Das Systemkonfigurationsprogramm ................ 37.3.5 Zuverlässigkeits- und Leistungsüberwachung ... 37.3.6 Dienste verwalten ............................................. 37.3.7 Nutzung der Ereignisanzeige ............................. 37.3.8 Alles im Zugriff mit der Computerverwaltung ..
779 779 779
773 775 777
782 785 786 787 792 792 795 796 797 798 800 802 804
Teil 7 Anhang ............................................................... 807 A
Die Begleit-CD .......................................................................... 809
B
Häufige Fragen und Antworten ................................................. 811 Stichwortverzeichnis.................................................................. 819
21
Liebe Leserin, lieber Leser Microsoft Windows Vista Home Premium ist die vorläufig aktuellste Betriebssystemversion von Microsoft. Ein Ziel war es, dass Windows Vista gerade unerfahrenen Personen vieles abnimmt und diesen die Benutzung des Computers so einfach wie möglich macht. Beim Schreiben dieses Buches hatte ich bereits einige Zeit mit dem Betriebssystem gearbeitet. Daher mein Urteil: Vieles, was die Microsoft-Entwickler in Windows Vista hineingepackt haben, gefällt mir sehr gut. Man merkt, an einigen Stellen haben die Entwickler nachgedacht und die Bedienung ist einfacher geworden. Beim ersten Kontakt mit Vista fluchte ich noch über die vielen Assistenten und Hilfen, die den Benutzer durch die entsprechenden Funktionen führen. Als langjähriger Windows-Anwender bin ich es gewohnt, Sachen auf direktem Wege zu erledigen – was oft noch möglich ist. Aber zwischenzeitlich »erwische« ich mich immer häufiger, dass ich bestimmte Einstellungen des Betriebssystems mit der Unterstützung von Assistenten nutze. An anderen Stellen musste ich für mich persönlich aber feststellen, dass die Entwickler »übers Ziel hinaus geschossen sind« und die vorgesehenen Funktionen in der Praxis Nachteile aufweisen. An diesen Stellen habe ich Windows entweder so umkonfiguriert, dass die Funktionen für mich transparenter bzw. besser nutzbar sind, oder ich verwende alternative Arbeitstechniken und Tricks, um effizienter zum Ziel zu kommen. Microsoft wirbt damit, dass es »das beste und sicherste« Windows aller Zeiten sei. Als unabhängiger Autor verzichte ich auf jegliche Kommentierung und überlasse Ihnen diese Beurteilung. In den folgenden Kapiteln dieses Buches versuche ich aber, Ihnen die vielfältigen Funktionen von Windows Vista Home Premium nahezubringen. Dabei lernen Sie auch, wie Sie einige Hürden und Klippen umschiffen oder Funktionen besser nutzen können. Das Buch wurde in mehrere Teile und Kapitel gegliedert, um die unterschiedlichen Bedürfnisse der Leserinnen und Leser zu berücksichtigen. Inhalts- und Stichwortverzeichnisse ermöglichen Ihnen bei Bedarf den direkten Zugriff auf die benötigten Inhalte. Aber auch auf 800 Seiten lassen sich die vielfältigen Funktionen von Windows Vista Home Premium nicht allumfassend beschreiben. Ich bitte daher um Verständnis, wenn ich als Autor keine Unterstützung bezüglich auftauchender Fragestellungen bieten kann. Auch hinsichtlich des Inhalts des beiliegenden Datenträgers können Autor und Verlag keine Haftung, Gewährleistung oder Support bieten. Ich hoffe aber, Ihnen mit der Auswahl der im Buch beschriebenen Themen eine gute Basis zum Arbeiten mit Windows gegeben zu haben. Ihnen als Leser wünsche ich viel Spaß und Erfolg im Umgang mit dem Buch und Windows Vista Home Premium. Günter Born www.borncity.de
23
magnum 0
So arbeiten Sie mit diesem Buch Dieses Buch der Magnum-Reihe befasst sich mit Microsoft Windows Vista Home Premium – wobei 90 Prozent der Funktionen auch in Microsoft Windows Vista Home Basic genutzt werden können. Bedingt durch das Reihenkonzept ergeben sich einige Besonderheiten, die Sie bei der Benutzung des Buches kennen sollten. 쮿
Das Buch wurde in mehrere Teile gegliedert, um die vielfältigen Funktionen von Windows übersichtlicher beschreiben zu können. Ein Kurztext auf der Titelseite eines Teils verrät Ihnen, welche Ziele das Teil verfolgt und welche Inhalte dort zu finden sind.
쮿
Die einzelnen Kapitel innerhalb der Teile beschreiben konkrete Funktionen oder behandeln Programme, die Bestandteil von Windows Vista Home Premium sind.
Sie können das Buch von vorne bis hinten durchlesen, um sich über alles Wissenswerte zu Windows Vista zu informieren. Erfahrene Benutzer werden sich aber zielgerichtet die Informationen heraussuchen, die gerade zum Arbeiten benötigt werden. Die Inhalts- und Stichwortverzeichnisse erlauben Ihnen einen schnellen Zugriff auf die behandelten Themen. Die Bücher der Magnum-Reihe benutzen besondere Formatierungen und Auszeichnungen, um Dateinamen, Befehle, Namen von Optionen etc. im Text hervorzuheben. Zudem sind einzelne Abschnitte durch besondere Symbole in der Marginalie hervorgehoben. Abschnitte, die in dieser Form ausgezeichnet sind, enthalten zusätzliche Anmerkungen und Hinweise zum betreffenden Thema.
TIPP
Dieses Symbol kennzeichnet Absätze, in denen ich einen besonderen Tipp zu einem bestimmten Thema hinterlegt habe.
Das Achtung-Symbol in Absätzen weist auf Dinge hin, bei denen Vorsicht geboten ist oder bei denen Fehler bzw. Probleme auftreten können.
24
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Teil 1 Grundlagen & Einstieg Haben Sie bisher noch nie oder wenig mit einem WindowsComputer gearbeitet? Um mit Spaß und Erfolg unter Windows arbeiten zu können, sollten Sie zumindest die wichtigsten Grundlagen kennen und möglichst beherrschen. Steigen Sie gerade von einer früheren Windows-Version auf Windows Vista Home Premium um? Dann wird Ihnen zwar vieles irgendwie bekannt vorkommen, aber so manches hat sich geändert. In diesem Teil erhalten Sie einen kurzen Überblick über die VistaVarianten und lernen die grundlegenden Arbeitstechniken zum Arbeiten mit Windows kennen. Wer bereits Erfahrung mit Windows hat, kann die einzelnen Kapitel überfliegen. Neueinsteiger sollten die nachfolgenden Kapitel durcharbeiten, um die vielen Funktionen effizient nutzen zu können.
1 Windows Vista im Überblick Windows Vista ist von Microsoft als Nachfolger von Windows XP vorgesehen. In diesem Kapitel erhalten Sie einen Überblick über die VistaVarianten und erfahren, was es bezüglich der Hardwareanforderungen zu wissen gibt.
1.1 Windows Vista, ein Überblick über die Versionen Windows Vista wird von Microsoft als Produktfamilie mit drei Varianten für Heimanwender und mit zwei Varianten für Geschäftskunden angeboten. Diese Versionen richten sich an verschiedene Benutzerkreise und stellen verschiedene Anforderungen. Hier ein kurzer Überblick über die Varianten.
1.1.1
Windows Vista Home Basic
Diese Vista-Edition richtet sich an Heimanwender mit einfachen Computer-Ansprüchen und enthält die üblichen Windows-Funktionen zur Verwaltung von Dateien, zum Surfen im Internet, zum Austausch von E-Mails, Spiele und Basis-Programme zum Erstellen von Text- und Grafikdokumenten. Zudem gibt es rudimentäre Funktionen zur Bearbeitung von Fotos oder zur Wiedergabe von Musik und Videos. Die Benutzeroberfläche ist im Windows Vista-Stil ausgeführt, unterstützt aber nicht die neue Benutzeroberfläche »Aero«. Windows Vista Home Basic ist für alle Anwender geeignet, die eine einfache, sichere und zuverlässige Computer-Plattform benötigen, ohne auf erweiterte Grafikunterstützung (z. B. Videoschnitt etc.) angewiesen zu sein. Dieses Buch wurde für Windows Vista Home Premium geschrieben. Da aber 90 Prozent der Funktionen zwischen Vista Home Basic und Vista Home Premium identisch sind, können auch Besitzer von Vista Home Basic mit diesem Buch arbeiten. Im Zweifelsfall steht eine Funktion (z. B. Windows Movie Maker, Windows DVD Maker, die Benutzeroberfläche Aero oder das Windows Media Center nicht zur Verfügung).
1.1.2
Windows Vista Home Premium
Diese Version wurde ebenfalls für Heimanwender konzipiert, stellt aber höhere Anforderungen an die Grafikfähigkeiten des Computers. Auf entsprechend ausgestatteten Computern steht die neue Benutzeroberfläche Aero mit transparenten Fenstern und 3D-Darstellung zur Verfügung. Auch die mit Windows mitgelieferten Spiele können die verbesserten Grafikfunktionen nutzen. Der Hauptunterschied zu Windows Vista Basic besteht in der PremiumVersion darin, dass diese primär mit Funktionen zur Unterstützung digi-
27
Windows Vista, ein Überblick über die Versionen
magnum
0
taler Unterhaltungsangebote konzipiert wurde. Diese Windows-Version bietet beispielsweise Programme zum Schneiden und Bearbeiten von Videomaterial (Windows Movie Maker) sowie zum Brennen von FilmDVDs (Windows DVD Maker). Weiterhin ist ein als Windows Media Center bezeichneter Aufsatz enthalten. Mit dem Windows Media Center lassen sich Bilder, Musik, Videos und (HD-)TV-Sendungen unter Windows wiedergeben. Die Bedienung kann dabei über eine Fernbedienung erfolgen, wenn am Computer ein entsprechender Infrarot-Empfänger angeschlossen ist. Außerdem ermöglicht die Premium-Version die Anbindung der Xbox 360-Spielekonsole als sogenannter Media Extender. Dann können digitale Unterhaltungsangebote wie Filme oder Musik über ein Netzwerk in anderen Räumen wiedergegeben werden. Die in Windows Vista Premium integrierte Tablet PC-Technologie erlaubt (Notebook-)Benutzern, auf die Verwendung von Maus und Tastatur zur Eingabe zu verzichten. Mit entsprechend ausgestatteten Geräten können Inhalte mit einem digitalen Stift oder der Fingerspitze eingegeben oder Funktionen abgerufen werden. Zudem erlauben spezielle SideShow-Geräte die Anzeige von Kontaktdaten oder anderen Informationen, ohne dass der Rechner extra mit Windows hochgefahren werden muss. Solche Geräte mit einem zusätzlichen SideShow-Display standen aber bei der Markteinführung des Betriebssystems noch nicht zur Verfügung. In Vista Premium werden zudem Funktionen zur Sicherung von Laufwerken unterstützt. Um die neue Benutzeroberfläche Aero oder die Funktionen zum Videoschnitt bzw. zum Brennen von Film-DVDs nutzen zu können, ist jedoch eine entsprechend leistungsfähige Grafikkarte erforderlich. Nur Grafikkarten mit 128 MByte Speicher, DirectX 9.0c-Fähigkeit, die mindestens das sogenannte Shader-Modell 2.0 unterstützten, fallen in diese Kategorie. Ist keine entsprechend ausgestattete Grafikkarte vorhanden, arbeitet Windows Vista Premium im Anzeigemodus der Home Basic-Edition. Rufen Sie ein Programm (z. B. Windows DVD Maker) auf, welches die erweiterten Videofunktionen benötigt, bricht dieses mit einer entsprechenden Fehlermeldung ab.
1.1.3
Windows Vista Business
Dies ist die Geschäftsversion von Windows Vista, die speziell auf kleine Unternehmen abgestimmt ist. Auch hier steht, bei entsprechend leistungsfähiger Hardware, die neue Benutzeroberfläche Aero zur Verfügung. Die Business-Version verfügt weitgehend über die Funktionen der PremiumEdition, erlaubt aber die Einbindung der Rechner in größere Netzwerke. Dies erleichtert die Wartung und Pflege der Systeme durch Administratoren. TIPP
28
Sofern Sie privat mit Windows Vista Home und beruflich mit Windows Vista Business arbeiten, können Sie dieses Buch ebenfalls nutzen. Die Windows-Varianten unterscheiden sich in den Funktionen für Endanwender nicht. Lediglich bei der Einbindung in Netzwerken oder bei der Verwaltung stellt Vista Business erweiterte Funktionen (z. B. Benutzerrichtlinien) zur Verfügung.
Kapitel 1 · Windows Vista im Überblick
1.1.4
Windows Vista Enterprise
Diese Variante ist ebenfalls für Geschäftsanwender vorgesehen, richtet sich aber an größere Firmen und global agierende Unternehmen mit besonderen Anforderungen an Lizenzverträge. Neben den Basis-Funktionen der oben beschriebenen Windows-Versionen bietet die EnterpriseEdition spezielle Erweiterungen, wie die Windows BitLocker-Verschlüsselung für Laufwerke, oder Werkzeuge zur Verbesserung der Kompatibilität mit älteren Anwendungen.
1.1.5
Windows Vista Ultimate
Die Ultimate-Edition vereint alle Funktionen der Windows Vista Premium-Version für Privatanwender mit den Funktionen der Vista Business-Edition für Geschäftskunden. Eine detailliertere Übersicht über die Feinheiten der einzelnen VistaVarianten finden Sie auf den Microsoft-Webseiten in der Rubrik »Windows Vista« (z. B. unter www.microsoft.com/germany/windows/ windowsvista/getready/editions/default.mspx). Eine grobe Übersicht über die in den verschiedenen Vista-Editionen unterstützten Funktionen liefert die folgende Tabelle. Funktion
Home Basic
Home Premium
Business
Enterprise
Ultimate
Begrüßungscenter
X
X
X
X
X
Benutzerkontensteuerung X
X
X
X
X
Sicherheitscenter
X
X
X
X
X
Windows-Defender
X
X
X
X
X
Windows-Firewall
X
X
X
X
X
Internet Explorer 7 Protected Mode
X
X
X
X
X
IE 7 Anti-Phishing
X
X
X
X
X
IE 7 RSS-Feeds
X
X
X
X
X
Windows Mail
X
X
X
X
X
Windows Mail AntiPhishing
X
X
X
X
X
Windows-Kalender
X
X
X
X
X
Windows-Sidebar
X
X
X
X
X
Tabelle 1.1: Unterstützte Funktionen in den Vista-Editionen
29
magnum
Windows Vista, ein Überblick über die Versionen 0
Funktion
Home Basic
Home Premium
Business
Enterprise
Ultimate
Windows-Fotogalerie
X
X
X
X
X
Diashow mit Themen
–
X
–
–
X
Windows Media Player 11
X
X
X
X
X
Film-DVD-Wiedergabe
–
X
–
–-
X
Windows Media Center
–
X
–
–
X
Media Center Extender (Xbox 360)
–
X
–
–
X
Windows Movie Maker
X
X
X
X
X
Windows Movie Maker HD-Support
–
X
–
–
X
Windows DVD Maker
–
X
–
–
X
Spiele-Explorer & Updates
X
X
X
X
X
Jugendschutz
X
X
–
–
X
Spracherkennung
X
X
X
X
X
Windows-Fax und -Scan
–
–
X
X
X
Windows Update
X
X
X
X
X
Selbstoptimierung/ Hardwarediagnose
X
X
X
X
X
TCP-IP IPv4 und IPv4
X
X
X
X
X
Windows Display Driver Model
X
X
X
X
X
Backup (Dateien, Ordner) X
X
X
X
X
Zeitgesteuerte Sicherung
–
X
X
X
X
Sicherung über Netzwerk –
X
X
X
X
Inkrementelle Sicherung
–
X
X
X
X
Automatische Sicherung
–
X
X
X
X
Tabelle 1.1: Unterstützte Funktionen in den Vista-Editionen (Forts.)
30
Kapitel 1 · Windows Vista im Überblick
Funktion
Home Basic
Home Premium
Business
Enterprise
Ultimate
Systemsicherung und Wiederherstellung
–
–
X
X
X
Schattenkopien beim Backup
–
–
X
X
X
Benutzeroberfläche Aero
–
X
X
X
X
Sofortsuche
X
X
X
X
X
Benutzerdefinierte Dateieigenschaften
X
X
X
X
X
Gruppieren der Ordneranzeige
X
X
X
X
X
.NET Framework 3.0
X
X
X
X
X
Windows CardSpace
X
X
X
X
X
Windows SuperFetch
X
X
X
X
X
Windows ReadyBoost
X
X
X
X
X
I/O-Priorisierung
X
X
X
X
X
Automatische Defragmentierung
X
X
X
X
X
Max. Speicherunterstützung (32 Bit)
4 GB
4 GB
4 GB
4 GB
4 GB
Max. Speicherunterstützung (64 Bit)
8 GB
16 GB
64 GB
128+ GB
128+ GB
Dual Core-Prozessorunterstützung
–
–
X
X
X
Netzwerkunterstützung
X
X
X
X
X
Netzwerkverbindungen
5
10
10
10
10
Drahtlosnetzwerke
X
X
X
X
X
VPN-Unterstützung
X
X
X
X
X
Synchronisation
X
X
X
X
X
Unterstützung für Offline-Ordner
–
–
X
X
X
Tabelle 1.1: Unterstützte Funktionen in den Vista-Editionen (Forts.)
31
magnum
Hardwareanforderung und Installationsmedien 0
Funktion
Home Basic
Home Premium
Business
Enterprise
Ultimate
Verbesserte Energieverwaltung
X
X
X
X
X
Windows Tablet PC
–
X
X
X
X
Touchscreen-Unterstützung
–
X
X
X
X
Handschrifterkennung
–
X
X
X
X
SideShow-Unterstützung
–
X
X
X
X
Windows-Teamarbeit
Nur X Anzeige
X
X
X
Systemrichtlinien
–
–
X
X
X
Encrypting File System
–
–
X
X
X
Windows-Rechteverwaltung
–
–
X
X
X
BitLocker-Laufwerksverschlüsselung
–
–
X
X
X
Tabelle 1.1: Unterstützte Funktionen in den Vista-Editionen (Forts.)
1.2 Hardwareanforderung und Installationsmedien Windows Vista wird nur noch auf einer DVD ausgeliefert, die alle Editionen enthält. Die Entscheidung, welche Version installiert wird, erfolgt dann über den eingegebenen Produktschlüssel. Sie können also jederzeit über die Microsoft-Internetseiten einen Produktschlüssel für eine höherwertige Vista-Version anfordern und das Betriebssystem auf diese Version upgraden. Zudem steht Vista jeweils als 32-Bit- und als 64-Bit-Variante zur Verfügung. Die 64-Bit-Versionen laufen jedoch nur auf Rechnern, die mit entsprechenden 64-Bit-Prozessoren ausgestattet sind. Die 64-Bit-Versionen leiden beim Produktstart noch unter einer fehlenden Treiberunterstützung für viele Geräte. Zudem kann nicht jede Anwendungssoftware die 64-Bit-Unterstützung der Prozessoren nutzen und läuft im 32-Bit-Modus. Für Privatanwender dürften die 32-Bit-Versionen des Betriebssystems ausreichend sein.
32
Kapitel 1 · Windows Vista im Überblick
1.2.1
Systemvoraussetzungen für Vista – das sollten Sie wissen
Um Windows Vista in der Home- oder Premium-Version installieren zu können, muss das System bestimmte Voraussetzungen erfüllen. 쮿
Prozessor: Das System sollte laut Microsoft mindestens mit einem 800 MHz 32-Bit-Prozessor ausgestattet sein. So richtig flüssig arbeiten lässt sich aber erst mit Prozessoren ab 2 GHz Taktfrequenz. Zur Wiedergabe von Videos oder zum Videoschnitt sollten sogar noch schnellere Prozessoren (3 GHz und mehr) zum Einsatz kommen.
쮿
Arbeitsspeicher: Microsoft gibt den Mindestspeicher mit 512 MByte an. Ein Hauptspeicherausbau von 1 GByte verbessert aber die Leistung erheblich. Vista erlaubt zudem aber, die Leistung des Systems durch Hybridspeicher (USB-Sticks oder Speicherkartenlaufwerke) mittels der ReadyBoost-Technologie zu erhöhen. Dann kann ein Teil dieses Speichers durch Windows reserviert und benutzt werden.
쮿
DVD-Laufwerk: Zur Installation ist ein DVD-Laufwerk unbedingt erforderlich. Das Gleiche gilt zur Wiedergabe von Film-DVDs, wobei das DVD-Laufwerk dann dem Regionalcode der DVD entsprechen muss. Zur Wiedergabe von HD-Filmen muss ein entsprechendes HD-Laufwerk (HD-DVD) vorhanden sein.
쮿
Festplatte: Zur Installation benötigt Windows Vista ca. 6 GByte auf der Festplatte. Das Systemlaufwerk sollte aber 40 GByte an freiem Speicher aufweisen, um noch Anwendungsprogramme und größere Datenbestände (z. B. Videos) speichern zu können.
쮿
Grafikkarte: Es muss eine DirectX 9.0c-fähige Grafikkarte mit WDDM-Treiberunterstützung vorhanden sein. Diese Mindestanforderung wird von den meisten Grafikkarten unterstützt. Um die neue Oberfläche Aero oder den Windows Movie Maker zum Schneiden von Videos zu nutzen, muss die Grafikkarte die Shader-Version 2.0 unterstützen und mindestens 128 MByte RAM aufweisen. Zum zügigen Arbeiten empfiehlt sich aber eine Grafikkarte mit 256 MByte RAM. Viele Spiele erfordern eine Unterstützung des Shader-Modells 3.0 oder 4.0.
Lässt sich Windows Vista auf dem System installieren, führt das Betriebssystem eine Leistungsmessung durch. Der so ermittelte Leistungsindex definiert, wie gut Windows bestimmte Aufgaben ausführen kann, und liegt zwischen 1 und 5,9. Ein System mit dem Leistungsindex 1,0 erfüllt gerade einmal die Mindestvoraussetzungen. In diesem Fall ist klar, dass die Grafikkarte keine 128 MByte RAM bzw. keine Shader 2.0-Unterstützung aufweist. Bei einem Leistungsindex von 2,0 können die erweiterten Funktionen der Diashow mit der Anzeige von Themen nicht genutzt werden.
33
Hardwareanforderung und Installationsmedien
magnum
0
TIPP
Beim Aufrüsten älterer Systeme auf Windows Vista sollten Sie ein Augenmerk auf die Grafikfähigkeiten des Rechners haben. Notebooks (und manche Office-Rechner) besitzen Onboard-Grafikchips, die selten die geforderten Grafikfähigkeiten (128 MByte RAM, Shader 2.0Unterstützung) aufweisen. Dann kann Vista die Aero-Funktionalität nicht nutzen. Verfügen Sie über einen Rechner mit separater Grafikkarte, lässt sich eine Aufrüstung durch Austausch der Grafikkarte ins Auge fassen. Beachten Sie aber bei älteren Rechnern, dass diese meist einen AGP-Steckplatz für die Grafikkarte bereitstellen. Moderne Hauptplatinen sind aber auf PCI-Express-Grafikkarten abgestimmt. Es gibt daher nur noch eine eingeschränkte Palette an AGP-Grafikkarten. Die GeForce FX 5200 ist eine sehr preiswerte AGP-Grafikkarte, die mit Windows Vista kompatibel ist. Ein mit dieser Grafikkarte ausgestattetes System wird einen Leistungsindex von mindestens 2,5 aufweisen und kann mit der Aero-Benutzeroberfläche betrieben werden. Auch Videoschnitt und DVD-Authoring sind möglich. Etwas bessere Leistungsdaten bietet die MSI NX 6200AX, die mit 256 MByte RAM ausgestattet ist und das Shader-Modell 3.0 unterstützt. Eine Liste der von Vista unterstützten Grafikchipsätze finden Sie im Internet unter der Adresse de.wikipedia.org/wiki/Microsoft_Windows_Vista#Aero_Glass. Sofern Sie Peripheriegeräte kaufen, achten Sie auf jeden Fall darauf, dass deren Treiber Vista-kompatibel sind. Speziell die WIA-Treiber für Scanner und Digitalkameras benötigen unbedingt die Vista-Variante. Die für Windows XP entwickelten Treiber lassen sich zwar installieren, die WIASchnittstelle wird aber nicht funktionieren. Sie sind dann auf die TwainSchnittstelle des Scanner- oder des Kameratreibers angewiesen. Ein kritischer Punkt stellen DVB-TV-Karten dar. Ältere WDM-Treiber oder die Software der Hersteller wird in der Regel unter Windows Vista nicht funktionieren. Achten Sie beim Kauf neuer DVB-Karten darauf, dass diese Vista-kompatible Treiber bereitstellen. Die von den Herstellern angebotenen BDA-Treiber reichen in der Regel nicht aus, um in dem in Windows Vista Premium enthaltenen Windows Media Center als TVTuner erkannt zu werden. Zur Überprüfung, ob ein System oder ein Gerät die Kompatibilitätsanforderungen von Windows Vista erfüllt, stellt Microsoft auf den eigenen Webseiten verschiedene Informationen bereit. Unter technet.microsoft. com/en-us/windowsvista/aa905075.aspx findet sich eine grobe Auflistung der Hardwareanforderungen. Sollt diese Seite zukünftig nicht mehr abrufbar sein, suchen Sie unter www.microsoft.com ggf. nach Begriffen wie »Vista compatibility list«.
34
2 Starten, anmelden, abmelden Haben Sie bisher noch nie mit einem Computer unter Windows Vista gearbeitet oder fehlen Ihnen Grundkenntnisse? In diesem Kapitel lernen Sie, sich unter Windows anzumelden und wieder richtig abzumelden. Weiterhin werden die Unterschiede der verschiedenen Optionen (wie Benutzerwechsel, Neustart, Energieeinsparung) beschrieben.
2.1 An- und Abmelden unter Windows Windows Vista sollte (auch aus Sicherheitsgründen) so eingerichtet sein, dass sich jeder Benutzer über ein eigenes Benutzerkonto mittels eines Kennworts anmelden muss. Wird der Computer nicht mehr benötigt, oder möchten Sie Ihre Arbeit unterbrechen, sollten Sie sich korrekt am Rechner abmelden oder Windows gezielt herunterfahren.
2.1.1
Benutzerkonten – das sollten Sie wissen
Windows Vista stellt so genannte Benutzerkonten zum Arbeiten zur Verfügung. Zum Arbeiten müssen Sie sich daher an einem der Benutzerkonten anmelden. Dies stellt einerseits sicher, dass sich die einzelnen Benutzer des Computers untereinander nicht stören. Jeder Benutzer kann sich seine Windows-Oberfläche nach eigenen Wünschen anpassen, ohne dass dies andere Benutzer betrifft. Zudem lässt sich über die Art der Benutzerkonten regeln, was ein Anwender auf dem Computer alles tun darf. 쮿
Administrator: Die so genannten Administratorkonten sind für Personen vorgesehen, die einen Computer betreuen und auch neue Programme oder Geräte auf dem Computer einrichten dürfen. Diese Konten sollten aus Sicherheitsgründen keinesfalls zum normalen Arbeiten (Surfen im Internet etc.) benutzt werden.
쮿
Standardbenutzer: Für jeden Benutzer des Rechners sollte ein Standardbenutzerkonto zum Arbeiten vorhanden sein. Windows verhindert, dass ein an einem solchen Konto angemeldeter Benutzer ungewollt etwas an Windows verstellt, Programme oder Geräte installiert, oder Dateien anderer Benutzer unbeabsichtigt verändert. Zudem sorgt Windows bei diesen Benutzerkonten dafür, dass sich Viren oder andere Schadprogramme nicht auf dem Computer einrichten können.
Die Benutzerkonten werden aus Sicherheitsgründen mit einem Kennwortschutz versehen, so dass eine unbefugte Benutzung des Computers verhindert wird. Die Verwaltung von Benutzerkonten durch Administratoren ist in Teil 6 dieses Buches in Kapitel 35 beschrieben.
35
An- und Abmelden unter Windows
magnum
0
2.1.2
Die Windows-Anmeldung – so geht's
Sobald Sie den Rechner einschalten, wird Windows Vista gestartet. Bevor Sie jedoch mit dem System arbeiten können, erwartet Windows eine Anmeldung an einem Benutzerkonto. Die eingerichteten Benutzerkonten werden dabei in einer Willkommenseite angezeigt (Bild 2.1).
Bild 2.1: Willkommenseite mit Konten zur Anmeldung unter Windows
1. Zur Anmeldung klicken Sie auf das Symbol des gewünschten Benutzerkontos. 2. Ist das Konto mit einem Kennwort abgesichert, müssen Sie dieses im angezeigten Textfeld eintippen (Bild 2.2). Für jedes eingetippte Zeichen erscheint im Kennwortfeld ein Punkt, um zu verhindern, dass Dritte das Kennwort mitlesen. 3. Nach Eingabe des Kennworts drücken Sie zur Bestätigung die (Enter)-Taste. Alternativ können Sie per Maus auf die, rechts neben dem Textfeld, eingeblendete runde Schaltfläche (mit dem weißen Pfeil) klicken. Windows prüft das Kennwort und meldet Sie, bei korrekt eingegebenem Kennwort, am betreffenden Benutzerkonto an. Sie gelangen dann zum Windows-Desktop und können mit dem System arbeiten (siehe folgende Kapitel). Ein fehlerhaftes Kennwort wird durch Windows abgewiesen. Sofern das Benutzerkonto entsprechend eingerichtet wurde, zeigt Windows unterhalb des Textfelds sogar einen Kennworthinweis an. Sie können dann die obigen Schritte zur Anmeldung wiederholen.
Bild 2.2: Eingeben des Kennworts
36
Kapitel 2 · Starten, anmelden, abmelden
Achten Sie bei der Kennworteingabe darauf, dass nach Groß- und Kleinschreibung unterschieden wird. Falls Sie Ihr Kennwort vergessen haben, kann ein Administrator das Kennwort des Benutzers zurücksetzen. Besser ist es aber, eine so genannte Kennwortrücksetzdiskette anzufertigen (siehe Teil 6), über die Sie das Kennwort des eigenen Benutzerkontos im Notfall zurücksetzen können. Die Informationen lassen sich nicht nur auf Diskette, sondern auch auf Speicherkarten oder USB-Sticks ablegen. Bei einem Textfeld handelt es sich um einen rechteckigen Bereich in einem Fenster, in dem Windows eine Texteingabe erwartet. Der blinkende senkrechte Strich (die Textmarke) im Textfeld zeigt Ihnen an, dass Sie etwas eingeben können. Falsch eingegebene Zeichen im Textfeld löschen Sie durch Drücken der Tasten (æ___) oder (Entf). Die (Enter)-Taste wird in Windows allgemein benutzt, um etwas zu bestätigen. Die Techniken zum Umgang mit der Maus wie z. B. das Klicken, sind in Kapitel 3 behandelt.
2.1.3
Bei Arbeitspausen sollten Sie sich abmelden
Möchten Sie Ihre Arbeit am Rechner für eine Pause unterbrechen, sollten Sie sich abmelden. Dies verhindert, dass Unbefugte das Gerät während Ihrer Abwesenheit nutzen. Eine Abmeldung ist auch sinnvoll, falls jemand anderes den Computer benutzen möchte und ein eigenes Benutzerkonto unter Windows besitzt.
Bild 2.3: Abmelden über das Startmenü
1. Klicken Sie in der Taskleiste auf die Schaltfläche Start, um das Startmenü zu öffnen. 2. Anschließend klicken Sie in der rechten Spalte des Startmenüs auf die unterhalb des Befehls Hilfe und Support eingeblendete Schaltfläche Sperrt den Computer (Bild 2.3). Alternativ können Sie die rechts neben der Schaltfläche Sperrt den Computer sichtbare Schaltfläche mit dem kleinen Dreieck anklicken. Dann öffnet sich das in Bild 2.3 eingeblendete Menü, in dem Sie den Befehl
37
An- und Abmelden unter Windows
magnum
0
Sperren wählen. Windows schaltet dann zum Willkommendialog um. Zum Weiterarbeiten müssen Sie sich erneut am betreffenden Benutzerkonto anmelden.
2.1.4
Und wozu ist der Abmelden-Befehl gut?
Öffnen Sie das Windows Vista-Startmenü und klicken Sie auf die in Bild 2.3 gezeigte Schaltfläche mit dem kleinen Dreieck, können Sie im eingeblendeten Menü den Befehl Abmelden wählen. Auch dann gelangen Sie zum Willkommendialog zurück und zum Weiterarbeiten müssen Sie sich erneut am betreffenden Benutzerkonto anmelden. Der Unterschied zum Befehl Sperren (und zum Befehl Benutzer wechseln) besteht darin, dass der Befehl Abmelden alle laufenden Windows-Programme beendet. Nach dem nächsten Anmelden müssen Sie also die benötigten Programme erneut starten. Vorteile bringt der Befehl Abmelden, wenn Sie längere Zeit nicht mehr am Computer arbeiten möchten, das Gerät aber noch von anderen Benutzern benötigt wird. Beim Abmelden wird dann der von den gestarteten Programmen sowie von Windows für das Benutzerkonto belegte Arbeitsspeicher wieder freigegeben.
2.1.5
Wo macht der Befehl Benutzer wechseln Sinn?
Klicken Sie im Startmenü auf die Schaltfläche mit dem Dreieck rechts neben Sperrt den Computer (Bild 2.3), können Sie im angezeigten Menü den Befehl Benutzer wechseln auswählen. Dieser Befehl bringt Sie direkt zum Willkommenfenster, das dann aber alle am System eingerichteten Benutzerkonten einblendet. Sie (oder ein anderer Benutzer) können sich dann unter einem anderen Benutzerkonto anmelden und mit Windows Vista arbeiten. Der Vorteil des Befehls Benutzer wechseln besteht darin, dass Windows die aktuell laufenden Programme im Arbeitsspeicher belässt, gleichzeitig aber die Anmeldeseite zeigt. Dies ist hilfreich, falls ein anderer Benutzer kurzzeitig am Computer arbeiten möchte, Sie später aber weiterarbeiten müssen. Wenn Sie sich später unter dem betreffenden Benutzerkonto erneut anmelden, stehen Ihnen die vorher geöffneten Anwendungen sofort wieder zur Verfügung. Beachten Sie aber, dass im Modus Benutzer wechseln die noch laufenden Anwendungen weiter Arbeitsspeicher belegen. Das System kann dadurch u. U. langsamer werden. Zudem erhalten Sie eine Warnung, falls Sie versuchen, Windows unter einem anderen Benutzerkonto herunterzufahren. Beenden Sie Windows trotz dieser Warnung und laufen in den vorher benutzten Konten noch Anmeldungen mit ungesicherten Dokumenten, gehen diese Änderungen verloren.
38
Kapitel 2 · Starten, anmelden, abmelden
2.1.6
Windows korrekt beenden
Wenn Sie mit der Arbeit fertig sind, dürfen Sie nicht einfach das Gerät samt Bildschirm ausschalten. Andernfalls besteht die Gefahr, dass Daten verloren gehen. Windows Vista bietet eine eigene Funktion zum Herunterfahren des Computers: 1. Klicken Sie in der Taskleiste auf die Schaltfläche Start und wählen Sie dann im Startmenü die rechts neben der Schaltfläche Sperrt den Computer sichtbare Schaltfläche mit dem Dreieck (Bild 2.3). 2. Im dann eingeblendeten Menü müssen Sie den Befehl Herunterfahren anklicken (Bild 2.3). Windows Vista beendet dann eventuell noch laufende Programme. Liegen ungesicherte Änderungen vor, erhalten Sie in Dialogfeldern die Gelegenheit, diese Änderungen zu sichern. Anschließend wird Windows Vista heruntergefahren. Dabei speichert das Betriebssystem benutzerspezifische Einstellungen und schaltet anschließend den Computer aus.
2.1.7
Hinweise zum Neustart von Windows
Die Installation von Geräten oder Programmen erfordert häufig den Neustart von Windows Vista. Einige Installationsprogramme sowie die Windows-Updatefunktion bieten den automatischen Neustart des Betriebssystems an. Nicht immer möchte man diesen Neustart aber sofort ausführen, d. h. Sie können dann über Schaltflächen in den angezeigten Installationsdialogen vorgeben, dass der Neustart erst später erfolgen darf. Fordert Sie das Setup-Programm zum Neustart auf, leitet diesen aber nicht automatisch ein? Oder haben Sie den automatischen Neustart bei der Installation abgelehnt? In diesen Fällen müssen Sie den Neustart manuell einleiten. Anstatt das System aber mit den obigen Schritten herunterzufahren und dann erneut manuell zu starten, können Sie in dem in Bild 2.3 gezeigten Menü auch den Befehl Neu starten wählen. Daraufhin werden alle Programme beendet und Windows Vista heruntergefahren. Anstatt aber den Computer auszuschalten, startet Windows erneut und Sie gelangen nach dem Laden wiederum zum Anmeldebildschirm. Dieser Neustart ist auch hilfreich, falls es zu gravierenden Programmabstürzen unter Windows Vista kommen sollte und das System beschädigt wurde. TIPP
Gibt es bei der Geräteinstallation Probleme, wenn lediglich ein Neustart über den Befehl Neu starten durchgeführt wird? Speziell bei externen Geräten, die an Firewire- oder USB-Anschlüssen betrieben werden, kann es erforderlich werden, dass Sie Windows über den Befehl Herunterfahren beenden. Anschließend schalten Sie alle Geräte (einschließlich des Computers) stromlos. Nach dem erneuten Einschalten kann Windows Vista dann wie gewohnt gestartet werden.
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Energie sparen mit dem Stand-by-Modus
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2.2 Energie sparen mit dem Stand-by-Modus Gerade bei Notebooks ist es hilfreich, wenn diese in unbenutztem Zustand in den Energiesparmodus versetzt werden. Alternativ besteht die Möglichkeit, auch normale Computer in den so genannten Stand-byModus zu versetzen, aus dem Windows schneller starten kann.
2.2.1
Energiesparmodus einschalten
Brauchen Sie den Rechner mehrere Stunden nicht? Anstatt Windows Vista herunterzufahren, können Sie das Gerät in den so genannten Stand-by-Modus versetzen.
Bild 2.4: Computer in den Energiesparmodus versetzen
쮿
Hierzu können Sie im Startmenü in der rechten Spalte auf die in Bild 2.4 gezeigte Schaltfläche klicken.
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Bei manchen Systemen reicht es auch, die Starttaste am Computer kurz zu drücken oder den Notebook-Deckel zuzuklappen.
Windows Vista speichert die Daten der Sitzung im Arbeitsspeicher und versetzt das System in den Energiesparmodus. In diesem Modus verbraucht das System sehr wenig Energie. Wenn Sie später die Einschalttaste drücken oder die Maus (das Touchpad) oder die Tastatur verwenden bzw. das Notebook aufklappen, startet Windows Vista erneut. Dabei wird der gesicherte Zustand der Sitzung geladen und nach einer Benutzeranmeldung können Sie weiter arbeiten. Der Stand-by-Modus setzt eine entsprechende Unterstützung des BIOS voraus. Verwenden Sie schaltbare Steckdosenleisten, sollten Sie den Computer im Stand-by-Modus nicht stromlos schalten, da dann u. U. die gesicherten Daten verloren gehen. Bei Notebooks besitzt der Standby-Modus von Windows Vista noch eine besondere Zusatzfunktion. Stellt das Betriebssystem fest, dass die Akkukapazität zur Neige geht, sichert Vista die Einstellungen zusätzlich auf der Festplatte und schaltet das Gerät ab. Beim erneuten Einschalten des Systems wird der Systemzustand dann von der Festplatte geladen.
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Kapitel 2 · Starten, anmelden, abmelden
TIPP
Arbeiten Sie mit einem normalen Computer und funktioniert die in Bild 2.4 gezeigte Schaltfläche zum Einschalten des Energiesparmodus nicht so recht? Dann belegen Sie die betreffende Schaltfläche mit der Funktion Herunterfahren. Hierzu müssen Sie unter einem Administratorkonto die Systemsteuerung aufrufen, den Befehl Hardware und Sound und dann in der Gruppe Energieoptionen den Befehl Energiesparmodus ändern anklicken. Im Dialogfeld Einstellungen für den Energiesparplan ändern können Sie auf den Hyperlink Erweiterte Energieeinstellungen ändern klicken. Im Eigenschaftenfenster Energieoptionen können Sie dann im Zweig Netzschalter und Laptopdeckel den Wert für Netzschalter im Startmenü auf »Herunterfahren« setzen. Nach dem Schließen des Eigenschaftenfensters steht die Schaltfläche Herunterfahren im Startmenü zur Verfügung. Bei der Nutzung eines Computers mit Peripheriegeräten wie Monitor, Drucker etc. schaltet Windows zwar den Computer, nicht aber diese Geräte aus. Sie müssen daher diese Geräte separat über deren Netzschalter ausschalten. Wem dies zu viel ist, empfehle ich den Einsatz einer schaltbaren Steckdosenleiste mit Kontrollleuchte, wie es sie in jedem Baumarkt gibt. Nach dem Herunterfahren von Windows braucht dann nur die Steckdosenleiste abgeschaltet zu werden. Dann sind alle an der Leiste angeschlossenen Geräte stromlos. Dies ist nicht nur unter Sicherheitsaspekten wichtig, sondern kann bei der jährlichen Stromrechnung eine Differenz von 70 Euro und mehr ausmachen. Achten Sie aber darauf, dass nicht ein im Stand-by betriebener Computer durch die Steckdosenleiste stromlos geschaltet wird, da dann die im Arbeitsspeicher gehaltenen Informationen verloren gehen.
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3 Erste Schritte mit Windows Dieses Kapitel gibt Ihnen einen Überblick über den Windows-Desktop, die Taskleiste und das Startmenü. Sie lernen zudem die ersten Schritte zum Arbeiten mit Windows Vista bzw. zum Umgang mit Maus, Tastatur, Fenstern und Menüs kennen.
3.1 Die Windows-Bedienoberfläche im Überblick In diesem Abschnitt erhalten Sie einen Überblick über die Bedienoberfläche von Windows. Diese wird benutzt, um Programme und Funktionen aufzurufen, mit ihnen zu arbeiten und weitere Informationen zu liefern.
3.1.1
Was ist der Windows-Desktop?
Nach einer erfolgreichen Anmeldung präsentiert Windows Ihnen den Arbeitsbereich (Bild 3.1), auch als Bedienoberfläche, Benutzeroberfläche oder als Desktop bezeichnet. Standardmäßig zeigt Windows Vista auf dem Desktop nur das Symbol des Papierkorbs vor einem Hintergrundbild an. In diesem Buch wurde das Hintergrundbild aber zur besseren Erkennbarkeit der Bedienelemente durch einen weißen Hintergrund ersetzt. 쮿
Die auf dem Desktop eingeblendeten Symbole erlauben Ihnen, Fenster zu öffnen bzw. Programmfunktionen abzurufen. Das in Bild 3.1 gezeigte Symbol des Papierkorbs erlaubt Ihnen, Elemente wie Dateien, die Sie nicht mehr brauchen (zum Beispiel einen Brief), einfach zu löschen (siehe Kapitel 9).
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Am rechten Rand des Desktops blendet Vista die sogenannte Windows-Sidebar mit einer Uhr und verschiedenen Minifenstern ein. Über deren Symbole lassen sich kleine Minianwendungen (z. B. Nachrichtenticker) abrufen.
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Der als Taskleiste bezeichnete Balken am unteren Rand ist ebenfalls sehr wichtig. Die in der linken unteren Ecke angezeigte Start-Schaltfläche öffnet das Startmenü und ermöglicht Ihnen, Programme über dieses Startmenü aufzurufen (siehe die folgenden Seiten).
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Rechts neben der Start-Schaltfläche wird in Windows Vista standardmäßig noch die sogenannte Schnellstart-Symbolleiste angezeigt. Über die Schaltflächen dieser Symbolleiste können Sie bestimmte Programme wie Internet Explorer oder Media Player sowie weitere Funktionen mit einem einfachen Mausklick direkt abrufen.
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Der Bereich in der Mitte der Taskleiste wird von Windows benutzt, um die Symbole aktuell geöffneter Programmfenster einzublenden. Über diese als Schaltflächen ausgeführten Symbole können Sie zwischen verschiedenen, aktuell geöffneten Fenstern wechseln.
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Die Windows-Bedienoberfläche im Überblick 0
쮿
Rechts in der Taskleiste befindet sich der Infobereich. Dort werden die Uhrzeit und der Zustand verschiedener Geräte über Symbole angezeigt.
Die Funktionen der Taskleiste lernen Sie im folgenden Kapitel kennen. Wurden Programme auf dem Computer installiert, zeigt der Desktop vielleicht zusätzliche Symbole. Aber dies ist anpassbar und hängt von den persönlichen Einstellungen ab.
Desktop-Symbole
Sidebar
Schaltfläche Start Schnellstart-Symbolleiste Taskleiste
Infobereich
Bild 3.1: Der Windows-Desktop
3.1.2
Was ist das Startmenü?
Das Startmenü ist quasi das »Regiezentrum« von Windows Vista, über das Sie verschiedene Programme und Funktionen aufrufen können. Geöffnet wird das Startmenü über die Schaltfläche Start. Die Symbole mit den zugehörigen Texten des Startmenüs stehen für Windows-Befehle, mit denen Sie durch Anklicken verschiedene Funktionen aufrufen, Untermenüs öffnen oder Programme starten können. Das Startmenü ist in Windows in mehrere Spalten bzw. Bereiche unterteilt (Bild 3.2).
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Über die beiden obersten Symbole in der linken Spalte lassen sich die Programme zum Surfen im Internet und zum Versenden und Empfangen elektronischer Post (E-Mail) aufrufen.
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Die darunter befindlichen Symbole der linken Spalte werden automatisch durch Windows verwaltet und verweisen auf die zuletzt (bzw. häufiger) von Ihnen benutzten Programme.
Kapitel 3 · Erste Schritte mit Windows
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In der rechten Spalte finden Sie eine Gruppe mit Befehlen wie Dokumente, Bilder, Musik und Spiele. Diese öffnen (Ordner-)Fenster, in denen Dokumente, Fotos, Musikdateien und die Symbole zum Aufrufen von Spielen hinterlegt sind. Das oberste Symbol (hier Born) gibt zum einen den Namen des Benutzerkontos an. Gleichzeitig öffnet das Symbol aber ein Fenster, über das sich auf die Dokumente und Einstellungen des Benutzers zugreifen lässt.
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Die rechte Spalte des Startmenüs weist im unteren Teil noch eine Liste mit häufig benötigten Windows-Funktionen (Suchen, Systemsteuerung etc.) sowie Funktionen zum Zugriff auf die Fenster Computer und Netzwerk auf.
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Die Schaltflächen am unteren rechten Rand des Startmenüs dienen dazu, Windows herunterzufahren, den Computer in den Energiesparmodus zu schalten oder einfach den Benutzer abzumelden (siehe Kapitel 2).
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Der Eintrag Alle Programme in der linken Spalte des Startmenüs ermöglicht Ihnen, das Menü mit den Namen der meisten der unter Windows installierten Programme aufzurufen.
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Die unterste Zeile der linken Spalte enthält noch ein Textfeld, in das Sie Suchbegriffe eintippen und so nach Dokumenten wie Fotos, Briefen etc. oder anderen Dateien suchen können. Symbole für Internet und E-Mail
Symbole für Benutzerordner
Symbole zuletzt benutzter Programme
Symbole der WindowsFunktionen
Menü mit allen Programmen Textfeld Suchen Schaltfläche Start
Schaltflächen zum Abmelden, Sperren, Herunterfahren etc.
Bild 3.2: Das Windows Vista-Startmenü
Wie Sie mit den einzelnen Einträgen des Startmenüs umgehen, erfahren Sie im Verlauf der folgenden Seiten und Kapitel noch detaillierter.
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Arbeiten mit der Maus 0
3.2 Arbeiten mit der Maus Zur Bedienung von Windows Vista benötigen Sie die Maus. Bei Notebooks kommt ggf. auch ein als Touchpad bezeichnetes Bedienelement zum Einsatz. Einsteiger finden nachfolgend eine Kurzübersicht zum Umgang mit der Maus und dem Touchpad.
3.2.1
Hier kommt die Maus
Eine Maus besitzt zwei oder drei Tasten und manchmal auch ein Rädchen (Bild 3.3). Die Maus können Sie auf einer Unterlage verschieben und die Tasten lassen sich drücken. Für Windows benötigen Sie nur die linke und die rechte Taste. Manche Mäuse sind per Kabel, andere per Funk mit dem Computer verbunden und einige Mäuse werden auf einer Gummiunterlage, auch Mauspad – sprich »Mauspäd« – genannt, bewegt.
Bild 3.3: Maus (links) und Touchpad (rechts)
Notebooks besitzen statt einer Maus standardmäßig ein so genanntes Touchpad, welches aus einer berührungssensitiven Fläche und drei Tasten besteht (Bild 3.3). Die linke und die rechte Taste eines Touchpads lassen sich wie die entsprechenden Maustasten nutzen. Über die berührungssensitive Fläche kann der Mauszeiger mit dem Finger positioniert werden.
3.2.2
Zeigen, Klicken und Doppelklicken
Beim Arbeiten mit der Maus oder dem Touchpad kommen als Zeigen, Klicken und Doppelklicken bezeichnete Techniken zum Einsatz. 쮿
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Nehmen Sie die Maus in die Hand und bewegen Sie die Maus auf der Unterlage, wird auf dem Bildschirm ein kleiner, auch als Mauszeiger bezeichneter Pfeil bewegt. Sie können also durch Bewegen der Maus auf der Unterlage den Mauszeiger auf dem Bildschirm verschieben und auf Elementen der Bedienoberfläche positionieren. Dies wird als
Kapitel 3 · Erste Schritte mit Windows
Zeigen mit der Maus bezeichnet. Beim Touchpad genügt es, mit dem Finger über die berührungsempfindliche Fläche zu streichen, um den Mauszeiger zu bewegen. 쮿
Manchmal ändert Windows beim Zeigen auf ein bestimmtes Element die Form des Mauszeigers (z. B. zu einer stilisierten Hand). Weiterhin wird oft das Element, auf welches gerade gezeigt wird, hervorgehoben. Dadurch können Sie besser erkennen, welches Element sich unter dem Mauszeiger befindet.
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Beim Positionieren des Mauszeigers über verschiedenen Elementen (z. B. der Schaltfläche Start) erscheint ein kleines als QuickInfo bezeichnetes Fenster. In dieser QuickInfo geben Windows oder die betreffenden Programme Ihnen Zusatzhinweise auf die zugehörigen Funktionen. In Bild 3.4 sehen Sie beispielsweise im rechten Teil, wie sich das aktuelle Datum durch Zeigen auf die Uhrzeit als QuickInfo abrufen lässt. Das Fenster der QuickInfo verschwindet, sobald Sie den Mauszeiger wegbewegen oder die (Esc)-Taste drücken.
Bild 3.4: QuickInfo beim Zeigen mit der Maus
Beim Arbeiten mit der Maus oder dem Touchpad kommen zudem die linke und die rechte Taste zum Einsatz. 쮿
Zeigen Sie auf ein Element (z. B. das Desktop-Symbol des Papierkorbs) und drücken Sie kurzzeitig die linke Maustaste (oder die linke Taste des Touchpads), wird dies als Klicken bezeichnet. Klicken Sie auf Bedienelemente des Windows-Desktop, werden diese farbig markiert. Wenn Sie ein Element farblich hervorheben, nennt man dies auch markieren. Sobald Sie mit der Maus auf eine freie Stelle des Desktop klicken, hebt Windows die Markierung wieder auf.
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Klicken Sie dagegen auf als Schaltflächen bezeichnete Elemente (z. B. die Schaltfläche Start) oder Menüeinträge, wird die betreffende Funktion aufgerufen. Bei der Schaltfläche Start wird das in Bild 3.2 gezeigte Startmenü geöffnet. Wie Sie mit Menüs arbeiten, lernen Sie weiter unten und in den folgenden Kapiteln kennen.
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Neben der linken Maustaste können Sie auch mit der rechten Maustaste (oder der rechten Taste des Touchpads) auf etwas klicken. Dann öffnet Windows das so genannte Kontextmenü. In diesem Menü finden Sie die Befehle, die gerade im aktuellen Kontext verwendbar sind. Bild 3.5 zeigt zum Beispiel das Kontextmenü des Papierkorbs, in dem Sie einen Befehl zum Leeren finden.
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Arbeiten mit der Maus 0
Bild 3.5: Ein Klick mit der rechten Maustaste öffnet ein Kontextmenü.
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Die dritte Technik zum Arbeiten mit der Maus ist das so genannte Doppelklicken. Hierzu zeigen Sie mit der Maus auf ein bestimmtes Element (z. B. das Symbol des Papierkorbs) und drücken die linke Maustaste zweimal kurz hintereinander. Beim Touchpad können Sie auch zweimal kurz mit dem Finger auf die berührungssensitive Fläche tippen (oder die linke Taste des Touchpads verwenden). Bei den Symbolen des Desktop bewirkt der Doppelklick beispielsweise, dass das zugehörige Programm aufgerufen und ein Fenster (z. B. mit dem Inhalt des Papierkorbs) angezeigt wird.
Diese Techniken zum Arbeiten mit der Maus verwenden Sie in den folgenden Kapiteln bzw. beim Umgang mit Windows noch häufiger. TIPP
Falls es noch etwas Schwierigkeiten mit der Maus gibt, hier noch zwei Tipps: Nehmen Sie die Maus so in die Hand, dass der Zeigefinger auf der linken Taste und der Mittelfinger (oder der Ringfinger) auf der rechten Taste liegt. Achten Sie darauf, die Maus möglichst auf der Unterlage aus Gummi oder Schaumstoff (Mauspad) zu bewegen, da sich diese Unterlage besser als eine glatte Tischplatte zum Arbeiten mit der Maus eignet. Falls es mit dem Doppelklick nicht so recht klappen will, können Sie das gewünschte Element auch durch Drücken der linken Maustaste anklicken und somit markieren. Wenn Sie anschließend die (Enter)-Taste drücken, wirkt dies ebenfalls wie ein Doppelklick.
3.2.3
Ziehen mit der Maus
Neben Klicken, Zeigen und Doppelklicken lässt sich die Maus auch zum Ziehen verwenden. Sind Sie unter Windows angemeldet (siehe Kapitel 2), können Sie das Ziehen mit dem auf dem Desktop angezeigten Symbol des Papierkorbs ausprobieren. 1. Zeigen Sie mit dem Mauszeiger auf das Symbol des Papierkorbs und klicken dieses zum Markieren an. 2. Halten Sie nun die linke Maustaste gedrückt und ziehen Sie das Symbol des Papierkorbs über den Bildschirm.
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Kapitel 3 · Erste Schritte mit Windows
Unter dem Mauszeiger wird ein zweites Symbol des Papierkorbs angezeigt, das mit dem Mauszeiger mitwandert (Bild 3.6). Sobald Sie das Symbol des Papierkorbs an eine andere Stelle auf dem Desktop gezogen haben und die linke Maustaste wieder loslassen, wird der Papierkorb an diese Stelle verschoben. Nach dem Ziehen eines Elements (z. B. Symbol des Papierkorbs) ist dieses noch markiert. Um die Markierung nach dem Ziehen aufzuheben, klicken Sie mit der Maus auf eine freie Stelle des Desktops.
Bild 3.6: Ziehen per Maus
Sie können neben der linken Maustaste auch etwas mit der rechten Maustaste ziehen. Beim Ziehen mit der rechten Maus öffnet Windows nach dem Loslassen der rechten Maustaste ein Kontextmenü zur Auswahl eines Befehls. Dies ist ggf. beim Kopieren von Dateien oder Ordnern hilfreich, da Sie dann die gewünschten Befehle auswählen können. Arbeiten Sie mit einem Notebook und verwenden dessen Touchpad statt einer Maus? Halten Sie die linke Taste am Touchpad gedrückt und streichen Sie mit dem Finger über die berührungsempfindliche Fläche des Touchpads, lässt sich das Ziehen ebenfalls simulieren. Falls Sie häufiger mit dem Notebook arbeiten, empfiehlt sich aber die Verwendung einer externen Maus.
3.3 Arbeiten mit der Tastatur Zur Eingabe von Texten, zum Benennen von Dokumenten, Dateien und Ordnern, zum Schreiben von E-Mails und für viele andere Aufgaben kommt unter Windows die Tastatur zum Einsatz. Wer sich nicht sonderlich gut auskennt, findet hier einen Überblick über die wichtigsten Tastaturfunktionen.
3.3.1
Der Schreibmaschinenblock
Die Tasten des so genannten Schreibmaschinenblocks (Bild 3.7) dienen zur Eingabe von Texten (Buchstaben, Ziffern und Sonderzeichen). Die Zeichen eines Textdokuments werden eingetippt, indem Sie die betreffenden Buchstaben- und Zifferntasten drücken. Der Zwischenraum zwischen den Wörtern wird durch die (____)-Taste am unteren Rand der Tastatur eingefügt. Hier noch ein paar Tipps, was es bei der Eingabe von Texten zu beachten gilt. 쮿
Normalerweise erscheinen beim Drücken der Buchstabentasten kleine Buchstaben. Um einen Großbuchstaben einzugeben, halten Sie die (ª)-Taste fest und drücken anschließend die Taste mit dem gewünschten Zeichen.
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Arbeiten mit der Tastatur 0
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Die Ziffern von Zahlen lassen sich über die oberste Tastenreihe eintippen. Möchten Sie Sonderzeichen wie $, %, & eintippen, verwenden Sie die Zifferntasten der obersten Tastenreihe, müssen aber die (ª)-Taste gedrückt halten.
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Drücken Sie kurz die (º_)-Taste, stellt dies die Tastatur auf Großschreibung um. Alle eingetippten Zeichen erscheinen als Großbuchstaben. Nur wenn Sie gleichzeitig die (ª)-Taste drücken, erscheinen Kleinbuchstaben. Um den Modus aufzuheben, tippen Sie die (º_)Taste nochmals kurz an. Der Modus wird in der rechten oberen Ecke der Tastatur über eine Kontrollleuchte (Bild 3.7) angezeigt. Rücktaste
Tabulatortaste
Feststelltaste
Umschalttaste
Leertaste
Umschalttaste
Eingabetaste
Bild 3.7: Die Tasten des Schreibmaschinenblocks
Möchten Sie den Text beim Schreiben in einem Textverarbeitungsprogramm spaltenweise anordnen oder den linken Textrand etwas nach rechts einrücken, sollten Sie die (ÿ_)-Taste verwenden, anstatt Leerzeichen über die (____)-Taste einzufügen. Das dann eingefügte Tabulatorzeichen erlaubt Einrückungen (man bezeichnet dieses Einrücken auch als Einzug) in festen Abständen. Dies sorgt dafür, dass die Textanfänge der Zeilen spaltenweise untereinander angeordnet werden. Die (Enter)Taste wird gedrückt, um einen Befehl zu bestätigen (z. B. zum Anmelden nach der Eingabe des Benutzerkennworts). Beim Schreiben eines Textes lässt sich mit der (Enter)-Taste eine neue Zeile einleiten. Beim Schreiben von Briefen mit Textverarbeitungsprogrammen sollten Sie die (Enter)-Taste aber sparsam verwenden. Denn bei diesen Programmen werden Texte in Absätzen verfasst und die (Enter)-Taste leitet einen Absatzwechsel ein. Gelangen Sie beim Schreiben normaler Absatztexte an den rechten Rand des Fensters, tippen Sie einfach weiter. Das Programm bricht dann den Text automatisch in die Folgezeile um. Nur wenn Sie wirklich einen Absatzwechsel einleiten möchten oder beim Eintippen von Adresslisten, die aus Einzelzeilen bestehen, ist zum Einleiten eines Zeilenwechsels die (Enter)-Taste zu drücken.
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Kapitel 3 · Erste Schritte mit Windows
Wenn Sie eine Taste länger festhalten, schaltet der Computer in den Wiederholmodus. Dann wird das Zeichen automatisch bei der Eingabe wiederholt. Ein irrtümlich eingegebenes Zeichen lässt sich sofort durch Drücken der (æ___)-Taste löschen.
3.3.2
Sondertasten, Funktionstasten und Zahlenblock
Tastaturen weisen neben dem Schreibmaschinenblock noch zusätzliche Sondertasten, Funktionstasten und einen Zahlenblock auf (Bild 3.8). Zudem gibt es ggf. Kontrollleuchten in der rechten oberen Ecke der Tastatur. Einfügetaste Escape-Taste
Strg-Taste
Funktionstasten
KontrollUnterbrechentaste leuchten
Drucktaste
Alt-Taste AltGr-Taste Strg-Taste Windows-Startmenü Kontextmenü
Entfernentaste
Zahlenblock
Bild 3.8: Sondertasten, Funktionstasten und Zahlenblock
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Zahlen lassen sich nicht nur über die oberste Tastenreihe des Schreibmaschinenblocks, sondern auch über den rechten Ziffernblock der Tastatur eingeben. Dieser Ziffernblock besitzt aber eine Doppelfunktion, er lässt sich auch zur Cursorsteuerung im Textfenster verwenden. Die Umschaltung erfolgt durch einmaliges Drücken der (Num_º)-Taste (befindet sich in der linken oberen Ecke des Ziffernblocks). Leuchtet die Anzeige »Num« auf der Tastatur, lassen sich Ziffern eingeben.
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Manche Tasten sind mit drei Symbolen versehen. Das erste Zeichen können Sie direkt durch Drücken der Taste abrufen. Das zweite Zeichen erreichen Sie, indem Sie die (ª)-Taste beim Tippen gedrückt halten. Um auch an das dritte Zeichen zu gelangen, müssen Sie die Taste zusammen mit der (Alt_Gr)-Taste drücken. Das Eurozeichen wird dann beispielsweise mit der Tastenkombination (Alt_Gr)+(E) eingegeben. Das @-Zeichen in E-Mail-Adressen rufen Sie über die Tastenkombination (Alt_Gr)+(Q) ab.
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Die Tastatur weist am oberen Rand noch eine Reihe an Funktionstasten auf, über die Sie spezielle Funktionen (z. B. die Hilfe) abrufen können.
Am unteren Rand der Tastatur finden Sie die Sondertasten (Strg) und (Alt), die in Verbindung mit anderen Tasten benutzt werden. Über die (Esc)-Taste lassen sich Befehle abbrechen oder Menüs schließen. Die Taste (Entf) löscht ein Zeichen im Text rechts von der Schreibmarke, während die (æ___)-Taste das Zeichen links von der Schreibmarke entfernt. Dies ist sowohl bei der Texteingabe als auch beim Benennen von Dokumenten relevant. Moderne Tastaturen weisen am unteren Rand die beiden Tasten () und () auf, über die Sie, teilweise in Verbindung mit anderen Tasten, direkt verschiedene Windows-Funktionen aufrufen können (Tabelle 3.1). Taste
Bedeutung
()
Startmenü ein- oder ausblenden.
()+(Untbr)
Basisinformationen über das System anzeigen.
()+(D)
Den Windows-Desktop anzeigen.
()+(M)
Minimiert alle geöffneten Fenster.
()+(ª)+(M)
Minimierte Fenster wiederherstellen.
()+(E)
Ordnerfenster Computer öffnen.
()+(F)
Suchen von Dateien und Ordnern.
()+(R)
Dialogfeld Ausführen öffnen.
()+(L)
Sperrt den Computer und zeigt den Anmeldebildschirm.
()+(F1)
Öffnet das Hilfefenster.
()+(ÿ_)
Schaltet in der Aero-Oberfläche zur Flip-3D-Darstellung der geöffneten Fenster und wechselt zwischen den Fenstern.
()
Öffnet das Kontextmenü für das ausgewählte Element.
Tabelle 3.1: Bedeutung der ()- und der ()-Taste
Zwischen der Schreibmaschinentastatur und dem Ziffernblock haben Standardtastaturen noch die Tasten des Navigationsblocks (Bild 3.9). Über die Cursortasten können Sie im Fenster eines Textverarbeitungsprogramms die Schreibmarke im Text bewegen. Die Tasten (Bild_½), (Bild_¼), (Pos1) und (Ende) verschieben den in einem Fenster angezeigten Dokumentausschnitt. Über (Pos1) gelangen Sie z. B. in einem Textdokument an den Zeilenanfang. Mit der (Rollen)-Taste lässt sich der Bildlauf im Fenster unterbrechen. Diese Taste wird unter Windows aber nur noch selten benutzt.
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Kapitel 3 · Erste Schritte mit Windows
Zeilenanfangstaste
Zeilenendetaste
Rollen
Cursor-Tasten
Bild auf
Bild ab
Bild 3.9: Navigationstasten
3.4 Arbeiten mit Fenstern Fast alle Windows-Programme stellen Ihnen Fenster zum Arbeiten bereit. Die Nutzung von Windows bedingt daher auch das Wissen über den richtigen und effizienten Umgang mit diesen Fenstern. Die folgenden Abschnitte vermitteln Ihnen deshalb das entsprechende Wissen.
3.4.1
Diese Fensterelemente sollten Sie kennen
Die Fenster von Windows bzw. von Anwendungen sind alle nach dem gleichen Prinzip aufgebaut (Bild 3.10) und besitzen gemeinsame Elemente, die durch Windows bereitgestellt werden. Sie können beispielsweise das Fenster Papierkorb durch einen Doppelklick auf das betreffende Desktop-Symbol öffnen, um die folgenden Ausführungen nachzuvollziehen. 쮿
Am oberen Fensterrand finden Sie die so genannte Titelleiste, in der Windows Ihnen bei einigen Anwendungen den Fenstertitel anzeigt. Dieser Fenstertitel besteht meist aus dem Namen des Anwendungsprogramms und wird ggf. durch den Namen des aktuell geladenen Dokuments ergänzt (z. B. »Brief – Microsoft Word«). Eine farbige Titelleiste (z. B. blau) signalisiert, dass mit diesem Fenster gearbeitet werden kann. Die restlichen Fenster weisen dann eine grau eingefärbte Titelleiste auf. In der linken Ecke der Titelleiste findet sich bei einigen Programmfenstern noch das Symbol des Systemmenüs, über welches Sie ein Menü mit Befehlen zum Verschieben oder Schließen des Fensters aufrufen können. Bei dem hier gezeigten Fenster des Papierkorbs fehlen der Titeltext und das Systemmenü aber. Die (drei) Schaltflächen in der rechten Ecke der Titelleiste dienen zum Abrufen bestimmter Fensterfunktionen (siehe unten).
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Arbeiten mit Fenstern 0
Navigations- und Suchleiste
Titelleiste
Menüleiste Symbolleiste
Hilfe
Fensterinnenbereich
Statusleiste
Bild 3.10: Grundelemente eines Windows-Fensters
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Manche Fenster besitzen unterhalb der Titelleiste eine Navigationsund Suchleiste, über die Sie zwischen Speicherinhalten navigieren oder nach Dokumenten suchen können.
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Bei manchen Fenstern ist eine Menüleiste mit Namen wie Datei, Bearbeiten, Ansicht etc. zu sehen. Klicken Sie auf die Namen, öffnet sich ein Menü, über dessen Befehle Sie bestimmte Funktionen aufrufen oder weitere Untermenüs öffnen können. Bei Windows Vista weisen viele Fenster (wie der hier gezeigte Papierkorb) diese Menüleiste nicht mehr standardmäßig auf. Sie können aber die (Alt)-Taste kurz drücken, um die Menüleiste ein- oder wieder auszublenden.
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Manche Fenster besitzen zusätzlich eine (oder mehrere) Symbolleiste(n). Die angezeigten Symbole gehören zu Schaltflächen. Durch Anklicken dieser Schaltflächen können Sie häufig benutzte Funktionen direkt aufrufen, ohne mühsam den Weg über die Menüs gehen zu müssen.
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Am unteren Rand besitzen viele Fenster noch eine (ein-/ausblendbare) Statusleiste, in der zusätzliche Informationen angezeigt werden. Die Statusleiste lässt sich häufig über den gleichnamigen Befehl im Menü Ansicht ein- oder ausblenden. Bei Ordnerfenstern, wie dem hier gezeigten Papierkorb, zeigt Windows Vista aber standardmäßig den sogenannten Detailbereich am unteren Fensterrand. Dort werden Einzelheiten zum im Fenster gewählten Element angezeigt.
In Fenster selbst wird dann dessen Inhalt im Dokumentbereich dargestellt. Dieser Dokumentbereich unterscheidet sich von Programm zu Programm. Das Fenster Papierkorb wird sicherlich andere Informationen zeigen als ein Programmfenster zur Bearbeitung eines Fotos oder eines Briefes.
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Kapitel 3 · Erste Schritte mit Windows
TIPP
Sind Sie sich bezüglich der Funktion einer Schaltfläche in einem Windows-Fenster unklar? Dann zeigen Sie per Maus auf die betreffende Schaltfläche. Windows blendet in der Regel eine QuickInfo mit einem Hinweis zur betreffenden Schaltfläche ein. Bei Windows Vista-Anwendungen finden Sie zudem am rechten Rand der Symbolleiste eine Schaltfläche zum Aufrufen der Hilfe.
3.4.2
Dialoge und Eigenschaftenfenster
Neben dem in Bild 3.10 gezeigten Fenstertyp gibt es noch so genannte Dialogfelder und Eigenschaftenfenster. Dialogfelder werden benutzt, wenn Windows Vista Ihnen etwas mitteilen möchte oder eine Eingabe erwartet (Bild 3.11).
Bild 3.11: Dialogfeld mit Aufforderung zum Einlegen eines Datenträgers
Diese Dialogfelder besitzen typischerweise eine Schaltfläche Schließen in der rechten oberen Fensterecke, aber keine Menü- oder Symbolleisten und auch kein Systemmenü. Schaltflächen im Dialogfeld erlauben Ihnen ggf. bestimmte Optionen auszuwählen. Über die Schaltfläche Abbrechen wird das Dialogfeld geschlossen, ohne dass eine Option ausgewählt wurde. Neben Dialogfeldern gibt es noch sogenannte Eigenschaftenfenster, in denen sich Optionen und Einstellungen anpassen lassen (Bild 3.12). Eigenschaftenfenster sind ähnlich wie Dialogfelder aufgebaut und besitzen keine Menü- und Symbolleisten. Der Unterschied zwischen einem Dialogfeld und einem Eigenschaftenfenster besteht darin, dass Letzteres so genannte Registerkarten aufweist, auf denen Eigenschaften angezeigt oder eingestellt werden können. Sobald Sie auf den am oberen Rand angezeigten Registerreiter klicken, wird die zugehörige Registerkarte in den Vordergrund geholt. Mit OK oder Übernehmen beschriftete Schaltflächen erlauben Ihnen, auf der Registerkarte vorgenommene Änderungen zu übernehmen. Die OKSchaltfläche dient zum Schließen des Eigenschaftenfensters. Die Abbrechen-Schaltfläche schließt ein Eigenschaftenfenster ebenfalls, veranlasst Windows aber, eventuell vorgenommene Änderungen an den Einstellungen zu verwerfen.
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Arbeiten mit Fenstern 0
Bild 3.12: Eigenschaftenfenster mit Registerkarten
Die Größe von Dialogfeldern und Eigenschaftenfenstern lässt sich nicht ändern und Sie können diese Elemente auch nicht minimieren. Geöffnete Dialogfelder und Eigenschaftenfenster besitzen auch keine Schaltfläche in der Taskleiste. Die nachfolgend vorgestellten Arbeitstechniken für Fenster lassen sich auf diese Elemente also nicht anwenden.
3.4.3
Techniken zum Anpassen der Fenstergröße
Fenster werden auf dem Windows-Desktop angezeigt. Windows erlaubt Ihnen, mehrere Fenster gleichzeitig geöffnet zu halten. Sie können aber immer nur in einem Fenster arbeiten. Um mit einem anderen Fenster zu arbeiten, müssen Sie dieses in den Vordergrund holen. Zudem lassen sich Fenster in ihrer Größe beeinflussen. Zum Testen können Sie beispielsweise das Fenster des Papierkorbs öffnen, indem Sie das betreffende Desktop-Symbol per Doppelklick anwählen. 쮿
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Über die in der rechten oberen Fensterecke angeordnete Schaltfläche Schließen (Bild 3.13) wird das Fenster geschlossen und auch das zugehörige Programm beendet. Diese Schaltfläche ist bei jedem Windows-Fenster, bei Eigenschaftenfenstern und auch bei jedem Dialogfeld vorhanden!
Kapitel 3 · Erste Schritte mit Windows
Minimieren Maximieren Schließen
Bild 3.13: Schaltflächen zum Schließen, Minimieren und Vergrößern von Fenstern
Bild 3.14: Schaltflächen zum Wiederherstellen eines minimierten Fensters
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Die in der rechten oberen Ecke des Fensters in der Schaltflächengruppe befindliche Schaltfläche Minimieren (Bild 3.13) bewirkt, dass das Fenster vom Desktop verschwindet. Windows »verkleinert« das Fenster so weit, dass nur noch dessen Symbol in der Taskleiste übrig bleibt (Bild 3.14). Klicken Sie in der Taskleiste auf diese Schaltfläche, wird das Fenster wieder in der ursprünglichen Größe angezeigt.
Bild 3.15: Schaltfläche zum Verkleinern eines maximierten Fensters
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Die mittlere der drei in der rechten oberen Fensterecke vorhandenen Schaltflächen (Bild 3.13) schaltet ein Fenster in die so genannte Vollbilddarstellung. Dann nimmt das Fenster die Größe des Desktops ein. Dies ist beispielsweise hilfreich, wenn Sie in einem Programm einen Brief verfassen oder etwas anderes bearbeiten möchten. Zeigen Sie erneut auf diese Schaltfläche, wird diese in der QuickInfo als Verkleinern angezeigt (Bild 3.15). Beim Anklicken stellt Windows dann die vorherige Fenstergröße wieder her.
Die beiden Schaltflächen Minimieren sowie Maximieren/Verkleinern ermöglichen Ihnen also, sehr schnell ein Fenster zu minimieren und damit auszublenden oder zwischen der Vollbilddarstellung und dem Fenstermodus umzuschalten. TIPP
Zeigen Sie per Maus auf eine solche Schaltfläche, blendet Windows den Namen in einem QuickInfo-Fenster ein. Gleichzeitig hebt Windows Vista die Schaltfläche optisch hervor, so dass Sie besser erkennen, ob auf das richtige Element gezeigt wurde.
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Arbeiten mit Fenstern 0
Durch einen Doppelklick auf die Titelleiste können Sie ein Fenster ebenfalls maximieren und ein Fenster im Vollbildmodus wieder verkleinern. Ein Mausklick auf die in der Taskleiste angezeigte Schaltfläche eines Fensters bewirkt, dass dieses abwechselnd minimiert und in der vorherigen Größe angezeigt wird.
3.4.4
Fenstergröße stufenlos verändern
Alternativ können Sie bei vielen Fenstern deren Größe auf dem Desktop stufenlos anpassen. 1. Zeigen Sie auf den rechten, oberen, unteren oder linken Rand des Fensters oder auf die rechte untere Fensterecke. 2. Sobald der Mauszeiger die Form eines Doppelpfeils annimmt (Bild 3.16), ziehen Sie die Maus bei gleichzeitig gedrückter linker Maustaste in die gewünschte Richtung. 3. Sobald das Fenster die gewünschte Größe erreicht hat, lassen Sie die linke Maustaste los. Durch das Ziehen lassen sich die Fensterränder in beliebige Richtungen verschieben. Dadurch wird das Fenster vergrößert oder (durch Schieben zur Fenstermitte hin) verkleinert. Wenn Sie die rechte untere Fensterecke ziehen, wird das Fenster proportional in der Breite und Höhe angepasst.
Bild 3.16: Stufenloses Einstellen der Fenstergröße
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Kapitel 3 · Erste Schritte mit Windows
Diese Möglichkeit zum Vergrößern oder Verkleinern funktioniert nur bei Windows-Fenstern, die auch eine Schaltfläche Maximieren/Verkleinern aufweisen. Dialogfelder und Eigenschaftenfenster lassen sich dagegen weder in der Größe anpassen noch minimieren. Bei diesen Elementen erscheint auch keine Schaltfläche in der Taskleiste!
3.4.5
Blättern im Fenster
Werden in einem Fenster Informationen angezeigt (z. B. der Inhalt eines längeren Texts, der Inhalt eines Ordners etc.), kommt es häufiger vor, dass nicht alles in die Anzeige passt. Sie könnten dann das Fenster vergrößern oder in die Vollbilddarstellung schalten. Aber auch dann muss nicht der gesamte Inhalt ins Fenster passen. Windows blendet in solchen Fällen am rechten Fensterrand eine so genannte Bildlaufleiste ein (Bild 3.17). Die Bildlaufleiste ist ein rechteckiger Bereich, auf dem ein als Bildlauffeld bezeichnetes Viereck zu sehen ist. Über die Bildlaufleiste lässt sich der Inhalt des Fensters verschieben, was bei einem mehrseitigen Textdokument dem Blättern zwischen den Seiten entspricht. 쮿
Ziehen Sie das Bildlauffeld einer vertikalen Bildlaufleiste per Maus nach oben oder unten, verschiebt sich der sichtbare Ausschnitt des Fensterinhalts.
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Ist Ihnen das Blättern mit dem Bildlauffeld zu grob, klicken Sie auf die Bildlaufpfeile, um den Inhalt »schrittweise« (bzw. »zeilenweise«) nach oben oder unten zu blättern (auch als scrollen bezeichnet). Die Spitze des jeweiligen Pfeils zeigt die Richtung an, in die geblättert wird.
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Außerdem können Sie zum Blättern auf die »Laufflächen« der Bildlaufleiste (der Bereich ober- und unterhalb des Bildlauffelds) klicken. Dann vergrößert Windows die Schrittweite beim Blättern. Bei Texten wird dann der Fensterinhalt »seitenweise« nach oben oder unten gescrollt.
Zeilenweise blättern
Seitenweise blättern
Bildlauffeld
Bildlaufleiste Bildlaufpfeil
Zeilenweise blättern
Bild 3.17: Bildlaufleiste zum Blättern
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Arbeiten mit Fenstern 0
In Bild 3.17 ist nur eine vertikale Bildlaufleiste zu sehen. Fenster können u. U. auch eine horizontale Bildlaufleiste besitzen, über die sich dann der Fensterinhalt nach rechts oder links verschieben lässt.
3.4.6
Ausgeblendete Schaltflächen in Symbolleisten anzeigen
Symbolleisten weisen häufig Schaltflächen auf. Durch Anklicken dieser Schaltflächen lassen sich die zugehörigen Funktionen direkt abrufen. Reduzieren Sie die Fensterbreite zu stark, wird unter Umständen ein Teil der Menü- oder Symbolleiste abgeschnitten. Sie könnten dann die jeweiligen Elemente nicht mehr nutzen. In diesem Fall blendet Windows Vista am rechten Rand der Menü- oder Symbolleiste eine eigene Schaltfläche ein (Bild 3.18). Klicken Sie auf diese Schaltfläche, erscheint ein Menü mit den fehlenden Teilen. Sie können dann die Menübefehle oder die fehlenden Schaltflächen über dieses Menü abrufen.
Bild 3.18: Abrufen der ausgeblendeten Schaltflächen einer Symbolleiste
3.4.7
Fenster verschieben – so geht’s
Eine der Stärken von Windows liegt darin, dass Sie gleichzeitig mit mehreren Fenstern arbeiten können (siehe auch das folgende Kapitel). Dann kommt es aber vor, dass ein Fenster die dahinter liegenden Teile des Desktops oder andere Fenster verdeckt. In diesem Fall kann das Verschieben eines Fensters notwendig werden. 1. Klicken Sie auf die Titelleiste des zu verschiebenden Fensters, um dieses als aktives Fenster zu kennzeichnen. Bei Bedarf können Sie noch die Größe des Fensters etwas anpassen (das Fenster darf zum Verschieben nicht in der Vollbilddarstellung sein). 2. Ziehen Sie anschließend die Titelleiste des Fensters per Maus (bei gedrückter linker Maustaste) zur gewünschten Position (Bild 3.19). Sobald sich das Fenster an der gewünschten Position befindet, lassen Sie die linke Maustaste los.
60
Kapitel 3 · Erste Schritte mit Windows
Windows verschiebt das Fenster an die neue Position. Auf diese Weise können Sie jedes Fenster durch Ziehen der Titelleiste zur gewünschten Position auf dem Desktop schieben. Dieses Verschieben klappt auch bei Eigenschaftenfenstern und Dialogfeldern. Achten Sie beim Verschieben lediglich darauf, dass Sie mit der Maus nicht auf eine der Schaltflächen in der Titelleiste geraten (dann wird das Fenster minimiert, maximiert oder ggf. geschlossen).
Bild 3.19: Verschieben eines Fensters durch Ziehen der Titelleiste
3.4.8
Arbeiten mit Menüs
Besitzen Fenster eine Menüleiste, können Sie über die Menüs die Befehle zum Nutzen der Programmfunktionen abrufen. Eine fehlende Menüleiste in den Fenstern der Windows-Anwendungen können Sie durch Drücken der (Alt)-Taste einblenden. Programme, die sich an die Microsoft-Vorgaben für Windows halten, besitzen dabei immer gleich gestaltete Menüleisten, die mit dem Menü Datei, gefolgt vom Menü Bearbeiten beginnen und mit dem Menü mit dem Fragezeichen enden. Die Befehle werden dabei nach bestimmten Vorgaben auf die Menüs aufgeteilt. Im Menü Datei finden Sie alles, was mit dem Öffnen und Speichern von Dokumenten in Dateien, mit dem Drucken etc. zu tun hat. Das Menü Bearbeiten besitzt Befehle, mit denen sich der Dokumentinhalt bearbeiten (kopieren, markieren, ausschneiden etc.) lässt. 쮿
Durch Anklicken eines Menüeintrags in der Menüleiste wird das zugehörige Menü geöffnet. Das Menü kann dann Befehle zum direkten Aufruf einzelner Funktionen oder weitere Menüeinträge für Untermenüs aufweisen. Wählen Sie einen solchen Eintrag per Mausklick an, wird entweder das Untermenü geöffnet oder die dem Menübefehl zugeordnete Funktion aufgerufen. Weiterhin können Sie das Menü Datei durch Drücken der Funktionstaste (F10) anwählen und über die (Enter)Taste öffnen. Über die Cursortasten ((æ), (Æ), (¼), (½)) lässt sich
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Arbeiten mit Fenstern
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zwischen den Menüs der Menüleiste sowie zwischen den Befehlen eines aufgeklappten Menüs navigieren. Der ausgewählte Befehl wird farbig hervorgehoben und lässt sich über die (Enter)-Taste abrufen. 쮿
Spätestens beim Drücken der (Alt)-Taste werden einzelne Buchstaben in den Menübefehlen unterstrichen dargestellt. Diese Buchstaben stehen für Tastenkürzel zur direkten Anwahl des betreffenden Befehls. Beim Menü Datei ist in der Regel der Buchstabe D unterstrichen. Die Tastenkombination (Alt)+(D) öffnet also sofort das Menü Datei. Dies ist für erfahrene Benutzer interessant, die sich dann den Wechsel zur Maus sparen und die Programmfunktionen direkt über Tastenkürzel abrufen können.
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In geöffneten Menüs sehen Sie häufig am rechten Rand eines Menüeintrags Angaben der Art Strg+N (Bild 3.20). Diese Angaben stehen für Tastenkombinationen, mit denen sich der betreffende Befehl direkt per Tastatur abrufen lässt. Die Angabe Strg+N bedeutet beispielsweise, drücken Sie gleichzeitig die Tasten (Strg) und (N). Im konkreten Fall erzeugt die Tastenkombination ein neues Dokument.
Bild 3.20: Ein geöffnetes Menü
Die Tastenkombinationen zum direkten Abrufen von Menübefehlen sind bei vielen Programmen gleich belegt. Daher lohnt es bei häufiger Nutzung eines Programms, sich die wichtigsten Tastenkombinationen zu merken. Ein geöffnetes Menü lässt sich auch ohne Anwahl eines Befehls schließen, indem Sie die (Esc)-Taste drücken oder neben das Menü klicken. TIPP
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Für Windows Vista geschriebene Anwendungen wie der Internet Explorer oder die Ordnerfenster kommen ohne Menüs aus. Sie können aber kurz die (Alt)-Taste antippen, um das Menü im betreffenden Fenster einzublenden. Nach der Anwahl eines Menübefehls wird nicht nur das geöffnete Menü geschlossen, sondern auch die Menüleiste verschwindet wieder.
4 Arbeiten mit Startmenü, Desktop und Taskleiste Dieses Kapitel vermittelt das Wissen, um Programme (z. B. über das Startmenü) zu starten sowie mit dem Windows-Desktop und mit der Taskleiste umzugehen. Weiterhin lernen Sie das Arbeiten mit mehreren Programmen kennen.
4.1 Arbeiten mit Programmen Um etwas mit Windows zu tun, müssen Sie die entsprechenden Programme aufrufen. Nachfolgend lernen Sie, wie sich Programme aufrufen lassen und wie Sie zwischen Programmen umschalten können.
4.1.1
So rufen Sie Programme per Startmenü auf
Die meisten Anwendungen hinterlegen beim Einrichten einen Eintrag im Startmenü im Zweig Alle Programme. Sie können dann die Programme über diesen Zweig aufrufen. 1. Klicken Sie in der Taskleiste auf die Schaltfläche Start und zeigen Sie anschließend in der linken Spalte des Startmenüs auf den Befehl Alle Programme. 2. Bei Bedarf klicken Sie dann in der linken Spalte auf das Symbol einer Programmgruppe (z. B. Zubehör, Wartung, Spiele etc.), um deren Inhalt einzublenden. 3. Sobald der gewünschte Programmeintrag (z. B. Windows-Fotogalerie) sichtbar ist, klicken Sie diesen in der linken Spalte des Startmenüs an. Windows schließt beim Anklicken eines Programmeintrags das Startmenü und startet dann das betreffende Programm. Dieses wird sich in aller Regel mit einem Anwendungsfenster melden und Sie können mit dem Programm arbeiten. Windows hebt die Startmenüeinträge beim Zeigen farblich hervor. Weiterhin wird eine QuickInfo mit Hinweisen zur Programmfunktion eingeblendet, sobald Sie länger auf einen Startmenüeintrag zeigen. Verweilt der Mauszeiger für einige Sekunden auf dem Befehl Alle Programme, wird der Inhalt dieses Zweigs in der linken Spalte des Startmenüs eingeblendet. Gleichzeitig ersetzt Windows den Befehl durch den Text Zurück. Durch Anklicken dieses Befehls gelangen Sie zur Grunddarstellung des Startmenüs zurück. Welche Menüs und Untermenüs bei Ihnen im Startmenü zu sehen sind, hängt von den installierten Programmen ab.
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Arbeiten mit Programmen
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Bild 4.1: Programme über das Startmenü aufrufen
4.1.2
Zugriff auf Windows-Funktionen per Startmenü
Neben den Befehlen des Zweigs Alle Programme bietet das Startmenü noch weitere Einträge, über die sich direkt auf bestimmte WindowsFunktionen und Anwendungen zugreifen lässt. Diese Einträge werden sichtbar, sobald Sie das Startmenü über die Schaltfläche Start öffnen. 쮿
In der linken Spalte bietet Windows im Startmenü die Symbole zum Aufruf des Internet Explorers, des E-Mail-Programms sowie von häufig benutzten Programmen an. Es genügt ein Mausklick auf die Befehle Internet Explorer, Windows Mail etc., um die betreffende Anwendung zu starten.
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Möchten Sie auf Dokumente wie Bilder, Musik, Videos, den Inhalt der Computerlaufwerke, des Netzwerks etc. zugreifen, verwenden Sie die betreffenden Symbole in der rechten Spalte des Startmenüs.
Der Befehl Dokumente öffnet ein Ordnerfenster, über das Sie auf die Speicherorte zum Ablegen eigener Dokumente wie Briefe etc. zugreifen können. Ähnliches gilt für die Befehle Spiele, Bilder, Musik, Computer und Netzwerk. In der rechten Spalte finden Sie zudem Befehle, um die Hilfe oder die Systemsteuerung aufzurufen.
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Kapitel 4 · Arbeiten mit Startmenü, Desktop und Taskleiste
4.1.3
Alternative Möglichkeiten zum Programmstart
Ist ein Programm nicht als Befehl im Startmenü unter Alle Programme hinterlegt? Viele Anwendungen richten bei der Installation ein Symbol auf dem Windows-Desktop ein. Dann reicht ein Doppelklick auf ein solches Symbol, um das zugehörige Programm zu starten. Windows Vista ermöglicht es, Dokumente (z. B. Texte, Fotos, Videos, Musikstücke etc.) auf einfachem Wege in der betreffenden Anwendung zu öffnen. Ein Doppelklick auf ein solches Dokumentsymbol (z. B. auf dem Desktop oder in einem Ordnerfenster) öffnet das Dokument in dem mit dem Dokumenttyp verknüpften Anwendungsprogramm. Erfahrene Benutzer kennen zudem die Möglichkeit, ein Programm direkt aus einem Ordnerfenster aufzurufen. Hierzu müssen Sie den Speicherort des Programms in einem Ordnerfenster anwählen. Programmdateien erhalten die Dateinamenerweiterung .exe und werden mit programmspezifischen Symbolen im Ordnerfenster angezeigt. Ein Doppelklick auf eine Programmdatei startet die Anwendung. Möchten Sie ein Programm starten und gleichzeitig ein Dokument in der Anwendung laden? Dies lässt sich mit der als Drag & Drop bezeichneten Technik erreichen. Hierzu markieren Sie die gewünschte Dokumentdatei per Maus und ziehen diese bei gedrückter linker Maustaste zum Symbol des Anwendungsprogramms. Dies kann ein Desktop-Symbol oder ein Programmsymbol in einem Ordnerfenster sein. Sobald sich das gezogene Dokumentsymbol über dem Programmsymbol befindet, können Sie die linke Maustaste loslassen. Windows erkennt dies und startet die betreffende Anwendung, die dann das Dokument automatisch öffnet.
4.1.4
Anwendungen über das Suchfeld starten
Erfahrene Benutzer können zudem Anwendungsprogramme oder Windows-Funktionen direkt über das Suchfeld des Startmenüs oder das Dialogfeld Ausführen aufrufen. Um den Programmeintrag im Startmenü über das Textfeld Suchen aufzurufen, gehen Sie folgendermaßen vor. 1. Öffnen Sie das Startmenü über die Schaltfläche Start und klicken Sie auf das in der linken Spalte sichtbare Textfeld Suche starten (Bild 4.2). 2. Anschließend tippen Sie den Namen des gewünschten Programms im Textfeld ein. In Bild 4.2 (Vordergrund) wurde der Name eines installierten Programms eingetippt. Existiert ein Programm diesen Namens, taucht ein entsprechender Eintrag in der linken Spalte des Startmenüs auf. 3. Wählen Sie den gewünschten Eintrag im Startmenü, um die zugehörige Anwendung zu starten.
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Arbeiten mit Programmen
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Das Textfeld Suche starten durchsucht nicht nur das Startmenü, sondern auch die Festplatte nach dem Namen des angegebenen Programms.
Bild 4.2: Programme über das Startmenü suchen lassen
4.1.5
Nutzen des Dialogfelds »Ausführen«
Benutzer früherer Windows-Versionen kennen vielleicht das Dialogfeld Ausführen, das sich über die erste Ebene des Startmenüs mit einen entsprechenden Befehl aufrufen ließ. Dieses Dialogfeld ermöglicht es, beliebige Befehle zum Aufruf von Programmen einzugeben. In Windows Vista ist der Befehl zum Aufruf des Dialogfelds Ausführen vordergründig nicht mehr vorhanden. Um einen Programmbefehl im Dialogfeld Ausführen einzugeben oder eine Anwendung direkt aufzurufen, müssen Sie in folgenden Schritten vorgehen: 1. Öffnen Sie das Startmenü über die Schaltfläche Start und klicken Sie auf den Befehl Alle Programme. 2. Anschließend wählen Sie die Programmgruppe Zubehör und klicken danach auf den in dieser Gruppe angezeigten Befehl Ausführen. 3. Tippen Sie im dann eingeblendeten Dialogfeld Ausführen den gewünschten Befehl oder Programmnamen im Listenfeld Öffnen ein (Bild 4.3) und schließen Sie das Dialogfeld über die OK-Schaltfläche. Windows wird dann den betreffenden Befehl ausführen und das zugehörige Programm starten. In Bild 4.3 ist der Befehl zum Aufruf des Windows-Editors Notepad.exe zu sehen, wobei der Name einer Dokumentdatei als Argument übergeben wird. Das geöffnete Editorfenster ist im oberen Bereich zu sehen.
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Kapitel 4 · Arbeiten mit Startmenü, Desktop und Taskleiste
Klicken Sie auf die am rechten Rand des Kombinationsfelds Öffnen angezeigte Schaltfläche, erscheint die Liste der zuletzt aufgerufenen Befehle. Durch Anklicken eines Befehls lässt sich dieser als Auswahl übernehmen. Über die Schaltfläche Durchsuchen des Dialogfelds lässt sich ein Zusatzdialog öffnen, in dem Sie gezielt in Laufwerken und Ordnern nach dem Programm suchen können. Sie können im Feld Öffnen neben Programmnamen auch einen Laufwerksnamen, einen Pfad zum Programmordner und auch Parameter wie beispielsweise den Namen eines zu ladenden Dokuments angeben. Der Befehl C:\ öffnet beispielsweise das Ordnerfenster des betreffenden Laufwerks.
Bild 4.3: Nutzen des Dialogfelds Ausführen TIPP
Sind Sie von einer älteren Windows-Version auf Vista umgestiegen und vermissen Sie den Befehl Ausführen im Startmenü bzw. ist Ihnen der Aufruf über die Programmgruppe Zubehör zu umständlich? Dann können Sie das Dialogfeld mittels der Tastenkombination ()+(R) aufrufen oder Sie passen das Startmenü entsprechend an. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die Schaltfläche Start und wählen Sie den Kontextmenübefehl Eigenschaften. Im Eigenschaftenfenster Eigenschaften von Taskleiste und Startmenü stellen Sie auf der Registerkarte Startmenü sicher, dass das Optionsfeld Startmenü markiert ist und klicken dann auf die AnpassenSchaltfläche (Bild 4.4, Hintergrund). Im Dialogfeld Startmenü anpassen (Bild 4.4, Vordergrund) ist das Kontrollkästchen Befehl »Ausführen« durch Anklicken zu markieren. Wenn Sie danach das Dialogfeld sowie die Registerkarten über die OK-Schaltfläche schließen, wird der Befehl Ausführen in der rechten Spalte des Startmenüs eingeblendet.
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Arbeiten mit Programmen
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Bild 4.4: Startmenü um den Befehl Ausführen ergänzen
4.1.6
Hilfe, wenn eine Anwendung abgestürzt ist
Normalerweise beenden Sie eine Anwendung über deren SchließenSchaltfläche in der rechten oberen Ecke des Programmfensters. Manche Anwendungen besitzen auch einen Befehl Beenden im Menü Datei. Gelegentlich kann es vorkommen, dass Anwendungen nicht mehr reagieren oder Windows Vista überlastet ist. In solchen Fällen gibt Windows Ihnen die Möglichkeit, die nicht mehr reagierende Anwendung zwangsweise abzubrechen. 1. Drücken Sie gleichzeitig die drei Tasten (Strg)+(Alt)+(Entf). Der Desktop verschwindet und Windows zeigt den in Bild 4.5 dargestellten Bildschirm. 2. Klicken Sie im Formular aus Bild 4.5 auf den Befehl Task-Manager starten. Windows öffnet dann das Fenster des Task-Managers (Bild 4.6, Hintergrund).
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Kapitel 4 · Arbeiten mit Startmenü, Desktop und Taskleiste
Bild 4.5: Befehlsoptionen nach dem Drücken von (Strg)+(Alt)+(Entf)
3. Holen Sie die Registerkarte Anwendungen durch Anklicken des Registerreiters in den Vordergrund und markieren Sie in der Liste aller laufenden Anwendungen den Namen des nicht mehr reagierenden Programms. 4. Klicken Sie anschließend auf die im Fenster des Task-Managers angezeigte Schaltfläche Task beenden. Das Fenster des Task-Managers verschwindet und Windows fordert das Programm zum beenden auf. Wird das Programm innerhalb einer bestimmten Zeit nicht beendet, zeigt Windows den in Bild 4.6 (Vordergrund) enthaltenen Dialog. Sie können dann die Schaltfläche Jetzt beenden anwählen. Dann erzwingt Windows Vista das Beenden des Programms und entfernt die Anwendung aus dem Arbeitsspeicher. Dies hat allerdings gravierende Folgen: Enthält das Programm noch ungespeicherte Daten, gehen diese beim gewaltsamen Beenden verloren. TIPP
Neben der Tastenkombination (Strg)+(Alt)+(Entf) gibt es noch einen einfacheren Weg, den Task-Manager direkt aufzurufen. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf eine freie Stelle der Taskleiste und wählen Sie den Kontextmenübefehl Task-Manager (Bild 4.18).
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Desktop-Symbole einrichten
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Bild 4.6: Fenster des Task-Managers
4.2 Desktop-Symbole einrichten Microsoft hat in Windows Vista den Desktop gegenüber früheren Versionen radikal entschlackt. Dieser enthält nur noch das Symbol des Papierkorbs, die Sidebar sowie ein Hintergrundbild. Damit möchte man verhindern, dass unerfahrene Benutzer den Überblick verlieren. Erfahrene Benutzer finden es aber hilfreich, Programme direkt per Doppelklick über deren Desktop-Symbole aufzurufen. Viele Programme kommen dem Benutzer entgegen und richten bei der Installation gleich ein entsprechendes Desktop-Symbol ein. Nachfolgend lesen Sie, wie Sie bei Bedarf verschiedene Desktop-Symbole einrichten können.
4.2.1
Startmenüsymbole auf den Desktop übernehmen
Bevorzugen Sie den direkten Zugriff auf die Ordnerfenster Computer, Netzwerk etc. per Doppelklick auf Desktop-Symbole? Mit wenigen Handgriffen lassen sich die gewünschten Desktop-Symbole einblenden. 1. Öffnen Sie das Startmenü über die Schaltfläche Start und klicken Sie beispielsweise das Symbol Computer mit der rechten Maustaste an. 2. Anschließend wählen Sie den Kontextmenübefehl Auf dem Desktop anzeigen (Bild 4.7). Dann wird das betreffende Symbol auf dem Desktop hinterlegt und Sie können zukünftig die betreffende Funktion per Doppelklick anwählen. Dies funktioniert für den Eintrag mit dem Namen des Benutzerkontos (in Bild 4.8 beispielsweise der Eintrag Born) sowie für die Startmenüeinträge Computer und Systemsteuerung. Um das Symbol wieder vom Desktop zu entfernen, müssen Sie lediglich die obigen Schritte erneut durchführen.
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Kapitel 4 · Arbeiten mit Startmenü, Desktop und Taskleiste
Bild 4.7: Startmenüsymbole auf dem Desktop einblenden
4.2.2
Verknüpfungen auf dem Desktop anlegen
Möchten Sie auch andere Startmenüeinträge (z. B. auf die Ordner Musik und Spiele oder auf Programme) auf dem Desktop hinterlegen? Dies lässt sich über einen Trick erreichen. 1. Öffnen Sie das Startmenü über die Schaltfläche Start und suchen Sie ggf. den gewünschten Eintrag. Es kann sich um Einträge in der linken bzw. rechten Spalte des Startmenüs oder um Einträge im Zweig Alle Programme bzw. in den zugehörigen Programmgruppen handeln. 2. Ziehen Sie das Symbol des betreffenden Startmenüeintrags bei gedrückter rechter Maustaste aus dem Startmenü auf den Desktop. 3. Lassen Sie die rechte Maustaste los und wählen Sie den Kontextmenübefehl Verknüpfungen hier erstellen (Bild 4.8). Je nach gewähltem Startmenüeintrag kann es sein, dass das Kontextmenü weitere Befehle anzeigt. Bei Auswahl des Befehls Verknüpfungen hier erstellen wird eine Verknüpfung mit dem Symbol des betreffenden Startmenüeintrags und einem Symboltitel auf dem Desktop hinterlegt. Verknüpfungen definieren den sogenannten Programmpfad, also den Speicherort einer Datei. Sie erkennen Verknüpfungen in der Regel an einem kleinen, in der linken unteren Ecke des Verknüpfungssymbols eingeblendeten Pfeil. In Bild 4.8 sind zwei Verknüpfungen Musik und Windows DVD Maker zu sehen, während das Desktop-Symbol Computer keine Verknüpfung ist, sondern direkt durch Windows angezeigt wird. Den Symboltitel einer Verknüpfung können Sie wie jeden Dateinamen umbenennen, indem Sie das Symbol markieren und dann die Funktionstaste (F2) drücken. Über den Kontextmenübefehl Eigenschaften lassen sich zudem die Verknüpfungseigenschaften anpassen.
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Desktop-Symbole einrichten
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Neben Startmenüeinträgen können Sie auch Verknüpfungen auf andere Dateien oder Ordner einrichten. Sie müssen nur die betreffenden Symbole bei gedrückter rechter Maustaste auf den Desktop – oder in ein Ordnerfenster – ziehen. Dann steht der gleiche Kontextmenübefehl, Verknüpfungen hier erstellen, zur Verfügung. Ein Doppelklick auf eine Dokumentverknüpfung öffnet das Dokument in der zugehörigen Anwendung, während eine Verknüpfung auf einen Ordner das zugehörige Ordnerfenster öffnet.
Bild 4.8: Verknüpfungen auf dem Desktop anlegen TIPP
Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf eine freie Stelle des Desktops, öffnet sich das in Bild 4.9 gezeigte Kontextmenü. Über den Befehl Ansicht lässt sich ein Untermenü mit Befehlen zum Anpassen der Symbolgröße, zum Ausrichten am Raster oder zum Ausblenden der Desktopsymbole öffnen. Der Befehl Automatisch anordnen bewirkt, dass Windows die Desktop-Symbole nach dem unter dem Befehl Sortieren nach eingestellten Modus sortiert. Die Größe der Desktopsymbole lässt sich übrigens auch stufenlos anpassen, indem Sie die (Strg)-Taste drücken und dann das Mausrad drehen.
Bild 4.9: Anpassen der Desktop-Eigenschaften per Kontextmenü
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Kapitel 4 · Arbeiten mit Startmenü, Desktop und Taskleiste
4.3 Arbeiten mit mehreren Programmfenstern Windows ermöglicht es Ihnen, mehrere Programme bzw. Fenster gleichzeitig geöffnet zu halten. Anschließend können Sie zwischen den verschiedenen Programmfenstern umschalten. Hierzu gibt es verschiedene Techniken, die nachfolgend skizziert werden.
4.3.1
Programmumschaltung über Fenster und Taskleiste
Die einfachste Variante zum Umschalten zwischen verschiedenen Fenstern besteht darin, diese per Maus auszuwählen. Zum Testen können Sie über das Startmenü den Windows-Rechner und danach das WindowsBegrüßungscenter über die Einträge Alle Programme/Zubehör aufrufen. Dann enthält der Desktop zwei überlappende Fenster, die zu den gestarteten Programmen gehören. Eines dieser Fenster ist dabei im Vordergrund zu sehen (Bild 4.10). Dies ist das aktive Fenster, mit dem gerade gearbeitet werden kann. Die Titelleiste dieses Fensters wird farbig dargestellt, während die Titelleisten der im Hintergrund befindlichen Fenster abgeblendet sind. 쮿
Um beispielsweise zu einem anderen Fenster zu wechseln, können Sie dessen Titelleiste oder einen anderen Fensterteil anklicken. Dies ist in Bild 4.10 in der Titelleiste des Rechnerfensters angedeutet. Das Fenster des Rechners gelangt in den Vordergrund und Sie können mit dem Programm arbeiten.
Bild 4.10: Wechsel zwischen Programmfenstern
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Arbeiten mit mehreren Programmfenstern
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Häufig tritt jedoch die Schwierigkeit auf, dass die Titelleiste bzw. das komplette Fenster durch die im Vordergrund befindlichen Fenster verdeckt werden. Anstatt jetzt die Fenster über die Titelleiste zu verschieben und umständlich nebeneinander zu positionieren, schalten Sie dass Fenster des gewünschten Programms durch Anklicken des Taskleistensymbols in den Vordergrund.
Die Schaltfläche des aktiven Fensters wird dabei in der Taskleiste »eingedrückt« dargestellt. Klicken Sie auf die »eingedrückt« dargestellte Schaltfläche des aktiven Fensters, verschwindet dieses im Hintergrund und ein anderes Fenster wird im Vordergrund sichtbar. Ein Wechsel zu einem anderen Programmfenster ist durch Anklicken der zugehörigen Schaltfläche in der Taskleiste jederzeit möglich.
4.3.2
Programmwechsel per Taskleiste – das sollten Sie wissen!
Falls Sie viele Programmfenster geöffnet haben, wird es »eng« in der Taskleiste. Sind mehrere Fenster einer Kategorie geöffnet, fasst Windows dann die Fenster einer Kategorie unter einer Schaltflächengruppe in der Taskleiste zusammen. Klicken Sie auf die betreffende Schaltfläche, erscheint ein Menü mit den Namen der Programmfenster (Bild 4.11) und durch Anwahl eines Menüeintrags lässt sich das zugehörige Fenster in den Vordergrund holen.
Bild 4.11: Gruppierung von Taskleisteneinträgen TIPP
Klicken Sie eine solche Schaltflächengruppe in der Taskleiste mit der rechten Maustaste an, erscheint ein Kontextmenü, über dessen Befehle Sie alle Fenster der Gruppe schließen können (siehe die folgenden Abschnitte).
Bild 4.12: Anzeige der Fenstertitel in der Taskleiste
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Kapitel 4 · Arbeiten mit Startmenü, Desktop und Taskleiste
Bei vielen geöffneten Fenstern wird der Platz für die Schaltflächen in der Taskleiste knapp. Windows schneidet dann die Fenstertitel in der Anzeige der Schaltfläche ab (Bild 4.12). Sie können den Fenstertitel aber als QuickInfo abrufen, indem Sie per Maus auf die betreffende Schaltfläche zeigen (Bild 4.12). Allerdings leidet die Übersichtlichkeit etwas, denn bei vielen ähnlichen Dokumenten ist es schwierig zu entscheiden, welche Schaltfläche zum gewünschten Fenster gehört. Ist die Aero-Benutzeroberfläche in Windows Vista aktiv? Dann wird neben der QuickInfo mit dem Fenstertitel auch noch der Fensterinhalt in einer Miniaturabbildung in der Anzeige eingeblendet (Bild 4.13). Sie können also durch Zeigen auf die Schaltflächen der Taskleiste sehr schnell die Fensterinhalte ansehen und das gewünschte Fenster durch Anklicken der Schaltfläche in den Vordergrund holen.
Bild 4.13: Anzeige der Fensterinhalte in der Taskleiste
4.3.3
Programmumschaltung auf Tastendruck
Neben den Schaltflächen der Taskleiste können Sie auch die Tastenkombination (Alt)+(ÿ_) zum Umschalten zwischen Programmen verwenden. Windows Vista zeigt das Fenster der Taskliste mit den Symbolen der geladenen Programme an. In der Standarddarstellung wird die Darstellung aus Bild 4.14 benutzt.
Bild 4.14: Anzeige der laufenden Programme in der Taskliste
Der Vorteil der Taskliste besteht darin, dass dort nicht nur die geöffneten Fenster als Symbole erscheinen. Auch Eigenschaftenfenster und geöffnete Dialogfelder werden aufgelistet. Sie können also über die Taskliste auch ein verdecktes Dialogfeld in den Vordergrund holen. Halten Sie die (Alt)-Taste gedrückt und tippen Sie auf die (ÿ_)-Taste, wird das jeweils nächste Symbol markiert. Mit der Tastenkombination (Alt)+(ª)+(ÿ_) lässt sich das vorherige Symbol in der Liste markieren. Lassen Sie die
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Arbeiten mit mehreren Programmfenstern
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(Alt)-Taste los, verschwindet die Taskliste und das Fenster des zuletzt gewählten Symbols erscheint im Vordergrund. Das Problem ist allerdings, dass bei vielen gleichartigen Programmen unklar bleibt, was nun genau in einem Fenster hinterlegt ist – Sie erwischen beim Umschalten ggf. das falsche Programmfenster.
Wesentlich komfortabler wird die Sache aber, falls Windows Vista mit der Aero-Darstellung betrieben wird. Verwenden Sie die obigen Tastenkombinationen, blendet die »Aero«-Darstellung eine Art Miniaturansicht des Fensterinhalts in der Taskliste ein (Bild 4.15). Sie können also das gewünschte Programmfenster besser erkennen. Drücken Sie einfach so oft die (ÿ_)-Taste, bis das gewünschte Programmfenster markiert ist. Lassen Sie die (Alt)-Taste los, wird das zuletzt gewählte Programmfenster in den Vordergrund »geholt«.
Bild 4.15: Miniansicht der laufenden Programme in der Aero-Darstellung TIPP
Sie können auch direkt per Tastatur zwischen den geöffneten Fenstern umschalten, ohne die Taskliste einblenden zu müssen. Drücken Sie hierzu die Tastenkombination (Alt)+(Esc). Jeder Druck der (Esc)Taste bei gleichzeitig gedrückter (Alt)-Taste holt ein anderes Fenster in den Vordergrund.
4.3.4
So nutzen Sie die Flip-3D-Umschaltung
Im Darstellungsmodus »Aero« unterstützt Windows die Programmumschaltung noch über eine besondere, als »Flip-3D« bezeichnete Funktion. Halten Sie die ()-Taste auf der Tastatur gedrückt. Wenn Sie dann zusätzlich die (ÿ_)-Taste drücken, kippen die geöffneten Fenster in eine Art 3D-Darstellung (Bild 4.16). Sie können den Fensterinhalt also sehr leicht identifizieren, was besonders bei vielen geöffneten Fenstern ein großer Vorteil ist. Besitzt Ihre Maus ein Rädchen, können Sie dieses drehen (oder die (ÿ_)-Taste erneut antippen), um die schräg gekippten Fenster schrittweise in den Vordergrund zu holen. Sobald Sie die ()-Taste loslassen, verschwindet die 3D-Darstellung wieder und das zuletzt sichtbare Fenster wird auf dem Desktop im Vordergrund angezeigt.
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Kapitel 4 · Arbeiten mit Startmenü, Desktop und Taskleiste
Bild 4.16: Taskwechsel mit der Flip-3D-Funktion
4.4 Arbeiten mit der Taskleiste Die Windows-Taskleiste stellt verschiedene Funktionen wie die Schaltflächen zur Umschaltung zwischen geöffneten Fenstern bereit. Nachfolgend erfahren Sie, was es bezüglich der Schnellstart-Symbolleiste, der Taskleistenoptionen und des Infobereichs zu wissen gibt.
4.4.1
So nutzen Sie die Schnellstart-Symbolleiste
Die Schnellstart-Symbolleiste wird in Windows Vista standardmäßig eingeblendet und befindet sich in der Taskleiste rechts neben der Schaltfläche Start (Bild 4.17). Die Leiste weist verschiedene Schaltflächen auf, über die sich bestimmte Programme und Windows-Funktionen per Mausklick abrufen lassen. Welche Symbole in der Schnellstart-Symbolleiste angezeigt werden, hängt von der Systemumgebung und den installierten Programmen ab. Die Leiste enthält im Grundzustand aber bereits zwei Schaltflächen. Das, von der Schaltfläche Start aus gesehene, erste linke Symbol erlaubt Ihnen, alle geöffneten Fenster auszublenden und den Desktop anzuzeigen. Ein weiterer Mausklick auf die Schaltfläche blendet den vorherigen Desktop-Zustand mit der Anzeige der Fenster wieder ein. Die rechts daneben befindliche zweite Schaltfläche ruft die Anzeige der Taskliste auf (siehe z. B. Bild 4.12). Sie können dann die Auswahl eines Eintrags in der Liste der laufenden Programme durch Drücken der (ÿ_)-Taste oder über die Tasten (æ) und (Æ) ändern. Beim Drücken der (Enter)Taste wird das betreffende Programmfenster in den Vordergrund geholt.
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Arbeiten mit der Taskleiste
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Bild 4.17: Symbole der Schnellstart-Symbolleiste
Wurden der Internet Explorer und der Windows Media Player bereits einmal aufgerufen, finden sich in der Schnellstart-Symbolleiste auch deren Symbole. Durch Anklicken der betreffenden Schaltflächen lassen sich die Anwendungen direkt aufrufen. Manche Programme bieten bei der Installation eine Option, um eine Schaltfläche in der SchnellstartSymbolleiste einzurichten. TIPP
Sie können die Symbole beliebiger Programme oder Desktop-Elemente als Schaltflächen in der Schnellstart-Symbolleiste hinterlegen. Hierzu ziehen Sie das gewünschte Symbol bei gedrückter linker Maustaste in den Bereich der Leiste. Wenn Sie die linke Maustaste loslassen, wird eine Verknüpfung auf das betreffende Element als Schaltfläche in der Leiste hinterlegt. Besitzen Sie eine Tastatur mit einer ()-Taste? Dann lassen sich die Anwendungen der Schnellstart-Symbolleiste über Tastenkombinationen wie ()+(1), ()+(2), ()+(3) etc. direkt aufrufen. Die Zahl gibt dann die von links gezählte Position der Anwendung in der Schnellstart-Symbolleiste an. Ist die Schnellstart-Symbolleiste nicht sichtbar, klicken Sie eine freie Stelle in der Taskleiste mit der rechten Maustaste an. Dann können Sie im Kontextmenü die Befehle Symbolleisten/Schnellstart anwählen (Bild 4.17), um die Symbolleiste wahlweise ein- und wieder auszublenden.
4.4.2
So nutzen Sie die Taskleiste richtig!
Auf den vorhergehenden Seiten haben Sie bereits erfahren, wie sich die in der Taskleiste angezeigten Schaltflächen geöffneter Fenster zum Umschalten zwischen Programmen eignen. Aber über die Kontextmenüs der Taskleiste lässt sich noch mehr machen. Die Bild 4.18 zeigt eine Montage verschiedener Kontextmenüs, die beim Rechtsklick auf die Taskleiste abrufbar sind.
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Kapitel 4 · Arbeiten mit Startmenü, Desktop und Taskleiste
Bild 4.18: Kontextmenüs der Taskleiste
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Klicken Sie in der Taskleiste mit der rechten Maustaste auf eine Schaltfläche eines geöffneten Fensters, finden Sie im Kontextmenü den Befehl Schließen, mit dem sich die betreffende Anwendung beenden lässt (Bild 4.18, mittleres Menü).
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Öffnen Sie bei einer Schaltflächengruppe das Kontextmenü, können Sie alle Anwendungen der Gruppe über den Befehl Gruppe schließen beenden (Bild 4.18, linkes Menü). Der Befehl Gruppe minimieren blendet alle Fenster der Gruppe auf dem Desktop aus. Über die drei Kontextmenübefehle Überlappend, Fenster nebeneinander anzeigen und Fenster gestapelt anzeigen bietet Windows Vista Ihnen die Möglichkeit, die Fenster automatisch anzuordnen und in der Größe anzupassen.
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Klicken Sie auf eine freie Stelle der Taskleiste und öffnen Sie das Kontextmenü, stehen Ihnen die in Bild 4.18 im rechten Menü gezeigten Befehle zur Verfügung. Über den Eintrag Symbolleisten öffnet sich ein Untermenü (siehe weiter oben in Bild 4.17), in dem Sie die Namen verfügbarer Symbolleisten finden. Ist ein Eintrag mit einem Häkchen markiert, wird die betreffende Symbolleiste in der Taskleiste angezeigt. Sie können das Häkchen durch Anklicken des betreffenden Menübefehls setzen oder löschen. Auf diese Weise lässt sich nicht nur die Schnellstart-Symbolleiste ein-/ausblenden. Sie können auch die Symbole des Desktops über den gleichnamigen Befehl als Menüschaltfläche einblenden. Der Befehl Windows Media Player erlaubt den Miniplayer-Modus dieses Wiedergabeprogramms in der Taskleiste anzuzeigen oder abzuschalten. Mit dem Befehl Adresse lässt sich ein Textfeld in der Taskleiste einblenden (Bild 4.19). Tippen Sie eine Internetadresse in diesem Textfeld ein und drücken Sie dann die (Enter)-Taste, wird die Internetseite abgerufen und im Internet Explorer angezeigt. Auf ähnliche Weise können Sie Laufwerksnamen und Ordnerpfade im Feld Adresse eintippen, um die zugehörige Ordnerdarstellung direkt aufzurufen. Der Kontextmenübefehl Symbolleiste schließen einer angeklickten Symbolleiste erlaubt Ihnen, diese auf einfache Weise wieder auszublenden.
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Sobald Sie mit mehreren Programmen arbeiten, werden sich die einzelnen Fenster überdecken. Dies führt dazu, dass Fenster komplett hinter anderen Fenstern verschwinden, und Sie können diese weder einsehen noch anklicken. Über die drei Kontextmenübefehle Überlappend, Fenster nebeneinander anzeigen und Fenster gestapelt
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Arbeiten mit der Taskleiste
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anzeigen bietet Windows Vista Ihnen (ähnlich wie bei einer Schaltflächengruppe) die Möglichkeit, alle geöffneten Fenster automatisch auf dem Desktop anzuordnen. Der Kontextmenübefehl Desktop minimiert alle geöffneten Fenster und blendet auch die Dialoge und Eigenschaftenfenster aus.
Bild 4.19: Anpassen der Taskleiste
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Der Kontextmenübefehl Taskleiste fixieren steuert, ob der Benutzer das Aussehen der Taskleiste anpassen darf. Ist der Befehl nicht mit einem Häkchen markiert, lässt sich die Taskleiste vergrößern, indem Sie den Rand per Maus verschieben (Bild 4.19). Dies erlaubt Ihnen, mehr Platz zur Darstellung der Taskleisteninhalte zu schaffen. Zudem lässt sich die Taskleiste per Maus an den linken, rechten oder oberen Rand des Desktops ziehen. In der Taskleiste eingeblendete Symbolleisten (z. B. Schnellstart-Symbolleiste) weisen am linken Rand eine »geriffelte« Fläche auf (siehe Symbolleiste Desktop in Bild 4.19). Wird der Platz in der Symbolleiste knapp, können nicht alle Inhalte eingeblendet werden und am rechten Rand der Leiste erscheint das Symbol zum Einblenden der fehlenden Inhalte als Menü. Sie können aber die Symbolleistenbreite anpassen, indem Sie die geriffelte Fläche am linken Leistenrand per Maus vertikal nach links oder rechts verschieben (siehe Leiste Adresse in Bild 4.19).
Im Normalfall empfiehlt es sich, den Kontextmenübefehl Taskleiste fixieren markiert zu lassen, um eine unbeabsichtigte Veränderung der Taskleiste zu verhindern.
4.4.3
Infobereich und Eingabegebietsschema
Die Taskleiste besitzt in Windows einen sogenannten Infobereich am rechten Rand. Dort blendet das Betriebssystem die Uhrzeit sowie die Statussymbole verschiedener Geräte (z. B. Lautstärkeregelung, Netzwerkverbindung) und Funktionen (Sidebar, Sicherheitscenter) ein (Bild 4.20). An den Symbolen des Infobereichs können Sie also direkt den Status bestimmter Geräte oder Einstellungen erkennen. Eine stumm geschaltete oder falsch konfigurierte Soundausgabe wird im Symbol des stilisierten Lautsprechers entsprechend angezeigt. Klicken Sie auf das Lautsprechersymbol, blendet Vista einen Schieberegler oberhalb des Infobereichs ein (Bild 4.20). Über diesen Schieberegler können Sie sofort die Lautstärke regeln und mittels einer separaten Schaltfläche die Soundausgabe stumm schalten. Weitere Informationen zu den Symbolen des Infobereichs finden Sie in den verschiedenen Kapiteln dieses Buches.
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Kapitel 4 · Arbeiten mit Startmenü, Desktop und Taskleiste
Bild 4.20: Lautstärkeanpassung im Infobereich der Taskleiste TIPP
Um möglichst viel Platz in der Taskleiste zur Verfügung zu stellen, minimiert Windows standardmäßig den Anzeigeplatz im Infobereich und versteckt die Symbole inaktiver Geräte. Dies führt dazu, dass nur die wichtigsten Anzeigen wie die Uhrzeit erscheinen. Windows markiert diesen Zustand durch eine am linken Rand des Infobereichs eingeblendete Schaltfläche. Um alle Einträge im Infobereich zu sehen, klicken Sie auf die (mit einem stilisierten, nach links zeigenden Pfeil versehene) Schaltfläche Ausgeblendete Symbole einblenden. Windows erweitert den Infobereich entsprechend. In Bild 4.21 sehen Sie zusätzliche Symbole (z. B. die Benachrichtigung über anstehende Updates). Die erweiterte Anzeige verschwindet automatisch nach einigen Sekunden oder nach dem erneuten Anklicken der jetzt als Ausblenden beschrifteten Schaltfläche. Vista wird bei der Installation so eingerichtet, dass die Tastatur zur Eingabe zwischen deutschen und englischen Layouts umgeschaltet werden kann. Die Funktion wird als Eingabegebietsschema bezeichnet und eine minimierte Eingabegebietsschema-Leiste wird standardmäßig durch das Zeichen DE links neben dem Infobereich angezeigt. Taucht der Schriftzug EN in der Taskleiste auf, wurde das Schema auf Englisch umgestellt. Dann sind keine Umlaute mehr auf der Tastatur eingebbar und die Tasten (Y) und (Z) sind vertauscht. Zum Umstellen des Eingabegebietsschemas klicken Sie auf den Schriftzug der minimierten Leiste (Bild 4.21). Dann wählen Sie im eingeblendeten Menü den gewünschten Befehl. Anschließend wird das Tastaturlayout entsprechend angepasst.
Bild 4.21: Infobereich und Eingabegebietsschemaauswahl in der Taskleiste
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Arbeiten mit der Taskleiste
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Um die Einstellungen und Eigenschaften der Eingabegebietsschemata bzw. der Leiste anzupassen, klicken Sie in der Taskleiste auf das Symbol der minimierten Leiste und wählen den Menübefehl Eingabegebietsschema-Leiste anzeigen. Sobald die Leiste am oberen Rand des Desktops erscheint, klicken Sie auf die Schaltfläche zum Öffnen des Menüs (Bild 4.22) und wählen den Befehl Einstellungen. Windows öffnet das Eigenschaftenfenster Textdienste & Eingabesprachen. Auf den Registerkarten des Eigenschaftenfensters lassen sich dann die Einstellungen anpassen und mittels der OK-Schaltfläche übernehmen. Brauchen Sie das Eingabegebietsschema »Englisch« nicht, markieren Sie dieses auf der Registerkarte Allgemein. Anschließend lässt es sich mittels der Schaltfläche Löschen entfernen. Über die Schaltfläche Hinzufügen können Sie nachträglich weitere Eingabegebietsschemata einrichten. Auf der Registerkarte Erweiterte Tastatureinstellungen können Sie Tastenkürzel zum Wechsel des Eingabegebietsschemas zuweisen und auf der Registerkarte Sprachenleiste wird über Optionsfelder festgelegt, ob die Eingabegebietsschema-Leiste in der Taskleiste erscheint.
Bild 4.22: Eingabesprachen anpassen
4.4.4
Uhrzeit und Datum stellen
In Kapitel 3 wurde gezeigt, dass sich durch Zeigen auf die Uhrzeit das aktuelle Datum in einer QuickInfo einblenden lässt. Geht die Uhr falsch oder stimmt das Datum nicht, können Sie dies ändern. Wichtig ist aber,
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Kapitel 4 · Arbeiten mit Startmenü, Desktop und Taskleiste
dass Sie sich unter einem Benutzerkonto mit Administratorenrechten anmelden, da normale Benutzer keine Berechtigung zum Stellen der Uhrzeit haben. Die Schritte zum Anpassen von Uhrzeit und Datum oder der Zeitsynchronisation sind in Kapitel 33 beschrieben.
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5 Windows-Sidebar und Begrüßungscenter Die Windows-Sidebar ist eine neue Funktion von Windows Vista. Dieses Kapitel zeigt, wie Sie mit der Sidebar umgehen und Anpassungen vornehmen. Die Funktionen des Begrüßungscenters werden ebenfalls kurz vorgestellt.
5.1 Die Windows-Sidebar verwenden Die neu in Windows Vista aufgenommene Sidebar findet sich als Leiste am rechten (oder linken) Rand des Desktops (Bild 5.1). Ist die Sidebar nicht sichtbar, lässt Sie sich über den Startmenüeintrag Alle Programme/ Zubehör/Windows-Sidebar starten.
Bild 5.1: Fenster der Windows-Sidebar
Die Windows-Sidebar enthält standardmäßig sogenannte Minianwendungen wie eine Uhrzeitanzeige, eine Anzeige für Diashows oder einen Nachrichtenticker (RSS-Feeder). Sie können aber auch andere Minianwendungen wie Notizzettel, Aktienkursanzeige etc. aufnehmen. Sind die
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Die Windows-Sidebar verwenden
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Minianwendungen in der Windows-Sidebar verankert, wird nur ein verkleinertes Fenster mit den betreffenden Informationen (Uhrzeit, Bild etc.) eingeblendet. Zeigen Sie auf eine Minianwendung, blendet Windows eine kleine Leiste rechts oberhalb des Fensters ein (siehe Bild 5.1). Über das oberste Symbol (X) dieser Leiste lässt sich das Fenster der Minianwendung schließen. Verwenden Sie die »geriffelte« Fläche am unteren Rand dieser Leiste, um die Minianwendung mit der Maus zu verschieben. Sie können die Minifenster dann bei gedrückter linker Maustaste in der Windows-Sidebar verschieben und so umsortieren. Ziehen Sie ein Minifenster aus der Windows-Sidebar auf den Desktop, wird die Verankerung gelöst und das Anwendungsfenster erscheint etwas vergrößert auf dem Desktop (in Bild 5.1 am Beispiel des Bildbetrachters zu sehen). Sie können ein solches Fenster per Maus vom Desktop zur Windows-Sidebar zurückschieben. Sobald Sie die linke Maustaste wieder loslassen, wird die Minianwendung erneut in der Leiste angedockt. TIPP
Die Fenster der Minianwendungen lassen sich mit der rechten Maustaste anklicken. Dann erscheint ein Kontextmenü, dessen Befehl Von der Sidebar abdocken das Fenster der Minianwendung auf den Desktop verschiebt. Öffnen Sie das Kontextmenü der betreffenden Minianwendung erneut, finden Sie den Befehl An die Sidebar andocken, mit dem sich das Fenster zur Windows-Sidebar zurückschieben lässt. Über den Befehl Undurchsichtigkeit des Kontextmenüs lässt sich die Transparenz des Fensters stufenweise einstellen.
5.1.1
Optionen der Minianwendungen anpassen
Öffnen Sie das Kontextmenü einer Minianwendung, lässt sich der Befehl Optionen wählen. Windows öffnet ein Dialogfeld, in dem Sie Optionen der Minianwendung einstellen können (Bild 5.2). Das Aussehen dieses Dialogfelds hängt von der gewählten Minianwendung ab.
Bild 5.2: Optionen einer Minianwendung
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Kapitel 5 · Windows-Sidebar und Begrüßungscenter
5.1.2
Minianwendungen hinzufügen oder entfernen
Benötigen Sie eine Minianwendung nicht mehr, wählen Sie im zugehörigen Kontextmenü den Befehl Minianwendungen schließen (oder zeigen Sie auf das Miniaturfenster und klicken Sie auf die rechts neben dem Fenster eingeblendete Schließen-Schaltfläche). Ausgeblendete Miniaturanwendungen sowie neue Helfer lassen sich sehr komfortabel zur Windows-Sidebar hinzufügen. 1. Öffnen Sie das Kontextmenü der Windows-Sidebar, indem Sie einen Bereich der Leiste mit der rechten Maustaste anklicken. 2. Wählen Sie den Kontextmenübefehl Minianwendungen hinzufügen. Windows öffnet dann ein Dialogfeld mit einer Sammlung verfügbarer Minianwendungen (Bild 5.3). Neben der Uhr sehen Sie z. B. einen Kalender, einen Notizzettel, Aktienkurse, die Wettervorschau etc. 3. Um die zugehörige Minianwendung zu nutzen, ziehen Sie deren Symbol einfach per Maus aus dem Dialogfeld zur Windows-Sidebar. Sobald Sie die linke Maustaste loslassen, wird die Minianwendung als Fenster in der Windows-Sidebar verankert. Alternativ können Sie das Symbol einer Minianwendung im Dialogfeld per Doppelklick anwählen, um diese in die Windows-Sidebar zu übernehmen. Anschließend beenden Sie das Dialogfeld durch Anklicken der Schließen-Schaltfläche.
Bild 5.3: Minianwendung verwalten
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Die Windows-Sidebar verwenden
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Über den am unteren Rand des Fensters eingeblendeten Hyperlink Weitere Minianwendungen online beziehen können Sie bei einer bestehenden Internetverbindung die Microsoft-Internetseiten besuchen. Dort werden ggf. weitere Minianwendungen zum Herunterladen angeboten.
5.1.3
Optionen der Windows-Sidebar anpassen
Die Optionen und das Verhalten der Windows-Sidebar lassen sich über das Kontextmenü der Sidebar bzw. des im Infobereich der Taskleiste eingeblendeten Sidebar-Symbols beeinflussen. 쮿
Klicken Sie einen freien Bereich der Windows-Sidebar mit der rechten Maustaste an, lässt sich die Leiste über den Kontextmenübefehl Sidebar schließen ausblenden.
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Klicken Sie im Infobereich der Taskleiste auf die Schaltfläche Windows-Sidebar (Bild 5.4), wird die Leiste wieder sichtbar.
Sie können aber auch das Kontextmenü des Symbols mittels der rechten Maustaste öffnen. Wählen Sie den Kontextmenübefehl Beenden, wird die Windows-Sidebar beendet und das Symbol verschwindet aus dem Infobereich. Möchten Sie die Windows-Sidebar später wieder nutzen, müssen Sie die Anwendung über Alle Programme/Zubehör des Startmenüs erneut aufrufen.
Bild 5.4: Kontextmenü der Windows-Sidebar
Der Kontextmenübefehl Minianwendungen im Vordergrund anzeigen ist ganz hilfreich, falls die Fenster der Minianwendungen durch andere Fenster verdeckt werden. Klicken Sie auf den Befehl, schaltet die Windows-Sidebar die Fenster aller Minianwendungen in den Vordergrund. Über den Kontextmenübefehl Eigenschaften lässt sich das Fenster Windows-Sidebar-Eigenschaften öffnen (Bild 5.5). Über Kontrollkästchen können Sie festlegen, ob die Windows-Sidebar beim Start von Windows Vista automatisch geladen werden soll und ob die Leiste immer im Vordergrund anzuzeigen ist. Weiterhin können Sie über Optionsfelder bestimmen, ob die Leiste am linken bzw. rechten Bildschirmrand zu sehen ist und welcher Bildschirm (bei Multimonitorbetrieb) zur Anzeige verwendet werden soll. Wurden Minianwendungen aus dem Internet hinzugefügt? Über die Schaltfläche Liste der aktiven Minianwendungen
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Kapitel 5 · Windows-Sidebar und Begrüßungscenter
anzeigen öffnen Sie ein eigenes Dialogfeld. In der Liste lassen sich Minianwendungen auswählen und komplett entfernen. Den Auslieferungszustand können Sie später über die Schaltfläche Mit Windows installierten Minianwendungen wiederherstellen zurücksetzen.
Bild 5.5: Optionen der Sidebar
5.2 Das Begrüßungscenter Das Begrüßungscenter ist eine zweite Neuerung, in der Windows Vista Ihnen den Zugriff auf bestimmte Funktionen und Informationen erlaubt. Nachfolgend finden Sie eine kurze Übersicht über dessen Funktionen
5.2.1
Das Begrüßungscenter im Überblick
Das Begrüßungscenter (Abbildung 5.6) ist ein Bestandteil der WindowsSystemsteuerung und soll Ihnen den vereinfachten Zugriff auf bestimmte Funktionen zum Anpassen von Windows bzw. zur Einführung in das Betriebssystem erleichtern. Weiterhin erhalten Sie über das Begrüßungscenter Zugriff auf verschiedene Online-Angebote von Microsoft. Das Fenster des Begrüßungscenters wird in der Standardeinstellung automatisch bei jedem Windows-Start auf dem Desktop eingeblendet. 쮿
Das Programm zeigt die Symbole, über die Sie zentral auf bestimmte Windows-Funktionen und Microsoft-Online-Angebote zurückgreifen können, in zwei verschiedenen Rubriken: Erste Schritte mit Windows und Angebote von Microsoft.
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Das Begrüßungscenter
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Bild 5.6: Fenster des Begrüßungscenters
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Zudem sehen Sie am oberen Rand des Dokumentbereichs den Namen und das Symbol des aktuellen Benutzerkontos.
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Klicken Sie auf ein Symbol, blendet das Begrüßungscenter zusätzliche Informationen im oberen Bereich des Fensters ein. Über die am rechten Rand dieses Bereichs eingeblendete Schaltfläche Weitere Details gelangen Sie dann zur Seite der betreffenden Funktion.
Klicken Sie am unteren Rand der Kategorie auf die Hyperlinks Alle … Elemente anzeigen, um alle Symbole der Gruppe einzublenden. Die Einträge in der Gruppe Erste Schritte mit Windows erlauben Ihnen einen schnellen Zugriff auf bestimmte Windows-Funktionen. Der Eintrag Windows-Grundlagen öffnet das Fenster der Windows-Hilfe und zeigt direkt die Grundlagenthemen im Hilfefenster an. Auf ähnliche Weise können Sie sich über ein Symbol mittels der Hilfe über die Neuerungen in Windows Vista informieren. Weitere Einträge ermöglichen Ihnen Windows anzupassen. Über Computerdetails anzeigen wird z. B. die Seite System aufgerufen, über die Sie Informationen über den Computer und die installierten Geräte erhalten. Mit Neue Benutzer hinzufügen gelangen Sie in die Benutzerverwaltung von Windows. Das Symbol Mit dem Internet verbinden öffnet ein Dialogfeld, in dem Sie die Verbindung zum Internet über Wählverbindungen (Modem, ISDN), DSL oder Funknetzwerke (WLAN) einrichten können.
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Kapitel 5 · Windows-Sidebar und Begrüßungscenter
Details zu den jeweiligen Symbolen lassen sich im oberen Fensterbereich anzeigen, wenn Sie den jeweiligen Eintrag per Maus anklicken. In der Kategorie Angebote von Microsoft können Sie bequem auf Internetangebote von Microsoft zugreifen. Windows Marketplace ist beispielsweise eine Verkaufsplattform für Produkte zu Windows Vista, während Windows Live Dienste für die Verknüpfung zwischen Windows und der Onlinewelt bereitstellt. Um die Funktionen von Windows Live nutzen zu können, muss eine Internetverbindung bestehen und Sie müssen sich registrieren. Der Eintrag Kommunikation mit Windows Live erlaubt den Online-Messenger einzurichten, über den Sie eine Sofortkommunikation mit Freunden und Bekannten führen können. Die Online-Angebote sind aber nicht Bestandteil von Windows Vista und werden in diesem Buch nicht besprochen. Die Funktionen zur Konfigurierung des Systems sind in verschiedenen Kapiteln in Teil 6 behandelt, während das Einrichten einer Internetverbindung in Kapitel 25 besprochen ist. Um diesen automatischen Start zu verhindern, lässt sich die Markierung des in der unteren linken Ecke eingeblendeten Kontrollkästchens Beim Start ausführen löschen. Zum erneuten Aufruf können Sie die Systemsteuerung verwenden und den betreffenden Eintrag in der Gruppe System und Wartung wählen. Noch einfacher geht es, wenn Sie im Startmenü den Zweig Alle Programme/Zubehör öffnen und dann auf den Eintrag Begrüßungscenter klicken.
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6 Hilfe und Support Dieses Buch wird nicht alle Fragen zu Windows Vista und dessen Programmfunktionen klären können, und nach der Lektüre bleiben sicherlich noch Fragen offen. Zudem gibt es weitere Anwendungsprogramme, die sich auf dem System einrichten und nutzen lassen. Auch dort werden möglicherweise Fragen zur Funktionalität aufkommen. Aber glücklicherweise bieten Windows und viele Programme Unterstützung durch die Hilfe an, über die Sie Details zur Bedienung nachlesen können. In diesem Kapitel lernen Sie die Windows-Hilfe kennen und erfahren, was Sie ggf. bezüglich der Hilfefunktionen von Anwendungen wissen sollten.
6.1 Die Windows-Hilfe nutzen Windows Vista stellt mit der Funktion Hilfe und Support ein wichtiges Werkzeug zur Unterstützung des Benutzers bereit. Nachfolgend lesen Sie, wie diese Funktion aufgerufen und genutzt werden kann.
6.1.1
Hilfe und Support aufrufen
Zum Aufruf der Windows Vista-Funktion »Hilfe und Support« haben Sie verschiedene Möglichkeiten.
Bild 6.1: Startfenster Windows-Hilfe und Support
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Ist kein Fenster auf dem Desktop geöffnet oder als aktives Fenster gewählt, genügt es, wenn Sie die Funktionstaste (F1) drücken.
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Alternativ können Sie das Windows-Startmenü öffnen und in der rechten Spalte den Befehl Hilfe und Support wählen.
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Die Windows-Hilfe nutzen
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Windows öffnet anschließend die Hilfe in einem Fenster mit dem Titel Windows-Hilfe und Support (Bild 6.1). Über die Startseite des Hilfefensters gelangen Sie über die angezeigten Symbole zu den Hilfekategorien mit den geforderten Informationen.
6.1.2
Navigieren in den Hilfeseiten
Das Arbeiten im Fenster der Hilfe bzw. das Abrufen der Hilfethemen ist sehr einfach mit der Maus möglich.
Bild 6.2: Navigation zwischen Hilfeseiten
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Kapitel 6 · Hilfe und Support
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Zeigen Sie mit der Maus auf den Hyperlink oder das Symbol einer Rubrik, nimmt der Mauszeiger die Form einer stilisierten Hand an (siehe Rubrik »Inhaltsverzeichnis« in Bild 6.1). Gleichzeitig wird der Text unterstrichen dargestellt. Dies bedeutet, dass die Überschrift als so genannter Hyperlink (ein Verweis auf eine Folgeseite) angelegt ist.
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Klicken Sie auf eines der Symbole bzw. den Hyperlink, ruft Windows die Folgeseite der Hilfe ab (Bild 6.1, oben links). Dort finden Sie ggf. eine neue Liste mit Hyperlinks zur Unterthemen. In diesem Fall klicken Sie erneut auf den Hyperlink zum gewünschten Thema (Bild 6.1, oben rechts).
Wiederholen Sie diese Schritte so lange, bis die gewünschte Information im rechten Teil des Hilfefensters angezeigt wird (Bild 6.1, unten). Im Grunde funktioniert die Bedienung der Hilfe wie das Arbeiten mit dem Inhaltsverzeichnis eines Buchs, nur wesentlich einfacher. Sie müssen nur die »Überschriften« (hier in Form der Hyperlinks) anklicken, um zur gesuchten »Buchseite« zu gelangen. Die Symbole eines stilisierten Buches oder einer einzelnen Buchseite signalisieren Ihnen übrigens, ob die Folgeseite weitere Überschriften oder die endgültige Hilfeseite enthält. Die Symbole der Startseite (Dokumentbereich in Bild 6.1) erlauben dabei den Zugriff auf bestimmte Kategorien der Hilfe. 쮿
Über das Symbol Inhaltsverzeichnis erhalten Sie Zugriff auf alle in Windows hinterlegten Hilfethemen.
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Das Symbol Windows-Grundlagen bietet Zugang zu Hilfeseiten mit einführenden Themen zum Umgang mit der Maus, der Bedienoberfläche etc.
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Über das Symbol Neue Funktionen rufen Sie die Seiten mit einer Auflistung der Neuerungen in Windows Vista auf.
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Das Symbol Sicherheit und Wartung führt Sie zu einer Seite, auf der die Sicherheitsfunktionen von Windows Vista vorgestellt werden.
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Das Symbol Problembehandlung bringt Sie zur Diagnoseseite, auf der Sie Hilfe zu häufiger auftretenden Problemen finden.
Über das Symbol Windows-Onlinehilfe können Sie über das Internet auf zusätzliche Informationen von Microsoft-Webseiten zurückgreifen. Beim Anklicken des Symbols wird die Online-Hilfeseite von Microsoft im Fenster des Internet Explorers geöffnet.
Startseite Vorwärts Zurück
Hilfe durchsuchen
Bild 6.3: Schaltflächen im Hilfefenster
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Die Windows-Hilfe nutzen
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Zusätzlich enthält das Hilfefenster noch eine Symbolleiste mit mehreren Schaltflächen (Bild 6.3). Die Schaltflächen Zurück und Vorwärts der Symbolleiste am oberen Rand des Hilfefensters ermöglichen Ihnen, zwischen bereits abgerufenen Hilfeseiten zu blättern (Bild 6.3). Die in Bild 6.3 mit Startseite bezeichnete Schaltfläche ruft die in Bild 6.1 gezeigten Inhalte auf. Über die hier mit Hilfe durchsuchen bezeichnete Schaltfläche lässt sich das Inhaltsverzeichnis (Bild 5.1, oben links) der kompletten Hilfe im Dokumentbereich abrufen. Über die Schaltfläche Fragen rufen Sie eine Hilfeseite mit weiteren Hinweisen und Hyperlinks auf, die Sie zur Online-Hilfe im Web, zu Microsoft-Communitys oder zu den Seiten mit technischer Unterstützung von Microsoft weiterleiten.
6.1.3
Suchen in der Hilfe
Das Navigieren über das Inhaltsverzeichnis ist manchmal zu aufwändig, um etwas nachzulesen. Die Windows-Hilfe ermöglicht Ihnen aber zusätzlich die Suche nach bestimmten Begriffen in den Hilfeseiten.
Bild 6.4: Suchen in der Hilfe
4. Öffnen Sie das Fenster Windows-Hilfe und Support über den entsprechenden Startmenüeintrag. 5. Klicken Sie in der Symbolleiste des Hilfefensters auf das Textfeld Hilfe durchsuchen und tippen Sie den Suchbegriff ein (Bild 6.4). 6. Klicken Sie anschließend auf die Suchen-Schaltfläche rechts neben dem Textfeld oder drücken Sie die (Enter)-Taste. Die Hilfe wird dann die gefundenen Themen als Liste im Dokumentbereich des Fensters einblenden. Über die Hyperlinks können Sie anschließend die zugehörigen Hilfeseiten abrufen.
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Kapitel 6 · Hilfe und Support
6.1.4
Drucken von Hilfeseiten
Gelegentlich ist es hilfreich, sich den Inhalt einzelner Hilfeseiten oder Auszüge auszudrucken.
Bild 6.5: Drucken von Hilfethemen
1. Rufen Sie die gewünschte Hilfeseite auf und markieren Sie bei Bedarf den zu druckenden Ausschnitt. 2. Klicken Sie in der Symbolleiste des Hilfefensters auf die Schaltfläche mit dem Druckersymbol (Bild 6.4). 3. Im Dialogfeld Drucken legen Sie dann die gewünschten Druckoptionen fest und starten den Ausdruck über die Drucken-Schaltfläche des Dialogfelds (Bild 6.5). Das Dialogfeld Drucken erlaubt Ihnen, den Drucker und weitere Optionen zu wählen. Möchten Sie lediglich einen markierten Auszug aus der Hilfeseite drucken, müssen Sie das Optionsfeld Markierung auf der Registerkarte Allgemein des Dialogfeldes markieren.
6.1.5
Optionen für die Windows-Hilfe
Die Hilfe von Windows Vista kann auf lokale Inhalte oder auf online verfügbare Ergänzungen zurückgreifen. Ob die Online-Hilfe bei einer bestehenden Internetverbindung einbezogen wird, lässt sich im Fenster der Hilfe vorgeben.
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Hilfe für Programme gefällig?
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Bild 6.6: Optionen der Hilfe einstellen
Klicken Sie in der unteren rechten Ecke des Hilfefensters auf die Schaltfläche Offlinehilfe (Bild 6.6), lässt sich über die Befehle Onlinehilfe beziehen und Offlinehilfe beziehen des eingeblendeten Menüs vorgeben, welche Informationen anzuzeigen sind. Wählen Sie den Befehl Einstellungen, erscheint ein zusätzliches Dialogfeld (Bild 6.6, links). Über eine Markierung des Kontrollkästchens Windows-Onlinehilfe und -support bei der Suche miteinbeziehen können Sie erreichen, dass auch online verfügbare Informationen mit in der Hilfe angezeigt werden. Die Schaltfläche Optionen am oberen Rand des Hilfefensters öffnet ein Menü, über dessen Befehle Sie die Textgröße der Hilfeseiten einstellen oder bestimmte Funktionen (Drucken, Suchen) abrufen können.
6.2 Hilfe für Programme gefällig? Neben Windows bieten auch Programme häufig eine eigene Hilfe an. Diese lässt sich dann bei geöffnetem Programmfenster durch Drücken der Funktionstaste (F1) aufrufen. Alternativ öffnen Sie in der Menüleiste des Programmfensters das Hilfemenü (Fragezeichen in der Symbolleiste). Im Hilfemenü müssen Sie dann einen mit Hilfethemen oder ähnlich bezeichneten Befehl anklicken (Bild 6.7).
Bild 6.7: Programmhilfe abrufen
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Kapitel 6 · Hilfe und Support
In der Regel wird dann das Fenster der Programmhilfe geöffnet und Sie können auf deren Informationen zugreifen.
Bild 6.8: Fenster mit der Programmhilfe
Für Windows Vista entwickelte Programme verwenden das gleiche Hilfefenster wie die Vista-Hilfe (siehe oben). Manche Programme verwenden aber noch die HTML-Hilfe älterer Windows-Versionen. Diese verwendet das in Bild 6.8 gezeigte, in zwei Spalten geteilte, Hilfefenster. Die linke Spalte weist mehrere Registerkarten zum Zugriff auf die Hilfeinhalte auf, während in der rechten Spalte die Hilfeseiten eingeblendet werden. 쮿
Die Registerkarte Inhalt ermöglicht den Zugriff auf die Hilfe über eine Art Inhaltsverzeichnis. Holen Sie die Registerkarte in den Vordergrund, erscheint das Inhaltsverzeichnis mit den Kapitelüberschriften, denen ein geschlossenes stilisiertes Buchsymbol vorangestellt ist. Klicken Sie auf der Registerkarte Inhalt auf das Symbol eines »geschlossenen« Buches«, um zu einem Thema die untergeordneten Überschriften zu sehen. Diese werden mit einem vorangestellten geöffneten Buchsymbol dargestellt. Ein Mausklick auf das Symbol eines »geöffneten« Buches reduziert die Anzeige auf die Hauptüberschrift. Klicken Sie auf das Symbol einer Buchseite, wird deren Inhalt im rechten Teil des Hilfefensters eingeblendet. Die Navigation in einem solchen Hilfefenster ist ebenfalls über Hyperlinks möglich.
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Die Registerkarte Index erlaubt über das Stichwortverzeichnis einen Zugriff auf die indizierten Hilfethemen. Tippen Sie den gewünschten Begriff in das Textfeld Zu suchendes Schlüsselwort der Registerkarte ein, werden die Treffer in einer Ergebnisliste aufgeführt (Bild 6.9, links). Sie müssen dann das gewünschte Thema in der Liste per Mausklick markieren und können die zugehörige Hilfeseite über die Schaltfläche Anzeigen im rechten Teil des Hilfefensters abrufen.
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Hilfe für Programme gefällig?
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Bild 6.9: Zugriff über Index und Suchfunktion auf die Programmhilfe
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Zur Suche nach Begriffen in den Texten der Hilfeseiten holen Sie die Registerkarte Suchen in den Vordergrund und tippen den Suchbegriff im Feld Zu suchendes Schlüsselwort ein. Danach starten Sie die Suche über die Schaltfläche Themenliste. Gefundene Treffer müssen Sie in der Ergebnisliste Thema zur Anzeige auswählen per Mausklick markieren. Dann lässt sich die Hilfeseite über die Schaltfläche Anzeigen im rechten Teil des Hilfefensters abrufen.
Sie können die auf den Registerkarten Index und Suchen gefundenen Treffer auch per Doppelklick anwählen, um die Hilfeseite anzuzeigen. In den per Suche ermittelten Hilfeseiten wird der Suchbegriff bei jedem Auftreten im Hilfetext optisch hervorgehoben. Je nach Programm besitzt die linke Spalte des Hilfefensters noch eine Registerkarte Favoriten. Über Schaltflächen auf der Registerkarte Favoriten lässt sich eine aktuell angezeigte Hilfeseite in eine Favoritenliste aufnehmen. Dies erlaubt den schnellen Zugriff auf häufig benötigte Hilfeseiten. Die in Windows Vista benutzte Hilfe setzt auf das XML-Format auf. Die Hilfedateien müssen daher entweder als XML-Dateien oder als kompilierte Hilfedateien vorliegen. Ältere Windows-Anwendungen, die mit Hilfedateien im CHM-Format arbeiten, erscheinen daher in der in Bild 6.8 gezeigten Darstellung. Manche älteren Windows-Anwendungen verwenden sogar noch Hilfedateien im HLP-Format. Dieses Format wird aber von Windows Vista nicht mehr unterstützt, da das zur Anzeige benötigte Programm WinHelp32.exe im Betriebssystem fehlt. Sie können dann die Hilfe dieser Programme nicht mehr aufrufen.
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Kapitel 6 · Hilfe und Support
6.2.1
Hier gibt es weitere Hilfe
In Windows Vista stellen nicht alle Programmfenster eine Menüleiste zur Verfügung. Auch bei Dialogfeldern fehlt eine Menüleiste und Sie müssen die Programmhilfe über andere Wege aufrufen.
Bild 6.10: Zugriff auf die Programmhilfe bei Vista-Anwendungen
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Im Fenster vieler Vista-Anwendungen finden Sie in der Symbolleiste das Symbol der in Bild 6.10 gezeigten Hilfe-Schaltfläche (weißes Fragezeichen in einem blauen Kreis). Sobald Sie auf die betreffende Hilfe-Schaltfläche klicken, wird die zugehörige Hilfeseite im Windows-Hilfefenster geöffnet und Sie können wie oben beschrieben die Hilfeinformationen abrufen.
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Komplizierter wird es bei Dialogfeldern und Eigenschaftenfenstern. In Windows Vista ist keine durchgängige Unterstützung bezüglich der Hilfe vorgesehen. Als Formulare ausgeführte Dialoge weisen häufig Hyperlinks auf, über die sich zusätzliche Informationen zu den Optionen abrufen lassen. Bei manchen Dialogfeldern und Formularen haben die Programmierer eine Hilfe-Schaltfläche zum Abrufen von Informationen vorgesehen.
Die in früheren Windows-Versionen vorhandene Schaltfläche der Direkthilfe ist in den Dialogfeldern von Windows Vista weitgehend verschwunden. Nur einige Eigenschaftenfenster (z. B. Windows Mail) weisen in der rechten oberen Ecke die in Bild 6.11 gezeigte Schaltfläche auf. Wählen Sie diese Schaltfläche, erscheint ebenfalls das Fenster der Vista-Hilfe mit Informationen zum betreffenden Dialogfeld oder Eigenschaftenfenster.
Bild 6.11: Zugriff auf die Direkthilfe
Benötigen Sie Hilfe zu Dialogfeldern, die keine Schaltfläche zum Abrufen der Hilfe aufweisen? Dann rufen Sie die Vista-Hilfe auf und suchen nach dem Thema, das die im Dialogfeld bzw. Eigenschaftenfenster einstellbaren Optionen abdeckt (z. B. »Bildschirmauflösung«).
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Teil 2 Laufwerke, Ordner & Dateien In diesem Teil erwerben Sie das Wissen rund um den Umgang mit Laufwerken, Ordnern und Dateien. Sie erfahren, wie sich die Inhalte von Speichermedien ansehen lassen und was es bei Laufwerken zu beachten gibt. In einem eigenen Kapitel wird gezeigt, wie sich Dateien und Ordner kopieren oder löschen lassen. Außerdem werfen wir einen Blick auf die Frage, wo Dokumente unter Windows Vista gespeichert werden sollen und was es ggf. im Hinblick auf Zugriffsberechtigungen zu wissen gibt. Mit dem Brennen von Daten-CDs oder -DVDs und dem Suchen nach Dateien befassen sich eigene Kapitel. Zudem wird gezeigt, welche Funktionen Vista zur Wartung und Verwaltung von Datenträgern bietet.
7 Mit Laufwerken arbeiten In diesem Kapitel erwerben Sie das Wissen, um unter Windows Vista mit Laufwerken umzugehen. Wer sich bereits mit der Thematik auskennt, kann den Kapitelinhalt im Schnelldurchgang überfliegen.
7.1 Laufwerksinformationen abrufen Zum Speichern von Daten (Briefe, Bilder, Fotos, Programme etc.) werden Laufwerke (Festplatten oder Wechselmedien wie CD-ROMs, DVDs, Speicherkarten, USB-Sticks etc.) benutzt. Windows Vista stellt verschiedene Funktionen bereit, mit denen Sie die auf dem Computer vorhandenen Laufwerke abrufen und deren Inhalte anzeigen können. Nachfolgend lesen Sie, wie diese Funktionen benutzt werden können.
7.1.1
Laufwerke unter Windows abfragen
Informationen über die auf Ihrem Computer vorhandenen Laufwerke liefert Ihnen das Fenster Computer. Das Ordnerfenster lässt sich über den betreffenden Eintrag im Startmenü (oder über das ggf. eingerichtete Desktop-Symbol Computer) öffnen. Vista zeigt im betreffenden Ordnerfenster alle Laufwerke, die im System gefunden wurden, in der rechten Spalte an. In der Adressleiste wird der Speicherort (hier Computer) eingeblendet, während die Navigationsleiste in der linken Spalte die Symbole für weitere Speicherorte unter Windows aufführt. Bild 7.1 zeigt ein Ordnerfenster, in dem mehrere Festplatten, verschiedene CD- und DVDLaufwerke/-Brenner, Wechsellaufwerke (für Speichermedien von Digitalkameras und USB-Sticks) aufgelistet werden. 쮿
Vorhandene Festplatten werden immer erkannt und im Ordnerfenster aufgelistet, während dies bei Wechsellaufwerken nicht unbedingt der Fall ist. USB-Sticks tauchen z. B. nur im Ordnerfenster Computer auf, wenn der Stift auch an der USB-Buchse des Computers angeschlossen ist. Externe Laufwerke (z. B. Kartenleser für Speicherkarten von Digitalkameras oder externe Brenner) werden ebenfalls nur angezeigt, wenn das betreffende Gerät auch angeschlossen und eingeschaltet ist. Erscheint ein neu angeschlossenes Gerät nicht sofort im Ordnerfenster Computer, hilft unter Umständen das Drücken der Funktionstaste (F5).
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Windows verwendet feste Symbole für die verschiedenen Laufwerkstypen (Diskettenlaufwerke, CD-ROM- und DVD-Laufwerke, Wechseldatenträger). Häufig wird über das Symbol noch zwischen verschiedenen Laufwerksarten (z. B. CD- oder DVD-Laufwerk) differenziert. Wechseldatenträger mit einem eingelegten Medium zeigt Windows Vista ggf. sogar mit einem datenträgerspezifischen Symbol an.
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Die im Ordnerfenster Computer angezeigten Bezeichnungen für die Laufwerke können computerspezifisch voneinander abweichen (z. B. Daten1 (K:), System (C:) etc.). Aber alle Laufwerke werden mit
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Laufwerksinformationen abrufen 0
Buchstaben von A bis Z, gefolgt von einem Doppelpunkt, benannt. Die Buchstaben A: und B: sind für Diskettenlaufwerke reserviert. Fehlt ein entsprechendes Laufwerk, bleibt der Buchstabe unbelegt. Die erste Festplatte wird mit dem Buchstaben C: versehen. Existieren weitere Festplatten und CD-ROM-Laufwerke, erhalten diese fortlaufend die Buchstaben D:, E:, F: bis Z: zugewiesen.
Symbole für Speicherorte
Festplatten
Navigationsfenster CD- bzw. DVD-Laufwerke Weitere Speicherorte Speicherkartenlaufwerke Detailfenster
Bild 7.1: Ordnerfenster Computer mit Laufwerksübersicht
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Windows Vista fasst dabei alle Festplatten zu einer Gruppe zusammen und vergibt benachbarte Laufwerksbuchstaben. Danach werden CD-, DVD-Laufwerke und Wechseldatenträger mit Buchstaben benannt. Die Reihenfolge der Benennung dieser Laufwerkstypen hängt davon ab, ob das Laufwerk beim Windows-Start vorhanden war oder erst später eingeschaltet wurde.
Die Anzeige der Laufwerke innerhalb des Ordnerfensters lässt sich dabei vom Benutzer anpassen. Sie können beispielsweise die Symbolgröße über die Schaltfläche Ansichten zwischen verschiedenen Modi (Details, Kacheln etc.) umschalten. Weiterhin lässt sich die Liste der angezeigten Laufwerke über die Spaltenköpfe des Detailbereichs nach verschiedenen Kriterien gruppieren und sortieren. Details zum Arbeiten mit Ordnerfenstern finden Sie im folgenden Kapitel.
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Kapitel 7 · Mit Laufwerken arbeiten
7.1.2
Informationen zu Laufwerken abfragen
Häufig möchte man wissen, welche Kapazität ein Laufwerk aufweist und wie viel davon noch frei ist. Windows Vista bietet Ihnen verschiedene Möglichkeiten, sich einen Überblick über diese Kenngrößen zu verschaffen.
Bild 7.2: Anzeige der Laufwerkskapazitäten
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Stellen Sie den Anzeigemodus für das Ordnerfenster Computer über die Schaltfläche Ansichten der Symbolleiste auf den Wert Kacheln ein, blendet Windows Vista die in Bild 7.2 gezeigte »Balkendarstellung« neben den Laufwerkssymbolen ein. Sie erkennen bereits an der grafischen Darstellung den auf dem Laufwerk belegten Kapazitätsanteil. Zudem werden die genauen Laufwerksdaten unterhalb der Balkengrafik angezeigt.
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Zeigen Sie mit der Maus auf das Symbol einer Festplatte, blendet Windows die Gesamtkapazität sowie den noch auf dem Datenträger verbliebenen freien Speicherplatz in einer QuickInfo ein (Bild 7.2).
Markieren Sie ein Laufwerk durch Anklicken im Ordnerfenster, erscheinen außerdem der Laufwerksname und das zugehörige Symbol in der Anzeige des Detailfensters (Bild 7.2, unterer Bildrand). Je nach Laufwerkstyp zeigt Windows zusätzliche Informationen im Detailfenster an. Bei Festplatten wird beispielsweise die freie und gesamte Speicherkapazität eingeblendet. Bei USB-Sticks erhalten Sie dagegen die Information zum verwendeten Dateisystem (z. B. FAT).
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Laufwerksinformationen abrufen
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1. Möchten Sie detaillierte Informationen über ein Laufwerk haben oder dessen Bezeichnung anpassen, markieren Sie dieses per Mausklick im Ordnerfenster Computer. 2. Anschließend wählen Sie die in der Symbolleiste des Ordnerfensters angezeigte Schaltfläche Eigenschaften aus. Alternativ können Sie den gleichnamigen Kontextmenübefehl verwenden. Windows Vista öffnet dann das Eigenschaftenfenster des Laufwerks und zeigt auf der Registerkarte Allgemein die Laufwerksbezeichnung, die Laufwerkskapazität, das benutzte Dateisystem sowie weitere Informationen an (Bild 7.3).
Bild 7.3: Anzeige der Laufwerkseigenschaften
7.1.3
Datenträgereigenschaften ändern
Bei Bedarf können Sie verschiedene Eigenschaften eines Laufwerks auf der Registerkarte Allgemein ändern. Jedem Medium lässt sich eine aus bis zu 32 Zeichen (Buchstaben und Ziffern) bestehende Datenträgerbezeichnung zuweisen. 1. Zum Ändern dieser Datenträgerbezeichnung rufen Sie dessen Eigenschaftenfenster und dann die Registerkarte Allgemein auf.
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Kapitel 7 · Mit Laufwerken arbeiten
2. Klicken Sie in das betreffende Textfeld, tippen den Laufwerksnamen (z. B. »Daten«) ein und bestätigen dies über die OK- bzw. Übernehmen-Schaltfläche der Registerkarte. Zum Zuweisen einer geänderten Datenträgerbezeichnung für Festplatten ist allerdings eine Administratorenberechtigung erforderlich. Führen Sie diesen Vorgang unter einem normalen Benutzerkonto aus, erscheint beim Anklicken der OK-Schaltfläche ein Dialogfeld Zugriff verweigert mit einem entsprechenden Hinweis. Klicken Sie auf die Schaltfläche Fortsetzen dieses Dialogfelds, wird die Benutzerkontensteuerung aufgerufen. Hier können Sie über ein zusätzliches Dialogfeld ein Administratorkonto auswählen und das zugehörige Kennwort eingeben. Anschließend wird die Datenträgerbezeichnung angepasst. Die Datenträgerbezeichnung von Wechselmedien (wie Speicherkarten oder USB-Sticks) können Sie auch unter einem Standardbenutzerkonto durchführen.
Bild 7.4: Attributänderungen bestätigen
Neben der Datenträgerbezeichnung lassen sich auf der Registerkarte Allgemein des Eigenschaftenfensters weitere Eigenschaften (auch als Attribute bezeichnet) anpassen. 쮿
Ist ein Datenträger im NTFS-Dateisystem formatiert, können Sie das Kontrollkästchen Laufwerk komprimieren, um Speicherplatz zu sparen (Bild 7.3) auf der Registerkarte Allgemein aktivieren. Sobald Sie die OK- oder Übernehmen-Schaltfläche anklicken, erscheint der Zusatzdialog aus Bild 7.4. Über die beiden Optionsfelder lässt sich festlegen, ob die Attributänderung nur auf das Hauptverzeichnis des Datenträgers oder auf alle Unterordner anzuwenden ist. Beim Schließen des Dialogfeldes über die OK-Schaltfläche passt Windows das betreffende Attribut an. Diese Umsetzung dauert aber bei Datenträgern, die viele Unterordner aufweisen, durchaus einige Zeit.
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Windows Vista kann Laufwerksinhalte indizieren, um später bei der Suche nach Dateien schneller auf die relevanten Ergebnisse zugreifen zu können. Markieren Sie auf der Registerkarte Allgemein das Kontrollkästchen Laufwerke für schnelle Suche indizieren (Bild 7.3). Auch bei dieser Attributänderung müssen Sie nach dem Anklicken
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Laufwerksinformationen abrufen
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der OK-Schaltfläche in einem Zusatzdialogfeld (Bild 7.4) über die betreffenden Optionsfelder festlegen, ob die Änderungen für das Laufwerk oder auch für dessen Unterordner zu übernehmen sind. Die Indizierung eines Laufwerks erfordert zudem eine Administratorenberechtigung, d. h. beim Arbeiten unter einem Standardbenutzerkonto müssen Sie im Dialogfeld der Benutzerkontensteuerung ein Administratorkonto auswählen und das zugehörige Kennwort eintippen, um den Vorgang abzuschließen. Die Verwendung komprimierter NTFS-Laufwerke ist für den Benutzer transparent, d. h. Windows schreibt die Dateien automatisch in komprimierter Form auf das Medium und entpackt diese bei Lesezugriffen. Durch die Komprimierung lässt sich die Kapazität des Mediums unter Umständen erhöhen. Erhebliche Vorteile bringt die Komprimierung dann, wenn auf einem Laufwerk ungepackte Daten wie Textdokumente oder unkomprimierte Bilder hinterlegt werden. Beim Speichern von Fotos im JPEG-Format, bei MP3-Musikstücken, bei Videos im MPEGoder DivX-Format oder bei der Ablage von ZIP-Archiven (ZIP-komprimierte Ordner) tritt jedoch kein Kapazitätsgewinn mehr auf, da diese Dateien die Daten bereits in gepackter Form enthalten. Das Dateisystem bestimmt, wie Windows Vista die Daten auf dem Datenträger verwaltet. Festplatten sollten möglichst mit dem NTFSDateisystem formatiert werden. Dieses Dateisystem erlaubt Ihnen, den Inhalt kompletter Datenträger zu komprimieren, und stellt auch Sicherheitsmechanismen zum Zugriffsschutz auf Dateien bereit. Mit den Dateisystemen FAT oder FAT32 versehene Datenträger sind mit älteren Windows 9x-Versionen oder mit MS-DOS kompatibel. Speicherkarten für Digitalkameras, Disketten oder USB-Sticks werden meist mit diesem Dateisystem formatiert. TIPP
Das Komprimieren eines mit Dateien versehenen Laufwerks kann durchaus einige Stunden dauern. Daher empfiehlt es sich, bereits beim Anlegen eines neuen Laufwerks (bzw. nach dem Formatieren) die Komprimierung einzuschalten. Dann ist das Laufwerk noch leer und Windows kann die Änderung in wenigen Sekunden durchführen. Kopieren Sie Dateien von einem komprimierten Laufwerk auf einen anderen Datenträger oder verschicken Sie diese Dateien per Internet, benutzt Windows automatisch die unkomprimierten Versionen. In diesem Fall sollten Sie die Dateien in ZIP-komprimierten Ordnern speichern und diese Ordner weitergeben (siehe die folgenden Kapitel).
7.1.4
Datenträger formatieren
Speichermedien wie Festplatten, Speicherkarten, USB-Sticks etc. müssen vor der ersten Benutzung formatiert werden. Das Formatieren sorgt dafür, dass Windows den Datenträger überhaupt erst benutzen kann.
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Kapitel 7 · Mit Laufwerken arbeiten
1. Zum Formatieren eines Datenträgers klicken Sie dessen Symbol im Ordnerfenster Computer mit der rechten Maustaste an und rufen den Kontextmenübefehl Formatieren auf. 2. Handelt es sich bei dem Datenträger um eine Festplatte, müssen Sie den Vorgang gegenüber der Benutzerkontensteuerung als Administrator in einem Zusatzdialogfeld bestätigen. Sind Sie unter einem normalen Benutzerkonto angemeldet, fordert die Benutzerkontensteuerung Sie in einem Dialogfeld zur Auswahl eines Administratorkontos und zur Eingabe des zugehörigen Kennworts auf. 3. Im Dialogfeld zum Formatieren des Datenträgers (Bild 7.5) wählen Sie die gewünschten Optionen aus und klicken auf die Schaltfläche Starten.
Bild 7.5: Dialogfeld zum Formatieren
Bild 7.6: Warnung vor dem Formatieren eines Datenträgers
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Laufwerksinformationen abrufen
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4. Da beim Formatieren der Inhalt des Datenträgers überschrieben wird, müssen Sie in einem weiteren Dialogfeld den Vorgang über die OK-Schaltfläche bestätigen (Bild 7.6). Während des Formatierens informiert Sie Windows mit einer Fortschrittsanzeige über den Ablauf. Sobald ein Dialogfeld auf das Ende der Formatierung hinweist, können Sie dieses durch Anklicken der OK-Schaltfläche schließen. Anschließend ist der Datenträger leer und kann zum Speichern von Daten benutzt werden. Im Feld Speicherkapazität des Dialogfelds zeigt Windows einen Wert für die voraussichtliche Speicherkapazität des formatierten Datenträgers an. Windows bietet in diesem Dialogfeld aber verschiedene Optionen zum Formatieren eines Datenträgers an. 쮿
Das Feld Dateisystem legt das beim Formatieren benutzte Dateisystem fest. Festplatten sollten mit dem NTFS-Dateisystem formatiert werden, während Wechseldatenträger wie Disketten oder Speicherkarten für Digitalkameras eine FAT-Formatierung erfordern. Beim FAT-Dateisystem wird noch zwischen den Varianten FAT und FAT32 (wird von Windows 9.x-Versionen für große Festplatten benutzt) unterschieden.
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Über Größe der Zuordnungseinheiten lässt sich die Größe der logischen Zuordnungseinheit in Byte wählen. Diese bestimmt u. a. die maximale Kapazität des betreffenden Mediums bei einem gegebenen Dateisystem. Im Allgemeinen sollten Sie in diesem Listenfeld den Wert Standardgröße belassen.
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Der im Textfeld Volumebezeichnung angegebene Text wird auf dem Medium als Datenträgerbezeichnung hinterlegt und erscheint beim Aufrufen des Eigenschaftenfensters (Bild 7.3). Bei Festplattenlaufwerken erscheint diese Bezeichnung auch im Ordnerfenster Computer.
Sie können unter Windows verschiedene Formatierungsarten auf den Datenträger anwenden: Das Kontrollkästchen Schnellformatierung bewirkt eine sehr schnelle Formatierung des Mediums, bei der nur das Inhaltsverzeichnis überschrieben wird. Die Option steht nur bei bereits formatierten Medien zur Verfügung. Ist das Kontrollkästchen nicht markiert, formatiert Windows das Medium vollständig, d.h., es werden alle auf dem Medium gespeicherten Daten gelöscht. Das Kontrollkästchen MS-DOS-Startdiskette erstellen wird nur beim Formatieren einer Diskette freigegeben. Markieren Sie das Kontrollkästchen, legt Windows auf der Diskette Startdateien an. Mit der Diskette lässt sich der Computer dann mit einem minimalen MS-DOS hochfahren. Windows erzeugt beim Formatieren die Datenspuren zur Aufnahme der Dateien und legt auch ein leeres Inhaltsverzeichnis auf dem Datenträger an.
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Kapitel 7 · Mit Laufwerken arbeiten
7.1.5
Datenträger kopieren
Besitzen Sie einen Computer, der noch ein Diskettenlaufwerk aufweist? Dann stellt Windows Vista Ihnen eine Funktion zum Kopieren des gesamten Datenträgers auf eine Diskette gleicher Kapazität bereit. 1. Legen Sie den Quelldatenträger in das Diskettenlaufwerk ein und öffnen Sie das Ordnerfenster Computer. 2. Klicken Sie im Ordnerfenster mit der rechten Maustaste auf das Symbol des Diskettenlaufwerks und wählen Sie den Kontextmenübefehl Datenträger kopieren. 3. Wählen Sie ggf. im Dialogfeld Datenträger kopieren (Bild 7.7) das Quell- und Zielmedium und klicken Sie auf die Schaltfläche Starten. 4. Warten Sie, bis Windows ggf. den Inhalt des Quellmediums eingelesen hat, wechseln Sie den Datenträger, sobald das entsprechende Dialogfeld angezeigt wird, und schließen Sie das Dialogfeld über die OK-Schaltfläche.
Bild 7.7: Datenträger kopieren
Nach dem Wechsel des Datenträgers und Betätigen der OK-Schaltfläche speichert Windows den eingelesenen Inhalt der Quelldiskette auf die Zieldiskette. Erscheint die Meldung Kopieren erfolgreich beendet im Dialogfeld, klicken Sie auf die Schaltfläche Schließen und entfernen den Datenträger aus dem Laufwerk. Beim Kopieren einer Diskette werden die Daten des Mediums spurweise auf das Zielmedium übertragen, d. h. dort ggf. hinterlegte Dateien werden unwiederbringlich überschrieben. Zum Kopieren von Festplatten oder Partitionen sind Sie auf Produkte von Drittherstellern (z. B. Paragon Festplattenmanager, www.pearl.de etc.) angewiesen.
7.2 Umgang mit Wechseldatenträgern Moderne Computer verfügen neben Festplatten über Wechseldatenträgerlaufwerke, bei denen sich das Medium einlegen und wieder entnehmen lässt. Sie sollten daher deren Handhabung unter Windows kennen.
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Umgang mit Wechseldatenträgern
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7.2.1
Automatische Wiedergabe, das steckt dahinter
Windows Vista besitzt eine als AutoPlay bezeichnete Funktion, die die Wiedergabe von Medieninhalten auf Wechseldatenträgern unterstützt. Betätigen Sie die Auswurftaste des Laufwerks und legen Sie eine CD bzw. DVD ein oder stöpseln Sie einen USB-Stick ein bzw. schieben eine Speicherkarte von einer Digitalkamera in den Speicherkartenleser, erscheint nach kurzer Zeit das Dialogfeld Automatische Wiedergabe (Bild 7.8). Klicken Sie im Dialogfeld auf den gewünschten Befehl, der dem eingelegten Medieninhalt entspricht, und bestätigen Sie die OK-Schaltfläche, verschwindet das Dialogfeld. Gleichzeitig ruft Windows Vista die gewählte Funktion zur Wiedergabe der Medieninhalte auf. Sie können dann z. B. Bilder, Musik oder Videos mit den betreffenden Windows-Funktionen oder alternativ im Windows Media Center wiedergeben lassen. Handelt es sich beim eingelegten Medium um eine Installations-CD bzw. -DVD, zeigt das Dialogfeld Automatische Wiedergabe ggf. eine Option zum Ausführen des Setup-Programms bzw. Installieren des Medieninhalts. Bei Programminhalten empfiehlt es sich, den Befehl Ordner öffnen, um Dateien anzuzeigen zu wählen. Dann wird der Inhalt des eingelegten Mediums in einem Ordnerfenster angezeigt. Sie können dann mit dem Speichermedium wie mit einer Festplatte arbeiten und die Inhalte ansehen, verschieben, kopieren oder löschen (siehe die folgenden Kapitel).
Bild 7.8: Automatische Wiedergabe eines Datenträgers TIPP
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Wenn Sie im Dialogfeld Automatische Wiedergabe das Kontrollkästchen Immer für … durchführen markieren und dann einen Befehl anklicken, merkt sich Windows dies. Beim nächsten Anmelden des Wechselmediums führt Windows Vista den betreffenden Befehl automatisch aus, ohne das Dialogfeld mit der Anfrage zu öffnen.
Kapitel 7 · Mit Laufwerken arbeiten
Automatische Wiedergabezuordnung aufheben Haben Sie einen Standardvorgang für die automatische Wiedergabe eines Medientyps festgelegt, möchten diese Zuordnung aber wieder aufheben? 1. Öffnen Sie die Windows-Systemsteuerung über den betreffenden Startmenüeintrag und klicken Sie auf den Hyperlink CDs und andere Medien automatisch wiedergeben der Kategorie Hardware und Sound (Bild 7.9). 2. Im angezeigten Dialogfeld Automatische Wiedergabe öffnen Sie in der Rubrik Medien das zum Medientyp passende Listenfeld und wählen einen der angebotenen Befehle aus (Bild 7.10). Sobald Sie dieses Dialogfeld über die Speichern-Schaltfläche schließen, werden die Vorgaben für den Medientyp gesichert.
Bild 7.9: Systemsteuerungseintrag für die automatische Wiedergabe eines Datenträgers
Bild 7.10: Anpassen der automatischen Wiedergabe
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Umgang mit Wechseldatenträgern
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7.2.2
Autostart bei Wechselmedien
Beim Einlegen von CDs oder DVDs in das betreffende Laufwerk versucht Windows häufig, ein bestimmtes Programm auszuführen. Haben Sie für Programme den AutoPlay-Modus auf »immer ausführen« gesetzt, wird das auf dem Medium vorhandene Autostart-Programm ausgeführt. Um diesen Autostart beim Einlegen von Medien zu verhindern, sollten Sie die Automatische Wiedergabe-Optionen für Medien mit Programminhalten auf den Wert »immer anfragen« setzen (siehe den vorhergehenden Abschnitt). Dann lässt sich der Autostart im betreffenden Dialogfeld ggf. abbrechen. Vielleicht ist Ihnen schon mal aufgefallen, dass Windows bei eingelegten CDs, DVDs oder USB-Sticks gelegentlich ein eigenes Laufwerkssymbol statt der vordefinierten Windows-Symbole anzeigt (Bild 7.11). Möchten Sie so etwas für selbst gebrannte CDs bzw. DVDs ebenfalls nutzen? Mit einem Trick ist dies in wenigen Sekunden erledigt. Hierzu benötigen Sie eine Symboldatei (ICO-Dateien finden sich teilweise im Internet zum Download oder können mit Icon-Editoren erstellt werden) und eine Textdatei mit dem Namen Autorun.ini, die Sie im Hauptverzeichnis des betreffenden Mediums hinterlegen. Die Datei Autorun.ini können Sie mit dem Windows-Editor erzeugen. In der Datei sind folgende Anweisungen zu hinterlegen. [autorun] Icon=Born.ico Listing 7.1: Aufbau der Autorun.ini
Sobald Windows die Datei Autorun.ini beim Systemstart auf dem Laufwerk vorfindet, wertet es deren Einträge aus. Wird die Zeile mit der IconAnweisung gefunden, liest Windows die betreffende Symboldatei ein und zeigt diese anstelle des Windows-Symbols an. Um beim Einlegen des Mediums automatisch ein Programm auszuführen, muss in der INI-Datei noch ein zweiter Befehl, Open=Programmname, hinterlegt werden. Mit Open=Explorer.exe wird beispielsweise ein Ordnerfenster beim Einlegen des Wechseldatenträgers geöffnet.
7.2.3
Wechseldatenträger richtig entfernen
Um eine CD oder DVD aus dem Laufwerk zu entfernen, drücken Sie in der Regel die Auswurftaste an der Laufwerksschublade. Aber Sie können den Auswurf solcher Medien auch durch Windows veranlassen.
Bild 7.11: Datenträger auswerfen
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Kapitel 7 · Mit Laufwerken arbeiten
Klicken Sie im Ordnerfenster das Laufwerkssymbol mit der rechten Maustaste an und wählen Sie den Kontextmenübefehl Auswerfen (Bild 7.11, links). Bei CDs und DVDs fährt Windows dann die Laufwerksschublade aus und Sie können den Datenträger entnehmen. Bei Speicherkarten, die sich in einem Kartenlesegerät befinden, bewirkt der Befehl Auswerfen, dass ggf. noch im Speicher befindliche Daten auf das Medium geschrieben werden. Anschließend können Sie die Speicherkarte aus dem Laufwerk entnehmen. Bei USB-Sticks (nicht jedoch bei Speicherkarten) sollten Sie statt des Befehls Auswerfen den Kontextmenübefehl Sicher entfernen (Bild 7.11, rechts) wählen. Windows veranlasst dann, dass ggf. im Arbeitsspeicher befindliche ungesicherte Daten auf den USB-Stick ausgelagert und Dateien geschlossen werden. Anschließend wird das Gerät aus der USBGeräteliste ausgetragen und Sie erhalten die in Bild 7.12 gezeigte Meldung im Infobereich der Taskleiste. Danach können Sie den USB-Stick ohne Gefahr des Datenverlusts von der USB-Buchse abziehen.
Bild 7.12: Information zum sicheren Entfernen von Hardware
Diese Schritte sollten Sie auch anwenden, um andere mobile Geräte wie MP3-Player oder externe Festplatten, die per USB- oder FirewireSchnittstelle an das System angeschlossen sind, sicher zu entfernen. Andernfalls kann es zu Beschädigungen an den Medieninhalten oder an der Hardware kommen.
7.2.4
ReadyBoost für Wechseldatenträger
Windows Vista unterstützt die sogenannte ReadyBoost-Technologie zur Optimierung der Systemleistung. Wird der Arbeitsspeicher knapp, muss das Betriebssystem ständig Daten aus dem Arbeitsspeicher auf die Festplatte auslagern, was das System verlangsamt. Legen Sie einen Wechseldatenträger in ein entsprechendes Laufwerk ein oder stecken Sie einen USB-Memorystick in eine USB-Buchse, zeigt das Dialogfeld Automatische Wiedergabe den Befehl System beschleunigen (Bild 7.133). Wählen Sie diesen Befehl, öffnet Windows das Eigenschaftenfenster des Laufwerks. Auf der Registerkarte ReadyBoost (Abbildung 7.14) können Sie das Optionsfeld Dieses Gerät verwenden markieren und dann über den Schieberegler bzw. das Drehfeld einen Wert für die zu reservierende Speichergröße festlegen. Sobald Sie die Registerkarte über die OK-Schaltfläche schließen, legt Windows Vista eine Datei ReadyBoost.fscache auf dem Datenträger an. In diese Datei kann Windows
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Umgang mit Wechseldatenträgern
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dann bei Bedarf Teile des Arbeitsspeichers auslagern, was schneller abläuft als das Speichern in die Auslagerungsdatei auf dem WindowsLaufwerk.
Bild 7.13: ReadyBoost-Option beim Einlegen eines Wechseldatenträgers
Bild 7.14: Registerkarte ReadyBoost eines Wechseldatenträgers
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Kapitel 7 · Mit Laufwerken arbeiten
Bild 7.15: ReadyBoost-Datei auf einem Wechseldatenträger
Die ReadyBoost-Option funktioniert aber nur, wenn der eingelegte Wechseldatenträger mindestens 256 MByte an freier Kapazität aufweist. Zudem muss das Datenträgerlaufwerk zwingend an einem USB 2.0-Anschluss hängen. Die Cachedatei wird automatisch gelöscht, wenn Sie den Datenträger über die Funktion Sicher entfernen entfernen.
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8 Wissenswertes zu Ordnern, Dateien und Ordnerfenstern Dieses Kapitel vermittelt die Grundlagen zu Ordnern und Dateien. Sie erwerben zudem das Wissen, um unter Windows Vista mit Ordnerfenstern umzugehen und Ordner samt ihren Inhalten anzusehen.
8.1 Grundwissen zu Ordnern und Dateien In diesem Abschnitt finden Sie Hinweise, was Ordner und Dateien sind, wie diese benannt werden und was es bezüglich der Organisation von Ordnern und Dateien zu beachten gibt.
8.1.1
Was sind Ordner und Dateien?
Sobald Sie Briefe schreiben, Bilder bearbeiten oder andere Aufgaben unter Windows Vista erledigen, kommen Sie mit den Begriffen Ordner und Dateien in Berührung. Dateien werden vom Computer benutzt, um etwas (z. B. einen Brief, eine Zeichnung, ein Bild oder ein Programm) zu speichern. Dateien werden unter einem eindeutigen Namen auf der Festplatte des Computers, auf CDs bzw. DVDs oder anderen Speichermedien abgelegt. Der Name der Datei erlaubt Ihnen, die betreffende Datei wiederzufinden. 쮿
Die Namen für Dateien müssen in Windows bestimmten Regeln genügen. Ein Dateiname darf zusammen mit der Pfadangabe (Laufwerksbuchstaben und Ordnernamen) maximal 260 Zeichen lang sein. Um sich unnötige Tipparbeit zu ersparen, sollten Sie Dateinamen aber auf ca. 20 Zeichen begrenzen. Sie dürfen im Namen die Buchstaben A bis Z, a bis z, die Ziffern 0 bis 9, das Leerzeichen und verschiedene andere Zeichen verwenden. Ein gültiger Name wäre Brief an Müller vom 20.11.2006. Nicht zulässig sind aber die Zeichen " / \ | < > : ? * im Dateinamen.
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Neben dem Namen dürfen Dateien noch eine sogenannte Dateinamenerweiterung (oder kurz Erweiterung bzw. Extension genannt) aufweisen. Hierbei handelt es sich um einen Punkt, dem meist weitere (vorwiegend drei) Buchstaben folgen (z. B. .txt, .bmp, .exe, .bat, .ini, .doc, .jpeg, .tiff etc.). Diese Erweiterungen legen den Typ der Datei fest, d. h. mit welchem Programm eine Datei bearbeitet werden kann.
Standardmäßig zeigt Windows Vista die Dateinamenerweiterungen nicht an. Weiter unten erfahren Sie aber, wie Sie die betreffende Darstellung einrichten können. Sie dürfen den Dateinamen und die Erweiterung übrigens mit Groß- und Kleinbuchstaben schreiben. Dieses wird von Windows nicht unterschieden, d.h., die Dateinamen »Brief an Müller.doc« und »brief an müller.doc« werden in Windows gleich behandelt. Die Dateinamenerweiterung bestimmt den Dateityp (d. h. welche Art Daten in der Datei gespeichert werden können). Windows weist jedem
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Grundwissen zu Ordnern und Dateien
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Dateityp ein spezielles Symbol zu, das die Unterscheidung zwischen verschiedenen Dokumenttypen erleichtert (Bild 8.1).
Bild 8.1: Symbole verschiedener Dokumenttypen
An den Symbolen der Dokumentdateien lässt sich meist erkennen, welche Daten diese enthalten (da sich das Symbol oft an das Programm zur Bearbeitung der Dokumentdateien anlehnt). Das Symbol eines stilisierten Schreibblocks – sowie die Erweiterung .txt – stehen für Dateien, die einfache Texte enthalten. Solche Dateien können Sie zum Beispiel mit dem Windows-Programm Editor erstellen. Ein stilisiertes Gemälde mit Pinseln weist auf Grafiken hin, die sich oft mit dem Windows-Programm Paint bearbeiten lassen. Dateien mit der Erweiterung .doc dienen ebenfalls zur Speicherung von Texten, die aber zusätzlich Bilder oder speziell formatierte Wörter bzw. Buchstaben (fett, kursiv etc.) enthalten können. Solche DOC-Dateien lassen sich mit dem Programm Microsoft Word oder mit dem Windows-Programm WordPad erstellen. Die Dateinamenerweiterung .exe steht für Programmdateien. Ordner dienen zur Organisation der Dateiablage. Genau wie im Büro, wo man Ordner zum besseren Auffinden von Briefen und Dokumenten verwendet und in einem Aktenschrank aufbewahrt, nutzt Windows zur Strukturierung der Dateiablage. Windows ist dabei sehr flexibel, ein Ordner kann nicht nur Dateien, sondern seinerseits weitere Ordner (sogenannte Unterordner) enthalten. Ordner werden auf Laufwerken angelegt und besitzen wie Dateien einen Namen sowie ein Symbol. Je nach Inhalt kann Windows dabei sogar verschiedene Ordnersymbole verwenden (Bild 8.2). Ordner werden nach den gleichen Kriterien wie Dateien benannt. Allerdings entfällt bei Ordnern in der Regel die bei Dateien benutzte Dateinamenerweiterung.
Bild 8.2: Ordner dienen zur Strukturierung der Dateiablage
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Kapitel 8 · Wissenswertes zu Ordnern, Dateien und Ordnerfenstern
Dateien und Ordner müssen mit einem eindeutigen Namen versehen werden. Sie können in einem Ordner keine zwei Ordner oder Dateien gleichen Namens ablegen. Eine Datei darf jedoch unter ihrem (gleichen) Namen in unterschiedlichen Ordnern gespeichert werden.
8.1.2
Wo sollten Sie Ihre Dokumente speichern?
Grundsätzlich können Sie unter Windows Dokumente bzw. Dateien auf jedem beliebigen Speichermedium (Festplatte, USB-Stick, Speicherkarte, CD etc.) in Ordnern hinterlegen. Um das Auffinden von eigenen Dokumenten zu erleichtern und Ihre Arbeit zu unterstützen, sieht Windows aber bestimmte Speicherorte vor (Bild 8.3). 쮿
Dokumente: In diesem Ordner können Sie Dokumente wie Briefe, Kalkulationstabellen, Notizen, Präsentationen etc. hinterlegen.
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Bilder: Dieser Ordner ist zur Aufnahme von Fotos und Grafiken, die Sie z. B. von Digitalkameras und Scannern übernehmen oder aus dem Internet oder per E-Mail erhalten, vorgesehen. Der Ordner weist spezielle Funktionen zur Bildanzeige auf.
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Musik: In diesem Ordner können Sie Ihre digitale Musiksammlung anlegen und über spezielle Funktionen wiedergeben. Musiksammlungen können Sie von Audio-CDs kopieren oder von Musikseiten aus dem Internet herunterladen.
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Videos: Besitzen Sie Videos (z. B. von Digital- oder Videokameras bzw. aus dem Internet), sollten Sie die Dateien in diesem Ordner ablegen, da dieser Funktionen zur Videowiedergabe bereitstellt.
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Downloads: Verwenden Sie diesen von Windows Vista bereitgestellten Ordner, um aus dem Internet heruntergeladene Dateien zu speichern.
Windows hält weitere Ordner zum Zugriff auf Adress- und Kontaktdaten (Kontakte), auf häufig besuchte Internetseiten (Favoriten), auf gespeicherte Suchergebnisse etc. vor. Beim täglichen Arbeiten werden Sie aber mit den obigen Ordnern auskommen. Zur besseren Strukturierung der Ablage besteht die Möglichkeit, dass Sie selbst Ordner zum Ablegen von Dokumenten erzeugen. Sie könnten also einen Ordner Briefe unter Dokumente anlegen, der seinerseits wieder die Unterordner Privat, Geschäftlich, Rechnungen etc. enthält. Dateien, die thematisch zusammengehören, werden dann in den betreffenden Ordnern bzw. Unterordnern abgelegt. Auf ähnliche Weise können Sie Fotos im Ordner Bilder oder Ihre Musiksammlungen im Ordner Musik strukturieren. Welche Kriterien Sie zur Aufteilung der Dateien in Ordner verwenden, bleibt Ihnen überlassen.
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Grundwissen zu Ordnern und Dateien
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Bild 8.3: Ordnerstruktur in einem Ordnerfenster
Der Desktop ist letztendlich auch nichts anderes als ein spezieller, von Windows vorgehaltener Ordner, der einfach nur immer geöffnet ist. Sie finden daher diesen Namen in der Ordnerliste der Ordnerfenster. Auf dem Windows-Laufwerk sind noch einige Ordner wie Programme und Windows zu finden. Im Ordner Programme werden auf dem System installierte Anwendungsprogramme gespeichert, während der Ordner Windows zur Aufnahme der Windows-Dateien dient. Beide Ordner sind nicht zum Speichern von Anwenderdateien vorgesehen, Zugriffe auf einige Systemordner werden durch Windows Vista aus Sicherheitsgründen sogar explizit blockiert.
Welche Bedeutung besitzt der Ordner Öffentlich? Beim Arbeiten mit Ordnern wird Ihnen vielleicht noch der Ordner Öffentlich auffallen, der seinerseits wieder Unterordner wie Öffentliche Bilder, Öffentliche Dokumente etc. aufweist. Was hat es mit diesem Ordner auf sich? Windows Vista legt für jedes Benutzerkonto einen Satz an Ordnern (Dokumente, Musik, Videos etc.) unter dem Namen des Benutzerkontos an. Diese Ordner erreichen Sie z.B., wenn Sie im Startmenü in der rechten Spalte den Befehl mit dem Namen des Benutzerkontos (z. B. Born) wählen. Alle diese Ordner sind jedoch zur Aufnahme privater Dateien vorgesehen. Windows Vista verhindert, dass andere Benutzer (mit Ausnahme von Administratoren) auf Ihre privaten Dateien zugreifen können.
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Kapitel 8 · Wissenswertes zu Ordnern, Dateien und Ordnerfenstern
Wird das System von verschiedenen Personen benutzt, kommt es häufiger vor, dass diese Zugriff auf bestimmte Dateien anderer Benutzer benötigen. Solche gemeinsam benutzten Dateien können Sie im Ordner Öffentlich und dessen Unterordnern hinterlegen. Dieser Ordner ist von jedem, unter Windows Vista eingerichteten Benutzerkonto einseh- und zugreifbar.
8.2 Arbeiten mit Ordnerfenstern Zur Anzeige des Inhalts von Laufwerken und Ordnern werden in Windows die bereits mehrfach erwähnten Ordnerfenster benutzt. Nachfolgend werden die Funktionen zum Umgang mit Ordnerfenstern erläutert.
8.2.1
So rufen Sie den Inhalt von Laufwerken und Ordnern ab
Möchten Sie sehen, was auf einem Laufwerk an Dateien und Ordnern gespeichert ist? Benötigen Sie Zugriff auf den Inhalt eines Ordners? Dies ist in Windows Vista mit wenigen Mausklicks möglich. 1. Öffnen Sie das Startmenü und wählen Sie den Eintrag Computer, um das betreffende Ordnerfenster mit den Laufwerken abzurufen. 2. Um den Inhalt eines Laufwerks anzuzeigen, wählen Sie dessen Symbol in der rechten Spalte des Ordnerfensters per Doppelklick an. 3. Möchten Sie den Inhalt eines Ordners einsehen, wählen Sie dessen Symbol per Doppelklick im Ordnerfenster an. Alternativ können Sie die entsprechenden Startmenüeinträge (Bilder, Dokumente etc.) verwenden, um gleich den betreffenden Ordnerinhalt im Ordnerfenster anzuzeigen. Zudem bieten Ordnerfenster noch ein Navigationsfenster (Bild 6.1) in der linken Spalte, über dessen Einträge Sie gezielt auf die Laufwerke und Ordner zugreifen können. Es reicht, das Symbol eines Ordners oder Laufwerks im Navigationsfenster per Maus anzuklicken, um den zugehörigen Inhalt im rechten Teil des Ordnerfensters abzurufen. Markieren Sie einen Ordner oder eine Datei im rechten Teil des Ordnerfensters, blendet Windows Vista in der Regel Details zum betreffenden Element im am unteren Rand des Ordnerfensters sichtbaren Detailfenster ein (Bild 6.1). Ist das Vorschaufenster sichtbar, werden zudem weitere Informationen und ggf. eine Vorschau auf den Inhalt der angewählten Dokumentdatei angezeigt. Umsteiger von Windows XP, die den Aufgabenbereich in der linken Spalte des Ordnerfensters unter Vista schmerzlich vermissen, brauchen übrigens nicht zu verzagen. Viele Befehle dieses Aufgabenbereichs werden in den Vista-Ordnerfenstern über Schaltflächen in der Symbolleiste bereitgestellt. Zudem stehen die Befehle per Kontextmenü zur Verfügung.
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Arbeiten mit Ordnerfenstern 0
Pfad zum Ordner
Speicherorte Weitere Speicherorte
Ordnerinhalt Vorschaufenster Navigationsfenster
Detailfenster
Bild 8.4: Elemente eines Ordnerfensters
8.2.2
So nutzen Sie die Adressleiste und das Navigationsfenster
Ein Doppelklick auf ein Laufwerks- oder Ordnersymbol erlaubt Ihnen, den zugehörigen Inhalt im geöffneten Ordnerfenster abzurufen. Um aber effizient zwischen Laufwerken, Ordnern und Dateien navigieren zu können, sollten Sie die wichtigsten Techniken zum Umgang mit dem Navigationsfenster kennen. Das Navigationsfenster wird in zwei Kategorien unterteilt, über deren Einträge Sie Zugriff auf verschiedene Speicherorte erhalten. 쮿
In der Kategorie Linkfavoriten finden Sie die Symbole der wichtigsten bzw. häufig benötigten Speicherorte für Ihre Dokumente (Dokumente, Bilder und Musik).
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Die Kategorie Ordner im Navigationsfenster listet dagegen alle unter Windows erreichbaren Speicherorte für Ordner und Laufwerke auf.
Klicken Sie mit der Maus auf den Rubrikentitel Ordner, lässt sich der Inhalt dieser Kategorie wahlweise im Navigationsfenster ein- oder ausblenden. Die Höhe der Kategorie Ordner können Sie per Maus einstellen. Zeigen Sie per Maus auf den Teiler zwischen den Kategorien Linkfavoriten und Ordner. Sobald der Mauszeiger als Doppelpfeil angezeigt wird, können Sie den Teiler vertikal nach oben oder unten ziehen
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Kapitel 8 · Wissenswertes zu Ordnern, Dateien und Ordnerfenstern
(Bild 8.5). Auf die gleiche Weise können Sie die Breite des Navigationsfensters anpassen, indem Sie den rechten Rand des Navigationsfensters per Maus horizontal nach links oder rechts verschieben.
Bild 8.5: Nutzen des Navigationsfensters
In der Rubrik Ordner werden die Speicherorte, ausgehend vom Symbol Desktop als Hierarchie (Desktop, Born, Öffentlich und Computer) aufgeführt. Der Eintrag Born steht hier für den Namen des Benutzerkontos. Kleine Dreiecke vor den im Navigationsfenster eingeblendeten Symbolen signalisieren, dass ein Ordner oder ein Laufwerk weitere Unterordner aufweist. Durch einen Mausklick auf das Dreieck (oder einen Doppelklick auf das zugehörige Symbol) lässt sich der betreffende Zweig expandieren (die Unterordner werden angezeigt) oder kollabieren (die Ordnerhierarchie wird ausgeblendet). Sie können im Navigationsfenster also per Mausklick innerhalb der Laufwerks- und Ordnerhierarchie navigieren. Um den Inhalt eines Laufwerks oder Ordners im Ordnerfenster abzurufen, reicht es, den betreffenden Eintrag im Navigationsfenster anzuklicken. Klicken Sie auf ein anderes Symbol des Navigationsfensters, erscheint dessen Inhalt in der Anzeige, d. h. Sie können auf sehr einfache Art zwischen Laufwerken und Ordnern wechseln. Im Adressfeld zeigt Ihnen das Ordnerfenster die genaue Lage des aktuell gewählten Ordners innerhalb der Ordnerhierarchie an. In Bild 8.6 ist ein solcher Speicherort auf dem Laufwerk E: zu sehen. Möchten Sie innerhalb einer Hierarchieebene zwischen den Ordnern wechseln, können Sie im Adressfeld auf den rechten Teil des Ordnernamens klicken. Windows
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Anpassen der Ordneranzeige
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öffnet dann ein Menü (Bild 8.6, rechtes Menü), in dem die Ordnernamen der betreffenden Hierarchieebene aufgelistet werden. Ein Mausklick auf einen Eintrag ruft die zugehörende Ordnerdarstellung im Fenster ab.
Bild 8.6: Navigieren über das Adressfeld
Haben Sie den Inhalt mehrerer Ordner und Laufwerke im Ordnerfenster abgerufen? Dann können Sie über die links neben dem Adressfeld sichtbaren Schaltflächen Zurück und Vorwärts zwischen den einzelnen Speicherorten blättern. Öffnen Sie das Menü der (rechten) Schaltfläche Vorwärts, können Sie über dessen Einträge direkt auf die bereits besuchten Ordner zugreifen (Bild 8.6, linkes Menü). Der Speicherort eines Ordners oder einer Datei lässt sich auch über den sogenannten Pfad angeben (z. B. D:\Texte\Briefe\Rechnung.doc). Dieser Pfad ist die Aneinanderreihung der durch das Backslash-Zeichen (\) getrennten Laufwerks- und Ordnernamen innerhalb der Ordnerhierarchie. Die Adresse-Leiste zeigt, im Gegensatz zu früheren Windows-Versionen nicht mehr diesen Pfad, sondern eine erweiterte Darstellung, an. Um den Pfad zu erhalten, müssen Sie den Laufwerksnamen (z. B. E:) mit den angezeigten Ordnernamen wie Texte, Magnum etc. mit Backslash-Zeichen kombinieren. TIPP
Die in früheren Ordnerfenstern vorhandene Schaltfläche Aufwärts ist in Windows Vista entfallen, da die Navigation über das Adressfeld möglich ist. Falls Ihnen die Navigation zwischen Unterordnern und übergeordneten Verzeichnissen mittels der Ordnerhierarchie des Navigationsfensters oder im Adressfeld zu unterschiedlich ist, hilft ein Trick. Ein Doppelklick auf ein Laufwerks- oder Ordnersymbol zeigt den zugehörigen Inhalt im Ordnerfenster. Drücken Sie die (æ___)Taste, gelangen Sie zur vorherigen Ordnerebene zurück.
8.3 Anpassen der Ordneranzeige Windows erlaubt Ihnen, die Darstellung der Ordnerfenster nach eigenen Anforderungen anzupassen. Nachfolgend erhalten Sie einen kurzen Überblick über die verschiedenen Optionen.
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Kapitel 8 · Wissenswertes zu Ordnern, Dateien und Ordnerfenstern
8.3.1
Anpassen der Symbolgröße im Ordnerfenster
Windows ermöglicht Ihnen, mit ein, zwei Mausklicks unterschiedliche Symbolgrößen in Ordnerfenstern zu verwenden.
Bild 8.7: Anpassen des Darstellungsmodus für Ordnerfenster
1. Klicken Sie in der Symbolleiste des Ordnerfensters auf den Pfeil rechts neben der Schaltfläche Ansichten. 2. Anschließend wählen Sie einen der Anzeigemodi im eingeblendeten Menü (Bild 8.7) oder Sie ziehen den Schieberegler per Maus zur gewünschten Symbolgröße. Alternativ können Sie auch die Schaltfläche Ansichten anklicken und schrittweise zwischen den Anzeigemodi wechseln. Die Modi Mittelgroße Symbole, Große Symbole, Extra große Symbole und Kacheln zeigen bei Dokumenten wie Fotos eine Miniaturansicht der betreffenden Dateiinhalte. Bei Ordnern wird als Miniaturansicht eventuell ein Symbol des Ordnerinhalts im Symbol eingeblendet. Dies gibt Ihnen ggf. einen schnellen Überblick über Dokument- und Ordnerinhalte. TIPP
Ähnlich wie beim Windows-Desktop lässt sich die Symbolgröße im Ordnerfenster auch mit der Maus verändern. Halten Sie die (Strg)Taste gedrückt und drehen Sie das Mausrädchen, passt Windows die Symbolgröße im Ordnerfenster stufenlos an.
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Anpassen der Ordneranzeige
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Die Modi Liste und Details zeigen nur die von Windows für die Dateitypen benutzten Dokumentsymbole für die Dateien. In der Details-Ansicht werden neben den Dateinamen in zusätzlichen Spalten weitere Informationen wie Dateigrößen, Änderungsdatum etc. eingeblendet (Bild 8.8).
Bild 8.8: Ordnerfenster in Details-Darstellung
Welche Spalten dabei im Ordnerfenster erscheinen, hängt vom Ordnertyp und von den Einstellungen ab. Bei Bild-, Musik- und Videoordnern finden Sie beispielsweise eine Spalte mit der Bewertung der Dateien. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf einen Spaltenkopf der im Ordnerfenster angezeigten Detaildarstellung, lassen sich über das Kontextmenü weitere Anzeigekategorien abrufen (Bild 8.8). Ein Häkchen vor dem jeweiligen Menübefehl signalisiert, dass die Kategorie als Spalte eingeblendet wird. TIPP
Umsteiger früherer Windows-Versionen kennen vielleicht die Möglichkeit, die Darstellung über Befehle des Menüs Ansicht im Ordnerfenster anzupassen. Bei Vista ist die Menüleiste aber standardmäßig ausgeblendet. Drücken Sie kurz die (Alt)-Taste, blendet Vista die Menüleiste ein und Sie können einen Darstellungsmodus im Menü Ansicht abrufen.
8.3.2
Ordneranzeige sortieren, gruppieren und stapeln
Die Symbole für Laufwerke, Dateien und Ordner lassen sich im Ordnerfenster über die Spaltenüberschriften oberhalb des Anzeigebereichs nach bestimmten Kriterien sortieren bzw. gruppieren. 1. Rufen Sie den Inhalt des gewünschten Speicherorts im Ordnerfenster auf und wählen Sie die gewünschte Darstellung (Details, Kacheln, Liste, Große Symbole etc.).
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Kapitel 8 · Wissenswertes zu Ordnern, Dateien und Ordnerfenstern
2. Klicken Sie auf die Schaltfläche der gewünschten Spaltenüberschrift. Diese wird oberhalb des Dokumentbereichs am rechten Spaltenrand des Ordnerfensters eingeblendet. 3. Sobald das Menü mit den Sortier- und Gruppierungskriterien erscheint (Bild 8.9 und Bild 8.10), wählen Sie die gewünschten Sortier- oder Gruppierungskriterien.
Bild 8.9: Sortieren oder Gruppieren nach Laufwerkstypen
Um die Anzeige nach dem Namen zu ordnen, klicken Sie auf die Spalte Name. Analog können Sie die Spalte Typ verwenden, um nach Laufwerks- oder Dateitypen zu sortieren. Ein Mausklick auf einem Spaltenkopf schaltet jeweils zwischen einer aufund absteigenden Sortierung (nach Name, Typ, Größe etc.) um. Diese Umschaltung ist auch über das Dreieck vor dem Befehl Sortieren des Menüs möglich. Am besten lässt sich die Sortierung in der DetailsAnsicht erkennen. Abhängig von der gewählten Spalte zeigt das Menü zusätzliche Gruppierungskriterien an. Klicken Sie im Menü auf den Befehl Gruppieren, fasst Vista die im Ordnerfenster angezeigten Informationen nach den im Menü angezeigten Gruppierungskriterien zusammen. In Bild 8.9 wäre z. B. eine Gruppierung nach den aufgeführten Laufwerkstypen CD-Laufwerk, Festplatten, Wechseldatenträger etc. möglich. In Bild 8.10 erfolgt die Gruppierung nach den Anfangsbuchstaben des Elementnamens. Wählen Sie eine Datumsspalte aus, erscheint ein Menü mit einem Kalenderblatt zur Auswahl des Datums.
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Anpassen der Ordneranzeige
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Bild 8.10: Sortieren oder Gruppieren nach Namen
Möchten Sie die Gruppierungsanzeige zusätzlich noch filtern, müssen Sie die Gruppierungskriterien im Menü markieren. Werden die Kontrollkästchen vor den jeweiligen Gruppierungseinträgen durch Anklicken markiert (das Häkchen ist zu sehen), filtert Windows Vista die Ordnerdarstellung bei Anwahl des Befehls Gruppieren nach den markierten Gruppierungskriterien. So könnten Sie beispielsweise die Darstellung der Laufwerke über die Spalte Typ auf Festplatten reduzieren, indem Sie das betreffende Kontrollkästchen Lokale Datenträger markieren (Bild 8.9). Der Befehl Stapeln nach ... erlaubt Ihnen, den Inhalt des Ordnerfensters nach den Kriterien der gewählten Spalte und den markierten Gruppierungskriterien in Stapeln zusammenzufassen (siehe auch Kapitel 12). Die Kriterien aus Abbildung 8.10 führen dazu, dass alle Dateien und Ordner, die mit dem Buchstaben A bis G beginnen, in einem Stapel vereint werden. Die Elemente mit dem Anfangsbuchstaben H bis M werden dann in einem zweiten Stapel zusammengefasst und so weiter. Zum Ansehen des Stapels wählen Sie das betreffende Symbol per Doppelklick an. Aufheben lässt sich die Stapelansicht, indem Sie das Menü des Spaltenkopfes öffnen und den Befehl Sortieren oder Gruppieren anklicken. Alternativ können Sie auch eine Stelle im Ordnerfenster mit der rechten Maustaste anklicken und im dann eingeblendeten Kontextmenü die Sortierung oder Gruppierung über die angezeigten Befehle beeinflussen. Selbst der Windows-Desktop ist letztendlich nichts anderes als ein Ordner. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf eine freie Stelle des Desktops, lässt sich im Kontextmenü der Befehl Sortieren nach und eine Sortieroption im Untermenü wählen. Mit dem Kontextmenübefehl Ansicht/Automatisch anordnen erreichen Sie, dass Windows die Desktop-Symbole automatisch in der Anzeige ausrichtet. Sie können anschließend die Desktop-Symbole nicht mehr an beliebige Positionen ziehen, da Windows diese sofort an die alte Position zurückschiebt. Wählen Sie den Kontextmenübefehl Ansicht/Am Raster ausrichten, richtet Windows die Symbole im Ordnerfenster oder auf dem Desktop an einem »gedachten« Raster aus. Beide Befehle sind aber gesperrt, wenn das Ordnerfenster auf den Anzeigemodus Details gesetzt ist.
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Kapitel 8 · Wissenswertes zu Ordnern, Dateien und Ordnerfenstern
8.3.3
Menüleiste und Teilfenster ein- und ausblenden
Fehlt in Ihren Ordnerfenstern das Navigationsfenster? Oder möchten Sie die in anderen Windows-Anwendungen häufig vorhandene Menüleiste zum Abrufen von Befehlen anzeigen? Diese und weitere Anzeigeoptionen lassen sich im Ordnerfenster mit wenigen Handgriffen ein- oder ausblenden.
Bild 8.11: Menü Layout im Ordnerfenster
1. Klicken Sie in der Symbolleiste des Ordnerfensters auf das Dreieck der Schaltfläche Organisieren. 2. Sobald sich das Menü öffnet, wählen Sie den Befehl Layout und klicken im Untermenü auf den gewünschten Befehl. Ein durch ein Symbol markierter Eintrag signalisiert, dass das betreffende Element im Ordnerfenster eingeblendet wird. Durch erneute Anwahl des Befehls lässt sich das Element wieder ausblenden. Sie können also das in der linken Spalte eingeblendete Navigationsfenster oder das Detailfenster am unteren Rand des Ordnerfensters ein- bzw. ausblenden. Der Befehl Vorschaufenster blendet dieses in der rechten Spalte des Ordnerfensters ein. In diesem Fenster wird der Inhalt markierter Dokumentdateien verschiedener Dateitypen (z. B. Fotos) in einer Miniaturvorschau dargestellt. Sind Sie aus früheren Windows-Versionen die Menüleiste im Ordnerfenster gewohnt und nervt es Sie, unter Vista jedes Mal die (Alt)-Taste zum Einblenden dieser Leiste drücken zu müssen? Der Befehl Menüleiste holt die in anderen Anwendungen gebräuchliche Menüleiste mit Befehlen wie Datei, Bearbeiten, Ansicht oder Extras permanent in die Anzeige
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Anpassen der Ordneranzeige
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zurück. Über den Befehl Statusleiste des Menüs Ansicht können Sie die in früheren Windows-Versionen im Ordnerfenster vorhandene Statusleiste auch in Vista abrufen.
8.3.4
Optionen des Ordnerfensters setzen
Microsoft hat das Aussehen und die Anzeige des Ordnerfensters in Windows Vista auf die Bedürfnisse gelegentlicher Windows-Nutzer abgestimmt. Erfahrene Benutzer oder Umsteiger von früheren Windows-Versionen bevorzugen ggf. einige andere Anzeigeoptionen. So ist es häufig z. B. hilfreich, wenn die Dateinamenerweiterungen von Dateien im Ordnerfenster mit aufgeführt werden. Administratoren müssen gelegentlich auch Zugriff auf versteckte Dateien und Systemdateien bzw. Ordner haben. Dies alles ist mit eingeblendeter Menüleiste in Windows Vista kein Problem.
Bild 8.12: Ordneroptionen anpassen
1. Blenden Sie die Menüleiste (ggf. durch kurzes Drücken der Taste (Alt)) im Ordnerfenster ein und wählen Sie im Menü Extras den Befehl Ordneroptionen. 2. Wechseln Sie im Eigenschaftenfenster Ordneroptionen zur gewünschten Registerkarte (Bild 8.12), passen dort die gewünschten Einstellungen an und schließen das Fenster über die OK-Schaltfläche. Auf der Registerkarte Allgemein (Bild 8.12, links) finden Sie mehrere Optionsfeldgruppen, um das Verhalten des Ordnerfensters generell zu beeinflussen.
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Kapitel 8 · Wissenswertes zu Ordnern, Dateien und Ordnerfenstern
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Möchten Sie das Vorschau- und das Detailfenster in der Ordneranzeige generell unterdrücken? Dann markieren Sie das Optionsfeld Herkömmliche Windows-Ordner verwenden der Gruppe Aufgaben auf der Registerkarte Allgemein. Anschließend sind die Befehle zum Einblenden der beiden Fenster im Untermenü Layout der Schaltfläche Organisieren ausgeblendet.
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Möchten Sie, dass beim Doppelklick auf ein Laufwerks- oder Ordnersymbol dessen Inhalt in einem separaten Ordnerfenster angezeigt wird? Dann markieren Sie auf der Registerkarte Allgemein in der Gruppe Ordner durchsuchen das Optionsfeld Jeden Ordner in einem eigenen Fenster öffnen.
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Möchten Sie die Elemente durch einen einfachen Mausklick öffnen (wie dies bei der Anwahl eines Hyperlinks in Webseiten der Fall ist)? Auch wenn es etwas ungewohnt ist, aber sobald Sie auf der Registerkarte Allgemein in der Gruppe Auswählen von Elementen das Optionsfeld Öffnen durch Doppelklick markieren, erlaubt Windows dieses Verhalten.
Über die Schaltfläche Wiederherstellen der Registerkarte lassen sich die Voreinstellungen von Microsoft jederzeit zurückholen. Die Registerkarte Ansicht (Bild 8.12, rechts) weist eine Reihe an Kontrollkästchen und Optionsfeldern auf, über die Sie das Verhalten des Ordnerfensters anpassen können.. Nachfolgend finden Sie eine Beschreibung, welche Bedeutung die wichtigsten Optionen besitzen. 쮿
Ansichteinstellungen für jeden Ordner speichern: Die Einstellungen zur Anzeige eines speziellen Ordners gehen üblicherweise beim Schließen des zugehörigen Fensters verloren. Markieren Sie das Kontrollkästchen, behält Windows die Ansichtseinstellungen dieses Ordners auch beim Schließen des Fensters bei. Diese Option benötigt jedoch einen gewissen Speicherplatz zur Aufbewahrung der Ansichtseinstellungen. Löschen Sie die Markierung des Kontrollkästchens, verwendet Windows die bei der Installation gesetzten Anzeigeeinstellungen für Ordner.
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Bei der Eingabe in der Listenansicht: Über die Markierung der Optionsfelder steuern Sie, ob Tastatureingaben im Suchfeld oder in der Ansicht einzufügen sind. Markieren Sie beispielsweise die Option Automatisch im Suchfeld eingeben und tippen Sie in einem geöffneten Ordnerfenster einen Buchstaben per Tastatur ein, wird dieses Zeichen im Suchfeld aufgeführt. Ist die Option Eingegebenes Element in der Ansicht auswählen markiert, selektiert Windows beim Eintippen eines Buchstabens automatisch das erste Element des Ordnerfensters, dessen Namen mit dem Buchstaben beginnt.
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Dateigrößeinformationen in Ordnertipps anzeigen: Erlaubt die Anzeige der Dateigröße eines Ordners in einer QuickInfo einzublenden, wenn der Mauszeiger über einem Ordner steht.
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Dateisymbol auf Miniaturansichten anzeigen: Ist dieses Kontrollkästchen markiert, kann Windows im Ordnerfenster (z. B. beim Ord-
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Anpassen der Ordneranzeige
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ner Musik) das Dateisymbol des Wiedergabeprogramms in der rechten unteren Ecke der Miniaturansicht einblenden. Dies funktioniert beispielsweise bei den von Microsoft mitgelieferten Audio- und Videodateien.
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Erweiterungen bei bekannten Dateitypen ausblenden: Dieses Kontrollkästchen ist standardmäßig markiert, d. h. Dateinamen werden ohne die zugeordnete Dateinamenerweiterung angezeigt. Erfahrene Anwender und Administratoren können die Markierung löschen. Dann lässt sich an den eingeblendeten Dateinamenerweiterungen sofort erkennen, um welchen Dateityp es sich handelt. Dies hilft beispielsweise, schädliche E-Mail-Anhänge mit getarnten Skript- oder Programmdateien (z. B. so etwas wie Greetings.txt.exe) besser zu identifizieren. Bei bestimmten Dateitypen (wie beispielsweise die in Verknüpfungen benutzten LNK-Dateien) unterdrückt Windows aber immer die Dateinamenerweiterungen.
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Geschützte Systemdateien ausblenden: Windows zeigt geschützte Systemdateien nicht an. Um auch Systemdateien anzuzeigen, müssen Sie die Markierung des Kontrollkästchens aufheben. Allerdings hat dies den Nachteil, dass auf dem Desktop zwei geschützte Systemdateien sichtbar werden.
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Immer Menüs anzeigen: Markieren Sie dieses Kontrollkästchen, um die Menüleiste in Ordnerfenstern permanent einzublenden.
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Immer Symbole statt Miniaturansichten anzeigen: Markieren Sie dieses Kontrollkästchen, wenn Sie die Anzeige der Dateiinhalte in der Miniaturansicht des Ordnerfensters unterdrücken möchten.
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Kontrollkästchen zur Auswahl von Elementen verwenden: Markieren Sie diese Option, blendet Vista Kontrollkästchen zur Auswahl von Ordnern und Dateien im Ordnerfenster ein. Dies ist für Benutzer hilfreich, die (z. B. wegen motorischer Störungen) die (Strg)-Taste zum Markieren mehrerer Elemente in Ordnerfenstern nicht drücken können.
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Laufwerksbuchstaben anzeigen: Nettes Gimmick. Durch Löschen der Markierung des Kontrollkästchens erreichen Sie, dass im Ordnerfenster Computer die im rechten Teil eingeblendeten Laufwerkssymbole keine Laufwerksbuchstaben mehr aufweisen.
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Ordnerfenster in einem eigenen Prozess starten: Markieren Sie diese Option, verwendet Windows einen eigenen Prozess für Ordnerfenster. Dies kann die Systemstabilität (bei Programmfehlern) erhöhen, da sich die in getrennten Prozessen laufenden Ordnerfenster gegenseitig nicht beeinflussen. Allerdings benötigt diese Option einen erhöhten Speicherbedarf.
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Paare von Webseiten und Webordnern verwalten: Die Optionsfelder beziehen sich auf die Art, wie Windows gespeicherte Webseiten, die Bilder enthalten, verwalten soll. Normalerweise werden die Bilder in einem Unterordner zur HTML-Datei mit der gespeicherten Webseite
Kapitel 8 · Wissenswertes zu Ordnern, Dateien und Ordnerfenstern
gesichert. Löschen Sie die HTML-Datei mit der Webseite, wird auch der zugehörige Bilderordner entfernt. 쮿
Popupinformationen für Elemente in Ordnern und auf dem Desktop anzeigen: Beim Zeigen auf manche Desktop-Symbole oder auf verschiedene Elemente des aktuellen Ordnerfensters blendet Windows ein Pop-up-Fenster bzw. eine QuickInfo mit zusätzlichen Textinformationen ein. Diese Funktion lässt sich durch Löschen der Markierung des Kontrollkästchens abschalten.
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Verschlüsselte oder komprimierte NTFS-Ordner in anderer Farbe anzeigen: Markieren Sie dieses Kontrollkästchen, zeigt Windows komprimierte Ordner auf NTFS-Laufwerken in anderen Farben an.
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Versteckte Dateien und Ordner: Windows unterdrückt die Anzeige versteckter Dateien und Ordner im Ordnerfenster und in den Suchfunktionen. Markieren Sie (z. B. per Mausklick) im Zweig Versteckte Dateien und Ordner das Optionsfeld Alle Dateien und Ordner anzeigen. Dies ist für Administratoren wichtig, die auf alle Ordner und Dateien des Systems zugreifen müssen. Um auch Systemdateien anzuzeigen, müssen Sie die Markierung des Kontrollkästchens Geschützte Systemdateien ausblenden aufheben.
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Vollständigen Pfad in der Titelleiste anzeigen: Wirkt nur auf die klassische Ordnerdarstellung (alte Windows-Darstellung), bei der die Option den Pfad zum Ordner in der Titelleiste eines Ordnerfensters einblendet.
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Vorherige Ordnerfenster bei der Anmeldung wiederherstellen: Markieren Sie dieses Kontrollkästchen, werden Ordnerfenster bei der Anmeldung auf dem Desktop wiederhergestellt.
Windows erlaubt Ihnen individuelle Ordnerdarstellungen (z. B. große Symbole in einem Ordner, Detaildarstellung in einem Unterordner) zu nutzen. Um die Ansichtsoptionen des aktuellen Ordners auf alle anderen Ordner zu übertragen, klicken Sie auf der Registerkarte Ansicht die Schaltfläche Für Ordner übernehmen an. Windows übernimmt daraufhin alle Einstellungen für alle Ordner des Systems. Mit der Schaltfläche Alle zurücksetzen heben Sie diese Einstellung wieder auf. Windows kann erneut individuelle Einstellungen für den Ordner verwenden.
8.3.5
Die Ordnerdarstellung anpassen
Windows erlaubt Ihnen, die Ordnersymbole frei zu wählen oder den Ordnertyp zu ändern. Dies beeinflusst das angezeigte Ordnersymbol sowie die Darstellung im Ordnerfenster. 1. Zum Anpassen des Ordnersymbols klicken Sie dieses mit der rechten Maustaste an und wählen im Kontextmenü den Befehl Eigenschaften (Bild 8.13, unten links) 2. Klicken Sie im Eigenschaftenfenster auf den Registerreiter Anpassen und legen Sie die gewünschten Optionen auf dieser Registerkarte (Bild 8.13, rechts) fest.
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Anpassen der Ordneranzeige
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Sobald Sie die Registerkarte über die OK-Schaltfläche schließen oder die Schaltfläche Übernehmen betätigen, werden die Einstellungen wirksam. Bezüglich der Einstellungen sollten Sie Folgendes wissen. 쮿
Über das Listenfeld Diesen Ordnertyp als Vorlage verwenden der Gruppe Ordnertyp lässt sich eine Vorlage für den Ordnertyp wählen. Sie können zwischen den Werten Alle Elemente, Dokumente, Bilder und Videos, Musikdetails und Musiksymbole wählen. Der Wert bestimmt, wie der Ordnerinhalt im Ordnerfenster angezeigt wird. Bei Bilder und Videos oder Musiksymbole werden beispielsweise Schaltflächen zur Wiedergabe in der Symbolleiste des Ordnerfensters eingeblendet. Die Unterschiede zwischen den Vorlagen bestehen teilweise nur darin, dass der Anzeigemodus beim Öffnen des Ordners im Ordnerfenster verändert wird (z. B. Modus Details statt Kacheln oder Große Symbole).
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Bei Ordnern, die Fotos und Videos enthalten, blendet Windows die Miniaturabbilder der ersten im Ordner hinterlegten Dateien im Ordnerfenster ein. Sie können aber das anzuzeigende Bild gezielt aus einer Grafikdatei auswählen, indem Sie auf der Registerkarte Anpassen auf die Schaltfläche Datei auswählen der Gruppe Ordnerbilder klicken. In einem separaten Dialogfeld lässt sich dann eine Grafikdatei mit dem gewünschten Bild auswählen und mittels der Schaltfläche Öffnen übernehmen. Das Motiv erscheint jedoch nur, wenn die Darstellung im Ordnerfenster Miniaturansichten erlaubt. Als Bilddatei können Sie alle Grafikdateien verwenden, die unter Windows als Bilddateien registriert sind (z. B. .bmp, .gif, .jpg, .png).
Bild 8.13: Ordnerdarstellung und -typ anpassen
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Kapitel 8 · Wissenswertes zu Ordnern, Dateien und Ordnerfenstern
Die Schaltfläche Anderes Symbol der Gruppe Ordnersymbole öffnet ein weiteres Dialogfeld (Bild 8.13, links), in dem Sie ein beliebiges Symbol für die Ordnerdarstellung wählen können. Die Symbole lassen sich dabei aus der im Dialogfeld angegebenen Datei Shell32.dll oder aus beliebigen anderen Symboldateien beziehen. Klicken Sie notfalls auf die Schaltfläche Durchsuchen und wählen Sie die gewünschte Symboldatei aus.
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9 Arbeiten mit Ordnern und Dateien Dieses Kapitel befasst sich mit dem Umgang mit Ordnern und Dateien. Hier erfahren Sie alles, um unter Windows Vista Dateien und Ordner anzulegen, zu kopieren, zu verschieben, umzubenennen und zu löschen.
9.1 Ordner und Dateien verwalten Dieser Abschnitt zeigt, wie Sie Ordner und Dateien anlegen, umbenennen, kopieren oder verschieben können.
9.1.1
Neue Ordner anlegen
Windows erlaubt Ihnen innerhalb eines Ordnerfensters, neue Ordner auf einem Speichermedium wie beispielsweise einer Festplatte anzulegen.
Bild 9.1: Symbole verschiedener Dokumenttypen
1. Öffnen Sie das Ordnerfenster und navigieren Sie zum Speicherort, an dem der neue Ordner anzulegen ist. 2. Klicken Sie im Ordnerfenster mit der rechten Maustaste auf eine freie Stelle, wählen Sie im Kontextmenü den Befehl Neu und im Untermenü den Befehl Ordner (Bild 9.1). Alternativ können Sie im Ordnerfenster das Menü der in der Symbolleiste angezeigten Schaltfläche Organisieren öffnen und den Befehl Neuer Ordner wählen. Ist die Menüleiste zu sehen, lassen sich das Menü Datei des Ordnerfensters öffnen und die Befehle Neu/Ordner wählen. In allen Fällen legt Windows ein Ordnersymbol mit dem Namen Neuer Ordner an.
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Ordner und Dateien verwalten
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3. Solange der Symboltitel (d. h. der Ordnername) noch markiert angezeigt wird (Bild 9.1), können Sie einen (gültigen) Namen für den Ordner eintippen. Beim Eintippen des ersten Zeichens wird der markierte Text durch dieses Zeichen ersetzt. Über die Cursortasten (æ) und (Æ) können Sie die Schreibmarke aber im Text positionieren und Zeichen lassen sich mittels der Tasten (Entf) und (æ___) rechts und links von der Schreibmarke löschen. Die Regeln zur Benennung der Ordner entsprechen in Windows den Regeln für Dateinamen (siehe Kapitel 8). Beachten Sie, dass ein Ordnername eindeutig sein muss, d. h., der Name darf nicht bereits im aktuellen Ordner für einen anderen Unterordner vergeben sein. Sobald der Ordnername eingegeben wurde, drücken Sie zur Übernahme des neuen Ordnernamens entweder die (Enter)-Taste oder klicken auf eine freie Stelle des Ordnerfensters. Falls Sie dem neuen Ordner ein besonderes Symbol zuweisen möchten, können Sie dies über dessen Eigenschaftenfenster auf der Registerkarte Anpassen tun. Details hierzu finden Sie am Ende von Kapitel 8.
Dokumentdateien lassen sich ebenfalls anlegen Dokumentdateien werden üblicherweise in den zugehörigen Anwendungsprogrammen angelegt. Windows bietet Ihnen aber die Möglichkeit, leere Dokumentdateien per Kontextmenü selbst zu erzeugen. Gehen Sie wie beim Anlegen eines neuen Ordners vor und klicken Sie im Ordnerfenster mit der rechten Maustaste auf eine freie Stelle. Wenn Sie im Kontextmenü den Befehl Neu wählen, erscheinen im Untermenü die Einträge für verschiedene Dokumentdateien (Bild 9.1). Klicken Sie auf einen solchen Befehl, wird eine leere Dokumentdatei im betreffenden Format im Zielordner hinterlegt. Sie können die Datei anschließend, wie beim Anlegen eines neuen Ordners, umbenennen. Beachten Sie aber, dass Windows Vista nur einen eingeschränkten Satz an Dokumentvorlagen aufweist. Zudem kann es Probleme mit Anwendungsprogrammen geben, wenn diese leeren Dateien (z. B. Bilder oder Textdokumente) per Doppelklick geladen werden sollen.
9.1.2
Ordner und Dateien umbenennen
Ordner und Dateien lassen sich in Windows mit folgenden Schritten umbenennen: 1. Öffnen Sie ein Ordnerfenster, markieren Sie das gewünschte Element (Datei oder Ordner) per Mausklick und rufen Sie den Befehl zum Umbenennen auf. Um den Befehl zum Umbenennen aufzurufen, haben Sie in Windows Vista wieder mehrere Möglichkeiten. Sie können das Element beispielsweise per Mausklick markieren und nach ca. einer Sekunde ein zweites Mal auf den Namen klicken. Oder Sie markieren das Element und drücken die Funktionstaste (F2). Eine weitere Alternative ist, den Befehl
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Kapitel 9 · Arbeiten mit Ordnern und Dateien
Umbenennen im Kontextmenü des Elements oder im Menü der Schaltfläche Organisieren zu wählen (Bild 9.2). 2. Sobald der Datei- oder Ordnername markiert wird, tippen Sie den neuen Datei- oder Ordnernamen ein.
Bild 9.2: Umbenennen einer Datei
Nach der Eingabe des neuen Namens bestätigen Sie dies mit der (Enter)Taste oder klicken einfach auf eine Stelle außerhalb des Namenfelds. Dann übernimmt Windows die Eingabe als neuen Namen. Bei diesem neuen Namen muss es sich aber um einen gültigen Datei- oder Ordnernamen handeln. Weiterhin darf der Name noch nicht im aktuellen Ordner enthalten sein. Ist eines der beiden Kriterien nicht erfüllt, weist Windows die Änderung des Namens zurück.
Bild 9.3: Warnung beim Umbenennen einer Datei
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Ordner und Dateien verwalten
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Windows Vista markiert beim Umbenennen nur den Datei- oder Ordnernamen – optional eingeblendete Dateinamenerweiterungen werden nicht markiert. Das erste eingetippte Zeichen überschreibt den kompletten Namen. Sie können diese Markierung aufheben, indem Sie nach dem Aufruf des Befehls zum Umbenennen die Tasten (æ) oder (Æ) drücken. Achten Sie beim Umbenennen von Dateinamen darauf, dass die ggf. eingeblendete Dateinamenerweiterung (z. B. .txt) erhalten bleibt. Drücken Sie bei geänderter oder gelöschter Dateinamenerweiterung die (Enter)-Taste, zeigt Windows eine Warnung (Bild 9.3). Klicken Sie auf die Ja-Schaltfläche, wird die Änderung übernommen. Dann erkennt Windows Vista ggf. aber den Dateityp nicht mehr und das Öffnen der Datei durch einen Doppelklick auf den Dateinamen scheitert. TIPP
Sie können das Umbenennen eines Ordners oder einer Datei durch Drücken der (Esc)-Taste jederzeit abbrechen. Sofort nach dem Umbenennen lässt sich die Namensänderung durch Drücken der Tastenkombination (Strg)+(Z) aufheben. Der letzte Befehl lässt sich ebenfalls rückgängig machen, wenn Sie sofort nach dessen Ausführung mit der rechten Maustaste auf eine freie Stelle des Ordnerfensters klicken und im Kontextmenü den Befehl Umbenennen rückgängig machen wählen.
9.1.3
Ordner und Dateien kopieren bzw. verschieben
Dateien lassen sich zwischen Ordnern der Festplatte oder zwischen Festplatte und Wechseldatenträgern (z. B. Speicherkarte oder USB-Stick) kopieren und verschieben. Beim Kopieren liegen anschließend zwei Exemplare der Datei vor, beim Verschieben wird die Datei an die neue Position »verschoben«. Nehmen Sie zum Beispiel Fotodateien, die von einer Speicherkarte zum Ordner Bilder der Festplatte übertragen werden sollen. Oder Sie möchten Musikdateien aus einem Ordner der Festplatte auf einen MP3-Player kopieren. MP3-Player lassen sich üblicherweise an eine USB-Buchse des Computers anschließen und werden von Windows als Wechseldatenträger erkannt. Drittes Beispiel ist eine CD oder DVD, die Dateien enthält, die in Ordner auf der Festplatte zu kopieren sind. Natürlich können Sie auch Dateien und Ordner der Festplatte zu anderen Speicherorten kopieren bzw. verschieben. Zum Verschieben oder Kopieren unterstützt Windows Vista mehrere Ansätze. Hier die Schritte, wie es auf jeden Fall klappt. 1. Öffnen Sie das Ordnerfenster (z. B. Bilder) mit den zu kopierenden Elementen (z. B. Dateien oder Ordner). 2. Öffnen Sie zusätzlich das Ordnerfenster, in das die Elemente übertragen werden sollen (z. B. Dokumente). 3. Positionieren Sie die beiden Ordnerfenster nebeneinander, so dass beide Fenster zu sehen sind (Bild 9.4).
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Kapitel 9 · Arbeiten mit Ordnern und Dateien
4. Markieren Sie im Ordnerfenster mit den Quelldaten eine Datei oder einen Ordner mit einem Mausklick und ziehen Sie das markierte Element bei gedrückter rechter Maustaste zum Zielfenster. 5. Lassen Sie die rechte Maustaste los und wählen Sie im Kontextmenü einen der Befehle Hierher kopieren oder Hierher verschieben (Bild 9.5). Windows kopiert dann beim Befehl Hierher kopieren die betreffende Datei in den Zielordner. Wurde der Befehl Hierher verschieben gewählt, verschwindet das Element aus dem Quellordner und wandert zum Zielordner.
Bild 9.4: Kopieren zwischen Fenstern
Bild 9.5: Kontextmenü beim Kopieren bzw. Verschieben
Auf diese Weise können Sie Dateien und Ordner samt Inhalt von einem Speicherort zu einem anderen Ort kopieren bzw. verschieben. Dabei ist es egal, ob die Quell- und Zielorte auf einem Laufwerk oder auf unterschiedlichen Laufwerken liegen. Dies bedeutet, das Kopieren von Dateien von einer Speicherkarte oder einem USB-Stick in Ordner der Festplatte lässt sich mit den obigen Schritten genauso gut durchführen wie das Kopieren von Dateien zwischen Ordnern der Festplatte. Bei sehr großen Dateien oder umfangreichen Ordnern wird während des Kopiervorgangs oder beim Verschieben zusätzlich der Fortschritt in einem kleinen Dialogfeld angezeigt (Bild 9.6).
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Ordner und Dateien verwalten
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Bild 9.6: Fortschrittsanzeige beim Kopieren bzw. Verschieben größerer Datenmengen TIPP
Falls Sie lieber mit einem Fenster arbeiten, können Sie sicherstellen, dass der Zielordner im Navigationsfenster des Ordnerfensters sichtbar ist. Dann lässt sich die markierte Datei oder der markierte Ordner auch per Maus zum Zielordner im Navigationsbereich ziehen.
Kopieren oder verschieben mit der linken Maustaste? Sie können die oben beschriebenen Schritte zum Kopieren oder Verschieben von Dateien oder Ordnern auch durchführen, indem Sie die Elemente bei gedrückter linker Maustaste vom Quellfenster zum Zielfenster ziehen. Allerdings gibt es dann eine Besonderheit zu beachten. 쮿
Befinden sich die Quell- und Zielordner auf verschiedenen Laufwerken, kopiert Windows die per Maus gezogenen Elemente zum Zielordner.
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Befinden sich die Quell- und Zielordner auf dem gleichen Laufwerk, werden die per Maus gezogenen Elemente dagegen verschoben.
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Halten Sie die (ª)-Taste beim Ziehen der Elemente gedrückt, vertauscht Windows die obigen Regeln (d. h. Dateien werden innerhalb eines Laufwerks kopiert und zwischen Laufwerken verschoben).
Da häufig aber nicht klar ist, ob Ziel- und Quellordner auf dem gleichen Laufwerk liegen, sollten Sie die oben beschriebene Variante mit der rechten Maustaste bevorzugen.
Kopieren per (Kontext-)Menü und Zwischenablage Arbeiten Sie lieber mit einem Ordnerfenster und verwenden Sie bevorzugt Menüs? Oder soll eine Datei bzw. ein Unterordner im gleichen Ordner kopiert werden? 1. Markieren Sie die Datei oder den Ordner mit einem Mausklick und wählen Sie im Menü der Schaltfläche Organisieren den Befehl Ausschneiden bzw. Kopieren. Alternativ können Sie das Kontextmenü öffnen und die Befehle wählen.
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Kapitel 9 · Arbeiten mit Ordnern und Dateien
2. Wechseln Sie im Ordnerfenster zum Zielordner und klicken Sie auf eine freie Stelle im Ordnerfenster. 3. Anschließend können Sie im Menü der Schaltfläche Organisieren oder im Kontextmenü den Befehl Einfügen wählen. Wurde im ersten Schritt der Befehl Ausschneiden benutzt, verschiebt Windows das markierte Element zum Zielordner. Beim Befehl Kopieren wird das markierte Element dagegen in den Zielordner kopiert. Windows merkt sich den Namen des markierten Elements in der so genannten Zwischenablage, einem internen Arbeitsspeicher des Betriebssystems. Beim Befehl Kopieren können Sie den Befehl Einfügen sogar mehrfach wählen. Dann fügt Windows das markierte Element jedes Mal in den Zielordner ein. Werden die Befehle Kopieren und Einfügen im gleichen Ordner angewandt, erzeugt Windows eine Kopie des Ursprungselements. Um die Eindeutigkeit des Ordner- oder Dateinamens beim Kopieren im gleichen Ordner zu erzwingen, fügt Windows dem neuen Namen den Text »Kopie« und ggf. eine fortlaufende Nummer hinzu. TIPP
Statt der Menübefehle können Sie auch Tastenkürzel zum Kopieren bzw. Verschieben per Zwischenablage verwenden. Die Tastenkombination (Strg)+(X) entspricht dem Befehl Ausschneiden, während (Strg)+(C) das Kopieren veranlasst. Mit der Tastenkombination (Strg)+(V) wird der Inhalt der Zwischenablage wieder eingefügt. Geht das Kopieren oder Verschieben schief, können Sie den letzten Vorgang sofort im Anschluss durch Drücken der Tastenkombination (Strg)+(Z) rückgängig machen. Beim Kopieren werden dann die Elemente im Zielverzeichnis gelöscht, während beim Verschieben die Elemente in den Zielordner zurückgeholt werden. Alternativ können Sie auf eine freie Stelle im Ordnerfenster klicken und im Kontextmenü xxx rückgängig machen wählen. Der Befehl Rückgängig steht zudem im Menü der Schaltfläche Organisieren zur Verfügung.
Mit dem Menü Senden an geht das Kopieren auch Windows erlaubt das Kopieren von Dateien auf spezielle Laufwerke, in spezielle Ordner oder das Versenden per E-Mail über das Menü Senden an. 1. Markieren Sie die zu kopierende Datei oder den zu kopierenden Ordner im Ordnerfenster. 2. Öffnen Sie das Kontextmenü mit der rechten Maustaste und wählen Sie den Befehl Senden an. 3. Wählen Sie im Untermenü den Zielort für das zu kopierende Element (Bild 9.7).
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Ordner und Dateien verwalten
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Bild 9.7: Kopieren über Senden an
Sie können externe Wechseldatenträger, den Ordner Dokumente, CDoder DVD-Laufwerke, die als Brenner fungieren, oder auch ZIP-komprimierte Ordner wählen.
9.1.4
Was passiert, wenn die Elemente bereits vorhanden sind?
Beim Kopieren oder Verschieben von Dateien oder Ordnern kann es passieren, dass die betreffenden Elemente bereits im Zielordner vorhanden sind. Stellt Windows beim Kopieren oder Verschieben fest, dass bereits eine Datei oder ein Ordner mit dem betreffenden Namen am Zielort vorhanden ist, erscheint das Dialogfeld aus Bild 9.8 mit einer Warnung. 쮿
Wählen Sie die Option Kopieren und ersetzen, wenn Sie sich sicher sind, dass die Elemente im Zielordner mit den Inhalten des Quellordners überschrieben werden sollen.
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Möchten Sie eine Kopie der betreffenden Elemente im Zielordner erstellen, wählen Sie den Befehl Kopieren, aber beide Dateien behalten. Windows Vista stellt dann sicher, dass die zu kopierenden Elemente einen neuen Namen im Zielordner erhalten.
Sind Sie sich unsicher, sollten Sie auf die Option Nicht kopieren oder die Schaltfläche Abbrechen klicken, um den Vorgang komplett abzubrechen. Die obige Vorgehensweise gilt sinngemäß natürlich auch beim Verschieben von Ordnern und Dateien sowie beim Kopieren/Verschieben von mehreren Elementen. In diesen Fällen werden lediglich die Bezeichnungen der Optionen im Dialogfeld angepasst.
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Kapitel 9 · Arbeiten mit Ordnern und Dateien
Bild 9.8: Warnung vor dem Überschreiben von Dateien
Beachten Sie, dass sich eine überschriebene Datei nicht mehr durch den Kontextmenübefehl Rückgängig machen auf die vorherige Fassung zurücksetzen lässt. Wenn Sie irrtümlich eine Datei im Zielordner überschreiben lassen, ist der Inhalt der Originaldatei verloren.
9.1.5
Mehrere Dateien/Ordner gleichzeitig markieren
Windows Vista erlaubt Ihnen, mehrere Dateien oder Ordner gleichzeitig zu bearbeiten (d. h. zu kopieren, zu verschieben, zu löschen etc.). Hierzu müssen Sie diese Elemente nur vorher markieren.
Bild 9.9: Markieren mehrerer Elemente
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Löschen und Umgang mit dem Papierkorb
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Um mehrere benachbarte Elemente gleichzeitig zu markieren, klicken Sie auf den ersten Eintrag, halten die (ª)-Taste gedrückt und klicken auf das letzte zu bearbeitende Element. Dann werden alle dazwischenliegenden Elemente markiert (Bild 9.9, links).
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Um nicht benachbarte Elemente zu markieren, klicken Sie auf den ersten Eintrag, halten die (Strg)-Taste gedrückt und klicken danach auf die restlichen zu markierenden Elemente. Dann werden alle angeklickten Elemente markiert (Bild 9.9, rechts).
Sie erkennen markierte Elemente an der farbigen Hinterlegung im Ordnerfenster. Anschließend können Sie die gewünschte Dateioperation (Kopieren, Verschieben, Löschen) wie oben bzw. nachfolgend beschrieben durchführen.
9.2 Löschen und Umgang mit dem Papierkorb Benötigen Sie Ordner oder Dateien nicht mehr, können Sie diese löschen. Der folgende Abschnitt beschreibt die entsprechenden Schritte und zeigt ggf., wie Sie gelöschte Elemente aus dem Papierkorb zurückholen sowie die Einstellungen des Papierkorbs anpassen.
9.2.1
Dateien und Ordner löschen
Benötigen Sie einen Ordner oder eine Datei nicht mehr? Dann können Sie diese Elemente auf einfache Weise löschen. 1. Öffnen Sie das Fenster des Ordners, welches die nicht mehr benötigte Datei oder den zu löschenden Ordner enthält. 2. Markieren Sie die zu löschende(n) Datei(en) oder Ordner oder das zu löschende Dokument. 3. Öffnen Sie das Kontextmenü der markierten Elemente mit der rechten Maustaste und wählen Sie den Kontextmenübefehl Löschen (Bild 9.10, Hintergrund). Alternativ können Sie im Menü der Schaltfläche Organisieren den gleichnamigen Befehl wählen. Oder Sie drücken zum Löschen des markierten Elements die (Entf)-Taste. Windows lässt sich das Löschen in einem Dialogfeld sicherheitshalber bestätigen (Bild 9.10, Vordergrund). 4. Klicken Sie im Bestätigungsdialogfeld auf die Schaltfläche Ja. Windows verschiebt jetzt die markierte(n) Datei(en) bzw. den/die markierten Ordner in den Papierkorb. Je nach zu löschendem Element erscheint ggf. kurzzeitig noch ein Dialogfeld mit einer Fortschrittsanzeige, welche Sie über den Löschvorgang informiert.
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Kapitel 9 · Arbeiten mit Ordnern und Dateien
Bild 9.10: Löschen von Dateien oder Ordnern TIPP
Falls der Desktop zu sehen ist, können Sie Dateien und Ordner auch löschen, indem Sie diese aus dem Ordnerfenster zum Symbol des Papierkorbs ziehen. Sobald Sie die linke Maustaste über dem Symbol des Papierkorbs loslassen, werden die Elemente ohne weitere Nachfrage gelöscht. Möchten Sie eine Datei oder einen Ordner löschen, ohne diesen in den Papierkorb zu verschieben, drücken Sie einfach gleichzeitig die beiden Tasten (ª)+(Entf). Das Dialogfeld zur Bestätigung des Löschens schließen Sie über die Ja-Schaltfläche. Elemente, die auf Wechseldatenträgern gespeichert sind, werden beim Löschen übrigens vollständig entfernt, da für diese Medien kein Papierkorb eingerichtet wird. Gelegentlich weigert sich Windows, Dateien oder Ordner zu löschen. Der Grund: Diese Elemente sind ggf. noch in Benutzung. Warten Sie ggf. einige Zeit und wiederholen Sie den Vorgang. Klappt dies immer noch nicht, müssen Sie Windows gegebenenfalls neu starten. Meist werden die in Benutzung befindlichen Elemente freigegeben und lassen sich anschließend löschen.
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Löschen und Umgang mit dem Papierkorb
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9.2.2
Gelöschte Elemente zurückholen
Haben Sie irrtümlich eine Datei oder einen Ordner gelöscht, die/den Sie noch brauchen? Solange sich diese Datei bzw. die Dateien des Ordners noch im Papierkorb befinden, können Sie sie zurückholen. Zum Wiederherstellen einer gelöschten Datei oder eines Ordners gibt es mehrere Möglichkeiten. Bemerken Sie bereits beim Löschen den Fehler, geht die »Wiederbelebung« ganz einfach.
Bild 9.11: Löschen rückgängig machen
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Drücken Sie die Tastenkombination (Strg)+(Z), um die letzte Dateioperation zurückzunehmen.
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Alternativ können Sie eine freie Stelle im Ordnerfenster mit der rechten Maustaste anklicken und den Kontextmenübefehl Löschen rückgängig machen wählen (Bild 9.11). Den Befehl Rückgängig gibt es auch im Menü der Schaltfläche Organisieren des Ordnerfensters.
Windows holt die zuletzt gelöschte(n) Datei(en) bzw. Ordner aus dem Papierkorb in das aktuelle Ordnerfenster zurück. Diese Methode funktioniert aber nur, wenn Sie sonst noch nichts anderes gemacht haben. Der Befehl Rückgängig bezieht sich ja immer auf den zuletzt ausgeführten Windows-Befehl im aktuellen Ordnerfenster. Weiterhin muss die Datei noch im Papierkorb vorhanden sein – was beim Löschen von Dateien/Ordnern auf Wechseldatenträgern nicht der Fall ist! Sofern Sie den Fehler erst später bemerken, gibt es eine weitere Möglichkeit, um die gelöschten Dateien vielleicht doch noch zu »retten«. 1. Doppelklicken Sie auf das Desktop-Symbol des Papierkorbs, um das zugehörige Ordnerfenster zu öffnen. 2. Markieren Sie im Fenster des Papierkorbs die wiederherzustellende(n) Datei(en) bzw. Ordner.
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Kapitel 9 · Arbeiten mit Ordnern und Dateien
3. Wählen Sie in der Symbolleiste des Ordnerfensters die Schaltfläche Element wiederherstellen. Alternativ können Sie das Kontextmenü mit der rechten Maustaste öffnen und den Kontextmenübefehl Wiederherstellen wählen (Bild 9.12).
Bild 9.12: Wiederherstellen aus dem Papierkorb
Windows verschiebt anschließend die markierte(n) Elemente aus dem Papierkorb in den ursprünglichen Ordner zurück. Dieses Wiederherstellen aus dem Papierkorb klappt aber nur so lange, wie die Elemente dort noch gespeichert sind. Wurde der Papierkorb z. B. zwischenzeitlich geleert, sind die Dateien verloren. Das Gleiche gilt, wenn die zu löschende Datei zu groß für den Papierkorb ist oder falls Sie Dateien auf Wechseldatenträgern löschen.
9.2.3
Den Papierkorb leeren
Beim Löschen einer Datei oder eines Ordners von der Festplatte verschiebt Windows dieses »Element« lediglich in den Papierkorb. Dadurch ist die Datei oder der Ordner zwar aus dem aktuellen Fenster verschwunden. Der von den Dateien auf dem Laufwerk benötigte Speicherplatz bleibt aber weiterhin belegt. Windows prüft zwar gelegentlich, ob der Papierkorb »voll« ist, und entfernt automatisch die ältesten als gelöscht eingetragenen Dateien. Sie können aber »nachhelfen« und den Papierkorb von Zeit zu Zeit selbst leeren.
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Löschen und Umgang mit dem Papierkorb
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1. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das Desktop-Symbol des Papierkorbs und wählen Sie den Kontextmenübefehl Papierkorb leeren (Bild 9.13, unten). 2. Die Sicherheitsanfrage durch Windows, ob Sie den Inhalt des Papierkorbs wirklich löschen wollen (Bild 9.13, oben), bestätigen Sie über die Schaltfläche Ja.
Bild 9.13: Papierkorb leeren
Die Elemente im Papierkorb werden gelöscht, der belegte Speicher wird auf dem Laufwerk freigegeben. Anschließend erscheint das Symbol eines leeren Papierkorbs. Nachdem Sie den Papierkorb geleert haben, sind die gelöschten Dateien endgültig verschwunden. Sie können übrigens am Symbol des Papierkorbs erkennen, ob dieser gelöschte Dateien enthält.
9.2.4
Die Eigenschaften des Papierkorbs anpassen
Windows Vista reserviert für jedes Festplattenlaufwerk etwas Speicherkapazität für den Papierkorb. Je größer die Kapazität des Laufwerks ist, umso höher ist der vom Papierkorb belegte Speicherplatz. Sie können aber einstellen, ob und wie viel Speicherplatz auf einem Laufwerk für den Papierkorb reserviert wird. 1. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das Desktop-Symbol des Papierkorbs und wählen Sie den Kontextmenübefehl Eigenschaften (Bild 9.14). 2. Sobald sich das Eigenschaftenfenster des Papierkorbs öffnet, stellen Sie die gewünschten Eigenschaften auf der Registerkarte Allgemein ein und schließen diese über die OK-Schaltfläche (Bild 9.14).
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Kapitel 9 · Arbeiten mit Ordnern und Dateien
Bild 9.14: Eigenschaften des Papierkorbs anpassen
Das Kontrollkästchen Dialog zur Bestätigung des Löschvorgangs anzeigen steuert, ob die Sicherheitsabfrage beim Löschen von Elementen erscheinen soll. Heben Sie die Markierung auf, wenn Sie auf den Dialog verzichten möchten. Über die beiden Optionsfelder der Gruppe Einstellungen für ausgewählten Pfad lässt sich festlegen, wie groß der Papierkorb sein soll und ob Dateien beim Löschen in den Papierkorb sofort von der Festplatte entfernt werden. Markieren Sie hierzu zuerst das Laufwerk in der Liste Papierkorbpfad. Danach markieren Sie das gewünschte Optionsfeld der Gruppe. Benötigen Sie die Funktion des Papierkorbs für ein Laufwerk nicht, markieren Sie das Kontrollkästchen Dateien sofort löschen (nicht in Papierkorb verschieben). Alternativ können Sie auch das Optionsfeld Benutzerdefinierte Größe markieren und den Wert im Feld Benutzerdefinierte Größe auf 0 setzen. Werte größer 0 im Feld Benutzerdefinierte Größe geben die Größe des Papierkorbs für das gewählte Laufwerk in Megabyte an. Stimmen Sie die Werte für die Papierkorbgröße auf die Laufwerkskapazität ab.
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10 Spezielle Dateifunktionen nutzen Dieses Kapitel befasst sich mit speziellen Fragen zum Umgang mit Ordnern und Dateien. Sie lernen, die Eigenschaften dieser Elemente abzufragen, deren Attribute zu ändern oder mit komprimierten Ordnern und Archiven zu arbeiten. Weiterhin wird der Umgang mit dem Aktenkoffer besprochen.
10.1 Ordner- und Dateieigenschaften verwalten Sie können nicht nur die Eigenschaften von Laufwerken abfragen (siehe Kapitel 7). Windows Vista erlaubt Ihnen auch, die Eigenschaften von Ordnern oder Dateien anzusehen und teilweise sogar über Attribute zu verändern. Nachfolgend finden Sie einen Überblick über die betreffenden Windows-Funktionen.
10.1.1
Ordner- und Dateieigenschaften abrufen
Interessiert Sie, wie viele Dateien in einem Ordner samt Unterordnern gespeichert sind? Benötigen Sie einen Überblick über den belegten Speicherplatz oder möchten Sie die Eigenschaften von Dateien ansehen? Dann gehen Sie folgendermaßen vor: 1. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das Ordner- oder Dateisymbol. 2. Wählen Sie anschließend im Kontextmenü den Befehl Eigenschaften. Windows öffnet das zugehörige Eigenschaftenfenster und zeigt die ermittelten Eigenschaften des Ordners oder der Datei auf verschiedenen Registerkarten an.
Diese Informationen erhalten Sie bei Ordnern Bei Ordnern zeigt die Registerkarte Allgemein (Bild 10.1, links) in der obersten Gruppe den Namen des Ordners, der sich bei Bedarf auch ändern lässt. In der darunterliegenden Gruppe weist die Registerkarte die Kenndaten des Ordners wie den Speicherort, die belegte Speicherkapazität auf dem Datenträger sowie die Zahl der im Ordner enthaltenen Elemente aus. Weiterhin werden noch das Datum, an dem der Ordner erstellt wurde, sowie die so genannten Attribute Schreibgeschützt und Versteckt mit aufgeführt. Über Attribute lassen sich verschiedene Eigenschaften von Ordnern und Dateien steuern. So kann einem Element beispielsweise ein Schreibschutz zugewiesen werden. Das Attribut Versteckt bewirkt, dass das betreffende Element standardmäßig nicht im Ordnerfenster angezeigt wird. Nur wenn die Anzeige versteckter Dateien eingeschaltet ist (siehe Kapitel 8), tauchen solche Dateien und Ordner im Ordnerfenster auf.
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Ordner- und Dateieigenschaften verwalten
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Die restlichen Registerkarten erlauben weitere Eigenschaften abzurufen bzw. zu verändern. Die Registerkarte Freigabe bestimmt z. B. die Freigabeoptionen des Ordners im Netzwerk. Die Registerkarte Anpassen ermöglicht Ihnen, die Ordnersymbole sowie den Ordnertyp zu verändern (siehe Kapitel 8). Die Registerkarte Sicherheit dient dazu, die Zugriffsrechte auf den Ordner zu beeinflussen (siehe Kapitel 11).
Bild 10.1: Eigenschaften von Ordnern
Die Registerkarte Pfad (Bild 10.1, rechts) ist nur bei den Spezialordnern des jeweiligen Benutzerkontos (z. B. Dokumente, Bilder, Musik, Videos) vorhanden und erlaubt die Lage dieser Ordner anzupassen. Über die Schaltfläche Verschieben lässt sich ggf. ein anderer Ordner in einem Zusatzfenster auswählen und die Dateien des Ordners werden dann in diesem Ziel hinterlegt. Die Schaltfläche Ziel suchen öffnet das Ordnerfenster, welches die Dateien des betreffenden Ordners momentan enthält. Über die Schaltfläche Wiederherstellen können Sie den Pfad auf die Herstellervorgaben zurücksetzen.
Eigenschaften bei Dateien Die Registerkarte Allgemein (Bild 10.2, links) listet bei Dateien deren Namen in der obersten Gruppe auf, wobei Sie diesen auch ändern können. In der darunterliegenden Gruppe werden der Dateityp sowie das Programm zum Öffnen des Dateityps angezeigt. Weitere Gruppen listen den Speicherort der Datei, die Dateigröße sowie die auf dem Datenträger belegte Kapazität, das Erstellungsdatum sowie das Datum der letzten Änderung und des letzten Zugriffs auf. Im unteren Bereich der Registerkarte werden zudem die Attribute Schreibgeschützt und Versteckt der Datei angezeigt.
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Kapitel 10 · Spezielle Dateifunktionen nutzen
Bild 10.2: Eigenschaften von Dateien
Die unterschiedlichen Angaben für Größe und Größe auf Datenträger berücksichtigen den Overhead zum Speichern in verschiedenen Dateisystemen. Abhängig von der beim Formatieren gewählten Clustergröße muss eine unterschiedliche Anzahl an Sektoren belegt werden, auch wenn kleine Dateien vielleicht nur einige Bytes im ersten Cluster belegen. Dies ist auch der Grund, warum die Angabe der Größe auf dem Datenträger stark zwischen Festplatten und CD- bzw. DVD-ROMs differiert. Auf CDs und DVDs kommt ein anderes Dateisystem zum Einsatz, welches weniger Overhead zum Speichern der Daten benötigt. Die Registerkarte Sicherheit ist nur bei Dateien, die auf NTFS-Datenträgern gespeichert sind, verfügbar und erlaubt Ihnen, die Zugriffsrechte auf die Datei zu verwalten (siehe folgende Abschnitte). Interessant ist die Registerkarte Details (Bild 10.2, rechts), die bei verschiedenen Mediendateien wie Musik, Videos oder Fotos Detailinformationen zu weiteren Eigenschaften auflistet. Bei Musikdateien kann es sich beispielsweise um Angaben zum Interpreten, zum Album, zum Titel etc. handeln. Bei Fotodateien werden die so genannten EXIF-Daten (Kameramodell, Blende, Brennweite, Belichtungszeit etc.) der Kamera aufgelistet. Zudem können Sie verschiedene dieser Eigenschaften (z. B. Bewertung bei Fotos, Videos oder Musik, Titel, Copyright etc.) auf der Registerkarte ändern. Klicken Sie in der betreffenden Zeile auf die Spalte hinter dem Eigenschaftennamen. Dann lässt sich der Wert der Eigenschaft in einem Textfeld anpassen. Mehrere Werte lassen sich durch Semikola getrennt im Eigenschaftenfeld eingeben.
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Ordner- und Dateieigenschaften verwalten
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Bild 10.3: Eigenschaften entfernen TIPP
Beim Eintippen eines Eigenschaftenwerts blendet Windows gelegentlich ein Menü mit bereits früher eingegebenen ähnlichen Werten ein. Sie brauchen dann nur das Kontrollkästchen vor einem Menübefehl zu markieren, damit Windows diesen Wert im Eigenschaftenfeld übernimmt. Möchten Sie Dokumentdateien an Dritte weitergeben, ist es unter Umständen unerwünscht, wenn persönliche Informationen in den Eigenschaften hinterlegt sind. Sie können Windows Vista aber anweisen, diese persönlichen Informationen aus der Datei zu entfernen. Klicken Sie auf der Registerkarte Details auf den am unteren Rand angezeigten Hyperlink Eigenschaften und persönliche Informationen entfernen (Bild 10.2, rechts). Markieren Sie im dann sichtbaren Zusatzdialog (Bild 10.3) das Optionsfeld Kopie erstellen ... und klicken auf die OK-Schaltfläche, werden alle Detaileigenschaften gelöscht und das Ganze wird in einer automatisch angelegten Kopie der Dokumentdatei im aktuellen Ordner gespeichert. Über das Optionsfeld Folgende Eigenschaften aus dieser Datei entfernen werden die Kontrollkästchen im unteren Teil des Dialogfelds freigegeben. Sie können dann die Kontrollkästchen der zu entfernenden Informationen markieren und das Dialogfeld über die OK-Schaltfläche schließen. Dann werden die Detaileigenschaften aus der aktuellen Dokumentdatei gelöscht.
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Kapitel 10 · Spezielle Dateifunktionen nutzen
10.1.2
Anpassen der Attribute
Über die Registerkarte Allgemein des Eigenschaftenfensters können Sie die Attribute von Dateien und Ordnern anpassen (Bild 10.1, Bild 10.2). Zum Setzen oder Löschen eines Attributs ist lediglich das betreffende Kontrollkästchen zu markieren bzw. dessen Markierung zu löschen. 쮿
Um einen Ordner oder eine Datei mit einem Schreibschutz auszustatten, markieren Sie das Kontrollkästchen Schreibgeschützt auf der Registerkarte. Dateien mit dem Schreibschutzattribut lassen sich durch Anwendungsprogramme nicht mehr überschreiben.
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Systemordnern und Dateien wird häufig das Attribut Versteckt zugewiesen. Sie können das Kontrollkästchen markieren, um eigene Dateien oder Ordner mit dem Attribut auszustatten. In der Standarddarstellung werden die betreffenden Elemente in der Ordneranzeige ausgeblendet.
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Bei Datenträgern, die im FAT- oder FAT32-Dateisystem formatiert wurden (z. B. Speicherkarten), enthält die Registerkarte Allgemein noch ein drittes Attribut Archiv. Das Archiv-Attribut zeigt eine Veränderung der Datei an, d. h., diese wird bei einer Datensicherung durch ein Backup-Programm archiviert. Durch Löschen der Markierung des betreffenden Kontrollkästchens können Sie dieses Attribut für einen Ordner oder eine Datei zurücksetzen. Beim nächsten Ändern des Dateiinhalts wird das Attribut wieder gesetzt. Bei NTFSDatenträgern findet sich dieses Attribut in einem Zusatzdialog Erweiterte Attribute.
Bild 10.4: Erweiterte Attribute
Um auf NTFS-Datenträgern das Archivattribut und weitere Attribute anzusehen bzw. anzupassen, klicken Sie auf der Registerkarte Allgemein auf die Schaltfläche Erweitert (Bild 10.2, links). Klicken Sie diese an, öffnet Windows Vista das in Bild 10.4 gezeigte Dialogfeld Erweiterte Attribute, in dem Sie folgende Attribute finden.
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Ordner- und Dateieigenschaften verwalten
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Ordner kann archiviert werden: Dieses Kontrollkästchen setzt das Archivierungsattribut, d. h., das Element ist als geändert markiert und bei einer Datensicherung wird der Ordner oder die Datei in die Sicherung mit einbezogen (siehe Kapitel 13).
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Ordner für schnelle Suche indizieren: Windows kann die Suche nach Dateielementen über einen Index vornehmen, was den Vorgang wesentlich beschleunigt. Ein markiertes Attribut bewirkt, dass das betreffende Element (Ordner oder Datei) automatisch durch den Indexdienst in die Indizierungsliste mit aufgenommen wird (siehe auch Kapitel 12).
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Inhalt komprimieren, um Speicherplatz zu sparen: Ein markiertes Kontrollkästchen bewirkt, dass Windows den Inhalt des Ordners oder der Datei automatisch im NTFS-Dateisystem komprimiert, um Speicherplatz zu sparen.
Bild 10.5: Attributänderungen bestätigen
Schließen Sie nach dem Anpassen der erweiterten Attributeinstellungen das Dialogfeld über die OK-Schaltfläche, bewirkt dies noch keinerlei Änderungen. Die Attributänderungen müssen Sie über die Schaltflächen Übernehmen bzw. OK der Registerkarte Allgemein explizit bestätigen (die Schaltfläche Abbrechen verwirft die Änderungen). Bei Ordnern erscheint dann das in Bild 10.5 gezeigte Dialogfeld. Sie müssen dann über die Optionsfelder wählen, ob die Attributänderung nur für den Ordner oder auch für die Unterordner und deren Dateien durchzuführen ist. Erst wenn Sie dieses Dialogfeld über die OK-Schaltfläche schließen, setzt Windows die Attribute um. Dies kann bei vielen Dateien durchaus einige Zeit dauern. Das Kontrollkästchen Inhalt verschlüsseln ist in den Windows Vista Home-Versionen gesperrt, da diese Funktion nicht unterstützt wird. Auf CDs und DVDs ist das Schreibschutzattribut automatisch gesetzt. Kopieren Sie schreibgeschützte Dateien von einem solchen Medium in Ordner der Festplatte, setzt Windows Vista das Schreibschutzattribut automatisch zurück.
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Kapitel 10 · Spezielle Dateifunktionen nutzen
10.2 Arbeiten mit komprimierten Dateien Um den Speicherplatz auf Festplatten oder Speicherkarten besser auszunutzen, unterstützt das bei Windows Vista verwendete NTFS-Dateisystem das Komprimieren von Laufwerken, Ordnern und Dateien (siehe vorheriger Abschnitt und Kapitel 7). Komprimierte Dateien belegen i. d. R. weniger Speicherplatz auf dem Datenträger als unkomprimierte Dateien. Das Arbeiten mit der NTFS-Komprimierung ist für den Benutzer transparent, d. h., Windows übernimmt automatisch das Packen bzw. Entpacken beim Speichern und Lesen von Dateien. Das Problem liegt aber darin, dass die Komprimierung verloren geht, wenn die Dateien auf CDs, DVDs, Speicherkarten kopiert oder per E-Mail übertragen werden. Um die Komprimierung auch auf diesen Medien zu nutzen, können Sie ZIP-komprimierte Ordner zum Speichern von Dateien verwenden. Der folgende Abschnitt zeigt, wie Sie diese Funktion nutzen und was hinter ZIP-komprimierten Ordnern steckt.
10.2.1
Was sind ZIP-komprimierte Ordner?
Bei ZIP-komprimierten Ordnern handelt es sich um Archivdateien, die von Windows Vista als spezieller Ordnertyp eingebunden und mit einem entsprechenden Symbol angezeigt werden. Sobald Sie aber die Dateinamenerweiterungen im Ordnerfenster einblenden, lässt sich erkennen, dass diese Ordner nichts anderes als ZIP-Dateien sind, die sich auch mit anderen ZIP-Programmen öffnen oder bearbeiten lassen. Der Vorteil der ZIP-komprimierten Ordner besteht darin, dass Sie diese auch auf im FAT- oder FAT32-Dateisystem formatierten Datenträgern oder zum Archivieren auf CD/DVD verwenden können. Dateien und Ordner lassen sich in ZIP-komprimierte Ordner hinterlegen. Die dabei von Windows angelegten ZIP-Archive enthalten die Dateien in komprimierter Form und lassen sich als Ganzes kopieren, auf CD/DVD auslagern, per E-Mail versenden und auch löschen. Beim Versand per E-Mail besteht der Vorteil, dass die Übertragung schneller erfolgt. Erhalten Dritte solche ZIP-Archive, können diese mit einem ZIP-Programm wie FreeZip, Ultimate Zip oder der Windows-Funktion entpacken, einsehen und nutzten.
10.2.2
Einen komprimierten ZIP-Ordner anlegen
Um einen neuen komprimierten Ordner anzulegen, haben Sie zwei Möglichkeiten zur Verfügung. 1. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf eine freie Stelle eines Ordnerfensters und wählen Sie im Kontextmenü den Befehl Neu/ZIPkomprimierter Ordner (Bild 10.6). 2. Benennen Sie den Ordner (letztendlich handelt es sich um eine ZIPDatei) gemäß Ihren Wünschen um.
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Arbeiten mit komprimierten Dateien
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Nach diesen Schritten liegt ein leeres ZIP-Archiv vor, welches als Ordnersymbol mit einem stilisierten »Reißverschluss« (Zipper) dargestellt wird. Sie können nun Dateien oder komplette Ordner (z. B. per Drag&Drop bzw. durch Ziehen mit der Maus, siehe Kapitel 9) in diesen Ordner kopieren. Der Ordner selbst lässt sich wie jeder andere Ordner unter Windows kopieren, verschieben oder löschen.
Bild 10.6: ZIP-komprimierten Ordner anlegen
Bild 10.7: Dateien automatisch in ZIP-komprimierten Ordner kopieren
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Kapitel 10 · Spezielle Dateifunktionen nutzen
Möchten Sie auf die Schnelle gleich mehrere Dateien in ein ZIP-Archiv hinterlegen, können Sie den Vorgang auch abkürzen. 1. Sie markieren die Dateien oder die Ordner, klicken den markierten Bereich mit der rechten Maustaste an und wählen die Kontextmenübefehle Senden an/ZIP-komprimierten Ordner (Bild 10.7). 2. Warten Sie, bis Windows die ZIP-Datei für den ZIP-komprimierten Ordner angelegt und alle markierten Elemente zum Archiv hinzugefügt hat, und benennen Sie ggf. den neu angelegten komprimierten Ordner nach Ihren Wünschen um. Windows benennt das ZIP-Archiv nach dem Namen des ersten eingefügten Elements. Sie können den Ordnernamen aber wie bei anderen Ordnern bzw. Dateien jederzeit umbenennen.
10.2.3
Arbeiten mit ZIP-komprimierten Ordnern
ZIP-komprimierte Ordner werden in Windows Vista mit dem in Bild 10.6 gezeigten Symbol dargestellt. Um zu kontrollieren, welche Dateien im ZIP-komprimierten Ordner enthalten sind, wählen Sie dessen Symbol per Doppelklick an. Windows öffnet ein Ordnerfenster mit dem Inhalt des betreffenden Archivs (Bild 10.8). Sie sehen den Dateinamen, den Dateityp und auch die komprimierte Größe der Datei. Bei Dateien, die bereits intern eine Komprimierung verwenden (z. B. JPEG-Fotos, WMV-Videos, MP3- oder WMA-Musikdateien), bringt die zusätzliche Komprimierung nichts. ZIP-Archive haben dort den Vorteil, dass sich mehrere Dateien darin ablegen lassen. Dies vereinfacht die Handhabung beim Archivieren auf Datenträger oder die Weitergabe an Dritte, da Sie sich nur noch um die Archivdatei kümmern müssen.
Bild 10.8: Anzeige eines ZIP-komprimierten Ordners
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Arbeiten mit komprimierten Dateien
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Eine neue Datei oder einen neuen Ordner fügen Sie zum ZIP-Archiv hinzu, indem Sie diese einfach bei gedrückter linker Maustaste aus einem zweiten Ordnerfenster zum Symbol (oder geöffneten Fenster) des komprimierten Ordners ziehen. Sobald Sie die Maustaste loslassen, wird das Element komprimiert und im Archiv hinterlegt.
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Zum Entpacken einer Datei aus dem Archiv ziehen Sie diese einfach bei gedrückter linker Maustaste aus dem geöffneten Ordnerfenster des ZIP-komprimierten Ordners zum Windows-Desktop oder zu einem zweiten geöffneten Zielordner. Sie können die Datei auch im Ordnerfenster zu einem im Navigationsfenster angezeigten Ordnersymbol ziehen. Sobald Sie die linke Maustaste loslassen, wird die betreffende Datei extrahiert und im Zielordner abgelegt.
Bild 10.9: Entpacken aller Dateien eines ZIP-komprimierten Ordners
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Möchten Sie alle Dateien eines ZIP-Archivs entpacken, wählen Sie die Schaltfläche Alle Dateien extrahieren in der Symbolleiste des Ordnerfensters (Bild 10.8). Windows schlägt dann in einem Dialogfeld den Pfad und den Namen des Zielordners (Bild 10.9) vor. Über die Schaltfläche Durchsuchen lässt sich der Zielordner ändern. Über die Schaltfläche Extrahieren wird der Inhalt des Archivs entpackt.
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Löschen können Sie einen Eintrag, indem Sie diesen per Mausklick markieren und dann den Befehl Löschen im Kontextmenü oder im Menü der Schaltfläche Organisieren wählen. Nach einer Sicherheitsabfrage, die Sie über die Ja-Schaltfläche bestätigen, wird das markierte Element aus dem Archiv ausgetragen.
Kapitel 10 · Spezielle Dateifunktionen nutzen
Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf einen Eintrag im ZIP-komprimierten Ordnerfenster, lässt sich über den Kontextmenübefehl Eigenschaften die Registerkarte Allgemein abrufen. Dort sehen Sie ebenfalls, wie viel Speicherplatz die komprimierte und unkomprimierte Datei verbraucht. Die Handhabung eines ZIP-komprimierten Ordners entspricht also dem Umgang mit normalen Dateien und Ordnern unter Windows (siehe Kapitel 9). Beachten Sie aber, dass die hier beschriebene Funktionalität nur vorhanden ist, falls keine anderen ZIP-Archivprogramme wie WinZip etc. installiert sind. Richten Sie ein solches Programm unter Windows ein, wird dieses Teile oder alle der oben beschriebenen Funktionen deaktivieren. Sie müssen dann die Funktionen des ZIP-Programms zum Packen und Entpacken von ZIP-Archiven nutzen! Allerdings kann dies auch einige Vorteile haben, da solche Programme in der Regel verschiedene Archivformate (.zip, .arc, .lhz etc.) unterstützen. Zudem scheint die Microsoft-Implementierung der ZIP-Funktion in Windows Vista fehlerhaft bzw. unvollständig zu sein. Versuchen Sie eine per Kennwort geschützte Datei aus einem ZIP-Archiv zu extrahieren, erscheint ein Dialogfeld mit einer Kennwortabfrage. Im Kontextmenü einer solchen Archivdatei findet sich auch der Befehl Kenwort entfernen. Sie haben aber keine Möglichkeit, eine Datei im ZIP-komprimierten Ordner mit einem Kennwort zu schützen. In früheren Windows-Versionen war noch der Kontextmenübefehl Kennwort hinzufügen vorhanden, wenn Sie mit der rechten Maustaste auf eine freie Stelle eines ZIP-komprimierten Ordners klickten, der mindestens eine Datei enthielt. Zudem erlaubt Windows Vista keine Speicherung von Dateien mit dem zugehörigen Dateipfad in ZIP-komprimierten Ordnern. Benötigen Sie diese Optionen, empfiehlt es sich, Programme wie WinZip zu verwenden. Im Netzwerk kann es zudem Probleme mit Zugriffsberechtigungen auf (kennwortgeschützte) ZIP-Archivdateien geben, wenn diese auf Windows XP Home Edition im Ordner Eigene Dateien eines Benutzerkontos liegen. Zumindest in meiner Testumgebung gab es Fälle, wo beim Versuch, die Dateien über das Netzwerk in den Ordner Dokumente zu kopieren, ein Dialog mit der Meldung erschien, dass ungenügend Zugriffsrechte vorhanden seien. Die Zugriffsrechte ließen sich über das Netzwerk auch nicht unter einem Administratorkonto ändern. Leider besitzt Windows XP Home Edition keine Verwaltung der Zugriffsrechte auf NTFS-Dateien, so dass sich dort die Sicherheitsattribute auch nicht ändern lassen. Treten solche Probleme auf, gibt es nur eine Lösung: Verschieben Sie solche Dateien unter Windows XP Home Edition in den Ordner Gemeinsame Dateien (in Vista entspricht dies dem Ordner Öffentlich). Das Betriebssystem ändert die Rechte dann für alle Benutzer auf »Vollzugriff« und die Datei lässt sich kopieren bzw. öffnen.
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Arbeiten mit komprimierten Dateien
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TIPP
Windows Vista kann übrigens auch auf die von Microsoft verwendeten Archive mit der Dateinamenerweiterung .cab zugreifen. Microsoft und andere Softwarehersteller verwenden .cab-Archive, um Installationsdateien zu packen. Benötigen Sie Zugriff auf einzelne Dateien eines solchen Archivs? Doppelklicken Sie auf das Symbol der .cab-Datei, wird deren Inhalt in einem Ordnerfenster angezeigt. Zum Entpacken einer Datei klicken Sie diese mit der rechten Maustaste an und wählen den Kontextmenübefehl Extrahieren (Bild 10.10, links). In einem Zusatzdialog (Bild 10.10, rechts) lässt sich dann der Zielordner für die zu entpackenden Dateien angeben. Alternativ können Sie den Kontextmenü Kopieren wählen, um den Dateinamen in die Zwischenablage zu übernehmen. Wenn Sie dann zum Fenster des Zielordners wechseln, lässt sich die betreffende Datei mittels der Tastenkombination (Strg)+(V) oder mit dem Kontextmenübefehl Einfügen in diesen Zielordner extrahieren. Gegebenenfalls müssen Sie eine Warnung durch Windows, dass der Herausgeber der Datei unbekannt sei, in einem Dialogfeld quittieren, um ausführbare Dateien speichern zu können. Windows Vista enthält das undokumentierte Programm IExpress 2.0, mit dem sich selbstentpackende Archivdateien erstellen lassen. Öffnen Sie das Dialogfeld Ausführen über den Zweig Alle Programme/Zubehör/Ausführen des Startmenüs und geben Sie im Dialogfeld den Befehl Iexpress.exe ein. Sobald Sie das Ausführen-Dialogfeld über die OKSchaltfläche schließen, startet der IExpress-Assistent (Bild 10.11), der Sie dann über verschiedene Dialogfelder durch das Erstellen der selbstextrahierenden Archivdateien führt. Sobald alle Schritte durchlaufen wurden, lässt sich der Assistent über die Fertig stellen-Schaltfläche beenden und die Archivdatei wird erstellt. Eine selbstentpackende Archivdatei im .exe-Format lässt sich anschließend per Doppelklick anwählen, um den Extrahier- oder Installationsvorgang zu starten.
Bild 10.10: Extrahieren von Dateien eines .cab-Archivs
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Kapitel 10 · Spezielle Dateifunktionen nutzen
Bild 10.11: IExpress 2.0-Startdialog
10.3 Der Aktenkoffer als Datencontainer Arbeiten Sie mobil mit einem Notebook, möchten aber Dateien auch auf einem normalen Computer führen? Oder nutzen Sie mehrere Computer, benötigen dort aber bestimmte Dokumentdateien aus dem gleichen Datenbestand? Wenn die Rechner nicht in einem Netzwerk eingebunden sind, können Sie einen USB-Stick oder, bei vorhandenen Lesegeräten, eine Speicherkarte zur Ablage der Dateien verwenden. Schwierig wird es aber, wenn Sie eine Kopie der Dateien sowohl auf dem Datenträger als auch auf dem betreffenden Rechner halten müssen. Dann stellt sich die Frage des Datenabgleichs. Sie müssen immer wissen, welche Dateien bzw. Dokumente auf dem Speichermedium gehalten werden und was geändert wurde, um ggf. einen Abgleich durchzuführen. Windows Vista unterstützt Sie bei diesem Vorhaben durch die Funktion des Aktenkoffers. Dies ist quasi ein Container zur Ablage von Dateien. Sie können den Aktenkoffer auf verschiedene Medien kopieren und haben dann alle im Container hinterlegten Dateien dabei. Der Pfiff beim Aktenkoffer besteht aber darin, dass dieser einen Datenabgleich mit den Dateien eines zweiten Rechners oder Speicherorts erlaubt. Nachfolgend wird kurz skizziert, wie sich die Funktion des Aktenkoffers nutzen lässt.
10.3.1
So richten Sie einen Aktenkoffer ein
Um einen Aktenkoffer nutzen zu können, müssen Sie diesen erst unter Windows einrichten. 1. Hierzu klicken Sie mit der rechten Maustaste auf eine freie Stelle des Desktops oder eines Ordnerfensters und wählen im Kontextmenü den Befehl Neu/Aktenkoffer (Bild 10.12).
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Der Aktenkoffer als Datencontainer
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2. Sobald das Symbol des Aktenkoffers mit dem Text Neuer Aktenkoffer erscheint, tippen Sie den gewünschten Namen für den Aktenkoffer (z. B. Geschäftliches) ein. Wenn Sie mit der Maus auf eine freie Stelle klicken oder die (Enter)Taste drücken, wird der Aktenkoffer am betreffenden Speicherort eingerichtet. Sie können auf diese Weise mehrere Aktenkoffer mit verschiedenen Bezeichnungen zur Aufnahme unterschiedlicher Inhalte anlegen. Hinterlegen Sie den Aktenkoffer auf dem Desktop, haben Sie sofortigen Zugriff auf dessen Inhalt und können diesen mit den gewünschten Dateien füllen.
Bild 10.12: Aktenkoffer anlegen
Füllen des Aktenkoffers Das Füllen des Aktenkoffers funktioniert genau so wie das Kopieren von Dateien in einen Ordner. 1. Öffnen Sie das Fenster des Aktenkoffers mit einem Doppelklick auf das betreffende Symbol. 2. Wählen Sie in der Navigationsleiste des Ordnerfensters den Quellordner mit den in den Aktenkoffer zu übertragenden Dateien an. 3. Nachdem der Inhalt des Quellordners im rechten Teil des Ordnerfensters erscheint, sollten Sie sicherstellen, dass das Symbol des Aktenkoffers in der linken Spalte des Navigationsfensters als Symbol zu sehen ist. 4. Markieren Sie die gewünschten Dokumente und ziehen Sie diese bei gedrückter linker Maustaste zum Symbol des im Navigationsfenster sichtbaren Aktenkoffers (Bild 10.13). Sobald Sie die linke Maustaste loslassen, überträgt Windows eine Kopie dieser Dokumente in den Aktenkoffer. Sie können jetzt den Aktenkoffer auf dem Desktop belassen oder auf einen Datenträger kopieren (bzw. per
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Kapitel 10 · Spezielle Dateifunktionen nutzen
Netzwerk kopieren). Durch den Aktenkoffer sind die Dokumente quasi in einer Art »Container« abgelegt und stehen Ihnen zur Bearbeitung zur Verfügung. Natürlich können Sie auch ein zweites Ordnerfenster mit den Quelldateien öffnen und die gewünschten Elemente bei gedrückter linker Maustaste zum geöffneten Ordnerfenster des Aktenkoffers ziehen. Windows kopiert dann die Elemente in den Aktenkoffer. Auf die gleiche Weise können Sie das Ordnerfenster des Aktenkoffers per Doppelklick auf das Symbol öffnen und die darin enthaltenen Dateien zum Symbol des Zielordners ziehen. Dann werden die Dateien aus dem Aktenkoffer in diesen Ordner zurückkopiert. Verwenden Sie beim Ziehen die rechte Maustaste, enthält das Kontextmenü statt Kopieren den Befehl Synchronkopie erstellen. Existieren bereits Kopien der Quellelemente im Aktenkoffer, können Sie in einem Dialogfeld wählen, ob die Kopie zu überschreiben ist.
Bild 10.13: Aktenkoffer füllen
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Der Aktenkoffer als Datencontainer
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Dokumente aus dem Aktenkoffer bearbeiten Sobald der Aktenkoffer gefüllt wurde, können Sie diesen wie jeden anderen Ordner verwenden. Die Dateien lassen sich in Anwendungen laden und bearbeiten. Der Aktenkoffer überwacht diese Bearbeitung und unterstützt die spätere Aktualisierung.
10.3.2
Den Inhalt des Aktenkoffers synchronisieren
Das Problem beim Arbeiten mit mehreren Dokumentkopien besteht darin, dass Sie später die Änderungen synchronisieren müssen. Haben Sie z. B. Dokumente auf dem Notebook bearbeitet und möchten Sie diesen Stand auch auf der Festplatte des normalen Computers anpassen? Oder möchten Sie sicherstellen, dass der Inhalt Ihres Aktenkoffers auf dem aktuellen Stand ist? Dann müssen Sie den Aktenkofferinhalt mit den Dateien des externen Speicherorts abgleichen. Öffnen Sie das Fenster des Aktenkoffers per Doppelklick auf dessen Symbol, zeigt das Ordnerfenster die enthaltenen Dokumente. In der Ansicht »Details« listet die Spalte Synchronkopie in den Pfad zum Quellordner mit der Originaldatei auf. Die Spalte Status gibt an, ob die Kopie im Aktenkoffer verändert wurde. Zusätzlich wird das Datum der letzten Änderung in einer separaten Spalte angegeben. Zum Abgleich der Dateien des Aktenkoffers mit den Originalen auf einem Speichermedium führen Sie folgende Schritte aus:
Bild 10.14: Aktenkoffer synchronisieren
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Kapitel 10 · Spezielle Dateifunktionen nutzen
1. Klicken Sie im geöffneten Ordnerfenster des Aktenkoffers auf die in der Symbolleiste angezeigte Schaltfläche Alle Elemente aktualisieren (Bild 10.14, Hintergrund). Alternativ können Sie auch einzelne Dateien markieren und die Schaltfläche Element(e) aktualisieren wählen. 2. Liegen geänderte Dateien vor, erscheint das Dialogfeld xxx aktualisieren (Bild 10.14, Vordergrund) und Sie können bei Bedarf die Aktualisierungsoptionen anpassen, indem Sie die gewünschten Einträge mit der rechten Maustaste anklicken und jeweils einen der verfügbaren Kontextmenübefehle wählen. 3. Klicken Sie anschließend auf die am unteren Dialogfeldrand angezeigte Schaltfläche Aktualisieren. Sind alle Dateien aktuell, wird das Dialogfeld zum Aktualisieren nicht angezeigt und Sie erhalten nur einen Hinweis, dass die Dateien aktuell sind. Haben Sie das Dialogfeld irrtümlich geöffnet, können Sie dieses über die Abbrechen-Schaltfläche schließen, ohne irgendetwas zu verändern. Liegen Änderungen zwischen Aktenkoffer und Original vor, listet das Dialogfeld xxxx aktualisieren den Status dieser Dateien auf. 쮿
Die linke Spalte zeigt den Status der im Aktenkoffer enthaltenen Dokumente, während die rechte Spalte den Status der Originaldateien am betreffenden Speicherort angibt.
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In der mittleren Spalte signalisiert ein Symbol, ob die Datei gelöscht wurde (rotes Kreuz). Ein grüner Pfeil zeigt eine geänderte Datei an, wobei die Richtung der Pfeilspitze signalisiert, ob das Original oder die Kopie im Aktenkoffer geändert wurde.
Der Aktenkoffer verwendet standardmäßig immer die neueste Dokumentversion zur Aktualisierung und passt die Richtung des Pfeils entsprechend an. Sie können aber über Kontextmenübefehle auswählen, ob die Kopie im Aktenkoffer oder das Original ersetzt werden soll. Der Befehl Details öffnet einen Zusatzdialog, in dem Sie über zwei Optionen die zu aktualisierende Datei wählen. Über den Eintrag Überspringen wird das betreffende Dokument von der Aktualisierung ausgenommen. Wurde eine Datei gelöscht, finden Sie im Kontextmenü des betreffenden Elements den Befehl Löschen. Wählen Sie diesen Befehl, entfernt Windows auch noch die verbliebene Datei. Sobald Sie die Schaltfläche Aktualisieren anklicken, nimmt der Aktenkoffer den Abgleich der Dateien zwischen Aktenkoffer und Original vor. Die Dateien werden dabei in der angegebenen Richtung kopiert. Wurden die Dokumente im Aktenkoffer und im Original geändert, lässt sich keine Aktualisierung durchführen. Übernehmen Sie notfalls die neueste Fassung und tragen Sie die »verloren gegangenen Änderungen« des anderen Dokuments manuell nach. Einige Programme wie z. B. Microsoft Word können die Differenzen zweier Dokumente anzeigen und abgleichen.
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Der Aktenkoffer als Datencontainer
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Sie sollten Dateien, die in den Aktenkoffer übertragen wurden, keinesfalls umbenennen oder die Originale in andere Ordner verschieben. Tun Sie dies trotzdem, geht die Synchronisierung verloren und ein automatischer Abgleich ist nicht mehr möglich.
10.3.3
Dokumente löschen und trennen
Benötigen Sie ein Dokument im Aktenkoffer oder im Quellordner nicht mehr, müssen Sie es gezielt löschen. Wurde ein Dokument im Quellordner gelöscht, können Sie die Kopie im Aktenkoffer auf die gleiche Weise entfernen. Oder Sie geben bei der nächsten Aktualisierung über den Kontextmenübefehl Löschen an, dass die Kopie auch aus dem Papierkorb zu entfernen ist. Um die Kopie aus dem Aktenkoffer zu entfernen, reicht es aber nicht, diese zum Papierkorb zu ziehen – denn spätestens beim nächsten Synchronisieren würde der Aktenkoffer die fehlende Datei erneut anlegen. Der Kontextmenübefehl Löschen im Synchronisierungsdialog bringt Sie auch nicht weiter, da dann die Originaldatei auch noch gelöscht würde. Die einzige Möglichkeit, eine Datei aus dem Aktenkoffer zu entfernen und das Original zu erhalten, besteht darin, die Verbindung zum Original zu trennen. 1. Markieren Sie den betreffenden Eintrag im Ordnerfenster des Aktenkoffers und wählen Sie den Kontextmenübefehl Eigenschaften. 2. Wählen Sie im Eigenschaftenfenster die Schaltfläche Vom Original trennen auf der Registerkarte Aktualisierungsstatus (Bild 10.15). 3. Bestätigen Sie den Sicherheitsdialog zum Trennen über die Ja-Schaltfläche und schließen Sie die Registerkarte über die Schließen-Schaltfläche.
Bild 10.15: Verbindung im Aktenkoffer trennen
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Kapitel 10 · Spezielle Dateifunktionen nutzen
Dann hebt der Aktenkoffer die Verbindung zwischen Kopie und Original auf. Sie können anschließend die nicht mehr benötigte Datei im Aktenkoffer (oder im Quellordner) löschen. TIPP
Ob der Aktenkoffer getrennte Verbindungen erhält, erkennen Sie an der Spalte Synchronkopie in, die bei getrennten Verbindungen leer ist.
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11 Know-how zur Dokumentverwaltung In Windows ist für Dokumentdateien festgelegt, mit welcher Anwendung diese zu öffnen sind. Nachfolgend wird kurz gezeigt, wie sich diese Zuordnung anpassen lässt und wie Sie nicht registrierte Dokumente in Anwendungen öffnen bzw. die Dokumenttypen registrieren können. Die Liste der zuletzt geöffneten Dokumente lässt u. U. Rückschlüsse auf Ihre Arbeit am Rechner zu. Daher wird im Folgenden erläutert, wie sich diese Liste löschen und ausblenden lässt. Verknüpfungen erlauben Ihnen einen schnellen Zugriff auf Programme und Dokumente. Wie Sie Verknüpfungen einrichten oder deren Eigenschaften anpassen, ist Inhalt eines eigenen Abschnitts. Zudem werden die Funktionen zur Anpassung der Zugriffsberechtigungen bezüglich Dateien und Ordner unter Windows Vista skizziert.
11.1 Dateitypen unter Windows verwalten Ein Doppelklick auf eine Dokumentdatei öffnet diese im zugehörigen Anwendungsprogramm. Wie Sie diese Vorgaben ändern, falls es mal Probleme gibt, oder wie Sie ggf. neue Dateitypen registrieren, wird nachfolgend gezeigt.
11.1.1
Dokumente über »Öffnen mit« laden
Erhalten Sie eine Datei, deren Dokumenttyp Windows nicht kennt (z. B. weil eine geänderte Dateinamenerweiterung benutzt wird), zeigt Windows Vista diese mit dem Symbol für unbekannte Dokumente (siehe Datei Readme.text in Bild 11.1, Hintergrund). Wählen Sie eine solche Datei per Doppelklick an, erscheint das in Bild 11.1 im Vordergrund gezeigte Dialogfeld. Um die Dokumentdatei einmalig zu laden oder sogar den Dokumenttyp zu registrieren, gehen Sie in folgenden Schritten vor. 1. Markieren Sie das Optionsfeld Programm aus einer Liste installierter Programme auswählen (Bild 11.1, Vordergrund) und klicken Sie auf die OK-Schaltfläche. 2. Windows zeigt dann das Dialogfeld Öffnen mit (Bild 11.2), in dem Sie das Programm zum Öffnen der Anwendung auswählen. Kann Windows Vista den Dokumentinhalt erkennen (z. B. bei Textdateien), schlägt es bereits passende Anwendungen zum Öffnen vor. Bei Textdateien sind dies beispielsweise der Windows-Editor oder das Programm WordPad. 3. Ist kein passendes Programm im Dialogfeld Öffnen mit aufgeführt, wählen Sie die Schaltfläche Durchsuchen. Im dann angezeigten Ordnerfenster können Sie das gewünschte Anwendungsprogramm (.exeDatei) im zugehörigen Programmordner auswählen und mittels der Öffnen-Schaltfläche bestätigen.
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Dateitypen unter Windows verwalten
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Bevor Sie das Dialogfeld Öffnen mit schließen, müssen Sie noch entscheiden, ob der Dokumenttyp dauerhaft für die Anwendung registriert werden soll. 4. In diesem Fall tippen Sie im Textfeld Geben Sie eine Beschreibung für Dateien diesen Typs an des Öffnen mit-Dialogfelds einen kurzen Text für den Dateityp ein (z. B. »Textdokument«). Stellen Sie zudem sicher, dass das Kontrollkästchen Dateityp immer mit dem ausgewählten Programm öffnen markiert ist. 5. Danach schließen Sie das Dialogfeld über die OK-Schaltfläche.
Bild 11.1: Dialogfeld beim Doppelklick auf unbekannte Dateitypen
Windows öffnet dann das Dokument im angegebenen Anwendungsprogramm. War das Kontrollkästchen Dateityp immer mit dem ausgewählten Programm öffnen markiert, registriert Windows den Dateityp. Allen Dateien mit der gleichen Dateinamenerweiterung wird dann in Windows das Symbol des gewählten Anwendungsprogramms zugeordnet und die Dokumente lassen sich zukünftig per Doppelklick öffnen. Möchten Sie dies vermeiden, müssen Sie im Dialogfeld Öffnen mit darauf achten, dass das Kontrollkästchen Dateityp immer mit dem ausgewählten Programm öffnen nicht markiert ist. Wichtig ist allerdings, dass das in Öffnen mit gewählte Anwendungsprogramm den Dokumenttyp auch öffnen kann. Dies ist beispielsweise häufig bei Textdateien gegeben, die sich im Windows-Editor oder in WordPad ansehen lassen. Grafikprogramme unterstützen häufig verschiedene Dateitypen wie .bmp, .gif, .tif und .jpg.
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Kapitel 11 · Know-how zur Dokumentverwaltung
Bild 11.2: Dialogfeld Öffnen mit zur Auswahl der Anwendung
11.1.2
Registrierte Dokumente über »Öffnen mit« laden
Ein Doppelklick auf eine Dokumentdatei öffnet diese immer in der unter Windows registrierten Anwendung. Gelegentlich ist es aber erwünscht, ein Dokument in einem anderen Anwendungsprogramm zu laden (z. B. wenn Sie zwei Grafikprogramme installiert haben und eines als Standard für die Dateitypen registriert ist). Der umständlichere Weg besteht darin, das betreffende Anwendungsprogramm erst zu starten und dann über dessen Befehl Öffnen im Menü Datei die gewünschte Dokumentdatei zu laden. Schneller geht es, unter Windows die Dokumentdatei direkt über den Befehl Öffnen mit in einer Anwendung zu laden. 1. Klicken Sie die betreffende Datei mit der rechten Maustaste an und wählen Sie im Kontextmenü den Befehl Öffnen mit (Bild 11.3). 2. Wird im Untermenü die passende Anwendung angezeigt, klicken Sie den zugehörigen Befehl an. Andernfalls wählen Sie den Befehl Standardprogramm auswählen. 3. Im Dialogfeld Öffnen mit (Bild 11.2) wählen Sie die gewünschte Anwendung, passen ggf. die Optionen im Dialogfeld an und schließen das Dialogfeld über die OK-Schaltfläche. Ähnlich wie im vorherigen Abschnitt beschrieben, können Sie über die Schaltfläche Durchsuchen des Dialogfelds Öffnen mit jede passende
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Liste der zuletzt verwendeten Dokumente anpassen
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Anwendung zum Laden der Dokumentdatei auswählen. Achten Sie darauf, dass das Kontrollkästchen Dateityp immer mit dem ausgewählten Programm öffnen nicht markiert ist. Andernfalls wird die ausgewählte Anwendung dauerhaft zum Öffnen des Dateityps registriert und ein Doppelklick öffnet dann das Dokument in dieser Anwendung.
Bild 11.3: Kontextmenü zum Öffnen eines Dokuments TIPP
Wurde ein Dokumenttyp ungewollt über Öffnen mit einer Anwendung zugeordnet oder hat eine Programminstallation diese Registrierung verändert? Dies lässt sich leicht korrigieren, indem Sie die obigen Schritte verwenden. Wählen Sie die gewünschte Anwendung zum Öffnen des Dateityps und stellen Sie sicher, dass das Kontrollkästchen Dateityp immer mit dem ausgewählten Programm öffnen markiert ist. Dann passt Windows die Zuordnung des Dateityps zur Anwendung entsprechend an.
11.2 Liste der zuletzt verwendeten Dokumente anpassen Windows Vista führt eine Liste der zuletzt verwendeten Dokumente und erlaubt den Zugriff auf diese Elemente über das Startmenü. Der folgende Abschnitt beschreibt diese Funktion und zeigt, wie sich Anpassungen vornehmen lassen.
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Kapitel 11 · Know-how zur Dokumentverwaltung
11.2.1
Zugriff auf zuletzt verwendete Dokumente
Möchten Sie schnell auf die zuletzt verwendeten Dokumente zugreifen, ist dies über den Startmenübefehl Zuletzt verwendet möglich. Sobald Sie das Startmenü öffnen und den Befehl anwählen, blendet Windows Vista die betreffende Liste ein (Bild 11.4).
Bild 11.4: Liste der zuletzt verwendeten Dokumente
Diese Liste enthält die letzten 15 Dokumente und es genügt ein Mausklick auf den betreffenden Eintrag, um das Dokument in der zugehörigen Anwendung zu öffnen.
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Liste der zuletzt verwendeten Dokumente anpassen
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TIPP
Ob die Dateinamenerweiterungen, wie in Bild 11.4 gezeigt, in der Liste der zuletzt verwendeten Dokumente erscheinen, hängt von den Einstellungen ab. Nur wenn die Anzeige von Dateinamenerweiterungen im Ordnerfenster eingeschaltet wurde, sehen Sie die betreffenden Erweiterungen auch im Startmenü. In Bild 11.4 ist zu erkennen, dass die Identifizierung des korrekten Dokuments u. U. recht schwierig werden kann. Bei unterdrückter Anzeige von Dateinamenerweiterungen würde das betreffende Startmenü zwei Einträge Readme aufweisen. Ähnliches gilt, falls Sie mehrere Dokumente gleichen Namens in unterschiedlichen Ordnern nacheinander aufrufen. Glücklicherweise gibt es einen Trick, um den Pfad zum Dokument herauszufinden: Zeigen Sie mit der Maus kurzzeitig auf den betreffenden Eintrag der Liste, blendet Windows eine QuickInfo mit dem kompletten Pfad ein.
11.2.2
Die Liste »Zuletzt benutzte Dokumente« entfernen
Um festzustellen, welche Dokumente zuletzt am Computer bearbeitet wurden, reicht ein Blick in den Startmenüeintrag Zuletzt benutzt – Big Brother is watching you! Es soll sogar schon Fälle gegeben haben, wo unbefugte Dritte über diese Funktion ganz schnell Einblick in vertrauliche Geschäftsunterlagen auf unbeaufsichtigten Systemen erhalten haben. Im Hinblick auf den Datenschutz sind solche automatisch geführten Listen problematisch. Um Spionage durch Unbefugte zu unterbinden, können Sie die Liste der zuletzt benutzten Dokumente löschen und den Eintrag aus dem Startmenü entfernen lassen.
Bild 11.5: Datenschutzoptionen für das Startmenü
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Kapitel 11 · Know-how zur Dokumentverwaltung
1. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die Schaltfläche Start und wählen Sie den Kontextmenübefehl Eigenschaften. 2. Löschen Sie im Eigenschaftenfenster auf der Registerkarte Startmenü die Markierung des Kontrollkästchens Liste zuletzt geöffneter Dateien speichern und anzeigen in der Gruppe Datenschutz (Bild 11.5). Bei der Gelegenheit können Sie auch gleich die Markierung des Kontrollkästchens Liste zuletzt geöffneter Programm speichern und anzeigen löschen. Dann trägt Windows die Symbole der zuletzt benutzten Programme nicht mehr in der linken Spalte des Startmenüs ein. Die Änderungen werden übernommen, sobald Sie die Registerkarte über die OKSchaltfläche schließen.
11.3 Arbeiten mit Verknüpfungen Verknüpfungen stellen eine elegante Methode zum schnellen Zugriff auf Programme, Dateien oder andere Elemente (z. B. Drucker, Startmenübefehle, Einträge der Systemsteuerung etc.) dar. Solche Verknüpfungen enthalten die Information, wo das eigentliche Zielelement hinterlegt ist, und definieren das Verknüpfungssymbol, eine optionale QuickInfo etc. In Kapitel 4 wurde bereits erläutert, wie sich so genannte Verknüpfungen durch Ziehen per Maus auf dem Desktop einrichten lassen. Nachfolgend wird diskutiert, wie sich Verknüpfungen gezielt anlegen lassen und wie Sie deren Eigenschaften anpassen.
11.3.1
Verknüpfungen per Assistent einrichten
Sie können Verknüpfungen über einen Assistenten einrichten. Dies hat gegenüber der in Kapitel 4 gezeigten Methode den Vorteil, dass sich die Verknüpfungseigenschaften mit definieren lassen. 1. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf eine freie Stelle des Desktops oder eines Ordnerfensters und wählen Sie im Kontextmenü die Befehle Neu/Verknüpfung. Alternativ können Sie in einem Ordnerfenster im Menü Datei den Befehl Neu/Verknüpfung wählen. 2. Windows startet einen Assistenten, in dessen Startdialog (Bild 11.6, oben, Hintergrund) Sie die Befehlszeile zum Aufruf des gewünschten Programms mitsamt den gewünschten Optionen festlegen müssen. Falls Sie den Programmpfad nicht kennen, klicken Sie auf die Schaltfläche Durchsuchen. Windows öffnet ein Dialogfeld (Bild 11.6, oben rechts), in dem Sie den Ordner wählen, der die Programmdatei enthält. Schließen Sie das Dialogfeld über die OK-Schaltfläche und klicken Sie im Dialogfeld des Assistenten auf die Schaltfläche Weiter. 3. Tragen Sie im zweiten Dialogfeld des Assistenten (Bild 11.6, unten) einen Namen für die Verknüpfung im betreffenden Textfeld ein und klicken Sie dann auf die Schaltfläche Fertig stellen.
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Arbeiten mit Verknüpfungen
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Der Assistent wird geschlossen und Windows richtet im aktuellen Ordner (bzw. auf dem Desktop) die neue Verknüpfung mit dem angegebenen Titel ein. In einem weiteren Schritt können Sie nun noch die Eigenschaften dieser Verknüpfung anpassen.
Bild 11.6: Dialogfelder zum Einrichten einer Verknüpfung
11.3.2
Eigenschaften einer Verknüpfung ändern
Jede Verknüpfung besitzt bestimmte Eigenschaften wie den Symboltitel, das benutzte Symbol, die Verknüpfung zur Zieldatei etc. Der Symboltitel lässt sich direkt durch Umbenennen der Verknüpfung anpassen. Die restlichen Eigenschaften werden über ein eigenes Eigenschaftenfenster geändert. 1. Klicken Sie das betreffende Verknüpfungssymbol mit der rechten Maustaste an und wählen Sie im Kontextmenü den Befehl Eigenschaften. 2. Wählen Sie im Eigenschaftenfenster der Verknüpfung die Registerkarte Verknüpfung (Bild 11.7, Hintergrund) und passen Sie die Verknüpfungseigenschaften an. Die einzelnen Eigenschaften der Registerkarte Verknüpfung besitzen folgende Bedeutung:
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Kapitel 11 · Know-how zur Dokumentverwaltung
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Das Textfeld Ziel enthält den Pfad und den Namen der Zieldatei, die bei Anwahl der Verknüpfung benutzt wird. Benötigt ein Programm zum Beispiel bestimmte Aufrufoptionen (wie Dateinamen), sind diese in der betreffenden Zeile anzugeben. Mit Notepad.exe Test.txt würde beispielsweise der Windows-Editor gestartet und die Textdatei Test.txt geöffnet. Der Zielordner, in dem die in der Verknüpfung angegebenen Datei hinterlegt ist, lässt sich über die Schaltfläche Dateipfad öffnen als Ordnerfenster öffnen.
Bild 11.7: Eigenschaften einer Verknüpfung
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Einige Anwendungen benötigen einen eigenen Ordner, in dem Bibliotheksdateien oder zusätzliche Dateien abgelegt werden. Dieser Ordner wird im Feld Ausführen in eingetragen.
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Im Startmenü und auf dem Desktop hinterlegte Verknüpfungen auf Programme können Sie mit einer Tastenkombination versehen. Dann lässt sich die Verknüpfung durch Drücken der Tastenkombination direkt aufrufen. Solche Tastenkombinationen beinhalten immer die Tasten (Alt) und (Strg) sowie eine dritte Taste. Die betreffende Eigenschaft wird über das Feld Tastenkombination definiert. Zum Festlegen der Tastenkombination (Alt)+(Strg)+(E) klicken Sie auf
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Zugriffsberechtigungen verwalten
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das betreffende Feld und drücken dann die Taste (E). Durch Drücken der (æ___)-Taste lässt sich der Inhalt des Felds mit der Tastenkombination wieder aufheben. Windows zeigt den Text »Kein« an. Achten Sie aber darauf, Tastenkombinationen zu benutzen, die noch nicht durch Windows belegt sind. Weiterhin sind die Tasten (Esc), (Enter), (ÿ_), (), (Druck) oder (æ___) in Windows für andere Zwecke reserviert. 쮿
Die zur Verknüpfung gehörende Anwendung lässt sich im Vollbildmodus, als normales Fenster oder als Symbol öffnen. Welcher Modus benutzt wird, kann über das Listenfeld Ausführen eingestellt werden.
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Das Feld Kommentar erlaubt Ihnen, einen Text als Kommentar einzugeben. Dieser Feldinhalt wird später als QuickInfo angezeigt, sobald Sie per Maus auf das Verknüpfungssymbol zeigen.
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Die Schaltfläche Erweitert öffnet das in Bild 11.7, unten rechts, gezeigte Dialogfeld. Dort können Sie über das Kontrollkästchen festlegen, dass die Anwendung ausschließlich unter einem Administratorkonto aufgerufen werden darf.
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Windows verwendet standardmäßig das Symbol der Anwendung als Verknüpfungssymbol. Klicken Sie auf der Registerkarte Verknüpfung auf die Schaltfläche Anderes Symbol. Windows öffnet das gleichnamige Dialogfeld (Bild 11.7, oben rechts), in dem die in der gewählten Datei verfügbaren Symbole aufgeführt werden. WindowsProgrammdateien enthalten mindestens ein solches Symbol, meist jedoch mehrere. Bei Bedarf lässt sich im Textfeld des Dialogfelds der Pfad zu einer anderen Symboldatei angeben oder über die Schaltfläche Durchsuchen auswählen. Markieren Sie im Dialogfeld Anderes Symbol das gewünschte Symbol und schließen Sie das Dialogfeld über die OK-Schaltfläche.
Die Änderungen werden wirksam, sobald Sie die Registerkarte über die OK-Schaltfläche schließen oder auf die Schaltfläche Übernehmen klicken. TIPP
Die im Windows-Ordner \System32 gespeicherten Dateien Shell32.dll, Pifmgr.dll und Moricons.dll enthalten eine ganze Sammlung von Symbolen. Viele .exe- und .dll-Dateien weisen ebenfalls Symbole auf. Beachten Sie aber, dass die .dll-Dateien nur dann im Dialogfeld Anderes Symbol auftauchen, wenn die Anzeige versteckter Dateien eingeschaltet ist.
11.4 Zugriffsberechtigungen verwalten Über das NTFS-Dateisystem lassen sich Zugriffsrechte für Dateien und Ordner zuweisen. In Windows Vista Home Premium können Sie diese Zugriffsrechte entsprechend anpassen. Nachfolgend wird kurz erläutert, was es mit Zugriffsrechten auf sich hat und wie Sie diese anpassen.
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Kapitel 11 · Know-how zur Dokumentverwaltung
11.4.1
Zugriffsrechte, das steckt dahinter
Beim Anlegen von Dateien und Ordnern vergibt Windows automatisch die Zugriffsrechte. Diese regeln, wer alles auf das betreffende Element zugreifen darf. Dabei lässt sich noch die Art des Zugriffs unterscheiden – z. B. nur lesen oder lesen und schreiben, bei Programmen gibt es die Berechtigung zum Ausführen oder bei Ordnern kann auch eine Berechtigung zum Anzeigen des Inhalts vergeben bzw. entzogen werden. Versucht ein Benutzer ohne entsprechende Berechtigung, auf eine Datei oder einen Ordner zuzugreifen oder ein Programm zu starten, verweigert Windows dies und weist den Zugriff über ein Dialogfeld ab. Als normaler Benutzer von Windows Vista brauchen Sie sich mit Zugriffsberechtigungen für Dateien nicht zu befassen. Sie sollten lediglich folgende Grundregeln kennen, die Windows Vista für auf NTFSDatenträgern gespeicherten Dateien und Ordner verwendet. 쮿
Legen Sie eine neue Datei oder einen neuen Ordner an, vermerkt Windows, unter welchem Konto dies passiert ist. Der Benutzer dieses Kontos ist der Besitzer des betreffenden Dateielements. Dieser enthält den kompletten Zugriff, kann diese also lesen, verändern, umbenennen, kopieren und verschieben.
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Benutzer anderer Standardkonten können auf solche Ordner oder Dateien, die z. B. im Ordner Dokumente oder in anderen Ordnern des Benutzerkontos gespeichert sind, in der Regel nicht zugreifen. Nur Administratoren verfügen über Berechtigungen, um auf solche Dateien zuzugreifen.
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Möchten Sie, dass andere Benutzer Ihre Dateien und Ordner einsehen, kopieren, löschen oder verändern können, legen Sie diese einfach im Ordner Öffentlich bzw. in dessen Unterordnern ab. Windows Vista passt dann automatisch die Zugriffsberechtigungen so an, dass alle Benutzer Vollzugriff erhalten.
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Wenn Sie einen Ordner oder ein Laufwerk in einem Netzwerk freigeben, passt Windows Vista ebenfalls die Zugriffsberechtigungen entsprechend Ihren Vorgaben an. Bei einer Netzwerkfreigabe lässt sich beispielsweise vorgeben, ob andere Netzwerkteilnehmer die Dateien nur einsehen oder auch ändern können.
Mit diesen Regeln lässt sich problemlos mit Dateien und Ordnern auf NTFS-Dateisystemen arbeiten, ohne dass Sie sich mit den Details der Benutzerberechtigungen befassen müssen. Der Ansatz hat zudem noch den gravierenden Vorteil, dass Windows Vista automatisch sicherstellt, dass die Zugriffsrechte entsprechend den Einstellungen des Benutzerkontos vergeben werden. Daher wird von Microsoft die manuelle Veränderung der Zugriffsrechte nicht empfohlen. Allerdings gibt es gelegentlich Gründe, Zugriffsrechte auf Dateien oder Ordner individuell zu vergeben. Wird beispielsweise ein Benutzerkonto gelöscht und die Dateien bleiben erhalten, können nur Administratoren auf diese Elemente zugreifen. Dann kann es hilfreich sein, wenn ein Administrator den Besitz der Dateien übernimmt oder diese in den Ord-
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Zugriffsberechtigungen verwalten
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ner Öffentlich kopiert. Erfahrene Benutzer können die Zugriffsrechte auch verwenden, um nur einigen Benutzern den Zugriff auf Dokumente in freigegebenen Ordnern zu gewähren.
11.4.2
So können Sie Zugriffsrechte einsehen und verändern
Die aktuellen Zugriffsrechte einer Datei oder eines Ordners lassen sich in Windows Vista Home Premium mit wenigen Mausklicks ansehen.
Bild 11.8: Registerkarte Sicherheit
1. Klicken Sie den gewünschten Ordner oder die gewünschte Datei mit der rechten Maustaste an und wählen Sie den Kontextmenübefehl Eigenschaften. 2. Holen Sie im Eigenschaftenfenster die Registerkarte Sicherheit (Bild 11.8) in den Vordergrund, um die aktuellen Zugriffsrechte einzusehen. In der Gruppe Gruppen- oder Benutzernamen werden die Namen der Gruppen oder Benutzerkonten aufgeführt, die Zugriff auf das System haben sollen. Bild 11.8 zeigt die Standardeinstellung für die Zugriffsrechte eines lokalen Ordners innerhalb des Benutzerkontos. Es haben nur das SYSTEM und die Gruppe der lokalen Administratoren sowie der aktuelle Benutzer, d. h. der Besitzer der Datei oder des Ordners, Zugriff.
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Kapitel 11 · Know-how zur Dokumentverwaltung
Klicken Sie auf einen der Einträge, werden die aktuellen Berechtigungen in der unteren Liste angezeigt. Dabei signalisiert ein Häkchen in der Spalte Zulassen, dass der Benutzer (oder ein Mitglied der betreffenden Gruppe) Zugriff auf die betreffende Kategorie hat. Ein Häkchen in der Rubrik Verweigern entzieht das betreffende Zugriffsrecht. Um welches Zugriffsrecht (Ändern, Lesen, Anzeigen etc.) es sich handelt, wird in den einzelnen Zeilen angegeben.
So lassen sich Berechtigungen für Benutzer/ Gruppen setzen Um die Zugriffsberechtigung für eine auf der Registerkarte Sicherheit aufgelisteten Gruppe oder für einen einzelnen Benutzer für eine Datei oder einen Ordner anzupassen, gehen Sie folgendermaßen vor: 1. Markieren Sie auf der Registerkarte Sicherheit im Feld Gruppenoder Benutzernamen den gewünschten Gruppen- oder Benutzernamen (Bild 11.8) und klicken Sie auf die Schaltfläche Bearbeiten. 2. Anschließend passen Sie im Feld Berechtigungen für xxx des eingeblendeten Dialogfelds (Bild 11.9) die Markierung der Kontrollkästchen in den Spalten Zulassen und Verweigern gemäß Ihren Wünschen an.
Bild 11.9: Berechtigungen anpassen
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Zugriffsberechtigungen verwalten
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Wird beispielsweise die Markierung der Kategorie Ändern in der Spalte Verweigern gesetzt, darf der gewählte Benutzer die betreffende Datei oder den Inhalt des Ordners nicht mehr ändern. Haben Sie eine Gruppe gewählt, wirkt sich dies auf alle Benutzer dieser Gruppe aus. Auf ähnliche Weise können Sie Schreibrechte oder das Recht zum Ausführen von Programmen anpassen. Die Änderungen werden wirksam, sobald Sie die OK-Schaltfläche oder die Übernehmen-Schaltfläche anklicken und dann den Warndialog über die Ja-Schaltfläche bestätigen. Bevor Sie die Berechtigungen ändern und Zugriffsrechte entziehen, sollten Sie sich aber über die Folgen im Klaren sein. Wenn Sie beispielsweise der Gruppe der Administratoren die Berechtigungen zum Vollzugriff entziehen und keine Änderungsrechte zulassen, kann niemand mehr die Ordner und Dateien manipulieren. Sie sollten in der Regel die im vorherigen Abschnitt beschriebenen Ansätze verwenden und Windows die Vergabe der Zugriffsberechtigungen überlassen.
Berechtigungsliste: Benutzer hinzufügen/ entfernen Um weitere Benutzer (oder Gruppen) zur Berechtigungsliste hinzuzufügen, gehen Sie in folgenden Schritten vor:
Bild 11.10: Benutzer bzw. Gruppe hinzufügen
1. Klicken Sie im Dialogfeld Berechtigungen für xxx (Bild 11.9) auf die Schaltfläche Hinzufügen und warten Sie dann, bis Windows das Dialogfeld Benutzer oder Gruppen wählen öffnet (Bild 11.10, links). 2. Klicken Sie auf die Schaltfläche Pfade, um die Darstellung aus Bild 11.10, rechts, zu erreichen, und betätigen Sie die Schaltfläche Jetzt suchen.
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Kapitel 11 · Know-how zur Dokumentverwaltung
3. Warten Sie, bis Windows die Liste der Benutzer/Gruppen im unteren Teil des Dialogfelds vervollständigt hat, markieren Sie dann den gewünschten Eintrag und schließen Sie das Dialogfeld über die OKSchaltfläche. Der betreffende Benutzer- oder Gruppenname wird dann in die Liste im Dialogfeld Berechtigungen für xxx (Bild 11.9) eingefügt. Um Benutzeroder Gruppennamen in dieser Liste zu entfernen, markieren Sie diese in der Liste (Bild 11.9) und bestätigen die Entfernen-Schaltfläche.
11.4.3
Erweiterte Sicherheitseinstellungen verwalten
Am unteren Rand der Registerkarte Sicherheit finden Sie die Schaltfläche Erweitert (Bild 11.8), um die erweiterten Sicherheitseinstellungen (spezielle Berechtigungen) einsehen oder anpassen, Überwachungen einrichten und den Besitz eines Elements übernehmen zu können. Windows öffnet dann das Eigenschaftenfenster Erweiterte Sicherheitseinstellungen. Über die Registerkarte Berechtigungen können Sie die Berechtigungseinträge für das gewählte Element verwalten. Hierzu klicken Sie auf die Schaltfläche Bearbeiten (Bild 11.11, Hintergrund). 쮿
Um das Zugriffsrecht für einen Benutzer oder eine Gruppe komplett zu entfernen, markieren Sie den Eintrag und klicken auf die Schaltfläche Entfernen (Bild 11.11, Vordergrund). Dann wird im markierten NTFS-Element (Ordner, Datei) der betreffende Name gelöscht – Windows findet bei Zugriffen von diesem Konto auf das Objekt des Dateisystems den Konten- oder Gruppennamen nicht mehr und weist den Zugriff ab.
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Möchten Sie eine neue Gruppe oder einen neuen Benutzer mit aufnehmen, klicken Sie auf die Schaltfläche Hinzufügen. Dann wird das Dialogfeld aus Bild 11.9, links, gezeigt und Sie können, wie auf den vorhergehenden Seiten beschrieben, eine Gruppe oder einen Benutzernamen wählen. Anschließend gelangen Sie zu dem in Bild 11.12 gezeigten Dialogfeld, in dem Sie die Zugriffsoptionen setzen können.
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Möchten Sie Zugriffsrechte bestehender Einträge anpassen, markieren Sie den Eintrag und klicken auf die Schaltfläche Bearbeiten (Bild 11.11, Vordergrund). Auch dann erscheint das Dialogfeld aus Bild 11.12, auf dessen Registerkarte Objekt Sie die Zugriffsberechtigungen einstellen können. Über die Schaltfläche Ändern lässt sich ein anderer Benutzer- oder Gruppenname wählen.
Die Registerkarte Objekt (Bild 11.12) besitzt dabei wesentlich detailliertere Einstellmöglichkeiten für Berechtigungen als das Dialogfeld aus Bild 11.9. Sobald Sie das Dialogfeld und das Eigenschaftenfenster über die OK-Schaltflächen schließen, werden die Einstellungen für das Objekt übernommen.
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Zugriffsberechtigungen verwalten
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Bild 11.11: Erweiterte Berechtigungen verwalten
Bild 11.12: Berechtigungseinträge für einen Benutzer/eine Gruppe verwalten
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Kapitel 11 · Know-how zur Dokumentverwaltung
Effektive Berechtigungen kontrollieren Wenn Sie gemäß den obigen Erläuterungen Zugriffsrechte zugewiesen haben, kann es vorkommen, dass ein Benutzer Mitglied der Gruppe der Administratoren ist (die Vollzugriff besitzt) und gleichzeitig dem Konto individuelle Rechte zugewiesen wurden. Daher listet Windows auf der Registerkarte Effektive Berechtigungen des Dialogfelds Erweiterte Sicherheitseinstellungen für eine Zusammenstellung aller gesetzten effektiven Berechtigungen auf (Bild 11.13). Über die Schaltfläche Auswählen können Sie dabei verschiedene Gruppen- und Benutzernamen wählen, um die Berechtigungen anzeigen zu lassen.
Bild 11.13: Kontrolle der effektiven Berechtigungen
Den Besitz eines Objekts übernehmen Der Benutzer, der einen Ordner oder eine Datei erstellt, ist auch der Besitzer des Objekts. Der Besitzer erhält den Vollzugriff. Wenn ein Benutzer nun nicht mehr verfügbar ist, müsste sich ein anderer Benutzer zum Zugriff an dessen Konto anmelden. Existiert das Konto nicht mehr, aber die Dateien des Benutzerkontos (z. B. Dokumente) sind erhalten geblieben, wird die Sache schon schwieriger. Ein Administrator kann auf den Ordner zugreifen und die Dateien in den Ordner Öffentlich verschieben. Dann besitzt jeder volle Zugriffsrechte. Sie können sich aber auch unter einem Administratorkonto anmelden und den Besitz der Datei übernehmen. 1. Hierzu wählen Sie die Registerkarte Sicherheit und klicken auf die Schaltfläche Erweitert (Bild 11.8). Auf der Registerkarte Besitzer werden der aktuelle Besitzer und die Gruppe der Administratoren sowie das Konto Administrator gezeigt (Bild 11.14, Hintergrund).
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Zugriffsberechtigungen verwalten
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2. Klicken Sie auf die Schaltfläche Bearbeiten und bestätigen Sie anschließend die Abfrage der Benutzerkontensteuerung über die Schaltfläche Fortsetzen, um den Vorgang weiterzuführen. 3. Wählen Sie nun die Gruppe Administratoren oder einen anderen Benutzer, der den Besitz erhalten soll, und schließen Sie das Dialogfeld mit der Registerkarte Besitzer über die OK-Schaltfläche.
Bild 11.14: Besitzübernahme von Dateien und Ordnern
Dann geht der Besitz an der Datei bzw. am Ordner an die Gruppe der Administratoren (oder an den gewählten Benutzer) über. Das Eigenschaftenfenster Erweiterte Sicherheitseinstellungen besitzt auch noch die Registerkarte Überwachung, auf der Sie die Überwachung auf Zugriffe definieren können, damit Windows Vista die erfolgreichen und abgelehnten Zugriffsversuche auf das Objekt in den Ereignisprotokollen aufzeichnet.
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12 Dateien und Ordner suchen Windows Vista unterstützt Sie bei der Suche nach Dokumenten und Ordnern auf dem lokalen Computer. Das vorliegende Kapitel zeigt, wie die Suche funktioniert, und erläutert Optionen zur Ausweitung bzw. Anpassung der Suche.
12.1 Suchfunktionen unter Windows nutzen Haben Sie vergessen, in welchem Ordner sich eine Datei oder ein Unterordner befindet? Suchen Sie ein Textdokument (Brief, Bericht etc.), an dessen Namen Sie sich nicht mehr erinnern, von dem Sie aber bestimmte Textstellen kennen? Möchten Sie gezielt nach Fotos, Musik oder Videos suchen, die bestimmten Kriterien entsprechen. In Windows Vista ist eine solche Suche direkt im Ordnerfenster möglich.
12.1.1
So funktioniert die Suche im Ordnerfenster
Zum Suchen nach bestimmten Dateien, Ordnern oder Dokumenten sind nur wenige Schritte erforderlich.
Bild 12.1: Suchen im Ordnerfenster
1. Öffnen Sie ein Ordnerfenster und wechseln Sie ggf. zum Ordner, in dem die Suche stattfinden soll. 2. Klicken Sie auf das oberhalb der Symbolleiste rechts neben dem Adressfeld angezeigte Suchfeld und tippen Sie den Suchbegriff ein (in Bild 12.1 wurde der Text »Brief« eingegeben).
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Suchfunktionen unter Windows nutzen
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Umsteiger von älteren Windows-Versionen werden eine nette Neuerung bemerken: Bereits bei der Eingabe der ersten Zeichen eines Suchbegriffs filtert Windows die nicht zutreffenden Dateien und Ordner aus der Anzeige aus. Die Suche startet also direkt nach der Eingabe des ersten Zeichens und nach einiger Zeit werden die an verschiedenen Speicherorten gefundenen Treffer im Ordnerfenster als Suchergebnisse angezeigt. Der in Bild 12.1 eingegebene Suchbegriff »Brief« zeigt vier Treffer.
Mysteriös: Warum werden Dateien mit abweichenden Namen gezeigt? Vielleicht werden Sie bei der Betrachtung der Ergebnisse bezüglich der Treffer etwas stutzig. Die Datei »Brief« sowie der Ordner »Briefe« passen ja noch irgendwie zum Suchmuster »Brief«. Aber was ist mit dem Bild »Bach« und dem Textdokument »Einladung«? Windows benutzt standardmäßig eine intelligente Suche, die neben dem Datei- und Ordnernamen auch Dateiinhalte und Zusatzinformationen in die Suche einbezieht. Das Textdokument »Einladung« enthält das Stichwort »Brief« im Text, wird also bei der Suche angezeigt. Bei manchen Dateien (Fotos, Musik etc.) lassen sich zusätzliche Informationen (als Markierungen bezeichnet) über Eigenschaften zuordnen (siehe Teil 4). Der im Beispiel benutzten Fotodatei »Bach« wurde eine Beschriftung mit dem Text »Brief« zugewiesen, die Datei wird also anhand dieser Markierung ausgefiltert und in der Ergebnisliste angezeigt. Gelegentlich wird die Angelegenheit aber noch kryptischer. Für meine ersten Versuche hatte ich in einem Testordner verschiedene Textdateien wie Brief, Rechnung, Einladung, Grafikdateien wie Bach, Blume, Skizze sowie einen Unterordner Briefe abgelegt. Ich staunte nicht schlecht, als bei Eingabe des Buchstabens »B« im Suchfeld plötzlich auch die Datei Skizze in der Trefferliste auftauchte. Da keine Markierungstexte definiert waren, glaubte ich zunächst an einen Fehler in der Windows-Suchfunktion. Nach einiger Zeit kam ich allerdings darauf, dass dies kein »Bug«, sondern ein »Feature« von Windows Vista ist. Die Grafikdatei Skizze wurde als Bitmap erstellt und im Grafikformat BMP gespeichert. Der komplette Dateiname lautete also Skizze.bmp und der erste Buchstabe in der Dateinamenerweiterung ist nun mal ein B – folglich wurde die Datei auch zu Recht in der Trefferliste aufgeführt. Das Verwirrende ist nur, dass Windows Vista die Anzeige der Dateinamenerweiterung standardmäßig unterdrückt, gleichzeitig aber die Erweiterung in die Suche einbezieht. Sofern bei Ihnen unplausible Ergebnisse in der Trefferliste der Suchfunktion auftauchen, denken Sie bitte daran, dass sowohl Dateinamenerweiterungen als auch Dateiinhalte und Eigenschaften in die Suche einbezogen werden.
Was ist bei der Formulierung von Suchanfragen zu beachten? Wenn Sie in umfangreichen Datenbeständen suchen, können Sie den Zugriff auf die gewünschten Informationen durch Wahl des Suchbegriffs
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Kapitel 12 · Dateien und Ordner suchen
gezielt steuern. Hier einige Hinweise und Tipps zur Formulierung von Suchanfragen. 쮿
Ist Ihnen die genaue Schreibweise einer gesuchten Datei oder eines Ordners nicht geläufig? Tippen Sie einen Datei- oder Ordnernamen ein, lassen sich auch Teilausdrücke der Art »Brief« oder »Rechnung« verwenden. Dann listet die Suchfunktion Ergebnisse auf, die mit dem betreffenden Teilausdruck übereinstimmen (also z. B. auch »Rechnungen2007« beim Suchbegriff »Rechnung«).
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Sie können im Suchmuster Platzhalterzeichen (so genannte Wildcards) wie das Sternchen »*« verwenden. Der Platzhalter wird dann bei der Suche durch beliebige Zeichen im Dateinamen ersetzt. Das Suchmuster »M*ier« würde in einem Ordner mit den drei Dokumenten »Meier«, »Maier« und »Meister« nur die beiden Ergebnisse »Maier« und »Meier« liefern.
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Beachten Sie, dass Windows die Suchbegriffe auch auf die – i. d. R. nicht angezeigte – Dateinamenerweiterung (z. B. .bmp, .txt, .doc etc.) ausdehnt. Der Suchbegriff »B« wird dann z. B. auch eine Bilddatei »Skizze.bmp« in der Ergebnisliste zeigen. Sie können dies nutzen, um gezielt nach Dateitypen zu suchen (z. B. indem Sie Suchmuster wie »*.doc«, »*.bmp«, »*.jpg« etc.) verwenden.
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Weiterhin bezieht Vista standardmäßig auch die Dateiinhalte in die Suche mit ein. Speziell bei Textdateien oder Dateien mit Markierungen (Fotos, Videos, Musik) beeinflusst dies die Ergebnisliste ebenfalls. Sie können also nach einem Interpreten eines Musikstücks, nach Beschriftungen von Fotos etc. suchen lassen.
Wie Sie die Kriterien zur Suche eingrenzen (z. B. die Suche nach Dateiinhalten unterdrücken) oder mehrere Suchkriterien kombinieren, wird nachfolgend beschrieben. TIPP
Werden Dateien bei der Suche nicht gefunden, sollten Sie versuchsweise die Suchkriterien ändern bzw. überprüfen. Weiterhin kann es sein, dass die Anzeige versteckter Dateien und Ordner ausgeschaltet ist und die Datei mit diesen Attributen versehen ist. Dann ignoriert die Suche die betreffenden Einträge. Weiterhin kann es sein, dass die Datei in einem Ordner eines anderen Benutzerkontos liegt, so dass Sie als Standardbenutzer keinen Zugriff darauf haben.
12.1.2
Suche über das Startmenü oder in Anwendungen
Windows Vista unterstützt die Suche nicht nur im Ordnerfenster, sondern stellt das Textfeld zur Eingabe von Suchanfragen auch im Startmenü, im Internet Explorer sowie in Windows Mail oder anderen Anwendungen bereit. Um nach Startmenüeinträgen, Dateien, Ordnern, Webseiten zu suchen, können Sie daher auch das Startmenü öffnen und den Suchbegriff im betreffenden Textfeld eintippen (Bild 12.2).
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Suchfunktionen unter Windows nutzen
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Bild 12.2: Suchen im Startmenü
Windows blendet dann die Treffer in der linken Spalte des Startmenüs ein und Sie können die Einträge per Maus anklicken und damit auf Dokumente bzw. Ordner zugreifen. Weiterhin lässt sich der Befehl Suchen im Startmenü anwählen. Windows öffnet dann ein leeres Ordnerfenster Suchen, in dessen Suchfeld Sie das gewünschte Suchmuster eingeben können. Windows wird die Treffer im Ordnerfenster anzeigen (Bild 12.3).
Bild 12.3: Ergebnisanzeige im Suchfenster
Die Suche und damit die Trefferliste erstreckt sich dann aber auf Dateien, ggf. mehrere Ordner, Dokumente, E-Mails und mehr. Dies führt schnell dazu, dass die Ergebnisse sehr unübersichtlich werden. Windows erlaubt Ihnen aber, die gewünschten Treffer über den Typ des jeweiligen Elements zu filtern. Hierzu müssen Sie lediglich im Suchfenster
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Kapitel 12 · Dateien und Ordner suchen
in der eingeblendeten Symbolleiste Nur anzeigen die Filterbedingung auswählen. Klicken Sie auf eine der Schaltflächen Alle, E-Mail, Dokument, Bilder, Musik und Andere. Die Schaltfläche Alle setzt den Filter zurück, so dass alle Treffer erscheinen. Mit Dokument werden nur Treffer im Ordner Dokumente aufgelistet. Sie können die im Ordnerfenster aufgeführten Treffer per Doppelklick anwählen, um Dateien, Ordner oder E-Mails zu öffnen bzw. in der Anwendung zu laden. Wählen Sie ein Ordnersymbol in der Trefferliste an, wird dessen Inhalt im Ordnerfenster angezeigt. Weiterhin lassen sich gefundene Ordner oder Dateien aus der Ergebnisliste per Maus zu anderen Ordnerfenstern oder zum Desktop ziehen, um das betreffende Element zu kopieren bzw. zu verschieben. Verwenden Sie die rechte Maustaste beim Ziehen, können Sie über das angezeigte Kontextmenü den Befehl zum Kopieren/Verschieben aufrufen. TIPP
Möchten Sie zum Ordner wechseln, in dem eine in der Trefferliste aufgeführte Datei gespeichert ist? Klicken Sie den Treffer in der Ergebnisliste mit der rechten Maustaste an und wählen Sie den Kontextmenübefehl Dateipfad öffnen.
12.2 Erweiterte Suchoptionen nutzen Die im vorhergehenden Abschnitt beschriebene Suchfunktion ermöglicht Ihnen, sehr schnell nach Dateien, Ordnern und anderen Elementen zu suchen. Windows Vista erlaubt aber, die Suche über Optionen zu steuern und mittels weiterer Suchkriterien einzugrenzen. Nachfolgend werden die erweiterten Möglichkeiten zur Suche beschrieben.
12.2.1
Suche nach Dateiinhalten zu- oder abschalten
Suchen Sie nach bestimmten Dateinamen, ist es störend, wenn auch Dokumente, deren Eigenschaften oder Inhalte das Suchmuster aufweisen, in der Trefferliste auftauchen. Möchten Sie die Berücksichtigung der Dateiinhalte bei der Suche unterdrücken? Dann gehen Sie in folgenden Schritten vor: 1. Öffnen Sie ein Ordnerfenster, tippen Sie den Suchbegriff ein und warten Sie, bis die Liste mit den Suchergebnissen im Ordnerfenster erscheint. 2. Öffnen Sie in der Symbolleiste das Menü der Schaltfläche Suchtools und wählen Sie den Menübefehl Suchoptionen aus (Bild 12.4). 3. Markieren Sie auf der Registerkarte Suchen des Eigenschaftenfensters Ordneroptionen das Optionsfeld Immer nur Dateinamen suchen (Bild 12.5) und schließen Sie das Dialogfeld über die OK-Schaltfläche. Wenn Sie anschließend die Anzeige des Suchfensters (z. B. durch Drücken der Funktionstaste (F5)) aktualisieren, sollten nur noch Ergebnisse auf-
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Erweiterte Suchoptionen nutzen
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Bild 12.4: Suchoptionen wählen
Bild 12.5: Suchoptionen anpassen
tauchen, bei denen das Suchmuster mit den Datei- bzw. Ordnernamen übereinstimmt. TIPP
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Liegt eine Ergebnisliste vor, bei der nur nach Dateinamen gesucht wurde, und möchten Sie die Suche nach Dateiinhalten ausdehnen? Dann klicken Sie auf den unterhalb der Ergebnisliste eingeblendeten Hyperlink Dateiinhalte durchsuchen (Bild 12.6). Dies erspart Ihnen den erneuten Aufruf des Dialogfelds Ordneroptionen.
Kapitel 12 · Dateien und Ordner suchen
Bild 12.6: Befehle in der Ergebnisliste
12.2.2
Bedeutung der Suchoptionen
Sie können die Registerkarte Suchen entweder über den Befehl Suchoptionen im Menü der Schaltfläche Suchtools eines Ordnerfensters aufrufen (siehe vorhergehende Abschnitte). Oder Sie wählen den Befehl Ordneroptionen des Menüs Extras eines Ordnerfensters. Über die Registerkarte Suchen (Bild 12.5) können Sie bestimmen, auf welche Art die Suche durchzuführen ist. Für die Optionsfelder der Gruppe Was möchten Sie suchen gilt Folgendes: 쮿
In indizierten Orten Dateinamen und -inhalte suchen, in nicht indizierten Ordnern nur Dateinamen suchen: Windows Vista kann Ordner zur Suche indizieren. Wählen Sie dieses Optionsfeld, um die Suche zu beschleunigen. Die Option bewirkt, dass Windows an allen Speicherorten nach Übereinstimmung des Suchbegriffs mit Dateiund Ordnernamen sucht. Die zeitaufwändige Suche in Dateiinhalten wird jedoch nur auf Ordner beschränkt, die indiziert sind.
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Immer Dateinamen und -inhalte suchen: Markieren Sie dieses Optionsfeld, um sicherzustellen, dass Treffer sowohl über Dateinamen als auch in allen auswertbaren Dateiinhalten gefunden werden. Diese Art der Suche ist sehr langsam, da Windows bei nicht indizierten Ordnern die einzelnen Dateien öffnen und die Markierungen bzw. bei Texten die Wörter lesen muss.
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Immer nur Dateinamen suchen: Durch Markieren des Optionsfelds wird eine schnelle Suche über Dateinamen durchgeführt.
Über die Kontrollkästchen der Gruppe Wie möchten Sie suchen können Sie die Strategie der Suchfunktion beeinflussen. 쮿
Markieren Sie das Kontrollkästchen Unterordner bei der Eingabe im Suchfeld durchsuchen, durchsucht Vista auch die Unterordner des aktuellen Ordners, sobald Sie einen Buchstaben in das Suchfeld eintippen. Diese Art der Suche führt aber dazu, dass die Ergebnisse ggf. erst nach einigen Sekunden angezeigt werden.
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Die Option Teiltreffer finden sollte markiert sein, damit die Suche auch Elemente findet, die das Suchmuster im Namen aufweist.
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Das Kontrollkästchen Unter Verwendung natürlicher Sprache suchen erlaubt die Suchbegriffe so zu formulieren, wie dies bei einer Frage der Fall ist (z. B. »Musik von Lennon und den Beatles«). Ist das
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Erweiterte Suchoptionen nutzen
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Kontrollkästchen nicht markiert, müssen Sie die Suchbegriffe mittels boolescher Filter festlegen (siehe die folgenden Seiten). 쮿
Möchten Sie alle Dateiinhalte erneut mit dem Suchmuster vergleichen, müssen Sie das Kontrollkästchen Index beim Durchsuchen des Dateisystems nicht verwenden markieren. Dann prüft Windows die Dateiinhalte, ohne die Indexeinträge zu berücksichtigen. Dies verlangsamt aber die Suche erheblich.
In der untersten Gruppe Beim Durchsuchen nicht indizierter Orte können Sie über die beiden Kontrollkästchen angeben, ob Systemverzeichnisse (z. B. Programme und Windows) bei der Suche einzubeziehen sind und ob die Suche auf die Inhalte komprimierter Archivdateien auszudehnen ist. Über die Schaltfläche Wiederherstellen lassen sich die von Microsoft vorgesehenen Einstellungen zurückholen. Die Änderungen werden beim Schließen der Registerkarte über die OK-Schaltfläche wirksam.
12.2.3
Indexpfade ändern
Windows Vista benutzt einen Indexierungsdienst, um im Hintergrund die Ordner und Dateien auf NTFS-Datenträgern zu durchsuchen und die erforderlichen Schlüsselwörter (Datei- und Ordnernamen, Markierungen in Dateien etc.) in Indexdateien zu hinterlegen. Ob ein Ordner oder eine Datei indiziert wird, lässt sich über ein Attribut festlegen (siehe Kapitel 10). Darüber hinaus erlaubt Windows Vista Ihnen aber vorzugeben, in welchen Indexpfaden die Suche vorzunehmen ist. 1. Klicken Sie im Ordnerfenster der Suche auf die in der Symbolleiste gezeigte Schaltfläche Suchtools und wählen Sie im Menü den Befehl Indexpfade ändern (Bild 12.4). 2. Anschließend passen Sie die Einstellungen für die Indexpfade im Dialogfeld Indexoptionen an (Bild 12.7, links). Die Schaltfläche Ändern des Dialogfelds Indexoptionen öffnet den in Bild 12.7, rechts, gezeigten Zusatzdialog. Klicken Sie auf die Schaltfläche Alle Orte anzeigen und bestätigen Sie die Sicherheitsabfragen der Benutzerkontensteuerung, um alle verfügbaren Speicherorte einzublenden. Anschließend können Sie in der eingeblendeten Ordnerhierarchie die Kontrollkästchen der in die Indexsuche einzubeziehenden Ordner markieren. Ähnlich wie beim Navigationsfenster eines Ordnerfensters können Sie eine eventuell vorhandene Ordnerhierarchie über das stilisierte Dreieck vor dem Laufwerks- oder Ordnersymbol ein- bzw. ausblenden. Die Vorgaben werden beim Schließen des Dialogfelds mittels der OKSchaltfläche übernommen. Die Schaltfläche Erweitert des Dialogfelds Indexoptionen (Bild 12.7, links) öffnet nach Bestätigung der Sicherheitsabfrage der Benutzerkontensteuerung das in Bild 12.8 gezeigte Eigenschaftenfenster Erweiterte Indexoptionen.
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Kapitel 12 · Dateien und Ordner suchen
Bild 12.7: Anpassen der Indexoptionen
Bild 12.8: Erweiterte Indexoptionen
Auf der Registerkarte Dateitypen finden Sie eine Liste der in die Suche einzubeziehenden Dateitypen. Klicken Sie auf einen Eintrag, lässt sich über die beiden Optionsfelder am unteren Rand der Registerkarte vorge-
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Erweiterte Suchoptionen nutzen
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ben, ob nur die Dateieigenschaften (z. B. Markierungen) oder auch der Dateiinhalt zu indizieren ist. Die Indizierung des Dateiinhalts ist bei Dateien mit Textinhalten sinnvoll. Auf der Registerkarte Indexeinstellungen ermöglichen die Schaltflächen der Gruppe Problembehebung, ausgewählte Speicherorte neu zu indizieren oder die ursprünglichen Indexeinstellungen wiederherzustellen. Die Kontrollkästchen der Gruppe Dateieinstellungen beziehen sich auf verschlüsselte Dateien (was in Windows Vista Home Premium nicht unterstützt wird) und auf die Behandlung von Schreibweisen mit diakritischen Zeichen (z. B. Akzente in französischen Namen, was in der deutschen Sprache weniger relevant ist). Zudem können Sie den Indizierungsort, an dem die Indexdatei hinterlegt wird, in der gleichnamigen Gruppe vorgeben (sinnvoll bei wenig Speicherplatz auf dem Systemlaufwerk).
12.2.4
Suche nach Eigenschaften
Am Kapitelanfang finden Sie Hinweise zur Formulierung der Suchbegriffe, um bestimmte Dateien oder Ordner zu finden. Windows kann neben den Namen und den Dateiinhalten (bei Dokumenten mit Textinhalten) auch die Dateieigenschaften in die Suche einbeziehen. Sie können solche Dateieigenschaften als so genannte Markierungen über die Wiedergabeprogramme an Musik-, Video- und Fotodateien anhängen. Oder Sie bestimmen die Dateieigenschaften auf der Registerkarte Details des Eigenschaftenfensters (siehe Kapitel 10). Um gezielt solche Dateieigenschaften bei der Suche zu berücksichtigen, müssen Sie den Namen der Eigenschaft und deren Wert, getrennt durch einen Doppelpunkt, im Suchfeld eintragen. Um beispielsweise die Eigenschaft »Autoren« in Dateien zu berücksichtigen, können Sie ein Suchmuster der Art »Autoren:Born« oder »Autor:Born« verwenden (Bild 12.9). Die Suche wird dann nur solche Dateien liefern, deren Eigenschaft Autoren den betreffenden Wert aufweist. Sie können dabei alle Eigenschaftennamen im Suchfeld angeben, die auf der Registerkarte Details aufgeführt werden.
Bild 12.9: Suche in den Eigenschaften
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Kapitel 12 · Dateien und Ordner suchen
12.2.5
Suche mit booleschen Ausdrücken
Möchten Sie nach mehreren Suchbegriffen filtern (z. B. alle Dateien, die mit dem Buchstaben B beginnen, sowie die Dateien, die mit dem Buchstaben A beginnen)? Sofern die Option zur Suche mit in natürlicher Sprache angegebenen Begriffen abgeschaltet ist (siehe die vorhergehenden Seiten), müssen Sie die Suchkriterien über boolesche Ausdrücke kombinieren.
Bild 12.10: Suche mit booleschen Ausdrücken
Der boolesche Ausdruck im Suchfeld aus Bild 12.10 bewirkt, dass alle Dateien, die mit dem Buchstaben A oder B beginnen, bei der Suche gefunden werden. Sie können dabei die Dateinamen, den Dateityp bzw. die Dateinamenerweiterung und auch die Eigenschaften in booleschen Ausdrücken kombinieren. Der Ausdruck »Autoren:(Born OR Bach)« wird alle Dateien in der Suche auflisten, deren Eigenschaft Autoren entweder den Namen »Born« oder »Bach« enthält. Sie können dabei auch Dateinamen und Eigenschaften über boolesche Ausdrücke kombinieren. Die Angabe »Autor:Born AND Blumen« listet alle Dateien auf, deren Name mit Blumen beginnt und deren Eigenschaftenwert Autoren den Wert »Born« aufweist. Die Tabelle 12.1 enthält eine Auflistung zulässiger Operatoren in booleschen Ausdrücken. Die Klammer im booleschen Ausdruck bewirkt, dass der Teilausdruck erst ausgewertet wird. In »Autoren:(Born OR Bach)« bedeutet dies, der Klammerausdruck bezieht sich auf die Eigenschaft Autoren. Wichtig ist auch, dass der boolesche Operator in Großbuchstaben angegeben wird, sonst klappt die Auswertung nicht.
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Erweiterte Suchoptionen nutzen
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Ausdruck
Bemerkung
AND
Führt einen Und-Vergleich zwischen den angegebenen Operanden aus (z. B. »Autoren:(Born AND Bach)« erkennt nur Elemente, deren Eigenschaft Autoren beide Werte enthält).
OR
Führt einen Oder-Vergleich zwischen den angegebenen Operanden aus (z. B. »Autoren:(Born OR Bach)« erkennt Elemente, deren Eigenschaft Autoren einen der beiden Werte aufweist).
NOT
Gibt an, dass das zu suchende Element den Ausdruck nicht aufweisen darf (z. B. »Autoren:NOT Born« listet alle Dateien auf, deren Eigenschaft Autoren nicht den Wert »Born« aufweist).
»xxx«
Die Anführungszeichen um einen Teilausdruck geben an, dass dieser Ausdruck in der genauen Schreibweise in der Datei vorkommen muss (z. B. »Sommerfest 2007«).
(xxx)
Findet Dateien, die die in Klammern angegebenen Wörter enthalten (z. B. »(Born Bach)«). Klammern können auch benutzt werden, um mehrere Werte einer Eigenschaft zuzuordnen (z. B. »Autoren:(Born OR Back)«).
>
Listet Dateien auf, deren Wert größer als der angegebene Wert ist (z. B. »Datum:> 01.01.07«).
<
Listet Dateien auf, deren Wert kleiner als der angegebene Wert ist (z. B. »Größe:< 4 MB«).
Tabelle 12.1: Operatoren in booleschen Ausdrücken TIPP
Poweruser können mit booleschen Operatoren sehr schnell sehr komplexe Suchanfragen formulieren. Falls Ihnen dies zu aufwändig ist, verwenden Sie die nachfolgend vorgestellte Funktion zur erweiterten Suche. Das betreffende Formular erlaubt, die verschiedenen Suchkriterien in Felder einzugeben. Beim Durchführen der Suche erstellt Windows dann den booleschen Ausdruck selbsttätig im Suchfeld.
12.2.6
Die erweiterte Suche nutzen
Neben den auf den vorhergehenden Seiten besprochenen Möglichkeiten zur Eingabe von Suchbegriffen in das Suchfeld eines Ordnerfensters unterstützt dieses auch eine erweiterte Suche, bei der Sie Suchkriterien in Formulare eingeben können. 1. Zum Aufrufen der Funktion führen Sie erst eine Suche über das Textfeld Suchen des Ordnerfensters durch, indem Sie dort einen Suchbegriff eintippen und die (Enter)-Taste drücken. Um alle Dateien in die Suche einzuschließen, geben Sie ggf. das Zeichen »*« im Suchfeld ein.
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Kapitel 12 · Dateien und Ordner suchen
2. Anschließend klicken Sie auf den unterhalb der Ergebnisliste des Suchfensters vorhandenen Hyperlink Erweiterte Suche (Bild 12.11, unterer Rand), um das Formular (Bild 12.11, oberer Rand) zur erweiterten Suche im Ordnerfenster einzublenden.
Bild 12.11: Erweiterte Suche aufrufen
3. Legen Sie im Formular die Suchkriterien fest und klicken Sie auf die mit Suchen bezeichnete Schaltfläche. In diesem Formular zur erweiterten Suche finden Sie im linken Teil Schaltflächen, um den Ort, das Datum oder die Größe der zu suchenden Dateien einzugrenzen. Klicken Sie auf die Schaltflächen des Formulars, lassen sich über Menübefehle bestimmte Suchoptionen wählen (Bild 12.12). Vorgaben in diesen Feldern schränken die Suche in der Dateiliste nach den gewählten Kriterien ein (z. B. »Datum nach dem 01.01.2007« oder »Größe kleiner als xxx KB«). Um beispielsweise das Änderungsdatum einer Datei in die Suche einzubeziehen, setzen Sie über das Menü der Schaltfläche Datum das Kriterium »Änderungsdatum« fest. Dann wählen Sie im Menü der rechts daneben befindlichen Schaltfläche noch ein Vergleichskriterium (z. B. »entspricht«). Wenn Sie anschließend auf die Datumsschaltfläche klicken, erscheint ein stilisierter Kalender zur Auswahl des Datumswerts. Auf ähnliche Weise lässt sich die Dateigröße als Suchkriterium über die betreffenden Schaltflächen und Textfelder in die Suche einbeziehen (Bild 12.12, unten).
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Erweiterte Suchoptionen nutzen
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Bild 12.12: Erweiterte Suchkriterien festlegen
Die Textfelder im rechten Teil des Suchformulars (Bild 12.11) erlauben Ihnen, Eigenschaften wie Name, Markierungen oder Autoren als Suchbegriffe einzutragen. Dann dehnt Windows die Suche auf die betreffenden Dokumenteigenschaften aus. Die Suche wird ausgeführt, sobald Sie die Schaltfläche Suchen im betreffenden Formular anklicken. Ausblenden lässt sich das Formular zur erweiterten Suche wieder, indem Sie in der Symbolleiste auf die in der rechten Ecke eingeblendete Schaltfläche Erweiterte Suche klicken.
12.2.7
Suchergebnisse speichern
Beim Schließen des Ordnerfensters mit den Suchergebnissen gehen sowohl die Ergebnisse als auch die Einstellungen verloren. Müssen Sie eine Suche häufiger durchführen, können Sie die Suchergebnisse speichern. 1. Klicken Sie im Ordnerfenster auf die in der Symbolleiste sichtbare Schaltfläche Suche speichern (Bild 12.11). 2. Windows öffnet ein Dialogfeld zur Auswahl des Speicherziels (Bild 12.13, Vordergrund). Wählen Sie den Zielordner aus und geben Sie ggf. den Dateinamen vor. Anschließend klicken Sie auf die Schaltfläche Speichern.
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Kapitel 12 · Dateien und Ordner suchen
Bild 12.13: Suche speichern und erneut abrufen
Windows legt die Suchergebnisse im Zielordner ab. Der Dateiname gibt dabei auch die Suchkriterien an. Um die gespeicherte Suche erneut zu öffnen, wählen Sie im Navigationsfenster des Ordnerfensters den Eintrag Suchvorgänge. Anschließend wählen Sie den eingeblendeten Eintrag für die gespeicherte Suche per Doppelklick an (Bild 12.13, Hintergrund). Windows wird dann die Suche mit den gewählten Kriterien erneut durchführen und die Ergebnisse im Ordnerfenster anzeigen. TIPP
Benötigen Sie den Zugriff auf die Suchergebnisse häufiger, sollten Sie sich einen entsprechenden Link in der Navigationskategorie Linkfavoriten einrichten. Wählen Sie hierzu im Navigationsfenster den Eintrag Suchvorgänge, um den Ordnerinhalt anzuzeigen. Anschließend ziehen Sie den Eintrag mit der gespeicherten Suche bei gedrückter linker Maustaste zur Spalte Linkfavoriten des Navigationsfensters (Bild 12.14). Sobald Sie die linke Maustaste loslassen, wird ein neuer Eintrag angelegt. Dann reicht ein Mausklick auf den Eintrag, um die Suchergebnisse im Ordnerfenster abzurufen. Den Eintrag in den Linkfavoriten löschen Sie, indem Sie diesen mit der rechten Maustaste anklicken und dann den Kontextmenübefehl Löschen wählen.
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Erweiterte Suchoptionen nutzen
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Bild 12.14: Linkfavoriten definieren
12.2.8
Dateien und Suchergebnisse stapeln
Über das Menü der Spaltenköpfe können Sie die Suchergebnisse im Ordnerfenster sortieren und gruppieren (siehe Kapitel 8). Markieren Sie die Kontrollkästchen der Gruppierungskriterien und klicken den Menübefehl Stapeln nach xxx an, werden die den Kriterien entsprechenden Suchergebnisse zu Stapeln zusammengefasst. In Bild 12.15 wurden die Suchergebnisse nach den Markierungswerten »Blumen«, »Frühling« und »Natur« gestapelt. Dateien, die keine Markierung aufweisen, tauchen dagegen als Miniaturansichten auf.
Bild 12.15: Stapeln von Dateien
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Kapitel 12 · Dateien und Ordner suchen
Zum Ansehen der Gruppe wählen Sie das betreffende Symbol per Doppelklick an. Aufheben lässt sich die Gruppierung, indem Sie den mit einem Häkchen markierten Spaltenkopf anklicken und im angezeigten Menü den Befehl Gruppieren oder Sortieren wählen.
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13 Datenträgerverwaltung und -wartung In diesem Kapitel lernen Sie die von Windows Vista bereitgestellten Funktionen zur Verwaltung von Datenträgern wie Festplatten kennen und erfahren auch, wie sich Datenträger warten (z. B. bereinigen oder auf Fehler überprüfen) lassen.
13.1 Funktionen zur Laufwerkspflege Windows Vista verfügt über einige Pflegefunktionen, die Sie auf den Inhalt von Laufwerken anwenden können.
13.1.1
Platz schaffen mit der Datenträgerbereinigung
Beim Arbeiten mit Windows sammelt sich im Laufe der Zeit eine ganze Menge Datenmüll im Papierkorb und in so genannten temporären Ordnern an. Dieser Datenmüll lässt sich durch die Funktion zur Datenträgerbereinigung entfernen.
Bild 13.1: Aufrufen der Datenträgerbereinigung
1. Klicken Sie im Ordnerfenster Computer das gewünschte Laufwerk mit der rechten Maustaste an und wählen Sie dann im Kontextmenü den Befehl Eigenschaften. 2. Im Eigenschaftenfenster klicken Sie auf der Registerkarte Allgemein die mit Bereinigen bezeichnete Schaltfläche an (Bild 13.1). 3. In einem weiteren Dialogfeld können Sie nun auswählen, ob nur die eigenen Dateien oder die Dateien aller Benutzer bereinigt werden sollen. Klicken Sie auf die gewünschte Option (Bild 13.2). Beim Bereinigen der Daten aller Benutzer müssen Sie die Sicherheitsabfrage der Benutzerkontensteuerung bestätigen, um den Vorgang fortzusetzen. 4. Windows analysiert das System, was einige Zeit dauern kann. Sobald das Dialogfeld mit der Registerkarte Datenträgerbereinigung erscheint, markieren Sie die Kontrollkästchen der Gruppen, in denen Dateien gelöscht werden sollen (Bild 13.3, links).
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Funktionen zur Laufwerkspflege
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Bild 13.2: Auswahl der Datenträgerbereinigungsoptionen
Bild 13.3: Registerkarten Datenträgerbereinigung und Weitere Optionen
Die Datenträgerbereinigung gibt für jede Kategorie die Größenordnung des belegten Bereichs an. Bei Bedarf können Sie einen Eintrag anklicken und die Schaltfläche Dateien anzeigen betätigen. Dann werden Ihnen die zu löschenden Dateien in einem separaten Dialogfeld angezeigt. Sobald Sie die Registerkarte über die OK-Schaltfläche schließen, entfernt die Laufwerksbereinigung alle Dateien der markierten Kategorien. Auf der Registerkarte Weitere Optionen (Bild 13.3, rechts) finden Sie in der Gruppe Programme und Funktionen die Schaltfläche Bereinigen. Diese öffnet das Dialogfeld Programme deinstallieren oder ändern, in dem Sie nicht mehr benötigte Programme entfernen können. Die Schaltfläche Bereinigen der Gruppe Systemwiederherstellung und Schattenkopie erlaubt Ihnen, die Wiederherstellungspunkte bis auf den letzten Sicherungssatz zu löschen. Für beide Funktionen sollten Sie aber unter einem Benutzerkonto mit Administratorenberechtigung angemeldet sein.
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Kapitel 13 · Datenträgerverwaltung und -wartung
13.1.2
Datenträgerprüfung durchführen
Ein Problem stellen beschädigte oder fehlerhafte Dateien auf Festplatten dar. Wenn Sie den Computer einfach abschalten, ohne Windows vorher zu beenden, können Dateien beschädigt werden. Oder ein Programmabsturz bewirkt, dass die Daten nicht richtig in die zugehörige Datei geschrieben werden. Bei nicht korrekt beendeten Windows-Sitzungen führt das Betriebssystem beim nächsten Start u. U. automatisch eine Datenträgerprüfung durch. Haben Sie den Verdacht, dass das Speichermedium eventuell beschädigt ist, können Sie diese Prüfung auch manuell aufrufen. 1. Klicken Sie im Ordnerfenster Computer das gewünschte Laufwerk mit der rechten Maustaste an und wählen Sie den Kontextmenübefehl Eigenschaften. 2. Im Eigenschaftenfenster wählen Sie auf der Registerkarte Tools die mit Jetzt prüfen bezeichnete Schaltfläche der Gruppe Fehlerüberprüfung (Bild 13.4).
Bild 13.4: Registerkarte Tools mit Optionen zur Datenträgerwartung
3. Bestätigen Sie die Sicherheitsabfrage der Benutzerkontensteuerung, um den Vorgang fortsetzen zu können. 4. Windows Vista öffnet dann das in Bild 13.5 gezeigte Dialogfeld, in dem Sie die Kontrollkästchen mit den Optionen zur Datenträgerwartung wählen.
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Funktionen zur Laufwerkspflege
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Bild 13.5: Optionen der Datenträgerprüfung
Um lediglich festzustellen, ob ein Datenträger Fehler enthält, markieren Sie keines der angezeigten Kontrollkästchen. Mit der Option Fehlerhafte Sektoren suchen/wiederherstellen lassen sich über die Datenträgerprüfung beschädigte Dateien reparieren. In diesem Fall müssen Sie die zweite Option Dateisystemfehler automatisch korrigieren nicht mehr separat markieren. Die Überprüfung beginnt, sobald Sie im Dialogfeld auf die OK-Schaltfläche klicken. Eine Fortschrittsanzeige informiert Sie über die einzelnen Schritte. Beachten Sie, dass sich die Datenträgerprüfung nur ausführen lässt, wenn Sie als Administrator am System angemeldet sind. Zudem kann keine Prüfung ausgeführt werden, wenn Dateien auf dem betreffenden Laufwerk in Benutzung sind. Dann erscheint ein Dialogfeld mit einem entsprechenden Hinweis. Über die Schaltfläche Datenträgerprüfung planen des Dialogfelds wird die Prüfung bis zum nächsten Systemstart ausgesetzt. Beim nächsten Systemstart erfolgt dann die Überprüfung, bevor Windows Vista geladen wird. Das dafür benutzte Programm sfc lässt sich auch direkt im Fenster einer Konsolensitzung eines Administratorkontos aufrufen.
13.1.3
Defragmentierung von Datenträgern
Beim Schreiben von Dateien werden die Daten in freie Cluster auf dem Datenträger abgelegt. Vergrößern oder verkleinern sich Dateien bzw. werden Dateien gelöscht, muss Windows jeweils Cluster freigeben oder freie Cluster für die Dateidaten belegen. Dies führt mit der Zeit dazu, dass die Daten einer Datei nicht mehr zusammenhängend in benachbarten Clustern zu liegen kommen, sondern im ungünstigsten Fall über die Cluster des Datenträgers verstreut abgelegt werden. Man bezeichnet dies als Fragmentierung. Die Fragmentierung verringert die Zugriffsgeschwindigkeit auf die Dateien, da die Schreib-/Leseköpfe des Laufwerks jeweils die einzelnen Cluster ansteuern müssen, um auf die Daten der Datei zugreifen zu können. Windows Vista führt zwar auf NTFS-Datenträgern automatisch eine Defragmentierung im Hintergrund durch. Falls der Rechner nicht ständig läuft, ist es aber hilfreich, von Zeit zu Zeit eine Defragmentierung der Laufwerke durchzuführen. Hierbei werden die
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Kapitel 13 · Datenträgerverwaltung und -wartung
von den Dateien belegten Cluster auf dem Datenträger so verschoben, dass Dateien benachbarte Cluster belegen und freie Cluster zu kompletten Blöcken zusammengefasst werden.
Bild 13.6: Dialogfeld zum Defragmentieren eines Datenträgers
1. Um einen Datenträger zu defragmentieren, rufen Sie das Eigenschaftenfenster des gewünschten Laufwerks über das Kontextmenü auf (siehe den Abschnitt zur Datenträgerprüfung). 2. Klicken Sie auf der Registerkarte Tools auf die Schaltfläche Jetzt defragmentieren (Bild 13.4) und bestätigen Sie das Dialogfeld der Benutzerkontensteuerung, um den Vorgang fortzusetzen. Im dann angezeigten Dialogfeld (Bild 13.6) wird der zum Defragmentieren eingeplante Zeitpunkt angezeigt. Über die Schaltfläche Zeitplan ändern öffnen Sie ein Dialogfeld zur Auswahl des Intervalls und des Zeitpunkts, zu dem die automatische Defragmentierung auszuführen ist. Die Schaltfläche Jetzt defragmentieren startet dagegen den Defragmentiervorgang, der im Hintergrund ausgeführt wird. Dieser Vorgang kann bei großen Laufwerken einige Stunden dauern. Während dieser Zeit sollten Sie möglichst nicht mit dem System arbeiten. Sie können diesen Vorgang aber jederzeit über die Schaltfläche Defragmentierung beenden des Dialogfelds abbrechen. Die Schaltfläche Schließen beendet das Dialogfeld zur Defragmentierung.
13.2 Datenträgersicherung Windows Vista Home Premium unterstützt (im Gegensatz zur manuellen Sicherung in Home Basic) eine Funktion zur automatischen Sicherung von Dateien. Sie können aber wählen, ob die Sicherung automatisch durch das System durchzuführen oder manuell anzustoßen ist. Zum Durchführen einer Datensicherung führen Sie folgende Schritte unter einem Administratorkonto aus.
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Datenträgersicherung
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1. Öffnen Sie das Startmenü und wählen Sie den Programmzweig Alle Programme/Wartung/Sichern und Wiederherstellen. 2. Im dann angezeigten Formular (Bild 13.7) klicken Sie auf die Schaltfläche Dateien sichern und bestätigen den Sicherheitsdialog der Benutzerkontensteuerung, um den Vorgang fortzusetzen. Anschließend wird das Sicherungsprogramm aufgerufen, welches die Sicherungskonfigurierung ermittelt und Sie danach mit einem Assistenten durch die weiteren Schritte führt. Über die Weiter-Schaltfläche können Sie die Konfigurationsdialoge schrittweise durchlaufen. Die Schaltfläche Dateien sichern bzw. das Sicherungsprogramm ist jedoch recht eingeschränkt. Es lässt sich keine Sicherung einer kompletten Festplatte durchführen. Auch wer hofft, gezielt Dateien und Ordner sichern zu können, wird enttäuscht. Die Sicherungsfunktion in Windows Vista Home Premium erlaubt lediglich, Benutzerdateien und Konfigurationsdaten aller Konten auf ein Sicherungsmedium zu übertragen und später wiederherzustellen. Der Vorteil der Sicherungsfunktion besteht aber darin, dass diese nach der ersten vollständigen Sicherung bei jedem folgenden Sicherungsvorgang prüft, welche Dateien sich geändert haben. Dann werden nur diese geänderten Dateien gesichert, was die Datenmenge reduziert. Sofern Sie gezielt Dokumente sichern möchten, sollten Sie dies über andere Funktionen tun. Sie können beispielsweise die Brennfunktionen nutzen, um ausgewählte Dokumente auf CD/DVD zu sichern (siehe Kapitel 14). Oder Sie greifen auf Programme von Drittanbietern wie Nero BackItUp aus der Nero-Brennsuite zurück.
Bild 13.7: Dateisicherung aufrufen
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Kapitel 13 · Datenträgerverwaltung und -wartung
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Im ersten Dialogschritt (Bild 13.8, links oben) fordert der Sicherungsassistent Sie zur Auswahl des Sicherungsziels auf. Ist die oberste Option Auf Festplatte, CD oder DVD markiert, können Sie über das zugehörige Listenfeld das Sicherungsmedium auswählen. Das Listenfeld wird nur solche Speicherorte zur Auswahl anbieten, die für die Sicherung geeignet sind. Festplatten tauchen nur dann auf, wenn ein separates logisches Laufwerk mit genügend großer Kapazität vorhanden ist. Eine Sicherung auf dem gleichen Laufwerk, auf dem auch die Daten liegen, ist dagegen nicht möglich. Ist ein CD- oder DVD-Brenner im System vorhanden, wird dieses ebenfalls als Sicherungsmedium angeboten. In diesem Fall ist es wichtig, dass Sie über CD- oder DVDRohlinge verfügen, die im UDF-Dateiformat – unter Windows Vista als Lifedateisystem bezeichnet – formatiert wurden (siehe Kapitel 14). Legen Sie lediglich einen leeren Rohling ein, wird die Sicherungsfunktion mit einem Fehlerhinweis abgebrochen. Markieren Sie das Optionsfeld zum Sichern im Netzwerk, können Sie über die Schaltfläche Durchsuchen einen Speicherort auf einem Netzwerkrechner auswählen. Allerdings bleibt beim Speichern im Netzwerk anzumerken, dass der Speicherort nicht auf einem Rechner mit installierter Windows XP Home Edition liegen darf. Diese Variante unterstützt leider die Anmeldung unter einem Benutzernamen samt Kennwort nicht korrekt.
Bild 13.8: Auswahl der Sicherungsoptionen
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Im zweiten Dialogschritt (Bild 13.8, oben rechts) lässt sich über mehrere Kontrollkästchen vorgeben, welche Dateitypen in die Sicherung einzubeziehen sind. Sie können dabei noch die Art der Dateien
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Datenträgersicherung
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(z. B. Musik, Bilder etc.) auswählen. Programm- und Systemdateien werden nicht gesichert, da sich diese von den Installationsmedien erneut installieren lassen. Zudem ermöglicht die Systemwiederherstellung, den Zustand eines Wiederherstellungs- oder Prüfpunkts zurückzulesen. 쮿
Im letzten Dialogschritt (Bild 13.8, unten) müssen Sie die Einstellungen für den Sicherungszyklus in mehreren Listenfeldern auswählen. Sie können eine tägliche, wöchentliche oder monatliche Sicherung wählen, den Sicherungstag (Montag, Dienstag etc.) sowie die Sicherungszeit angeben. Ist das System zu diesem Zeitpunkt eingeschaltet, wird die Sicherung durchgeführt. Wichtig ist allerdings, dass dann das Sicherungsmedium vorhanden ist (z. B. DVD eingelegt). Andernfalls werden Sie vom Sicherungsprozess über eine im Infobereich eingeblendete QuickInfo zu einem manuellen Eingriff aufgefordert (Bild 13.9).
Die Sicherung wird eingeplant, sobald Sie das Dialogfeld über die Schaltfläche Einstellungen speichern und Sicherung starten schließen. Windows führt dann eine Erstsicherung durch. Ist ein manueller Eingriff erforderlich, erscheint ebenfalls die in Bild 13.9 gezeigte QuickInfo. Doppelklicken Sie auf das zugehörige Symbol, um das entsprechende Dialogfeld aufzurufen. Bei einem Brenner als Sicherungsziel fordert das Dialogfeld Sie z. B. auf, einen entsprechend beschrifteten Datenträger in das Laufwerk einzulegen. Sie werden nach dem Anstoßen der Sicherung über eine Fortschrittsanzeige über den Status informiert. Konnte die Sicherung erfolgreich abgeschlossen werden, wird dies ebenfalls über ein Dialogfeld gemeldet.
Bild 13.9: Meldung bei einem erforderlichen Eingriff in die Sicherung
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Kapitel 13 · Datenträgerverwaltung und -wartung
Manuelle Sicherung anstoßen Wurden die Einstellungen zur automatischen Datensicherung über die obigen Schritte definiert, können Sie jederzeit eine erneute manuelle Sicherung anstoßen. 1. Klicken Sie im Ordnerfenster Computer ein Laufwerkssymbol mit der rechten Maustaste an und wählen Sie den Kontextmenübefehl Eigenschaften. 2. Klicken Sie auf der Registerkarte Tools in der Gruppe Sicherung auf die Schaltfläche Jetzt sichern (Bild 13.4). 3. Sobald das Dialogfeld Sicherungsstatus und -konfiguration erscheint (Bild 13.10, Vordergrund), stellen Sie sicher, dass in der linken Spalte das Symbol Dateien sichern markiert ist, und klicken Sie auf den Befehl Sicherung jetzt ausführen. Die restlichen Schritte entsprechen dem Ablauf beim Ausführen der ersten Sicherung bzw. den anschließenden automatischen Sicherungen. Wird im Dialogfeld Sicherungsstatus und -konfiguration der Befehl Automatische Dateisicherung einrichten (Bild 13.10, Hintergrund) eingeblendet? Dann liegt noch keine Sicherungskonfigurierung vor. Klicken Sie auf diesen Befehl und bestätigen Sie die Sicherheitsabfrage der Benutzerkontensteuerung. Anschließend durchlaufen Sie die im vorhergehenden Abschnitt beschriebenen Schritte, um die Konfigurierung zur Sicherung festzulegen.
Bild 13.10: Sicherung manuell anstoßen
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Datenträgersicherung 0
Im Dialogfeld Sicherungsstatus und -konfiguration können Sie übrigens die automatische Sicherung mittels der in der rechten unteren Ecke angezeigten Schaltfläche Deaktivieren bzw. Aktivieren ein- oder ausschalten.
13.2.1
Sicherungsinhalt zurücklesen
Die Sicherungsfunktion schreibt die Benutzereinstellungen und -dokumente auf das Sicherungsmedium. Möchten Sie die Sicherungsdaten zurücklesen, gehen Sie in folgenden Schritten vor.
Bild 13.11: Sicherung zurücklesen
1. Öffnen Sie unter einem Administratorkonto das Startmenü und wählen Sie den Programmzweig Alle Programme/Wartung/Sichern und Wiederherstellen. 2. Im dann angezeigten Formular (Bild 13.7) klicken Sie auf die Schaltfläche Dateien wiederherstellen und bestätigen den Sicherheitsdialog der Benutzerkontensteuerung, um den Vorgang fortzusetzen. 3. Wählen Sie im Dialogfeld Dateien wiederherstellen (Bild 13.11, oben links) über die beiden Optionsfelder, ob der letzte Datensicherungssatz oder ein früherer Sicherungssatz zurückzulesen ist, und klicken Sie auf die Weiter-Schaltfläche. 4. Wurde das Zurücklesen aus einer älteren Sicherung gewählt, listet Windows nach dem Einlegen des Sicherungsmediums eine Liste der Sicherungen auf (Bild 13.11, oben rechts). Markieren Sie die gewünschte Sicherung und klicken Sie auf die Weiter-Schaltfläche.
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Kapitel 13 · Datenträgerverwaltung und -wartung
5. Im Dialogschritt aus Bild 13.11, unten links, müssen Sie über die Schaltflächen Dateien hinzufügen oder Ordner hinzufügen einen Zusatzdialog öffnen und die Elemente auswählen, die aus der Sicherung auf das System zurückgelesen werden sollen. Klicken Sie anschließend auf die Weiter-Schaltfläche. 6. Legen Sie im Dialogschritt aus Bild 13.11, unten rechts, über die Optionsfelder fest, ob die Sicherungskopien über die Originaldateien zu schreiben oder in einen neuen Ordner zu kopieren sind. Beim Zurückkopieren in einen neuen Ordner lässt sich über die Kontrollkästchen noch angeben, ob die im Sicherungsdatensatz gespeicherten Pfadangaben im neuen Ziel mit anzulegen sind und ob für Laufwerksbuchstaben ein Unterordner erstellt werden soll. Sobald Sie die Schaltfläche Wiederherstellung starten wählen, beginnt das Zurücklesen des Sicherungssatzes. Dabei werden die gewählten Dateien zurückgelesen und auf die Medien des Systems übertragen. Sobald das Dialogfeld die erfolgreiche Wiederherstellung der Dateien meldet, schließen Sie dieses über die Fertig stellen-Schaltfläche. Anschließend können Sie auch das Fenster aus Bild 13.7 schließen.
13.3 Datenträger verwalten Windows Vista stellt die Funktion der Datenträgerverwaltung bereit, über die Sie neue Festplatten in das System aufnehmen und deren Laufwerksbuchstaben anpassen können. Zudem bietet die Datenträgerverwaltung die Möglichkeit, Festplatten zu partitionieren und in logische Laufwerke aufzuteilen. Die Funktionen werden nachfolgend vorgestellt.
13.3.1
Die Datenträgerverwaltung aufrufen
Die Datenträgerverwaltung ist Bestandteil der so genannten Computerverwaltung – eines Werkzeugs, über welches Sie verschiedene Administrationsaufgaben ausführen können. Zur Nutzung der Computer- und damit der Datenträgerverwaltung müssen Sie unter einem Konto mit Administratorenrechten angemeldet sein. Sie haben verschiedene Möglichkeiten, um die Computerverwaltung aufzurufen.
Bild 13.12: Datenträgerverwaltung aufrufen
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Öffnen Sie die Systemsteuerung über den Startmenüeintrag und klicken Sie auf die Kategorie System und Wartung. Danach können Sie im rechten Teil des Folgeformulars den Hyperlink Festplattenpartitionen erstellen und formatieren wählen (Bild 13.12).
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Datenträger verwalten
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Ist die klassische Ansicht in der Systemsteuerung eingeschaltet, doppelklicken Sie auf das Symbol Verwaltung. Das Ordnerfenster Verwaltung stellt ein Symbol zum Aufruf der Computerverwaltung bereit.
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Ist die Anzeige des Zweigs Verwaltung im Startmenü eingeblendet, können Sie die Computerverwaltung direkt über den entsprechenden Befehl in der Programmgruppe Verwaltung aufrufen.
Sie müssen anschließend im Dialogfeld der Benutzerkontensteuerung bestätigen, dass der Vorgang fortgesetzt werden soll. Je nach gewählter Aufrufvariante erscheint die Datenträgerverwaltung oder die Computerverwaltung. In der Computerverwaltung wählen Sie in der linken Spalte den Zweig Computerverwaltung/Datenspeicher/Datenträgerverwaltung. Um den Zweig Verwaltung im Startmenü einzublenden, klicken Sie die Start-Schaltfläche in der Taskleiste mit der rechten Maustaste an und wählen den Kontextmenübefehl Eigenschaften. Auf der Registerkarte Startmenü des Eigenschaftenfensters wählen Sie die Schaltfläche Anpassen rechts neben dem Optionsfeld Startmenü. Im Folgedialog Startmenü anpassen suchen Sie in der Liste der Startmenüelemente den Eintrag Systemverwaltung. Markieren Sie das Optionsfeld Im Menü »Alle Programme« anzeigen und schließen Sie dann alle geöffneten Dialogfelder über die OK-Schaltflächen. Die Computerverwaltung und Datenträgerverwaltung werden durch die Microsoft Management Console (MMC) bereitgestellt. Diese lässt sich über so genannte Snap-Ins erweitern. Funktional besteht kein Unterschied zwischen Computer- und Datenträgerverwaltung, da das gleiche Snap-In für die benötigten Datenträgerfunktionen benutzt wird. In der Computerverwaltung erhalten Sie lediglich über die Einträge der linken Spalte Zugriff auf verschiedene Snap-Ins, während in der Datenträgerverwaltung lediglich das benötigte Snap-In eingebunden ist. Dann entfällt die linke Spalte zum Wechseln zwischen den Verwaltungsfunktionen und in der Titelleiste erscheint der Name Datenträgerverwaltung. Nachfolgend wird der Begriff Datenträgerverwaltung synonym für beide Werkzeuge verwendet. Die Datenträgerverwaltung nimmt Kontakt zum betreffenden Dienst auf und ermittelt die Datenträgerkonfiguration. Anschließend werden die Laufwerke und Partitionen des Systems im Fenster der Computer- bzw. Datenträgerverwaltung angezeigt (Bild 13.13, Hintergrund). Sie erhalten einen Überblick über die zugewiesenen Laufwerksbuchstaben, über das benutzte Dateisystem, den Fehlerstatus sowie über die Laufwerkskapazität und die freie Kapazität der Datenträger. In der Spalte ganz rechts lässt sich übrigens erkennen, ob noch Teile des Datenträgers frei sind, d. h. noch nicht als Partitionen mit logischen Laufwerken belegt wurden. Über das Kontextmenü des Datenträgers bzw. der Laufwerke können Sie anschließend die Funktionen zum Erstellen neuer Partitionen, zum Löschen bestehender Partitionen, zum Formatieren von Festplattenlauf-
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Kapitel 13 · Datenträgerverwaltung und -wartung
werken und sogar zum Anpassen der zugewiesenen Laufwerksbuchstaben im Fenster der Datenträgerverwaltung abrufen. Details zur Handhabung liefert die Hilfe der Computerverwaltung.
13.3.2
Datenträger initialisieren
Datenträger (z. B. Festplatten oder Partitionen) werden durch Windows Vista nur eingebunden, wenn diese bereits initialisiert sind. Weist die Datenträgerverwaltung einen Datenträger als nicht initialisiert aus, müssen Sie die folgenden Schritte ausführen. 1. Klicken Sie den betreffenden Eintrag im unteren Bereich der Datenträgerverwaltung mit der rechten Maustaste an und wählen Sie den Kontextmenübefehl Datenträger initialisieren aus (Bild 13.13, Hintergrund). 2. Bestimmen Sie im Folgedialog (Bild 13.13, Vordergrund) ggf. den Datenträger durch Markieren des Kontrollkästchens, legen Sie über die Optionsfelder das Partitionsformat fest und klicken Sie auf die OK-Schaltfläche. Bei Festplatten unter 2 Terabyte (was bei privaten Systemen i. d. R. der Fall sein sollte) wählen Sie die Option MBR. Dann legt Windows einen Master Boot Record auf dem Datenträger an, so dass dieser später auch zum Booten von Betriebssystemen benutzt werden kann.
Bild 13.13: Datenträger in der Datenträgerverwaltung initialisieren
13.3.3
Datenträger partitionieren
Größere Festplatten mit zig Gigabyte Kapazität lassen sich in mehrere, als Partitionen bezeichnete, logische Abschnitte unterteilen. Dies ermöglicht es, ggf. mehrere Betriebssysteme (z. B. Windows und Linux oder mehrere Windows-Versionen) auf unterschiedlichen Partitionen zu installieren.
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Zudem bietet die Partitionierung die Möglichkeit, die Partitionen als logische Laufwerke einzurichten. Dies hat den Vorteil, dass sich Betriebssystem und Daten (z. B. Videodateien) auf getrennten Laufwerken halten lassen. Muss das Systemlaufwerk neu formatiert werden (z. B. wegen einer Virusinfektion oder einer Neuinstallation des Betriebssystems), bleiben die restlichen Laufwerke mit Datendateien davon meist unberührt. Dies erlaubt Ihnen z. B., wichtige Sicherheitskopien von Treibern, Daten und Windows-Einstellungen auf einem getrennten logischen Laufwerk zu halten. Auch die Windows-Sicherungsfunktion kann ein separates Laufwerk als Sicherungsmedium nutzen. Aus diesem Grund ist die Festplatte vieler vorkonfektionierter Systeme bereits in zwei logische Laufwerke (das Windows-Laufwerk und das Sicherungslaufwerk) partitioniert. Zudem kann die Aufteilung auf mehrere Laufwerke auch Leistungsvorteile bringen. Dann lassen sich z. B. das Windows-Laufwerk und die Datenträger für Dokumentdateien unabhängig voneinander defragmentieren. Die Datenträgerverwaltung von Windows Vista zeigt nicht nur die Datenträger an, sondern in der Spalte rechts neben den Datenträgern auch deren Partitionierung. Weiterhin können Sie die Partitionsgröße in der Datenträgerverwaltung anpassen.
Den Datenträger durch Zuordnen partitionieren Windows Vista bezeichnet das Partitionieren eines Datenträgers als »zuordnen«. Um den Datenträger als logisches Laufwerk nutzen zu können, müssen Sie diesen nach der Initialisierung in der Datenträgerverwaltung zuordnen. 1. Klicken Sie den betreffenden Eintrag im unteren Bereich der Datenträgerverwaltung mit der rechten Maustaste an und wählen Sie den Kontextmenübefehl Neues einfaches Volume (Bild 13.14). 2. Sobald die Datenträgerverwaltung den Assistenten startet, klicken Sie im Willkommen-Dialog auf die Weiter-Schaltfläche. Über die Schaltflächen Weiter und Zurück können Sie zwischen den einzelnen Dialogschritten wechseln.
Bild 13.14: Befehle für einen neuen Datenträger abrufen
3. Legen Sie im Dialogschritt Volumegröße festlegen (Bild 13.15, oben links) im Feld Größe des einfachen Volumes in MB die gewünschte Kapazität fest. Belegen Sie nur einen Teil des Datenträgers, falls dieser mehrere logische Laufwerke aufnehmen soll.
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Kapitel 13 · Datenträgerverwaltung und -wartung
4. Über die Weiter-Schaltfläche gelangen Sie zum Folgedialog (Bild 13.15, oben rechts), in dem Sie das Optionsfeld Folgenden Laufwerksbuchstaben zuweisen markieren. Bei Bedarf können Sie den Laufwerksbuchstaben über das zugehörige Listenfeld anpassen und dann auf die WeiterSchaltfläche klicken. 5. Im Dialogschritt Partition formatieren (Bild 13.15, unten links) wählen Sie das Dateisystem (NTFS, FAT) für das logische Laufwerk, tragen die Volumebezeichnung ein und können ggf. die Größe der Zuordnungseinheiten (Cluster) anpassen. Weiterhin lässt sich über Kontrollkästchen eine Schnellformatierung sowie eine Komprimierung des Laufwerks erzwingen.
Bild 13.15: Optionen für ein neues Volume festlegen
6. Klicken Sie auf die Weiter-Schaltfläche und bestätigen Sie im letzten Dialogschritt (Bild 13.15, unten rechts) die Fertig stellen-Schaltfläche. Die Datenträgerverwaltung wird das Laufwerk formatieren, den Laufwerksbuchstaben zuweisen und dann in das System einbinden. In der Datenträgerverwaltung erscheint das Laufwerk unter dem betreffenden Buchstaben und Volumenamen in der Liste der für Windows verfügbaren Datenträger. Gleichzeitig wird im unteren Teil des Datenträgerfensters der von der Partition belegte Anteil auf dem Datenträger grafisch dargestellt (Bild 13.16). Anschließend können Sie das logische Laufwerk unter Windows benutzen.
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Partitionen anpassen und löschen Die Datenträgerverwaltung in Windows Vista unterstützt auch die Änderung der Partitionsgröße eines Volumes. Dies erlaubt Ihnen, die Größe eines logischen Laufwerks einzuschränken oder, sofern noch freie Kapazität auf dem Datenträger vorhanden ist, zu erhöhen.
Bild 13.16: Partition verwalten
1. Um Partitionseinstellungen in der Datenträgerverwaltung anzupassen, klicken Sie den Eintrag für das logische Laufwerk in der Spalte Volume der Laufwerksliste (oberer Teil in Bild 13.16) oder den Partitionseintrag in der Auflistung der Datenträger (unterer Teil in Bild 13.16) mit der rechten Maustaste an. 2. Anschließend wählen Sie im Kontextmenü den gewünschten Befehl aus, um die Volumegröße anzupassen, das logische Laufwerk zu entfernen, die Partition als aktiv zu markieren etc. Die Befehle Öffnen und Durchsuchen öffnen ein Ordnerfenster, in dem der Inhalt des betreffenden logischen Laufwerks angezeigt wird. Um die Partition zu vergrößern, wählen Sie den Kontextmenübefehl Volume erweitern (Bild 13.16). Ein Assistent führt Sie in Dialogen durch die Schritte zum Anpassen der Partitionsgröße. Weist der Datenträger noch unbelegten freien Speicher auf, wird dies im Dialogschritt aus Bild 13.17,
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Kapitel 13 · Datenträgerverwaltung und -wartung
links, in der Spalte Ausgewählt angezeigt. Sie können dann den Anteil des unbelegten Speicherbereichs über das Drehfeld Speicherplatz in MB reduzieren. Oder Sie klicken auf die Schaltfläche Entfernen, um die komplette unbelegte Partition freizugeben.
Bild 13.17: Partition vergrößern
Blättern Sie über die Schaltflächen Weiter zum Folgedialog (Bild 13.17, rechts), wird die neue Kapazität angezeigt. Über Zurück lässt sich zum vorherigen Dialog blättern. Klicken Sie im Abschlussdialog auf die Schaltfläche Fertig stellen, passt die Datenträgerverwaltung die Größe des Volumes entsprechend den Vorgaben an und reduziert auch die Größe des unbelegten Partitionsbereichs.
Bild 13.18: Partition einschränken
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Wählen Sie den Kontextmenübefehl Volume verkleinern (Bild 13.16), erscheint das in Bild 13.18 gezeigte Dialogfeld. Über das Drehfeld Zu verkleinernder Speicherplatz in MB können Sie dann die Größe der Partition in Megabyte-Schritten bis zu einer minimalen Grenze reduzieren. Die Änderung wird wirksam, sobald Sie die OK-Schaltfläche betätigen. Im Gegensatz zu früheren Windows-Versionen bleibt bei der Änderung der Partitionsgröße mittels der Datenträgerverwaltung der Inhalt des logischen Laufwerks erhalten. Sie sind daher zum Ändern der Partitionsgröße nicht mehr auf Tools von Fremdherstellern angewiesen. Eine Verkleinerung kann sich jedoch nur auf den freien Teil des logischen Laufwerks erstrecken. Durch Löschen nicht benötigter Dateien, Reduzieren der Papierkorbgröße, Bereinigen des Laufwerks und Entfernen von Systemsicherungspunkten kann aber ggf. weiterer Speicherplatz freigegeben werden. Der durch die Reduzierung der Partitionsgröße frei werdende Speicherplatz kann einem neuen logischen Laufwerk zugewiesen werden. Die Datenträgerverwaltung unterstützt nicht das Verschieben von Partitionen oder das Ändern des Formats ohne Datenverlust. Möchten Sie Partitionen einer Festplatte ohne Datenverlust verschieben, zusammenfassen oder in andere Dateisysteme konvertieren, sind Sie auf Partitionierungsprogramme von Drittanbietern (Partition Magic von PowerQuest/Symantec oder Partition Manager, Anbieter Pearl Agency, www.pearl.de) angewiesen. Achten Sie aber darauf, eine auf Windows Vista abgestimmte Version einzusetzen, da es andernfalls zu Problemen kommen kann. Über den Kontextmenübefehl Volume löschen können Sie den durch ein logisches Laufwerk belegten Speicherplatz auf dem Datenträger wieder freigeben. Sobald Sie die betreffende Sicherheitsabfrage von Windows über die Ja-Schaltfläche bestätigen, wird das Volume entfernt. Dabei geht dessen Inhalt allerdings unwiederbringlich verloren. Wählen Sie den Kontextmenübefehl Partition als aktiv markieren, verwendet der Computer das auf dieser Partition gespeicherte Ladeprogramm (Boot Record) zum Starten des Betriebssystems. Es kann nur eine aktive Partition auf der Festplatte vorhanden sein, wobei es sich um eine primäre Partition handeln muss. Sobald Sie den Befehl einmalig angewandt haben, wird die gewählte Partition aktiviert und der Befehl gesperrt. Logische Laufwerke oder sekundäre Partitionen lassen sich nicht aktivieren. Sind mehrere Festplatten im System vorhanden, können Sie jeder Festplatte eine primäre Partition zuweisen und diese aktivieren. Windows startet aber immer über die aktive Partition der ersten beim Booten gefundenen Festplatte. Die Aktivierung einer Partition sollte nur von erfahrenen Benutzern angewandt werden, da bei Aktivierung der falschen Partition der Computer ggf. nicht mehr starten kann.
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Kapitel 13 · Datenträgerverwaltung und -wartung
Laufwerksbuchstaben für logische Laufwerke anpassen Beim Neupartitionieren von Festplatten und Zuweisen von logischen Laufwerken ändern sich u. U. die Laufwerksbuchstaben für Wechselmedien wie DVD-/CD-ROM-Drives. Dies kann zu Problemen führen, wenn bestimmte Funktionen oder Programme einen bestimmten Laufwerksbuchstaben verlangen. Um den Laufwerksbuchstaben für ein Wechseldatenträger- oder ein Festplattenlaufwerk zu ändern, gehen Sie folgendermaßen vor. 1. Starten Sie die Computer- bzw. Datenträgerverwaltung gemäß den obigen Hinweisen (oder geben Sie im Dialogfeld Ausführen des Startmenüs den Befehl diskmgmt.msc ein). 2. Sobald die logischen Laufwerke und Partitionen angezeigt werden, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das gewünschte Laufwerkssymbol und wählen den Kontextmenübefehl Laufwerksbuchstaben und -pfade ändern (Bild 13.16). 3. Klicken Sie im angezeigten Dialogfeld (Bild 13.19, links) auf die Schaltfläche Ändern, markieren Sie im Folgedialog das Optionsfeld Folgenden Laufwerksbuchstaben zuweisen und wählen Sie den Buchstaben im Listenfeld aus (Bild 13.19, rechts).
Bild 13.19: Laufwerksbuchstaben anpassen
Sobald Sie die Dialogfelder über OK schließen, wird der neue Laufwerksbuchstabe übernommen. Über die Datenträgerverwaltung können Sie jedoch nur solche Laufwerksbuchstaben zuweisen, die noch frei sind. Laufwerksbuchstaben sollten Sie nur mit sehr großer Vorsicht anpassen, da dies unter Umständen zu Problemen mit anderen Programmen führen kann. Der Laufwerksbuchstabe für das Windows-Laufwerk C: sollte nicht umbenannt werden, da sonst das System nicht mehr booten kann.
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13.3.4
Cacheeinstellung bei Datenträgern setzen
Windows benutzt zur effizienten Verwaltung von Datenträgern wie Festplatten und Wechsellaufwerken einen Schreibcache. Dieser erlaubt Dateien in Zeiten geringer Prozessorauslastung auf das Medium auszulagern. Wird das Medium aus dem Laufwerk entfernt, bevor der Cachespeicher geschrieben wurde, gehen die Daten verloren. Dies ist der Grund, warum Speichermedien wie USB-Sticks oder Speicherkarten unter Windows freigegeben werden sollen (siehe Kapitel 7). Die Datenträgerverwaltung gibt Ihnen aber die Möglichkeit, die internen Vorgaben des Betriebssystems zum Benutzen des Cachespeichers anzupassen. Um einem Datenverlust durch zu frühzeitiges Entfernen eines Wechseldatenträgers vorzubeugen, können Sie die Verwendung des Cachespeichers für das Gerät abschalten. Andererseits sollte der Schreibcache bei Festplatten aus Leistungsgründen aktiviert sein.
Bild 13.20: Erweiterte Laufwerkseigenschaften abrufen
1. Rufen Sie die Datenträgerverwaltung unter einem Administratorkonto auf und warten Sie, bis die Datenträger im unteren Teil des Fensters angezeigt werden. 2. Klicken Sie im Datenträgerfenster mit der rechten Maustaste auf den Eintrag für den Datenträger und wählen Sie den Kontextmenübefehl Eigenschaften (Bild 13.20). 3. Wechseln Sie im Eigenschaftenfenster des Datenträgers zur Registerkarte Richtlinien und passen Sie die Einstellungen an (Bild 13.21). Bei Wechseldatenträgerlaufwerken können Sie das Optionsfeld Für schnelles Entfernen optimieren markieren (Bild 13.21, links), um den Schreibcache abzuschalten. Benutzen Sie die obigen Schritte für ein Festplattenlaufwerk, sind die beiden Optionsfelder auf der Registerkarte Richtlinien gesperrt. Stattdessen finden Sie das Kontrollkästchen Schreibcache für den Datenträger aktivieren (Bild 13.21, rechts). Stellen Sie sicher, dass dieses Kontrollkästchen markiert ist, um die Schreibvorgänge für dieses Laufwerk über den Schreibcache abzuwickeln. Wenn Sie anschließend die geöffneten Registerkarten über die OK-Schaltflächen schließen, wird der Schreibcache für das betreffende Laufwerk abgeschaltet.
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Kapitel 13 · Datenträgerverwaltung und -wartung
Bild 13.21: Anpassen der Cacheeinstellungen
13.3.5
Kontingente für die Datenträger vergeben
Arbeiten mehrere Benutzer an einem System, ist es ärgerlich, wenn die Festplatte von einem Benutzer mit Dateien zugemüllt wird. Bei NTFSLaufwerken können Sie dies als Administrator verhindern, indem Sie den Benutzern einfach ein Speicherkontingent auf dem Laufwerk zuteilen. Erreicht der Benutzer die Kontingentgrenze, bleibt ihm nur die Möglichkeit, nicht benötigte Dateien zu löschen. 1. Öffnen Sie das Ordnerfenster Arbeitsplatz, klicken Sie das gewünschte Laufwerkssymbol mit der rechten Maustaste an und wählen Sie im Kontextmenü den Befehl Eigenschaften. 2. Wechseln Sie im Eigenschaftenfenster zu der, nur bei NTFS-Laufwerken vorhandenen, Registerkarte Kontingent. 3. Markieren Sie die Kontrollkästchen Kontingentverwaltung aktivieren und Speicherplatz bei Kontingentüberschreitung verweigern (Bild 13.22). 4. Um den Benutzer dieser Kontingenteinträge festzulegen, klicken Sie auf der Registerkarte Kontingent auf die Schaltfläche Kontingenteinträge. Windows öffnet ein separates Dialogfeld Kontingenteinträge für ... zur Kontingentverwaltung (Bild 13.23, Hintergrund). 5. Klicken Sie in der Symbolleiste des Fensters auf die Schaltfläche Neuer Kontingenteintrag, öffnet sich das in Bild 13.23, unten rechts, gezeigte Fenster, in dem Sie den Namen des Benutzerkontos eintra-
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gen. Falls Sie den Namen nicht kennen, klicken Sie auf die Schaltfläche Erweitert und im darauf folgenden Fenster auf die Schaltfläche Jetzt suchen. Windows listet daraufhin die auf dem Rechner vorhandenen Benutzerkonten auf. Sie können einen dieser Einträge markieren und dann auf die OK-Schaltfläche klicken.
Bild 13.22: Festlegen der Kontingenteinstellungen
6. Schließen Sie das Dialogfeld durch erneutes Anklicken der OKSchaltfläche, erscheint das in Bild 13.23, links, gezeigte Dialogfeld. Markieren Sie das Optionsfeld Speicherplatz beschränken auf und geben Sie die Grenzwerte für das Kontingent und die Warnstufe ein. Sobald Sie die Dialogfelder über die OK-Schaltfläche schließen, werden die Daten als eigener Datensatz im Fenster Kontingenteinträge für ... hinterlegt. Sie können die Eigenschaften dieser Einträge per Kontextmenü ansehen (mit rechts anklicken und Eigenschaften im Kontextmenü wählen). Über den Kontextmenübefehl Löschen wird die Kontingentierung für das Konto aufgehoben. Sie können auf diese Weise mehreren Konten Kontingente auf dem Datenträger zuweisen und dann das Fenster über die Schließen-Schaltfläche verlassen. Sobald Sie die Registerkarte Kontingent über OK schließen oder die Übernehmen-Schaltfläche betätigen, wird die Kontingentverwaltung aktiv.
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Kapitel 13 · Datenträgerverwaltung und -wartung
Bild 13.23: Zuweisen der Benutzerkonten zur Kontingenteinstellung
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14 Brennen von Daten-CDs und DVDs Windows Vista unterstützt CD- und DVD-Brenner, um Daten auf entsprechende Rohlinge zu brennen. Dieses Kapitel zeigt Ihnen, wie Sie mit den Brennfunktionen umgehen.
14.1 Wissenswertes zum Brennen Der folgende Abschnitt befasst sich mit Fragen zu den einzelnen CD- und DVD-Medien sowie zu Brennern.
14.1.1
Brenner und Rohlinge
Zum Brennen muss der Computer mindestens mit einem CD-Brenner ausgerüstet sein. Systeme, die für Windows Vista geeignet sind, besitzen aber i. d. R. einen DVD-Brenner, die sowohl CDs als auch DVDs brennen können. Leider gibt es bei CDs und DVDs unterschiedliche Rohlingstypen und nicht jeder Brenner unterstützt alle Rohlingsformate. Zum Brennen müssen Sie daher darauf achten, geeignete Rohlinge zu verwenden. Tabelle 14.1 gibt einen Überblick über die gängigen Rohlingsformate. Rohlingstyp Bemerkung CD-R
Es handelt sich um einen einmal beschreibbaren CD-Rohling. Das R steht für Recordable.
CD-RW
Diese CD-Rohlinge sind wieder beschreibbar und lassen sich in CD/RW-Brennern ca. 1.000 Mal beschreiben und auch wieder löschen. Das RW steht für Rewriteable.
DVD-R
Einmal beschreibbare DVD-Rohlinge mit einer Kapazität von 4,7 GByte, die nach dem Minus-Standard hergestellt wurden.
DVD+R
Einmal beschreibbare DVD-Rohlinge mit einer Kapazität von 4,7 GByte, die nach dem Plus-Standard hergestellt wurden.
DVD-RW
Wieder beschreibbare DVD-Rohlinge mit einer Kapazität von 4,7 GByte, die nach dem Minus-Standard hergestellt wurden.
DVD+RW
Wieder beschreibbare DVD-Rohlinge mit einer Kapazität von 4,7 GByte, die nach dem Plus-Standard hergestellt wurden.
DVD-RAM
Spezieller ca. 100.000 Mal wieder beschreibbarer Datenträger im DVD-Format, der aber nur auf speziellen Laufwerken bzw. Brennern gelesen und beschrieben werden kann.
Tabelle 14.1: Rohlingstypen
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Wissenswertes zum Brennen
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Rohlingstyp Bemerkung DVD+R DL
Einmal beschreibbarer Dual Layer-Rohling mit doppelter Kapazität (8,5 GByte) nach dem Plus-Standard.
DVD-R DL
Einmal beschreibbarer Dual Layer-Rohling mit doppelter Kapazität (8,5 GByte) nach dem Minus-Standard.
Tabelle 14.1: Rohlingstypen (Forts.)
Gerade die vielen Varianten bei DVDs führen zu Problemen, wenn diese in älteren Brennern nicht unterstützt werden oder wenn ältere DVD-Laufwerke diese nicht wiedergeben können. Achten Sie zudem darauf, die zum Brenner passenden Rohlinge zu kaufen. Dies gilt auch für die spezifizierte Schreibgeschwindigkeit der Rohlinge, die zum Brenner passen müssen. Ältere Brenner kommen u. U. nicht mehr mit den neuesten für 8- bis 16-fache Brenngeschwindigkeit spezifizierten Rohlingen klar. Moderne Brenner unterstützen aber meist die gängigen DVD-Rohlingsformate und können auch DVD-Rohlinge mit 16-facher Geschwindigkeit brennen. CD-Rohlinge hatten ursprünglich eine Kapazität von 650 Megabyte (entspricht 74 Minuten Musik). Bei CD-Rs findet man mittlerweile praktisch nur noch 700-MByte-Rohlinge (80 Minuten Aufzeichnungszeit) im Handel. Es gibt aber spezielle CD-R-Rohlinge mit Überlänge (z. B. mit 800 MByte bzw. 90 Minuten Aufzeichnungszeit). Allerdings unterstützen nicht alle CD- bzw. DVD-Brenner bzw. die zugehörigen Brennprogramme die Verwendung solcher Überlängen. Die Kapazität einer DVD wird durch die Zahl der Schichten (Layer) im Datenträger und durch die Möglichkeit, beide Seiten einer Datenschicht beschreiben zu können, bestimmt. DVDs gibt es deshalb mit verschiedenen Kapazitäten (4,7 GB = single-sided/single-layered; 8,5 GB = single-sided/dual-layered). Beachten Sie aber, dass die obigen Kapazitätsangaben der Hersteller auf einem Marketingtrick beruhen. Es wird 1 KByte mit 1.000 Byte statt mit den in der Computertechnik üblichen 1.024 Byte angesetzt. Die rechnerisch korrekte Kapazität ist daher immer um den Multiplikator 0,93132 geringer (z. B. 4,37 GB statt der angegebenen 4,7 GB). Weitere Informationen zu DVD-Typen finden Sie im Internet unter www.afterdawn.com/glossary. Achten Sie auch darauf, dass die Rohlinge für die Geschwindigkeit der benutzten Laufwerke zugelassen sind (sonst kann es Unwuchten beim Abspielen in schnellen Laufwerken sowie Fehler beim Brennen geben). Zudem sollten Sie bei DVDs auf das Anbringen von Etiketten (Labeln) verzichten, da dies neben Unwuchten auch zum Verziehen des Rohlings führen kann. Das Medium ist dann nicht mehr abspielbar – im schlimmsten Fall zerspringt der Rohling im Laufwerk und verursacht irreparable Schäden. Besser ist es in diesem Fall, auf Brenner mit LightScribe- oder LabelFlash-Technologie auszuweichen oder bedruckbare Rohlinge zu kaufen. Dann lässt sich die Beschriftung auf die Oberfläche des Rohlings aufbringen.
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Kapitel 14 · Brennen von Daten-CDs und DVDs
Es gibt Rohlinge von Markenherstellern und preiswertere »NoName«-Produkte. Testen Sie, ob No-Name-Ware mit Ihrem Brenner harmoniert. Wenn Sie wichtige Daten (z. B. Ihre Fotosammlung) auf CD oder DVD sichern, kommt es auf eine lange Haltbarkeit an. Die preiswerteren Rohlinge (mit grünlicher Datenschicht) besitzen eine Haltbarkeit von etwa zehn Jahren. Hochwertige Rohlinge (meist mit einer golden oder silbern verspiegelten Datenschicht) sind am problemlosesten einsetzbar und am langlebigsten (manche Hersteller garantieren 100 Jahre Lebensdauer). Unter www.feurio.de/shop finden Sie Rohlinge diverser Hersteller.
14.1.2
Brenneinstellungen für das Laufwerk anpassen
Windows benutzt beim Brennen die Festplatte zum Zwischenspeichern der Daten. Um die Brennoptionen einzustellen, gehen Sie in folgenden Schritten vor. 1. Melden Sie sich unter einem Administratorkonto an und öffnen Sie das Ordnerfenster Computer. 2. Klicken Sie im Ordnerfenster Computer das Symbol des Brenners mit der rechten Maustaste an und wählen Sie dann im Kontextmenü den Befehl Eigenschaften. 3. Im Eigenschaftenfenster wählen Sie die Registerkarte Aufnahme (Bild 14.1), passen dann die Optionen an und schließen die Registerkarte über die OK-Schaltfläche. Über die oberste Schaltfläche lässt sich bei mehreren Brennern das Standardlaufwerk für Brennvorgänge unter Windows einstellen. Die zweite Schaltfläche öffnet ein Menü, über welches Sie ein Festplattenlaufwerk auswählen können, das zur Zwischenspeicherung der Daten verwendet wird. Wählen Sie ein Festplattenlaufwerk, das über genügend freie Kapazität zur Datenaufnahme besitzt. Möchten Sie verhindern, dass Windows den Rohling nach dem Brennen einer Sitzung automatisch auswirft, löschen Sie die Markierung Datenträger automatisch nach einem Brennvorgang (Mastered) auswerfen. Eine weitere Frage stellt das Abschließen einer Sitzung dar. Dies ist erforderlich, um das Medium auf einem anderen Computer lesen zu können. Standardmäßig schließt Windows die Sitzung ab, sobald der Rohling nach dem Brennen ausgeworfen wird. Das Abschließen einer Session belegt aber zusätzlich 20 MByte auf dem Medium. Um dieses automatische Abschließen eines Brennvorgangs beim Auswerfen eines UDF-formatierten Datenträgers zu verhindern, klicken Sie auf die Schaltfläche Globale Einstellungen und betätigen die Sicherheitsabfrage der Benutzerkontensteuerung. Danach löschen Sie im Dialogfeld Globale Einstellungen die Markierung des Kontrollkästchens UDF-Sitzung automatisch schließen, wenn der Datenträger ausgeworfen wird und schließen das Dialogfeld über die OK-Schaltfläche.
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Wissenswertes zum Brennen
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Bild 14.1: Anpassen der Brenneinstellungen TIPP
Um die Sitzung nach dem Brennen manuell zu schließen, klicken Sie das Laufwerk des Brenners im Ordnerfenster Computer mit der rechten Maustaste an. Anschließend können Sie im Kontextmenü den Befehl Sitzung schließen wählen. Während Sie die Eigenschaften samt der Registerkarte Aufnahme noch unter einem Standardbenutzerkonto ansehen können, müssen Sie zum Anpassen der globalen Einstellungen zwingend unter einem Administratorkonto angemeldet sein. Die Benutzerkontensteuerung zeigt zwar bei Anwahl der Schaltfläche Globale Einstellungen ein Administratorkonto und fragt das Kennwort ab. Ein Bug in Windows Vista verhindert aber die Anzeige des Dialogfelds Globale Einstellungen.
14.1.3
RW-Medien löschen
CD-RWs und DVD+RWs bzw. DVD-RWs können mehrfach beschrieben werden. Besitzen Sie einen solchen bereits einmal beschriebenen Datenträger, den Sie erneut verwenden möchten? Dann können Sie den Datenträger vor der Wiederverwendung löschen. 1. Legen Sie den Datenträger in den Brenner ein und schließen Sie ggf. das angezeigte Dialogfeld Automatische Wiedergabe.
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Kapitel 14 · Brennen von Daten-CDs und DVDs
2. Anschließend öffnen Sie das Ordnerfenster Computer, klicken das Laufwerkssymbol des Brenners mit der rechten Maustaste an und wählen den Kontextmenübefehl Datenträger löschen (Bild 14.2, oben). 3. Im Dialogfeld Datenträger kann gelöscht werden (Bild 14.2, unten) markieren Sie ggf. das Kontrollkästchen zum automatischen Schließen des Assistenten nach Abschluss des Löschens. 4. Klicken Sie auf die Weiter-Schaltfläche und warten Sie, bis der Datenträger gelöscht wurde. Das Löschen dauert bis zu einer Minute und der Ablauf wird durch eine Fortschrittsanzeige dargestellt. Anschließend können Sie das ggf. noch geöffnete Dialogfeld schließen und den Datenträger erneut zum Schreiben von Dateien verwenden.
Bild 14.2: Löschen einer CD/DVD
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Wissenswertes zum Brennen
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14.1.4
Rohling im UDF-Dateisystem formatieren
CDs und DVDs können im ISO-Format oder im UDF-Dateiformat beschrieben werden. Das UDF-Dateiformat wurde als plattformunabhängiges Format für DVDs entwickelt, lässt sich aber auch für CDs nutzen. Windows Vista unterstützt beide Varianten beim Brennen von Daten auf CDs oder DVDs. Dabei wird das ISO-Dateisystem als »Mastered«-Modus bezeichnet, bei dem die Daten auf einen Rutsch auf das Medium gebrannt werden. Dieser Modus stellt sicher, dass die DatenCD bzw. -DVD überall lesbar ist. Sie können Daten aber auch im so genannten Lifedateisystem auf den Rohling schreiben. Dann wird das UDF-Dateisystem verwendet. Dieser Modus erlaubt das so genannte »Packet Writing«, mit dem sich mehrfach Dateien auf den Rohling übertragen lassen – der Rohling lässt sich quasi wie eine Diskette verwenden. Windows Vista stellt Sie beim Einlegen eines neuen Rohlings vor die Wahl, welches Dateisystem zum Speichern der Daten verwendet werden soll (siehe die folgenden Seiten). Sie können den Rohling aber auch explizit mit folgenden Schritten für das UDF-Format vorbereiten.
Bild 14.3: CD/DVD formatieren
1. Legen Sie den Datenträger in den Brenner ein und schließen Sie ggf. das angezeigte Dialogfeld Automatische Wiedergabe. 2. Klicken Sie im Ordnerfenster Computer das Laufwerkssymbol des Brenners mit der rechten Maustaste an und wählen Sie den Kontextmenübefehl Formatieren (Bild 14.3, links).
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Kapitel 14 · Brennen von Daten-CDs und DVDs
3. Im Dialogfeld DVD-RW formatieren (Bild 14.3, rechts) wählen Sie über das Listenfeld UDF-Dateisystem die gewünschte Variante aus. Weiterhin können Sie die Option zur Schnellformatierung markieren, so dass die Formatierung nach wenigen Sekunden abgeschlossen ist – ohne Schnellformatierung kann die Formatierung, je nach Datenträger, Stunden dauern. 4. Geben Sie bei Bedarf einen Namen für den Datenträger im Textfeld ein und klicken Sie auf die Starten-Schaltfläche. 5. Das Dialogfeld mit der Warnung, dass alle Daten beim Formatieren gelöscht werden, bestätigen Sie über die OK-Schaltfläche und warten dann, bis der Datenträger formatiert wurde. Sobald die Meldung erscheint, dass der Datenträger formatiert ist, schließen Sie diesen über die OK-Schaltfläche. Anschließend können Sie den Datenträger verwenden. Der Ansatz des direkten Formatierens eignet sich beispielsweise, wenn Sie eine bereits benutzte wieder beschreibbare CD oder DVD für das Lifedateisystem vorbereiten möchten oder wenn ein Datenträger zur Datensicherung (siehe Kapitel 13) verwendet werden soll. Beachten Sie aber, dass durch die UDF-Formatierung ca. 20 Prozent der Bruttokapazität des Datenträgers verloren geht. Bei einer CD liegt die Nettokapazität daher bei 443 MByte. Für das UDF-Dateisystem gibt es verschiedene Versionen, die sich über das Menü der Schaltfläche Dateisystem abrufen lassen. Die erste Version 1.02 lässt sich nur bei DVD-RAM nutzen und ist zur Verwendung unter Windows 98 bzw. Apple-Computer geeignet. Die Version 1.5 wird direkt durch Windows 2000 und XP unterstützt, kann unter Windows 98 oder auf Macintosh-Systemen aber nicht gelesen werden. Standardmäßig wird die, auch unter Windows XP und Windows 2003 Server unterstützte, Version 2.01 beim Formatieren benutzt. Diese Variante wird auch von DVD-Videorecordern beim Aufzeichnen von DVD VR-Medien verwendet. Die neueste Version 2.5 wird nur von Windows Vista unterstützt. Beim Brennprogramm Nero wird der Packet-Writing-Modus samt dem UDF-Dateisystem übrigens durch das Programm InCD bereitgestellt.
14.1.5
Automatische Wiedergabe bei leeren CDs/DVDs
Legen Sie einen neuen, noch leeren, CD- oder DVD-Rohling in den Brenner ein, erkennt Windows Vista dies und zeigt das Dialogfeld Automatische Wiedergabe (Bild 14.4). Sie können dann wählen, ob Sie Dateien auf den Datenträger brennen oder eine Audio-CD bzw. Video-DVD anfertigen möchten. Der Schritt dient dazu, das Dateisystem zum Brennen des Datenträgers vorzubereiten. Möchten Sie diese Auswahl erst später treffen, können Sie das Dialogfeld der automatischen Wiedergabe über die Schließen-Schaltfläche beenden. Um das Medium zum Brennen von Dateien vorzubereiten, führen Sie folgende Schritte aus.
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Wissenswertes zum Brennen
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1. Wählen Sie im Dialogfeld Automatische Wiedergabe den Befehl Dateien auf Datenträger brennen (Bild 14.4).
Bild 14.4: Automatische Wiedergabe bei leeren CD-/DVD-Medien
Das Dialogfeld wird dann automatisch geschlossen und das Dialogfeld Auf Datenträger brennen angezeigt. Standardmäßig zeigt das Dialogfeld nur das Textfeld mit dem von Windows vorgeschlagenen Datenträgertitel (oberer Teil des Dialogfelds in Bild 14.5, links).
Bild 14.5: Leeren Datenträger vorbereiten
2. Klicken Sie auf das Textfeld des Dialogfelds und korrigieren Sie ggf. den bis zu 16 Zeichen langen Datenträgertitel. 3. Wählen Sie bei Bedarf die im Dialogfeld am unteren linken Rand eingeblendete Schaltfläche Formatierungsoptionen einblenden, um die erweiterte Darstellung aus Bild 14.5 (links) abzurufen.
244
Kapitel 14 · Brennen von Daten-CDs und DVDs
4. Markieren Sie entweder das Optionsfeld Mastered oder das Optionsfeld Lifedateisystem. Bei Auswahl der Option Lifedateisystem können Sie den Hyperlink Version ändern anklicken und dann in einem weiteren Dialogfeld die UDF-Version wählen (Bild 14.5, rechts). 5. Schließen Sie das ggf. geöffnete Dialogfeld UDF-Version auswählen über die OK-Schaltfläche und klicken Sie im Dialogfeld Auf Datenträger brennen auf die Weiter-Schaltfläche. Den Brennmodus »Mastered« sollten Sie verwenden, um die Dateien in einem Schritt auf das Medium zu schreiben. Dann öffnet Windows sofort ein Ordnerfenster, in das Sie die zum Brennen vorgesehene Datei kopieren können (siehe unten). Um die CD oder DVD quasi als mehrfach beschreibbaren Wechseldatenträger zu verwenden, wählen Sie dagegen die Option Lifedateisystem. Hinweise zur Auswahl der UDF-Version finden Sie weiter oben im Abschnitt zum Formatieren eines Datenträgers.
Bild 14.6: Dialogfelder beim Formatieren
Haben Sie die Option Lifedateisystem gewählt, erscheint beim Anklicken der Schaltfläche Weiter das in Bild 14.6, oben, gezeigte Dialogfeld mit der Warnung, dass das Formatieren des Mediums sehr lange dauern kann. Klicken Sie auf die Ja-Schaltfläche, um mit dem Formatieren zu beginnen. Die Zeitdauer zum Formatieren wird dann berechnet und in einer Fortschrittsanzeige dargestellt (Bild 14.6, unten). Während dieser Zeit dürfen Sie den Computer nicht ausschalten, da dann der Rohling u. U. unbrauchbar wird. Nach dem Abschluss der Formatierung wird der Fortschrittsdialog geschlossen und danach erscheint ein Ordnerfenster. Sie können den Rohling zum Speichern von Dateien verwenden, indem Sie einfach Dateien zum betreffenden Ordnerfenster ziehen (siehe unten).
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Daten auf CDs oder DVDs brennen
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Windows Vista kann übrigens sowohl einmal beschreibbare Medien (z. B. CD-Rs) als auch wieder beschreibbare Rohlinge (z. B. CD-RWs) für das Lifedateisystem vorbereiten. Allerdings ist es recht unhandlich, Stunden auf das Formatieren von DVDs zu warten. Sofern Sie DVDs für diesen Zweck verwenden möchten, empfiehlt es sich, ggf. auf DVD+RWs oder DVD-RWs zu setzen und diese manuell zu formatieren (siehe den vorherigen Abschnitt). Im Formatierungsdialogfeld lässt sich dann die Option Schnellformatierung wählen und der Datenträger ist in weniger als einer Minute vorbereitet. Windows Vista ergänzt dann die Formatierung des Datenbereichs beim Speichern der Dateien.
14.2 Daten auf CDs oder DVDs brennen Der nachfolgende Abschnitt zeigt beispielhaft, wie Sie Daten-CDs oder DVDs in den beiden Modi »Mastered« und »Lifedateisystem« brennen können.
14.2.1
So brennen Sie Daten im MasteredModus auf CD/DVD
Möchten Sie verschiedene Dateien (oder komplette Ordner) von der Festplatte auf eine CD oder DVD sichern? Dann sollten Sie den MasteredModus für den Datenträger verwenden. Über diesen Modus lässt sich die Kapazität des Datenträgers bestmöglich ausnutzen und die Medien besitzen die höchste Kompatibilität beim Lesen. Windows unterstützt verschiedene Ansätze, wie Sie beim Brennen vorgehen. Sie können, wie auf den vorhergehenden Seiten beschrieben, einen leeren Datenträger einlegen und über das Dialogfeld Automatische Wiedergabe zum Brennmodus »Mastered« schalten. Oder Sie wählen erst die zu brennenden Dateien aus und legen den Rohling auf Aufforderung in den Brenner ein. Das Brennen von Daten-CDs und -DVDs im Mastered-Modus lässt sich also in mehrere Schritte (Vorbereiten des Datenträgers mit Auswahl des Brennmodus, Zusammenstellung der Daten, Brennen der Daten) unterteilen. Die Vorbereitung des Datenträgers lässt sich vor oder während der Zusammenstellung der Daten durchführen.
Zusammenstellung der Daten zum Brennen Das Zusammenstellen der Daten für das Brennen einer Datendisk ist mit wenigen Schritten möglich. 1. Öffnen Sie das Ordnerfenster (z. B. über den Startmenübefehl Computer) und suchen Sie den Ordner mit den zu sichernden Dateien. 2. Kopieren Sie anschließend die zu sichernden Dateien und Ordner zum Laufwerk des CD- bzw. DVD-Brenners. Sie können hierzu die zu sichernden Dateien im Ordnerfenster markieren (z. B. Dateien bzw. Ordner bei gedrückter (Strg)-Taste anklicken) und anschließend auf die in der Symbolleiste des Ordnerfensters gezeigte Schaltfläche Brennen klicken. Oder Sie verwenden die rechte Maustaste,
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Kapitel 14 · Brennen von Daten-CDs und DVDs
um die Elemente über den Kontextmenübefehl Senden an zum Laufwerk mit dem Brenner zu senden. Die dritte Variante besteht darin, die Dateien zum geöffneten Ordnerfenster des Brenners (oder zum im Navigationsfenster im Zweig Computer sichtbaren Laufwerkssymbol) zu ziehen (Bild 14.7). Liegen Daten als Zusammenstellung zum Brennen vor, informiert Windows Sie über eine entsprechende QuickInfo (Bild 14.7, unten) im Infobereich der Taskleiste. Dieser Hinweis ist hilfreich, da die Dateien einer Zusammenstellung im Mastered-Modus nicht sofort auf den Datenträger gebrannt, sondern in einem Zwischenspeicher auf der Festplatte hinterlegt werden.
Bild 14.7: Vorbereiten zum Brennen von Dateien im Mastered-Modus
Die Zwischenspeicherung gibt Ihnen die Gelegenheit, Dateien aus verschiedenen Ordnern zum Brennen auszuwählen. Bei Bedarf können Sie das im Infobereich eingeblendete Symbol (oder das Brennersymbol im Navigationsfenster) anklicken, um die im Cachespeicher zum Brennen hinterlegten Dateien in einem Ordnerfenster anzusehen. Bei Bedarf lassen sich dann Dateien zum Papierkorb ziehen, um die Einträge aus der Zusammenstellung zu entfernen. Oder Sie klicken in der Symbolleiste des Ordnerfensters auf die Schaltfläche Temporäre Dateien löschen, um alles zu entfernen – die Originaldateien bleiben aber in beiden Fällen unverändert erhalten. Erst wenn alle gewünschten Dateien in der Zusammenstellung enthalten sind, können diese auf den Datenträger gebrannt werden.
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Daten auf CDs oder DVDs brennen
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Die Zusammenstellung bleibt auch erhalten, wenn Sie sich von Windows abmelden oder den Rechner herunterfahren. Dies gibt Ihnen Gelegenheit, Daten über längere Zeit zu sammeln und abzuwarten, bis die Größe der Zusammenstellung die Kapazität des Rohlings weitgehend ausnutzt.
Einlegen des Rohlings vergessen? Haben Sie vor dem Kopieren der Dateien auf das Laufwerk des Brenners vergessen, einen Rohling einzulegen? Sobald Sie Dateien zum Laufwerk des Brenners kopieren, wird die Schublade des Brenners ausgefahren und Windows fordert Sie auf, einen beschreibbaren Rohling einzulegen. Dann müssen Sie den Rohling für das Brennen im Mastered-Modus vorbereiten. 1. Legen Sie den gewünschten Rohling (CD oder DVD) in das Laufwerk ein und schließen Sie die Schublade des Laufwerks wieder. 2. Anschließend ergänzen Sie im angezeigten Dialogfeld Auf Datenträger brennen (Bild 14.5 links) ggf. den Datenträgertitel im betreffenden Textfeld. 3. Erweitern Sie die Dialogfelddarstellung über die Schaltfläche Formatierungsoptionen einblenden und markieren Sie das Optionsfeld für den Mastered-Modus. Danach betätigen Sie die Weiter-Schaltfläche. Erst dann kann Windows die gewünschten Dateien in den temporären Zwischenspeicher übertragen. Sie werden über eine Fortschrittsanzeige informiert und die QuickInfo aus Bild 14.7 erscheint. Sie können dann weitere Dateien zur Zusammenstellung hinzufügen.
Brennen der Zusammenstellung auf das Medium Um die Daten der Zusammenstellung auf die CD oder DVD zu brennen, sind folgende Schritte auszuführen. 1. Öffnen Sie das Ordnerfenster des Brenners und klicken Sie in der Symbolleiste auf die Schaltfläche Auf Datenträger brennen (Bild 14.7, oberes Fenster). 2. Sobald Windows den eingelegten Rohling erkannt hat, können Sie im Dialogfeld Auf Datenträger brennen im Schritt »Datenträger vorbereiten« den Datenträgertitel und die Brenngeschwindigkeit korrigieren (Bild 14.8, Hintergrund). 3. Klicken Sie danach auf die Schaltfläche Weiter, um das Brennen zu starten. Vista brennt anschließend die markierten Dateien über den betreffenden CD- oder DVD-Recorder auf den Datenträger. Der Ablauf wird durch eine Fortschrittsanzeige im Dialogfeld Auf Datenträger brennen angezeigt (Bild 14.8, Vordergrund). Das Brennen kann, abhängig vom Datenträger, von der Brenngeschwindigkeit und der Menge der zu brennenden Daten, eine Weile dauern. Sobald der Brennvorgang abgeschlossen ist, wird die Schublade des Brenners ausgefahren.
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Kapitel 14 · Brennen von Daten-CDs und DVDs
Bild 14.8: Anpassen der Brennoptionen und Brennen der Zusammenstellung
4. Schließen Sie die Schublade des Brenners und klicken Sie ggf. im noch geöffneten Dialogfeld Auf Datenträger brennen auf die Schaltfläche Fertig stellen. Ist der gebrannte Rohling beim Einfahren noch im Laufwerk, lässt sich direkt auf dessen Inhalt zugreifen. In der Regel wird Windows das Dialogfeld Automatische Wiedergabe öffnen und Sie können einen Befehl (z. B. Ordner öffnen, um Dateien anzuzeigen) auswählen. Danach wird der Inhalt des Datenträgers in einem Ordnerfenster angezeigt. TIPP
Windows Vista brennt die Datenträger im Mastered-Modus als Multisession, d. h., Sie können einen solchen Datenträger nach dem Brennen ein weiters Mal in das Laufwerk einlegen. Ist noch freie Kapazität vorhanden, lassen sich weitere Dateien zur Zusammenstellung hinzufügen. Öffnen Sie das Ordnerfenster des Datenträgers, werden die bereits vorhandenen Inhalte und die neu hinzugefügten Elemente aufgeführt. Brennen Sie die Zusammenstellung erneut, fügt Windows einfach die neu aufgenommenen Dateien in eine weitere Session und verlinkt die bereits vorhandenen Dateien in einem modifizierten Inhaltsverzeichnis. Wird das Medium dann auf einem Rechner eingelesen, kann dieser auf alle Dateien in den verschiedenen Sessions zugreifen. Beachten Sie aber, dass ältere CD-Laufwerke Multisession-CDs nicht immer erkennen können. Zudem reduziert der Multisession-Modus die Nettokapazität des Datenträgers etwas, da zum Sessionabschluss ebenfalls ca. 20 MByte auf das Medium geschrieben werden.
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Daten auf CDs oder DVDs brennen
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14.2.2
CDs/DVDs wie Disketten nutzen
Windows Vista unterstützt das UDF-Dateiformat mit Packet Writing, d. h., Sie können Medien wie CDs und DVDs auch so einsetzen, dass diese sich schrittweise mit Dateien beschreiben lassen. Verwenden Sie RWMedien, können die Datenträger sogar bei Bedarf gelöscht und erneut eingesetzt werden. Voraussetzung ist aber, dass der Rohling im so genannten Lifedateisystem formatiert wird. Die Schritte zum Vorbereiten des Datenträgers sind auf den vorhergehenden Seiten nachzulesen. Mit dem Lifedateisystem versehene Rohlinge lassen sich folgendermaßen verwenden. 1. Legen Sie den vorbereiteten Rohling in das Laufwerk des Brenners ein. Sofern Sie einen neuen Rohling erwischt haben, gibt die Funktion Automatische Wiedergabe Ihnen die Möglichkeit, die Formatierung vorzunehmen (siehe vorherige Seiten). 2. Öffnen Sie das Ordnerfenster des Brenners und ziehen Sie anschließend die zu sichernden Dateien in dieses Ordnerfenster. Sie können dabei die, wie im vorhergehenden Abschnitt beschrieben, WindowsFunktionen zum Kopieren per Maus, per Zwischenablage oder über Senden an verwenden. Windows Vista zeigt beim Kopieren den in Bild 14.9 gezeigten Fortschrittsdialog. Beim Kopieren werden die Dateien aber gleich auf den Datenträger gebrannt. Das heißt, der Rohling lässt sich wie ein USBStick oder eine Speicherkarte verwenden. Drücken Sie die Auswurftaste am Laufwerk des Brenners, wird die Schublade mit dem Medium aber nicht sofort ausgefahren. Windows zeigt in der Standardeinstellung die QuickInfo aus Bild 14.10 und schließt vor dem Auswerfen des Mediums die Sitzung auf den Datenträger. Dies soll sicherstellen, dass die Daten auch auf anderen Systemen, die das UDF-Dateisystem unterstützen, gelesen werden können. Der Nachteil besteht darin, dass der Lead-outRecord mit dem Sessionende 20 MByte auf dem Medium belegt. Sie sollten den Datenträger bei Verwendung des Lifedateisystem-Modus also nur dann aus dem Laufwerk entfernen, wenn dieser nicht mehr benötigt wird oder Windows Vista zu beenden ist.
Bild 14.9: Brennen von Dateien im Lifedateisystem-Modus
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Kapitel 14 · Brennen von Daten-CDs und DVDs
Bild 14.10: Nachricht beim Abschließen der Sitzung im Lifedateisystem-Modus
Falls Sie den UDF-Datenträger möglichst optimal ausnutzen möchten, können Sie den automatischen Abschluss der Sitzung beim Auswerfen des Mediums in den Voreinstellungen ausschalten. Wie dies funktioniert, ist am Kapitelanfang beschrieben. Dies gibt Ihnen die Gelegenheit, die Sitzung über den Kontextmenübefehl Sitzung schließen des Brennerlaufwerks manuell zu schließen. Wie Sie Fotos, Musik oder Videodateien auf CDs bzw. DVDs brennen und was es dabei zu beachten gibt, ist Gegenstand separater Kapitel. Detaillierte Hinweise zu Brennern, Brenntechnik und Hintergrundinformationen zu den diversen Dateisystemen für CDs und DVDs finden Sie in den von mir bei Markt+Technik publizierten Titeln zu Nero (z. B. »Nero – Geheime Tricks«).
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Teil 3 Arbeiten mit Windows Vista In diesem Teil erfahren Sie, wie sich mit den in Windows Vista enthaltenen Anwendungen arbeiten lässt. Sie lernen, was es beim Drucken unter Windows zu beachten gilt und wie Sie Druckaufträge verwalten. In separaten Kapiteln wird gezeigt, wie Sie mit verschiedenen Windows-Anwendungen beispielsweise zur Bearbeitung von Texten und Grafiken umgehen, wie sich die Eingabeaufforderung nutzen, Termine verwalten, Aufgaben planen oder weitere Tools einsetzen lassen.
15 Drucken unter Windows Windows Vista unterstützt über entsprechende Treiber eine Vielzahl von Druckermodellen verschiedener Hersteller. Zudem sind Funktionen zur Verwaltung der Druckaufträge in Windows vorhanden. Dieses Kapitel zeigt, wie Sie Drucker installieren, Druckaufträge verwalten und auf die Druckereinstellungen zurückgreifen.
15.1 Wissenswertes zum Drucken Der folgende Abschnitt erläutert, wie Sie aus Anwendungen oder von der Windows-Oberfläche drucken, wie Sie auf Druckerstörungen reagieren oder die Druckoptionen anpassen.
15.1.1
Drucken aus Anwendungen und aus Windows
Windows bietet Ihnen verschiedene Möglichkeiten zum Drucken von Dokumenten aus Anwendungsprogrammen heraus. Da die Vorgehensweise identisch ist, hier eine Übersicht.
Bild 15.1: Status der Druckausgabe
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Die gebräuchlichste Variante besteht darin, das in der Anwendung geladene Dokument über die in der Symbolleiste des Anwendungsfensters sichtbare Drucken-Schaltfläche auszudrucken. In diesem Fall wird das gesamte Dokument sofort auf dem Standarddrucker und mit den Standardeinstellungen ausgegeben. Während der Druckausgabe zeigt die betreffende Anwendung ggf. einen Statusdialog (Bild 15.1), über dessen Abbrechen-Schaltfläche Sie die Ausgabe stoppen können.
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Möchten Sie die Druckoptionen oder das Ausgabegerät kontrollieren, wählen Sie dagegen den Befehl Drucken im Menü Datei des Anwendungsfensters oder drücken die Tastenkombination (Strg)+(P). Dann öffnet Windows Vista das Dialogfeld Drucken, welches Ihnen Gelegenheit zur Auswahl der Druckoptionen gibt. Verwendet die Anwendung den von Windows Vista bereitgestellten Dialog, sieht dieser wie in Bild 15.2 gezeigt aus. Manche Anwendungen wie beispiels-
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Wissenswertes zum Drucken
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weise die Microsoft Office-Programme nutzen aber eigene Druckdialoge, die ein leicht abweichendes Aussehen aufweisen. In diesem Dialogfeld lassen sich die Druckoptionen sowie der Drucker wählen. Die Druckausgabe lässt sich über die Drucken-Schaltfläche starten.
Bild 15.2: Drucken-Dialog einer Anwendung
Bild 15.3: Kontextmenü mit Drucken-Befehl eines Dokuments
Einige Dokumentdateien lassen sich auch direkt aus Windows Vista auf dem Standarddrucker ausgeben, ohne dass Sie explizit die zugehörige Anwendung starten müssen. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf eine Dokumentdatei und findet sich im Kontextmenü der Befehl Drucken (Bild 15.3), lässt sich das Dokument direkt aus Windows drucken. In diesem Fall startet Windows die für den Dokumenttyp passende Anwendung und veranlasst diese, das Dokument zu laden und zu drucken. Das Ganze läuft für den Benutzer transparent ab, da das Anwendungsfenster meist unsichtbar bleibt oder nur kurzzeitig auf dem Desktop erscheint.
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Kapitel 15 · Drucken unter Windows
Die Anwendung übergibt die aufbereiteten Druckdaten an Windows. Das Betriebssystem speichert diese dann in einem Druckmanager. Dies hat den Vorteil, dass der Druckvorgang bereits nach kurzer Zeit aus Sicht der Anwendung abgeschlossen ist und der Benutzer mit dem Programm weiterarbeiten kann. Der Druckmanager übernimmt dann die Aufgabe, die Druckausgabe im Hintergrund an das Ausgabegerät weiterzuleiten. Sobald die Daten an den Druckmanager weitergereicht wurden, lässt sich die Ausgabe aber nicht mehr aus der Anwendung heraus abbrechen. Es besteht aber die Möglichkeit, über den Druckmanager auf Druckaufträge zuzugreifen und diese zwangsweise zu beenden (siehe folgende Abschnitte). TIPP
Möchten Sie Bildschirmabzüge (Screenshots) unter Windows anfertigen? Sie können das Windows-Programm Snipping Tool für diesen Zweck verwenden. Um aber einen Screenshot des gesamten Bildschirms oder eines Fensters anzufertigen, hilft auch ein Trick. Drücken Sie die (Druck)-Taste, fertigt Windows ein Abbild des Desktops in der Zwischenablage an, während die Tastenkombination (Alt)+(Druck) einen Screenshot des aktuellen Fensters in die Zwischenablage kopiert. Sie können dann das Windows-Programm Paint aufrufen, den Inhalt der Zwischenablage mit der Tastenkombination (Strg)+(V) in das Dokumentfenster einfügen und das Resultat speichern oder drucken.
15.2 Druckoptionen festlegen Auf der Registerkarte Allgemein des Dialogfelds Drucken (Bild 15.2) lassen sich die Druckoptionen einstellen. Die Gruppe Drucker auswählen zeigt eine Liste der installierten bzw. verfügbaren Drucker sowie die Eigenschaften des aktuell gewählten Ausgabegeräts. 쮿
Beim ersten Aufruf des Dialogfelds ist der Standarddrucker gewählt. Um einen anderen Drucker auszuwählen, klicken Sie das betreffende Symbol in der Druckerliste an. Diese Wahl bleibt für die Dauer der Sitzung für das Anwendungsprogramm eingestellt. Über das Symbol Drucker hinzufügen lassen sich auch direkt im Drucken-Dialog neue Drucker installieren. Arbeiten Sie in einem Netzwerk, können Sie über die Schaltfläche Drucker suchen ein Ordnerfenster öffnen, in dem sich auf Netzwerkstationen und deren freigegebene Drucker zugreifen lässt. Der ausgewählte Netzwerkdrucker kann dann zur Ausgabe verwendet werden.
Bild 15.4: Drucken in eine Datei
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Druckoptionen festlegen
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Eine Markierung des Kontrollkästchens Ausgabe in Datei umleiten erzwingt die Ausgabe der Druckdaten in eine lokale Datei. Nach dem Start des Ausdrucks wird der Name und das Zielverzeichnis der Druckdatei in einem Zusatzdialog abgefragt (Bild 15.4). Geben Sie nur einen Dateinamen in das Textfeld ein, wird die Druckdatei ohne Dateinamenerweiterung unter diesem Namen im Ordner Dokumente angelegt. Benutzen Sie einen PostScript-Drucker, können Sie dem Dateinamen die Dateinamenweiterung .ps anhängen, was bei der Ausgabe berücksichtigt wird. Solche PostScript-Dateien lassen sich beispielsweise mit dem Adobe Distiller in eine PDF-Datei überführen. Druckdateien können Sie im Fenster der Eingabeaufforderung über den Befehl copy /B [Dateiname.ps] prn an den Drucker weiterleiten.
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In der Gruppe Seitenbereich legen Sie fest, ob das Gesamtdokument (Option Alles) oder lediglich ein ausgewählter Bereich (Markierung oder Seiten) zu drucken ist. Das Optionsfeld Markierung wird nur freigegeben, wenn vor Aufruf des Drucken-Dialogs ein Teil des Dokuments markiert war. Ist das Optionsfeld Seiten markiert, muss im zugehörigen Textfeld das Seitenintervall (z. B. »10–15«) angegeben werden. Je nach Anwendung lassen sich über die Gruppe Anzahl Exemplare die Anzahl der gewünschten Kopien und die Sortieroption einstellen.
Standardmäßig stellt Windows Vista bereits den Drucker »Microsoft XPS Document Writer« zur Verfügung. Dies ist ein besonderer Druckkanal, der die Druckergebnisse als .xps-Datei auf der Festplatte speichern kann. Solche .xps-Druckdateien lassen sich später per Doppelklick im Internet Explorer ansehen. Microsoft propagiert das XPSFormat als Konkurrenz zum Adobe PDF-Format. Allerdings sind die Möglichkeiten der XPS-Ausgabe doch recht eingeschränkt, da sich die Ergebnisse bisher nur im Internet Explorer 7 ansehen lassen. Wer lieber auf das PDF-Format setzt, kann einen der frei verfügbaren PDF-Druckertreiber (z. B. CutePDF, www.cutepdf.com) installieren. Diese Ausgaben lassen sich mit dem kostenlosen Adobe Reader (www.adobe.de) anzeigen. Die Schaltfläche Einstellungen des Drucken-Dialogs öffnet ein Eigenschaftenfenster mit den Registerkarten Layout und Papier/Qualität.
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Auf der Registerkarte Layout lässt sich die Ausrichtung der Seite (Hoch-/Querformat) sowie je nach Druckertyp die Seitenreihenfolge oder die Zahl der Seiten pro Blatt einstellen (Bild 15.5, unten).
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Über die Registerkarte Papier/Qualität können Sie mit Hilfe eines Listenfelds die Papierquelle auswählen.
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Klicken Sie auf der angezeigten Registerkarte auf die Schaltfläche Erweitert, öffnet Windows ein Dialogfeld mit den erweiterten Dokumenteinstellungen für den Drucker (Bild 15.5, rechts). Durch Anklicken der einzelnen Zweige können Sie die verfügbaren Optionen wählen. Klicken Sie auf eine als Hyperlink dargestellte Textstelle,
Kapitel 15 · Drucken unter Windows
blendet Windows das verfügbare Steuerelement ein. Im Zweig Papier/Ausgabe lässt sich beispielsweise die Papiergröße oder die Anzahl der Kopien wählen. Die Grafikqualität bei der Druckausgabe wählen Sie ebenfalls in diesem Dialogfeld im Zweig Grafik. Beachten Sie aber, dass die Optionen der Registerkarte Layout sowie die erweiterten Druckoptionen vom gewählten Drucker abhängen. Bei Farbdruckern finden Sie beispielsweise auf der Registerkarte Layout Optionsfelder zur Auswahl von Schwarzweiß- und Farbdruck oder zur Festlegung der Druckqualität.
Bild 15.5: Druckereinstellungen
15.2.1
Den Standarddrucker festlegen
Bei mehreren Druckern (dies ist bei Vista durch den XPS-Drucker quasi immer der Fall) wird eines dieser Geräte als Standarddrucker verwendet. Alle Druckausgaben (z. B. über die Schaltfläche Drucken) erfolgen dann an dieses Gerät. Um ein anderes Gerät als Standarddrucker festzulegen, gehen Sie folgendermaßen vor. 1. Öffnen Sie das Fenster der Systemsteuerung über das Startmenü und wählen Sie den Befehl Drucker in der Gruppe Hardware und Sound. 2. Im dann geöffneten Ordnerfenster Drucker klicken Sie das Symbol des gewünschten Druckers mit der rechten Maustaste an und wählen den Kontextmenübefehl Als Standarddrucker festlegen (Bild 15.6). Den Standarddrucker erkennen Sie an der Markierung (grüner Kreis mit Häkchen) des Druckersymbols. Weiterhin wird der Befehl Als Standard festlegen im Kontextmenü des betreffenden Druckers durch ein Häkchen markiert.
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Druckoptionen festlegen 0
TIPP
Sie können den Standarddrucker auch direkt im Dialogfeld Drucken festlegen, indem Sie in der Liste Drucker auswählen ein Druckersymbol mit der rechten Maustaste anklicken und den Kontextmenübefehl Als Standard festlegen wählen.
Bild 15.6: Auswahl des Standarddruckers
15.2.2
Anzeige anstehender Druckaufträge
Sobald Sie ein Dokument drucken, übergibt die Anwendung die Druckdaten an den Windows-Druckmanager. Solange der Druckauftrag noch nicht abgewickelt (d. h. an den Drucker ausgegeben) ist, zeigt Windows ein stilisiertes Druckersymbol im Infobereich der Taskleiste (Bild 15.7).
Bild 15.7: Anzeige anstehender Druckaufträge
Um eine Übersicht zu erhalten, wie viele Druckaufträge anstehen, reicht es, mit der Maus auf das Druckersymbol zu zeigen. Windows blendet dann eine QuickInfo mit der Anzahl der Druckaufträge ein (Bild 15.7). Ein Mausklick auf das betreffende Symbol öffnet dann das Fenster des Druckmanagers, in dem Sie Details zum Druckstatus erfahren (Bild 15.9). Das Druckersymbol verschwindet automatisch aus dem Infobereich der Taskleiste, sobald alle anstehenden Druckaufträge abgewickelt wurden.
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Kapitel 15 · Drucken unter Windows
15.2.3
Erste Hilfe bei Druckerstörungen
Liegt eine Druckerstörung (Papiermangel, Papierstau etc.) vor, wird der anstehende Druckauftrag nicht abgewickelt. Das Druckersymbol bleibt dann im Infobereich der Statusleiste sichtbar und das Gerät wird das Dokument auch nicht ausgeben. Zudem kann Windows Vista eine entsprechende Fehlerbenachrichtigung als QuickInfo ausgeben (Bild 15.8). Sie müssen dann den Grund der Störung ermitteln.
Bild 15.8: Fehlermeldung bei Druckerstörungen
Bild 15.9: Fehlergrund bei Druckerstörungen abfragen
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Prüfen Sie, ob der Drucker am Computer angeschlossen und eingeschaltet ist. Kontrollieren Sie auch, ob Strom vorhanden ist. Manchmal sind lockere Stecker oder gezogene Netzstecker die Ursache für Störungen.
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Prüfen Sie, ob der Drucker fälschlicherweise auf Offline geschaltet ist, und stellen Sie in diesem Fall den Drucker auf Online.
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Prüfen Sie, ob der Drucker über Papier und andere Verbrauchsmaterialien (z. B. Toner, Tinte etc.) verfügt. Das Druckerhandbuch gibt Ihnen ggf. Auskunft über mögliche Ursachen einer Störung.
Sofern die Ursache der Druckerstörung nicht direkt am Drucker ersichtlich ist, können Sie den Fehlerstatus auch im Fenster des Druckmanagers erfragen (Bild 15.9). Hierzu klicken Sie das Druckersymbol im Infobereich der Taskleiste per Maus an. Alternativ lässt sich die Systemsteuerung öffnen und der Befehl Drucker in der Gruppe Hardware und Sound wählen. Anschließend können Sie das im Ordnerfenster Drucker (Bild 15.6) angezeigte Symbol des gestörten Druckers per Doppelklick anwählen oder den Drucker markieren und in der Symbolleiste auf die Schaltfläche Druckaufträge anzeigen klicken. Der Druckmanager liefert in der Spalte Status Informationen über die Fehlerursache.
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Druckaufträge verwalten 0
Sobald die Störung behoben ist, nimmt Windows die Druckausgabe wieder auf. Können Sie die Störung nicht beseitigen, sollten Sie ggf. den Druckauftrag aus dem Druckmanager löschen (siehe die folgenden Seiten). TIPP
Zum schnelleren Zugriff auf den Drucker können Sie eine Verknüpfung auf den Drucker auf dem Desktop einrichten. Ziehen Sie einfach das Druckersymbol aus dem Ordnerfenster Drucker zum Desktop. Anschließend reicht ein Doppelklick auf das Desktop-Symbol des Druckers, um das Fenster mit den Druckaufträgen zu öffnen. Erscheint bei Ihnen bei Druckerstörungen keine QuickInfo neben dem Infobereich der Taskleiste? Diese Funktion ist bei Vista für lokale Drucker standardmäßig abgeschaltet. Am Kapitelende ist beschrieben, wie Sie die Option über die Druckserver-Eigenschaften einschalten.
15.3 Druckaufträge verwalten Die im Druckmanager anstehenden Druckaufträge werden von diesem im Hintergrund an das jeweilige Ausgabegerät weitergeleitet. Solange noch Daten auszudrucken sind (das Druckersymbol ist im Infobereich der Taskleiste sichtbar), können Sie auf die Druckaufträge zugreifen und diese kontrollieren, anhalten oder abbrechen. Der folgende Abschnitt zeigt, wie Sie diese Funktionen nutzen.
15.3.1
Druckaufträge kontrollieren
Zur Kontrolle und Verwaltung der Druckaufträge öffnen Sie das Fenster des Druckmanagers (z. B. durch einen Mausklick auf das Druckersymbol im Infobereich, siehe vorheriger Abschnitt). In diesem Fenster werden die anstehenden Druckaufträge zeilenweise aufgelistet (Bild 15.10). Der gerade in Bearbeitung befindliche Auftrag erscheint in der obersten Zeile. In mehreren Spalten liefert der Druckmanager folgende Informationen:
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In der ersten Spalte wird der vom druckenden Programm vergebene Dokumentenname aufgeführt.
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Die zweite Spalte Status zeigt Informationen über den Status des jeweiligen Druckauftrags. Die oberste Zeile mit dem aktuell ausgedruckten Dokument enthält zum Beispiel den Hinweis auf einen momentanen Fehler. Bei den noch wartenden Druckaufträgen sehen Sie, ob diese angehalten wurden.
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Die Spalte Besitzer meldet Ihnen in einem Netzwerk, wer dieses Dokument ausdrucken möchte (hilfreich bei Druckerstörungen, um den Besitzer des Dokuments zu verständigen).
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Die Spalten Seiten und Größe signalisieren bei längeren Dokumenten den Fortschritt des Ausdrucks.
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Die letzte Spalte gibt noch die Startzeit an, zu der das Dokument vom Programm zum »Ausdrucken« gegeben wurde.
Kapitel 15 · Drucken unter Windows
Bild 15.10: Druckaufträge und Kontextmenübefehle im Druckmanager
Über die Menüleiste können Sie die Druckausgabe steuern und beispielsweise die Druckaufträge anhalten, fortsetzen oder abbrechen (siehe die folgenden Abschnitte). TIPP
Sind die Spalten zu schmal und eine Information wird am rechten Rand abgeschnitten? Dann zeigen Sie mit der Maus auf den Spaltentrenner im Spaltenkopf und ziehen diesen bei gedrückter linker Maustaste nach rechts. Dadurch wird die Spalte breiter.
15.3.2
Druckaufträge anhalten, fortsetzen oder abbrechen
Zum Anhalten eines Druckauftrags oder zum Abbrechen klicken Sie mit der rechten Maustaste in der Spalte Dokumentname des Druckmanagers auf die Zeile des gewünschten Druckauftrags und wählen im Kontextmenü den gewünschten Befehl aus (Bild 15.10). Die Befehle stehen alternativ im Menü Dokument zur Verfügung. Mit Anhalten wird die Ausgabe anstehender, aber noch nicht begonnener Aufträge angehalten und in der Spalte Status mit einer entsprechenden Meldung bestätigt. Dadurch lassen sich umfangreichere Druckaufträge zugunsten dringender Aufträge zurückstellen. Die Ausgabe erfolgt erst, nachdem Sie den Auftrag über den Kontextmenübefehl Fortsetzen erneut freigeben. Mit dem Befehl Abbrechen lassen sich anstehende Aufträge (auch der aktuell in Bearbeitung befindliche) verwerfen. Gab es Probleme beim Ausdruck (z. B. Papierstau, Tintenpatrone leer), können Sie den Befehl Neu starten wählen. Windows gibt den Druckauftrag erneut ab der ersten Seite wieder aus. Es dauert aber immer einige Sekunden, bis der Status des Auftrags geändert und die aktualisierte Liste der Aufträge angezeigt wird. TIPP
Beim Abbrechen des aktuellen Druckauftrags sollte der Drucker eingeschaltet sein, da Windows Vista andernfalls den Befehl nicht ausführt. War das Gerät ausgeschaltet, erhält dieses beim Einschalten meist aber einige Zeichen des unvollständigen Druckauftrags und gerät »außer Tritt«, d. h., es wird »Schrott« ausgegeben. Schalten Sie den Drucker kurz ein, warten Sie auf die Aktualisierung der Druckerwarteschlange und schalten Sie den Drucker wieder aus. Dann wird der Druckerpuffer beim nächsten Einschalten zurückgesetzt und Sie können wieder drucken.
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Druckaufträge verwalten
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Möchten Sie alle Druckaufträge abbrechen, ist es günstiger, im Menü Drucker den Befehl Alle Druckaufträge abbrechen zu wählen (Bild 15.11). In diesem Menü können Sie auch den Befehl Drucker anhalten wählen. Dann unterbricht Windows die Druckausgabe. Das Anhalten des Druckers ist recht praktisch, falls dieser zeitweise nicht benutzbar ist. Sie können bei einem angehaltenen Drucker den anstehenden Druckauftrag über die Kontextmenübefehle Neu starten aktualisieren und über Abbrechen gezielt beenden. Geben Sie danach den Drucker durch erneute Anwahl des Befehls Drucker anhalten wieder zur Ausgabe frei. Im Menü Drucker erkennen Sie auch, ob das Gerät als Standarddrucker eingestellt ist. In diesem Fall erscheint vor dem Befehl Als Standarddrucker festlegen ein kleines Häkchen. Fehlt dieses Häkchen, klicken Sie einfach auf den Befehl. Dann stellt Windows das betreffende Gerät als Standarddrucker ein. Ist der Drucker im Netzwerk zur gemeinsamen Nutzung durch Dritte freigegeben? Dann sollten Sie das Gerät zur Störungsbehebung nicht einfach abschalten. Halten Sie die Druckausgabe für den lokalen, aber im Netzwerk als Server im Netzwerk fungierenden Drucker an. Müssen Sie bereits begonnene Druckaufträge abbrechen, informieren Sie die betroffenen Besitzer. Drucken Sie selbst über ein Netzwerk? Dann klappt der Befehl Drucker anhalten nicht, da der Druckmanager in diesem Fall als Client arbeitet und nicht einfach die Druckausgabe des Servers anhalten kann. Verwenden Sie stattdessen den Befehl Drucker offline verwenden, um im Client die Druckausgabe an den Druckserver abzuschalten. Durch erneute Anwahl der betreffenden Befehle lässt sich der Drucker wieder freigeben (ein Häkchen vor dem Befehl signalisiert, ob der Drucker offline ist).
Bild 15.11: Menü Drucker mit den verfügbaren Befehlen
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Kapitel 15 · Drucken unter Windows
15.3.3
Die Eigenschaften eines Druckauftrags anpassen
Druckaufträge besitzen verschiedene Eigenschaften wie eine Priorität, einen Besitzer oder ein Zeitintervall, zu dem der Auftrag ausgedruckt werden darf etc. Um diese Eigenschaften einzusehen oder anzupassen, klicken Sie den Druckauftrag im Fenster des Druckmanagers mit der rechten Maustaste an und wählen den Kontextmenübefehl Eigenschaften. Anschließend können Sie auf der Registerkarte Allgemein des Eigenschaftenfensters (Bild 15.12) die Angaben zum Druckauftrag einsehen sowie die Priorität und das Zeitfenster ändern. Läuft ein Rechner mit dem angeschlossenen Drucker kontinuierlich durch, haben Sie die Möglichkeit, die Druckausgabe eines Auftrags zeitlich verzögert auszuführen. Setzen Sie in der Gruppe Zeitplan die Markierung auf das Optionsfeld Nur von und legen Sie in den zugehörigen Drehfeldern das Zeitintervall fest. Der Druckauftrag wird dann nur im angegebenen Zeitintervall ausgeführt. Beim Drucken mehrerer umfangreicher Dokumente ist es ggf. erforderlich, die Ausgabe einiger Dokumente vorzuziehen. Weiterhin kann es erwünscht sein, dass länger dauernde Druckaufträge in Zeiten geringer Auslastung des Rechners verlagert werden sollen. Hierzu können Sie den anstehenden Druckaufträgen über den Schieberegler unterschiedliche Prioritäten zuweisen. Der Druckmanager arbeitet dann anstehende Druckaufträge gemäß ihren Prioritäten ab. Im Feld Benachrichtigen ist übrigens der Name des Besitzers aufgeführt, der bei der Ausführung des Druckauftrags zu benachrichtigen ist.
Bild 15.12: Eigenschaften eines Druckauftrags
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Drucker installieren und einrichten
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15.4 Drucker installieren und einrichten Drucker werden in Windows über spezielle Steuerprogramme, die so genannten Treiber, angesteuert. Dies erlaubt dem Betriebssystem, Drucker verschiedener Hersteller zu unterstützen, die Sie an Ihren Computer anschließen können. Windows Vista enthält bereits die Treiber für die gängigen Drucker, zukünftige Geräte werden aber von den Druckerherstellern mit entsprechenden Druckertreibern geliefert. Ist bei der Windows-Installation ein Drucker vorhanden und eingeschaltet, wird der Druckertreiber mit eingerichtet. Schließen Sie später einen neuen Drucker an, muss der passende Treiber eingerichtet werden. Der folgende Abschnitt befasst sich mit den Funktionen zur Druckerinstallation und zum Einrichten des Druckers. Beachten Sie, dass Sie sich zum Installieren von Treibern oder Hardware unter einem Administratorkonto anmelden müssen. Standardbenutzerkonten besitzen keine Berechtigungen, um Drucker oder Treiber einzurichten.
15.4.1
Automatische Treiberinstallation durch Windows
Moderne Drucker werden in der Regel über die USB-Schnittstelle am System angeschlossen, ältere Drucker verwenden noch die Parallelschnittstelle. Schalten Sie den Drucker im laufenden Betrieb ein, erkennt Windows Vista dies im Idealfall. Windows informiert Sie dann über eine QuickInfo im Infobereich, dass eine neue Gerätetreibersoftware installiert wird (Bild 15.13). Klicken Sie im Infobereich auf das zugehörige Symbol, zeigt ein Dialogfeld den Fortschritt der Treiberinstallation. Bei bekannten Druckern sucht Windows Vista in den vorkonfigurierten Installationsordnern nach dem Treiber und installiert diesen selbsttätig. Bei einem nicht unterstützten Drucker werden Sie zum Einlegen der Treiber-CD des Druckerherstellers aufgefordert. Bei Bedarf müssen Sie ggf. den Pfad zum Medium angeben, damit Windows den Treiber findet. Statusfenster zeigen dann den Installationsablauf und den Erfolg bzw. Misserfolg an. Nach erfolgreicher Installation taucht das Symbol des neuen Druckers im Ordnerfenster Drucker sowie im Drucken-Dialog auf. Sie können anschließend mit dem Gerät arbeiten.
15.4.2
So installieren Sie einen Druckertreiber manuell
Wird der Drucker durch Windows Vista nicht automatisch erkannt? Installiert das Betriebssystem ein fehlerhaftes Gerät oder möchten Sie einen Druckertreiber installieren, zu dem es keinen physikalischen Drucker gibt? Letzteres ist z. B. sinnvoll, wenn Sie PostScript-Ausgaben in Dateien umleiten, um diese zum Ausdrucken an Dritte weiterzugeben. In diesen Fällen können Sie unter einem Administratorkonto eine manuelle Druckerinstallation durchführen.
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Kapitel 15 · Drucken unter Windows
Bild 15.13: Automatische Druckerinstallation
1. Öffnen Sie über das Startmenü die Systemsteuerung und wählen Sie im Fenster der Systemsteuerung den Befehl Drucker in der Gruppe Hardware und Sound. 2. Im dann geöffneten Ordnerfenster Drucker klicken Sie die in der Symbolleiste eingeblendete Schaltfläche Drucker hinzufügen an (Bild 15.14, Hintergrund).
Bild 15.14: Installationsassistent für Drucker aufrufen
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Drucker installieren und einrichten
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Windows startet einen Assistenten, der Sie durch die Schritte zur Einrichtung des neuen Druckers führt. Über die Schaltfläche Weiter können Sie in den Dialogseiten vorwärts und mit Zurück rückwärts blättern. 3. Klicken Sie im Startdialog (Bild 15.14, Vordergrund) auf den Befehl Einen lokalen Drucker hinzufügen. 4. Im Folgedialog wählen Sie bei markiertem Optionsfeld einen Druckeranschluss über die zugehörige Menüschaltfläche (Bild 15.15, rechts oben). Parallele Schnittstellen werden mit »LPT« aufgelistet, serielle Schnittstellen tragen die Bezeichnung »COM« und beim Eintrag »USB« handelt es sich um einen USB-Anschluss. Der Eintrag »File« erlaubt Ihnen, die Druckerausgabe generell in Dateien umzuleiten. Klicken Sie nach Auswahl des Druckeranschlusses auf die Schaltfläche Weiter. 5. Wählen Sie in dem in Bild 15.15, unten links, angezeigten Dialogfeld in der linken Liste den Hersteller Ihres Druckers. Anschließend klicken Sie in der rechten Liste auf das Modell des Druckers. Ist der Drucker in der Liste nicht aufgeführt, können Sie über die Schaltfläche Windows Update online nach weiteren Treibern suchen lassen. Verfügen Sie über einen Datenträger des Druckerherstellers mit Vista-Treibern, klicken Sie auf die Schaltfläche Datenträger. Windows öffnet ein Dialogfeld (Bild 15.15, unten rechts) zur Auswahl des Datenträgerlaufwerks und des Verzeichnisses mit den Druckertreibern. Wählen Sie dann den Treiberordner aus und schließen Sie das Dialogfeld zur Treiberauswahl über die OK-Schaltfläche. Anschließend sollte der Drucker in einer Auswahlliste aufgeführt werden und sich auswählen lassen. Schalten Sie über die WeiterSchaltfläche zum Folgedialog. 6. In dem in Bild 15.16, oben links, sichtbaren Dialogfeld können Sie ggf. den (vorgegebenen) Namen des Druckers anpassen. Soll der neue Drucker standardmäßig von allen Windows-Anwendungen als Standarddrucker benutzt werden, belassen Sie die Markierung des Kontrollkästchens auf Als Standarddrucker festlegen. 7. Schalten Sie über die Weiter-Schaltfläche zum nächsten Dialogfeld (Bild 15.16, unten) und warten Sie, bis die Druckerinstallation erfolgt ist. 8. Sobald das in Bild 15.16, rechts oben im Hintergrund, sichtbare Dialogfeld erscheint, klicken Sie auf die Schaltfläche Testseite drucken. 9. Warten Sie, bis die Testseite ausgedruckt wurde. Gab es Probleme beim Ausdruck, können Sie in dem angezeigten Dialogfeld (Bild 15.16, rechts oben im Vordergrund) über den Hyperlink Druckerproblembehandlung eine Hilfeseite mit Informationen zur Problemlösung aufrufen. Wurde die Seite korrekt ausgedruckt, klicken Sie auf die SchließenSchaltfläche des Dialogfelds und wählen Sie im Assistenten die Fertig stellen-Schaltfläche.
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Kapitel 15 · Drucken unter Windows
Bild 15.15: Installationsdialoge des Druckerassistenten
Bild 15.16: Weitere Dialoge zur Konfiguration des Druckers
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Drucker installieren und einrichten
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Bild 15.17: Installierte Drucker
Nach diesen Schritten ist der Drucker eingerichtet und wird als Symbol im Ordnerfenster Drucker aufgeführt (Bild 15.19). Sie können das Gerät benutzen. Ein mit dem Symbol einer Diskette versehenes Druckersymbol weist auf einen Drucker hin, dessen Ausgaben in eine Datei umgeleitet werden (Bild 15.17). Ein stilisiertes Kabel unterhalb des Druckersymbols weist auf einen Netzwerkdrucker hin.
15.4.3
Netzwerkdrucker einrichten
Arbeiten Sie in einem Netzwerk und sind auf anderen Rechnern angeschlossene Drucker zur gemeinsamen Nutzung freigegeben? Oder besitzen Sie einen Drucker, der direkt am Netzwerk oder an einem Netzwerkrouter (z. B. FritzBox) hängt. Um solche Drucker über das Netzwerk nutzen zu können, muss auf dem Client ebenfalls ein Druckertreiber für das Netzwerkgerät installiert werden. Dies funktioniert ähnlich wie die Installation eines lokalen Druckertreibers. 1. Rufen Sie den Assistenten zur Druckerinstallation auf (die Schritte sind im vorhergehenden Abschnitt beim Einrichten eines lokalen Druckers beschrieben). 2. Wählen Sie im Startdialog Drucker hinzufügen den Eintrag Einen Netzwerk-, Drahtlos- oder Bluetoothdrucker hinzufügen an (Bild 15.14, unten). Windows durchsucht das Netzwerk nach freigegebenen Druckern und blendet die gefundenen Geräte in einer Ergebnisliste ein (Bild 15.18, unten im Hintergrund).
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Kapitel 15 · Drucken unter Windows
Bild 15.18: Netzwerkdruckerinstallation
3. Ist der gewünschte Drucker aufgeführt, klicken Sie auf dessen Symbol und betätigen die Weiter-Schaltfläche. Windows richtet dann eine Verbindung zum gewählten Drucker ein und installiert auch eine Kopie des Druckertreibers. Sie werden durch eine Fortschrittsanzeige (Bild 15.18, unten, Vordergrund) über den Ablauf informiert. 4. Ist das Gerät in der Liste nicht aufgeführt, klicken Sie im Dialogfeld Drucker suchen (Bild 15.18, unten im Hintergrund) auf den Eintrag Der gesuchte Drucker ist nicht aufgeführt. Anschließend können Sie im Folgedialog (Bild 15.18, oben, links) über die Optionsfelder nach dem Drucker suchen lassen, den UNC-Netzwerkpfad in ein Textfeld eintippen bzw. über die Schaltfläche Durchsuchen aus einem Zusatzdialog übernehmen. Bei einem über TCP/IP erreichbaren Drucker markieren Sie das unterste Optionsfeld und klicken auf die WeiterSchaltfläche. Dadurch gelangen Sie zu einem Dialogfeld, in dem eine automatische Erkennung gewählt oder die Druckerdaten (IP-Adresse bzw. Hostname) eingetragen werden können. Über die WeiterSchaltfläche gelangen Sie in den Modus, in dem der Assistent nach dem Drucker sucht und bei Erfolg die erforderlichen Treiber installiert. 5. Konnte der Drucker installiert werden, erscheint das in Bild 15.18, oben rechts, gezeigte Dialogfeld, in dem der Druckername aufgeführt wird. Klicken Sie auf die Weiter-Schaltfläche. Die restlichen Schritte entsprechen dem Einrichten eines lokalen Druckers. Es wird eine Dialogseite mit der Fertigmeldung angezeigt und Sie können eine Testseite ausdrucken lassen. Ist diese einwandfrei, beenden Sie den Assistenten über die Fertig stellen-Schaltfläche. Danach ist der Drucker zur Benutzung eingerichtet.
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Drucker installieren und einrichten
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15.4.4
Drucker löschen
Zum Löschen eines Druckers sind nur wenige Mausklicks erforderlich. Öffnen Sie unter einem Administratorkonto das Ordnerfenster Drucker über die Systemsteuerung (siehe vorhergehende Seiten), markieren Sie das Druckersymbol mit einem Mausklick und wählen Sie in der Symbolleiste die Schaltfläche Drucker löschen. Alternativ können Sie auch den Kontextmenübefehl Löschen des Druckers wählen. Bestätigen Sie die Abfrage der Benutzerkontensteuerung über die Fortsetzen-Schaltfläche. Nach einer Sicherheitsabfrage, die Sie über die Ja-Schaltfläche bestätigen, wird der Drucker aus dem Ordnerfenster gelöscht. Beachten Sie aber, dass Windows Vista den Drucker nicht löschen kann, wenn noch Druckaufträge anstehen. Es wird auch nur das Druckersymbol aus dem Ordnerfenster gelöscht; die Druckertreiber bleiben weiterhin installiert. Schalten Sie den Drucker erneut an das System an, können Sie den Treiber mittels der auf den vorhergehenden Seiten skizzierten Schritte zur Druckerinstallation reaktivieren. Den Druckertreiber können Sie über die Eigenschaften des Druckservers löschen (siehe den Abschnitt »Seite 275« in diesem Kapitel).
15.4.5
Druckereigenschaften kontrollieren
Jeder Drucker besitzt eine Reihe von Eigenschaften. Einige davon werden bei der Installation im Assistenten festgelegt (Druckername, Anschluss etc.). Eine Kontrolle und Anpassung dieser Eigenschaften ist unter einem Administratorkonto mit folgenden Schritten möglich. 1. Öffnen Sie über die Systemsteuerung das Ordnerfenster Drucker (siehe vorhergehende Seiten). 2. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das Symbol des gewünschten Druckers und wählen Sie im Kontextmenü den Befehl Eigenschaften. Das von Windows angezeigte Eigenschaftenfenster (Bild 15.19) des Druckers enthält nun wesentlich mehr Registerkarten als dies beim Aufruf aus dem Drucken-Dialog der Fall ist. 쮿
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Auf der Registerkarte Allgemein (Bild 15.19, links) wird der Druckername sowie der Standort eingeblendet. Sie können diesen Namen, einen Kommentar für das betreffende Gerät sowie den Standort des Geräts anpassen bzw. angeben. Standort und der Kommentar sind bei der Benutzung des Druckers im Netzwerk durch andere Benutzer hilfreich. In der Gruppe Funktionen zeigt Windows Ihnen die Eigenschaften des betreffenden Druckers an. Bei Druckerproblemen können Sie die Schaltfläche Testseite drucken betätigen. Windows erzeugt anschließend eine Testseite und gibt diese auf dem Gerät aus (siehe auch den vorhergehenden Abschnitt zur Installation eines Druckertreibers). Betätigen Sie die Schaltfläche Druckeinstellungen auf der Registerkarte Allgemein, öffnet Windows einen Zusatzdialog mit den Registerkarten Layout und Papier/Qualität (siehe Bild 15.5), in dem Sie die betreffenden Eigenschaften anpassen können (siehe am Kapitelanfang).
Kapitel 15 · Drucken unter Windows
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Auf der Registerkarte Anschlüsse werden die möglichen Druckeranschlüsse des Geräts aufgeführt. In der Regel sehen Sie dort die Ausgänge für parallele Schnittstellen (LPTx:), für serielle Schnittstellen (COMx:) sowie für Netzwerkpfade. Der aktuell benutzte Ausgang wird durch eine Markierung im Kontrollkästchen gekennzeichnet. Über die Schaltfläche Hinzufügen können Sie sowohl einen neuen Anschlusstyp als auch einen neuen Anschluss der Liste hinzufügen. Bestehende Anschlüsse lassen sich markieren und über die Schaltfläche Löschen entfernen. Haben Sie einen Eintrag markiert, können Sie für parallele und serielle Ausgänge die Eigenschaften mittels der Schaltfläche Konfigurieren setzen. Bei einem parallelen Ausgang lässt sich die Wartezeit, die bei abgeschaltetem Drucker vergeht, bis dem Benutzer ein Fehlerdialog angezeigt wird, in Sekunden angeben. Ist der Drucker an einer seriellen Schnittstelle angeschlossen, lassen sich über das Eigenschaftenfenster die Datenübertragungsgeschwindigkeit sowie Übertragungsparameter (Datenbits, Stoppbits, Parität, Flusssteuerung) einstellen. Einige Drucker unterstützen eine erweiterte Schnittstelle (ECP = Extended Capabilities Port) zur Datenausgabe an den Drucker. Über diese Schnittstelle kann der Drucker Meldungen an die Anwendung zurückgeben und der Datentransfer erfolgt schneller. Abhängig vom verwendeten Druckertreiber und der Hardwareausstattung lässt sich die Unterstützung dieser Schnittstelle über das Kontrollkästchen Bidirektionale Unterstützung aktivieren zu- oder abschalten. Das Kontrollkästchen wird abgeblendet, falls der Modus nicht unterstützt wird. Betreiben Sie zwei identische Drucker an einem Rechner (z. B. einen Druckserver)? Dann lassen sich die Druckaufträge zwischen diesen Druckern aufteilen. Markieren Sie als Erstes das Kontrollkästchen Druckerpool aktivieren. Anschließend können Sie die Kontrollkästchen der angezeigten Geräteanschlüsse markieren, die den Druckern zugeordnet sind.
Bild 15.19: Druckereigenschaften
273
Drucker installieren und einrichten
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Die Registerkarte Erweitert (Bild 15.19, rechts) zeigt verschiedene Optionen der Druckausgabe. Sie finden beispielsweise die (bereits auf den vorhergehenden Seiten besprochenen) Optionsfelder Immer verfügbar und Verfügbar von, um die Uhrzeiten, zu denen der Drucker verfügbar ist, anzugeben. Das Drehfeld Priorität erlaubt Ihnen, einen Wert zwischen 1 und 99 zu setzen. Neue Druckaufträge erhalten dann den betreffenden Prioritätswert zugewiesen. Die Druckerwarteschlange verarbeitet eintreffende Druckaufträge nach der Priorität (je höher der Wert, umso höher die Priorität der Druckaufträge). Sie können über weitere Optionen z. B. auch vorgeben, ob der Druckertreiber die Ausgabe einer Anwendung erst komplett zwischenspeichert und dann mit der Druckausgabe beginnt, oder ob bereits mit dem Druck der ersten Seite angefangen wird, obwohl noch Druckdaten von der Anwendung geliefert werden. Möchten Sie das Drucken im Hintergrund abschalten, markieren Sie das Optionsfeld Druckaufträge direkt zum Drucker leiten. Über das Listenfeld Treiber können Sie zwischen den installierten Druckertreibern wechseln. Die Kontrollkästchen im unteren Teil der Registerkarte erlauben es, verschiedene Druckoptionen zu setzen. Die Ausgabe der Daten an den Drucker erfolgt über einen Druckprozessor. Dieser Druckprozessor kann über die Schaltfläche Druckprozessor ausgewählt werden. Bei Schwierigkeiten mit dem EMF-Format lassen sich die Daten im RAW-Format des Druckers in die Zwischendateien ablegen. Die Schaltfläche Trennseite öffnet einen Zusatzdialog, in dem Sie optional mittels der Schaltfläche Durchsuchen Trennseiten festlegen können. Windows wird mit einigen Trennseiten (Erweiterung .sep) ausgeliefert, die im Auswahldialog angezeigt werden. Ist das Textfeld Trennseite im Dialogfeld leer, wird keine Trennseite benutzt. Trennseiten werden zwischen einzelnen Druckaufträgen ausgegeben und können Hinweise auf den Urheber des Ausdrucks enthalten oder auf der letzten Seite einen zusätzlichen Seitenvorschub auslösen.
Die Registerkarte Freigabe erlaubt, einen Drucker zur gemeinsamen Nutzung im Netzwerk freizugeben. Die Registerkarte Sicherheit ermöglicht Administratoren, die Zugriffsrechte auf den Drucker zu begrenzen. Ähnlich wie bei den Zugriffsrechten auf Dateien (siehe Kapitel 11) sollten Sie die Verwaltung möglichst Windows Vista überlassen. Die Registerkarte Dienste ist nicht bei jedem Drucker vorhanden und stellt herstellerspezifische Funktionen (z. B. zum Reinigen der Tintenpatronen) bereit. Schließen Sie das Eigenschaftenfenster über die OK-Schaltfläche der Registerkarte, werden Änderungen in den Einstellungen übernommen. TIPP
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Verwenden Sie einen Farbdrucker und möchten diesen zum Ausdruck von Fotos verwenden? Dann ist es hilfreich, wenn die Farbausgabe des Geräts kalibriert ist. Auf der Registerkarte Farbverwaltung lässt sich über die gleichnamige Schaltfläche ein Eigenschaftenfenster mit verschiedenen Registerkarten zur Veränderung der Farbeinstellungen öffnen.
Kapitel 15 · Drucken unter Windows
15.4.6
Eigenschaften des Druckservers anpassen
Die Ausgabe der Druckdaten erfolgt geräteübergreifend durch den Windows-Druckserver. Administratoren können die Eigenschaften dieses Programms abfragen und gegebenenfalls anpassen. 1. Öffnen Sie das Ordnerfenster Drucker (z. B. über die Systemsteuerung, siehe vorherige Seiten). 2. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf eine freie Stelle im Druckerfenster und wählen Sie im Kontextmenü die Befehle Als Administrator ausführen und im Untermenü Servereigenschaften. Windows öffnet ein Eigenschaftenfenster mit verschiedenen Registerkarten (Bild 15.20). Auf der Registerkarte Treiber werden beispielsweise die installierten Druckertreiber aufgeführt. Haben Sie einen Drucker gelöscht, können Sie dessen Treibereintrag anwählen und über die Schaltfläche Entfernen ebenfalls löschen lassen. Auf der Registerkarte Erweitert werden verschiedene Optionen und die Lage des Spoolordners für Druckausgaben angezeigt. Möchten Sie bei Druckerstörungen eine Benachrichtigung in Form einer QuickInfo erhalten? Dann markieren Sie das Kontrollkästchen Informative Benachrichtigung xxx für den lokalen oder den Netzwerkdrucker. Die Änderungen werden wirksam, sobald Sie die Registerkarte über die OK-Schaltfläche schließen.
Bild 15.20: Eigenschaften des Druckservers
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Drucker installieren und einrichten
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15.4.7
Druckerfreigabe im Netzwerk verwalten
Möchten Sie einen am System angeschlossenen lokalen Drucker für die allgemeine Benutzung innerhalb des Netzwerks freigeben? Dann führen Sie folgende Schritte unter einem Administratorkonto aus: 1. Rufen Sie das Ordnerfenster Drucker (z. B. über die Systemsteuerung) auf, öffnen Sie mit der rechten Maustaste das Kontextmenü des freizugebenden Druckers und wählen Sie den Befehl Freigeben. 2. Wechseln Sie im Eigenschaftenfenster des Druckers zur Registerkarte Freigabe und klicken Sie auf die Schaltfläche Freigabeoptionen ändern. Anschließend bestätigen Sie die Sicherheitsabfrage der Benutzerkontensteuerung, um den Vorgang fortzusetzen. 3. Sobald die Registerkarte Freigabe wieder angezeigt wird, markieren Sie das Kontrollkästchen Drucker freigeben (Bild 15.21) und tragen einen Freigabenamen in das betreffende Textfeld ein. Soll die Freigabe auch unter älteren Windows-Versionen nutzbar sein, darf der Freigabename keine Leerzeichen und Sonderzeichen enthalten. Windows gibt den Drucker unter dem angegebenen Namen im Netzwerk frei, sobald Sie die Registerkarte über die OK-Schaltfläche schließen.
Bild 15.21: Druckerfreigabe im Netzwerk
Möchten Sie die Freigabe eines Druckers im Netzwerk wieder aufheben, führen Sie die obigen Schritte erneut aus, löschen aber auf der Registerkarte Freigabe die Markierung des Kontrollkästchens Drucker freigeben.
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16 Zubehör zur Textbearbeitung Windows Vista stellt mit WordPad und dem Editor zwei Programme zur Bearbeitung von Textdateien und Textdokumenten bereit. Dieses Kapitel stellt die beiden Programme und ihre Funktionen kurz vor.
16.1 Textdateien im Windows-Editor bearbeiten Textdateien (Dateinamenerweiterungen wie .txt, .ini, .log, .bat etc.), die ausschließlich Text enthalten, lassen sich mit dem Windows-Editor Notepad ansehen und bearbeiten.
16.1.1
Textdateien im Editor laden
Um eine Textdatei im Windows-Editor Notepad (Bild 16.1) zu laden, können Sie diese per Doppelklick anwählen. Dies funktioniert aber nur, wenn der Befehl Öffnen des Dateityps mit dem Windows-Editor verknüpft ist. Andernfalls können Sie versuchsweise das Symbol der Textdatei mit der rechten Maustaste anwählen und im Kontextmenü den Befehl Bearbeiten wählen. Stehen weder die Befehle Bearbeiten noch Öffnen bereit, verwenden Sie im Kontextmenü den Befehl Öffnen mit und wählen den Windows-Editor als Anwendung zum Öffnen (siehe Kapitel 11).
Bild 16.1: Text im Fenster des Windows-Editors
Sie können das Programm Notepad.exe auch über den Eintrag Editor im Zweig Alle Programme/Zubehör des Startmenüs oder durch Eingabe des Befehls Notepad.exe im Suchfeld des Startmenüs bzw. im Dialogfeld Ausführen aufrufen. Anschließend lässt sich eine Textdatei per Maus aus einem Ordnerfenster in das geöffnete Fenster des Editors ziehen. Das Programm öffnet die Textdatei und zeigt den Inhalt an.
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Textdateien im Windows-Editor bearbeiten
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Bild 16.2: Das Dialogfeld Öffnen
Im geöffneten Fenster des Windows-Editors (Bild 16.1) kann über den Befehl Öffnen des Menüs Datei oder über die Tastenkombination (Strg)+(O) der Öffnen-Dialog aufgerufen werden (Bild 8.1). Das Dialogfeld entspricht im Aufbau weitgehend einem Ordnerfenster. Sie können über die Navigationsleiste den Ordner suchen, in dem die Textdatei gespeichert ist. Standardmäßig zeigt das Ordnerfenster nur Textdateien mit der Dateinamenerweiterung .txt an. Sie können aber auf die Schaltfläche neben dem Textfeld Dateiname klicken und im Menü den Dateifilter auf Alle Dateien (*.*) stellen. Dann zeigt Windows alle Dateien im Dialogfeld Öffnen an. Anschließend lässt sich die gewünschte Textdatei markieren und abschließend über die Schaltfläche Öffnen im Editor laden. Textdateien können in verschiedenen Zeichencodierungen gespeichert werden. Neben dem von Windows Vista benutzten Unicode-Zeichensatz wird der in älteren Windows-Versionen verwendete ANSI-Zeichensatz sowie der reduzierte Unicode-Zeichensatz UTF-8 (enthält 256 Zeichen der westeuropäischen Sprachen) beim Laden von Textdateien unterstützt. Der Eintrag Unicode Big Endian berücksichtigt die abweichende Codierung bei der Speicherung von 16-Bit-Werten auf Motorola CPUs (dort wird zuerst das höherwertige Byte und dann das niederwertige Byte gespeichert) zum Intel »Little Endian«-Speicherformat. Die verschiedenen Varianten lassen sich über das Listenfeld Codierung im Dialogfeld Öffnen vorgeben.
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Kapitel 16 · Zubehör zur Textbearbeitung
16.1.2
Speichern von Texten
Zum Speichern eines bearbeiteten Textdokuments verwenden Sie den Befehl Speichern im Menü Datei (bzw. die Tastenkombination (Strg)+(S)). Haben Sie das Dokument aus einer bestehenden Datei geladen, wird der aktuelle Inhalt des Editors in diese Datei geschrieben. Bei neuen Textdokumenten, die Sie über den Befehl Neu im Menü Datei angelegt haben, öffnet sich das Dialogfeld Speichern unter (Bild 16.3), in dem Sie den Zielordner und den Namen der Textdatei angeben müssen. Möchten Sie ein bestehendes Dokument in einer neuen Datei sichern, wählen Sie im Menü Datei den Befehl Speichern unter.
Bild 16.3: Das Dialogfeld Speichern unter
Das Dialogfeld Speichern unter lässt sich in zwei Varianten anzeigen. Standardmäßig wird die reduzierte Darstellung (Bild 16.3, oben) benutzt, die den Ordner Dokumente als Speicherziel vorgibt. Über die Schaltfläche Ordner durchsuchen in der linken unteren Dialogfeldecke lässt sich die Dialogfelddarstellung um eine Navigationsleiste und ein Ordnerfenster erweitern (Bild 16.3, unten). Dort können Sie dann zum Zielordner navigieren. Im Feld Dateityp wird der zu speichernde Dateityp (Standard .txt) vorgegeben. Bei Bedarf lässt sich hier auch der Eintrag Alle Dateien (*.*) abrufen. Dann müssen Sie die Dateinamenerweiterung im Dateinamen mit angeben. Tragen Sie anschließend den Namen der Dokumentdatei im
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Textdateien im Windows-Editor bearbeiten
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Textfeld Dateiname ein. Das Listenfeld Codierung ist standardmäßig auf ANSI gesetzt. Damit speichert der Editor den Text in der Zeichencodierung älterer Windows 9x-Versionen. Benötigen Sie die Dateien im Unicode-Format, lässt sich die betreffende Zeichencodierung über das Listenfeld abrufen. Hierbei gilt das Gleiche wie beim Laden von Textdateien (siehe den vorhergehenden Abschnitt).
Bild 16.4: Warnung bei ungesicherten Änderungen
Schließen Sie das Editorfenster ohne vorherige Speicherung der Änderungen, öffnet der Editor (wie andere Windows-Programme auch) ein Dialogfeld mit der Abfrage, ob das Dokument gesichert werden soll (Bild 16.4). Über die Schaltflächen Speichern bzw. Nicht speichern lässt sich wählen, ob die Änderungen gesichert oder durch das Schließen des Fensters verworfen werden. Die Schaltfläche Abbrechen bewirkt, dass das Editorfenster zur weiteren Dokumentbearbeitung geöffnet bleibt. Ist die im Editor geöffnete Textdatei schreibgeschützt oder wird sie von einem anderen Programm benutzt, erscheint beim Speichern das Dialogfeld Speichern unter. Sie müssen dann die Datei unter einem neuen Dateinamen ablegen, da der Editor die Originaldatei nicht überschreiben kann.
16.1.3
Textdokumente im Editor drucken
Zum Drucken eines Textdokuments wählen Sie im Menü Datei den Befehl Drucken oder drücken Sie die Tastenkombination (Strg)+(P). Windows öffnet das Dialogfeld Drucken, in dem Sie den Drucker und die Druckoptionen wählen können (siehe Kapitel 15). Der Windows-Editor erlaubt jedoch nur die Ausgabe des gesamten Textdokuments. Die Optionen zur Ausgabe von Seiten oder markierten Textabschnitten sind im Drucken-Dialog gesperrt. Beim Drucken werden die eingestellten Optionen für das Seitenformat des Editors sowie die aktuell gewählten Optionen der Schriftart im Ausdruck benutzt. Vor dem Ausdrucken des Textdokuments lässt sich ggf. das Seitenformat einstellen. Hierzu rufen Sie über den Befehl Seite einrichten im Menü Datei des Windows-Editors das gleichnamige Dialogfeld auf (Bild 16.5).
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Kapitel 16 · Zubehör zur Textbearbeitung
Bild 16.5: Dialogfeld Seite einrichten
Über die Optionen der Gruppe Papier lassen sich die Papiergröße sowie der Papierschacht (Quelle) für den Drucker vorgeben. Die Ausrichtung beim Ausdruck einer Seite wählen Sie über die beiden Optionsfelder Hochformat und Querformat in der Gruppe Ausrichtung. In der Gruppe Ränder lassen sich Werte in Millimeter für den rechten, oberen, unteren und linken Rand vorgeben. Der Editor passt anschließend den Textbereich, in Abhängigkeit von der Blattgröße, gemäß dieser Randeinstellungen an. Die Eingabefelder Kopfzeile und Fußzeile dienen zur Aufnahme von Steuercodes, um Seitennummern und andere Informationen auf jeder Seite mit auszudrucken (Tabelle 16.1). In der Vorschau sehen Sie die Auswirkungen jeder Änderung der Seiteneinstellungen. Code
Bedeutung
&n
Der Dateiname wird zur Kopf-/Fußzeile hinzugefügt.
&d
Aktuelles Datum einblenden.
&u
Aktuelle Systemzeit einblenden.
&s
Seitennummern einfügen.
&l, &c, &r
Ausrichtung der Zeile.
Tabelle 16.1: Steuercodes für Kopf-/Fußzeilen
Fügen Sie beispielsweise den Text »Datei: &n« im Feld Kopfzeile ein, druckt der Editor den Namen der Textdatei auf jeder Seite mit aus. Die Angabe »Datum: &d« im Feld Kopfzeile bewirkt, dass hinter dem Wort »Datum:« jeweils das aktuelle Datum beim Ausdruck hinzugefügt wird.
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Textdateien im Windows-Editor bearbeiten
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Kommt im Text der Kopf-/Fußzeile das kaufmännische Und-Zeichen & vor, müssen Sie dieses als && im betreffenden Eingabefeld angeben. Um die Kopf- bzw. Fußzeile auf der Seite auszurichten, können Sie jeweils eines der Steuerzeichen &l, &c, &r verwenden. Die Steuerzeichen bewirken eine linksbündige, zentrierte oder rechtsbündige Ausrichtung der betreffenden Zeile. TIPP
Der Windows-Editor unterstützt den Schalter /p beim Aufruf. Geben Sie im Fenster der Eingabeaufforderung die Anweisung Notepad.exe /p dateiname ein, wird die angegebene Dokumentdatei automatisch in den Editor geladen und gedruckt. Der Editor wird nach dem Ausdruck automatisch beendet.
16.1.4
Hinweise zum Arbeiten im Editorfenster
Das Fenster des Windows-Editors (Bild 8.1) besitzt keine Symbolleiste, d. h. Sie müssen alle Befehle über die Menüleiste abrufen. Möchten Sie im geöffneten Editorfenster ein neues Dokument anlegen, wählen Sie im Menü Datei den Befehl Neu. In der Titelleiste erscheint der Name der Dokumentdatei, wobei neue Dokumente noch keiner Datei zugeordnet sind und folglich den Titel Unbenannt erhalten. Im Editorfenster können Sie Texte eingeben, löschen, korrigieren und überarbeiten. Zum Eintippen von Texten verwenden Sie die Tasten des Schreibmaschinenblocks (siehe Kapitel 3, Abschnitt »Arbeiten mit der Tastatur«). Die Stelle, an der die aktuell eingetippten Zeichen eingefügt werden, markiert ein blinkender senkrechter Strich (als Einfügemarke, Textmarke oder Schreibmarke bezeichnet). Der Mauszeiger nimmt innerhalb des Editorfensters ebenfalls eine besondere Form an, weshalb dieser auch als »Textcursor« bezeichnet wird. Um ein Zeichen links von der Einfügemarke zu löschen, drücken Sie die (æ___)-Taste. Die Zeichen rechts von der Einfügemarke löschen Sie durch Drücken der (Entf)-Taste. Um größere Textbereiche zu bearbeiten, markieren Sie diese (auf den Textanfang klicken und die Maus bei gedrückter linker Maustaste über den Text ziehen). Den letzten Befehl (z. B. das Löschen einer Textstelle) können Sie durch Drücken der Tastenkombination (Strg)+(Z) oder über den Befehl Rückgängig im Menü Bearbeiten zurücknehmen. Beachten Sie aber, dass der Editor – abweichend von einigen anderen Anwendungen – immer nur die Änderungen der letzten Textstelle korrigiert. Über die Cursortasten (æ), (Æ), (½) und (¼) können Sie innerhalb des Textes navigieren. Bei umfangreichen Dokumenten lässt sich z. B. über die Bildlaufleisten des Dokumentfensters im Text blättern. Weiterhin lassen sich die Tasten (Bild_½) und (Bild_¼) zum Blättern verwenden.
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Kapitel 16 · Zubehör zur Textbearbeitung
Der Windows-Editor enthält im Menü Bearbeiten noch den Befehl Löschen, der einen markierten Dokumentbereich entfernt. Mit dem Befehl Alles markieren können Sie den kompletten Dokumentinhalt markieren. Wählen Sie den Befehl Uhrzeit/Datum oder drücken Sie die Funktionstaste (F5), fügt der Editor das aktuelle Datum mitsamt der Uhrzeit in den Text ein. Der Befehl Gehe zu bzw. die Tastenkombination (Strg)+(G) öffnet das Dialogfeld Gehe zu, in dem Sie eine Zeilennummer eintippen können. Beim Schließen des Dialogfelds positioniert der Editor die Einfügemarke in dieser Zeile – hilfreich bei der Bearbeitung des Quellcodes von Programmen. TIPP
Öffnen Sie ein Menü, werden hinter einigen Befehlen Tastenkombinationen angegeben, mit denen Sie die jeweiligen Funktionen ohne Öffnen des Menüs abrufen können. Ansonsten gelten die gleichen Arbeitstechniken, wie sie auch zur Texteingabe und Bearbeitung im WordPadProgrammfenster benutzt werden (siehe unten).
Markieren, Ausschneiden, Kopieren und Einfügen Zum komfortablen Bearbeiten von Textdokumenten können Sie Textbereiche markieren und dann die Funktionen der Windows-Zwischenablage zum Ausschneiden, Kopieren oder Einfügen verwenden. 쮿
Zum Markieren eines Textausschnitts klicken Sie auf den Textanfang, halten die linke Maustaste gedrückt und ziehen die Maus zum Ende des Textabschnitts. Alternativ funktioniert das Markieren auch, indem Sie die (ª)-Taste gedrückt halten und die Schreibmarke mittels der Cursortasten im Text bewegen. Markierter Text wird farbig hinterlegt. Zum Aufheben der Markierung klicken Sie neben den markierten Bereich oder drücken eine der Cursortasten. Texteingaben überschreiben markierte Textbereiche.
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Ein markierter Textbereich lässt sich über den Menübefehl Bearbeiten/Ausschneiden oder durch Drücken der Tastenkombination (Strg)+(X) aus dem Dokumentbereich entfernen und in die Windows-Zwischenablage übertragen.
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Der Menübefehl Bearbeiten/Kopieren oder die Tastenkombination (Strg)+(C) kopiert den markierten Textausschnitt in die Windows-
Zwischenablage, belässt den Dokumentbereich aber unverändert. 쮿
Klicken Sie auf eine Dokumentstelle, lässt sich der Text aus der Zwischenablage über den Befehl Bearbeiten/Einfügen oder über die Tastenkombination (Strg)+(V) im Dokument einfügen.
Die Funktionen Ausschneiden, Kopieren und Einfügen stehen bei fast allen Windows-Anwendungen im Rahmen der Dokumentbearbeitung zur Verfügung.
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Textdateien im Windows-Editor bearbeiten
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16.1.5
Suchen und Ersetzen im Textdokument
Über den Befehl Suchen im Menü Bearbeiten oder mittels der Tastenkombination (Strg)+(F) lässt sich das Dialogfeld Suchen aufrufen (Bild 16.6, oben). Mit dem Befehl Ersetzen im Menü Bearbeiten oder über die Tastenkombination (Strg)+(H) öffnen Sie dagegen das Dialogfeld Ersetzen (Bild 16.6, unten).
Bild 16.6: Dialogfelder Suchen und Ersetzen
Geben Sie im Feld Suchen nach einen Suchbegriff ein und legen Sie bei Bedarf die Suchoptionen fest. Klicken Sie auf die Schaltfläche Weitersuchen, durchsucht der Editor das Textdokument ab der aktuellen Cursorposition nach dem angegebenen Muster. Die Optionen der Gruppe Suchrichtung legen dabei die Suchrichtung (in Richtung Dokumentanfang oder Dokumentende) fest. Durch Markieren des Kontrollkästchens Groß-/Kleinschreibung lässt sich bei der Suche zudem eine Unterscheidung zwischen Groß- und Kleinschreibung erzwingen. Eine mit dem Suchbegriff übereinstimmende Textstelle im Dokument wird vom Editor markiert. Über die Schaltfläche Weitersuchen lässt sich nach weiteren Textstellen suchen. Das Dialogfeld Suchen schließen Sie über die Schaltfläche Abbrechen. TIPP
Bei geschlossenem Dialogfeld Suchen können Sie durch Drücken der Funktionstaste (F3) nach dem zuletzt benutzten Textmuster suchen lassen. Der Befehl Weitersuchen im Menü Suchen besitzt die gleiche Funktion. Im Dialogfeld Ersetzen stehen praktisch die gleichen Funktionen wie beim Suchen zur Verfügung. Zusätzlich können Sie noch einen Ersetzungsbegriff im Textfeld Ersetzen mit vorgeben. Klicken Sie auf die
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Kapitel 16 · Zubehör zur Textbearbeitung
Schaltfläche Ersetzen, wird der durch den Editor markierte Treffer mit dem im Feld Ersetzen mit enthaltenen Begriff ausgetauscht. Die Schaltfläche Weitersuchen erlaubt, nach weiteren Textstellen zu suchen. Klicken Sie auf die Schaltfläche Alle ersetzen, tauscht der Editor alle gefundenen Textstellen im Dokument ohne weitere Rückfrage mit dem neuen Begriff aus. Das Dialogfeld Ersetzen schließen Sie über die Schaltfläche Abbrechen.
16.1.6
Optionen des Editors
Der Windows-Editor stellt Ihnen verschiedene Optionen zur Verfügung, mit denen sich die Darstellung im Dokumentfenster anpassen lässt. 쮿
Um bei überlangen Textzeilen einen Umbruch am rechten Fensterrand zu erzwingen, markieren Sie im Menü Format den Befehl Zeilenumbruch. Dann passt der Editor die Zeilenlänge automatisch der Fensterbreite an. Durch erneute Anwahl des Befehls lässt sich der Zeilenumbruch wieder aufheben.
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Wenn Sie im Menü Format den Befehl Schriftart wählen, lässt sich im angezeigten Dialogfeld Schriftart die Textanzeige im Editorfenster beeinflussen (z. B. der Schriftgrad erhöhen).
Beachten Sie aber, dass sich diese Optionen – im Gegensatz zu WordPad, das die Schriftart mit im Textdokument speichert – nur auf die Darstellung im Editorfenster beziehen.
16.2 Textbearbeitung mit WordPad Das Windows-Programm WordPad erlaubt Ihnen neben der Texteingabe die Gestaltung von Textdokumenten durch veränderte Schriftgröße, Fettdruck etc., was auch als Formatierung bezeichnet wird. Der nachfolgende Abschnitt skizziert die WordPad-Funktionen zur Textgestaltung.
16.2.1
WordPad – kurz gefasst
Um Texte mit dem Windows-Programm WordPad zu erfassen oder zu bearbeiten, rufen Sie die Anwendung über den Zweig Alle Programme/ Zubehör/WordPad des Startmenüs auf. Nach dem Aufruf erscheint ein leeres WordPad-Dokumentfenster mit Titelleiste, Menüleiste, zwei Symbolleisten (als Symbolleiste und als Formatierungsleiste bezeichnet) und der Statusleiste (Bild 16.7). TIPP
Fehlende Symbolleisten oder ein fehlendes Lineal lassen sich im Menü Ansicht über entsprechende Befehle einblenden. Der Befehl Optionen im gleichen Menü öffnet ein Dialogfeld (Bild 16.8) mit mehreren Registerkarten, auf denen Sie festlegen können, wie der Zeilenumbruch (am Lineal oder am Fenster) erfolgt und welche Leisten bei Text- oder bei RTF-Dateien anzuzeigen sind.
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Textbearbeitung mit WordPad 0
Der blinkende Strich im Dokumentbereich ist die Einfügemarke (Schreibmarke). Diese Marke zeigt an, wo das nächste eingegebene Zeichen auf dem Bildschirm eingefügt wird. Einfügemarken werden in Windows überall da verwendet, wo Texte einzugeben sind. Zeigen Sie auf den Textbereich, erscheint anstelle des Mauszeigers der bereits erwähnte Textcursor. Dieser lässt sich genauso wie der Mauszeiger handhaben. Sie können mit dem Textcursor auf ein Wort zeigen, etwas markieren oder anklicken. Bezüglich der Texteingabe gilt das Gleiche wie für den Windows-Editor. Wichtig ist lediglich, dass Sie bei der Eingabe am Zeilenende nicht die (Enter)-Taste zum Einleiten eines Zeilenumbruchs drücken dürfen. Tippen Sie den Text weiter ein, bricht WordPad den Text (je nach Einstellung) am rechten Linealrand oder am Fensterrand automatisch in die Folgezeile um. Die (Enter)-Taste wird nur benutzt, um einen Absatzwechsel einzuleiten.
Lineal
Textcursor Formatierungsleiste Einfügemarke
Statusleiste
Bild 16.7: WordPad-Fenster
Bild 16.8: Dialogfeld Optionen
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Symbolleiste
Kapitel 16 · Zubehör zur Textbearbeitung
Um ein neues (leeres) Dokument zu erstellen, klicken Sie in der Symbolleiste auf die Schaltfläche Neu (Bild 16.10) oder wählen Sie den gleichnamigen Befehl im Menü Datei. WordPad zeigt dann das Dialogfeld Neu (Bild 16.9), in dem Sie den gewünschten Dokumenttyp auswählen und über die OK-Schaltfläche bestätigen.
Bild 16.9: Dialogfeld Neu
Der Dokumenttyp RTF-Dokument lässt sich zur Übertragung von Textdateien zwischen unterschiedlichen Textverarbeitungsprogrammen (z. B. Microsoft Word) verwenden, und unterstützt die formatierte Speicherung des Dokuments. Benutzen Sie den Dokumenttyp Textdokument, um reine Textdokumente ohne weitere Formatierung zu verfassen und später zu speichern. Diese Dokumentdateien lassen sich durch den Windows-Editor öffnen und bearbeiten. Die Option Unicode-Textdokument erlaubt Ihnen, Textdokumente im Unicode-Zeichensatz zu erstellen und zu speichern. Beachten Sie, dass bei den Textdokument-Formaten eine eventuell im Text enthaltene Formatierung beim Speichern verloren geht.
16.2.2
Dokumente in WordPad laden und speichern
Um ein Dokument in WordPad zu laden, klicken Sie in der Symbolleiste auf die Schaltfläche Öffnen (Bild 16.10) oder wählen Sie den Befehl Öffnen im Menü Datei bzw. drücken Sie die Tastenkombination (Strg)+(O). Im Dialogfeld Öffnen lassen sich dann der Quellordner und die Dokumentdatei auswählen. Das Dialogfeld enthält die gleichen Elemente wie im Abschnitt zum Windows-Editor erläutert, unterstützt aber die Dateinamenerweiterungen .rtf und .txt. Der Dateityp Alle Dokumente (*.*) des Listenfelds Dateityp zeigt alle im aktuellen Ordner hinterlegten Dateien. Enthalten diese Texte, lassen sich diese in WordPad laden und bearbeiten. Zum Speichern eines Dokuments verwenden Sie die Speichern-Schaltfläche (Bild 16.10) in der Symbolleiste oder den Befehl Speichern im Menü Datei bzw. die Tastenkombination (Strg)+(S). Bei aus Dateien geladenen Dokumenten werden die Änderungen lediglich gespeichert. Bei einem neuen Dokument erscheint das Dialogfeld Speichern unter, in dem
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Textbearbeitung mit WordPad
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Sie den Speicherort, das Speicherformat und den Dokumentnamen festlegen. Der Befehl Speichern unter ruft dieses Dialogfeld bei bestehenden Dateien auf.
Datum/Uhrzeit Rückgängig Einfügen Kopieren Ausschneiden Suchen Seitenansicht Drucken Speichern Öffnen Neu
Bild 16.10: Schaltflächen der WordPad-Symbolleiste
16.2.3
Hinweise zur Textbearbeitung in WordPad
Zur Textbearbeitung verwenden Sie die gleichen Techniken wie im Windows-Editor. Die Positionierung der Schreibmarke im Text erfolgt durch Anklicken der betreffenden Textstelle per Maus. Alternativ können Sie die in Tabelle 16.2 aufgeführten Tastenkombinationen verwenden. Tasten
Bemerkung
(½)
Verschiebt die Einfügemarke im Text eine Zeile nach oben.
(¼)
Verschiebt die Einfügemarke im Text eine Zeile nach unten.
(æ)
Verschiebt die Einfügemarke im Text ein Zeichen nach links in Richtung Textanfang.
(Æ)
Verschiebt die Einfügemarke im Text ein Zeichen nach rechts in Richtung Textende.
(Strg) +(æ)
Verschiebt die Einfügemarke im Text um ein Wort nach links.
(Strg) +(Æ)
Verschiebt die Einfügemarke im Text um ein Wort nach rechts.
(Pos1)
Drücken Sie diese Taste, springt die Einfügemarke an den Zeilenanfang.
(Ende)
Mit dieser Taste verschieben Sie die Einfügemarke an das Zeilenende.
Tabelle 16.2: Tastenkombinationen zum Positionieren im Text
288
Kapitel 16 · Zubehör zur Textbearbeitung
Textbereiche lassen sich durch Ziehen per Maus markieren. Außerdem wird Text markiert, wenn Sie die (ª)-Taste gedrückt halten und die Schreibmarke mittels der Cursortasten (æ), (Æ), (½), (¼) verschieben. Den gesamten Text markieren Sie, indem Sie die Tastenkombination (Strg)+(A) drücken oder im Menü Bearbeiten den Befehl Alles markieren wählen. Klicken Sie neben einen markierten Textbereich, wird die Markierung aufgehoben. Markierte Textbereiche lassen sich über die Funktionen Ausschneiden, Kopieren und Einfügen per Windows-Zwischenablage manipulieren. Die entsprechenden Techniken wurden am Kapitelanfang erläutert. WordPad stellt aber die Befehle neben dem Menü Bearbeiten und den Tastenkürzeln (Strg)+(X) (Ausschneiden), (Strg)+(C) (Kopieren) und (Strg)+(V) (Einfügen) auch über drei in Bild 16.10 gezeigte Schaltflächen in der Symbolleiste bereit. Klicken Sie in den Text und tippen Sie etwas auf der Tastatur ein, werden die Zeichen rechts von der Einfügemarke eingefügt. Markierter Text wird dagegen durch das erste eingefügte Zeichen ersetzt. Zudem können Sie die (Einfg)-Taste drücken, um zwischen dem Einfüge- und dem Überschreibmodus umzuschalten. Im Überschreibmodus werden die Zeichen rechts von der Textmarke vom eingetippten Text überschrieben. Um ein Zeichen links von der Einfügemarke zu löschen, drücken Sie die (æ___)-Taste. Die Zeichen rechts von der Einfügemarke löschen Sie durch Drücken der (Entf)-Taste. Über die Schaltfläche Uhrzeit/Datum der Symbolleiste fügen Sie die aktuelle Uhrzeit und das aktuelle Datum an der Schreibmarke im Dokument ein. Um den letzten Schritt zurückzunehmen, klicken Sie in der Symbolleiste auf die Schaltfläche Rückgängig (Bild 16.10). Alternativ können Sie den gleichnamigen Befehl im Menü Bearbeiten oder die Tastenkombination (Strg)+(Z) verwenden. Im Gegensatz zum Windows-Editor kann WordPad aber schrittweise mehrere Befehle bzw. Änderungen zurücknehmen.
Suchen und Ersetzen WordPad stellt, ähnlich wie der Windows-Editor, Funktionen zum Suchen und zum Ersetzen bereit. Die Funktion Suchen lässt sich über eine Schaltfläche der Symbolleiste (Bild 16.10), über den gleichnamigen Befehl im Menü Bearbeiten oder über die Tastenkombination (Strg)+(F) (F steht für Find) aufrufen. Um bestimmte Begriffe im Dokument direkt durch andere Begriffe zu ersetzen, wählen Sie im Menü Bearbeiten den Befehl Ersetzen oder drücken Sie die Tastenkombination (Strg)+(H). Die Dialogfelder Suchen und Ersetzen entsprechen im Aufbau den Dialogen des Windows-Editors (siehe Bild 16.6) und werden in gleicher Weise gehandhabt.
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Textbearbeitung mit WordPad 0
16.2.4
Textformatierung mit WordPad
Im Gegensatz zum Windows-Editor erlaubt WordPad, dem Text auch eine sogenannte Formatierung zuzuweisen, bei der Textstellen z. B. fett oder kursiv ausgezeichnet werden. Zum Zuweisen einer Formatierung verwenden Sie die Listenfelder und Schaltflächen der Formatierung-Symbolleiste (Bild 16.11). War ein Textbereich markiert, wird diesem das neue Format zugewiesen oder ein eventuell bereits zugewiesenes Format wieder zurückgesetzt. Ist nichts markiert, wird das betreffende Format über die jeweilige Schaltfläche oder das Listenfeld ein- und bei erneuter Anwahl auch wieder ausgeschaltet. Bei eingeschalteter Formatoption erhält neu eingetippter Text dieses Format zugewiesen. 쮿
Über das Listenfeld Schriftart (Bild 16.11) können Sie die Schriftart anpassen. Wählen Sie einfach einen der angebotenen Einträge für die Schriftart wie »Arial«, »Times New Roman« etc. Die Schriftart legt die Form der Buchstaben (mit oder ohne die als Serifen bezeichneten Querstriche an den Enden der Buchstaben, Handschrift etc.) fest.
쮿
Die Größe der Buchstaben eines Textes lässt sich über das Kombinationsfeld Schriftgrad der Formatierung-Symbolleiste verändern. Die angezeigten Werte legen den Schriftgrad in der Maßeinheit Punkt fest. Sie können diesen Wert direkt in das Feld eintippen oder Sie öffnen die Liste und wählen eine vorgegebene Größe aus.
쮿
Über die drei Schaltflächen Fett, Kursiv und Unterstrichen lassen sich Textstellen mit den entsprechenden Zeichenformaten auszeichnen.
쮿
Absätze werden über die drei Schaltflächen Linksbündig, Zentriert und Rechtsbündig der Formatierung-Symbolleiste am linken oder rechten Seitenrand ausgerichtet oder zentriert zwischen linkem und rechtem Rand justiert.
쮿
Die Schaltfläche Farbe öffnet eine Palette, in der Sie die Textfarbe auswählen und damit dem markierten oder neu einzutippenden Text zuweisen können.
쮿
Markieren Sie Absätze, lassen sich diese über die Schaltfläche Aufzählungszeichen mit einem Schmuckpunkt als Aufzählungssymbol versehen. Klicken Sie die Schaltfläche bei einem markierten Aufzählungsabsatz erneut an, wird diese Aufzählung aufgehoben.
Schriftart Schriftgrad
Aufzählungszeichen Rechtsbündig Zentriert Linksbündig Farbe Unterstrichen Kursiv Fett
Bild 16.11: Schaltflächen der Formatierung-Symbolleiste
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Kapitel 16 · Zubehör zur Textbearbeitung
Die zur Formatierung des aktuell markierten Textes benutzten Schaltflächen werden von den meisten Windows-Anwendungen optisch hervorgehoben (z. B. heller dargestellt). Ein Mausklick auf die betreffende Schaltfläche hebt das zugehörige Format wieder auf. Sie können verschiedene Formate (z. B. fett, kursiv, unterstrichen) im Text kombinieren. Wählen Sie im Menü Format den Befehl Schriftart, lassen sich im Dialogfeld Schriftart alle Formatoptionen für den markierten Text anpassen (Bild 16.12). Im Dialogfeld stehen auch Formate wie Durchgestrichen oder Unterstrichen über Optionen zur Verfügung. Das Listenfeld Skript erlaubt Ihnen den Einsatz mehrsprachiger Zeichensätze im Dokument. Voraussetzung ist allerdings, dass die betreffenden Schriften mit den Zeichensätzen dieser Sprache vorliegen.
Bild 16.12: Dialogfeld Schriftart
16.2.5
Seitenränder und Einzüge einstellen
Das Lineal ermöglicht Ihnen über die Randsteller (die kleinen Dreiecke am linken und rechten Rand, Bild 16.13), die Einzüge für Zeilen und die Seitenränder vorzugeben. 쮿
Ziehen Sie den linken Randsteller am Viereck per Maus nach links oder rechts, verschiebt dies beide Dreiecke am linken Rand und passt damit den linken Textrand an.
쮿
Ziehen Sie den oberen linken Randsteller, bestimmt dies den Einzug der ersten Zeile eines Absatzes. Ziehen Sie den unteren linken Randsteller am Dreieck per Maus nach links oder rechts, bestimmt dies den Einzug der Folgezeilen.
쮿
Der Randsteller am rechten Rand des Lineals begrenzt den rechten Rand der Zeile und lässt sich ebenfalls per Maus verschieben.
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Textbearbeitung mit WordPad 0
Sie haben alternativ die Möglichkeit, die Einzüge für den linken und rechten Rand, den Erstzeileneinzug sowie die Ausrichtung eines markierten Absatzes über den Befehl Absatz im Menü Format einzustellen. WordPad öffnet das Dialogfeld Absatz mit den für die Absatzformatierung verfügbaren Optionen (Bild 16.13, Vordergrund). Passen Sie die Werte an und schließen Sie das Dialogfeld über die OK-Schaltfläche.
Erstzeileneinzug Randsteller links
Tabulator
Randsteller rechts
Bild 16.13: Randsteller und Dialogfeld Absatz
16.2.6
Tabulatoren im Text nutzen
Tabulatorzeichen lassen sich in WordPad über die (ÿ_)-Taste eingeben. Standardmäßig rückt WordPad dann die Schreibmarke (bzw. den nachfolgenden Text) um 1,25 cm nach rechts ein. Dies gibt Ihnen die Möglichkeit, Texteinträge in Listenform einzurücken. Die in der Liste eingefügten Tabulatorzeichen bewirken, dass die Spalten immer genau an der Tabulatorposition ausgerichtet werden – bei eingefügten Leerzeichen zur Trennung der Spalteneinträge kommt es dagegen, wegen der unterschiedlichen Zeichenbreiten bei Proportionalschriften, zu kleinen Verschiebungen der Spaltenanfänge. Um sich bei unterschiedlicher Spaltenbreite das Eintippen mehrerer Tabulatorzeichen als Spaltentrenner zu ersparen, können Sie auch feste (linksbündige) Tabulatorstopps vereinbaren. Die einzelnen Tabulatorpositionen (als Tabstopps bezeichnet) lassen sich durch Anklicken des Lineals festlegen und später per Maus verschieben. Ziehen Sie ein TabstoppSymbol aus dem Lineal in den Dokumentbereich, wird die Marke gelöscht. In Bild 16.13 sind zwei Tabstopps im Lineal zu sehen. Die Feinjustierung der Tabstopps lässt sich auch über den Befehl Tabstopps im Menü Format durchführen. WordPad öffnet das Dialogfeld Tabstopps, in dem Sie die einzelnen Tabulatorpositionen setzen oder löschen können (Bild 16.13, Vordergrund, rechts).
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Kapitel 16 · Zubehör zur Textbearbeitung
Die Tabulatorpositionen beziehen sich auf den linken Rand des aktuellen Absatzes bzw. auf die Absätze des markierten Textes. Klicken Sie auf einen Absatz, zeigt WordPad die definierten Tabulatorstopps als kleine Winkel im Lineal an. Um eine Tabulatorposition für das komplette Dokument festzulegen, markieren Sie den gesamten Text (z. B. durch Drücken der Tastenkombination (Strg)+(A)) und definieren dann die Tabulatormarken.
16.2.7
Objekte einfügen und verknüpfen
WordPad unterstützt die Aufnahme anderer Objekte wie Bilder, Klänge etc. in ein Textdokument. Sie können den Text durch ein Bild ergänzen oder eine Klangdatei einfügen. Um die Größe der WordPad-Dokumentdatei zu begrenzen, besteht die Alternative darin, nicht das Objekt, sondern nur eine Verknüpfung auf die Objektdatei einzufügen. Dann kann WordPad beim Laden des Dokuments den Verweis auswerten und das Objekt dynamisch einbinden. Um ein Bild, einen Klang oder ein sonstiges Objekt im WordPad-Dokument an der Position der Schreibmarke einzufügen, gehen Sie in folgenden Schritten vor:
Bild 16.14: Dialogfeld Objekt einfügen
1. Wählen Sie im Menü Einfügen den Befehl Objekt, um das Dialogfeld Objekt einfügen zu öffnen. 2. Markieren Sie eines der Optionsfelder Neu erstellen bzw. Aus Datei erstellen, um die in Bild 16.14 gezeigten Varianten des Dialogfelds Objekt einfügen zu erhalten. 3. Legen Sie die Optionen fest und schließen Sie das Dialogfeld über die OK-Schaltfläche.
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Textbearbeitung mit WordPad
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Die genauen Schritte und der weitere Ablauf hängen von den gewählten Optionen ab. Ist das Optionsfeld Neu erstellen markiert, wird das Dialogfeld aus Bild 16.14, links, gezeigt. Wählen Sie dann den Objekttyp in der gleichnamigen Liste aus. Schließen Sie das Dialogfeld über die OK-Schaltfläche, startet WordPad die Anwendung zum Erstellen des Objekts.
Bild 16.15: WordPad-Fenster mit Paint-Funktionen und Objekt
Die Einträge für die Objektanwendungen werden im Dialogfeld Objekt einfügen teilweise in englischer Sprache aufgeführt. Um ein Grafikobjekt in Paint zu erstellen, müssen Sie den (uralten) Namen »Paintbrush Picture« der Anwendung verwenden. Fügen Sie Objekte ein, die keine visuelle Darstellung besitzen (z. B. Klänge), müssen Sie im Dialogfeld Objekt einfügen das Kontrollkästchen Als Symbol markieren. Dann platziert WordPad ein Symbol als Platzhalter zur Anwahl des Objekts. Im WordPad-Dokumentfenster erscheint ein schraffierter Rahmen (die Objektmarkierung) als Platzhalter zur Aufnahme des Objekts (Bild 16.15). Gleichzeitig werden die Bedienelemente der Anwendung (z. B. Paint) zum Erstellen des betreffenden Objekts direkt im WordPad-Fenster eingeblendet. Sie können dann das Objekt (z. B. eine Grafik) direkt erstellen. Um die Bearbeitung des Objekts zu beenden, klicken Sie auf eine Dokumentstelle außerhalb der Objektmarkierung. Die Bedienelemente des Programms zum Bearbeiten des Objekts verschwinden und WordPad schaltet zur Ansicht des Textdokuments zurück. Das Objekt wird mit einem dünnen Markierungsrahmen dargestellt. Ein Doppelklick auf das Objekt öffnet dieses erneut im Bearbeitungsmodus.
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Kapitel 16 · Zubehör zur Textbearbeitung
Liegt das Objekt bereits als Datei vor, markieren Sie im Dialogfeld Objekt einfügen das Optionsfeld Aus Datei erstellen, um die in Bild 16.14, rechts, gezeigte Darstellung zu erhalten. Über die Schaltfläche Durchsuchen öffnen Sie ein Dialogfeld zur Auswahl der Objektdatei. Möchten Sie, dass das Objekt nur als Verknüpfung eingefügt wird, müssen Sie vor dem Schließen des Dialogfelds Objekt einfügen das Kontrollkästchen Verknüpfen markieren. Dann fügt WordPad statt der kompletten Objektdaten nur die Information über die Lage der Objektdatei in das Dokument ein – was erheblich kleinere Dokumentdateien ergibt. Dieser Ansatz bedingt aber, dass Sie die Objektdatei nicht löschen, umbenennen oder verschieben. Andernfalls wird die Objektdatei beim Öffnen des Textdokuments nicht mehr gefunden.
16.2.8
Seite einrichten, Drucken und Seitenansicht abrufen
Sie können in WordPad den Befehl Seite einrichten im Menü Datei wählen. Dann öffnet das Programm das Dialogfeld Seite einrichten (Bild 16.16), in dem Sie die Papierquelle, die Papiergröße, die Ausrichtung des Blatts (Hoch- und Querformat) sowie die Druckränder vorgeben können. Sobald Sie das Dialogfeld über die OK-Schaltfläche schließen, werden die Vorgaben für alle Dokumentseiten in WordPad übernommen.
Bild 16.16: Dialogfeld Seite einrichten
Wählen Sie in der WordPad-Symbolleiste die Schaltfläche Drucken (Bild 16.10), wird das komplette Dokument ohne weitere Nachfrage auf dem Standarddrucker ausgegeben (siehe auch Kapitel 15). Um Teile des
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Textbearbeitung mit WordPad
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Dokuments auszudrucken oder Druckoptionen zu nutzen, ist der Befehl Drucken im Menü Datei oder die Tastenkombination (Strg)+(P) zu verwenden. WordPad öffnet das Dialogfeld Drucken, in dem Sie verschiedene Ausgabeoptionen festlegen können. Hinweise zu den Optionen des Dialogfelds finden Sie in Kapitel 15. TIPP
Sofern Sie Teilbereiche des Dokuments über die Option Markierung des Drucken-Dialogs ausgeben möchten, müssen Sie diese Bereiche vor Aufruf des Drucken-Dialogs im Dokument markieren. Andernfalls bleibt das Optionsfeld Markieren gesperrt. Zur Beurteilung, ob die Dokumentformatierung Ihren Wünschen entspricht, brauchen Sie das Dokument nicht unbedingt zu drucken. Über den Befehl Seitenansicht im Menü Datei öffnet WordPad eine Druckvorschau des Dokuments, in der Sie das Layout begutachten können (Bild 16.17).
Bild 16.17: Die Seitenansicht eines Dokuments
Die beiden Schaltflächen Vergrößern und Verkleinern in der Symbolleiste des Vorschaufensters passen die Darstellung in der Vorschau entsprechend an. Zum Blättern in mehrseitigen Dokumenten benutzen Sie die Schaltflächen Nächste und Vorherige. Mit Zwei Seiten wird ein mehrseitiges Dokument mit zwei Seiten in der Vorschau dargestellt. Über die Schaltfläche Drucken können Sie aus der Vorschau die Druckausgabe starten und mit der Schaltfläche Schließen gelangen Sie zur WordPadDokumentansicht zurück.
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Kapitel 16 · Zubehör zur Textbearbeitung
TIPP
Sie können die Anzeige in der Dokumentansicht des WordPad-Fensters per Maus zoomen, indem Sie die (Strg)-Taste drücken und dann an der Scroll-Maus das Rädchen verstellen. Die in WordPad angewendeten Arbeitstechniken zur Texteingabe, zur Textkorrektur und zur Textformatierung lassen sich auch in anderen Textverarbeitungsprogrammen wie Microsoft Word oder OpenOffice.org Writer einsetzen.
16.3 Bildschirmtastatur und Zeichentabelle In diesem Abschnitt werden die Bildschirmtastatur (zur Simulation von Tastatureingaben) sowie die Zeichentabelle zum Abrufen spezieller Zeichen vorgestellt.
16.3.1
Die Bildschirmtastatur nutzen
Windows Vista stellt Ihnen mit der Bildschirmtastatur eine Funktion zur Verfügung, mit der Sie ggf. per Maus Tastatureingaben simulieren können. Dies ist besonders hilfreich, wenn Benutzer motorische Einschränkungen haben und nur mit speziellen Zeigegeräten arbeiten können. Der andere Einsatzbereich sind tastaturlose Tablet PCs, wenn Sie statt einer Stifteingabe schnell einen kurzen Text »eintippen« möchten. Auch bei Notebooks setzen manche Anwender die Bildschirmtastatur während Präsentationen ein, um nicht ständig zwischen einem Zeigegerät und der Tastatur wechseln zu müssen.
Bild 16.18: Die Bildschirmtastatur
Die Bildschirmtastatur (Bild 16.18) rufen Sie über den Zweig Alle Programme/Zubehör/Erleichterte Bedienung des Startmenüs auf. Das Programm meldet sich mit einem Fenster, in dem eine stilisierte Tastatur gezeigt wird. Das Layout der Tastatur lässt sich über die Befehle des Menüs Tastatur anpassen. Der Befehl Immer im Vordergrund des Menüs Einstellungen legt fest, ob das Tastaturfenster durch andere Fenster verdeckt werden kann oder nicht. Für Tastatureingaben genügt es, die »Tasten« im Fenster der Bildschirmtastatur anzuklicken. Kombinationstasten werden abgerufen, indem Sie einfach die Tasten nacheinander anklicken (also z. B. zuerst shift und dann a für den Großbuchstaben A).
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Sonderzeichen mit der Zeichentabelle abrufen
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TIPP
Es ist zwar schon etwas exotisch, aber die Bildschirmtastatur ist auch hilfreich, wenn Sie keine Tastatur mit Windows-Tasten verwenden. Dann lässt sich die Bildschirmtastatur ggf. nutzen, um über deren (__)Taste Funktionen wie Flip-3D abzurufen.
16.4 Sonderzeichen mit der Zeichentabelle abrufen Das Programm Zeichentabelle bietet Ihnen die Möglichkeit, spezielle Zeichen wie z. B. das Copyright-Symbol oder fremdsprachige Symbole, die sich nicht oder nur sehr umständlich über die Tastatur abrufen lassen, einzugeben. Starten lässt sich das Programm über den Zweig Alle Programme/Zubehör/Systemprogramme/Zeichentabelle des Startmenüs.
Bild 16.19: Die Zeichentabelle
Im Dialogfeld der Zeichentabelle wählen Sie zuerst die gewünschte Schriftart im gleichnamigen Listenfeld aus (Bild 16.19, links). Diese bestimmt die im Anzeigebereich darstellbaren Zeichen. Zeigen Sie anschließend auf eines der Anzeigefelder, wird der Unicode-Wert in einer QuickInfo eingeblendet. Ein Mausklick auf ein Zeichen ruft dieses in einer vergrößerten Darstellung ab. Ein Mausklick auf das Zeichen und die Betätigung der Schaltfläche Auswählen trägt das Zeichen im Textfeld Zeichenauswahl ein. Den gleichen Effekt erreichen Sie, wenn Sie ein Zeichen per Doppelklick anwählen.
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Kapitel 16 · Zubehör zur Textbearbeitung
Mit der Schaltfläche Kopieren werden die im Feld Zeichenauswahl befindlichen Zeichen in die Windows-Zwischenablage übernommen. Sie können dann das Fenster der Zeichentabelle über die in der rechten oberen Ecke gezeigte Schaltfläche Schließen beenden und die Zwischenablage über die Tastenkombination (Strg)+(V) im Anwendungsprogramm einfügen. Die Zeichentabelle listet alle in der gewählten Schriftart unterstützten Zeichen in der Anzeigeliste auf (Bild 16.19, links). Markieren Sie das Kontrollkästchen Erweiterte Ansicht erscheint der untere Bereich des Dialogfelds mit verschiedenen Optionen. Das Listenfeld Zeichensatz erlaubt den Wechsel zwischen verschiedenen Zeichensätzen (Unicode, DOS, Windows). Über das Listenfeld Gruppieren nach lassen sich die Zeichen in Kategorien nach Unicode-Untergruppen (Japanisch, Chinesisch etc.) in der Darstellung abrufen. Sobald der Wert des Listenfelds von (Keine Gruppierung) auf einen anderen Wert umgestellt wird, erscheint ein separates Fenster zur Auswahl (Bild 16.19, rechts). Über das Textfeld Suchen nach können Sie in der Zeichentabelle nach einem Zeichen suchen lassen. Der Wert »griechisch« ruft beispielsweise griechische Buchstaben ab, während das kyrillische Alphabet mit »kyrillisch« adressiert wird. Mit »Omega« würde beispielsweise nach dem Zeichen gleichen Namens gesucht, das sowohl im griechischen als auch im kyrillischen Alphabet enthalten ist. Möchten Sie Zeichen nach deren Unicodes suchen? Auch dies ist mit Tricks im Modus Erweiterte Ansicht des Dialogfelds möglich. Sie müssen das Listenfeld Zeichensatz auf Unicode und das Feld Gruppieren nach auf (Keine Gruppierung) einstellen. Dann wird rechts neben dem Feld Zeichensatz das Feld Unicode freigegeben. Sie können dort den vierstelligen Unicode eintippen und dann auf die Schaltfläche Suchen klicken. TIPP
Der vierstellige Unicode wird in der erweiterten Darstellung in der linken unteren Ecke des Dialogfelds eingeblendet, sobald Sie ein Zeichen anklicken. In der rechten unteren Ecke finden Sie bei den direkt über die Tastatur abrufbaren Zeichen den Tastaturcode. Mit diesem Tastaturcode lassen sich die Zeichen auch direkt abrufen, indem Sie den Code bei gedrückter (Alt)-Taste über den numerischen Tastenblock eintippen. Eventuell müssen Sie aber vorher die Zahleneingabe über die (Num)-Taste einschalten. Das Zeichen A besitzt beispielsweise den Code Alt+065, das Copyrightzeichen rufen Sie über den Code Alt+0169 ab. Windows Vista besitzt noch einen Editor für benutzerdefinierte Zeichen, mit dem Sie unter einem Administratorkonto selbst definierte Logos und Ähnliches erstellen können. Diesen Editor rufen Sie auf, indem Sie im Schnellsuchfeld des Startmenüs den Befehl eudcedit eintippen. Die Hilfe des Programms liefert Hinweise darauf, was es bei der Gestaltung von Zeichen zu beachten gibt.
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17 Terminverwaltung im Griff Windows Vista wird mit einer Terminverwaltung ausgeliefert. Mit diesem Programm können Sie Ihre privaten oder geschäftlichen Termine verwalten und ggf. mit anderen Personen abgleichen. Dieses Kapitel zeigt Ihnen, wie Sie die Funktionen des Terminplaners nutzen.
17.1 Der Windows-Kalender – die ersten Schritte Der Windows-Kalender ist eine sehr hilfreiche Anwendung, um Termine im privaten oder geschäftlichen Umfeld zu planen und abzustimmen. Zudem können Sie im Windows-Kalender Aufgaben verwalten. Nachfolgend erhalten Sie einen Überblick über das Programm.
17.1.1
Der Windows-Kalender im Überblick
Kennen Sie die Zettel mit zu erledigenden Aufgaben auf dem Schreibtisch oder an einer Pinwand? Müssen Sie Termine mit anderen (z. B. Familienmitgliedern) koordinieren und haben bisher dazu einen Kalenderausdruck oder Terminplaner benutzt? Dann sollten Sie sich mit dem Windows-Kalender beschäftigen. Dieser ist ein hilfreiches Zusatzprogramm, das Sie bei der Verwaltung eigener Termine oder bei der Koordinierung dieser Termine mit Dritten (z. B. Familienmitgliedern) unterstützt. Um den Windows-Kalender zu nutzen, öffnen Sie das Startmenü und wählen den Eintrag Alle Programme/Windows-Kalender. Der WindowsKalender zeigt nach dem Programmstart ein Fenster (Bild 17.1) mit einer Terminübersicht, eventuell definierten Aufgaben, Notizen und weiteren Details an: 쮿
In der Kopfzeile des Fensters finden Sie jeweils eine Menü- und eine Symbolleiste, über die Sie auf die Funktionen des Kalenders zugreifen können. Die Symbolleiste enthält Schaltflächen zum Umschalten der Darstellung sowie zum Verwalten von Terminen und Aufgaben.
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Die linke Spalte des Kalenderfensters stellt den Navigationsbereich dar. Dort finden Sie die Rubrik Datum mit der Monats- oder Jahresübersicht, die Rubrik Kalender mit den abzugleichenden Terminkalendern sowie die Rubrik Aufgaben mit den aktuell definierten Aufgaben.
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In der mittleren Spalte wird der Terminkalender eingeblendet, wobei Sie dort zwischen einer Tages-, Wochen- oder Monatsansicht umschalten können.
쮿
Die rechte Spalte enthält den Detailbereich für angewählte Aufgaben und Termine. Im Detailbereich können Sie Teilnehmer zu Terminen einladen, die Erinnerungsfunktion aktivieren oder Notizen zu Terminen bzw. Aufgaben verfassen.
301
Der Windows-Kalender – die ersten Schritte
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Wie Sie neue Kalender anlegen, Termine oder Aufgaben eintragen und die Funktionen des Kalenders nutzen, lernen Sie auf den folgenden Seiten.
Navigationsbereich
Kalender mit Terminen
Detailbereich
Bild 17.1: Fenster des Windows-Kalenders
17.1.2
Die Kalenderdarstellung anpassen
Das Fenster des Windows-Kalenders lässt sich über das Menü Ansicht anpassen. Alternativ können Sie in der Symbolleiste des Kalenderfensters auf die Schaltfläche Ansicht klicken und im angezeigten Menü (Bild 17.2) die Befehle zum Anpassen der Darstellung wählen. Sobald Sie das betreffende Menü öffnen, können Sie über die angezeigten Befehle festlegen, welche Anzeigebereiche im Kalenderfenster sichtbar sein sollen.
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Klicken Sie auf die beiden Befehle Navigationsbereich oder Detailsbereich, um die linke bzw. rechte Spalte des Kalenderfensters mit den betreffenden Bereichen ein- oder auszublenden. Ein Häkchen signalisiert, dass der betreffende Bereich sichtbar ist.
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Weiterhin können Sie über die Befehle der oberen Menügruppe die Kalenderdarstellung in der mittleren Spalte zwischen einer Tages-, Wochen- oder Monatsanzeige umschalten. Klicken Sie auf den betreffenden Befehl, um die Darstellung abzurufen.
Kapitel 17 · Terminverwaltung im Griff
Bild 17.2: Anpassen der Kalenderdarstellung
In der Tagesdarstellung weist die mittlere Spalte nur die Termine des im Kalender angewählten Tages auf. Bei der Wochendarstellung wird noch zwischen der Darstellung als Arbeitswoche und als Kalenderwoche unterschieden. In der Darstellung Woche (Bild 17.3) werden alle sieben Wochentage angezeigt, während der Modus Arbeitswoche nur Termine von Montag bis Freitag darstellt. In der Monatsdarstellung erhalten Sie einen Überblick über alle Termine des gewählten Monats.
Bild 17.3: Abrufen von Detailinformationen in der Kalenderdarstellung TIPP
In der Wochen- oder Monatsansicht bleibt für die Terminspalten nur sehr wenig Raum, so dass Sie die Einträge kaum ablesen können. Zeigen Sie in diesem Fall mit der Maus auf den Termineintrag, blendet der Windows-Kalender eine QuickInfo mit den Details des zugehörigen Termins in der Anzeige ein (Bild 17.3).
303
Der Windows-Kalender – die ersten Schritte
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17.1.3
Navigation im Kalenderblatt
Um Termine abzurufen, können Sie die im vorhergehenden Abschnitt besprochenen Menübefehle der Schaltfläche Ansicht verwenden. Innerhalb der Terminspalte werden dann die Termine für einen kompletten Tag in der Tages-, Wochen- oder Monatsdarstellung eingeblendet. Benutzen Sie die vertikale Bildlaufleiste der Terminspalte, um innerhalb der Tagesplanung zwischen den Zeitintervallen (Morgen-, Vormittags-, Nachmittags- und Abendtermine) zu blättern. Der in der linken Navigationsleiste in der Rubrik Datum eingeblendete Kalender (Bild 17.4, linke Spalte) erlaubt Ihnen die Navigation zwischen den Terminen der einzelnen Tage eines Monats oder zwischen Monaten und Jahren. Alle Tage mit Terminen sind in diesem Kalenderblatt fett hervorgehoben. Das aktuelle Datum wird im Kalenderblatt bei der Monatsdarstellung durch einen dünnen viereckigen Rahmen markiert. Haben Sie die Terminansicht für einen anderen Tag abgerufen, wird dieser Tag durch einen gepunkteten Rahmen und einen farbig hervorgehobenen Hintergrund markiert. Die Termine für einzelne Tage lassen sich mit folgenden Funktionen in der Terminspalte abrufen. 쮿
Klicken Sie in der Symbolleiste auf die Schaltfläche Heute (Bild 17.4), um direkt zu den Terminen des aktuellen Tagesdatums zu gelangen.
쮿
Klicken Sie in der Monatsdarstellung des Kalenderblatts auf einen einzelnen Tag, werden alle diesem Tag zugeordneten Termine in der mittleren Terminspalte angezeigt (Bild 17.4).
Bild 17.4: Terminbelegung im Kalenderblatt und in der Terminspalte abrufen
Ist keine Tages-, sondern eine Wochen- oder Monatsdarstellung in der Terminspalte gewählt, hebt der Windows-Kalender den betreffenden Eintrag für den gewählten Tag mit blauen Linien oder mit einem blauen Rahmen hervor. Um zwischen den einzelnen Monaten und Jahren des Kalenders zu navigieren, verwenden Sie folgende Techniken.
304
Kapitel 17 · Terminverwaltung im Griff
Zurück Ebene höher Vor
belegter Termin
Bild 17.5: Navigation im Kalender
쮿
Über die beiden in Bild 17.5 mit Zurück und Vor beschrifteten Schaltflächen in der Kopfzeile des Datumsbereichs lässt sich zwischen den Monaten des eingestellten Jahres blättern. Besitzt Ihre Maus ein Rädchen, können Sie durch Drehen zwischen den Monaten des angezeigten Jahreskalenders blättern.
쮿
Klicken Sie auf die Monatsangabe der Kopfzeile (z. B. »November 2006«), wechselt die Kalenderanzeige von der (in Bild 17.5 links gezeigten) Monatsdarstellung zur (in der Bild 17.5 rechts gezeigten) Jahresübersicht und dann zur Zehnjahres- und zur Jahrhundertansicht.
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Ist eine Zehnjahres- oder Jahrhundertansicht eingestellt, bezieht sich das Blättern über die Schaltflächen Zurück und Vor bzw. über das Mausrädchen auf die angezeigten Jahre oder Jahrzehnte.
Haben Sie im Kalenderblatt die Jahres-, Zehnjahres- oder Jahrhundertanzeige abgerufen? Zur Detailansicht geht es zurück, wenn Sie im Kalenderblatt einen Zehnjahreszeitraum, ein Jahr und dann einen Monatsnamen per Mausklick anwählen. Sie können in der Terminspalte einen unbelegten Eintrag mit der rechten Maustaste anklicken und die Kontextmenübefehle Heute bzw. Gehe zu Datum wählen. Beim zweiten Befehl wird ein Dialogfeld zur Datumsauswahl eingeblendet. Der Windows-Kalender ruft dann das aktuelle oder das gewählte Datum in der Terminspalte ab.
17.1.4
Optionen des Terminkalenders anpassen
Der Windows-Kalender ermöglicht Ihnen, über Optionen festzulegen, mit welchem Tag eine Woche beginnt, auf welchem Tag der erste Arbeitstag liegt, in welcher Zeitspanne Arbeitszeiten liegen und wie viele Minuten ein Termin standardmäßig umfasst.
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Der Windows-Kalender – die ersten Schritte
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Rufen Sie hierzu im Menü Datei des Kalenderfensters den Befehl Optionen auf. Anschließend können Sie im Dialogfeld Optionen (Bild 17.6) die gewünschten Werte anpassen. Die Änderungen werden wirksam, sobald Sie das Dialogfeld über die OK-Schaltfläche schließen. Über die Listenfelder Erster Wochentag und Erster Arbeitstag können Sie festlegen, mit welchem Tag die Woche bzw. die Arbeitswoche beginnen soll. Dies ist hilfreich, wenn Sie beispielsweise im Schichtdienst mit abweichendem Beginn des Schichtplans arbeiten oder eine Wochenplanung von Sonntag bis Samstag bevorzugen. Die Listenfelder Tage beginnen um und Tage enden um erlauben Ihnen, das Zeitintervall vorzugeben, das vom Terminkalender standardmäßig für Terminplanungen vorgesehen ist. Die außerhalb des Intervalls liegenden Zeiten werden grau dargestellt. Sie können aber auch in diesem Terminbereich eigene Termine eintragen.
Bild 17.6: Optionen des Windows-Kalenders anpassen
Die Kontrollkästchen der Gruppe Kalender erlauben Ihnen vorzugeben, ob Erinnerungen auch dann anzuzeigen sind, wenn Sie das Fenster des Windows-Kalenders nicht geöffnet haben, ob Erinnerungen mit Sound unterlegt werden und ob Zeitzonen anzuzeigen sind. In der Gruppe Termine lässt sich über ein Listenfeld vorgeben, wie viele Minuten ein Termin belegt und ob standardmäßig eine Erinnerung kurz vor dem geplanten Termin anzuzeigen ist. Mit der Gruppe Aufgaben geben Sie vor, ob Erinnerungen an den Ablauf eines Termins für einge-
306
Kapitel 17 · Terminverwaltung im Griff
plante Aufgaben anzuzeigen sind. Zudem lässt sich festlegen, ob unerledigte Aufgaben nach Ablauf eines Termins auszublenden oder weiterhin anzuzeigen sind.
17.1.5
Einen Terminplan ausdrucken
Nicht immer ist der Zugriff auf den Rechner mit dem Windows-Kalender möglich. Sie können aber die Terminpläne für einzelne Tage, Wochen oder Monate ausdrucken: 1. Wählen Sie im Menü Datei des Kalenderfensters den Befehl Drucken oder drücken Sie die Tastenkombination (Strg)+(P). 2. Legen Sie im Dialogfeld Drucken den Druckzeitraum und die Druckoptionen fest und bestätigen Sie dies über die OK-Schaltfläche. Ähnlich wie beim Drucken-Dialogfeld anderer Anwendungen können Sie den Drucker sowie die Zahl der Exemplare wählen. Zusätzlich lässt sich aber das Intervall für den Terminplan über die Einträge Tag, Arbeitswoche, Woche oder Monat in der Rubrik Druckformat einstellen.
Bild 17.7: Optionen zum Drucken eines Terminplans
Der Kalender stellt immer den aktuell gewählten Tag als Druckbereich ein. Bei Bedarf können Sie aber das Start- und Enddatum in der Rubrik Druckbereich über die beiden Felder Start und Ende anpassen. Klicken Sie auf das stilisierte Kalendersymbol am rechten Rand des Felds und wählen Sie das Datum im eingeblendeten Kalenderblatt durch einen Mausklick aus.
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Terminplanung mit dem Windows-Kalender
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17.2 Terminplanung mit dem WindowsKalender Der Windows-Kalender ermöglicht Ihnen, Termine für sich selbst und andere zu führen, abzurufen und abzugleichen. Nachfolgend werden die Funktionen zur Terminverwaltung besprochen.
17.2.1
Kalender neu erstellen und löschen
Standardmäßig legt der Windows-Kalender nur ein Kalenderblatt für den Benutzer des aktuellen Kontos an. Müssen Sie Kalender für mehrere Personen (z. B. Mitarbeiter, Chef, Familienmitglieder) führen? Auch dies ist mit wenigen Mausklicks möglich.
Bild 17.8: Anlegen eines neuen Kalenders
1. Starten Sie den Windows-Kalender und klicken Sie im Menü Datei auf den Befehl Neuer Kalender. 2. Tippen Sie in der Navigationsleiste in der Rubrik Kalender im neu eingeblendeten Eintrag Neuer Kalender (Bild 17.8) den Namen für die Person ein, für die der Kalender anzulegen ist, und bestätigen Sie dies über die (Enter)-Taste. Es wird ein neuer Eintrag unter dem angegebenen Namen im Bereich Kalender des Navigationsbereichs geführt. Markieren Sie das betreffende Kontrollkästchen in der Rubrik Kalender, um die Kalenderdarstellung in der mittleren Terminspalte des Kalenderfensters einzublenden. Nur ein Kalender, dessen Kontrollkästchen markiert wurde, ist auch aktiv und erlaubt, Termine einzutragen. Durch Markieren mehrerer Kalender können Sie Termine mehrerer Personen auf sehr einfache Weise abgleichen (siehe Kapitelende). TIPP
Sie können eine freie Stelle oder einen Eintrag in der Rubrik Kalender mit der rechten Maustaste anwählen. Dann öffnet sich ein Kontextmenü mit Befehlen, um neue Einträge anzulegen, Einträge zu löschen, umzubenennen etc. Nicht mehr benötigte Kalendereinträge klicken Sie in der Rubrik Kalender mit der rechten Maustaste an und wählen den Kontextmenübefehl Löschen. Um einen Kalendereintrag nachträglich umzubenennen, klicken Sie diesen ebenfalls mit der rechten Maustaste an und wählen dann
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Kapitel 17 · Terminverwaltung im Griff
den Kontextmenübefehl Umbenennen. Anschließend wird der Kalendername markiert und lässt sich per Tastatur ändern. Die Änderung wird durch Drücken der (Enter)-Taste übernommen.
Anpassen der Kalenderfarbe Haben Sie mehrere Kalender für unterschiedliche Personen angelegt? Zur besseren Unterscheidung können Sie jedem Kalender eine individuelle Farbe zuordnen.
Bild 17.9: Farbe eines Kalenders anpassen
1. Wählen Sie den Kalendereintrag in der Navigationsleiste an, werden die Details in der rechten Spalte im Detailbereich eingeblendet (Bild 17.9). 2. Stellen Sie über das Listenfeld Farbe in der rechten Spalte des Detailbereichs die gewünschte Farbe über die eingeblendete Farbpalette ein. Anschließend werden eingetragene Termine und Aufgaben mit dieser Farbe im Terminbereich hinterlegt.
Wobei nutzen Gruppeneinträge für den WindowsKalender? Im Menü Datei sowie im Kontextmenü der Rubrik Kalender finden Sie den Eintrag Neue Gruppe. Über diesen Befehl können Sie eine neue Gruppe im Kalender anlegen und mit einem Namen versehen. Anschließend lassen sich bereits bestehende Kalendereinträge zur Gruppe ziehen und dort ablegen. Alternativ können Sie den Eintrag der Gruppe anklicken und per Kontextmenü neue Kalender in der Gruppe anlegen.
Bild 17.10: Gruppen in der Rubrik Kalender
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Terminplanung mit dem Windows-Kalender
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Gruppen stellen eine Möglichkeit dar, mehrere Kalender thematisch zusammenzufassen. Die Gruppenmitglieder lassen sich dann über die Gruppendarstellung (das kleine Dreieck vor dem Kontrollkästchen des Gruppennamens) ein- oder ausblenden (Bild 17.10). Markieren Sie das Kontrollkästchen der Gruppe, werden alle Terminkalender der Gruppenmitglieder in der mittleren Terminspalte des Kalenders eingeblendet.
17.2.2
Neue Termine eintragen
Es gibt im Windows-Kalender mehrere Wege, um neue Termine einzutragen. Sofern Sie Termine für mehrere Personen verwalten möchten oder falls der Terminplan bereits sehr voll ist und Sie einen Eintrag in ein belegtes Feld einfügen möchten, empfiehlt sich folgende Vorgehensweise. 1. Schalten Sie die Darstellung der mittleren Kalenderspalte ggf. über die Schaltfläche Ansicht auf die Tagesanzeige um (dies erleichtert die Terminverwaltung zumindest). 2. Klicken Sie in der Navigationsleiste in der Rubrik Datum auf den gewünschten Termin, um dessen Termindarstellung in der mittleren Spalte einzublenden. 3. Sind mehrere Kalender definiert, markieren Sie in der Rubrik Kalender der Navigationsleiste den gewünschten Kalender. Es muss sich bei dem Eintrag um einen Kalender handeln, Gruppeneinträge sind nicht zulässig. 4. Klicken Sie in der Symbolleiste des Kalenderfensters auf die Schaltfläche Neuer Termin (Bild 17.11). 5. Anschließend legen Sie in der rechten Detailspalte die Eigenschaften des Termins fest. TIPP
Verwalten Sie nur einen Kalender in der mittleren Terminspalte und ist der Zeitbereich noch nicht durch einen Termin blockiert, klicken Sie nach dem Abrufen des richtigen Datums im Kalenderblatt auf die Anfangszeit des Termins, tippen einen Text ein und drücken Sie die (Enter)-Taste. Ziehen Sie danach den unteren Rand der Terminmarkierung bei gedrückter Maustaste nach unten, um die Zeitdauer des Termins festzulegen. Bei Bedarf können Sie anschließend noch die Terminoptionen in der Detailspalte ergänzen. Der Windows-Kalender versieht den betreffenden Eintrag im Kalender mit der eingestellten Hintergrundfarbe. Bei Bedarf können Sie noch optionale Details für diesen Termin im Detailbereich festlegen (Bild 17.11). 쮿
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Passen Sie im Detailbereich ggf. die Terminbeschreibung im obersten Textfeld an und tragen Sie in das Feld Ort bei Bedarf einen Hinweis ein, wo der Termin stattfindet. Das Feld URL erlaubt Ihnen, die Adresse einer Internetseite einzutragen, die Informationen oder einen Bezug zum Termin enthält.
Kapitel 17 · Terminverwaltung im Griff
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Haben Sie nach Anwahl der Schaltfläche Neuer Termin einen belegten Eintrag in der mittleren Terminspalte angeklickt, wird der zugehörige Kalender abgerufen. Über das Listenfeld Kalender lässt sich sicherstellen, dass der richtige Kalender gewählt ist. Bei Bedarf können Sie über dieses Listenfeld die gewünschte Person, deren Termine zu verwalten sind, abrufen.
Bild 17.11: Anlegen eines neuen Termins
Über die restlichen Elemente der Detailspalte können Sie Termininformationen, die Erinnerungsfunktion und Teilnehmer am Termin vorgeben (siehe die folgenden Abschnitte).
Termininformationen und wiederkehrende Termine eintragen Die Gruppe Termininformationen ermöglicht Ihnen, die Dauer des Termins einzutragen und ggf. auch sich wiederholende Termine festzulegen. Anfangs- und Schlusszeit für den Termin werden über die beiden Felder Start und Ende der Rubrik Termininformationen definiert. Der Windows-Kalender stellt automatisch die Anfangszeit auf das zuletzt in der mittleren Terminspalte angeklickte Zeitintervall. Die Schlusszeit richtet sich dann nach dem im Dialogfeld Optionen (Bild 17.6) vorgegebenen Intervall für die Zeitdauer eines Termins. Sie können aber die Zeitdauer eines Termins über die Felder Start und Ende jederzeit manuell anpassen.
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Terminplanung mit dem Windows-Kalender
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Klicken Sie auf die Schaltfläche am rechten Rand des Datumsfelds, wird ein Kalenderblatt zum Abrufen des Datums für den Termin angezeigt. Sie können den Termin also auch anderen, als den momentan angezeigten Kalenderdaten zuordnen.
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Um die Uhrzeit vorzugeben, klicken Sie auf den Stundenwert des Drehfelds. Dann lässt sich die Zeit in Stunden eintippen oder mittels der Schaltflächen des Drehfelds verändern. Klicken Sie auf den Minutenteil in der Anzeige, lässt sich der betreffende Wert per Tastatur oder über die Schaltflächen des Drehfelds modifizieren. Der Uhrzeitwert wird übernommen, sobald Sie das Feld verlassen oder die (Enter)-Taste drücken.
Markieren Sie das Kontrollkästchen Ganztägiger Termin wird der Termineintrag in der obersten Rubrik, oberhalb der Uhrzeit 0:00 Uhr eingetragen. Dies signalisiert einen Termin für den kompletten Tag. Gleichzeitig sperrt der Kalender die Drehfelder zum Anpassen der Start- und Ende-Zeit für den Termin. Bei einem bereits eingeplanten Termin bewirkt eine Markierung des Kontrollkästchens Ganztägiger Termin ebenfalls eine Verschiebung an den oberen Rand des Terminbereichs. Leider merkt sich der Terminkalender nicht das vorher festgelegte Intervall. Löschen Sie die Markierung des Kontrollkästchens, wird der Termin für 0:00 Uhr geplant. Sie können einen solchen Termin verschieben, indem Sie das farbige Terminfeld bei gedrückter Maustaste auf dem Zeitstrahl nach unten ziehen. Lassen Sie die Maustaste los, sobald der Termin im richtigen Zeitfenster steht. Bei Bedarf lässt sich die Anfangs- oder Schlusszeit in der Terminspalte durch Ziehen mit der Maus oder über die Drehfelder der Detailspalte korrigieren. Für zyklische Termine lässt sich ein Wiederholungswert (täglich, wöchentlich, monatlich etc.) über das Listenfeld Wiederholung zuweisen. Wird ein Wiederholungswert gewählt, trägt der Windows-Kalender den Termin automatisch im gewählten Intervall in den Terminplan ein. Findet beispielsweise eine tägliche Besprechung statt, können Sie den Anfangs- und Schlusszeitpunkt in der Detailspalte vorgeben und dann den Wert des Listenfelds Wiederholung auf täglich setzen. Allerdings ist der Windows-Kalender nicht allzu flexibel in der Verwaltung wiederkehrender Termine. Wählen Sie eine tägliche Wiederholung, wird keine Unterscheidung zwischen Arbeits- und Wochentagen getroffen. Dies bedeutet, die Besprechung würde auch in den Termineinträgen für das Wochenende hinterlegt – was nicht allzu realistisch ist. Sie können das Problem aber umgehen, indem Sie am Wochenanfang den Termin eintragen und dann im Listenfeld Wiederholung statt des Werts täglich die Vorgabe Erweitert wählen. Dann erscheint das in Bild 17.12 gezeigte Dialogfeld. Dort lässt sich über Wiederholen alle das Wiederholungsintervall in Tagen, Wochen etc. vorgeben. Setzen Sie den Wert Wiederholungsanzahl auf den Wert 5 und schließen Sie das Dialogfeld über die OK-Schaltfläche.
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Kapitel 17 · Terminverwaltung im Griff
Bild 17.12: Wiederholungsoptionen für Termine
Bild 17.13: Wiederholungstermine löschen
Alternativ können Sie den sich wiederholenden Termin auch für einen ganzen Monat einplanen lassen, indem Sie im Bis-Feld des Dialogfeldes Wiederholung das Monatsende eintragen und dann die überflüssigen Wiederholungseinträge löschen. Zum Löschen von Serienterminen rufen Sie die Monatsdarstellung des Terminplans in der mittleren Spalte auf. Wenn Sie dann die überflüssigen Serientermine am Wochenende mit der rechten Maustaste anklicken, lässt sich im Kontextmenü der Befehl Löschen wählen (Bild 17.13). Anschließend müssen Sie im Dialogfeld aus Bild 17.13, Vordergrund, noch die Schaltfläche Dieses Serienelement löschen wählen. Die Schaltfläche Alle Serienelemente löschen entfernt den Serientermin aus allen Datumseinträgen.
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Terminplanung mit dem Windows-Kalender
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17.2.3
Terminerinnerung verwalten
Die Terminverwaltung besitzt die nützliche Eigenschaft, dass Sie sich an Termine erinnern lassen können. Möchten Sie vor Ablauf an die entsprechenden Termine erinnert werden? Dann müssen Sie die entsprechende Option beim Anlegen eines Termins festlegen. Hierzu klicken Sie auf den Wert des Listenfelds Erinnerung im Detailbereich der Gruppe und wählen einen der angegebenen Werte aus (Bild 17.14). Über den Wert Am gibt der Windows-Kalender ein zusätzliches Feld frei, in dem Sie ein Datum und die Zeit eintragen, zu der die Erinnerung erfolgen soll.
Bild 17.14: Wert der Erinnerungsfunktion setzen
Der Windows-Kalender überwacht dann den Termin und erinnert Sie automatisch vor Ablauf daran. Ist das Erinnerungsintervall des betreffenden Termins erreicht, erscheint das Dialogfeld aus Bild 17.15 mit einer Erinnerung. Möchten Sie den Termin noch nicht wahrnehmen, können Sie sich weiter in einstellbaren Zeitintervallen erinnern lassen. Hierzu wählen Sie das neue Zeitintervall in dem am unteren Dialogfeldrand angezeigten Listenfeld und klicken auf die Schaltfläche Erneut erinnern. Benötigen Sie keine weitere Erinnerung mehr (z. B. weil Sie den Termin anschließend wahrnehmen), wählen Sie die Schaltfläche Verwerfen im Dialogfeld. Dann wird das Dialogfeld geschlossen und die Erinnerungsfunktion für den Termin abgeschaltet. TIPP
Haben Sie die Erinnerungsfunktion ungewollt abgeschaltet? Dann klicken Sie den Termin in der Terminspalte an. Anschließend lässt sich das Zeitintervall in der Detailspalte erneut auf einen Vorgabewert setzen. Stehen bereits abgelaufene Erinnerungen für mehrere Termine an? Die Zahl der Erinnerungen können Sie in der Titelleiste des Erinnerungsdialogs ablesen. Außerdem listet der Windows-Kalender die Erinnerungen ggf. im Dialogfeld in der Liste Betreff auf. Dann können Sie alle Erinnerungen über die Schaltfläche Alle verwerfen abschalten. Die Schaltfläche Element anzeigen erlaubt Ihnen, den markierten bzw. im Dialogfeld aufgeführten Termineintrag in der Terminspalte und im Detailbereich hervorzuheben, sobald Sie das Dialogfeld schließen.
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Kapitel 17 · Terminverwaltung im Griff
Bild 17.15: Dialog der Erinnerungsfunktion
17.2.4
Notizen verfassen und Teilnehmer zu Terminen einladen
Bei Besprechungen ist es u. U. ganz hilfreich, die Teilnehmer einzuladen bzw. anzugeben. Ferner können Sie sich Notizen zu einem Termin anfertigen. Dies lässt sich alles im Detailbereich festlegen. 1. Wählen Sie den gewünschten Termin in der mittleren Terminspalte an oder legen Sie den neuen Termin an (siehe die vorhergehenden Abschnitte). 2. Klicken Sie im Detailbereich auf das Textfeld Notizen und tippen Sie den Text für die Notiz ein (Bild 17.16, rechts unten). Über die Rubrik Teilnehmer des Detailbereichs können Sie eine Teilnehmerliste für die Besprechung festlegen. Die Teilnehmer lassen sich über verschiedene Ansätze in der Liste eintragen.
Bild 17.16: Notizen und Teilnehmer pflegen
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Terminplanung mit dem Windows-Kalender
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Möchten Sie Teilnehmer manuell verwalten, tippen Sie einfach den gewünschten Namen (und ggf. dessen Telefonnummer) im Textfeld neben der Schaltfläche Teilnehmer ein und bestätigen dies über die (Enter)Taste. Auf diese Weise lassen sich mehrere Namen in die Liste einfügen. Im geschäftlichen Umfeld besitzen die meisten Mitarbeiter E-Mail-Adressen, die über die Windows-Funktion Kontakte gepflegt werden (siehe auch Teil 5). In diesem Fall können Sie die Teilnehmer einer Besprechung aus der Kontaktliste abrufen. 1. Hierzu klicken Sie in der Rubrik Teilnehmer auf die gleichnamige Schaltfläche, um das Dialogfeld Windows-Kalender mit der Kontaktliste abzurufen (Bild 17.16, links). 2. Klicken Sie im Fenster des Windows-Kalenders in der linken Spalte auf den gewünschten Namen und übertragen Sie diesen durch einen Klick auf die An-Schaltfläche in die rechte Liste Teilnehmer. 3. Wiederholen Sie diesen Schritt für alle Teilnehmer und schließen Sie das Fenster über die OK-Schaltfläche. Die Teilnehmer der Besprechung werden dann im Detailbereich des Termins samt E-Mail-Adressen aufgeführt. TIPP
Der Windows-Kalender stellt eine Möglichkeit bereit, die Teilnehmer einer Besprechung per E-Mail zu benachrichtigen. Klicken Sie im Detailbereich auf die Schaltfläche Einladung, erzeugt der WindowsKalender automatisch eine neue E-Mail und übernimmt die E-MailAdressen der Teilnehmerliste. Im Betreff findet sich der für den Termin hinterlegte Text. Weiterhin wird der Termin als ICS-Datei angehängt. Bei Bedarf können Sie noch den Text der Einladungs-E-Mail ergänzen und dann die Nachricht über Windows-Mail verschicken. Die Empfänger können dann den Inhalt der angehängten Termindatei über den Befehl Datei/Importieren im Windows-Kalender einlesen. Auf diese Weise können Sie die Termine im Terminplan festlegen. Klicken Sie einen Termin im Kalenderblatt an, können Sie die Informationen im Detailbereich jederzeit korrigieren.
17.2.5
Termine verschieben, kopieren und löschen
Gibt es Termine, die Sie nicht mehr benötigen? Oder soll ein Termin auf ein anderes Datum verschoben oder kopiert werden? Dies ist mit wenigen Mausklicks erledigt.
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Um einen Termin innerhalb der Terminspalte zu verschieben, ziehen Sie den Termineintrag einfach bei gedrückter linker Maustaste nach oben oder nach unten. Lassen Sie die Maustaste los, wird der Termin auf der Zeitachse für die betreffende Uhrzeit eingetragen.
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Zum Löschen klicken Sie den Termineintrag mit der rechten Maustaste an und wählen den Kontextmenübefehl Löschen.
Kapitel 17 · Terminverwaltung im Griff
Möchten Sie einen Termineintrag auf einen anderen Tag verschieben, lässt sich dies mit folgender Schrittfolge erreichen. 1. Klicken Sie den zu verschiebenden Termin in der Terminliste mit der rechten Maustaste an und wählen den Kontextmenübefehl Ausschneiden (bzw. drücken die Tastenkombination (Strg)+(X)). 2. Wählen Sie anschließend im Kalenderblatt der Navigationsspalte den gewünschten Tag mit einem Mausklick an. 3. Dann lässt sich die Terminspalte mit der rechten Maustaste anklicken und der Kontextmenübefehl Einfügen wählen. Sie können alternativ auch die Tastenkombination (Strg)+(V) drücken. Jetzt wird der Termin unter der vorher zugewiesenen Uhrzeit unter dem aktuell gewählten Datum eingetragen. Bei Bedarf können Sie den Termin in der Terminspalte durch Ziehen per Maus oder über dessen Einträge in der Detailspalte im Terminkalender verschieben. Um einen Termin zu kopieren, gehen Sie wie beim Verschieben vor, wählen Sie aber statt des Kontextmenübefehls Ausschneiden (bzw. statt der Tastenkombination (Strg)+(X)) den Befehl Kopieren oder drücken Sie die Tastenkombination (Strg)+(C). Der Windows-Kalender belässt dann den alten Termin und Sie haben die Möglichkeit, eine Kopie an einem anderen Datum einzufügen.
17.3 Arbeiten mit Aufgaben Um den Überblick über zu erledigende Aufgaben zu behalten, werden häufig auf Schmierzetteln oder in Terminkalendern Aufgabenlisten geführt. Die Verwaltung solcher Aufgabenlisten lässt sich im WindowsKalender elektronisch wesentlich bequemer erledigen. Nachfolgend erfahren Sie, wie dies funktioniert.
17.3.1
Aufgaben neu anlegen
Zur Verwaltung der Aufgaben müssen Sie diese in den Windows-Kalender eintragen. Hierzu sind folgende Schritte erforderlich. 1. Klicken Sie in der Symbolleiste des Windows-Kalender-Fensters auf die Schaltfläche Neue Aufgabe (Bild 17.17). 2. Tippen Sie in das in der Navigationsleiste in der Rubrik Aufgaben eingeblendete Feld Neue Aufgabe eine Beschreibung der Aufgabe ein und bestätigen Sie dies durch Drücken der (Enter)-Taste. 3. Führen Sie mehrere Kalender, klicken Sie in der rechten Spalte im Detailbereich auf das Listenfeld Kalender und wählen Sie den Kalender aus, dem die Aufgabe zugeordnet werden soll. Nach diesen Schritten sollte der neue Eintrag in der Rubrik Aufgaben der Navigationsleiste mit dem angegebenen Titel und in der Farbe des zugeordneten Kalenders angezeigt werden.
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17.3.2
Eigenschaften einer Aufgabe anpassen
Ähnlich wie bei Terminen können Sie einer Aufgabe verschiedene Eigenschaften wie eine Priorität oder ein Erledigungsdatum zuordnen. Zudem lässt sich festlegen, ob eine Benachrichtigung vor Ablauf des Endtermins zu erfolgen hat. Die Vorgaben lassen sich in der Detailspalte der betreffenden Aufgabe festlegen. 1. Öffnen Sie im Detailbereich das Listenfeld Priorität und setzen Sie die gewünschte Priorität (Niedrig, Mittel oder Hoch) für die Aufgabe. 2. Geben Sie in den Feldern Start und Fällig am das Anfangsdatum zum Bearbeiten der Aufgaben sowie ein Fälligkeitsdatum an. 3. Möchten Sie eine Erinnerung bezüglich der Aufgabe erhalten, wählen Sie im Listenfeld Erinnerung des Detailbereichs den Wert Am und geben einen Datumswert an.
Bild 17.17: Aufgaben pflegen
Bei Bedarf können Sie zudem noch Notizen im untersten Textfeld, Notizen, des Detailbereichs hinterlegen. Die Aufgabe wird im WindowsKalender mindestens bis zum Fälligkeitstermin in der Navigationsleiste angezeigt. Klicken Sie auf den Eintrag, werden die vereinbarten Eigenschaften der Aufgabe in der Detailansicht eingeblendet.
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Kapitel 17 · Terminverwaltung im Griff
17.3.3
Erinnerungen an das Ende einer Aufgabe
Haben Sie im Detailbereich der Aufgabe einen Termin für eine Erinnerung vereinbart? Dann öffnet der Windows-Kalender bei Fälligkeit ein entsprechendes Dialogfeld mit einer Benachrichtigung (Bild 17.18). Ähnlich wie bei Terminerinnerungen können Sie über die Schaltfläche Erneut erinnern und das zugehörige Listenfeld das Fertigstellen einer Aufgabe verzögern und die Überwachung aufrechterhalten. Sie werden nach Ablauf der neu gesetzten Frist erneut erinnert.
Bild 17.18: Erinnerung an den Ablauf einer Aufgabe
17.3.4
Aufgabe abschließen oder löschen
Wurde die eingeplante Aufgabe abgeschlossen? Dann sollten Sie dies auch entsprechend vermerken. 1. Klicken Sie im Navigationsbereich des Windows-Kalenders auf den Eintrag der betreffenden Aufgabe. 2. Anschließend markieren Sie im Detailbereich das Kontrollkästchen Fertig gestellt in der Rubrik Aufgabeninformationen (Bild 17.19, rechts).
Bild 17.19: Aufgabe als fertiggestellt markieren
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Erweiterte Kalenderfunktionen
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Der Windows-Kalender versieht die betreffende Aufgabe im Navigationsbereich mit einem Häkchen (Bild 17.19, links). Bei sehr vielen Aufgaben lässt sich also schnell überprüfen, was bereits abgearbeitet wurde. Verwenden mehrere Personen den Windows-Kalender, lässt sich an der Hintergrundfarbe der Aufgaben auch ablesen, an wen die Aufgabe zur Durchführung delegiert wurde.
17.3.5
Aufgabe an andere Personen delegieren und löschen
Muss die Aufgabe durch mehrere Personen bearbeitet werden? Dies ist auch kein Problem, obwohl der Windows-Kalender hierfür vordergründig keine Funktion bietet. Um die Erledigung der Aufgabe an eine andere Person zu delegieren, wählen Sie diese in der Aufgabenliste an, öffnen im Detailbereich das Listenfeld Kalender und klicken auf den gewünschten Namen. Sie erkennen jederzeit an der Hintergrundfarbe des der Aufgabe zugeordneten Kontrollkästchens, in welchem Kalender die Aufgabe geführt wird. Über die nachfolgend beschriebenen Funktionen zum Export bzw. Import kann die Aufgabenliste an den Rechner der betreffenden Person übertragen werden. Ist es nicht mehr erforderlich, dass Sie oder Dritte sich über die erledigten Aufgaben informieren, können Sie diese aus der Aufgabenliste löschen. Hierzu klicken Sie diese mit der rechten Maustaste im Navigationsbereich an und wählen den Kontextmenübefehl Löschen. Seien Sie beim Löschen von Terminen und Aufgaben vorsichtig. Der Windows-Kalender entfernt die Einträge ohne Sicherheitsabfrage und es gibt auch keine Funktion, um den letzten Befehl zurückzunehmen!
17.4 Erweiterte Kalenderfunktionen Arbeiten mehrere Personen an verschiedenen Rechnern oder mit verschiedenen Benutzerkonten mit dem Windows-Kalender, müssen sie ggf. die Termine und Aufgaben untereinander synchronisieren. Gelegentlich ist es erforderlich, nach einem bestimmten Termin oder einer Aufgabe zu suchen. Diese Funktionen werden nachfolgend kurz skizziert.
17.4.1
Suchen nach Terminen und Aufgaben
Möchten Sie wissen, ob ein bestimmter Termin bereits eingetragen wurde oder soll in einer umfangreichen Aufgabenliste nach einer bestimmten Aufgabe gesucht werden? Es reicht, in der Symbolleiste des Windows-Kalender-Fensters auf das Suchfeld zu klicken und den Suchtext mit einem Begriff aus der Aufgabe oder dem Termin einzutippen. Bereits nach der Eingabe des ersten Zeichens filtert der WindowsKalender die Treffer aus der Aufgaben- und Terminliste und zeigt die Ergebnisse in einer Trefferliste an (Bild 17.20). Sie können durch Eingabe eines Teilausdrucks die Trefferquote auf den gewünschten Termin bzw. die gewünschte Aufgabe eingrenzen.
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Kapitel 17 · Terminverwaltung im Griff
Ein Doppelklick auf einen Treffer der Ergebnisliste markiert die betreffende Aufgabe im Navigationsbereich bzw. ruft den Termin in der mittleren Terminspalte des Anwendungsfensters ab.
Bild 17.20: Suchen nach Aufgaben und Terminen
Benötigen Sie die Ergebnisliste nicht mehr? Klicken Sie auf die am rechten oberen Rand der Liste angezeigte Schaltfläche Schließen, um die Liste wieder auszublenden.
17.4.2
Terminabgleich zwischen mehreren Personen
Wer Termine für mehrere Personen verwaltet, muss deren Terminkalender miteinander abgleichen. Im Windows-Kalender ist dieser Abgleich sehr leicht möglich: 1. Stellen Sie sicher, dass alle zu vergleichenden Kalender im WindowsKalender aufgeführt werden. Bei Bedarf können Sie Kalender importieren. 2. Markieren Sie in der Navigationsleiste in der Rubrik Kalender die Kontrollkästchen der zu vergleichenden Kalender.
Bild 17.21: Anzeige mehrerer Terminkalender
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Erweiterte Kalenderfunktionen
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Wenn Sie dann Daten des Terminkalenders abrufen, zeigt der WindowsKalender die Terminbelegung aller Kalender in der mittleren Spalte des Fensters an. Sofern Sie den Kalendern unterschiedliche Farben zugewiesen haben, lassen sich die Termine der einzelnen Personen leicht unterscheiden. Sie sehen sofort, ob Termine frei sind oder ob es zu Überschneidungen kommt (Bild 17.21).
17.4.3
Kalender exportieren und importieren
Sie können im Windows-Kalender durchaus die Terminkalender für mehrere Personen anlegen und führen (siehe die vorhergehenden Abschnitte). Möchten Sie, dass Dritte an die von Ihnen geführten Termine, Aufgaben oder Terminkalender herankommen? 1. Wählen Sie im Fenster des Windows-Kalenders den Kalender, die Aufgabe oder einen Termin. 2. Anschließend klicken Sie im Menü Datei des Anwendungsfensters auf den Befehl Exportieren.
Bild 17.22: Terminkalender exportieren
3. Der Windows-Kalender öffnet das in Abbildung 17.22 gezeigte Dialogfeld, in dem Sie den Zielordner wählen und ggf. den Dateinamen der Kalenderdatei (.ics) anpassen können. Wenn Sie die Speichern-Schaltfläche anklicken, werden die Daten in eine ICS-Datei auf der Festplatte exportiert. Der Umfang des Exports hängt dabei vom gewählten Element ab. Hatten Sie vor dem Export den Kalendereintrag in der Navigationsleiste markiert, werden die Kalenderdaten exportiert. Wurde nur eine Aufgabe in der Navigationsleiste markiert
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Kapitel 17 · Terminverwaltung im Griff
und dann die Exportfunktion aufgerufen, speichert der Windows-Kalender die Daten zur betreffenden Aufgabe. Ähnlich verhält es sich, wenn Sie einen Termin in der mittleren Spalte markieren und dann die Exportfunktion verwenden. Die ICS-Dateien sind im allgemein gültigen iCalender-Format aufgebaut, das durch verschiedene Kalenderprogramme gelesen werden kann. Sie können daher die Daten auch in anderen Terminverwaltungsprogrammen importieren, die dieses iCalender-Format unterstützen. Dabei lassen sich die ICS-Dateien durchaus per E-Mail verschicken. Wird der Ordner Öffentlich als Speicherort benutzt, können die exportierten Kalenderdateien von verschiedenen Benutzerkonten des gleichen Rechners gelesen werden. Über ein Netzwerk können auch Personen von anderen Rechnern auf diese Datei zugreifen. Um eine exportierte ICS-Kalenderdatei wieder im Windows-Kalender einzulesen, wählen Sie den Menübefehl Datei/Importieren des Anwendungsfensters. Der Windows-Kalender öffnet das Importieren-Dialogfeld (Bild 17.23).
Bild 17.23: Importieren einer ICS-Kalenderdatei
Wählen Sie den Pfad zur Datei über die Durchsuchen-Schaltfläche. Anschließend können Sie im Listenfeld Ziel vorgeben, ob beim Import der Daten ein neuer Kalender anzulegen ist oder ob die Daten in einen der bereits definierten Kalender zu übernehmen sind. Sobald Sie auf die Importieren-Schaltfläche klicken, werden die Daten im Windows-Kalender übernommen und anschließend angezeigt. Die Importfunktion können Sie auch verwenden, wenn Sie von Dritten Einladungen zu Terminen per E-Mail erhalten. Speichern Sie den Anhang als Datei in einem lokalen Ordner und importieren Sie dann die ICS-Datei. Die ICS-Dateien werden verschickt, sobald Sie eine Einladung für einen Termin erstellen (siehe die vorhergehenden Abschnitte).
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Erweiterte Kalenderfunktionen
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17.4.4
Kalender veröffentlichen
Im Windows-Kalender geführte Kalender lassen sich im Internet oder in einem im Netzwerk freigegebenen Ordner veröffentlichen. Dies erlaubt Dritten, diesen Kalender anzusehen und ggf. zu abonnieren. 1. Markieren Sie zuerst im Fenster des Windows-Kalenders den zu veröffentlichenden Kalender in der Rubrik Kalender der Navigationsleiste. 2. Anschließend wählen Sie im Menü Freigabe des Anwendungsfensters den Befehl Veröffentlichen. 3. Sobald das Dialogfeld Kalender veröffentlichen (Bild 17.24, links) erscheint, legen Sie die zu veröffentlichenden Informationen fest und klicken Sie anschließend auf die im Dialogfeld angezeigte Schaltfläche Veröffentlichen.
Bild 17.24: Veröffentlichen einer ICS-Kalenderdatei
Im Textfeld Kalendername sollte der Name des gewünschten Kalenders angezeigt werden. Bei Bedarf können Sie diesen Namen anpassen, da dies die Information ist, die beim Abonnieren angezeigt wird. Im Feld Kalenderveröffentlichungsort ist der Pfad zum Speicherort einzutragen. Das Dialogfeld zeigt bereits einen Textvorschlag für einen Speicherort auf einem Internethost unterhalb des Textfelds an. Sie können als Speicherort aber auch einen lokalen Ordner wählen. Hierzu müssen Sie auf die Schaltfläche Durchsuchen klicken. Anschließend können Sie im Zusatzdialog Nach Dateien oder Ordnern suchen (Bild 17.24, rechts) den gewünschten Ordner auswählen und mittels der OK-Schaltfläche in das Textfeld Kalenderveröffentlichungsort übertragen. Zusätzlich lässt sich über Kontrollkästchen im Dialogfeld angeben, ob Änderungen, Notizen, die Einstellungen für Erinnerungen und Aufgaben mit zu veröffentlichen sind. Sobald die Schaltfläche Veröffentlichen im Dialogfeld angewählt wird, zeigt der Windows-Kalender das in Bild 17.25 gezeigte Dialogfeld.
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Kapitel 17 · Terminverwaltung im Griff
Bild 17.25: Abschlussdialog beim Veröffentlichen einer ICS-Kalenderdatei
Möchten Sie Dritte per E-Mail darüber informieren, dass Ihr Kalender abonniert werden kann, wählen Sie im Dialogfeld die Schaltfläche Ankündigen. Dann erzeugt der Windows-Kalender eine E-Mail, in der bereits der Veröffentlichungsort eingetragen ist. Sie brauchen dann nur noch die E-Mail-Adressen der Empfänger anzugeben und die Nachricht zu versenden. Die Empfänger können dann über die Importfunktion den Kalender importieren. Der Windows-Kalender holt sich dann die Daten automatisch über das Internet oder ein lokales Netzwerk vom Veröffentlichungsort. Falls Sie keine Benachrichtigung planen, klicken Sie auf die Fertig stellen-Schaltfläche.
Abonnement beenden Möchten Sie zu einem bestimmten Zeitpunkt nicht mehr, dass Ihre Kalenderdaten im Netzwerk oder im Internet einsehbar sind? Dann müssen Sie das Abonnement gezielt beenden. Hierzu wählen Sie im Fenster des Windows-Kalenders den Befehl Abonnement beenden des Menüs Freigabe. Im Bestätigungsdialog (Bild 17.26) lässt sich über ein Kontrollkästchen wählen, ob die Kalenderdatei auf dem Server gelöscht werden soll. Sobald die Schaltfläche Veröffentlichung aufheben gewählt wird, beendet der Windows-Kalender die Veröffentlichung, d. h. das Speichern von Änderungen in die betreffende Datei unterbleibt.
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Erweiterte Kalenderfunktionen
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Bild 17.26: Beenden einer Veröffentlichung
17.4.5
Kalender abonnieren
Möchten Sie, dass sich der Windows-Kalender dynamisch den Inhalt eines veröffentlichten Kalenders holt? Dann müssen Sie den betreffenden Kalender abonnieren. 1. Wählen Sie im Menü Freigabe des Windows-Kalender-Anwendungsfensters den Befehl Abonnieren. 2. Im Dialogfeld Einen Kalender abonnieren (Bild 17.27, rechts oben) tragen Sie im Textfeld den Pfad zum Veröffentlichungsort ein und klicken Sie auf die Weiter-Schaltfläche. Sie können die Adresse eines Internetservers oder den Pfad zu einem lokalen Ordner oder einer Netzwerkfreigabe angeben. Der Ordner Öffentlich findet sich im Pfad C:\Users\Public, d. h. der Unterordner Kalender mit der Datei Born.ics kann z. B. mit dem Pfad file:///C:\Users\Public\Kalender\Born.ics importiert werden. 3. Im Dialogfeld Kalenderabonnementeinstellungen (Bild 17.27, unten links) legen Sie über das Listenfeld Aktualisierungsintervall den gewünschten Wert (z. B. »15 Minuten«, »täglich« etc.) fest und passen den Kalendernamen an. 4. Nachdem Sie ggf. die Optionen über die Kontrollkästchen eingestellt haben, klicken Sie auf die Fertig stellen-Schaltfläche. Dann wird versucht, die Kalenderdatei zu importieren und unter dem angegebenen Namen im Windows-Kalender in der Navigationsleiste anzuzeigen. Findet der Windows-Kalender keine Kalenderdatei am angegebenen Ort, bricht der Importassistent den Vorgang mit einer Fehlermeldung ab und Sie müssen den Dialog schließen. Anschließend können Sie den Import erneut versuchen. Haben Sie einen korrekten Pfad zu einer Kalenderdatei angegeben, greift der Windows-Kalender im angegebenen Intervall auf die abonnierte Kalenderdatei zu und holt sich die Änderungen. Diese werden im betreffenden Kalender nachgetragen. Soll der Kalender direkt mit der veröffentlichten Kopie abgeglichen werden, können Sie im Menü Freigabe die Befehle Synchronisieren oder Alles synchronisieren wählen. Benötigen Sie das Abonnement nicht mehr, klicken Sie den Kalendereintrag in der Navigationsleiste mit der rechten Maustaste an und wählen den Kontextmenübefehl Löschen.
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Kapitel 17 · Terminverwaltung im Griff
Bild 17.27: Abonnieren einer Veröffentlichung
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18 Nutzen der Eingabeaufforderung Windows stellt das Fenster der Eingabeaufforderung bereit, um ältere MS-DOS-Anwendungen auszuführen oder Befehle über die Eingabeaufforderung aufzurufen. Dieses Kapitel zeigt Ihnen den Umgang mit der Eingabeaufforderung.
18.1 Die Eingabeaufforderung aufrufen und nutzen Die folgenden Abschnitte beschreiben, wie Sie das Fenster der Eingabeaufforderung aufrufen und dann nutzen können.
18.1.1
Die Eingabeaufforderung aufrufen
Das Fenster der Eingabeaufforderung lässt sich im Startmenü über den Eintrag Alle Programme/Zubehör/Eingabeaufforderung öffnen. Das Fenster der Eingabeaufforderung (Bild 18.1) zeigt dann die Meldung des Befehlsprozessors.
Bild 18.1: Fenster der Eingabeaufforderung
In der Zeile mit der Eingabeaufforderung werden das aktuelle Laufwerk und das aktuelle Verzeichnis angezeigt. Dieses Verzeichnis zeigt auf die Ordner des Benutzerkontos. Sie können anschließend Befehle in der Eingabezeile eingeben oder MS-DOS- sowie Windows-Programme aufrufen. TIPP
Eine Umschaltung zwischen Vollbild- und Fenstermodus ist durch Drücken der Tastenkombination (Alt)+(Enter) möglich.
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Die Eingabeaufforderung aufrufen und nutzen
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18.1.2
Eingabeaufforderung als Verknüpfung einrichten
Benötigen Sie das Fenster der Eingabeaufforderung häufiger, empfiehlt es sich, eine entsprechende Verknüpfung auf dem Desktop einzurichten. Sie können hierzu das Symbol der Eingabeaufforderung aus dem Startmenü bei gedrückter rechter Maustaste auf den Desktop ziehen und im Kontextmenü den Befehl Verknüpfung hier erstellen wählen.
Bild 18.2: Verknüpfungseigenschaften
Administratoren können auch den Windows-Ordner system32 öffnen. Dieser Ordner enthält die Datei cmd.exe mit dem Kommandoprozessor. Ziehen Sie die Datei mit dem Kommandoprozessor aus dem Ordnerfenster bei gedrückter rechter Maustaste auf den Desktop und wählen den Kontextmenübefehl Verknüpfungen hier erstellen. Beim Doppelklick auf dieses Verknüpfungssymbol zeigt die Eingabeaufforderung jedoch auf den Windows-Ordner system32. Der Unterschied zwischen der Startmenüverknüpfung und der per Drag&Drop aus dem Systemordner eingerichteten Verknüpfung besteht im Wert der Eigenschaft Ausführen in. Verwenden Sie die Verknüpfung aus dem Startmenü, wird die Eigenschaft Ausführen in über die Umgebungsvariablen %HOMEDRIVE%%HOMEPATH% auf das Benutzerverzeichnis gesetzt (Bild 18.2, links). Die über den Ordner system32 eingerichtete Verknüpfung auf cmd.exe startet die Eingabe-
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Kapitel 18 · Nutzen der Eingabeaufforderung
aufforderung mit dem voreingestellten Windows-Ordner system32 (Bild 18.2, rechts). Sie können den Wert der Eigenschaft Ausführen in aber jederzeit auf %HOMEDRIVE%%HOMEPATH% setzen. Tragen Sie einen anderen Pfad in der Eigenschaft Ziel ein, wird dieser beim Öffnen der Eingabeaufforderung in der Befehlszeile eingestellt. Der Befehlsprozessor cmd.exe lässt sich mit verschiedenen Optionen aufrufen (z. B. cmd /c). Wenn Sie in der Eingabeaufforderung den Befehl cmd.exe /? eintippen und durch Drücken der (Enter)-Taste ausführen, wird Ihnen eine Informationsseite mit den Aufrufoptionen und den zugehörigen Erläuterungen angezeigt. Sie können die Befehlsoptionen im Eigenschaftenfenster der Verknüpfung im Feld Ausführen in hinterlegen, indem Sie diese an den Befehl %SystemRoot%\system32\cmd.exe anhängen. Neben dem 32-Bit-Befehlsprozessor cmd.exe finden Sie im Ordner system32 noch den 16-Bit-Befehlsprozessor command.com. Diesen sollten Sie möglichst nicht mehr verwenden.
18.1.3
Eingabeaufforderung schließen
Zum Schließen der Eingabeaufforderung tippen Sie den Befehl Exit ein und drücken anschließend die (Enter)-Taste. Das Fenster der Eingabeaufforderung lässt sich zudem über die Schließen-Schaltfläche bzw. über den gleichnamigen Befehl des Systemmenüs schließen.
18.1.4
Befehle in der Eingabeaufforderung ausführen
Die Eingabeaufforderung stellt Ihnen verschiedene Konsolebefehle zur Verfügung. Um einen Befehl auszuführen, müssen Sie diesen im Fenster der Eingabeaufforderung eintippen und durch Drücken der (Enter)Taste bestätigen. Mit dem Befehl dir (Enter)
veranlassen Sie zum Beispiel die Anzeige des Inhaltsverzeichnisses des aktuellen Ordners im Fenster der Eingabeaufforderung. Beim Aufruf der Eingabeaufforderung wird dann der Inhalt des Ordners des Benutzerkontos (im Pfad C:\Users) als Verzeichnis angezeigt. Eine Auflistung der im Fenster der Eingabeaufforderung unterstützten Befehle erhalten Sie, wenn Sie die Anweisung help (Enter)
im Fenster der Eingabeaufforderung eintippen. Benötigen Sie detailliertere Informationen zu einem der Befehle, geben Sie diesen als Argument in der help-Anweisung an. Alternativ können Sie den Befehl gefolgt von einem /? eintippen, um die Hilfeseite abzurufen. Mit den Befehlen help dir (Enter)
oder dir /? (Enter)
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Die Eingabeaufforderung aufrufen und nutzen
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erhalten Sie beispielsweise zusätzliche Erläuterungen zum dir-Befehl. Eine ausführliche Übersicht über die in der Eingabeaufforderung verfügbaren Befehle finden Sie auf den Microsoft-Webseiten (www.microsoft. com), wenn Sie nach dem Begriff »Windows Vista Befehlszeilenreferenz« bzw. »Windows Vista Command Reference« suchen.
Bild 18.3: Anzeige eines Verzeichnisinhalts
Verzeichnisse und Ordner sind Synonyme, Ordner ist der unter Windows für Verzeichnisse benutzte Begriff. Beachten Sie, dass die Eingabeaufforderung die englischen Verzeichnisnamen auflistet, während in den Windows-Ordnerfenstern die lokalisierten Ordnernamen der Shell angezeigt werden. TIPP
Möchten Sie einen Befehl in der Eingabeaufforderung mit den erhöhten Rechten eines Administratorkontos ausführen? Dann müssen Sie die Eingabeaufforderung bereits mit Administratorrechten aufrufen. Hierzu klicken Sie im Startmenü den Befehl zum Aufrufen der Eingabeaufforderung mit der rechten Maustaste an und wählen den Kontextmenübefehl Als Administrator ausführen.
Stapelverarbeitungsdateien zum Ausführen von Befehlen nutzen Die Eingabeaufforderung von Windows Vista unterstützt nach wie vor das Ausführen von Stapelverarbeitungsdateien (Batchprogrammen). Es handelt sich dabei um Textdateien mit der Dateinamenerweiterung .bat, die sich im Windows-Editor erstellen und pflegen lassen. In der BATDatei können die im Fenster der Eingabeaufforderung zulässigen Befehle angegeben werden, wobei jeder Befehl in eine eigene Zeile geschrieben wird. Mit dem Befehl REM lassen sich Kommentare angeben. Die in Bild 18.4 gezeigte Befehlssequenz des Batchprogramms Test.bat zeigt
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Kapitel 18 · Nutzen der Eingabeaufforderung
den Inhalt des Benutzerordners an. Anschließend erzeugt das Programm einen neuen Unterordner Test im Ordner Dokumente, hinterlegt dort eine Textdatei mit dem Verzeichnisinhalt und löscht abschließend sowohl die neue Datei als auch den neuen Ordner.
Bild 18.4: Beispiel eines Batchprogramms im Windows-Editor
Die erste Zeile @Echo Off unterdrückt die Anzeige der ausgeführten Befehle im Fenster der Eingabeaufforderung. Die mit REM beginnenden Anweisungen sind Kommentare. Der Ablauf des Stapelverarbeitungsprogramms wird durch Pause-Befehle unterbrochen. Erst wenn der Benutzer eine Taste drückt, setzt die Eingabeaufforderung den Programmablauf fort. Über die Echo-Anweisung lassen sich Informationen im Fenster der Eingabeaufforderung ausgeben.
18.1.5
Programmstart aus der Eingabeaufforderung
Neben den in den vorhergehenden Abschnitten erwähnten Befehlen des Windows-Befehlsprozessors cmd.exe können Sie aus dem Fenster der Eingabeaufforderung beliebige Programme aufrufen. Hierzu sind lediglich der Name der ausführbaren Datei und ggf. die benötigten Parameter als Kommando einzugeben. Um beispielsweise den Windows-Editor aus dem Fenster der Eingabeaufforderung aufzurufen, tippen Sie den Befehl Notepad.exe ein und drücken dann die (Enter)-Taste. Bei Windows-Programmen werden diese in separaten Fenstern geladen. Verwenden Sie dagegen MS-DOS-Programme (z. B. den MS-DOS-Editor edit.com) beim Befehlsaufruf, werden diese im Fenster der Eingabeaufforderung geladen.
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Die Eingabeaufforderung aufrufen und nutzen
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Windows benutzt die Umgebungsvariable path, um bestimmte Standardordner für die Befehlsausführung zu berücksichtigen. Der Inhalt der path-Umgebungsvariablen wird Ihnen angezeigt, wenn Sie im Fenster der Eingabeaufforderung den Befehl path eintippen und mit der (Enter)-Taste abschließen. Befindet sich das auszuführende Programm nicht im aktuellen Verzeichnis oder im Pfad, müssen Sie beim Befehl für die aufzurufende Anwendung das Programmverzeichnis mit angeben. Um eine Dokumentdatei direkt in der zugehörigen Anwendung aus dem Fenster der Eingabeaufforderung zu öffnen, geben Sie den Namen der Dokumentdatei in der Form Extra.txt (Enter)-Taste ein. Windows erkennt in diesem Beispiel die Dateinamenerweiterung .txt und öffnet die betreffende Datei im Windows-Editor. TIPP
Der Befehlsprozessor cmd.exe speichert die letzten Befehle. Sie können durch Drücken der Cursortasten (½) und (¼) zwischen den zuletzt eingegebenen Befehlen blättern und diese durch Drücken der (Enter)Taste erneut ausführen. Drücken Sie die Funktionstaste (F7), erscheint in der Eingabeaufforderung sogar ein Menü mit den Namen der zuletzt eingegebenen Befehle. Sie können dann mittels der Cursortasten (½) und (¼) in der Befehlsliste navigieren und durch Drücken der (Enter)Taste Befehle aufrufen. Die (Esc)-Taste schließt das Menü. Die Funktionstaste (F3) ruft den letzten Befehl in der Eingabezeile ab. Mit der (æ___)-Taste lassen sich Zeichen links von der Einfügemarke in der Befehlszeile löschen. Die Cursortaste (Æ) bringt dagegen die gelöschten Zeichen rechts von der Einfügemarke wieder in die Eingabezeile zurück. Über die Cursortaste (æ) können Sie die Einfügemarke im Befehlstext nach links versetzen. Tippen Sie neue Zeichen ein, werden diese an der aktuellen Position der Einfügemarke eingefügt oder überschreiben den Befehlsteil rechts von der Marke. Die Umschaltung zwischen Überschreiben und Einfügen erfolgt durch Drücken der (Einfg)Taste. Drücken Sie die Funktionstaste (F4), erscheint eine Abfrage »Löschen bis Zeichen« und Sie können eine Zahl eintippen. Diese gibt an, wie viele Zeichen in der Befehlszeile zu entfernen sind. Mit der Funktionstaste (F9) erscheint eine Abfrage »Auszuführender Befehl« und Sie können die Nummer des auszuführenden Befehls eintippen.
Verwendung des Start-Befehls Windows Vista unterstützt in der Eingabeaufforderung den Befehl Start¸ mit dem sich weitere Optionen beim Aufruf einer Anwendung angeben lassen. Es gilt die folgende Aufrufsyntax: Start [option] Programmname [parameter]
Über das Argument [option] unterstützt Windows Vista verschiedene Schalter. Der Befehl start öffnet beim Aufruf von Konsolebefehlen standardmäßig ein zweites Konsolefenster. Dabei kann der Fenstertitel beim Aufruf über die Option »Titeltext« angegeben werden (z. B. start »Verzeichnis« dir erzeugt ein zweites Fenster mit dem Titel »Verzeichnis« und
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Kapitel 18 · Nutzen der Eingabeaufforderung
der Ausgabe des dir-Befehls). Die Option /min bewirkt, dass die Anwendung minimiert als Schaltfläche in der Taskleiste erscheint. Möchten Sie, dass der Befehlsprozessor auf das Beenden der aufgerufenen Anwendung wartet, geben Sie beim Aufruf zusätzlich den Schalter /wait an. Mit den Optionen /Low, /Normal, /High und /Realtime lässt sich die Priorität zur Ausführung der betreffenden Anwendungen einstellen. Eine Übersicht über alle unterstützten Optionen erhalten Sie, indem Sie den Befehl Start /? Im Fenster der Eingabeaufforderung eingeben.
18.1.6
Datenaustausch mit Windows per Zwischenablage
Inhalte im Fenster der Eingabeaufforderung lassen sich markieren, in die Windows-Zwischenablage kopieren und anschließend in anderen Fenstern von Anwendungsprogrammen (Windows- oder MS-DOS-Anwendungen) übernehmen.
Bild 18.5: Markieren und Kopieren in der Eingabeaufforderung
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Zum Markieren von Texten im Fenster der Eingabeaufforderung klicken Sie auf das Systemmenü in der linken oberen Fensterecke und wählen den Untermenübefehl Bearbeiten/Markieren (Bild 18.5). Anschließend können Sie beliebige Textstellen im Fenster der Eingabeaufforderung durch Ziehen per Maus markieren.
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Zum Kopieren des markierten Textes der Zwischenablage öffnen Sie das Systemmenü und wählen den Untermenübefehl Bearbeiten/ Kopieren. Anschließend können Sie zum Fenster der Anwendung wechseln und den Inhalt der Zwischenablage über den Befehl Einfügen des Menüs Bearbeiten (bzw. sofern unterstützt, über die Tastenkombination (Strg)+(V)) einfügen.
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Eigenschaften der Eingabeaufforderung
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Haben Sie Textinhalte aus dem Fenster der Eingabeaufforderung oder aus anderen Anwendungsfenstern in die Zwischenablage übertragen? Möchten Sie diesen Text (z. B. einen Befehl) in das Fenster der Eingabeaufforderung einfügen? Drücken Sie die (Enter)-Taste, um in eine neue Befehlszeile zu gelangen. Danach wählen Sie im Systemmenü den Untermenübefehl Bearbeiten/Einfügen.
Auf diese Weise können Sie Teile bereits abgesetzter Befehle im Fenster der Eingabeaufforderung markieren, in die Zwischenablage kopieren und wieder in die Befehlszeile einfügen. Oder Sie transferieren die Ausgaben im Fenster der Eingabeaufforderung in das Fenster einer Anwendung. Bild 18.5 zeigt das Fenster der Eingabeaufforderung mit einem markierten Text, das geöffnete Systemmenü und ein Fenster des Windows-Editors im Hintergrund, in dem Text aus der Zwischenablage eingefügt wurde. TIPP
Über den Befehl Bearbeiten des Systemmenüs der Eingabeaufforderung können Sie auch den Befehl Suchen wählen. Dann öffnet sich ein Dialogfeld, über das Sie, ähnlich wie im Windows-Editor, im Fenster der Eingabeaufforderung nach Texten suchen können. Über die Bildlaufleiste oder über das Rädchen einer Maus lässt sich im Fenster der Eingabeaufforderung blättern.
18.2 Eigenschaften der Eingabeaufforderung Haben Sie eine Verknüpfung auf die Eingabeaufforderung angelegt, können Sie über deren Kontextmenübefehl Eigenschaften auf das Eigenschaftenfenster zurückgreifen. Auf den verschiedenen Registerkarten finden Sie sowohl die Verknüpfungseigenschaften (siehe Bild 18.2) als auch die Eigenschaften des Anwendungsfensters. Alternativ können Sie im Systemmenü des Fensters der Eingabeaufforderung den Befehl Eigenschaften (Bild 18.5) wählen, um das Eigenschaftenfenster zu öffnen. Für die Registerkarten mit den Eigenschaften des Fensters der Eingabeaufforderung gilt Folgendes.
18.2.1
Registerkarte Optionen
Auf der Registerkarte Optionen (Bild 18.6, oben) finden Sie in der Gruppe Cursorgröße Optionsfelder, um die Cursorgröße einzustellen. Die Optionsfelder der Gruppe Anzeigeoptionen erlauben, das Fenster der Eingabeaufforderung zur Vollbild-Auflösung umzuschalten und wieder zurückzusetzen. Die Gruppe Befehlsspeicher definiert die Größe der einzelnen Puffer (zur Aufzeichnung eingegebener Befehle) sowie deren Anzahl. In der Gruppe Bearbeitungsoptionen der Registerkarte Optionen können Sie festlegen, wie das Fenster auf die Maus und auf die Zwischenablage reagiert. Markieren Sie das Kontrollkästchen QuickEdit-Modus, erlaubt Windows, Texte im Fenster der Eingabeaufforderung direkt per Maus zu markieren. Erkennbar ist dieser Modus am Markierungszeichen, das sich von einem Unterstrich zu einem weißen Viereck ändert. Eine Markierung
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Kapitel 18 · Nutzen der Eingabeaufforderung
des Kontrollkästchens Einfügemodus bewirkt, dass Texte aus der Zwischenablage im Fenster eingefügt werden. Ohne Markierung überschreibt Windows die Texte im Fenster der Eingabeaufforderung.
18.2.2
Registerkarten Schriftart, Layout und Farben
Auf der Registerkarte Schriftart (Bild 18.6, rechts) lässt sich festlegen, welche Schriftarten und Schriftgrößen Windows im Fenster der Eingabeaufforderung verwenden soll. Die Registerkarte Layout (Bild 18.6, unten) definiert die Fensterabmessungen und -position. Zusätzlich lässt sich in der Gruppe Fensterpuffergröße angeben, wie viele Zeichen pro Zeile und wie viele Zeilen der Puffer zur Zeichenausgabe aufnehmen soll. Dieser Puffer bestimmt den Bereich des Fensters, in dem Sie über die Bildlaufleiste im Fenster blättern können. Ist das Kontrollkästchen Automatisch markiert, positioniert Windows das Fenster beim Öffnen automatisch gemäß den Angaben auf der Registerkarte.
Bild 18.6: Eigenschaften der Eingabeaufforderung
Die Registerkarte Farben (Bild 18.6, links) erlaubt die Anpassung der Farbeinstellungen für bestimmte Fensterelemente (z. B. Hintergrund). Markieren Sie eines der Optionsfelder und klicken Sie dann auf ein Farbfeld der angezeigten Farbpalette, um die Farbe einzustellen. Die Änderungen der Eigenschaften werden übernommen, sobald Sie das Eigenschaftenfenster über die OK-Schaltfläche einer Registerkarte schließen. Über den Befehl Standardwerte des Systemmenüs des Eigenschaftenfensters lassen sich die Voreinstellungen von Windows Vista wieder zurücksetzen.
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19 Spiele und weitere hilfreiche Programme In den nachfolgenden Kapiteln lernen Sie zusätzliche Programme zur Unterhaltung, zur Fotobearbeitung etc. kennen. Windows Vista wird aber mit verschiedenen Spielen und mit einigen hilfreichen Zusatzprogrammen ausgeliefert, die nachfolgend kurz skizziert werden.
19.1 Die Windows-Spiele Windows Vista wird mit einigen Spielen ausgeliefert, mit denen Sie sich die Zeit vertreiben können. Nachfolgend erhalten Sie eine kurze Übersicht und erfahren, was es zu beachten gibt.
19.1.1
Spiele aufrufen
Die Windows-Spiele können Sie über das Startmenü auf verschiedene Arten aufrufen.
Bild 19.1: Startmenügruppe und Ordnerfenster Spiele
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Öffnen Sie den Zweig Alle Programme/Spiele im Startmenü (Bild 19.1) und klicken Sie dann im Untermenü das Symbol des gewünschten Spiels an, um das Programm aufzurufen. Dies entspricht dem unter früheren Windows-Versionen benutzten Ansatz.
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Alternativ besteht die Möglichkeit, in der rechten Spalte des Startmenüs den Eintrag Spiele anzuklicken. Dann öffnet Windows das in Bild 19.1 gezeigte Ordnerfenster Spiele. Ein Spiel lässt sich dann per Doppelklick auf das zugehörige Symbol starten. Oder Sie markieren das Symbol per Mausklick und wählen die in der Symbolleiste angezeigte Schaltfläche Spielen.
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Die Windows-Spiele
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Der Aufruf von Spielen über das Ordnerfenster Spiele hat den Vorteil, dass sich gleich mehrere Spiele nacheinander starten lassen. Zudem lassen sich Optionen für die Spiele über die Schaltflächen des Ordnerfensters setzen.
Bild 19.2: Warndialog bei ungenügender Grafikleistung und Bewertung
Die Windows-Spiele von Vista können die Hardwarebeschleunigung der eingebauten Grafikkarte ausnutzen. Wird das Spiel auf einem Rechner gestartet, der eine ältere Grafikkarte enthält, erscheint die Warnung aus Bild 19.2, Vordergrund. Wenn Sie das Dialogfeld über die OK-Schaltfläche schließen, wird das Spiel in einem besonderen Modus ausgeführt, der die Grafikfähigkeiten per Software emuliert. Dies führt ggf. zu einem etwas langsameren Spielablauf und bestimmte Grafikfeatures stehen nicht zur Verfügung. TIPP
Sie können im Ordnerfenster Spiele das Menü der Schaltfläche Organisieren öffnen und über die Befehle Layout/Vorschaufenster die Spalte mit dem Vorschaufenster einblenden (Bild 19.2, Hintergrund). In diesem Ordnerfenster zeigt Vista nicht nur den Leistungsindex der Grafikkarte an. Sobald Sie ein Spiel per Mausklick im Ordnerfenster markieren, zeigt das Vorschaufenster den minimal erforderlichen Leistungsindex und die empfohlene Bewertung an. Sie sehen dann sehr schnell, ob die Hardwarefähigkeiten der Grafikkarte für das Spiel ausreichend sind.
19.1.2
Spielstände speichern und abrufen
Windows Vista kann noch mit einer netten Funktion aufwarten: Sie können Spiele unterbrechen und zu einem späteren Zeitpunkt mit dem letzten Spielstand weitermachen.
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Kapitel 19 · Spiele und weitere hilfreiche Programme
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Beenden Sie ein Spiel über die Schließen-Schaltfläche, zeigt Windows Vista das in Bild 19.3, oben, abgebildete Dialogfeld. Wählen Sie die Schaltfläche Speichern, um den Spielstand des Programms für das aktuelle Benutzerkonto zu sichern.
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Rufen Sie ein Spiel, dessen Spielstand beim Beenden gespeichert wurde, erneut auf, erscheint das in Bild 19.3, unten, gezeigte Dialogfeld. Klicken Sie auf die Ja-Schaltfläche, um den gesicherten Spielstand zu laden und das Spiel fortzusetzen. Über die Nein-Schaltfläche beginnt das Spiel mit einem neuen Zustand.
Bild 19.3: Dialogfelder beim Speichern/Wiederherstellen von Spielständen
Möchten Sie die Spielstände beim Beenden immer sichern und beim erneuten Aufruf automatisch laden, markieren Sie die in den Dialogfeldern angezeigten Kontrollkästchen. TIPP
Möchten Sie die gespeicherten Spielstände zu einem späteren Zeitpunkt löschen? Sind Sie an einem bestimmten Spielstand häufiger gescheitert und möchten Sie diesen zum Üben speichern? Oder haben Sie einen bestimmten Spiellevel erreicht, auf dem Sie gelegentlich, aber nicht immer, weiterspielen möchten? Vordergründig kann Vista immer nur den letzten Spielstand sichern oder auf dieses Sichern verzichten und mit dem Spiel neu beginnen. Aber mit einem kleinen Trick ist es möglich, sowohl die gespeicherten Spielstände zu löschen als auch wahlweise unterschiedliche Spielstände abzurufen. Klicken Sie im Ordnerfenster Spiele mit der rechten Maustaste auf das Symbol eines Spiels und wählen Sie den Kontextmenübefehl Gespeicherte Spiele. Windows öffnet dann das Ordnerfenster Gespeicherte Spiele in dessen Unterordner Microsoft Games Sie für jedes gespeicherte Spiel einen Ordner finden. Dieser Ordner enthält eine Datei mit dem letzten Spielstand. Löschen Sie diese Datei im betreffenden Ordner, wird auch der gespeicherte Spielstand entfernt. Um mit mehreren Spielständen zu arbeiten, können Sie die betreffende Datei umbenennen (z. B. eine Zahl anhängen) und in einen anderen Ordner verschieben. Um später mit dem so in der verschobenen Datei gesicherten Spielstand zu starten, brauchen Sie diese Datei nur in den Unterordner des Spiels unter Microsoft Games zurückzuschieben.
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19.1.3
Spiele ein-/ausblenden und Verlauf anzeigen
Sie können im Ordner Spiele die Symbole nicht benutzter Spiele ausblenden und bei Bedarf später wieder zulassen. Zum Ausblenden reicht es, das Symbol des Spiels mit der rechten Maustaste anzuklicken und den Kontextmenübefehl Dieses Spiel ausblenden zu wählen. Dann verschwindet das Symbol aus dem Ordnerfenster, bleibt aber im Startmenü erhalten. Möchten Sie das Spielsymbol später wieder im Ordnerfenster Spiele anzeigen?
Bild 19.4: Anpassen der Spielordneroptionen
1. Wählen Sie im Ordnerfenster Spiele die in der Symbolleiste angezeigte Schaltfläche Optionen (Bild 19.4). 2. Im angezeigten Dialogfeld Spieleordneroptionen einrichten (Bild 19.4) klicken Sie auf die Schaltfläche Spiele einblenden. Daraufhin werden alle ausgeblendeten Symbole wieder zugelassen. Im Dialogfeld Spieleordneroptionen einrichten können Sie zudem über das Kontrollkästchen Zuletzt gespielte Spiele anzeigen festlegen, ob der Verlauf anzuzeigen ist. Möchten Sie den Verlauf der zuletzt aufgerufenen Spiele löschen, klicken Sie auf die Schaltfläche Verlauf leeren. TIPP
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Möchten Sie als Eltern kontrollieren, welche Spiele von Ihren Kindern zuletzt aufgerufen bzw. genutzt wurden? Dann stellen Sie den Anzeigemodus des Ordnerfensters Spiele über die Schaltfläche Ansichten auf den Wert Details. In der Rubrik Zuletzt gespielt werden die Daten der letzten Spielaufrufe eingeblendet.
Kapitel 19 · Spiele und weitere hilfreiche Programme
Bild 19.5: Anzeige des Spielverlaufs
19.1.4
Minesweeper
Bei Minesweeper handelt es sich um ein Spiel, bei dem Sie in einem Minenfeld die sicheren Bereiche durch Anklicken einzelner Felder in möglichst kurzer Zeit markieren sollen (Bild 19.6). Minenfreie Felder werden farbig hinterlegt. Erscheint in einem Feld eine Zahl, weist dies auf die Anzahl der Minen in den benachbarten Feldern hin. Die Zahl 2 weist folglich auf zwei Minen in (maximal acht) benachbarten Feldern hin.
Bild 19.6: Das Spiel Minesweeper
Beim Start des Spiels können Sie in einem Zusatzdialog den Schwierigkeitsgrad, der über die Zahl der zu räumenden Felder bestimmt wird,
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wählen. Klicken Sie auf ein Feld mit einer Mine, ist das Spiel leider verloren. Die Zeit seit Beginn der Räumung erscheint unten links als Digitalanzeige. Vermuten Sie auf einem Feld eine Mine, können Sie dieses mit der rechten Maustaste anklicken. Minesweeper markiert dieses Feld mit einem kleinen Fähnchen. Um das Spiel neu zu beginnen, drücken Sie die Funktionstaste (F2) oder öffnen Sie das Menü Spiel und wählen Sie den Befehl Neues Spiel. Im Menü Spiel finden Sie verschiedene Befehle, um die Spielstärke einzustellen oder die Darstellung zu ändern. Weitere Informationen erhalten Sie über die Hilfe des Spiels, die Sie über das Menü ? abrufen können.
19.1.5
Solitär und Spider Solitär
Bei Solitär und Spider Solitär handelt es sich um Kartenspiele, die durch Windows nachgebildet werden. Im Fenster des Spiels Solitär klicken Sie auf das Menü Spiel und wählen den Befehl Karten geben. Über den Befehl Optionen lässt sich ein Dialogfeld öffnen, in dem Sie die Zahl der zu ziehenden Karten zwischen eins und drei einstellen sowie Zähl- und Darstellungsoptionen anpassen können. Das Programm vergibt bei einem neuen Spiel einen Satz Karten vom Ausgangsstoß. Das Ziel des Spiels Solitär ist es, aus den Karten im sogenannten Ausgangsstoß (Bild 19.7, unten) vier in der rechten oberen Ecke angezeigte Zielstöße zu legen, bei denen die Karten von As bis König sortiert abgelegt sind. Sie müssen die Karten der sieben im unteren Bereich aufgedeckten Ausgangsstöße beginnend mit der Karte König in absteigender Reihenfolge (König, Dame, Bube, Zehn, Neun, Acht, Sieben, Sechs, Fünf, Vier, Drei, Zwei, As) auf die vier Ausgangsstöße verschieben. Dabei dürfen Sie weitere Karten durch einen Mausklick vom verdeckten Kartenstapel in der linken oberen Ecke abheben. Aufgedeckte Karten sind durch Ziehen anzulegen, wobei sich schwarze und rote Karten abwechseln müssen. Ungültige Spielzüge werden vom Programm abgewiesen. Das Spiel ist beendet, wenn Sie entweder alle Karten in der richtigen Reihenfolge in Stößen angeordnet haben oder keine Züge mehr möglich sind. Spider Solitär (Bild 19.7, Hintergrund) ist eine abgewandelte Fassung, bei der keine Zielstöße benutzt werden. Vielmehr werden die Karten in der oberen Reihe teilweise verdeckt und teilweise aufgedeckt angelegt. In der rechten unteren Ecke gibt es noch einige nicht aufgedeckte Ausgangsstöße. Die aufgedeckten Karten sind nun so in den aufgedeckten Kartenstapeln umzusortieren, dass deren Werte in absteigender Reihenfolge (König, Dame, Bube, Zehn, Neun, Acht, Sieben, Sechs, Fünf, Vier, Drei, Zwei, As) angelegt werden. Eine vollständige Reihe wird abgeräumt und in der linken unteren Ecke abgelegt. Lassen sich keine Karten auf den aufgedeckten Stößen mehr verschieben, können Sie auf die nicht aufgedeckten Kartenstapel in der rechten unteren Ecke klicken. Dann wird eine neue Reihe Karten vergeben, aufgedeckt und auf den oberen Kartenstößen abgelegt. Das Spiel ist beendet, wenn alle Karten in vollständigen Stapeln abgeräumt wurden oder wenn sich keine Karten mehr anlegen lassen.
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Kapitel 19 · Spiele und weitere hilfreiche Programme
Bild 19.7: Die Spiele Solitär (Vordergrund) und Spider Solitär (Hintergrund)
19.1.6
FreeCell und Hearts
Windows Vista enthält die zwei weiteren Kartenspiele FreeCell oder Hearts. Der Spielbereich von FreeCell (Bild 19.8, Hintergrund) besteht aus vier Zielfeldern, vier Leerfeldern und dem Kartenspiel, das zum Spielanfang in acht Reihen mit dem Bild aufgedeckt ausgegeben wird. Bei diesem Spiel sind alle Karten, beginnend beim As in aufsteigender Reihenfolge, in die am oberen rechten Rand gezeigten Heimfelder zu schieben. Freie Felder am linken oberen Rand dürfen als Platzhalter zum Ablegen der Karten verwendet werden. Ansonsten können Sie die aufgedeckten Karten in den unteren Stapeln in absteigender Reihenfolge und jeweils mit alternierenden Farben umsortieren. Sie haben gewonnen, wenn Sie vier Kartenstapel in den Heimfeldern abgelegt haben: ein Stapel für jede Farbe in der Reihenfolge der Werte. Beim Kartenspiel Hearts spielen Sie gegen drei andere Partner, die vom Computer simuliert werden. Ziel des Spiels ist es, die Karten loszuwerden und möglichst wenige Punkte zu erhalten. Ein Stich setzt sich aus den Karten zusammen, die die einzelnen Spieler in jeder Runde ausspielen. Wählen Sie drei Karten durch Anklicken aus, die Sie an den Mitspieler (im Uhrzeigersinn) weitergeben. Durch erneutes Anklicken lässt sich die Auswahl rückgängig machen. Sie müssen beim Ausspielen die angespielte
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Die Windows-Spiele
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Farbe bedienen. Wenn Sie keine Karte in der zuerst angespielten Farbe haben, können Sie eine beliebige Karte ausspielen, beim ersten Stich jedoch keine Herzkarte und nicht die Pikdame. Der Spieler, der die höchste Karte der zuerst ausgespielten Farbe spielt, erhält den Stich. Anschließend darf er die nächste Karte ausspielen. Die Farbe Herz darf nur dann als erste Karte ausgespielt werden, wenn sie bereits ausgespielt wurde. Herz gilt dann als ausgespielt, wenn die Farbe in einer vorangegangenen Runde gespielt wurde. Bei jeder vierten Runde werden keine Karten weitergegeben. Der Spieler mit der Kreuz 2 beginnt das Spiel, indem er die Kreuz 2 ausspielt. Sie erhalten Punkte, wenn Sie einen Stich machen, der Herzkarten oder die Pikdame enthält. Sobald ein Spieler über 100 Punkte hat, gewinnt der Spieler mit dem niedrigsten Punktestand.
Bild 19.8: Die Spiele Hearts (Vordergrund) und FreeCell (Hintergrund)
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Kapitel 19 · Spiele und weitere hilfreiche Programme
19.1.7
Mahjong Titans
Das Spiel Mahjong Titans ist ein altes chinesisches Brettspiel. Beim Spielstart müssen Sie das gewünschte Layout für die Spielsteine wählen. Anschließend werden die Spielsteine im gewählten Layout auf dem Spielfeld angeordnet (Bild 19.9, Hintergrund). Sie können dann die Spielsteine durch paarweises Anklicken abräumen. Bedingung, ist jedoch, dass die Spielsteine »frei« sind, d. h. nach der Seite »weggezogen« werden können. Bei den meisten Spielsteinen legt das gleiche Muster die Übereinstimmung als Paar fest. Zudem gibt es noch Spielsteine für die vier Jahreszeiten, die beliebig als Paare kombiniert werden dürfen. Das gleiche gilt für die Blumenspielsteine. Wenn Sie keine passenden Spielsteine mehr finden, können Sie sich über den Befehl Tipp im Menü Datei helfen lassen. Gibt es noch Pärchen, werden diese durch Mahjong markiert und dann entfernt. Das Spiel ist verloren, sobald keine freien Pärchen mehr abgeräumt werden können. Ziel ist es, die gesamten Spielsteine zu entfernen.
19.1.8
InkBall
Bei InkBall handelt es sich um ein Geschicklichkeitsspiel, bei dem zwei verschiedenfarbige Bälle im Spielfeld (Bild 19.9, Vordergrund) in die angegebenen Löcher der passenden Farbe geschossen werden müssen. Die Bälle prallen dabei an den Spielrändern und an Klötzen im Spielfeld ab. Zusätzlich lässt sich mit dem per Maus bewegbaren Zeichenstift eine schwarze Linie im Spielfeld zeichnen. Berührt ein Ball die Linie, verschwindet diese und der Ball wird gleichzeitig zurückgeschleudert. Durch geschickte Positionierung der Linien lässt sich die Flugrichtung des Balls steuern. Bei jedem Spiellevel erhält das Spielfeld eine andere Form.
Bild 19.9: Die Spiele InkBall (Vordergrund) und Mahjong Titans (Hintergrund)
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Programmeinstellungen verwalten
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19.1.9
Chess Titans und Purble Place
Bei Chess Titans handelt es sich um ein 3D-Schachspiel, bei dem Sie gegen den Computer antreten. Die Figuren werden durch Anklicken ausgewählt. Dabei hebt das Programm die zulässigen Zielfelder auf dem Spielfeld optisch hervor. Sie können die Spielfigur dann durch Anklicken eines Schachfelds verrücken. Bei Purble Place handelt es sich um ein Spiel für kleine Kinder, die in einer Kuchenbäckerei arbeiten können. In der linken oberen Ecke wird eine Bildvorlage für den herzustellenden Kuchen angezeigt. Zwei mit Pfeilen versehene Schaltflächen erlauben ein Förderband nach links oder rechts zu bewegen. Dann kann durch Anklicken der jeweils angezeigten Varianten die zu verwendende Form, die Füllung, der Kuchenguss und die Auflage aus Automaten abgerufen werden. Stimmt die Auswahl mit der Vorlage überein, wird der Kuchen gebacken und der Spieler erhält Punkte. Für jedes Spiel lässt sich die Hilfe über die Menüleiste abrufen. Fehlen die Spiele, müssen diese als optionale Windows-Komponenten über die Systemsteuerung nachinstalliert werden. Bei den Spielen tauchen in der deutschen Fassung noch einige englische Bezeichnungen in den Namen der Spiele auf. Die Spiele könnten also zukünftig etwas anders als hier gezeigt benannt werden. Bei Windows Vista Home Basic sind nicht alle hier erwähnten Spiele enthalten.
19.2 Programmeinstellungen verwalten In diesem Abschnitt lernen Sie, wie sich die Jugendschutzeinstellungen für Benutzerkonten verwalten und Kompatibilitätsoptionen für Anwendungsprogramme anpassen lassen.
19.2.1
Jugendschutzeinstellungen verwalten
Eltern können in Windows Vista die Jugendschutzeinstellungen verwalten und damit kontrollieren, welche Spiele ihre Sprösslinge nutzen. Zudem lassen sich der Zugriff auf bestimmte Webseiten, die Nutzungszeiten des Computers oder die Verwendung verschiedener Programme limitieren. Die Verwaltung der Jugendschutzeinstellungen kann dabei nur von einem Benutzerkonto mit Administratorrechten erfolgen, wobei das durch den Jugendschutz eingeschränkte Konto zum Kreis der Standardbenutzer gehören muss. Wenn Ihre Kinder also das Administratorkennwort kennen, ist der Jugendschutz wirkungslos. Um die Jugendschutzeinstellungen für ein Standardbenutzerkonto anzupassen, gehen Sie in folgenden Schritten vor. 1. Melden Sie sich als Administrator unter Windows Vista an und öffnen Sie das Fenster der Systemsteuerung über den entsprechenden Startmenüeintrag. 2. Wählen Sie im Fenster der Systemsteuerung in der Kategorie Benutzerkonten und Jugendschutz den Befehl Jugendschutz für beliebige Benutzer einrichten.
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Kapitel 19 · Spiele und weitere hilfreiche Programme
3. Klicken Sie im Ordnerfenster Jugendschutz (Bild 19.10, Hintergrund) auf den in der linken Spalte aufgeführten Hyperlink Ein Spielfreigabesystem auswählen. Sie gelangen in eine Formularseite, auf der Sie optional das Freigabesystem für Spiele über Optionsfelder festlegen können. Markieren Sie dort ggf. die Option Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle und schließen Sie das Formular über die OK-Schaltfläche. 4. Klicken Sie im Ordnerfenster Jugendschutz (Bild 19.10, Hintergrund) auf das Symbol des zu verwaltenden Benutzerkontos. 5. Legen Sie im Folgeformular (Bild 19.10, Vordergrund) die Jugendschutzeinstellungen fest und bestätigen Sie diese über die OK-Schaltfläche. Die Jugendschutzeinstellungen werden über das in (Bild 19.10, Vordergrund) gezeigte Formular verwaltet.
Bild 19.10: Jugendschutzeinstellungen verwalten
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Um Spielfreigaben zu verwalten, markieren Sie das Optionsfeld Ein – Einstellungen erzwingen der Gruppe Jugendschutz. Anschließend klicken Sie in der Gruppe Windows-Einstellungen auf den Hyperlink Spiele. Im Folgeformular lässt sich vorgeben, ob der Benutzer Spiele aufrufen darf. Markieren Sie das Optionsfeld Ja. Anschließend kön-
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Programmeinstellungen verwalten
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nen Sie über den Hyperlink Spielfreigaben festlegen des Formulars Legen Sie fest, welche Spiele ... spielen darf ein Zusatzformular aufrufen. Dort können Sie über Optionsfelder vereinbaren, ob Spiele ohne Altersfreigabe (z. B. der USK) überhaupt aufgerufen werden dürfen. Zudem lässt sich noch die Altersstufe für die Spielfreigabe einstellen. Sind Spiele mit höheren Altersstufen installiert, blockiert Windows deren Aufruf für das betreffende Benutzerkonto. Über den Hyperlink Bestimmte Spiele zulassen oder blocken können Sie ein Formular (Bild 19.11, Vordergrund) öffnen, in dem die installierten Spiele aufgeführt werden und über dessen Optionsfelder Sie Spiele zulassen oder blockieren können. Die Einstellungen der Formulare sind über die OK-Schaltfläche des Fensters zu bestätigen.
Bild 19.11: Jugendschutzeinstellungen
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Möchten Sie die Zugangszeiten zu einem Benutzerkonto einschränken, wählen Sie im Formular (Bild 19.10, Vordergrund) den Hyperlink Zeitlimits. Anschließend können Sie im Folgeformular die Zeiten der Benutzung freigeben bzw. Zeitfenster blockieren (Bild 19.11, Hintergrund). Hierzu markieren Sie einfach die Zeittafeln per Maus. Blau gefüllte Zeitfelder stehen für einen blockierten Zugang, weiße
Kapitel 19 · Spiele und weitere hilfreiche Programme
Zeitfelder erlauben den Zugang. Durch erneutes Markieren eines Felds wird der Zugang abwechselnd blockiert oder freigegeben. Versucht der Benutzer sich außerhalb der freigegebenen Zeiten am Benutzerkonto anzumelden, erhält er eine entsprechende Meldung, dass ein Zugang zu diesen Zeiten nicht vorgesehen ist. 쮿
Möchten Sie verhindern, dass Ihre Kinder bestimmte Programme unter Windows Vista nutzen, wählen Sie im Formular aus Bild 19.10, Vordergrund, den Hyperlink Bestimmte Programme zulassen und blocken. Im Folgeformular Welche Programme darf ... ausführen markieren Sie das Optionsfeld ... darf nur die zugelassenen Programme verwenden. Anschließend markieren Sie in der angezeigten Liste der installierten Programme die Kontrollkästchen aller Anwendungen, die für das Benutzerkonto freigegeben sind. Danach verlassen Sie das Formular über die OK-Schaltfläche.
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Um den Aufruf bestimmter Internetseiten zu verhindern, klicken Sie im Formular aus Bild 19.10, Vordergrund, den Hyperlink Windows Vista-Webfilter an. Im Folgeformular lässt sich über Optionsfelder festlegen, ob Downloads zulässig sind und ob einige Webseiten und inhalte zu blockieren sind. Dann kann über Optionsfelder eine Webeinschränkungsstufe festgelegt werden, welche Bewertung die Website aufweisen muss, um angezeigt zu werden. Die Webeinschränkungsstufe ermöglicht, Angebote zu blockieren, die Gewaltszenen oder Sex enthalten oder keine Kategorisierung aufweisen. Bei Bedarf können Sie auch das Kontrollkästchen Nur Websites zulassen, die in der Zulassungsliste enthalten sind markieren und dann die Zulassungsliste der freigegebenen Webseiten über den Hyperlink Webzulassungsblockierungs-Liste bearbeiten pflegen.
Über den Hyperlink Aktivitätsberichte anzeigen des Formulars Jugendschutz/Benutzersteuerungen (Bild 19.10, Vordergrund) lässt sich eine Übersicht abrufen. Dort finden Sie Informationen zu den aktuellen Jugendschutzeinstellungen, zu den besuchten Webseiten, zu den aufgerufenen Spielen und Anwendungen, zu den empfangenen E-Mails, zu den abgespielten Medien etc. Die Aktivitätsberichte listen Ihnen minutiös auf, welche Aktivitäten der betreffende Benutzer unternommen hat. Sie können die Funktionen eigentlich auf jedes Benutzerkonto anwenden, um dessen Aktivitäten zu überwachen. Beachten Sie aber die Persönlichkeitsrechte der Betroffenen. Während bei Jugendlichen sicherlich die elterliche Verfügungsgewalt und der Jugendschutz greifen, ist die Überwachung erwachsener Personen als kritisch einzustufen. Verwenden Sie Windows Vista Home Premium im geschäftlichen Umfeld, sollten Sie die Überwachung der Benutzerkonten über die Jugendschutzeinstellungen sehr vorsichtig handhaben. Ohne eine arbeitsvertragliche Absicherung oder in Betriebsvereinbarungen festgelegte Durchführungsregelungen sollten Sie als Arbeitgeber aus arbeits- und datenschutzrechtlichen Gründen auf die Überwachung verzichten.
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Programmeinstellungen verwalten
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19.2.2
Anwendungen als Administrator ausführen
Manche Programme und Windows-Funktionen lassen sich nur als Administrator ausführen. Dies gilt auch für die Installation von Programmen. Anstatt sich von einem normalen Benutzerkonto ab- und am Administratorkonto anzumelden, können Sie das Programm auch unter dem Kontext eines Administratorkontos ausführen. 1. Klicken Sie das Symbol der Programmdatei oder der Verknüpfung mit der rechten Maustaste an und wählen Sie den Kontextmenübefehl Als Administrator ausführen. 2. Im Dialogfeld der Benutzerkontensteuerung wählen Sie ein Administratorkonto aus und tippen das Kennwort für das Konto ein. Sobald Sie das Dialogfeld schließen, wird die Anwendung im Kontext dieses Kontos ausgeführt. Alle anderen Anwendungen laufen aber weiterhin im Kontext des normalen Benutzerkontos. Seien Sie vorsichtig bei der Ausführung von unbekannten Anwendungen unter dem Kontext eines Administratorkontos. Eine Anwendung aus unbekannter Quelle kann Schadprogramme wie Viren enthalten, die sich dann ausbreiten können. Sie sollten aus Sicherheitsgründen Programme aus unbekannter Quelle vor dem Ausführen durch einen aktuellen Virenscanner überprüfen lassen.
19.2.3
Kompatibilitätsoptionen einstellen
Bei älteren Anwendungen und Spielen gibt es eventuell Probleme bei der Ausführung unter Windows Vista. Eine Möglichkeit besteht darin, das Programm versuchsweise mit Administratorrechten auszuführen (siehe vorhergehender Abschnitt). Hilft dies nichts (z. B. weil das Programm nur mit 256 Farben in der Darstellung arbeiten kann), lassen sich verschiedene Kompatibilitätsoptionen einstellen. 1. Klicken Sie das Symbol der Programmdatei oder der Verknüpfungsdatei mit der rechten Maustaste an und wählen Sie den Kontextmenübefehl Eigenschaften. 2. Wechseln Sie im Eigenschaftenfenster zur Registerkarte Kompatibilität und stellen Sie dort die gewünschten Optionen ein (Bild 19.12). Auf der Registerkarte können Sie die erforderliche Betriebssystemversion für die Anwendung einstellen, indem Sie das Kontrollkästchen Programm im Kompatibilitätsmodus ausführen für der Gruppe Kompatibilitätsmodus markieren und dann die Betriebssystemversion über das zugehörige Listenfeld auswählen. Außerdem lassen sich in der Gruppe Einstellungen über verschiedene Kontrollkästchen bestimmte Optionen aktivieren (z. B. Auflösung auf 640 x 480 Bildpunkte begrenzen). Benötigt das Programm Administratorrechte zur Ausführung, markieren Sie auf der Registerkarte das Kontrollkästchen Programm als ein Administrator ausführen. Beim Aufruf der Anwendung fragt die Benutzerkonten-
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Kapitel 19 · Spiele und weitere hilfreiche Programme
steuerung den Namen und das Kennwort des Administratorkontos ab. Sobald Sie die Registerkarte über die OK-Schaltfläche schließen, wird die Anwendung im gewählten Modus ausgeführt.
Bild 19.12: Kompatibilitätsoptionen
19.3 Weitere nützliche Programme Nachfolgend werden kurz einige weitere nützliche Programme von Windows Vista beschrieben, die sich insbesondere für Tablet PCs verwenden lassen.
19.3.1
Kurznotizen anfertigen
Im Startmenü finden Sie im Zweig Alle Programme/Zubehör/Tablet PC den Eintrag Kurznotizen. Rufen Sie das Programm auf, meldet es sich mit einem kleinen Eingabefenster (Bild 19.13). Sie können in diesem Fenster eine schriftliche Notiz aus Freihandstrichen mit dem Tablettstift erstellen und eine optionale Sprachanmerkung hinzufügen. Um eine Notiz zu verfassen, drücken Sie zum Schreiben mit dem Stift auf die Unterlage des Tabletts. Solange der Tablettstift die Unterlage berührt, können Sie die Freihandstriche ziehen und somit etwas zeichnen oder schreiben. Benötigen Sie mehr Platz in der Notiz, vergrößern Sie das Fenster mittels der Markierung an der rechten unteren Fensterecke.
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Weitere nützliche Programme
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Bild 19.13: Kurznotizen erstellen
Möchten Sie eine Sprachnotiz hinzufügen, klicken Sie auf die am unteren Rand gezeigte Aufnahmeschaltfläche. Anschließend sprechen Sie die Anmerkungen in ein Mikrofon und beenden die Aufzeichnung durch einen zweiten Mausklick auf die Aufnahmeschaltfläche. Alle Notizen werden automatisch gespeichert und verbleiben im Stapel der Kurznotizen, bis Sie sie löschen. Zum Blättern zwischen den Notizen verwenden Sie die in der rechten oberen Ecke der Symbolleiste angezeigten Navigationsschaltflächen. Sprachanmerkungen werden über die Wiedergabeschaltfläche am unteren Fensterrand abgespielt. Neue Notizen lassen sich über die entsprechende Schaltfläche am unteren Fensterrand anlegen. Eine bestehende Notiz löschen Sie, indem Sie diese in die Anzeige holen und dann in der Symbolleiste auf die Löschen-Schaltfläche klicken.
19.3.2
Windows-Journal
Unter dem Eintrag Windows-Journal im Zweig Alle Programme/Zubehör/Tablet PC des Startmenüs finden Sie ein weiteres Programm zum Anfertigen handschriftlicher Notizen (Bild 19.14). Die Symbolleiste enthält Schaltflächen, um die Zeichenwerkzeuge zu wählen oder anzupassen. Über das Menü der Schaltfläche Stift lässt sich die Stärke des Stiftwerkzeugs anpassen, die Schaltfläche Textmarker ermöglicht, Textstellen farblich zu markieren. Wählen Sie die Schaltfläche Radierer¸ können Sie Journalinhalte entfernen. Das Auswahltool erlaubt Ihnen, einen handschriftlichen Textbereich mit einer Freihandlinie einzurahmen. Der Auswahlbereich wird dann als Umrisslinie dargestellt. Die Schaltfläche Kennzeichner stellt ein Menü zur Auswahl verschiedenfarbiger Flaggensymbole bereit. Klicken Sie anschließend in den Textbereich, wird dieser durch eine kleine stilisierte Flagge gekennzeichnet.
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Kapitel 19 · Spiele und weitere hilfreiche Programme
Bild 19.14: Notizen im Windows-Journal erstellen
Über das Menü Einfügen lassen sich Seiten, Textbereiche und Bilder in einem Journal einfügen. Ein Textbereich ist ein Container im Journal, in dem Sie per Tastatur Textnachrichten einfügen können. Die Notizen lassen sich über die Schaltfläche Speichern bzw. über den gleichnamigen Befehl und über den Befehl Speichern untern im Menü Datei in einer Journaldatei im Ordner Dokumente/Notizen sichern. Aus diesem Ordner lassen sich neue Notizen über Vorlagen mittels des Befehls Neue Notiz von Vorlage erzeugen. Das Menü Datei enthält auch den Befehl Drucken, um die Notiz auf einem Drucker auszugeben.
19.3.3
Tablet PC-Eingabebereich
Der Tablet PC-Eingabebereich unterstützt die Erkennung von handschriftlichen Eingaben auf Tablet PCs. Die als Text erkannten Eingaben können dann in eine Anwendung (z. B. Notepad, E-Mail-Programm etc.) eingefügt werden. 1. Starten Sie die Anwendung, in der Sie Texteingaben vornehmen möchten (z. B. den Windows-Editor). 2. Rufen Sie den Eingabebereich über den Befehl Tablet PC-Eingabebereich im Zweig Alle Programme/Zubehör/Tablet PC des Startmenüs auf.
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Weitere nützliche Programme
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Bild 19.15: Tablet PC-Eingabebereiche
3. Wählen Sie im Fenster des Eingabebereichs (Bild 19.15) über die drei in der linken oberen Ecke angezeigten Schaltflächen den Schreibblock, das Zeichenpad oder die Bildschirmtastatur. 4. Anschließend geben Sie den Text über das gewählte Eingabemedium ein. Die Handschrifterkennung arbeitet im Hintergrund und stellt die erkannten Texte im Eingabebereich dar. 5. Bei Bedarf lassen sich die Eingaben buchstabenweise korrigieren und dann mittels der Einfügen-Schaltfläche des Eingabebereichs in das Fenster der Anwendung übernehmen. Verwenden Sie den Schreibblock als Eingabemedium, werden die Freihandeingaben durch die Texterkennung ausgewertet und als Schaltflächen am unteren Rand des Eingabebereichs eingeblendet (Bild 19.15, unteres Fenster). Klicken Sie auf eine Schaltfläche mit dem erkannten Text, wird das Fenster aus Bild 19.15, Mitte, eingeblendet. Findet sich das gewünschte Wort in diesem Fenster, lässt es sich durch Anklicken übernehmen. Andernfalls können Sie auf den Buchstaben klicken und diesen handschriftlich neu eingeben. Über die Schaltfläche unterhalb des Buchstabens lässt sich dieser über ein Menü löschen oder durch einen anderen Buchstaben ersetzen. Die OK-Schaltfläche überträgt den erkannten Text in den Eingabebereich. Wählen Sie das Zeichenpad, blendet der Eingabebereich ein Raster zur Eingabe der Buchstaben ein. Sie können dann die Buchstaben handschriftlich in dieses Raster schreiben (Bild 19.15, oberes Fenster) und fehlerhaft erkannte Zeichen sofort korrigieren. Die Einfügen-Schaltfläche kopiert den Inhalt des Eingabebereichs anschließend in das Anwendungsfenster. TIPP
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Die Schließen-Schaltfläche minimiert den Eingabebereich am linken Bildschirmrand. Anschließend können Sie den Eingabebereich durch Anklicken des minimierten Symbols wieder öffnen. Um das Programm zu beenden, wählen Sie im Menü Extras den Befehl Beenden. Weitere Informationen sind der Programmhilfe zu entnehmen.
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Teil 4 Multimedia: Fotos, Musik und Video Windows Vista besitzt eine ganze Reihe von Multimediafunktionen. In diesem Teil werden die Anwendungen zum Anzeigen und Bearbeiten von Fotos, zur Wiedergabe von Musik und Videos behandelt. Sie erfahren, wie sich das Media Center verwenden lässt und wie Sie ggf. Videos schneiden und auf DVDs brennen können.
20 Werkzeuge zur Grafikbearbeitung Das Windows-Programm Paint stellt einfache Funktionen zur Anzeige und Bearbeitung von Grafikdateien zur Verfügung. Mit dem Snipping Tool können Sie dagegen Bildschirmfotos (Screenshots) anfertigen. Dieses Kapitel stellt die beiden Programme und ihre Funktionen kurz vor.
20.1 Grundlagen zum Arbeiten mit Paint Paint ist ein sehr einfaches Programm, um Grafikdateien (Bitmaps) laden, anzeigen und in begrenztem Umfang bearbeiten zu können. Nachfolgend lernen Sie die Grundlagen zum Arbeiten mit Paint kennen.
20.1.1
Welche Bilder kann Paint verarbeiten?
Bilder und Grafiken lassen sich mit verschiedenen Techniken erzeugen. Mit Programmen wie Microsoft Paint können nur so genannte Bitmap-Bilder erzeugt, geladen und bearbeitet werden. Bitmap-Bilder zeichnen sich dadurch aus, dass sie aus einzelnen Bildpunkten (als Pixel bezeichnet) bestehen. Durch ein rechteckiges, aus Zeilen bestehendes Punktraster wird dann das Bild dargestellt. Jeder dieser Bildpunkte weist eine Farbe auf, wobei die Zahl der möglichen Farbvarianten pro Bild die Farbtiefe festlegt. Bei zwei möglichen Farben (Schwarz und Weiß) handelt es sich um ein monochromes Bild, während Schwarzweißbilder meist 256 unterschiedliche Graustufen haben. Bei farbigen Bildern beginnt die Farbtiefe bei 16 oder 256 Farben und reicht über 65.568 Farben bis hin zu 16,7 Millionen Farbabstufungen pro Bild. Die Farbtiefe wird dann mit 4, 8, 16 oder 24 Bit pro Bildpunkt angegeben. Bilder mit bis zu 16,7 Millionen Farbabstufungen erlauben eine Echtfarbendarstellung, wie sie bei Farbfotos üblich ist. Ein Bildpunkt besteht dann aus 24 Bit Daten, wobei je 8 Bit für die Grundfarben Rot, Grün und Blau belegt sind. Man spricht auch von einer RGBFarbdarstellung. Die Zahl der Bildpunkte pro Zeile und die Zeilenzahl bestimmt dann die Auflösung des Bildes und damit auch die Pixelzahl (z. B. 1.200 Bildpunkte x 1.600 Bildpunkte ergeben 2,1 Megapixel).
Grafikformate, das sollten Sie wissen Bitmap-Bilder lassen sich also als Pixelmuster in Monochrom-, Schwarzweiß- oder Farbdarstellung in Dateien speichern. Dabei kommen aus historischen Gründen verschiedene Speichervarianten, als Grafikformate bezeichnet, zum Einsatz. Da bei entsprechender Auflösung und 24-BitFarbdarstellung sehr große Datenmengen anfallen, sind die unkomprimiert gespeicherten Bilddateien sehr groß. Um Platz zu sparen, benutzen die verschiedenen Grafikformate beim Speichern in Dateien unterschiedliche Komprimierverfahren, um die Bilddaten in kompakter Form abzulegen. Bei diesen Verfahren wird noch zwischen einer verlustfreien und einer verlustbehafteten Komprimierung unterschieden. Verlustbehaftet bedeutet, beim Speichern gehen Informationen durch das Komprimieren
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Grundlagen zum Arbeiten mit Paint
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verloren, die sich beim nächsten Laden und dem damit einhergehenden Entpacken nicht mehr rekonstruieren lassen. Die folgende Tabelle enthält eine Übersicht über die wichtigsten bzw. gebräuchlichsten Grafikformate unter Windows. Grafikformate lassen sich häufig anhand der Dateinamenerweiterung bestimmen. Dateinamen- Grafikformat erweiterung .bmp .dib
Von Windows intern benutztes Bitmap-Format (BMP), welches Bilder in der Regel unkomprimiert und in Farbe speichert. Dadurch werden die Bilddateien sehr groß. Seltener wird die Dateinamenerweiterung .dib (Device Independent Bitmap) verwendet.
.gif
Das Graphics Interchange Format (GIF) speichert Bilder nur bis zu 256 Farben mit einer speziellen, verlustfreien, Komprimierung. GIF-Dateien werden häufig in Internetseiten zur Speicherung von Logos benutzt, da sie recht kompakt sind. Zudem unterstützt GIF animierte Grafiken. Fotos eignen sich weniger zur Ablage in GIF-Dateien.
.jpeg .jpg .jpe .jfif
Das Kürzel JPEG steht für Joint Photographic Experts Group. Dieses Gremium definierte ein Format, um Fotos möglichst kompakt speichern zu können. Das JPEG-Format wird daher von den meisten Digitalkameras zur Speicherung der Farbfotos unterstützt. Beim JPEG-Format kommt eine verlustbehaftete Komprimierung zum Einsatz. Häufiges Bearbeiten und Speichern von JPEG-Fotos kann daher zu einem Qualitätsverlust führen.
.png
Das Portable Network Graphics-Format (PNG) ist ein herstellerübergreifendes Grafikformat, welches als Ersatz für das mit Patenten geschützte GIF-Format geplant wurde. Speichert Bilder mit bis zu 65.000 Farben in verlustfreier Komprimierung, setzte sich bisher aber nicht richtig als GIF-Ersatz durch. Seit die Patente für das vom GIF-Format benutzte Komprimierungsverfahren abgelaufen sind, verliert das Format weiter an Bedeutung.
.tif .tiff
Das Tag Image File Format (TIFF) ist herstellerunabhängig und dient zur Speicherung von Schwarzweiß- oder Farbbildern. Das Format kann die Bilder komprimiert oder unkomprimiert speichern und unterstützt verschiedene verlustfreie Komprimierungsverfahren. TIFF-Dateien werden gerne zur plattformunabhängigen Speicherung von Bildern (im professionellen Bereich; Werbeagenturen; Profidigitalkameras etc.) benutzt. Unkomprimierte TIFF-Dateien werden sehr groß.
Tabelle 20.1: Grafikformate unter Windows
Zusätzlich lassen sich Bilder noch im .ico-Format ablegen, ein Format, das in Windows zur Speicherung von Symbolen benutzt wird. Sie können Paint also verwenden, um eigene Symboldateien für Verknüpfungen etc.
360
Kapitel 20 · Werkzeuge zur Grafikbearbeitung
anzufertigen. Das von einigen Digitalkameras benutzte RAW-Format wird in Paint nicht unterstützt. Auch das von älteren Paint-Versionen unterstützte .pcx-Format ist in Vista entfallen. Das JPEG-Format wird in der Regel von Digitalkameras im Konsumerbereich zur Speicherung von Fotos mit 16,7 Millionen Farben benutzt. Über die verlustbehaftete JPEG-Komprimierung kann die Qualität der Fotos und deren Größe beeinflusst werden. Microsoft Paint unterstützt zwar das JPEG-Format, eignet sich aber nicht sonderlich zur Bearbeitung von Fotos. Lediglich Beschriftungen oder einfachere Retuschen sind in Paint möglich. Um Fotos zu verwalten oder zu verbessern, sollten Sie bevorzugt auf die in Kapitel 21 behandelte Windows-Fotogalerie zurückgreifen. Wesentlich ausgefeiltere Funktionen zur Fotobearbeitung liefern Grafikbearbeitungsprogramme von Drittherstellern wie Adobe Photoshop Elements oder das kostenlose .NET Paint.
20.1.2
Microsoft Paint im Überblick
Das Programm Paint lässt sich im Startmenü über den Eintrag Alle Programme/Zubehör/Paint aufrufen. Das Programm meldet sich mit dem Anwendungsfenster aus Bild 20.1. Über die Menüleiste lassen sich die Programmbefehle abrufen. 쮿
Am oberen Fensterrand befindet sich die Farbpalette zur Auswahl der Zeichenfarben (Vorder- und Hintergrundfarbe). Zum Ein-/Ausblenden können Sie die Tastenkombination (Strg)+(F) oder den Befehl Farbpalette des Menüs Ansicht benutzen.
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Die Werkzeugleiste Toolbox am linken Fensterrand enthält die Zeichenwerkzeuge zum Arbeiten mit Paint. Diese Leiste, hier auch als Werkzeugleiste bezeichnet, lässt sich über die Tastenkombination (Strg)+(T) oder den Befehl Toolbox des Menüs Ansicht ein-/ausblenden. Über die Schaltflächen der Werkzeugleiste werden die verschiedenen Zeichenwerkzeuge zum Bearbeiten des Bildes oder der Grafik ausgewählt.
Am unteren Rand findet sich noch die Statusleiste, die beim Zeigen auf Schaltflächen der Werkzeugleiste Hinweise zu Funktionen sowie die Position des Mauszeigers liefert. Beim Zeigen auf Schaltflächen der Werkzeugleiste blendet Paint zudem eine QuickInfo mit dem Funktionsnamen ein. TIPP
Paint erlaubt Ihnen auch eine »schwebende« Anordnung der Farbpalette und der Werkzeugleiste. Zeigen Sie auf den Rand der betreffenden Leiste, halten Sie die linke Maustaste gedrückt und ziehen Sie die Leiste vom Rand in Richtung Zeichenbereich weg. Sobald Sie die linke Maustaste loslassen, wird die betreffende Leiste freigestellt und mit einer Titelleiste versehen. Sie können diese schwebenden Leisten über die Titelleiste an jede beliebige Bildschirmposition ziehen und auch wieder an einem der Fensterränder verankern. Ein Doppelklick auf die Titelleiste einer schwebenden Symbolleiste verankert diese ebenfalls wieder am Fensterrand.
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Grundlagen zum Arbeiten mit Paint 0
Die Grafik wird im Zeichenbereich hinterlegt. Befindet sich der Mauszeiger in diesem Bereich, nimmt er die Form eines Stifts, eines Pinsels oder des zuletzt gewählten Zeichenwerkzeugs an. Die grundlegenden Arbeitstechniken zum Umgang mit Bildern in Microsoft Paint werden nachfolgend kurz skizziert.
Farbpalette Werkzeugleiste Zeichenbereich
Statusleiste
Werkzeug
Bild 20.1: Paint-Anwendungsfenster
20.1.3
Farben und Bildeigenschaften wählen
Für die Werkzeuge müssen Sie eine Farbe vorgeben, wobei Paint eine Vorder- und Hintergrundfarbe unterscheidet. Diese Farben lassen sich über die Farbpalette einstellen. 쮿
Klicken Sie ein Farbfeld mit der linken Maustaste an, setzt dies die Vordergrundfarbe, während ein Mausklick mit der rechten Maustaste die Hintergrundfarbe des Werkzeugs beeinflusst.
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Die aktuell gewählten Werte für die Vorder- und Hintergrundfarbe werden im linken Feld der Farbpalette angezeigt.
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Sobald Sie ein neues Dokument holen, stellt Paint die Vorder- und die Hintergrundfarbe automatisch auf Schwarz und Weiß zurück.
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Zudem können Sie das Symbol der Pipette (Werkzeug Farbe wählen) in der Werkzeugleiste anklicken. Wenn Sie dann einen Punkt im Bild mit der linken oder der rechten Maustaste anklicken, wird die Vorder- bzw. Hintergrundfarbe der Palette ebenfalls auf den Farbwert gesetzt. Die linke Maustaste bestimmt dabei die Vordergrundfarbe, während die rechte Maustaste die Hintergrundfarbe definiert.
Die 28 Farben der Farbpalette stellen eine Einschränkung dar, insbesondere da viele Bilder mindestens 256 Farben aufweisen. Sie können aber die Farbfelder der Palette mit benutzerdefinierten Farben belegen.
362
Kapitel 20 · Werkzeuge zur Grafikbearbeitung
Bild 20.2: Farbe definieren
1. Doppelklicken Sie auf das betreffende Farbfeld oder wählen Sie im Menü Farbe den Befehl Palette bearbeiten, um das Windows-Dialogfeld Farben bearbeiten (Bild 20.2) zu öffnen. 2. Klicken Sie auf die Schaltfläche Farben definieren, um das Dialogfeld im rechten Teil um die Steuerelemente zur Farbdefinition zu erweitern. 3. Klicken Sie auf ein Farbfeld der Gruppe Benutzerdefinierte Farben und wählen Sie anschließend über die Farbfläche oder die Farbwerte eine benutzerdefinierte Farbe. 4. Klicken Sie auf die Schaltfläche Farbe hinzufügen und schließen Sie das Dialogfeld über die OK-Schaltfläche. Microsoft Paint übernimmt die benutzerdefinierte Mischfarbe in das entsprechende Farbfeld der Farbpalette.
20.1.4
Neues Bild anlegen und Bildabmessungen einstellen
Benötigen Sie ein neues Dokument, lässt sich dieses über den Befehl Neu im Menü Datei oder durch Drücken der Tastenkombination (Strg)+(N) abrufen. Liegen noch ungesicherte Änderungen im Zeichenbereich vor, erscheint eine Sicherheitsabfrage, ob die alten Inhalte gespeichert oder verworfen werden sollen. Da Microsoft Paint Grafiken als Bitmaps (d. h. als Muster von Bildpunkten, auch als Pixel bezeichnet) interpretiert, übernimmt Paint beim Anlegen eines neuen Dokuments automatisch die Standardvorgaben für die Abmessungen. Sie können die Bildabmessungen aber separat über den Befehl Attribute im Menü Bild oder über die Tastenkombination (Strg)+(E)
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Grundlagen zum Arbeiten mit Paint
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beeinflussen. Sobald das Dialogfeld Attribute erscheint (Bild 20.3), lassen sich die Bildabmessungen, das Maßsystem sowie die Vorauswahl zwischen Schwarzweiß- und Farbdarstellung einstellen und über die OK-Schaltfläche bestätigen.
Bild 20.3: Bildattribute ändern
20.1.5
Dateien öffnen, speichern und drucken
Um in Paint eine Bitmap-Datei zu laden, verwenden Sie den Befehl Öffnen des Menüs Datei oder drücken die Tastenkombination (Strg)+(O). Anschließend können Sie im Dialogfeld Öffnen den Speicherort und die gewünschte Datei wählen und über die Öffnen-Schaltfläche laden (Bild 20.4, rechts). Das Dialogfeld Öffnen zeigt nur die Dateien, die dem im Feld Dateityp eingestellten Grafikformat entsprechen. Die angezeigten Grafikformate lassen sich aber über den Wert des Listenfelds Dateiformat anpassen. Stellen Sie den Filter auf »Alle Bilddateien«, erscheinen im Dialogfeld alle Dateien, deren Typ den von Paint unterstützten Grafikformaten entspricht. Über die einzelnen Werte des Listenfelds lässt sich die Anzeige auf einzelne Dateitypen wie JPEG-Grafiken einschränken oder auf beliebige Dateien (Wert »Alle Dateien (*.*)«) ausdehnen. Beachten Sie bei Verwendung des Filters »Alle Dateien (*.*)«, dass Paint nur wenige Grafikformate unterstützt. Wählen Sie beispielsweise eine .pcx-Grafikdatei, wird das Programm diese nicht laden können (da zwischenzeitlich die entsprechende Filterunterstützung in Windows Vista fehlt). TIPP
Ähnlich wie bei Ordnerfenstern können Sie über die in der Symbolleiste des Dialogfelds Öffnen angezeigte Schaltfläche die Ansichten der Dateien zwischen Details, Liste und diversen Symbolansichten anpassen (siehe Kapitel 8). So lassen sich Miniaturansichten mit den Inhalten der Bilder abrufen, was deren Auswahl ggf. erleichtert. Zum Speichern einer Grafik wählen Sie im Menü Datei den Befehl Speichern oder drücken die Tastenkombination (Strg)+(S). Zum Speichern einer bestehenden Grafik in eine neue Datei ist dagegen der Befehl Speichern unter im Menü Datei zu wählen. Der Befehl Speichern sichert eine bereits bestehende Grafik in der zugehörigen Datei, während bei neuen
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Kapitel 20 · Werkzeuge zur Grafikbearbeitung
Bildern oder bei Anwahl des Befehls Speichern unter das gleichnamige Dialogfeld erscheint (Bild 20.4, links). Sie können im Dialogfeld den Zielordner wählen, den Namen für die Bilddatei angeben und über das Listenfeld Dateityp das Grafikformat wählen. Paint unterstützt standardmäßig mehrere Grafikformate und unterscheidet im .bmp-Format mehrere Varianten mit unterschiedlichen Farbtiefen. Die Grafik wird beim Klicken auf die Speichern-Schaltfläche in der angegebenen Datei im Zielordner abgelegt.
Bild 20.4: Dialogfelder zum Öffnen und Speichern von Bildern
Ähnlich wie bei WordPad (siehe Kapitel 16) unterstützt Paint im Dialogfeld Speichern unter eine kompakte und eine erweiterte Darstellung, die sich über die in der linken unteren Ecke befindliche Schaltfläche Ordner durchsuchen/Ordner ausblenden wählen lässt. Paint lässt sich zur Formatkonvertierung verwenden. Sie brauchen nur eine bestehende Grafik- oder Fotodatei zu laden und können diese anschließend in einem anderen Grafikformat speichern. Bezüglich der Auswahl der Grafikformate konsultieren Sie bitte die am Kapitelanfang aufgeführte Tabelle. Beachten Sie aber, dass beim Speichern im GIF-Format u. U. Farbinformationen verloren gehen, was aber durch eine Sicherheitsabfrage vor dem Speichern bestätigt werden muss. Beim Export in andere Grafikformate weist Paint zwei Einschränkungen auf. Einmal ist das Festlegen der bei GIF- und PNG-Formaten unterstützten Transparenzfarbe nicht möglich. Zudem bietet Paint beim Speichern im JPEG-Format auch keine Option, um die Komprimierung und damit die Qualität des gespeicherten Ergebnisses einzustellen. Sie können auf die Windows-Druckfunktionen für Fotos und Bilder zurückgreifen (Kapitel 21) oder direkt in Paint über den Befehl Drucken des Menüs Datei bzw. die Tastenkombination (Strg)+(P) das Bild auf
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Zeichnen und Arbeiten in Paint
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dem Drucker ausgeben. Um die Bildlage vor der Ausgabe zu beurteilen, lässt sich eine Seitenvorschau über den Befehl Seitenansicht des Menüs Datei aufrufen. Ähnlich wie bei WordPad (siehe Kapitel 16) können Sie die Seitenansicht vergrößern oder verkleinern und drucken.
Bild 20.5: Seite in Paint einrichten
Passt das Bild nicht auf die Druckseite, wählen Sie im Menü Datei den Befehl Seite einrichten. Im gleichnamigen Dialogfeld (Bild 20.5) lässt sich zwischen einer Darstellung im Hoch- und Querformat umschalten. Weiterhin können Sie über Kontrollkästchen die Bildanzeige horizontal und vertikal zentrieren. Ist das Bild abgeschnitten, reduzieren Sie den Wert der Option Auf … % der Normalgröße anpassen oder wählen die Option Auf … von … Seiten anpassen. Die Optionen werden wirksam, sobald das Dialogfeld über die OK-Schaltfläche geschlossen wird.
20.2 Zeichnen und Arbeiten in Paint In Paint können Sie verschiedene Werkzeuge zum Zeichnen von Linien oder Figuren auswählen. Zudem gibt es noch einige Arbeitstechniken, die nachfolgend skizziert werden.
20.2.1
Nutzen der Zeichenwerkzeuge in Paint
Beim Zeigen auf eine der Schaltflächen der Werkzeugleiste blendet Paint eine QuickInfo mit dem Namen der zugehörigen Funktion (Stift, Pinsel, Linie etc.) ein. Sie müssen lediglich eine Schaltfläche in der Werkzeugleiste wählen, um im Zeichenbereich zu arbeiten. Zudem lassen sich
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Kapitel 20 · Werkzeuge zur Grafikbearbeitung
die Farben für die Zeichenelemente per Mausklick einstellen (siehe oben). Bevor Sie im Dokumentbereich etwas zeichnen, führen Sie die folgenden Schritte aus: 1. Legen Sie als Erstes die Farben für den Vordergrund und den Hintergrund fest und wählen Sie dann das gewünschte Zeichenwerkzeug (z. B. den Stift oder den Pinsel), indem Sie in der Werkzeugleiste auf die betreffende Schaltfläche klicken. 2. Bei Pinseln, Linien und einigen anderen Elementen (nicht jedoch beim Stift) können Sie danach – falls gewünscht – die Zeichenstärke festlegen. Hierzu klicken Sie im unteren Teil der Werkzeugleiste auf eines der angezeigten Symbole für die Werkzeugstärke (Bild 20.6).
Bild 20.6: Auswahl der Strich- und Pinselstärken
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Bei Figuren (Kreis, Rechteck) können Sie im unteren Bereich der Werkzeugleiste zudem eine Füllvariante (Umrisslinie, gefüllt mit Umrisslinie, gefüllt ohne Umrisslinie) wählen (Bild 20.6, linke obere Palette).
Bewegen Sie dann den Mauszeiger in den Zeichenbereich, nimmt er die Form des gewählten Werkzeugs (z. B. Stift oder Pinsel) an. Sie können anschließend im Zeichenbereich arbeiten. Möchten Sie nach Auswahl des betreffenden Werkzeugs einen Strich, eine (Freihand-)Linie oder eine Figur zeichnen, funktioniert das im Wesentlichen durch Ziehen mit der Maus. Ziehen Sie mit der linken Maustaste, wird die Vordergrundfarbe verwendet, die rechte Maustaste benutzt die Hintergrundfarbe zum Zeichnen.
20.2.2
Linien und Freihandlinien zeichnen
Um im Zeichenbereich Linien bzw. Striche mit der gewünschten Farbe zu zeichnen, sind folgende Schritte auszuführen. 1. Klicken Sie in der Werkzeugleiste auf das Werkzeug Pinsel. Dieses Werkzeug ermöglicht es, frei definierte Striche unterschiedlicher Stärke zu ziehen. Die betreffende Schaltfläche wird nach der Anwahl eingedrückt dargestellt. 2. Wählen Sie mittels der rechten und linken Maustaste die Farben für den Vorder- und Hintergrund in der Farbpalette.
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Zeichnen und Arbeiten in Paint
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3. Korrigieren Sie bei Bedarf noch die Pinselstärke und -form durch Anklicken eines der unterhalb der im Auswahlbereich angezeigten Symbole. 4. Zeigen Sie mit der Maus auf einen Punkt der Zeichnung, halten Sie die linke Maustaste gedrückt und bewegen Sie die Maus. Geben Sie die Maustaste am gewünschten Endpunkt wieder frei.
Bild 20.7: Freihandlinien und Linien
Bei gedrückter Maustaste zeichnet Paint mit dem Pinsel die Bewegungen des Mauszeigers nach. Im Zeichenbereich erscheint ein schwarzer Strich. Sie können den letzten Schritt wiederholen, wobei Sie die Farbe und die Strichstärke variieren. Beim Stift ist keine Auswahl der Strichstärke möglich. Das Werkzeug erzeugt dünne Freihandlinien. Verwenden Sie den Pinsel, um die Strichstärke einstellen zu können. Möchten Sie gerade Linien im Zeichenbereich erhalten, verwenden Sie das Werkzeug Linie. Dann lässt sich der Anfangspunkt durch Klicken auf die Zeichnung bestimmen. Solange die Maustaste gedrückt ist, kann die Maus bewegt werden. Paint zeichnet zwischen dem Anfangspunkt und der aktuellen Position des Mauszeigers eine Linie. Erst wenn Sie die Maustaste loslassen, wird die Linie in die Zeichnung eingefügt. TIPP
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Halten Sie beim Zeichnen von Linien die (ª)-Taste gedrückt, lassen sich nur horizontale, vertikale oder um 45 Grad geneigte Linien zeichnen.
Kapitel 20 · Werkzeuge zur Grafikbearbeitung
20.2.3
Figuren zeichnen
Über die Werkzeugleiste Toolbox können Sie Funktionen zum Zeichnen von Flächenelementen abrufen. Dabei lassen sich die Flächenelemente mit Umrisslinien oder gefüllt zeichnen. Mit folgender Schrittfolge werden mehrere Rechtecke gezeichnet, wobei ein Rechteck zu füllen ist. 1. Klicken Sie auf die Schaltfläche des Werkzeugs Rechteck und legen Sie bei Bedarf die Farben sowie die Strichstärke der Umrisslinie fest (siehe oben). Paint benutzt beim Zeichnen einer Fläche immer die zuletzt eingestellte Linienstärke und den Füllmodus. 2. Klicken Sie in der Zeichnung auf eine beliebige Stelle, halten Sie die Maustaste gedrückt und ziehen Sie die Maus zu einem diagonalen Punkt. 3. Paint zeichnet bereits beim Ziehen den Umriss des Rechtecks (Bild 20.8). Lassen Sie die Maustaste los, wird das Rechteck mit der gewählten Vordergrundfarbe gezeichnet. Ziehen Sie mit der linken Maustaste, wird die Vordergrundfarbe zum Zeichnen verwandt, mit der rechten Maustaste nimmt Paint die Hintergrundfarbe. Um ein Rechteck mit einer Hintergrundfarbe zu füllen, gehen Sie wie oben vor, wählen aber im Feld unterhalb der Schaltflächen das Symbol für ein gefülltes Rechteck (mittleres Symbol). Dann zeichnet Paint beim Loslassen der linken Maustaste eine mit der Hintergrundfarbe gefüllte rechteckige Fläche, die durch eine Linie in der Vordergrundfarbe eingefasst ist. Diese Schritte demonstrieren bereits die essentiellen Techniken zum Zeichnen von Flächen. Wählen Sie ein Werkzeug, blendet Paint im untersten Feld der Werkzeugleiste Toolbox die verfügbaren Werkzeugformen ein. Sie können dabei über zwei Schaltflächen der Werkzeugleiste wählen, ob Rechtecke mit oder ohne abgerundete Ecken zu zeichnen sind. Für Flächen lassen sich die Strichstärke der Umrisslinie sowie die Varianten Umrisslinie, Umrisslinie und gefüllte Fläche sowie gefüllte Fläche in der Werkzeugleiste wählen. Diese Varianten stehen auch für Kreise zur Verfügung. Die Umrisslinie wird in der Vordergrundfarbe und die Fläche in der Hintergrundfarbe gezeichnet. Durch Drücken der rechten Maustaste lässt sich die Farbzuordnung vertauschen. TIPP
Zum Zeichnen eines Quadrats oder einer quadratischen Fläche halten Sie beim Ziehen die (ª)-Taste gedrückt. Paint passt dann die Abmessungen automatisch an. Benötigen Sie unterschiedliche Linienstärken? Dann klicken Sie im Auswahlfeld der Werkzeugleiste auf die gewünschte Linienstärke (Bild 20.8).
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Zeichnen und Arbeiten in Paint
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Bild 20.8: Zeichnen von Rechtecken
Zum Zeichnen von Kreisen und Ellipsen ist die gleiche Vorgehensweise wie beim Zeichnen von Rechtecken zu wählen. 1. Wählen Sie das Werkzeug Ellipse durch Anklicken der entsprechenden Schaltfläche aus und legen Sie bei Bedarf die Strichstärke sowie den Füllmodus fest. 2. Zeigen Sie auf einen Punkt der Grafik, halten Sie die linke Maustaste gedrückt und ziehen Sie die Maus, um die Umrisslinie einer Ellipse anzuzeigen. Lassen Sie die Maustaste los, wird die Ellipse als Umrisslinie in der Vordergrundfarbe und ggf. mit der Hintergrundfarbe gefüllt gezeichnet. Verwenden Sie beim Ziehen die rechte Maustaste, zeichnet Paint die Figur mit einer Linie in der Hintergrundfarbe. Durch Wahl des Füllmodus kann aber auf die Darstellung der Umrisslinie verzichtet und nur die Füllfarbe gezeichnet werden. TIPP
Soll statt einer Ellipse ein Kreis im Bild gezeichnet werden? Dann halten Sie beim Ziehen der Maus die (ª)-Taste gedrückt. Dies erzwingt die Anzeige von Kreisen. Wird in der Grafik ein Polygon (Vieleck) benötigt, lässt sich dieses mit folgenden Schritten zeichnen. 1. Klicken Sie in der Werkzeugleiste auf die Schaltfläche des Werkzeugs Vieleck und legen Sie bei Bedarf die Linienfarbe und die Linienstärke über die Paletten des Paint-Fensters fest. Zudem können Sie beim Werkzeug Vieleck noch den Fülltyp (z. B. Umrisslinie) einstellen.
370
Kapitel 20 · Werkzeuge zur Grafikbearbeitung
2. Klicken Sie in der Grafik auf den Anfangspunkt des Vielecks. Anschließend klicken Sie auf den nächsten Endpunkt des Vielecks (oder ziehen Sie die Maus bei gedrückter linker Maustaste zu diesem Punkt und lassen die Maustaste los). Paint zieht eine Linie zwischen den beiden Endpunkten. 3. Sie können nun weitere Punkte in der Zeichnung anklicken. Paint verbindet die weiteren Eckpunkte des Vielecks durch Linien untereinander. Das Vieleck wird geschlossen, sobald Sie mit der Maus auf einen Endpunkt doppelklicken. Dabei wird dieser Endpunkt durch eine Linie mit dem Anfangspunkt verbunden.
20.2.4
Füllen einer Fläche
Möchten Sie Flächen, wie das zuletzt gezeichnete Vieleck, mit einer Farbe füllen? Geschlossene Flächen lassen sich in Paint mit dem Werkzeug Farbfüller in der Vorder- oder Hintergrundfarbe füllen. 1. Wählen Sie in der Werkzeugleiste Toolbox die Schaltfläche Farbfüller und stellen Sie die Füllfarbe in der Farbpalette ein. 2. Zeigen Sie mit dem Mauszeiger in die zu füllende Fläche. Sobald der Mauszeiger die Form eines Farbeimers annimmt (Bild 20.9), klicken Sie mit der linken Maustaste, um die Fläche mit der Vordergrundfarbe zu füllen. Möchten Sie anstatt der Vordergrundfarbe die Hintergrundfarbe zum Füllen verwenden, benutzen Sie die rechte Maustaste. Ist die Fläche nicht vollständig durch eine Umrisslinie umschlossen, »läuft« die Füllfarbe in den gesamten Bildbereich hinein. TIPP
Das zuletzt gezeichnete Element bzw. die drei letzten Befehle lassen sich über die Tastenkombination (Strg)+(Z) oder über den Menübefehl Bearbeiten/Rückgängig aus der Zeichnung löschen. Sie können diesen Befehl daher nutzen, um die Farbfüllung wieder zurückzunehmen. Sie können Flächen nur mit einer Volltonfarbe aus der Farbpalette füllen. Bei Fotos liegen häufig Farbtöne und Mischfarben (die durch Dithering erzeugt wurden) vor. Bei diesen Flächen funktioniert die Funktion Farbfüller nicht. Die einzige Lösung ist dann, die Füllfarbe über das Werkzeug mit dem Pipettensymbol im Foto zu wählen und dann die Farbe zum Füllen zu verwenden. Problem ist dann aber, dass sich kein Grenzwert für das Füllen angeben lässt. Fotos sollten daher in Paint möglichst nicht mit dem Farbfüller bearbeitet werden.
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Zeichnen und Arbeiten in Paint
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Bild 20.9: Füllen von Figuren und Flächen
20.2.5
Arbeiten mit Bögen und Airbrush
Das Werkzeug Airbrush entspricht in der Handhabung dem Pinsel, besitzt jedoch den Effekt einer Sprühdose. Wählen Sie das Werkzeug in der Werkzeugleiste Toolbox, stellen Sie danach die Sprühstärke im unteren Teil der Werkzeugleiste ein und ziehen Sie anschließend das Werkzeug bei gedrückter Maustaste über die Zeichnung. Dadurch wird, abhängig von der Werkzeugstärke und der Schnelligkeit der Bewegung, ein Muster in der gewählten Farbe in die Zeichnung gesprüht (Bild 20.10, links).
Bild 20.10: Airbrush und Bögen nutzen
Das Werkzeug Bögen erlaubt Ihnen das Anfertigen gekrümmter Linien. Wählen Sie das Werkzeug, legen Sie die Werkzeugstärke fest und klicken
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Kapitel 20 · Werkzeuge zur Grafikbearbeitung
Sie danach in der Zeichnung auf den Anfangs- und auf den Endpunkt. Nach dem Festlegen zweier Punkte werden diese durch eine Linie verbunden. Diese Linie lässt sich anschließend per Maus in der Art eines Gummizugs bei gedrückter linker Maustaste verschieben, was den Effekt einer Bogenlinie ergibt. Ziehen Sie einen Punkt, ergibt dies eine einseitig gekrümmte Kurve. Ziehen Sie einen zweiten Punkt in die Gegenrichtung, wird eine wellenförmige Krümmung erreicht.
20.2.6
Text in Zeichnungen einbringen
Mit Paint können Sie Texte in Fotos und Bilder einfügen. Diese Texte werden ebenfalls als Grafik abgelegt und lassen sich folglich nicht mehr ändern. 1. Wählen Sie das Werkzeug Text in der Werkzeugleiste Toolbox und legen Sie ggf. die Farben in der Farbpalette fest. 2. Zeigen Sie auf einen Punkt der Grafik und ziehen Sie bei gedrückter linker Maustaste einen Rahmen auf. Paint markiert den rechteckigen Bereich durch eine gestrichelte Linie. Dieses Rechteck stellt den Textbereich dar. Bei Bedarf lässt sich dieser Bereich durch Verschieben der Ziehmarken vergrößern oder verkleinern (Bild 20.11). 3. Wählen Sie in der im Vordergrund eingeblendeten Symbolleiste Schriftarten die Schriftart sowie den Schriftgrad und ggf. die gewünschte Formatierungsoption über die angezeigten Schaltflächen und Listenfelder aus. 4. Tippen Sie den gewünschten Text ein. Paint stellt den Text in der gewählten Vordergrundfarbe und mit den eingestellten Optionen (z. B. fett) dar. Durch Anklicken eines Farbfelds der Palette können Sie diese Farbe für den kompletten Text im markierten Bereich auch nachträglich anpassen. Um den Textbereich mit einer Hintergrundfarbe zu versehen, stellen Sie diese Farbe in der Farbpalette ein. Ob der Text mit oder ohne Hintergrundfarbe dargestellt wird, lässt sich über die beiden unteren Symbole der Werkzeugleiste Toolbox festlegen. Das untere Symbol schaltet zur Auswahl der Vordergrundfarbe des Texts zurück, der Texthintergrund wird dann transparent dargestellt. Tippfehler lassen sich ebenfalls korrigieren, indem Sie die Einfügemarke zur betreffenden Textstelle (z. B. mit den Cursortasten oder durch Anklicken per Maus) verschieben und die Zeichen mit den Tasten (Entf) bzw. (æ___) löschen. Die letzten drei Änderungen bei der Texteingabe lassen sich (z. B. durch Drücken der Tastenkombination (Strg)+(Z)) zurücknehmen. Sobald Sie auf einen Bereich außerhalb des durch gestrichelte Linien markierten Rahmens klicken, fügt Paint den Text als Grafik im Bild ein. Mit dem letzten Schritt fixieren Sie den Text an der aktuellen Position in der Zeichnung. Dieser wird dann quasi als »Bild« in die Zeichnung eingebaut und lässt sich nicht mehr ändern (Sie können ihn nur noch mit dem Radierer entfernen).
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Zeichnen und Arbeiten in Paint 0
Begrenzungslinie Text
Hintergrund transparent Symbolleiste Schriftarten
Bild 20.11: Text in Grafik einfügen
20.2.7
Zeichnungsbereiche löschen
Durch den Aufbau der Grafik in einzelnen Bildpunkten lassen sich Elemente der Zeichnung wie Kreise oder Linien in Bitmap-Grafiken nicht anwählen und entfernen. Falls Sie die Funktion zum Zurücknehmen der letzten Änderungen nicht anwenden können, bleibt Ihnen nur noch, die Bildteile mit dem Radierer zu löschen. 1. Wählen Sie das Werkzeug Radierer in der Werkzeugleiste und stellen Sie ggf. die Stärke des Werkzeugs ein. 2. Anschließend ziehen Sie den Mauszeiger bei gedrückter linker Maustaste über das Bild bzw. die zu löschenden Bildteile (Bild 20.12).
Bild 20.12: Grafikinhalte ausradieren
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Kapitel 20 · Werkzeuge zur Grafikbearbeitung
Solange Sie beim Ziehen die linke Maustaste gedrückt halten, entfernt der Radierer die betreffenden Bildpunkte. Paint setzt beim Radieren die einzelnen Farbpunkte auf die gewählte Hintergrundfarbe um. Verwenden Sie zum Radieren die rechte Maustaste, arbeitet der Radierer farbsensitiv. Bereiche, die der Vordergrundfarbe entsprechen, werden durch die Hintergrundfarbe ersetzt.
20.2.8
Bildteile ausschneiden, kopieren und einfügen
Paint erlaubt Ihnen, Teile der Zeichnung zu markieren, danach auszuschneiden oder in die Zwischenablage zu kopieren und anschließend aus der Zwischenablage im Dokumentfenster diverser Anwendungen erneut einzufügen. 1. Klicken Sie in der Werkzeugleiste auf das Werkzeug Auswahl (Bild 20.13), um den gewünschten Zeichenbereich markieren zu können. 2. Zeigen Sie mit der Maus in die obere linke Ecke des auszuschneidenden bzw. zu kopierenden Bereichs, halten Sie die linke Maustaste gedrückt und ziehen Sie die Maus in die diagonal gegenüberliegende Ecke des Bereichs. Paint markiert anschließend einen rechteckigen Bereich mit einem gestrichelten Rahmen (Bild 20.13). Sobald Sie die linke Maustaste loslassen, wird dieses Rechteck als Markierung fixiert. Einen markierten Bildbereich können Sie ausschneiden, kopieren und anschließend aus der Zwischenablage erneut in Paint oder in eine andere Anwendung einfügen.
Bild 20.13: Auswahlwerkzeuge und Auswahlrechteck
Paint kennt wie viele andere Grafikprogramme eine Freihandauswahl, die Sie über eine Schaltfläche der Werkzeugleiste wählen können. Dann können Sie den Bildausschnitt bei gedrückter linker Maustaste mit der Maus umfahren. Klicken Sie in der Werkzeugleiste auf die Schaltfläche Lupe und dann auf einen Bildbereich, wird ein Ausschnitt vergrößert dargestellt. Zum Aufheben der Vergrößerung klicken Sie erneut auf die Lupe und danach auf den Bildbereich.
375
Zeichnen und Arbeiten in Paint
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Die drei Funktionen zum Ausschneiden, Kopieren oder Einfügen lassen sich anschließend über das Menü Bearbeiten oder über die folgenden Tastenkombinationen abrufen: Tasten
Befehle
(Strg)+(X)
Schneidet den markierten Bereich aus und kopiert diesen in die Zwischenablage. Der markierte Bereich verschwindet und wird durch die vorher festgelegte Hintergrundfarbe ersetzt.
(Strg)+(C)
Kopiert den markierten Bereich in die Zwischenablage. Die Zeichnung wird dabei nicht verändert.
(Strg)+(V)
Der Inhalt der Zwischenablage wird in der linken oberen Ecke des Zeichenbereichs als Markierung eingefügt. Sie können diesen markierten Bereich per Maus an jede beliebige Stelle der Zeichnung ziehen.
Tabelle 20.2: Befehle zum Arbeiten mit der Zwischenablage
3. Um markierte Bereiche auszuschneiden, zu kopieren und wieder einzufügen, müssen Sie also die Tastenkombination (Strg)+(X) oder (Strg)+(C) drücken und danach die Tastenkombination (Strg)+(V) verwenden, um den Inhalt der Zwischenablage wieder in das Fenster einzufügen. 4. Zeigen Sie per Maus auf den in der linken oberen Ecke des Fensters eingefügten, aber noch markierten Bildbereich. Dann können Sie den markierten Bereich in Paint bei gedrückter Maustaste an die gewünschte Stelle im Bild ziehen.
Bild 20.14: Verschieben eingefügter Inhalte in Paint
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Kapitel 20 · Werkzeuge zur Grafikbearbeitung
Die Markierung des Bildbereichs heben Sie auf, indem Sie auf einen Punkt außerhalb der Markierung klicken oder indem Sie die (Esc)-Taste drücken. Der Befehl Alles markieren im Menü Bearbeiten bzw. die Tastenkombination (Strg)+(A) erlaubt den gesamten Bildbereich zu markieren. In die Zwischenablage übertragene Bilder, Texte oder andere Elemente lassen sich nicht nur in Paint wieder einfügen. Sie können ein Bild in Paint erstellen, dieses markieren und in die Zwischenablage kopieren. Anschließend wechseln Sie zum Beispiel zu WordPad, Word oder Writer und fügen das Bild mit (Strg)+(V) aus der Zwischenablage in den Text ein. Auf diese Weise können Sie Ihre Texte mit Grafiken illustrieren. Benötigen Sie ein Bildschirmfoto (Screenshot) eines Programmfensters oder des Desktops? Mit der (Druck)-Taste wird der gesamte Bildschirm und mit (Alt)+(Druck) das aktuelle Fenster als Grafik in die Zwischenablage kopiert. Sie können dann das Foto mit (Strg)+(V) in ein Grafikprogramm einfügen, um es zu drucken und zu speichern.
20.2.9
Weitere Paint-Funktionen
Das Programm Paint stellt in seinen Menüs noch verschiedene Befehle zum Abrufen spezieller Funktionen bereit. Diese werden nachfolgend kurz erläutert.
Bild 20.15: Menü Datei
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Möchten Sie auf dem Desktop ein Hintergrundbild einblenden? Sie können ein Foto oder ein Bild in Paint laden. Anschließend öffnen Sie das Menü Datei (Bild 20.15) und wählen dann einen der Befehle Als Hintergrund (Fläche), Als Hintergrund (Zentriert) oder Als Hintergrund (Gestreckt). Mit der Option Gestreckt erreichen Sie, dass Fotos, die kleiner als der Desktop sind, entsprechend in den Abmessungen
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Zeichnen und Arbeiten in Paint
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angepasst werden. Die Option Zentriert zeigt Bilder, die kleiner als der Bildschirm sind, zentriert auf dem Desktop-Hintergrund an. 쮿
Im Menü Datei erhalten Sie übrigens Zugriff auf die letzten vier geöffneten Bilder, indem Sie auf die betreffenden Befehle klicken.
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Über den Befehl Von Scanner und Kamera im Menü Datei können Sie einen Assistenten zum Übernehmen von Bildern aus den beiden Gerätetypen in den Paint-Dokumentbereich aufrufen. Der Befehl funktioniert aber nur, wenn ein funktionsfähiger WIA-Treiber für Windows Vista für das betreffende Gerät installiert ist.
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Über den Befehl Senden an des Menüs Datei erstellt Paint eine neue Nachricht und hängt die aktuelle geöffnete Bilddatei an. Sie können dann die Nachricht um einen Empfänger, einen Betreff und einen Nachrichtentext erweitern und das Ganze mit Windows Mail verschicken.
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Haben Sie einen Bildausschnitt im Paint-Fenster markiert (siehe vorhergehende Abschnitte), können Sie diesen markierten Ausschnitt über den Befehl Kopieren nach des Menüs Bearbeiten in eine Grafikdatei speichern. Mit dem Befehl Einfügen aus des gleichen Menüs lässt sich eine Grafikdatei dagegen in Paint in ein bestehendes Bild importieren. Sie können anschließend den eingefügten, aber noch markierten Bildbereich im Paint-Fenster verschieben. Der Befehl Auswahl löschen im Menü Bearbeiten erlaubt einen markierten Bereich zu entfernen. Mit dem Befehl Auswahl umkehren des gleichen Menüs können Sie die Bildauswahl invertieren.
Bild 20.16: Dialoge zum Drehen/Spiegeln, Verzerren und Ändern der Größe
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Über den Untermenübefehl Zoom/Benutzerdefiniert des Menüs Ansicht lässt sich der Zoomfaktor zur Darstellung des Bildes in verschiedenen Stufen wählen. Alternativ können Sie das Werkzeug mit dem Lupensymbol und die linke bzw. rechte Maustaste zum Einund Auszoomen der Darstellung nutzen. Die Tastenkombination (Strg)+(G) sowie der Befehl Gesamtansicht des Menüs Ansicht erlauben, das Bildmotiv in einer Ganzbilddarstellung auf dem Desktop abzurufen. Mit der (Esc)-Taste gelangen Sie zur Fensterdarstellung zurück.
Kapitel 20 · Werkzeuge zur Grafikbearbeitung
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Die beiden Untermenübefehle Drehen/Spiegeln und Größe ändern/ Zerren des Menüs Bild öffnen die in Bild 20.16 gezeigten Dialogfelder, über deren Optionen Sie die Bilder in vorgegebenen Winkeln drehen, an der x-/y-Achse spiegeln bzw. verzerren und in der Größe verändern können.
Das Menü Bild weist zudem einen Befehl auf, um die Farben im Bild umzukehren. Weitere Informationen zu den einzelnen Werkzeugen und Bedienelementen finden Sie in der Paint-Hilfe.
20.3 Screenshots mit dem Snipping Tool erstellen Windows Vista wird mit dem Snipping Tool ausgeliefert, welches das Anfertigen von Bildschirmfotos (Screenshots) unterstützt. Nachfolgend wird der Umgang mit dem Werkzeug kurz besprochen.
20.3.1
Snipping Tool aufrufen und Ausschneidetyp wählen
Aufgerufen wird das Snipping Tool über den Zweig Alle Programme/ Zubehör des Startmenüs. Beim ersten Aufruf fragt das Programm nach, ob ein Verknüpfungssymbol in der Schnellstart-Symbolleiste angelegt werden soll. Wenn Sie das Dialogfeld über die Ja-Schaltfläche beenden, können Sie später das Programm über eine Schaltfläche der SchnellstartSymbolleiste aufrufen. Haben Sie das Einrichten der Schaltfläche abgelehnt, können Sie dies aber in den Optionen des Programms auch nachträglich anpassen.
Bild 20.17: Ausschneidetyp wählen
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Screenshots mit dem Snipping Tool erstellen
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Sobald das Programm startet, wird der Desktop abgeblendet und das Programmfenster erscheint im Vordergrund (Bild 20.17). 1. Klicken Sie dann auf den rechten Teil der Schaltfläche Neu und wählen Sie im Menü den gewünschten Ausschneidetyp (Bild 20.17, Vordergrund). 2. Anschließend legen Sie den Bereich, der im Screenshot enthalten sein soll, durch Klicken oder Ziehen per Maus fest. Bei den beiden Ausschneidetypen Freies Ausschneiden und Rechteckiges Ausschneiden lässt sich der gewünschte Bereich durch Ziehen per Maus markieren. Beim freien Ausschneiden lassen sich bei gedrückter linker Maustaste beliebige Bereiche umfahren und damit markieren. Haben Sie Rechteckiges Ausschneiden gewählt, klicken Sie auf die linke obere Ecke des Bereichs und ziehen die Maus bei gedrückter linker Maustaste zum Desktop. Beim Modus Fenster ausschneiden müssen Sie das abzubildende Fenster per Maus anklicken. Der auszuschneidende Bereich wird mit einem roten Rahmen markiert. Sobald die Maustaste beim Ziehen oder Klicken losgelassen wird, fertigt das Snipping Tool den Screenshot an. Im Modus Vollbild ausschneiden wird der Screenshot dagegen direkt nach Anwahl des Befehls angefertigt. TIPP
Stellen Sie fest, dass der Windows-Desktop nicht den gewünschten Inhalt anzeigt, klicken Sie im Fenster des Snipping Tools auf die Abbrechen-Schaltfläche. Anschließend können Sie die gewünschten Fenster öffnen bzw. in den Vordergrund bringen und danach das Snipping Tool erneut aufrufen.
20.3.2
Screenshot auswerten und speichern
Nach dem Anfertigen des Screenshots wird der Bildschirmabzug im Fenster des Snipping Tools angezeigt (Bild 20.18). Über die Schaltflächen der Symbolleiste des Snipping Tool-Fensters lässt sich der Bildschirmabzug noch markieren bzw. auswerten. 쮿
Stift: Diese Schaltfläche erlaubt über das zugehörige Menü, verschiedenfarbige Markierungsstifte abzurufen. Anschließend können Sie bei gedrückter linker Maustaste mit dem Stift bestimmte Bereiche des Bildschirmabzugs anzeichnen. Der Stift zieht eine dünne Linie in der gewählten Farbe.
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Textmarker: Klicken Sie diese Schaltfläche an, wird der TextmarkerModus eingeschaltet. Sie können dann den Mauszeiger bei gedrückter linker Maustaste über Bereiche des Screenshots ziehen und diese gelb markieren.
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Radierer: Klicken Sie diese Schaltfläche an, wird der Radierer eingeschaltet. Sie können dann mit dem Stift oder per Textmarker ausgezeichnete Stellen anklicken und so die Markierungen wieder löschen.
Das Snipping Tool legt die Screenshots automatisch in der Zwischenablage ab. Haben Sie jedoch Markierungen im Fenster des Snipping Tools am
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Kapitel 20 · Werkzeuge zur Grafikbearbeitung
Bildschirmabzug vorgenommen, lässt sich der modifizierte Bildschirmabzug durch Drücken der Tastenkombination (Strg)+(C) oder über den Befehl Kopieren des Menüs Bearbeiten in die Zwischenablage übertragen. Den gleichen Effekt besitzt die Kopieren-Schaltfläche der Symbolleiste (dritte Schaltfläche von links). Sie können dann ein Grafikprogramm oder eine andere Anwendung starten und den Inhalt der Zwischenablage über die Tastenkombination (Strg)+(V) in den Dokumentbereich einfügen. Die Schaltfläche Senden bzw. der Befehl Senden an des Menüs Datei erlaubt, eine neue E-Mail-Nachricht in einem Fenster zu öffnen und das Ausgeschnittene als Anhang oder als eingefügtes Bild zu versenden. Die Variante wählen Sie über die Befehle des Untermenüs bzw. des Menüs der Schaltfläche Ausgeschnittenes senden.
Bild 20.18: Screenshot bearbeiten
Bild 20.19: Screenshot speichern
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Screenshots mit dem Snipping Tool erstellen
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Über die Schaltfläche Neu der Symbolleiste wird der Screenshot verworfen und das verkleinerte Fenster (Bild 20.17) zur Auswahl des Ausschneidetyps erscheint wieder. Die Schaltfläche Speichern der Symbolleiste, die Tastenkombination (Strg)+(S) oder der Befehl Speichern im Menü Datei erlaubt Ihnen,
das ausgeschnittene Bild in einer Datei zu speichern. Das Snipping Tool öffnet bei Anwahl der Speichern-Funktion das Dialogfeld Speichern unter (Bild 20.19), in dem Sie den Dateinamen eintragen und das Grafikformat wählen können. Das Programm unterstützt das Speichern der Grafik im JPEG-, GIF-, PNG-Format und als HTMLDokument. Bei Bedarf können Sie über die in der linken unteren Dialogfeldecke sichtbare Schaltfläche Ordner durchsuchen bzw. Ordner ausblenden die erweiterte Darstellung zur Auswahl des Zielordners zu- oder abschalten. Zudem enthält das Dialogfeld noch den Hyperlink Markierung hinzufügen. Klicken Sie auf diesen Hyperlink, erscheint ein Textfeld, in das Sie einen Kommentartext zum Screenshot eintragen können. Dieser wird als so genannte Markierung mit der Grafikdatei hinterlegt. Markierungen werden in der Windows-Fotogalerie angezeigt und können beim Suchen nach Bildern berücksichtigt werden. Sobald Sie die Speichern-Schaltfläche wählen, wird das Dialogfeld geschlossen und die Datei im gewählten Format unter dem angegebenen Namen im Zielordner abgelegt.
20.3.3
Optionen des Snipping Tools anpassen
Möchten Sie die Optionen des Snipping Tools anpassen, klicken Sie in der Symbolleiste des Programmfensters auf die Schaltfläche Optionen (Bild 20.17). Ist das Fenster mit dem angefertigten Screenshot zu sehen (Bild 20.18), wählen Sie im Menü Extras den Befehl Optionen.
Bild 20.20: Optionen des Snipping Tools
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Kapitel 20 · Werkzeuge zur Grafikbearbeitung
Anschließend können Sie im Dialogfeld Optionen (Bild 20.20) die gewünschten Einstellungen anpassen und dann mittels der OK-Schaltfläche übernehmen. Das Dialogfeld ermöglicht Ihnen, die Farbe der Freihandmarkierungen anzupassen oder festzulegen, ob die Freihandlinie im Bildschirmabzug mit angezeigt werden soll. Weiterhin lässt sich vorgeben, ob die Screenshots automatisch in die Zwischenablage einzufügen sind. Über die Option Symbol in der Schnellstartleiste anzeigen können Sie eine Schaltfläche für den Programmaufruf auch nachträglich zur betreffenden Leiste hinzufügen.
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21 Fotos verwalten und bearbeiten Mit der breiten Verfügbarkeit von Digitalkameras und Scannern fallen Fotos in elektronischer Form an. Nachfolgend lernen Sie, wie Sie diese Bilder auf den Computer übertragen, wo diese gespeichert werden, und wie Sie ganze Fotosammlungen mit der Windows-Fotogalerie organisieren und bearbeiten.
21.1 Fotos zum Computer übertragen Besitzen Sie eine Digitalkamera und möchten Sie die Fotos auf den Computer übertragen, um diese dort zu speichern, zu verwalten oder zu bearbeiten? Kameras speichern die Fotos meist als JPEG-Dateien auf internen Speicherchips. Windows Vista bietet verschiedene Ansätze, um die Fotos auf dem Computer zu übernehmen. Nachfolgend wird kurz skizziert, was es bei den Varianten zu beachten gilt.
21.1.1
Fotos direkt von Kamera oder Scanner einlesen
Die meisten Anwender bevorzugen es, die Fotos direkt von der Digitalkamera auf den Rechner zu übertragen. Papierabzüge können Sie über einen Scanner digitalisieren. Zudem kann Windows Vista Fotos auch von Speicherkarten oder CDs/DVDs importieren und in die WindowsFotogalerie einsortieren. Nachfolgend erfahren Sie, was es zu beachten gibt.
Diese Voraussetzungen müssen zum Import gegeben sein! Damit Windows Vista das betreffende Gerät oder die Quelle mit den Fotos erkennt, muss diese entweder in einem Wechseldatenträgerlaufwerk liegen oder über USB-Kabel am Rechner angeschlossen sein. Für Kameras und Scanner benötigt Windows Vista zudem einen herstellerspezifischen Gerätetreiber. Treiber können dabei den Import von Bildern aus dem externen Gerät (Scanner, Digitalkamera) über zwei Standards unterstützen. 쮿
Twain-Schnittstelle: Die Scannertreiber stellen meist eine TwainSchnittstelle (Twain ist ein herstellerunabhängiger Softwarestandard zur Datenübernahme von Scannern) bereit. Viele Grafikprogramme unterstützen die Twain-Schnittstelle und damit die Datenübernahme vom Scanner. Ist der betreffende Treiber installiert, können Grafikprogramme den Scanner steuern. Die betreffenden Befehle finden Sie meist im Menü Datei unter dem Befehl Import der Twain-kompatiblen Grafikanwendung.
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WIA-Schnittstelle: Unter Windows Vista wird jedoch ein erweiterter Standard unter dem Kürzel WIA (Windows Image Acquisition) unterstützt. Falls die Kamera- oder Scannertreiber zum WIA-Stan-
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Fotos zum Computer übertragen
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dard kompatibel sind, wird der Scanner direkt unter Windows erkannt und die Bilder lassen sich über einen Assistenten importieren (siehe die folgenden Abschnitte). Erfahrungsgemäß treten an dieser Stelle die meisten Probleme bei der Geräteanbindung auf. Bei den Gerätetreibern für Scanner und Digitalkamera ist es wichtig, dass diese speziell für Windows Vista entwickelt wurden. Ältere, für Windows XP geschriebene Treiber lassen sich oft zwar installieren, stellen aber bestenfalls eine funktionierende TwainSchnittstelle zur Verfügung. Dann sind Sie auf Fremdsoftware zum Import der Fotos oder zum Scannen angewiesen. Die WIA-Schnittstelle dieser älteren Treiber wird unter Windows Vista aber definitiv nicht funktionieren, da Microsoft die internen Abläufe aus Sicherheitsgründen geändert hat. Ohne Vista-Treiber wird das Gerät also nicht mit dem Importassistenten zusammenarbeiten. Die häufig von den Kameraherstellern bereitgestellte Importsoftware ist meist nicht mit Windows Vista kompatibel und sollte möglichst nicht installiert werden. Selbst wenn die Software funktioniert, gibt es das Problem, dass es spätestens bei Verwendung eines zweiten Kameramodells zu Konflikten und gegenseitiger Beeinflussung kommt. Verwenden Sie lediglich den Vista-Treiber des Herstellers, damit die Kamera erkannt wird. Wichtig ist, dass die Treiber sowohl eine Twainals auch eine WIA-Unterstützung bieten. Bei höherwertigeren Digitalkameras wird der Digital Storage ClassStandard unterstützt. Windows Vista besitzt bereits integrierte Treiber für solche Geräte und bindet die per USB-Kabel angeschlossene und eingeschaltete Kamera automatisch als Wechseldatenträger ein.
So funktioniert der Import der Fotos Sobald Sie die Kamera oder den Scanner über USB an den Rechner anschließen und einschalten, erkennt Windows das Gerät. Sind die korrekten WIA-Treiber installiert, öffnet das Betriebssystem das Dialogfeld Automatische Wiedergabe (Bild 21.1). 1. Klicken Sie im Dialogfeld Automatische Wiedergabe (Bild 21.1) auf den Link Bilder importieren. Das Dialogfeld wird dann automatisch geschlossen und ein Importassistent startet. 2. Der Importassistent analysiert das Speichermedium der Kamera bzw. das angeschaltete Gerät und fragt im Dialogfeld Bilder und Videos importieren, ob die Bilder zu beschriften sind (Bild 21.2, oben). Klicken Sie auf das Textfeld und geben Sie einen Begriff ein. 3. Bei Bedarf können Sie im Dialogfeld auf den Hyperlink Optionen klicken und dann die Importeinstellungen im gleichnamigen Dialogfeld festlegen (Bild 21.2, unten).
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Kapitel 21 · Fotos verwalten und bearbeiten
Bild 21.1: Dialogfeld Automatische Wiedergabe
Bild 21.2: Optionen beim Fotoimport
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Fotos zum Computer übertragen
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Das Listenfeld Einstellungen für erlaubt Ihnen, die Einstellungen zum Bildimport für verschiedene Quellen (Kameras, CDs/DVDs) einzustellen. Im Listenfeld Importieren nach sowie über die zugeordnete Schaltfläche Durchsuchen legen Sie den Zielordner zum Import fest. Dies sollte der Ordner Bilder oder ein Unterordner sein. Über die Listenfelder Ordnername und Dateiname lässt sich vorgeben, nach welchen Kriterien der Importassistent die Fotodateien im Zielordner benennt. Sie können die Ordner und Dateien beispielsweise nur nach der eingegebenen Beschriftung benennen lassen. Es ist aber auch eine Ablage in Unterordnern nach Datum und Beschriftung oder anderen Kriterien möglich. Über Kontrollkästchen lässt sich zudem vorgeben, was mit den Fotodateien auf den Speicherkarten der Digitalkameras passiert, ob eine Beschriftung beim Import anzufordern ist und ob die Windows-Fotogalerie nach dem Import zu öffnen ist. Die Optionen werden übernommen, sobald der Dialog mittels der OK-Schaltfläche geschlossen wird. 4. Klicken Sie dann im Dialogfeld Bilder und Videos importieren auf die Importieren-Schaltfläche und warten Sie den Import der Daten ab. Der Ablauf beim Import (bzw. beim Scannen) wird über eine Fortschrittsanzeige angezeigt (Bild 21.3). Beim Import von einer Kamera oder einem Speichermedium können Sie das Kontrollkästchen Nach dem Importieren löschen markieren, um das Quellmedium von den Fotodateien zu bereinigen. Je nach gewählten Voreinstellungen öffnet der Importassistent zum Abschluss das Fenster der Windows-Fotogalerie und zeigt die dort einsortierten Bilder an. Ist die betreffende Option nicht markiert, können Sie den Zielordner in einem Ordnerfenster öffnen und die Fotos ansehen. Dieser von Microsoft gut gemeinte Ansatz hat aber mehrere Haken. Einmal funktioniert der Import u. U. nicht, wenn mehrere Fotoordner auf der Speicherkarte der Kamera vorliegen (beispielsweise wird die Karte in verschiedenen Kameras genutzt). Zudem muss die Kamera zum Import eingeschaltet werden – und natürlich sind die Akkus immer dann leer, wenn die Fotoübernahme ansteht. Nächster Haken: Sie können über diesen Ansatz die Fotodateien nicht vom Computer auf die Speicherkarte zurückschreiben (um beispielsweise über die in Elektromärkten und Drogerien aufgestellten Fotostationen Papierabzüge anfertigen zu lassen). Wenn Sie nicht aufpassen und die falschen Importoptionen einstellen, legt der Importassistent die Dateien in automatisch generierten Unterordnern im Zielverzeichnis an und benennt diese nach dem Import- oder Aufnahmedatum sowie nach der Beschriftung. Dies führt zu einem Wust an Fotoordnern und der Überblick geht schnell verloren.
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Kapitel 21 · Fotos verwalten und bearbeiten
Bild 21.3: Fortschrittsanzeige beim Bildimport
21.1.2
Fotos manuell zum Computer übertragen
Der smartere Ansatz, den ich seit Jahren verwende, besteht darin, die Fotos direkt von der Speicherkarte auf die Festplatte des Rechners zu kopieren. Hierzu benötigen Sie einen Kartenleser für Speicherkarten. Viele Rechner sind bereits mit solchen Geräten ausgerüstet. Alternativ lassen sich Speicherkartenleser, die die gängigen Speicherkartenformate unterstützen, für knapp 10 Euro im Fachhandel kaufen. Achten Sie bei solchen Lesegeräten lediglich darauf, dass diese keine Treiber für Windows Vista benötigen und den USB 2.0-Standard unterstützen. Verbinden Sie solche Lesegeräte mit der USB-Buchse des Computers, werden die Leseschächte automatisch als Wechsellaufwerke im Ordnerfenster Computer eingebunden. Sie können dann die Fotodateien direkt zwischen Speicherkarte und Festplatte in beiden Richtungen kopieren.
Bild 21.4: Fotos direkt kopieren
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Fotos zum Computer übertragen
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1. Nehmen Sie die Speicherkarte aus der Kamera und stecken Sie diese in das Lesegerät. Sobald das Dialogfeld Automatische Wiedergabe erscheint, wählen Sie den Befehl Ordner öffnen, um Dateien anzuzeigen (Bild 21.1). 2. Anschließend navigieren Sie auf der Speicherkarte zum Fotoordner, der im Unterordner DCIM zu finden ist. Je nach Kameramodell kann der Ordner DCIM mehrere Unterordner mit Fotodateien aufweisen. 3. Öffnen Sie ein zweites Ordnerfenster und navigieren Sie dort zum Zielordner, in dem die Fotodateien abzulegen sind. 4. Anschließend können Sie die Fotodateien im Ordnerfenster der Speicherkarte markieren und dann mit den in Kapitel 9 beschriebenen Funktionen zum Zielordner kopieren oder verschieben (Bild 21.4). Dies erlaubt Ihnen, die Fotos vor dem Import in einer Miniaturvorschau anzusehen, ggf. direkt auf der Speicherkarte zu löschen und die Dateien selektiv in Zielordner zu speichern. Zudem funktioniert auch das Zurückschreiben von bearbeiteten Fotos auf die Speicherkarte. Die Hersteller von Digitalkameras haben sich auf den DCF-Standard (Digital Camera Format) geeinigt. Dies bedeutet, dass die Kameras eine ganz bestimmte Struktur zum Speichern der Fotodateien auf den Speichermedien verwenden (Bild 21.4, rechtes Fenster). Auf der Speicherkarte finden Sie den Ordner DCIM, der i. d. R. wiederum mehrere Unterordner aufweist. Die Unterordner mit den Bilddateien setzen sich meist aus dem Herstellernamen und einer Ziffernfolge (z. B. »136CANON«) zusammen. TIPP
390
Windows Vista erlaubt die Verwaltung von Fotodateien in der Windows-Fotogalerie und der Importassistent trägt die Fotos sogar automatisch in diesen Katalog ein. Falls Sie jedoch den Überblick behalten möchten, wo die Fotos gespeichert sind, empfiehlt sich die Verwendung einer besonderen Ordnerstruktur zur Ablage der Bilddateien. Bild 21.5 zeigt einen möglichen Ansatz, der verschiedene Unterordner im Ordner Bilder nutzt, um Fotos oder Scans abzulegen. Es wird ein Unterordner Fotos zur Aufbewahrung von Fotodateien verwendet. Der Ordner Fotos kann dann die gezeigte Unterordnerstruktur, bestehend aus Jahres- und Monatsnamen, zur Speicherung der Fotos enthalten. Dies vereinfacht die chronologische Einsortierung bzw. den entsprechenden Zugriff auf die Bilder. Um besondere Ereignisse (z. B. Urlaub, Hochzeit, Geburtstage etc.) besser identifizieren zu können, lassen sich die Fotos in separaten Unterordnern anlegen. Die Inhalte dieser Ordner lassen sich dann in der Windows-Fotogalerie importieren, um schnell auf die Fotos zugreifen zu können. Zum Sichern auf Foto-CDs können Sie dann aber direkt unter Windows auf die betreffenden Ordner zugreifen.
Kapitel 21 · Fotos verwalten und bearbeiten
Bild 21.5: Ordnerstruktur zur Verwaltung von Fotos
21.1.3
Schnellvorschau der Fotodateien
Benötigen Sie einen schnellen Überblick, welche Fotos auf einer Speicherkarte, auf CD oder DVD oder in einem Ordner der Festplatte gespeichert sind? Öffnen Sie das Ordnerfenster mit den gespeicherten Fotodateien (z. B. über den Befehl Computer im Startmenü) und wechseln Sie über die Navigationsleiste zum gewünschten Ordner mit den Fotodateien, so dass diese im rechten Teil zu sehen sind.
Bild 21.6: Anzeige der Fotos als Miniaturen
Anschließend können Sie in der Symbolleiste des Ordnerfensters das Menü der Schaltfläche Ansichten öffnen und den Anzeigemodus über den Schieberegler auf Große Symbole setzen. Anzeigemodi wie Große Sym-
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Fotoverwaltung mit der Windows-Fotogalerie
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bole oder Extra große Symbole stellen eine genügend große Miniaturansicht bereit, um den Inhalt der Fotodatei zu erkennen. Für die aktuell im Ordnerfenster per Mausklick markierte Fotodatei blendet Windows am unteren Rand im Detailfenster zudem eine Miniaturvorschau, den Dateinamen, den Dateityp, das Aufnahmedatum, ggf. zugewiesene Markierungen sowie eine Bewertung ein. Sie erhalten also bereits eine Menge an Informationen.
21.2 Fotoverwaltung mit der Windows-Fotogalerie Die in Windows Vista enthaltene Windows-Fotogalerie ermöglicht es, die Fotos nach bestimmten Kriterien zu organisieren (und sogar zu bearbeiten). Dieses Programm kann Ihre Fotos in einer Art Übersicht anzeigen. Nachfolgend wird gezeigt, wie Sie die Funktionen der Fotogalerie verwenden, um die Bilder nach bestimmten Kriterien zu sortieren bzw. zu filtern und anzuzeigen.
21.2.1
Die Windows-Fotogalerie im Überblick
Beim Import von Fotos von Scannern oder Kameras lässt sich die Fotogalerie automatisch einblenden. Sie können die Windows-Fotogalerie aber auch gezielt über die Befehle Alle Programme/Windows-Fotogalerie des Startmenüs aufrufen. Alternativ haben Sie die Möglichkeit, direkt aus einem Ordnerfenster heraus zur Fotogalerie zu wechseln. Hierzu markieren Sie im Ordnerfenster eine Fotodatei, öffnen dann in der Symbolleiste des Ordnerfensters das Menü der Schaltfläche Vorschau und wählen den Befehl Windows-Fotogalerie (Bild 21.7).
Bild 21.7: Aufrufen der Fotogalerie
Das Fenster der Windows-Fotogalerie gibt Ihnen einen schnellen Überblick über die verwalteten Fotos und bietet auch eine vergrößerte Anzeige einzelner Bilder (Bild 21.8). 쮿
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In der mittleren Spalte werden die von der Galerie verwalteten Fotos als Miniaturansichten (oder als Einzelbilder) dargestellt. Dies gibt Ihnen eine schnelle Übersicht über die vorhandenen Fotos.
Kapitel 21 · Fotos verwalten und bearbeiten
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Das Navigationsfenster in der linken Spalte enthält Einträge, über die Sie die in der mittleren Spalte angezeigten Miniaturansichten der Fotos nach bestimmten Kriterien abrufen und filtern können. Sie können beispielsweise in Ordnern mit den gespeicherten Fotos navigieren, die Fotos nach Bewertungen oder nach Filterkriterien abrufen oder sich ansehen, was zuletzt importiert wurde.
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Zeigen Sie mit der Maus auf eine Miniaturansicht, blendet die Galerie eine vergrößerte Darstellung als QuickInfo ein. Klicken Sie auf die Miniaturansicht eines Fotos, werden in der rechten Spalte des Galeriefensters die Fotoeigenschaften (Dateiname, Aufnahmedatum, Bewertung, Beschriftungen, Bildtitel und Größe) angezeigt. Falls die Spalte fehlt, klicken Sie in der Symbolleiste des Galeriefensters auf die Schaltfläche Info.
Über die Schaltflächen der Symbolleiste lassen sich weitere Funktionen zur Anzeige und Bearbeitung von Fotos abrufen. Ein Doppelklick auf eine Miniaturansicht öffnet dieses in einer vergrößerten Darstellung in der Fotogalerie (siehe unten).
Bild 21.8: Das Fenster der Windows-Fotogalerie
21.2.2
Ordner in die Fotogalerie aufnehmen
Sofern Sie auf den Windows-Importassistenten zur Übernahme der Fotos verzichten, müssen Sie die manuell importierten Fotos in die Fotogalerie aufnehmen. Aber auch bei der Katalogisierung von CDs und DVDs mit Fotos bietet sich deren Import in der Galerie an. Dabei speichert das Programm lediglich den Pfad zu den betreffenden Fotodateien und hinterlegt diese in der Miniaturvorschau. Zum Hinzufügen solcher Fotos in die Windows-Fotogalerie gehen Sie folgendermaßen vor.
393
Fotoverwaltung mit der Windows-Fotogalerie
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Bild 21.9: Ordner der Windows-Fotogalerie hinzufügen
1. Öffnen Sie in der Symbolleiste der Windows-Fotogalerie das Menü der Schaltfläche Datei und wählen Sie den Befehl Ordner der Galerie hinzufügen (Bild 21.9). 2. Anschließend wählen Sie im eingeblendeten Dialogfeld Ordner der Galerie hinzufügen den gewünschten Fotoordner aus und bestätigen dies durch Anklicken der OK-Schaltfläche. Standardmäßig finden Sie die Fotodateien in Unterordnern des Ordners Bilder. Die Aufnahme des Fotoordners in die Galerie kann einige Sekunden dauern. Anschließend sollte ein neuer Eintrag im Zweig Ordner im Navigationsfenster der Windows-Fotogalerie zu finden sein.
21.2.3
Fotos bewerten und beschriften
Bei umfangreicheren Fotosammlungen wird es schwierig, gezielt bestimmte Motive zu einzelnen Themen (z. B. Tiere, Natur, Gebäude, Personen etc.) zu finden. Über die Windows-Fotogalerie haben Sie aber die Möglichkeit, Fotos nach bestimmten Kriterien zu katalogisieren. 1. Wählen Sie im Navigationsbereich (die linke Spalte der WindowsGalerie) den gewünschten Zweig (z. B. Alle Bilder und Videos/Bilder oder Ordner/Bilder/xxx) per Mausklick an. Dann werden die Miniaturansichten der Fotos im mittleren Teil der Galerie eingeblendet. 2. Klicken Sie die Miniaturansicht eines Fotos in der mittleren Spalte der Windows-Fotogalerie an, um dessen Eigenschaften in der rechten Spalte des Fensters einzublenden (Bild 21.10). 3. Klicken Sie in der rechten Spalte der Windows-Fotogalerie auf das Textfeld <Titel hinzufügen> (Bild 21.10), tippen Sie einen aussagekräftigen Titeltext ein und drücken Sie die (Enter)-Taste oder klicken Sie auf eine Stelle außerhalb des Textfelds. 4. Klicken Sie in der rechten Spalte auf das Textfeld Beschriftungen hinzufügen. Anschließend tippen Sie in das eingeblendete Textfeld ein Stichwort als Beschriftung ein und bestätigen dies über die (Enter)-Taste.
394
Kapitel 21 · Fotos verwalten und bearbeiten
Bild 21.10: Foto mit Titel und Beschriftung versehen
Sie können die letzten Schritte mehrfach wiederholen, um einem Bild mehrere Stichworte (beispielsweise Ortsnamen, Motivkategorien wie Tiere, Menschen, Gebäude, Blumen etc.) als Beschriftungen zuzuweisen. Durch Anklicken eines der fünf Sterne in der rechten Spalte können Sie eine Bewertung über die Qualität des eingeblendeten Fotos abgeben. Weiterhin können Sie den Dateinamen in der rechten Spalte anklicken und anpassen. Klicken Sie auf das angezeigte Datum, lässt sich dieses ebenfalls (ggf. über ein eingeblendetes Kalenderblatt) ändern. Auf diese Weise können Sie jedem Foto individuelle Kennzeichen anheften und diese Informationen bei der späteren Suche nach Fotos nutzen.
21.2.4
Fotos gezielt in der Fotogalerie abrufen
Die Windows-Galerie erlaubt Ihnen, die Fotos nach bestimmten Kriterien zu sortieren bzw. zu filtern. Sie können beispielsweise die Fotos nach dem Speicherort, nach der Bewertung oder nach bestimmten Beschriftungskategorien sortiert anzeigen bzw. filtern. Dies soll an einigen Beispielen demonstriert werden. 1. Klicken Sie in der Navigationsleiste der Windows-Fotogalerie (linke Spalte) auf die Rubrik Alle Bilder und Videos/Bilder und dann auf die Unterkategorie Bilder. In der mittleren Spalte sollten jetzt die Miniaturansichten aller in der Windows-Fotogalerie verwalteten Fotos angezeigt werden (Bild 21.11).
395
Fotoverwaltung mit der Windows-Fotogalerie
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Bild 21.11: Anzeige aller Fotos in der Fotogalerie
2. Erweitern Sie in der linken Navigationsspalte der Windows-Fotogalerie den Zweig Ordner durch Anklicken des Ordnersymbols und navigieren Sie in der Ordnerhierarchie zu einem der hinzugefügten Ordner (z. B. Ordner/Bilder/Fotos/2006/05_Mai). Sobald Sie dieses Ordnersymbol anklicken, zeigt die Windows-Fotogalerie nur noch die Miniaturansichten der im gewählten Ordner gespeicherten Fotos. 3. Haben Sie vergessen, in welchem Ordner die Fotos eines Ereignisses (Geburtstag, Hochzeit, Taufe, Urlaub etc.) hinterlegt wurden, kennen aber das Datum des betreffenden Ereignisses? Klicken Sie in der Navigationsspalte der Windows-Fotogalerie auf den Zweig Aufnahmedatum und wählen Sie dann das Aufnahmejahr, den Aufnahmemonat und ggf. den Aufnahmetag. Jetzt sind in der mittleren Spalte nur noch die Miniaturansichten jener Fotos, die am bestimmten Tag aufgenommen wurden. Suchen Sie Fotos zu einem bestimmten Thema (z. B. Blumenfotos)? Sofern Sie die Fotos beschriftet haben (siehe den vorherigen Abschnitt), ist die Auswahl mit mehreren Mausklicks möglich. 4. Klicken Sie in der Navigationsspalte auf den Zweig Beschriftungen und wählen Sie in der eingeblendeten Liste die gewünschte Beschriftungskategorie aus (Bild 21.12). Nun werden nur noch jene Fotos als Miniaturansichten eingeblendet, deren Beschriftungen dem angegebenen Filterkriterium entsprechen (hier Blumenfotos).
396
Kapitel 21 · Fotos verwalten und bearbeiten
Bild 21.12: Filtern der Fotoanzeige nach der Beschriftung
Auf ähnliche Weise lässt sich der Zweig Bewertungen in der Navigationsspalte anklicken. Sie sehen dann mehrere Einträge mit 1, 2, 3 oder mehr hervorgehobenen Sternen. Klicken Sie auf eine Rubrik, werden nur noch Fotos mit der entsprechenden Bewertung eingeblendet. Bei Bedarf können Sie oberhalb der Miniaturansichten auf das Textfeld zum Suchen klicken (Bild 21.13). Wenn Sie dann einen Suchbegriff (Titel eines Fotos oder einen Begriff aus der Kategorie der Beschriftungen) eintippen, filtert die Windows-Fotogalerie alle Fotos, deren Titel oder Beschriftung zum Suchmuster passt, und zeigt die Ergebnisse als Miniaturansichten in der mittleren Spalte an. Bei Bedarf können Sie zusätzlich die Schaltfläche Ansichten neben dem Suchfeld anklicken. Im eingeblendeten Menü (Bild 21.13) finden Sie Befehle, um die Miniaturansichten nach verschiedenen Kriterien wie Aufnahmedatum, Bewertung, Kamera etc. zu gruppieren bzw. zu sortieren. Der Befehl Miniaturansichten mit Text im Menü der Schaltfläche Ansichten blendet das Aufnahmedatum und die Uhrzeit der Aufnahme unter der Miniaturansicht ein. Mit dem Befehl Miniaturansichten wechseln Sie zur Darstellung ohne Text zurück.
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Fotos anzeigen und bearbeiten
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Bild 21.13: Suchen und Gruppieren bei Fotos
21.3 Fotos anzeigen und bearbeiten Die Windows-Fotogalerie stellt Ihnen nicht nur Funktionen zur Verwaltung der Fotos bereit. Sie können Fotos auch in einer Großdarstellung abrufen, die EXIF-Informationen der Kamera und Eigenschaften wie Bewertungen, Titel oder Markierungen einsehen. Zudem ermöglicht die Fotogalerie, Aufnahmen in einem gewissen Umfang zu bearbeiten. Hochformatfotos lassen sich drehen, unscharfe Fotos können Sie löschen oder zu dunkle bzw. zu helle Motive sind unter Umständen korrigierbar. Nachfolgend werden die wichtigsten Funktionen zur Fotobearbeitung kurz vorgestellt.
21.3.1
Fotos anzeigen, drehen und löschen
Die Miniaturansichten in Ordnerfenstern und in der mittleren Spalte der Windows-Fotogalerie erlauben kaum eine Beurteilung der Aufnahmen auf Schärfe oder korrekte Belichtung. Unscharfe Fotos können eigentlich gleich gelöscht werden, im Hochformat geschossene Aufnahmen müssen eventuell um 90 Grad gedreht werden. Dies ist in der Windows-Fotogalerie (und teilweise direkt in Ordnerfenstern) mit wenigen Mausklicks möglich. 쮿
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Um ein Foto in vergrößerter Ansicht darzustellen, wählen Sie seine Miniaturansicht in der Windows-Fotogalerie per Doppelklick an. Dann wechselt die Anzeige zu der in Bild 21.14 gezeigten Einzeldarstellung des Fotos. Über die Schaltfläche Zurück zur Galerie in der Symbolleiste des Fensters gelangen Sie zur vorhergehenden Darstellung mit den Miniaturansichten zurück.
Kapitel 21 · Fotos verwalten und bearbeiten
Zoom
Zurück
Diashow wiedergeben Drehen Weiter
Tatsächliche Größe
Löschen
Bild 21.14: Fotomotiv in der Windows-Fotogalerie
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Reicht Ihnen die Einzelbilddarstellung zur Beurteilung der Bildschärfe nicht aus, klicken Sie in der Fußleiste des Galeriefensters auf die Zoom-Schaltfläche und ziehen dann den Schieberegler mit der Maus nach oben. Die Windows-Fotogalerie vergrößert das angezeigte Foto stufenlos um den eingestellten Zoomfaktor. Je nach gewähltem Wert erscheint im Fenster aber nur noch ein Ausschnitt des Fotos.
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Um bei extrem vergrößertem Foto bestimmte Ausschnitte des Motivs in der Anzeige zu sehen, klicken Sie auf den Anzeigebereich der Galerie. Solange Sie die linke Maustaste gedrückt halten, lässt sich der Fotoausschnitt im Anzeigefenster durch Ziehen per Maus verschieben.
Um schnell zur ursprünglichen Größe zurückzukehren, klicken Sie auf die Schaltfläche Tatsächliche Größe. Die Fußleiste des Galeriefensters enthält weitere Schaltflächen zum Abrufen der Funktionen. TIPP
Durch Zeigen auf die Bedienelemente in der Fußleiste der Galerie lässt sich eine QuickInfo mit Hinweisen zur Funktion abrufen. 쮿
Mit den Schaltflächen Zurück und Weiter blättern Sie zwischen den Fotos der aktuellen Galerieauswahl. Die Auswahl bezieht sich dabei auf die in der Galerie angezeigten Miniaturansichten (z. B. ein kompletter Fotoordner oder eine zusammengestellte Fotogalerie).
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Fotos anzeigen und bearbeiten
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Die automatische Wiedergabe der Fotos als Diashow in einer Vollbilddarstellung lässt sich über die mit Diashow bezeichnete Schaltfläche abrufen (siehe folgende Abschnitte).
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Ein Foto im Hochformat können Sie über die in Bild 21.14 mit Drehen beschrifteten Schaltflächen um 90 Grad nach links oder rechts drehen. Die Funktion lässt sich auch abrufen, indem Sie mit der rechten Maustaste auf das (in der Fotogalerie oder im Ordnerfenster angezeigte) Foto klicken und die Kontextmenübefehle (Im Uhrzeigersinn drehen oder Gegen den Uhrzeigersinn drehen) wählen.
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Zum Löschen eines angezeigten Fotos klicken Sie in der unteren Leiste auf die Schaltfläche Löschen. Alternativ können Sie das Kontextmenü eines Fotos oder einer Miniaturansicht mit der rechten Maustaste öffnen und den Befehl Löschen wählen. Die Sicherheitsabfrage, ob die Datei wirklich in den Papierkorb verschoben werden darf, bestätigen Sie über die Ja-Schaltfläche. Das Foto wird sowohl aus der Galerie als auch aus dem Ordner entfernt.
Die meisten Schaltflächen sind übrigens auch in der Darstellung der Miniaturansichten in der Fußleiste der Windows-Galerie zu sehen. Sie können daher die obigen Funktionen auch direkt in der Fotogalerie auf Miniaturansichten anwenden. Ähnliches gilt für das Kontextmenü, welches sich beim Anklicken der Fotovorschau oder der Miniaturansicht per Klick mit der rechten Maustaste öffnet.
Fotos umbenennen und Fotoordner öffnen In der Galerieanzeige gibt es sogar noch weitere Funktionen. Möchten Sie direkt aus der Windows-Fotogalerie zum Ordner einer Fotodatei wechseln? Markieren Sie das gewünschte Foto in der Miniaturansicht, öffnen Sie das Kontextmenü mit der rechten Maustaste und wählen Sie den Befehl Dateispeicherort öffnen. Dann erscheint das Ordnerfenster, welches die betreffende Fotodatei enthält. Dies ist vor allem hilfreich, wenn Sie in der Galerie Fotos über Filter oder Suchfunktionen zusammengestellt haben und nun die Fotodateien kopieren oder sichern möchten. Zum Umbenennen von Fotos lässt sich die Windows-Fotogalerie ebenfalls verwenden. Klicken Sie einfach das Foto in der Miniaturansicht an. Dann lässt sich der in der rechten Infospalte eingeblendete Dateiname per Maus anklicken. Sobald der Name markiert ist, lässt er sich korrigieren. Über die (Enter)-Taste oder durch Klicken auf einen anderen Bereich außerhalb der Markierung wird der neue Name übernommen.
21.3.2
Abrufen der EXIF-Informationen und Eigenschaften
Wählen Sie die in der rechten Infospalte der Windows-Fotogalerie angezeigte Miniaturansicht des markierten Fotos per Doppelklick an oder rufen den Kontextmenübefehl Eigenschaften der Miniaturansicht des in der Fotogalerie oder im Ordnerfenster angewählten Fotos auf, öffnet sich das Eigenschaftenfenster der Datei.
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Kapitel 21 · Fotos verwalten und bearbeiten
Bild 21.15: EXIF-Informationen einer Fotodatei
Dies kennen Sie bereits aus Kapitel 10. Bei Fotos besitzt die Registerkarte Details (Bild 21.15) aber eine besondere Bedeutung, da dort bei JPEGDateien die von der Digitalkamera hinterlegten so genannten EXIFDaten angezeigt werden. In diesen Eigenschaften sind Aufnahmedaten wie Belichtung, Blende etc. gespeichert. Die Registerkarte erlaubt Ihnen zudem, Eigenschaften wie den Titel, Markierungen, die Bewertung oder Angaben zu Autoren, Aufnahmedatum, Copyright etc. anzusehen und teilweise zu verändern. Die Änderungen werden durch Anklicken der OK-Schaltfläche in die Fotodatei übernommen.
21.3.3
Rote-Augen-Korrektur für Fotos
Kompaktkameras neigen bei Blitzlichtaufnahmen von Personen dazu, die Augen unnatürlich rot darzustellen. Manche Kameras besitzen zwar eine Funktion zur Korrektur dieses Effekts. Trotzdem sind die typischen roten »Zombie«-Augen auf vielen Blitzlichtaufnahmen zu sehen. Dies lässt sich in der Windows-Fotogalerie korrigieren. 1. Rufen Sie die Einzelbilddarstellung des betreffenden Fotos durch einen Doppelklick in der Windows-Fotogalerie auf und wählen Sie in der Symbolleiste des Programmfensters die Schaltfläche Reparieren (Bild 21.16).
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Fotos anzeigen und bearbeiten
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2. Anschließend klicken Sie in der rechten Spalte des Galeriefensters auf die eingeblendete Schaltfläche Rote Augen korrigieren. Die Galerie wechselt in den Bearbeitungsmodus und in der rechten Spalte werden unterhalb der Schaltfläche Rote Augen korrigieren Anweisungen zum Ausführen der Korrektur angezeigt. 3. Zeigen Sie auf einen Punkt links oberhalb der Pupille und sobald ein stilisiertes Kreuz als Mauszeiger erscheint, ziehen Sie die Maus bei gedrückter linker Maustaste diagonal nach rechts unten.
Bild 21.16: Rote Augen korrigieren
Beim Ziehen erscheint im Bildbereich ein dünner Markierungsrahmen. Solange die linke Maustaste gedrückt ist, lässt sich die Größe des Markierungsrahmens durch Verschieben der Maus (bei weiterhin gedrückter Maustaste) anpassen. Ist die Pupille zu klein, können Sie die Zoomdarstellung der Anzeige vor dem Markieren vergrößern (siehe die vorhergehenden Abschnitte). Sobald Sie die linke Maustaste loslassen, wird die rote Pupille im markierten Bereich schwarz eingefärbt. Führen Sie dann die gleichen Schritte bei der zweiten Pupille der fotografierten Person aus. Wurden alle Korrekturen zufrieden stellend durchgeführt, klicken Sie in der rechten Spalte der Fotogalerie erneut auf die Schaltfläche Rote Augen korrigieren, um den Korrekturmodus zu verlassen.
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Kapitel 21 · Fotos verwalten und bearbeiten
TIPP
Markieren Sie z. B. einen Bereich mit roter Hautfarbe (z. B. rote Lippen), wird dieser von der Rote-Augen-Korrektur ebenfalls umgefärbt. Korrekturen lassen sich jederzeit durch Anklicken der in der rechten Spalte des Fotogalerie-Fensters eingeblendeten Rückgängig-Schaltfläche zurücknehmen. Bei jedem Mausklick wird ein Korrekturschritt aufgehoben. Sobald Sie in der oberen Symbolleiste des Galeriefensters die Schaltfläche Zurück zur Galerie anklicken, werden die vorgenommenen Änderungen in der Fotodatei gespeichert (erkennbar an dem kurzzeitig eingeblendeten Hinweis). Möchten Sie eine bereits gespeicherte Änderung zurücknehmen? Markieren Sie die Miniaturansicht des Fotos per Mausklick und wählen Sie in der oberen Symbolleiste des Galeriefensters die Schaltfläche Reparieren. Die Einzelbilddarstellung erscheint und in der rechten Spalte findet sich statt der Schaltfläche Rückgängig die Schaltfläche Wiederherstellen. Wählen Sie diese Schaltfläche an und bestätigen das Dialogfeld mit der Sicherheitsabfrage über die Wiederherstellen-Schaltfläche, werden alle Änderungen verworfen und das Originalfoto wird wiederhergestellt.
21.3.4
Fotos beschneiden
Benötigen Sie nur einen Ausschnitt des Fotos, weil das Motiv in der Aufnahme sehr klein geraten ist? Dies ist in der Einzelbilddarstellung der Windows-Fotogalerie mit wenigen Mausklicks möglich. 1. Klicken Sie in der Symbolleiste der Windows-Fotogalerie auf die Schaltfläche Reparieren und wählen Sie anschließend in der rechten Spalte die Schaltfläche Bild zuschneiden (Bild 21.17).
Bild 21.17: Foto beschneiden
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2. Anschließend passen Sie die Lage und die Größe des im Foto eingeblendeten Markierungsrechtecks per Maus an. Sie können per Maus auf das Innere des Rechtecks zeigen und dieses dann bei gedrückter linker Maustaste verschieben. Die Größe lässt sich durch Ziehen der an den Ecken sichtbaren Ziehmarken verändern. 3. Ist der gewünschte Bereich markiert, klicken Sie in der rechten Spalte auf die Schaltfläche Übernehmen. Die Fotogalerie schneidet anschließend den markierten Bildbereich aus und zeigt diesen an. Der Beschnitt wird gespeichert, sobald Sie die Einzelbilddarstellung über die Schaltfläche Zurück zur Galerie verlassen. TIPP
Bei Anwahl der Schaltfläche Bild zuschneiden blendet das Programm einen Markierungsrahmen in einer vorgegebenen Größe in der Anzeige ein. Soll der Zuschnitt auf die Maße der gängigen Fotoformate (9 x 13 cm, 10 x 15 cm etc.) abgestimmt werden? Klicken Sie in der rechten Spalte auf die Schaltfläche Benutzerdefiniert und wählen Sie dann das gewünschte Fotoformat aus. Solange Sie die Größe des Markierungsrechtecks nicht mehr anpassen, bleibt das gewählte Format erhalten. Über die Schaltfläche Bild drehen in der rechten Spalte des Galeriefensters lässt sich der Markierungsrahmen um jeweils 90 Grad drehen. Dies ermöglicht Ihnen, Ausschnitte im Hoch- oder im Querformat zu bestimmen. Einen fehlerhaften Beschnitt können Sie jederzeit mit der in der rechten Spalte angezeigten Schaltfläche Rückgängig korrigieren.
21.3.5
Farbe und Helligkeit korrigieren
Liegt ein leicht fehlerhaft belichtetes Foto (zu hell, zu dunkel, farbstichig) vor? Auch für diese Fälle stellt Ihnen die Windows-Fotogalerie entsprechende Korrekturmöglichkeiten zur Verfügung.
Bild 21.18: Farbe und Helligkeit korrigieren
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Kapitel 21 · Fotos verwalten und bearbeiten
1. Markieren Sie das Foto in der Miniaturansicht und klicken Sie in der oberen Symbolleiste des Galeriefensters auf die Schaltfläche Reparieren. 2. Anschließend wählen Sie in der rechten Spalte des Galeriefensters eine der drei in Bild 21.18 gezeigten Schaltflächen Automatisch anpassen, Belichtung anpassen und Farbe anpassen. Die Schaltfläche Automatisch anpassen führt alle Korrekturen automatisch aus. Bei den Schaltflächen Belichtung anpassen und Farbe anpassen sind anschließend die Korrekturfaktoren für die gewünschte Kategorie über die in der rechten Spalte eingeblendeten Schieberegler einzustellen. Zur Belichtungskorrektur können Sie nach Anwahl der Schaltfläche den eingeblendeten Regler Helligkeit mit der Maus nach links oder rechts ziehen, um das Foto abzudunkeln oder aufzuhellen. Über den Regler Kontrast können Sie das Verhältnis zwischen hellen und dunklen Bildteilen erhöhen oder reduzieren. Im Modus Farbe anpassen können Sie den Regler Farbtemperatur verwenden, um das Foto mit einem kälteren Blauton oder einem wärmeren Rotton zu versehen. Der Regler Farbton entfernt Farbstiche aus dem Bild, indem der Grünanteil verstärkt oder reduziert wird. Der Regler Sättigung bestimmt, wie kräftig die Farben im Bild dargestellt werden. Entspricht das Ergebnis nicht Ihren Vorstellungen, lässt sich die Korrektur über die in der rechten Spalte eingeblendete Schaltfläche Rückgängig zurücknehmen. Der Korrekturmodus wird beendet, sobald Sie die Schaltflächen Belichtung anpassen bzw. Farbe anpassen erneut anklicken.
21.4 Fotos präsentieren und sichern Windows Vista sowie die Windows-Fotogalerie stellen Ihnen Funktionen zum Präsentieren Ihrer Fotos, zum Anfertigen von Papierabzügen sowie zum Sichern der zugehörigen Dateien bereit. In den folgenden Abschnitten lernen Sie die entsprechenden Funktionen kennen.
21.4.1
Eine Diashow abrufen
Verfügen Sie über Fotos und Bilder, können Sie diese als Diashow am Computer abrufen. 1. Um eine Auswahl verschiedener Fotos in der Diashow anzuzeigen, markieren Sie diese im Ordnerfenster oder in der Miniaturansicht der Windows-Fotogalerie. 2. Klicken Sie im Ordnerfenster auf die in der Symbolleiste eingeblendete Schaltfläche Diashow. Im Fenster der Windows-Fotogalerie können Sie die Diashow über die am unteren Rand angeordnete Schaltfläche Diashow wiedergeben (Bild 21.14) oder durch Drücken der Funktionstaste (F11) aufrufen. Die Diashow zeigt die Fotos als Vollbilddarstellung auf dem Bildschirm an (Bild 21.19). Die Fotos werden dabei automatisch in einem vorgebba-
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Fotos präsentieren und sichern
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ren Zeitintervall abgespielt. Über die Tasten (æ) und (Æ) können Sie aber per Tastatur zum jeweils vorhergehenden oder nachfolgenden Foto umschalten. Über die (Esc)-Taste lässt sich die Diashow beenden. Klicken Sie die Diashow mit der rechten Maustaste an, lassen sich über das Kontextmenü Befehle zum Beenden der Diashow, zum Anpassen der Wiedergabegeschwindigkeit, zum Anhalten, Fortsetzen oder Blättern abrufen (rechtes Menü in Bild 21.19). Je nach Leistungsfähigkeit der Grafikkarte wird im Fenster der Diashow eine Leiste mit Schaltflächen zur Ablaufsteuerung sichtbar. Dann lassen sich u. U. auch Designs zur Darstellung der Diashow abrufen (linkes Menü in Bild 21.19).
Bild 21.19: Anzeige der Diashow
21.4.2
Fotodruck ganz einfach
Das Drucken eines Fotos oder eines Bildes auf einem Farbdrucker lässt sich in Windows Vista mit folgenden Schritten durchführen. 1. Öffnen Sie das Ordnerfenster oder die Windows-Fotogalerie und wählen Sie den Ordner mit den gewünschten Fotos aus. 2. Markieren Sie die auszudruckenden Fotos und klicken Sie in der Symbolleiste des Ordnerfensters bzw. der Fotogalerie auf die Schaltfläche Drucken. Bei der Fotogalerie erscheint nach Anwahl der Schaltfläche Drucken ein Menü (Bild 21.20, Hintergrund), in dem Sie erneut den Befehl Drucken
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Kapitel 21 · Fotos verwalten und bearbeiten
anwählen müssen. Alternativ können Sie die Druckfunktion in der Fotogalerie über die Tastenkombination (Strg)+(P) aufrufen. 3. Vista öffnet das Dialogfeld Bilder drucken (Bild 21.20, Vordergrund), in dem Sie die Druckoptionen festlegen und dann über die Schaltfläche Drucken bestätigen. Oberhalb der Vorschau finden Sie im Dialogfeld Listenfelder zur Auswahl des Druckers, der Papiergröße und der Druckqualität.
Bild 21.20: Auswahl der Druckoptionen
Der Ausdruck erfolgt in der Regel auf DIN-A4-Fotopapier. Bei den Standardfotoformaten 9 x 13 cm oder 10 x 15 cm passen drei bzw. zwei Bilder auf einen Bogen. Das gewünschte Fotoformat lässt sich über die am rechten Rand des Dialogfelds eingeblendete Liste mit den Formatschablonen (z. B. 13 x18 cm (2)) auswählen. Unterhalb des Vorschaubereichs finden Sie Felder, um die Zahl der Kopien pro Bild vorzugeben. Der Link Optionen öffnet ein zusätzliches Dialogfeld, in dem Sie bei Bedarf die Druckereinstellungen anpassen können.
21.4.3
Fotos auf CD/DVD brennen
Sie können Fotos mittels der Windows-Fotogalerie auf CDs oder DVDs brennen. Dabei lässt sich eine einfache Daten-CD bzw. -DVD zum Sichern erzeugen oder eine Fotosammlung als Video auf CD bzw. DVD brennen.
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Fotos präsentieren und sichern
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1. Markieren Sie die betreffenden Bilder in einem Ordnerfenster oder in den Miniaturansichten der Windows-Fotogalerie und klicken Sie in der Symbolleiste des Fensters auf die Schaltfläche Brennen. In der Fotogalerie müssen Sie bei Anwahl der Schaltfläche Brennen im Menü den Befehl Daten-CD wählen (Bild 21.21). 2. Nachdem Windows die Fotodateien zum Brennen vorbereitet und die Schublade des Brenners ausgefahren hat, legen Sie einen geeigneten Rohling in den Brenner ein und schließen die Schublade.
Bild 21.21: Auswahl der Brennoptionen
Sobald der Rohling im Brenner erkannt wurde, verschwindet das Dialogfeld Auf Datenträger brennen. Wählen Sie im Folgedialog, wie der Datenträger vorzubereiten (Mastered oder Lifedateisystem) ist. Danach werden die Fotodateien auf das Medium gebrannt. Die Schritte entsprechen dem Brennen einer Daten-CD (siehe Kapitel 14).
Fotos als Video-DVD brennen Um Fotos als Diashow auf DVD-Playern oder anderen Computern wiedergeben zu können, benötigen Sie eine Video-DVD. Diese lässt sich mit folgenden Schritten erstellen. 1. Starten Sie die Windows-Fotogalerie und rufen Sie den Ordner oder die Zusammenstellung mit den Fotos als Miniaturansicht ab. Fotos im Hochformat müssen Sie um 90 Grad drehen. 2. Markieren Sie die Fotos, die Bestandteil der Video-DVD werden sollen, klicken Sie auf die Schaltfläche Brennen und wählen Sie im eingeblendeten Menü den Befehl Video-DVD (Bild 21.21). Die Fotogalerie startet nun den Windows DVD Maker, der Sie beim Erstellen der Video-DVD unterstützt und die Brennoptionen in Dialogfeldern abfragt. 3. Passen Sie im Dialogschritt Bilder und Videos zur DVD hinzufügen (Bild 21.22, oben) die Bildanzahl und Bildreihenfolge an und klicken Sie danach auf die Schaltfläche Weiter. Die Reihenfolge der Fotos beeinflussen Sie, indem Sie ein Foto markieren und dieses dann bei gedrückter linker Maustaste nach oben oder nach unten in der Liste verschieben. Über die Schaltfläche Elemente hinzufügen lässt sich ein Ordnerfenster öffnen, in dem Sie Fotodateien nachträglich auswählen und zur Zusammenstellung hinzufügen können. Unerwünschte Fotos können Sie in der Zusammenstellung markieren und mittels der Schaltfläche Elemente entfernen aus dem Dialogfeld Bilder und Videos zur DVD hinzufügen entfernen. Über den in der rechten unteren Ecke eingeblendeten Link Optionen öffnen Sie ein Dialogfeld zur
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Kapitel 21 · Fotos verwalten und bearbeiten
Auswahl der Videooptionen (PAL- oder NTSC-Format, Seitenverhältnis 16 : 9 oder 4 : 3, Diashow mit einem Menü starten etc.).
Bild 21.22: Optionen für die Video-DVD festlegen
4. Im Dialogschritt Datenträger kann gebrannt werden (Bild 21.22, unten) legen Sie die Optionen für Menütexte und Menüstile fest. Die Schaltflächen Menütext und Menü anpassen erlauben Ihnen, in separaten Dialogfeldern den Titeltext anzupassen oder Videos für den Menüvordergrund und -hintergrund auszuwählen. Die Schaltfläche Diashow öffnet ein Dialogfeld, in dem Sie Audiodateien hinzufügen und somit die
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Diashow vertonen können. Die Audiodateien werden später beim Abspielen der Diashow als Tonspur wiedergegeben. Über die am rechten Rand des Dialogfelds Datenträger kann gebrannt werden angezeigte Liste lässt sich ein Menüstil für das Eingangsmenü der DVD wählen. Sobald alle Optionen im Dialogfeld bestimmt sind, können Sie die Schaltfläche Vorschau anklicken. Dann erstellt der Windows DVD Maker eine Vorschau des Videos und simuliert in einem Dialogfeld die Wiedergabe des Videos. Das Dialogfeld bietet beispielsweise Schaltflächen, um in den Menüs des Videos zu navigieren, zwischen den Szenen (d. h. Einzelfotos) zu blättern und das Menü aufzurufen. So können Sie die Videowiedergabe vor dem Brennen testen. Das Dialogfeld lässt sich über die OK-Schaltfläche schließen. 5. Entspricht alles Ihren Vorstellungen, klicken Sie auf die Schaltfläche Brennen. 6. Sobald der Windows DVD Maker Sie zum Einlegen einer beschreibbaren DVD in den Brenner auffordert, legen Sie ein geeignetes Medium ein, schließen die Schublade und befolgen die Anweisungen zum Brennen der DVD. Ein Dialogfeld mit einer Fortschrittsanzeige informiert Sie über den Ablauf. Sobald die Fertigstellung der Video-DVD gemeldet wurde, können Sie das Medium dem Brenner entnehmen und ggf. noch geöffnete Dialogfelder schließen. Anschließend lässt sich die Video-DVD am Computer mit dem Windows Media Player oder mittels eines DVD-Players testen. Die Windows-Fotogalerie stellt in der Symbolleiste noch die Schaltfläche E-Mail bereit, die bei Anwahl eine neue Nachricht im E-Mail-Editor erzeugt und die gewählten Fotos als Anlage anhängt. Über die Schaltfläche Film erstellen werden die gewählten Fotos in den Windows Movie Maker importiert und Sie können das Ganze dann als Video erstellen lassen. Die Schaltfläche Öffnen erlaubt die gewählte Fotodatei in ein Grafikbearbeitungsprogramm zum Bearbeiten zu laden.
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22 Musik- und Videowiedergabe Der Windows Media Player erlaubt Ihnen unter Windows Vista Home Premium, sowohl Musik-CDs als auch Video-CDs bzw. -DVDs abzuspielen. Weiterhin können Audio- und Videodateien wiedergegeben werden. Das vorliegende Kapitel befasst sich mit der Handhabung des Media Players und mit Fragen zur Audio- und Videowiedergabe.
22.1 Media Player-Grundlagen und Technikwissen In diesem Abschnitt lernen Sie einige Grundlagen zur Bedienung des Windows Media Players sowie zu dessen Einrichtung und Anpassung kennen.
22.1.1
Windows Media Player beim ersten Start einrichten
Wenn Sie den Windows Media Player zum ersten Mal aufrufen, erscheinen einige Dialogfelder, in denen Sie die Grundkonfigurierung des Programms festlegen können.
Bild 22.1: Dialogfeld zur Ersteinrichtung des Windows Media Players
Unerfahrene Benutzer markieren im Startdialog (Bild 22.1) die Option Expresseinstellungen (empfohlen). Um mehr Kontrolle zu haben, empfiehlt sich aber, im Startdialog die Option Benutzerdefinierte Einstellungen
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Media Player-Grundlagen und Technikwissen
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zu markieren. Anschließend lässt sich auf die am unteren Dialogfeldrand angezeigte und mit Weiter bzw. Fertig stellen beschriftete Schaltfläche klicken. Bei der Expresseinstellung richtet Windows den Media Player selbsttätig ein. Bei einer benutzerdefinierten Einstellung werden Sie durch verschiedene Dialogfelder geführt, in denen Sie dann die gewünschten Einstellungen setzen können. Im Dialogfeld zur Abfrage der Datenschutzoptionen (Bild 22.2) sollten Sie beispielsweise die Markierung der Kontrollkästchen Mediennutzungsrechte bei Wiedergabe automatisch erwerben, Datei- oder URL-Verlauf im Player speichern und Eindeutige Player-ID an Inhaltsanbieter senden löschen. Dies verhindert, dass Ihr Nutzungsverhalten aufgezeichnet wird.
Bild 22.2: Datenschutzoptionen des Windows Media Players
In einem weiteren Dialogfeld lässt sich über Kontrollkästchen vorgeben, ob der Windows Media Player als Symbol auf dem Desktop oder in der Schnellstart-Symbolleiste einzurichten ist. Haben Sie diese Optionen nicht markiert, können Sie die Verknüpfungen auch später einrichten, indem Sie das Startmenüsymbol des Windows Media Players zum Desktop oder zur Schnellstart-Symbolleiste ziehen. Der Windows Media Player wird standardmäßig als Wiedergabegerät für Audio- und Videodateien eingerichtet. Bei Bedarf können Sie in einem Dialogschritt auch die Option zum Auswählen der dem Media Player zugewiesenen Dateitypen markieren und dann in einem Zusatzschritt die Dateitypen festlegen. Im Dialogfeld mit der Frage, ob ein Shop einzurichten ist, kann die Option Jetzt keinen Shop einrichten markiert werden.
22.1.2
So passen Sie die Optionen des Media Players an
Sie können die Einstellungen des Windows Media Players auch nachträglich verändern. 1. Starten Sie den Windows Media Player (z. B. über den Zweig Alle Programme des Startmenüs, falls kein Symbol auf dem Desktop oder in der Schnellstart-Symbolleiste vorhanden ist).
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Kapitel 22 · Musik- und Videowiedergabe
2. Klicken Sie auf den unteren Rand der Schaltfläche Aktuelle Wiedergabe und wählen Sie im eingeblendeten Menü den Befehl Weitere Optionen (Bild 22.3, Hintergrund). Oder drücken Sie kurz die (Alt)Taste, um die Menüleiste einzublenden, und wählen Sie im Menü Extras den Befehl Optionen. 3. Anschließend rufen Sie im Eigenschaftenfenster Optionen (Bild 22.3, Vordergrund) die einzelnen Registerkarten ab und passen die jeweiligen Einstellungen an.
Bild 22.3: Optionen des Windows Media Players
Auf der Registerkarte Datenschutz lässt sich beispielsweise vorgeben, ob Player-IDs gesendet, URLs aufgezeichnet oder Mediennutzungsrechte automatisch erworben werden. Die Registerkarte Musik kopieren erlaubt, die Formate (WMA, MP3) beim Kopieren von Musik-CDs einzustellen. Eine Beschreibung der jeweiligen Optionen erhalten Sie, wenn Sie nach Anwahl der Registerkarte die Schaltfläche Hilfe anwählen. Die Änderungen werden nach dem Anklicken der OK-Schaltfläche übernommen.
22.1.3
Kurzanleitung zur Windows Media Player-Bedienung
Der Windows Media Player lässt sich zur Wiedergabe von Audio- und Videodateien sowie zum Abspielen von Musik- und Video-CDs bzw. Film DVDs verwenden. Die Funktionen sind ähnlich wie beim CD- oder DVDPlayer organisiert. Sobald der Windows Media Player gestartet wurde oder mit der Wiedergabe von Musik bzw. Video begonnen wurde, erscheint das Programmfenster (Bild 22.4). Auch wenn sich das Fenster im
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Media Player-Grundlagen und Technikwissen 0
Aussehen anpassen lässt, bleibt die Bedienung weitgehend gleich. Am unteren Rand des Fensters besitzt der Media Player die Schaltflächen zur Wiedergabesteuerung.
Symbolleiste
Minimieren
Wiedergabeliste
Erweiterungen
Vollbildmodus Suchleiste
Zufällige Wiedergabe einschalten Wiederholung aktivieren
Lautstärke
Mini-Modus
Ton aus Weiter
Stopp
Wiedergabe/Anhalten Zurück
Bild 22.4: Bedienelemente des Windows Media Players
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Über die Schaltfläche Wiedergabe/Anhalten lässt sich ein Multimediatitel abspielen bzw. anhalten. Mit der Schaltfläche Stopp wird die Wiedergabe beendet.
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Der Schieberegler Lautstärke ermöglicht Ihnen, die Lautstärke des Tons einzustellen, und ein Klick auf das Lautsprechersymbol schaltet den Ton ein oder aus.
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Die Schaltflächen der Wiedergabesteuerung (Zurück/Weiter) ermöglichen Ihnen, schrittweise zwischen den Medientiteln (bei Musik zwischen den Musikstücken und bei Videos zwischen den ggf. vorhandenen Kapiteln) vor oder zurück zu gehen. Klicken Sie auf die Schaltfläche Weiter und halten Sie die linke Maustaste länger gedrückt, wechselt der Player (bei der Wiedergabe von Videos) in den schnellen Vorlaufmodus.
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Weiterhin finden Sie noch zwei Schaltflächen, mit denen sich die Titel in zufälliger Reihenfolge wiedergeben bzw. wiederholen lassen.
Der Schieber der Suchleiste bewegt sich beim Abspielen der Medientitel nach rechts. Sie sehen also, welcher Teil des aktuellen Titels bereits abgespielt wurde bzw. noch wiederzugeben ist. Durch Ziehen des Schiebers mit der Maus lässt sich eine bestimmte Stelle im aktuellen Titel suchen.
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Kapitel 22 · Musik- und Videowiedergabe
Die Schaltflächen in der Symbolleiste am oberen Fensterrand ermöglichen es, Funktionen zur Wiedergabe, zur Anzeige der Medienbibliothek, zum Kopieren von Musik sowie zum Brennen und Synchronisieren aufzurufen. Klicken Sie auf das am unteren Rand der jeweiligen Schaltfläche sichtbare Dreieck, öffnet sich ein Menü mit den verfügbaren Funktionen (siehe Bild 22.3, Hintergrund). 쮿
Öffnen Sie das Menü der Schaltfläche Aktuelle Wiedergabe, lässt sich die so genannte Wiedergabeliste am rechten Rand über den Befehl Listenbereich anzeigen ein- oder ausblenden. Bei Musik-CDs findet sich die Titelliste im Listenbereich. Bei Video-DVDs werden dort ggf. einzelne Kapitel und bei Wiedergabelisten die Musik- oder Videotitel aufgeführt. Ein Doppelklick auf einen Titel der Wiedergabeliste des Listenbereichs startet die Wiedergabe im Media Player.
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Der Untermenübefehl Erweiterungen/Erweiterungen anzeigen der Schaltfläche Aktuelle Wiedergabe blendet den Bereich mit den Erweiterungen (Equalizer etc.) im Dokumentbereich des Fensters ein- bzw. aus. Über die Schaltflächen am oberen Rand des Bereichs mit den Erweiterungen können Sie eine Equalizerdarstellung sowie weitere Optionen z. B. zum Einstellen der Vorlaufgeschwindigkeit etc. abrufen.
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Über den Befehl Visualisierungen der Schaltfläche Aktuelle Wiedergabe öffnen Sie ein Untermenü, über dessen Befehle Sie bei der Audiowiedergabe verschiedene Muster in der Anzeige des Media Players abrufen können. Der Befehl Albumcover zeigt das Cover der eingelegten Musik-CD im Media Player an. Allerdings setzt dies eine aktive Internetverbindung zum Abrufen der Albumdaten voraus. Zudem muss das Album in den abgefragten Mediendatenbanken bekannt und mit einem Albumcover eingestellt sein. In diesem Fall fragt der Media Player auch den Interpreten sowie die Musiktitel ab und zeigt diese im Listenbereich an.
In der rechten unteren Ecke des Programmfensters finden Sie noch zwei Steuerelemente, um den Media Player in eine Minidarstellung sowie in die Vollbildansicht zu schalten. Zum Abspielen von Musik reicht die Minidarstellung. Ein zweiter Mausklick auf die Schaltfläche im Fenster der Minidarstellung schaltet zum Fenster des Media Players zurück. Die Vollbildansicht ist dagegen bei der Videowiedergabe hilfreich. Verwenden Sie die (Esc)-Taste, um von der Vollbildansicht zur Fensterdarstellung zurückzuschalten.
Bild 22.5: Mini-Player-Ansicht in der Taskleiste TIPP
Wählen Sie die Schaltfläche Minimieren in der rechten oberen Ecke des Fensters, erscheint die Windows Media Player-Symbolleiste mit der Darstellung des Mini-Players in der Taskleiste (Bild 22.5). Sie finden dann Schaltflächen zur Wiedergabesteuerung und zum Anpassen der Lautstärke. Klicken Sie auf die Wiederherstellen-Schaltfläche, wird die Fensterdarstellung des Media Players aufgerufen. Sind Sie sich über die
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Musikwiedergabe im Media Player
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Funktion eines Bedienelements im Unklaren? Zeigen Sie mit der Maus auf das Bedienelement, erscheint eine QuickInfo mit einem Hinweis auf die betreffende Funktion. Klicken Sie in der Symbol- oder Wiedergabeleiste des Windows Media Players eine freie Stelle (z. B. neben einer Schaltfläche) mit der rechten Maustaste an, öffnet sich ein Kontextmenü mit Befehlen wie Datei, Ansicht etc. Alternativ können Sie das Menü durch Drücken der (Alt)Taste öffnen.
Abrufen von Designs Der Windows Media Player unterstützt nach wie vor Designs, deren Abruf aber etwas versteckt angeordnet ist. Öffnen Sie das Menü Ansicht (z. B. per (Alt)-Taste) und wählen Sie den Befehl Designauswahl. Dann wird im Playerfenster eine Seite mit verschiedenen Designs angezeigt. Weiterhin können Sie Zusatzdesigns (Skins) über die eingeblendete Schaltfläche Weitere Designs aus dem Internet nachladen. Wählen Sie ein Design in der angezeigten Liste, lässt sich über den Befehl Designmodus des Menüs Ansicht die Darstellung zum gewählten Design umschalten. Über den Kontextmenübefehl bzw. die Schaltfläche Zum Vollmodus wechseln gelangen Sie zur Fensterdarstellung zurück. Alternativ können Sie die Tastenkombinationen (Strg)+(1) und (Strg)+(2) zum Umschalten zwischen Designmodus und Vollmodus verwenden. Klicken Sie im Fenstermodus erneut auf die Schaltfläche Aktuelle Wiedergabe, um zur Visualisierung zurückzukehren.
22.2 Musikwiedergabe im Media Player Der Windows Media Player kann sowohl einzelne Musikdateien (z. B. MP3- oder WMA-Dateien) als auch Audio-CDs abspielen. Nachfolgend wird kurz erläutert, wie dies geschieht und was es dabei zu beachten gibt.
22.2.1
So lassen sich Musik-CDs wiedergeben
Mit einem CD- oder DVD-Laufwerk und einer Soundkarte mit angeschlossenen Lautsprechern lässt sich unter Windows Vista auch Musik von Audio-CDs hören. 1. Zum Abspielen einer Musik-CD genügt es, wenn Sie diese in das CDbzw. DVD-Laufwerk einlegen. 2. Sobald das Medium erkannt wurde, erscheint das Dialogfeld Automatische Wiedergabe (Bild 22.6), und Sie müssen den Befehl AudioCD wiedergeben mit Windows Media Player anklicken. Anschließend erscheint das Fenster des Windows Media Players (Bild 22.7) und die Wiedergabe der Musik-CD beginnt mit dem ersten Titel. Über die Schaltflächen der Wiedergabesteuerung am unteren Fensterrand können Sie schrittweise zwischen den Musiktiteln wechseln, die Lautstärke verändern oder die Wiedergabe anhalten (siehe den Abschnitt mit der Kurzübersicht weiter oben).
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Kapitel 22 · Musik- und Videowiedergabe
Ist der Listenbereich eingeblendet, listet der Player die Musikstücke bei unbekannten Alben als »Spur 1«, »Spur 2« etc. auf. Erkennt der Media Player das Album und konnte er die Zusatzinformationen aus dem Internet abrufen, werden Albumtitel, die einzelnen Musiktitel sowie das Albumcover eingeblendet. Einzelne Musikstücke lassen sich gezielt abspielen, indem Sie die Titel in der Wiedergabeliste per Doppelklick anwählen. Eine fehlende Wiedergabeliste können Sie über den Befehl Listenbereich einblenden des Menüs der Schaltfläche Aktuelle Wiedergabe einblenden.
Bild 22.6: Automatische Wiedergabe einer Audio-CD TIPP
Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf eine freie Stelle der Symbolleiste, können Sie im Menü Ansicht die Befehle Zufällige Wiedergabe und Wiederholen wählen. Dann spielt der Windows Media Player die Titelliste in einer zufälligen Reihenfolge ab bzw. wiederholt den aktuell gespielten Titel. Einige Audio-CDs sind vom Hersteller mit einem Kopierschutz für Computer versehen, die das Abspielen per CD- oder DVD-Laufwerk im Windows Media Player verhindern. Zudem kann es sein, dass das Dialogfeld Automatische Wiedergabe beim Einlegen einer Audio-CD in das Laufwerk nicht automatisch erscheint. Sie können dann im Ordnerfenster Computer das Laufwerkssymbol mit der rechten Maustaste anwählen und den Kontextmenübefehl Automatische Wiedergabe öffnen wählen. Oder Sie starten den Windows Media Player (z. B. über die Schnellstart-Symbolleiste bzw. über das Startmenü). Sobald das Programmfenster erscheint, klicken Sie in der Symbolleiste auf den unteren Rand der Schaltfläche Aktuelle Wiedergabe. Im dann eingeblendeten Menü (Bild 22.7) lässt sich das Laufwerk mit dem eingelegten Audiound Videodatenträger wählen.
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Musikwiedergabe im Media Player
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Bild 22.7: Anzeige eines Musiktitels und der Albuminformationen
22.2.2
So lassen sich Audiodateien wiedergeben
Musikstücke lassen sich aufzeichnen und in Audiodateien im Microsoft WMV-Format, im MP3-Format oder im WAV-Format in Dateien speichern. Weiterhin können Sie Audiodateien per Internet von Musikshops herunterladen oder von Datenträgern auf die Festplatte kopieren. Der Windows Media Player kann solche Audiodateien von der Festplatte wiedergeben. 1. Öffnen Sie den Ordner, in dem die Musikdatei gespeichert wurde. Musikstücke werden normalerweise im Ordner Musik oder in Unterordnern gespeichert. Sie können z. B. über den Startmenüeintrag Musik auf den Inhalt dieses Ordners zugreifen. 2. Wählen Sie das Symbol der abzuspielenden Musikdatei im Ordnerfenster per Doppelklick an. Windows Vista startet dann die Wiedergabe der Audiodatei im dem jeweiligen Audioformat zugewiesenen Wiedergabeprogramm. In der Regel wird dies der Windows Media Player sein. TIPP
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Um Audiodateien gezielt im Windows Media Player wiederzugeben, können Sie diese im Ordnerfenster per Mausklick markieren. Kennt Windows Vista das betreffende Dateiformat, werden in der Symbolleiste des Ordnerfensters verschiedene Wiedergabeschaltflächen eingeblendet. Öffnen Sie das Menü der Schaltfläche Wiedergabe (auf das Dreieck am rechten Rand klicken) und wählen Sie im Menü den Befehl Windows Media Player.
Kapitel 22 · Musik- und Videowiedergabe
Möchten Sie mehrere Audiodateien abspielen, markieren Sie diese im Ordnerfenster und klicken auf die Schaltfläche Wiedergabe. Sollen alle Musikdateien im Ordnerfenster nacheinander wiedergegeben werden? Achten Sie darauf, dass keine Datei markiert ist, und wählen Sie im Ordnerfenster die Schaltfläche Alle wiedergeben. Vista legt dann eine so genannte Wiedergabeliste der Musiktitel an und beginnt mit dem Abspielen des ersten Titels.
Bild 22.8: Wiedergabe von Audiodateien
Zur Speicherung von Musik kommen verschiedene Audioformate zum Einsatz. Das WAV-Format (.wav) speichert Audiodaten in unkomprimierter Form mit diversen Abtastraten (z. B. CD-Qualität im 16-BitStereoton mit 44,1 KHz Abtastrate). Das Aufzeichnungsverfahren führt zu recht großen Dateien (ca. 10 Mbyte pro Minute). Dieses Format wird auf Audio-CDs zum Speichern der Musiktitel benutzt. Elektronische Musikstücke (Instrumentalstücke) werden häufig in MIDIDateien abgelegt. Diese sehr kompakten Dateien enthalten Angaben hinsichtlich der zu spielenden Noten und der zu verwendenden Instrumente (Stimmen). Im Internet finden sich viele im MIDI-Format aufgezeichnete Instrumentalstücke. Die Wiedergabe erfolgt über den Synthesizer der Soundkarte. Das vom Fraunhofer Institut als verlustbehaftetes Komprimierverfahren für Musikdateien entwickelte MP3-Verfahren zeichnet sich durch eine sehr hohe Klangqualität (128-Kbit-Datenrate) bei sehr kompakten Audiodateien (ca. 1 MByte pro Minute) aus. Eine neuere MP3Pro-Variante kommt mit 64-Kbit-Datenrate bei gleicher Klangqualität aus und reduziert die Dateigröße gegenüber MP3 nochmals um rund 50 %. Von Microsoft wurde das WMA-Format (.wma, steht für Windows Media Audio) zur Speicherung von Audiodaten entwickelt. Der Vorteil dieses Formats besteht darin, dass es bei einer brauchbaren Klangqualität nur die Hälfte des Speicherplatzes von MP3-Dateien belegt. Der Windows Media Player besitzt bereits alle zur Wiedergabe dieser Audioformate benötigten so genannten Codecs (steht für Coder/Decoder, also eine Funktion zum Kodieren/Decodieren im betreffenden Format). Liegt die Audiodatei in einem Fremdformat vor, kann der Windows Media Player diese nicht wiedergeben. Manchmal kann der Media Player das benötigte Audiocodec per Internet abrufen, oft sind aber separate Abspielprogramme erforderlich.
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Videowiedergabe im Windows Media Player
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Dateien im Microsoft WMA-Format, die aus Musikshops per Internet abgerufen werden können, sind häufig mit einem DRM-Schutz (Digital Rights Management) versehen. Diese Dateien lassen sich nur dann im Windows Media Player wiedergeben, wenn dieser die zugehörigen Abspiellizenzen findet. Probleme gibt es, wenn die Dateien auf einen anderen Rechner kopiert werden oder wenn Sie Windows erneut installieren. Details zum Erwerb der Abspiellizenzen oder zum erneuten Herunterladen der benötigten Abspiellizenzen finden Sie im jeweiligen Musikshop.
22.3 Videowiedergabe im Windows Media Player Haben Sie Videodateien zur Wiedergabe im Ordner Videos gespeichert oder möchten Sie CDs bzw. DVDs mit Filmen am Computer abspielen? Nachfolgend wird Ihnen gezeigt, wie dies funktioniert. Mit einem Projektor (Beamer) lässt sich dann sogar so etwas wie Heimkino in den eigenen vier Wänden realisieren.
22.3.1
Videodateien wiedergeben, so geht’s
Camcorder und viele Digitalkameras liefern Videodateien. Zudem lassen sich Videodateien aus dem Internet herunterladen, oder TV-Sendungen können von TV-Karten mit geeigneten Programmen aufgezeichnet werden. Besitzen Sie solche Videodateien, die Sie gerne unter Windows ansehen möchten?
Bild 22.9: Wiedergabe von Videodateien aufrufen
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Kapitel 22 · Musik- und Videowiedergabe
1. Öffnen Sie den Ordner (z. B. Videos), in dem die Videodateien hinterlegt sind. Sie können beispielsweise über den Startmenüeintrag des Benutzerkontos ein Ordnerfenster öffnen und dann auf den Unterordner Videos zugreifen. 2. Wählen Sie das Symbol der gewünschten Videodatei per Doppelklick im Ordnerfenster an. Alternativ können Sie die Datei markieren, dann im Ordnerfenster die Schaltfläche Wiedergabe der Symbolleiste anklicken und im eingeblendeten Menü den Befehl Windows Media Player wählen (Bild 22.9). Windows startet den Windows Media Player, der das Video im Medienbereich des Fensters anzeigt (Bild 22.10). Die Tonspur wird über die Soundkarte wiedergegeben. Die Bedienung erfolgt über die Schaltflächen der Wiedergabeleiste, die am unteren Rand des Playerfensters unterhalb des Videobereichs angezeigt werden (siehe Kapitelanfang).
Bild 22.10: Wiedergabe von Videodateien
Ähnlich wie bei Musikdateien können Sie auch mehrere Videodateien im Ordnerfenster markieren. Klicken Sie dann auf die in der Symbolleiste des Ordnerfensters angezeigte Schaltfläche Wiedergabe, erstellt der aufgerufene Windows Media Player eine Wiedergabeliste mit den Filmtiteln. Anschließend werden diese der Reihenfolge nach in der Liste wiedergegeben. Bei Videos lässt sich die Bildgröße per Kontextmenü anpassen. Klicken Sie den Bildbereich mit der rechten Maustaste an und wählen Sie den Befehl Videogröße. Dann lässt sich in einem Untermenü der Zoomfaktor
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Videowiedergabe im Windows Media Player
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wählen. Eine Vollbilddarstellung erreichen Sie über den Befehl Vollbild. Zurück zur Fensterdarstellung bringt Sie der Kontextmenübefehl Vollbild schließen. TIPP
Schneller geht das Umschalten zwischen den beiden Modi, indem Sie den Videobereich jeweils per Doppelklick anwählen. Die am rechten Rand des Programmfensters eingeblendete Wiedergabeliste lässt sich ausblenden, indem Sie auf das Symbol des kleinen blauen Pfeils in der rechten oberen Ecke der Liste klicken. Zum Einblenden wählen Sie im Menü der Schaltfläche Aktuelle Wiedergabe den Befehl Listenbereich einblenden.
22.3.2
Wiedergabe von Video-CDs und -DVDs
Videos können auf CDs (Video-CD oder Super Video-CD) sowie auf DVDs gespeichert sein. Windows Vista enthält bereits die zur Wiedergabe von Video-CDs und Video-DVDs benötigten Wiedergabefunktionen (MPEG-1und MPEG-2-Codecs). Zur Wiedergabe des Inhalts einer Video-CD, Super Video-CD oder Video-DVD gehen Sie folgendermaßen vor:
Bild 22.11: Automatische Wiedergabe von Videomedien
1. Legen Sie das Medium in das CD- bzw. DVD-Laufwerk ein und warten Sie, bis das Dialogfeld Automatische Wiedergabe erscheint (Bild 22.11). 2. Klicken Sie im Dialogfeld auf den abhängig vom eingelegten Medium angezeigten Befehl Video-CD wiedergeben mit Windows Media Player bzw. DVD-Film wiedergeben mit Windows Media Player. Der Windows Media Player wird dann mit der Wiedergabe des Materials auf der eingelegten Video-CD oder -DVD beginnen (Bild 22.12). Der weitere Ablauf hängt vom jeweils enthaltenen Videomaterial ab.
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Kapitel 22 · Musik- und Videowiedergabe
Bild 22.12: Wiedergabe des Videos im Media Player
Video-DVDs sind in der Regel mit einer Menüführung ausgestattet, die den kapitelweisen Abruf der Videoinhalte erlaubt. Bei manchen VideoDVDs wird dann eine Navigationsstruktur mit einer Kapitelübersicht im Videobereich eingeblendet. Sie können die Menüstruktur aber auch über den Befehl Listenbereich anzeigen der Schaltfläche Aktuelle Wiedergabe in der rechten Spalte des Playerfensters einblenden (Bild 22.12). Wählen Sie dann einen der am rechten Fensterrand eingeblendeten Titel- oder Kapiteleinträge per Doppelklick an, springt die Wiedergabe zur betreffenden Stelle im Video. Weiterhin können Sie in der am unteren Fensterrand eingeblendeten Bedienleiste auf die Schaltfläche DVD klicken. Das eingeblendete Menü erlaubt Ihnen, zum Hauptmenü oder zum Titelmenü der DVD zu springen, DVD-Informationen abzurufen oder die Videogröße einzustellen. Enthält die DVD aus verschiedenen Kamerawinkeln aufgenommenes Videomaterial, lässt sich dies über entsprechende Befehle ebenso wählen wie die Sprache für mehrsprachige VideoDVDs. Die Ablaufsteuerung über die Schaltflächen der Bedienleiste entspricht der Wiedergabe von Audio- und Videodateien.
Voraussetzungen zur Wiedergabe von Videos und Video-CDs/-DVDs Videodateien lassen sich in verschiedenen Videoformaten (AVI, WMV, MPEG-1, MPEG-2, MPEG-4 etc.) in lokalen Dateien oder auf CDs bzw. DVDs speichern. Die Dateinamenerweiterung gibt dabei oft einen Hinweis auf das benutzte Videoformat (.avi = AVI-Format, .mpg oder .mpeg = MPEG-Format, .wmv = Windows Media-Format, eine MPEG-4-Vari-
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Arbeiten mit der Medienbibliothek
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ante, .qt = Apple Quick Time-Format). Die Entschlüsselung der Videodaten erfolgt auch bei Videos durch so genannte Codecs (Softwarebausteine). Videos im AVI-, im MPEG-1- und im MPEG-4-Format (.wmv) können dabei im Media Player ohne weitere Zusätze abgespielt werden, da die betreffenden Codecs vorhanden sind. Lediglich bei DivX muss ein separater Codec zur Wiedergabe der AVI-Dateien installiert werden. Sie können sich das aktuelle DivX-Paket aus dem Internet (www.divx.com) herunterladen und installieren. Windows Vista Home Premium ist zudem mit einem MPEG-2-Decoder ausgestattet, der die direkte Wiedergabe von S-VCDs und Video-DVDs gestattet. In anderen Vista-Versionen muss der Decoder separat erworben werden. Bei DVDs ist zu beachten, dass die Medien und Laufwerke mit einem Regionalcode versehen sind. In Europa vertriebene DVD-Player müssen den Regionalcode 2 aufweisen. Eine DVD mit dem Regionalcode 1 ist für die USA und Kanada vorgesehen und lässt sich daher nicht auf europäischen DVD-Playern wiedergeben. Der Windows Media Player wird bei unterschiedlichen Regionalcodes zwischen DVD und Laufwerk das Abspielen verweigern. Video-CDs enthalten das Filmmaterial in reduzierter Auflösung von 352 x 288 Bildpunkten im MPEG-1-Format. Eine solche VCD speichert bis ca. 80 Minuten Film in VHS-Qualität. Um bessere Filmqualität auf CDs zu erhalten, wird das Super-VCD-Format genutzt. Die Videos werden im MPEG-2-Format mit einer Auflösung von 480 x 576 Bildpunkten gespeichert. Dann passen 35 bis 40 Minuten Film auf eine CD. Bei Film-DVDs wird dagegen die Auflösung von 720 x 576 Bildpunkten benutzt.
22.4 Arbeiten mit der Medienbibliothek Mit der Medienbibliothek können Sie Ihre Multimediadateien (Musik, Videos, Bilder etc.) komfortabel verwalten. Nachfolgend lernen Sie den Umgang mit der Medienbibliothek kennen.
22.4.1
Inhalte zur Medienbibliothek hinzufügen
Der Windows Media Player ist standardmäßig so eingestellt, dass aus Ordnern der Festplatte abgespielte Musiktitel automatisch zur Medienbibliothek hinzugefügt werden. Nur beim Abspielen von Mediendateien von CDs, DVDs und Wechseldatenträgern werden die Titel nicht eingetragen. Einstellen lässt sich dieses Verhalten über das Kontrollkästchen Musikdateien bei Wiedergabe zur Medienbibliothek hinzufügen auf der Registerkarte Player des Eigenschaftenfensters Optionen (aufrufbar über den Befehl Weitere Optionen im Menü der Schaltfläche Aktuelle Wiedergabe). Der Windows Media Player stellt eine Funktion bereit, mit der Sie Mediendateien aus vorgebbaren Ordnern automatisch in die Medienbi-
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Kapitel 22 · Musik- und Videowiedergabe
bliothek eintragen lassen können. Dies ermöglicht Ihnen eine elegante Verwaltung der auf dem Computer gespeicherten Medieninhalte. 1. Öffnen Sie das Menü der Schaltfläche Medienbibliothek und wählen Sie den Befehl Zur Medienbibliothek hinzufügen. 2. Im anschließend angezeigten Dialogfeld Zur Medienbibliothek hinzufügen markieren Sie die Option Persönliche Ordner (Bild 22.13). 3. Bei Bedarf können Sie den unteren Teil des Dialogfelds über die Schaltfläche Erweiterte Optionen ein- oder ausblenden. In diesem Teil finden Sie die Schaltflächen Hinzufügen und Entfernen, um gezielt Ordner zur Überwachung hinzuzufügen.
Bild 22.13: Auswahl der zu überwachenden Ordner
Sobald Sie das Dialogfeld über die OK-Schaltfläche schließen, durchsucht der Windows Media Player die angegebenen Ordner und fügt die hinterlegten Foto-, Audio- und Videodateien zur Medienbibliothek hinzu. Kopieren Sie später unter Windows Multimediadateien in diese Ordner, werden diese automatisch in die Medienbibliothek eingetragen.
22.4.2
Inhalte der Medienbibliothek abrufen
Um die Inhalte der Medienbibliothek anzusehen und ggf. aufgenommene Titel wiederzugeben, gehen Sie in folgenden Schritten vor: 1. Starten Sie den Windows Media Player und wählen Sie in der Symbolleiste die Schaltfläche Medienbibliothek. Dann wird der Inhalt
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Arbeiten mit der Medienbibliothek
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der Medienbibliothek im Programmfenster eingeblendet und Sie können Inhalte nach verschiedenen Kategorien anzeigen lassen. 2. Öffnen Sie das Menü der Schaltfläche Kategorie auswählen (Bild 22.14, linke Schaltfläche) und klicken Sie auf den Befehl der gewünschten Kategorie (z. B. Musik). Über die weiteren Schaltflächen dieser Leiste lassen sich Menüs zur Auswahl der Unterkategorien (z. B. Wiedergabeliste, Medienbibliothek, CD) öffnen. Im rechten Teil der Leiste finden Sie auch eine Schaltfläche, um die Darstellung der Medieninhalte zwischen Kacheln, Symbolen und einer Detailanzeige umzuschalten (Bild 22.14, rechtes Menü).
Bild 22.14: Navigieren in der Medienbibliothek
3. Expandieren Sie in der Navigationsleiste den Zweig Medienbibliothek und klicken Sie auf einen Eintrag wie Interpret, Album, Musiktitel etc. Dann wird der Inhalt der Medienbibliothek nach diesem Kriterium im rechten Teil des Fensters dargestellt. In Bild 22.14 werden die Einträge nach Musiktiteln sortiert. 4. Zum Abspielen eines Eintrags wählen Sie diesen per Doppelklick in der Liste an. Über die Navigationsleiste des Windows Media Players können Sie also sehr bequem auf die in der Medienbibliothek verwalteten Titel zugreifen. Sie brauchen nur einen der Einträge des Zweigs Medienbibliothek anzuwählen, um die betreffenden Medieneinträge nach Kategorien geordnet abzurufen.
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Kapitel 22 · Musik- und Videowiedergabe
Die Navigationsleiste erlaubt Ihnen darüber hinaus, über weitere Einträge wie Wiedergabelisten oder Aktuelle Wiedergabe auf abzuspielende Titel zuzugreifen. Bei Bedarf können Sie auch den Namen eines Interpreten etc. im Suchfeld des Fensters (obere rechte Fensterecke) eintippen. Der Media Player durchsucht dann die Medienbibliothek nach den entsprechenden Stichwörtern und listet Übereinstimmungen auf. Möchten Sie einen Medientitel aus der Medienbibliothek entfernen? Klicken Sie den Titeleintrag mit der rechten Maustaste an und wählen Sie den Kontextmenübefehl Löschen. In einem zusätzlichen Dialogfeld können Sie über Optionsfelder wählen, ob der Eintrag nur aus der Bibliothek oder auch von der Festplatte zu löschen ist.
22.4.3
Arbeiten mit Wiedergabelisten
Wiedergabelisten erlauben Ihnen, beliebige Musiktitel (oder auch Videotitel) zur Wiedergabe zusammenzustellen. Statt anschließend die Einzeltitel anzuwählen, können Sie den Windows Media Player anweisen, die komplette Wiedergabeliste abzuspielen. Wiedergabelisten erlauben Ihnen zudem, die Reihenfolge der wiederzugebenden Musikstücke, Videos etc. in beliebiger Reihenfolge zusammenzustellen. Um eine solche Wiedergabeliste anzulegen, gehen Sie in folgenden Schritten vor. 1. Starten Sie den Windows Media Player und wählen Sie die Schaltfläche Medienbibliothek in der Symbolleiste an. 2. Wählen Sie im Navigationsbereich des Fensters eine Kategorie im Zweig Medienbibliothek aus, um die Titelliste anzuzeigen. Sie können auch den Zweig Aktuelle Wiedergabe oder eine bereits existierende Wiedergabeliste wählen, um deren Inhalte im Playerfenster aufzulisten. 3. Markieren Sie den oder die gewünschten Titel in der Medienliste und ziehen Sie diese bei gedrückter linker Maustaste nach rechts in die Spalte der Wiedergabeliste (Bild 22.15). Fehlt die Spalte mit der Wiedergabeliste, klicken Sie auf die Schaltfläche Listenbereich anzeigen (der rechts neben dem Suchfeld eingeblendete blaue Pfeil). 4. Durch das Ziehen der Titel zur Spalte der Wiedergabeliste werden diese beim Loslassen in die Liste einsortiert. Wiederholen Sie diesen Schritt, bis alle gewünschten Titel in der Wiedergabeliste aufgeführt werden. 5. Sie können anschließend die Reihenfolge der Titel durch Ziehen per Maus in der Wiedergabeliste sortieren. Über den Kontextmenübefehl Aus Liste entfernen lässt sich ein Eintrag löschen. 6. Öffnen Sie das Menü der am oberen Rand der Wiedergabeliste sichtbaren Schaltfläche Unbenannte Liste und wählen Sie den Befehl Wiedergabeliste umbenennen (Bild 22.16). 7. Sobald das Textfeld erscheint, tippen Sie den neuen Namen für die Wiedergabeliste (z. B. Reggae Mix) ein (Bild 22.17). Bestätigen Sie den Namen durch Drücken der (Enter)-Taste.
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Arbeiten mit der Medienbibliothek
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8. Klicken Sie anschließend auf die in der Spalte der Wiedergabeliste eingeblendete Schaltfläche Wiedergabeliste speichern (Bild 22.17).
Bild 22.15: Anlegen einer neuen Wiedergabeliste
Bild 22.16: Menü der Wiedergabeliste
Bild 22.17: Wiedergabeliste benennen
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Kapitel 22 · Musik- und Videowiedergabe
Der Windows Media Player sichert dann die Liste mit den aufgeführten Titeln im Ordner Musik/Wiedergabelisten. Gleichzeitig wird ein Eintrag mit dem Namen der Wiedergabeliste im Navigationsbereich des Programmfensters im Zweig Wiedergabelisten hinterlegt. Sie sollten dann noch den Listenbereich am rechten Fensterrand mit der Wiedergabeliste ausblenden, um das Bearbeiten der Wiedergabeliste abzuschließen. Wählen Sie später im Windows Media Player die Schaltfläche Medienbibliothek aus, lässt sich die Wiedergabeliste über den zugewiesenen Namen im Zweig Wiedergabelisten des Navigationsbereichs abrufen. Dann werden die Titel der Liste im Anwendungsfenster angezeigt. Ein Doppelklick auf einen Titel der Wiedergabeliste bewirkt dessen Wiedergabe im Media Player. Wählen Sie dagegen den Namen einer Wiedergabeliste im Navigationsbereich per Doppelklick an, startet die Wiedergabe der kompletten Liste mit dem ersten Titel. TIPP
Rufen Sie eine Wiedergabeliste im Windows Media Player ab, können Sie die Einträge der angezeigten Titelliste mit der rechten Maustaste anklicken. Im Kontextmenü finden Sie Befehle, um die Einträge zu bewerten, den Titeln anzupassen (Befehl Bearbeiten), um die Titel neu zu sortieren, um die komplette Titelliste wiederzugeben etc.
22.5 Kopieren, Brennen, Synchronisieren Der Windows Media Player erlaubt Ihnen, den Inhalt von Musik-CDs als Audiodateien auf die Festplatte zu übernehmen, solche Audiodateien als eigene Zusammenstellung auf CD zu brennen oder Musikstücke zwischen Computer und MP3-Player zu übertragen. Der folgende Abschnitt zeigt, wie sich diese Funktionen nutzen lassen.
22.5.1
Musik-CD auf die Festplatte kopieren
Der Windows Media Player kann den Inhalt nicht kopiergeschützter Musik-CDs auf die Festplatte kopieren. Dann lassen sich die Musikstücke direkt von der Festplatte abspielen (siehe die vorhergehenden Seiten). 1. Legen Sie die Original-CD in das CD-Laufwerk ein, starten Sie bei Bedarf den Windows Media Player und klicken Sie auf die Schaltfläche Von Medium kopieren (Bild 22.18). 2. Sind mehrere Laufwerke vorhanden, wählen Sie im Navigationsbereich des Programmfensters (Bild 22.18, links oben) das Laufwerk mit der eingelegten CD mit einem Mausklick an. 3. Sobald die Titelliste angezeigt wird, markieren Sie die zu kopierenden Musiktitel durch Anklicken per Maus (die Kontrollkästchen der zu kopierenden Titel sollten mit Häkchen markiert sein). 4. Öffnen Sie das Menü der Schaltfläche Von Medium kopieren, klicken Sie auf den Befehl Format und wählen Sie im Untermenü ggf. das gewünschte Audioformat (z. B. MP3) zum Kopieren aus (Bild 22.19). Bei Bedarf können Sie in einem zweiten Schritt über den Befehl Bitrate noch die Qualität beim Kopieren vorgeben.
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Kopieren, Brennen, Synchronisieren
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Bild 22.18: Kopieren von CD
5. Sobald Sie anschließend auf die unterhalb der Titelliste im Fenster angezeigte Schaltfläche Kopieren starten (Bild 22.18) klicken, beginnt der Kopiervorgang.
Bild 22.19: Auswahl der Kopieroptionen
Der Windows Media Player beginnt dann mit dem Auslesen der markierten Musiktitel und kopiert diese im angegebenen Format in den Ordner Musik. Dabei wird für jedes Album ein eigener Unterordner und für jeden Musiktitel eine separate Datei angelegt. Eine Textanzeige in der Titelliste informiert Sie, welcher Titel gerade kopiert wird. Über die während des Vorgangs angezeigte Schaltfläche Kopieren abbrechen können Sie den Vorgang jederzeit beenden.
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Kapitel 22 · Musik- und Videowiedergabe
TIPP
Möchten Sie die Musik in einen anderen Ordner der Festplatte kopieren? Wählen Sie im Menü der Schaltfläche Von Medium kopieren den Befehl Weitere Optionen (Bild 22.19). Auf der Registerkarte Musik kopieren lässt sich über die Schaltfläche Ändern der Pfad zum Speicherort anpassen. Die Schaltfläche Dateiname öffnet ein Dialogfeld, in dem Sie die im automatisch erzeugten Dateinamen zu verwendenden Informationen (Interpret, Titel etc.) wählen können.
22.5.2
Musiktitel auf CD brennen
Verfügt der Computer über einen CD- oder DVD-Brenner, lassen sich auf der Festplatte gespeicherte Musikstücke mit dem Windows Media Player als Audio-CD brennen. Voraussetzung ist, dass die Musikstücke in einem von Windows Media Player unterstützten Format vorliegen und nicht kopiergeschützt sind. Führen Sie folgende Schritte zum Erstellen der neuen Audio-CD aus: 1. Starten Sie den Windows Media Player und klicken Sie in der Symbolleiste des Programmfensters auf die Schaltfläche Brennen. 2. Wählen Sie im Navigationsbereich die Wiedergabelisten oder die Einträge der Medienbibliothek, um die zugehörigen Musiktitel im Programmfenster anzuzeigen. 3. Ziehen Sie die gewünschten Musiktitel mit der Maus nach rechts in die Brennliste (Bild 22.20). 4. Sobald die gewünschten Titel zusammengestellt sind, klicken Sie in der Brennliste auf die Schaltfläche Brennen starten (Bild 22.20).
Bild 22.20: Audiodateien in Brennliste übertragen
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Kopieren, Brennen, Synchronisieren
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Sobald die Schublade des Brenners ausgefahren wird, legen Sie einen leeren Rohling ein und schließen die Schublade. Nachdem der Rohling erkannt wurde, beginnt der Windows Media Player mit dem Brennen der Musiktitel auf das Medium. Während des Brennens werden Sie über Fortschrittsanzeigen im Programmfenster über den Ablauf informiert (Bild 22.21). Sie können den Brennvorgang zwar über die Schaltfläche Brennen beenden jederzeit abbrechen – riskieren dann aber den Verlust des Rohlings. Nach dem Brennen des letzten Titels wirft der Media Player das Medium standardmäßig aus. Sie können dann den Windows Media Player beenden und die gebrannte Audio-CD nach der Entnahme aus dem Laufwerk erneut einlegen und testen.
Bild 22.21: Anzeige beim Brennen der Audio-CD
Aber wie lässt sich eine MP3- oder WMA-Musik-CD brennen? Standardmäßig brennt der Windows Media Player die Musiktitel als Audiospuren im Format der Audio-CDs auf den Rohling. Die Musikstücke liegen dort im WAV-Audioformat vor, benötigen also recht viel Speicherplatz. Andererseits erlauben sowohl das MP3- als auch das WMAAudioformat, die Musikstücke komprimiert in Audiodateien abzuspeichern. Moderne Audio-Player oder der Windows Media Player erlauben es, diese MP3- und WMA-Dateien von CD oder ggf. sogar von DVD wiederzugeben. Dann werden einfach die einzelnen Audiodateien abgespielt. Möchten Sie eine MP3- oder WMA-CD bzw. -DVD brennen? Dann öffnen Sie im Windows Media Player das Menü der Schaltfläche Brennen und wählen nun den Befehl Daten-CD oder -DVD. Anschließend gehen Sie wie oben gezeigt vor, klicken auf die Schaltfläche Brennen und fügen die Audiodateien zur Brennliste hinzu. Wenn Sie danach den Brennvor-
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Kapitel 22 · Musik- und Videowiedergabe
gang starten, überträgt der Windows Media Player die Audiodateien im vorliegenden Format separat auf den Rohling. Öffnen Sie einen solchen Rohling später in einem Ordnerfenster, finden Sie dort die einzelnen Audiodateien. Sie können diese dann in einem geeigneten DVD-Player oder am Computer abspielen. Gemäß Urheberrecht dürfen Sie Kopien von Musiktiteln aus legalen Quellen und für private Zwecke anfertigen. Allerdings nur dann, wenn hierfür kein wirksamer technischer Kopierschutz geknackt werden muss.
22.5.3
Musik mit einem portablen Player synchronisieren
Besitzen Sie einen MP3- oder WMA-Player und möchten Sie Musikstücke auf dieses portable Abspielgerät übertragen? Mit dem Windows Media Player aus Vista ist dies kein Problem.
Bild 22.22: Audiodateien mit MP3-Player synchronisieren
1. Starten Sie den Windows Media Player und verbinden Sie den portablen Media Player (MP3-Player) über die USB-Schnittstelle mit dem Computer. 2. Warten Sie, bis das portable Gerät erkannt wird, und klicken Sie im Windows Media Player auf die Schaltfläche Synchronisieren (Bild 22.22). 3. Wählen Sie im Navigationsbereich Wiedergabelisten oder Einträge der Medienbibliothek aus, um deren Titellisten im Programmfenster einzublenden (Bild 22.22, links).
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Kopieren, Brennen, Synchronisieren
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4. Markieren Sie die gewünschten Musiktitel im Fenster des Windows Media Players und ziehen Sie diese mit der Maus nach rechts in die Synchronisationsliste des Geräts. 5. Auf dem Player nicht mehr erwünschte Titel können Sie in der Synchronisationsliste markieren und über den Kontextmenübefehl Aus Liste entfernen löschen. 6. Sobald die Musiktitel übertragen wurden, klicken Sie auf die in der rechten Spalte unterhalb der Liste eingeblendete Schaltfläche Synchronisierung starten. Der Windows Media Player gleicht dann die Titelliste des portablen Geräts mit der Synchronisationsliste ab, fügt neue Titel zum Player hinzu und löscht ggf. unerwünschte Titel. Eine Fortschrittsanzeige im Fenster des Windows Media Players informiert Sie über den Ablauf. Nach dem Beenden der Synchronisierung wird die Titelliste im Synchronisationsbereich gelöscht und ein Hinweis, dass Sie den Wechseldatenträger trennen können, erscheint. Sie können dann den portablen (MP3-)Player von der USB-Schnittstelle trennen und nutzen. TIPP
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Moderne MP3-Player mit USB-Anschluss werden von Windows Vista als Wechseldatenträgerlaufwerk erkannt. Sie können also den MP3Player mit dem USB-Anschluss Ihres Rechners verbinden und dann dessen Inhalt in einem Ordnerfenster anzeigen. Sie können anschließend Dateien vom MP3-Player zur Festplatte kopieren, verschieben, löschen und auch Dateien von der Festplatte zum MP3-Player kopieren. Das Ganze entspricht dem Vorgehen beim Kopieren normaler Dateien und erfordert nicht den Start des Windows Media Players.
23 Videoschnitt und DVD-Authoring Windows Vista bietet mit dem Windows Movie Maker ein Programm zum Schneiden von Videomaterial. Mit dem Windows DVD Maker steht Ihnen anschließend ein Werkzeug zum CD- bzw. DVD-Authoring zur Verfügung, d. h. Sie können die geschnittenen Filme auf DVD brennen. Wie dies funktioniert, erfahren Sie auf den folgenden Seiten.
23.1 Videoschnitt mit dem Windows Movie Maker Videomaterial fällt heutzutage an vielen Stellen an. Selbst preiswerte Digitalkameras bieten einen Videomodus, um kurze Videosequenzen aufzunehmen und als AVI-Dateien auf den Speicherkarten abzulegen. Besitzen Sie eine digitale Videokamera, lässt sich das Material ebenfalls auf den Computer übernehmen und schneiden. Zusätzlich lassen sich Videos aus dem Internet herunterladen oder von TV-Karten können Fernsehsendungen mitgeschnitten werden. Dieses Videomaterial lässt sich im Windows Movie Maker aufbereiten (schneiden und vertonen). Selbst Fotos lassen sich im Windows Movie Maker importieren und als Video-Diashow aufbereiten.
23.1.1
Grundlagen zum Videoimport und schnitt
Digitale Videos lassen sich mit geeigneten Schnittprogrammen wie dem Windows Movie Maker importieren, bearbeiten und anschließend wieder als Videodatei speichern. Beim Bearbeiten können Sie aufgenommene Filmszenen kürzen, Werbung entfernen, mit anderem Material kombinieren, vertonen oder in anderer Weise aufbereiten. Beachten Sie beim Einmischen von fremdem Material (Videoclips, Fotos, Musik) in eigene Videos das Urheberrecht. Werden die Videos öffentlich aufgeführt, verlangt die GEMA (Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte) u. U. Gebühren für die bei der Vertonung genutzten Musikstücke. Vor dem Schnitt stellt sich die Frage, wie das Videomaterial auf die Festplatte des Computers kommt. Im Internet zum Download angebotene Videoclips lassen sich direkt im Internet Explorer auf die Festplatte herunterladen. Mit Digitalkameras aufgenommene kurze Videosequenzen werden meist als AVI-Dateien auf den Speicherkarten abgelegt. Sie können die Speicherkarte in ein Speicherkartenlesegerät einlegen, das Ordnerfenster Computer öffnen und die Videodatei direkt unter Windows vom Wechseldatenträgerlaufwerk in den Ordner Videos übertragen.
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Videoschnitt mit dem Windows Movie Maker
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Digitale Videokameras (Camcorder) werden in der Regel über die so genannte Firewire-Schnittstelle (auch als IEEE 1394 oder iLink bezeichnet) oder über USB 2.0 angeschlossen. Für diesen Fall stellt der Windows Movie Maker eine Funktion zum Import der Videodaten bereit. Sobald die Kamera angeschlossen ist und eingeschaltet wurde, startet ein Videoimport-Assistent. Alternativ können Sie im Windows Movie MakerFenster den Befehl Von der digitalen Videokamera in der Gruppe Importieren der Aufgabenleiste oder den Befehl Von digitaler Videokamera importieren des Datei-Menüs wählen, um den Import anzustoßen. Anschließend müssen Sie im Dialogfeld des Assistenten auf die Option Videoimport klicken, den Namen für die zu importierende Videodatei eingeben, in der Liste Importieren nach einen Speicherort für die Datei festlegen sowie im Listenfeld Format das gewünschte Videoformat wählen. Anschließend können Sie die Übertragung der Videodaten über den Befehl Videoimport starten beginnen. Der Import der Daten lässt sich über Videoimport beenden stoppen. Die Dialogfelder sind über die Fertig stellen-Schaltfläche zu schließen. Videos werden von vielen digitalen Videogeräten häufig als AVI- oder DV-AVI-Videodateien angeboten. In diesem Fall wählen Sie beim Import das Format Audio-Video Interleaved (einzelne Datei). Alternativ können Sie das Format Windows Media-Videodatei (einzelne Datei) beim Import verwenden. Dann erzeugt der Movie Maker eine WMVDatei, die wesentlich weniger Speicherplatz als die AVI-Datei benötigt. Beide Optionen bewirken einen Import des gesamten Videomaterials von der Kamera in eine Datei. Videos bestehen jedoch aus einzelnen Szenen, die während der Aufnahme entstehen. Sie können die Option Windows Media-Video (eine Datei pro Szene) beim Import verwenden. Dann unterteilt der Assistent das Videomaterial nach Szenen und speichert diese als Einzelclips in getrennten Dateien. Der Import von Videomaterial von analogen Videoquellen, wie analogen Camcordern, Webcams, TV-Ausgängen etc., wird unter Windows Vista im Windows Movie Maker allerdings nicht mehr unterstützt. Sie sind auf Programme von Drittherstellern angewiesen, die allerdings Vista-tauglich sein müssen. Ist eine DVB-TV-Empfangskarte im Rechner eingebaut, lassen sich Fernsehsendungen in der Regel mit der vom Kartenhersteller mitgelieferten Anzeigesoftware im MPEG-2-Format mitschneiden. Sofern die DVB-TVKarte mit dem Windows Media Center zusammenarbeitet, können Sie die TV-Sendungen auch im Media Center aufnehmen. Die Mitschnitte werden als Videodateien im Microsoft-spezifischen DVR-MS-Format im Ordner Öffentlich/TV-Aufzeichnungen abgelegt. Diese Videodateien lassen sich sowohl im Windows Media Center auf CD/DVD brennen als auch im Windows Movie Maker importieren.
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Kapitel 23 · Videoschnitt und DVD-Authoring
23.1.2
Der Windows Movie Maker im Überblick
Den Windows Movie Maker können Sie im Startmenü über den Befehl Alle Programme/Windows Movie Maker aufrufen. Das Programm meldet sich mit dem in Bild 23.1 gezeigten Anwendungsfenster, das in verschiedene Bereiche unterteilt ist. 쮿
In der linken Spalte findet sich der so genannte Aufgabenbereich, über dessen Hyperlinks sich die Befehle zum Aufruf der verschiedenen Funktionen abrufen lassen. Die Befehle sind dabei bereits in Gruppen unterteilt, um die einzelnen Schritte vom Import der Videodaten über den Schnitt bis zum Veröffentlichen durchzuführen. Die Aufgabenleiste lässt sich durch eine Schaltfläche ein- oder ausblenden.
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In der mittleren, als Inhaltsbereich bezeichneten Spalte werden vom Windows Movie Maker importierte Videoclips, Audiodateien und Fotos als Miniaturansichten oder Symbole angezeigt. Das Programm verwaltet diese Clips in so genannten Sammlungen, was in etwa den auf Dateiebene benutzten Ordnern entspricht. Beim Import wird automatisch ein Ordner für den Clip angelegt. Importieren Sie weitere Videos als Clips, werden diese im gleichen Ordner der aktuellen Sammlung hinterlegt. Über eine eigene Schaltfläche lässt sich die Ordneransicht der Sammlung ein- oder ausblenden (Bild 23.1). Bei eingeblendeter Sammlungsansicht (Bild 23.2, Hintergrund) wird die Aufgabenleiste ausgeblendet.
Aufgaben ein/aus Sammlung ein/aus
Sammlung mit importierten Clips
Projektbereich mit Storyboard
Vorschau
Bild 23.1: Dialogfeld Automatische Wiedergabe
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Videoschnitt mit dem Windows Movie Maker
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Die rechte Spalte des Anwendungsfensters enthält das Vorschaufenster, in dem Sie einen in der Sammlung oder im Storyboard bzw. in der Zeitleiste angewählten Videoclip abspielen können. Unterhalb des Vorschaubereichs finden Sie eine Leiste mit Elementen zur Wiedergabesteuerung sowie eine Schaltfläche zum Teilen eines Clips an der aktuellen Wiedergabeposition.
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Der untere Rand des Anwendungsfensters mit dem Projektbereich ist für das so genannte Storyboard oder die Zeitachsendarstellung vorgesehen. Dort werden die einzelnen Filmclips montiert und als Filmsequenz angeordnet. Der Bereich lässt sich zwischen den Darstellungsmodi Storyboard und Zeitachse umschalten. In der Zeitachsendarstellung ist die Länge der einzelnen Clips zu erkennen, während im Storyboard die Sequenz aus einzelnen Filmclips samt Übergängen einsortiert wird.
In der am oberen Fensterrand sichtbaren Symbolleiste finden Sie zudem noch Schaltflächen, um Medien zu importieren, einen Film automatisch erstellen zu lassen oder auf CD-/DVD etc. zu veröffentlichen. Die Menüleiste erlaubt, die Einzelfunktionen abzurufen. Um den Windows Movie Maker nutzen zu können, muss Ihr Rechner mit einer leistungsfähigen Grafikkarte ausgestattet sein, die DirectX 9 und das Shader-Modell 2.0 unterstützt. Ist dies nicht gegeben, zeigt das Programm eine Fehlermeldung an und lässt sich nicht starten. Der Windows Movie Maker arbeitet mit so genannten Projekten, in denen der aktuelle Bearbeitungsstand samt Informationen über die importierten Clips, durchgeführte Schnittoperationen, Anordnung der Clips im Storyboard etc. hinterlegt werden. Starten Sie den Windows Movie Maker, legt dieser automatisch ein neues Projekt an. Sie können den Bearbeitungsstand jederzeit über die Befehle Projekt speichern und Projekt speichern unter des Menüs Datei in Projektdateien sichern. Diese lassen sich später über den Befehl Projekt öffnen des gleichen Menüs im Anwendungsprogramm wieder laden. Zudem lassen sich in diesem Menü neue Projekte anlegen und der Import-Assistent für eine digitale Videokamera aufrufen.
23.1.3
Import der Mediendateien
Das Erstellen eines Videos erfolgt in verschiedenen Stufen. Vor dem Schnitt muss das Rohmaterial (Videos, Audiodateien, Bilder) im Windows Movie Maker importiert werden.
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Wählen Sie zum Import in der Aufgabenleiste (Bild 21.1) einen der in der Gruppe Importieren angebotenen Befehle wie Von der digitalen Videokamera, Videos, Bilder oder Audio oder Musik.
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Alternativ können Sie im Menü Datei auch den Befehl Medienobjekte importieren oder die entsprechende Schaltfläche der Symbolleiste wählen.
Kapitel 23 · Videoschnitt und DVD-Authoring
Der Unterschied zwischen den Befehlen im Menü Datei und den Befehlen der Aufgabenleiste besteht darin, dass über den Befehl Medienobjekte importieren der Dateifilter im Importdialog so gesetzt wird, dass alle zulässigen Importdateien (Videos, Fotos, Audio) angezeigt werden. Die Befehle in der Aufgabenleiste setzen den Filter dagegen auf den vom Befehl vorbenannten Dateityp, so dass nur Videos, nur Bilder oder nur Audiodateien angezeigt werden. Sie können aber die Formatvorgaben im Dialogfeld Medienobjekte importieren über das Listenfeld neben dem Feld Dateiname auf die anderen Filteroptionen (z. B. Alle Mediendateien) umstellen. Bei Anwahl des Befehls Von der digitalen Videokamera wird der ImportAssistent gestartet, der das Material von einer digitalen Videokamera überträgt (siehe die vorhergehenden Seiten). Beim Import bereits bestehender Dateien erscheint das in Bild 23.2 (Vordergrund) gezeigte Dialogfeld Medienobjekte importieren. Wählen Sie im Dialogfeld Medienobjekte importieren (Bild 23.2, Vordergrund) die gewünschte Mediendatei aus. Bei Bedarf können Sie auch den Dateityp anpassen, um abweichende Mediendateien einzubinden. Sie finden die Mediendateien in den Ordnern Video, Musik und Bilder des eigenen Benutzerkontos oder im Zweig Öffentlich. Sobald Sie das Dialogfeld über die Importieren-Schaltfläche schließen, werden die ausgewählten Mediendateien in die Sammlung aufgenommen (Bild 23.2, Hintergrund).
Bild 23.2: Import von Mediendateien in Sammlungen
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Videoschnitt mit dem Windows Movie Maker
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TIPP
Sie können Mediendateien wie Videos, Bilder oder Audiodaten auch direkt per Maus aus einem Ordnerfenster in den Sammlungsbereich des Windows Movie Maker ziehen und diese so importieren. Klicken Sie nach dem Import ggf. auf die Schaltfläche Sammlungsbereich einoder ausblenden, um sich die Hierarchieansicht des Sammlungsbereichs anzusehen (Bild 23.2, Hintergrund). Sie erkennen dann, ob mehrere Sammlungsordner angelegt wurden, in denen ggf. importierte Clips hinterlegt sind. Sind alle importierten Clips des aktuellen Sammlungsordners im Sammlungsbereich aufgeführt, klicken Sie auf die Schaltfläche Aufgaben ein-/ausblenden, um die Aufgabenleiste erneut anzuzeigen. Dann lassen sich die Befehle zum Bearbeiten und Veröffentlichen der Videos leichter abrufen.
23.1.4
Videos unterteilen
Haben Sie beim Import der Videos von der Videokamera auf das Unterteilen in Clips und das Speichern in getrennten Dateien verzichtet? Wurde das Material aus einer bereits auf dem Computer vorliegenden Videodatei importiert? Wenn die Videodatei sehr viele Szenen enthält, ist es gelegentlich hilfreich, diese in Clips unterteilen zu lassen. Dann können Sie später ausgesuchte Szenen im Storyboard zu einem Film kombinieren.
Video automatisch in Clips unterteilen lassen Sie können das Aufteilen des Videos in Einzelclips dem Windows Movie Maker überlassen. Hierzu klicken Sie das Symbol des Videos im Inhaltsbereich mit der rechten Maustaste an und wählen im Kontextmenü den Befehl Clips erstellen (Bild 23.3).
Bild 23.3: Videoclips automatisch erstellen lassen
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Kapitel 23 · Videoschnitt und DVD-Authoring
Der Windows Movie Maker benutzt dann eine automatische Szenenerkennung, um Szenenwechsel im Video festzustellen. An solchen Stellen wird dann ein Schnitt durchgeführt und die Szene in einen separaten Clip ausgelagert. Der Ablauf wird über eine Fortschrittsanzeige signalisiert. Das Erstellen der Clips kann bei längeren Videos durchaus einige Zeit dauern. Sobald die Funktion beendet ist, liegen die Clips als separate Einträge im Inhaltbereich vor. Dabei wird der Name der ursprünglichen Videodatei mit einer angehängten fortlaufenden Nummer zur Benennung der Einzelclips verwandt. Die beiden unteren Clips aus Bild 23.3 sind auf diese Weise entstanden. Bei Videos, die bereits in Clips umgewandelt wurden, bleibt der Kontextmenübefehl Clips erstellen gesperrt. Erscheint nach dem Aufruf des Befehls die Fortschrittsanzeige, aber im Inhaltsbereich ändert sich auch nach dem Schließen des Dialogfeldes nichts? In diesem Fall konnten im Video keine Szenen gefunden werden.
Video manuell in Clips unterteilen Der Nachteil der automatischen Cliperkennung besteht meist darin, dass diese sehr viele Einzelclips erzeugt. Dann empfiehlt sich die manuelle Aufteilung der Videos. 1. Klicken Sie im Inhaltsbereich, im Storyboard oder auf der angezeigten Zeitachse auf das Symbol des zu beschneidenden Videos. 2. Klicken Sie im Vorschaubereich auf die Schaltfläche Wiedergabe (Bild 23.4) und lassen Sie das Video bis zur gewünschten Szene durchlaufen. Zur Grobpositionierung können Sie den Schieber der Zeitachse mit der Maus nach links oder rechts verschieben.
Vorheriges Bild
Nächstes Bild Wiedergabe/ Anhalten
Bild 23.4: Video wiedergeben und teilen
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Videoschnitt mit dem Windows Movie Maker
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3. Halten Sie die Wiedergabe des Videos über die Schaltfläche Anhalten bei der gewünschten Szene an. Anschließend können Sie über die beiden Schaltflächen Vorheriges Bild und Nächstes Bild die Feinpositionierung bis zur gewünschten Schnittstelle vornehmen. 4. Klicken Sie auf die unterhalb des Vorschaubereichs angezeigte Schaltfläche Teilen, um den Schnitt auszuführen. Nach dem Schnitt legt der Windows Movie Maker den zweiten Teil des Videos in einem separaten Clip im Inhaltsbereich ab. Die Funktion zum Teilen können Sie nicht nur auf Videos, sondern auch auf Audiodateien anwenden. Sie müssen das betreffende Symbol der Audiodatei im Inhaltsbereich oder im Storyboard anwählen und den Ton im Vorschaubereich wiedergeben. Dann lässt sich die Audiodatei mittels der Schaltfläche Teilen in zwei Musikclips aufsplitten.
23.1.5
Importierte Medien kombinieren und bearbeiten
Nach dem Import des Rohmaterials (Fotos, Videos, Audiodateien) können Sie dieses im Storyboard zu einem neuen Video kombinieren oder Szenen vertonen.
Videoclips im Storyboard kombinieren Im unteren Bereich des Movie Maker-Fensters befindet sich der Projektbereich. Ein Projekt fasst alle Bestandteile des Films (Videoclips, Standbilder, Musik, Video- und Übergangseffekte) in ihrer zeitlichen Abfolge zusammen.
Bild 23.5: Clips im Storyboard einfügen
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Kapitel 23 · Videoschnitt und DVD-Authoring
Um die Clips oder Fotos zu einem Film zu kombinieren, ziehen Sie die betreffenden Symbole einfach mit der Maus aus dem Inhaltsbereich auf die betreffenden Platzhalter im Storyboard des Projektbereichs (Bild 23.5). Jeder Clip wird mit dem Anfangsbild angezeigt, Sie erkennen also sehr schnell den Ablauf der vom Film darzustellenden Geschichte (Story). Die Reihenfolge der Clips lässt sich durch vertikales Ziehen mit der Maus innerhalb des Storyboards umsortieren. Ziehen Sie einfach den Clip per Maus nach links oder rechts auf den nächsten Platzhalter und lassen die linke Maustaste wieder los. Der Windows Movie Maker sortiert dann die Clips im Storyboard neu. Bei Bedarf können Sie einen Clip auch mehrfach in das Storyboard auf benachbarte Platzhalter ziehen. Dies ist z. B. hilfreich, wenn Teile dupliziert oder Szenen mehrfach verwendet werden. Weiterhin können Sie Clips mit der rechten Maustaste anklicken und über den Kontextmenübefehl Ausschneiden bzw. Kopieren in die Zwischenablage übernehmen. Anschließend lässt sich der Clip mit dem Kontextmenübefehl Einfügen im Storyboard an anderer Stelle einfügen oder als Duplikat hinterlegen. Um einen Clip aus dem Storyboard zu löschen, rufen Sie den Kontextmenübefehl Entfernen auf. Da der Clip weiterhin im Inhaltsbereich verbleibt, können Sie diesen später erneut zum Storyboard hinzufügen.
Effekte zuweisen Im Windows Movie Maker können Sie verschiedene Videoeffekte (Drehen, Wellenbewegungen, Alterung etc.) auf die Videoclips anwenden.
Bild 23.6: Effekte auf Clips anwenden
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Videoschnitt mit dem Windows Movie Maker
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1. Wählen Sie in der Aufgabenleiste in der Kategorie Bearbeiten den Befehl Effekte (Bild 23.6). Ist die Sammlungsansicht eingeschaltet, klicken Sie auf das in der Hierarchieanzeige eingeblendete Symbol Effekte (Bild 23.2). 2. Sobald im Inhaltsbereich die Symbole der Videoeffekte angezeigt werden, suchen Sie den gewünschten Effekt aus. Bei Bedarf können Sie über die Bildlaufleiste des Inhaltsbereichs in der Effekteliste blättern. 3. Ziehen Sie das Symbol des gewünschten Effekts bei gedrückter linker Maustaste aus dem Inhaltsbereich über den im Storyboard angezeigten Videoclip (Bild 23.6). Sobald Sie die linke Maustaste loslassen, wird der Effekt dem Clip zugeordnet. Die Effekte werden als Symbole in der linken unteren Ecke der zugehörigen Clips dargestellt. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den Clip und wählen im Kontextmenü Effekte, öffnet sich ein Dialogfeld zur Anpassung der Videoeffekte (Bild 23.7). Über dieses Dialogfeld bzw. dessen Schaltfläche Entfernen lassen sich Effekte auch wieder löschen.
Bild 23.7: Effekte hinzufügen und entfernen
Übergänge nutzen Die im Storyboard angeordneten Videoclips gehen bei der Wiedergabe abrupt ineinander über. Häufig werden beim Videoschnitt jedoch Übergänge eingefügt, die einzelne Szenen durch Überblenden weich ineinander überfließen lassen. Der Windows Movie Maker stellt eine ganze Reihe an Übergängen zur Verfügung. Um diese zuzuweisen, gehen Sie folgendermaßen vor. 1. Wählen Sie in der Aufgabenleiste in der Kategorie Bearbeiten den Befehl Übergänge (Bild 23.8). Ist die Sammlungsansicht eingeschaltet, klicken Sie auf das in der Hierarchieanzeige eingeblendete Symbol Übergänge (Bild 23.2). 2. Wählen Sie im Inhaltsbereich das Symbol des gewünschten Übergangs und ziehen Sie dieses bei gedrückter linker Maustaste ins Storyboard auf den Platzhalter zwischen den beiden Videoclips.
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Kapitel 23 · Videoschnitt und DVD-Authoring
Bild 23.8: Übergänge zuordnen
Sobald Sie die linke Maustaste loslassen, weist das Programm den Übergang dem Kästchen zwischen den beiden benachbarten Clips zu. In den betreffenden Kästchen zwischen den Clips des Storyboards werden die Übergänge als Symbole dargestellt. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den Übergang, finden sich im Kontextmenü Befehle, um den Effekt zu entfernen, auszuschneiden, zu kopieren und ggf. in andere Platzhalter zwischen den Clips zu übertragen. In der Sammlungsansicht (Bild 23.2) finden Sie den Eintrag Importierte Medien, über den Sie die Symbole der importierten Medien erneut im Inhaltsbereich anzeigen können.
23.1.6
Titel für den Vor- und Abspann des Films definieren
Eine besonders nette Sache ist die Möglichkeit, Titel für den Vorspann des Videos, für einzelne Clips oder für den Abspann zu definieren. 1. Wählen Sie in der Aufgabenleiste in der Kategorie Bearbeiten den Befehl Titel und Nachspann (Bild 23.8). 2. Markieren Sie ggf. im Storyboard den gewünschten Clip, dem der Titel zugeordnet werden soll. 3. Wählen Sie im Inhaltsbereich einen der angezeigten Hyperlinks (z. B. Titel am Anfang oder Titel vor dem gewählten Clip).
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Videoschnitt mit dem Windows Movie Maker
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4. Sobald die Textfelder aus Bild 23.9 erscheinen, geben Sie die Texte für den Titel (ein- oder zweizeilig) ein. 5. Klicken Sie bei Bedarf im Inhaltsbereich auf den Hyperlink Titelanimation ändern und wählen Sie in der angezeigten Liste der Titelanimationen den gewünschten Animationseffekt (z. B. Spiegeln oder Gepinselt). 6. Zum Anpassen der Schriftart wählen Sie im Inhaltsbereich den Hyperlink Schriftart und -farbe des Texts ändern. Anschließend passen Sie die Schriftart über das im Formular gezeigte Listenfeld, die Transparenz der Schrift über einen Schieberegler sowie die Schriftfarbe über das Farbfeld an. 7. Sind alle Optionen für den Titeltext gesetzt, klicken Sie auf die im Inhaltsbereich angezeigte Schaltfläche Titel hinzufügen.
Bild 23.9: Definieren der Titel für Vor- und Abspann
Der Titeltext wird im Storyboard eingefügt und bei der Wiedergabe des Films im Vorschaubereich mit angezeigt. Gleichzeitig gelangen Sie zur Ansicht der Aufgabenleiste zurück. Sie können mit den obigen Schritten Titel am Filmanfang, vor einem Clip und/oder als Abspann zuweisen. Um einen Titel nachträglich zu bearbeiten, wählen Sie das Titelsymbol per Doppelklick im Storyboard an. Daraufhin zeigt der Windows Movie Maker erneut das Formular zur Titelgestaltung an.
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Kapitel 23 · Videoschnitt und DVD-Authoring
23.1.7
Anpassen der Zeitachse
Die Ansicht als Storyboard zeigt die logische Abfolge der eingefügten Clips und Einzelbilder. Zum Anpassen der Cliplängen und zur Nachvertonung müssen Sie zur Zeitachse umschalten. Klicken Sie oberhalb des Storyboards auf die in Abbildung 23.10 gezeigte Schaltfläche. Anschließend können Sie im angezeigten Menü zwischen den Befehlen Storyboard und Zeitachse wählen und damit die Darstellung umschalten. Der aktive Modus wird durch einen vor dem Befehl angezeigten Punkt dargestellt. In der Zeitachsenansicht werden die Clips auf der Zeitachse mit der vorgesehenen Dauer dargestellt (Abbildung 23.11, unten). Weiterhin wird eine eigene Audiospur zur Vertonung eingeblendet. Der am linken Rand der Zeitachse eingeblendete Eintrag Video lässt sich über das Kästchen mit dem Pluszeichen expandieren. In der expandierten Ansicht werden neben der Videospur noch Spuren für Übergänge, Audio, Audio/Musik und Titeleinblendungen angezeigt. Die Audiospur ist dabei für Sprechtexte vorgesehen, während Audio/Musik die Spur zur Vertonung mit Hintergrundmusik bereitstellt. Sie können über die am rechten Rand des Projektbereichs eingeblendete Bildlaufleiste zwischen den Spuren blättern.
Bild 23.10: Umschalten zwischen Storyboard und Zeitachse
Bild 23.11: Darstellung der Ansichten Storyboard und Zeitachse
Die Zeitachsendarstellung bietet Ihnen zudem die Möglichkeit, die Clips zu vertonen, am Anfang oder Ende zu kürzen oder mit Sprechtext zu versehen.
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Clips kürzen Möchten Sie einen Clip am Anfang oder am Ende beschneiden, geht dies nur in der Zeitachse. Um den Clip zu kürzen, klicken Sie diesen in der Zeitachsendarstellung an. Zeigen Sie anschließend per Maus auf den Anfang oder das Ende des Clips, blendet der Windows Movie Maker eine QuickInfo ein. Sie können dann den Anfang oder das Ende des Clips durch horizontales Ziehen per Maus auf der Zeitachse verschieben und damit den Clip an den Enden kürzen (Bild 23.12). Bei Standbildern (Fotos, Titelseiten) passt der Windows Movie Maker dann die Zeitdauer für die Anzeige an. Bei Videoclips wird die Laufzeit am Anfang bzw. am Ende entsprechend gekürzt. TIPP
Der genaue Beschnitt des Clipanfangs und -endes ist etwas diffizil. Sie können aber die Darstellung der Zeitskala über die oberhalb der Zeitachse eingeblendeten stilisierten Lupensymbole vergrößern bzw. wieder verkleinern. Anschließend lassen Sie den Videoclip im Vorschaufenster über die Schaltfläche Wiedergabe abspielen, um die zu beschneidenden Stellen auf der Zeitachse zu identifizieren. Sobald die gewünschte Szene erreicht ist, stoppen Sie die Wiedergabe über die Schaltfläche Anhalten des Vorschaufensters. Anschließend können Sie den Clip an der betreffenden Szene in Einzelbildschritten mittels der beiden Schaltflächen Vorheriges Bild und Nächstes Bild ablaufen lassen. Die genaue Zeit wird im Vorschaufenster eingeblendet. Ein Marker mit einer dünnen Linie signalisiert zudem die aktuelle Position auf der Zeitachse. Diese Zeitangabe lässt sich dann zum Kürzen des Clips verwenden.
Bild 23.12: Clip am Anfang oder Ende kürzen
Video vertonen und mit Sprechtext versehen Um ein Video mit einer Hintergrundmusik zu versehen, ziehen Sie eine importierte Audiodatei aus dem Inhaltsbereich in die Spur Audio/Musik der Zeitachse. Sie können anschließend auf der Zeitachse den Beginn und das Ende der Wiedergabe festlegen. Möchten Sie ein aus Videoclips bestehendes Video nachträglich mit einem Sprechtext versehen, ist dies mit einem angeschlossenen Mikrofon ebenfalls möglich. 1. Schalten Sie die Darstellung der bereits fertig angeordneten und beschnittenen Videoclips vom Modus Storyboard zur Zeitachsendarstellung um. 2. Öffnen Sie erneut das Menü der betreffenden Schaltfläche und wählen Sie den Befehl Zeitachse mit Audiokommentar versehen
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Kapitel 23 · Videoschnitt und DVD-Authoring
(Bild 23.13). Anschließend positionieren Sie die Wiedergabemarke an der Stelle, an der der Audiokommentar beginnen soll. 3. Passen Sie den Audiopegel über den im Aufgabenbereich eingeblendeten Schieberegler an und klicken Sie danach auf die eingeblendete Schaltfläche Audiokommentar starten. 4. Der Windows Movie Maker beginnt mit der Wiedergabe des Videoclips und Sie können parallel den Sprechtext aufnehmen. 5. Klicken Sie auf die Schaltfläche Audiokommentar beenden, um die Tonaufzeichnung zu stoppen. 6. Der Windows Movie Maker öffnet ein Dialogfeld Windows MediaDatei speichern, in dem Sie die Tonaufzeichnung in einer Audiodatei (.wma) in einem Ordner speichern können. Die Sprachaufnahme wird gleichzeitig in die Sammlung eingefügt.
Bild 23.13: Video vertonen
Nach diesen Schritten liegt neben dem Videoclip auch eine Tondatei vor. Gleichzeitig zeigt das Programm die Tonaufzeichnung in der Zeitachse an. Sie können jetzt den Sprechtext oder den Videoclip abspielen. Bei Bedarf lässt sich der Beginn oder das Ende des Sprachclips über die betreffende Audiospur in der Zeitachsendarstellung anpassen. Speichern Sie den Film (siehe folgender Abschnitt) und geben diesen im Windows Media Player wieder, wird auch der Sprechtext mit ausgegeben.
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Videoschnitt mit dem Windows Movie Maker
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Um einen aufgezeichneten Sprechtext oder einen Audioclip in der Zeitachsendarstellung des Projektbereichs zu löschen, klicken Sie das Symbol mit der rechten Maustaste an und wählen im Kontextmenü den Befehl Entfernen. Die Datei eines Audioclips oder einer Sprechaufzeichnung löschen Sie aus dem Projekt, indem Sie das Symbol im Inhaltsbereich mit der rechten Maustaste anklicken und den Kontextmenübefehl Entfernen wählen
23.1.8
AutoFilm, was ist das?
Auf den vorhergehenden Seiten wurden die Schritte zum Erstellen eines Films beschrieben. Die Symbolleiste des Windows Movie Maker-Anwendungsfensters enthält noch die Schaltfläche AutoFilm. Wählen Sie diese Schaltfläche, übernimmt der Windows Movie Maker verschiedene Schritte bei den Filmerstellungen. Hierzu müssen Sie vorher im Sammlungsbereich auf eine Sammlung mit importierten Clips klicken. Oder Sie markieren mehrere Clips im Inhaltsbereich (z. B. durch Anklicken bei gedrückter (Strg)-Taste).
Bild 23.14: Optionen beim AutoFilm-Bearbeitungstil wählen
Sobald Sie die Schaltfläche AutoFilm anklicken, öffnet der Windows Movie Maker ein Formular, in dem Sie verschiedene Optionen für den AutoFilmBearbeitungsstil wählen können (Bild 23.14). Wenn Sie anschließend die im Aufgabenbereich am unteren Formularrand eingeblendete Schaltfläche AutoFilm erstellen anklicken, wird das Video analysiert. Der Windows Movie Maker fügt dann alle gewählten Medienelemente mit den betreffenden Optionen (z. B. Übergänge, Effekte) im Storyboard ein. Die Dauer für Standbilder wird dabei auf vier Sekunden gesetzt. Sie können anschließend weitere Bearbeitungsschritte durchführen und den Film dann veröffentlichen.
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Kapitel 23 · Videoschnitt und DVD-Authoring
23.2 Den Film veröffentlichen Wurde das im Storyboard abgelegte Multimediamaterial fertig bearbeitet, lässt sich daraus eine Videodatei mit dem Film erzeugen. Microsoft bezeichnet diesen Vorgang als Veröffentlichen. Der Windows Movie Maker erlaubt, den fertigen Film beispielsweise als lokale WMA-Datei im Ordner Videos abzulegen. Alternativ besteht die Möglichkeit, die Videodatei direkt auf eine CD oder DVD zu brennen, per E-Mail zu verschicken oder an eine digitale Videokamera zu übertragen.
23.2.1
Den Film in eine Datei speichern
Möchten Sie den fertigen Film in eine Videodatei speichern, um diese später im Windows Media Player abzuspielen oder als Basis für eine Veröffentlichung auf CD bzw. DVD zu verwenden? Zum Speichern klicken Sie im Aufgabenbereich des Movie Maker den Befehl Diesen Computer in der Rubrik Veröffentlichungsort an. Der Windows Movie Maker startet einen Assistenten, der Sie durch die Schritte zum Erstellen des Films begleitet und die Optionen zum Speichern in verschiedenen Dialogen abfragt. Der Unterschied beim Veröffentlichen für die verschiedenen Medien besteht im Wesentlichen darin, dass die Wiedergabequalität der WMV-Datei auf das Exportmedium abgestimmt wird.
Bild 23.15: Speichern des geschnittenen Films
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Den Film veröffentlichen
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Im ersten Dialogschritt werden ein Ordner sowie ein Dateiname zur Ablage des neuen Films abgefragt (Bild 23.15, Hintergrund). Über die Schaltfläche Durchsuchen lässt sich ein beliebiger Ordner wählen. Sofern der Platz auf dem Windows-Laufwerk reicht, sollten Sie aber den Ordner Videos oder einen Unterordner als Ziel verwenden. Über die Schaltfläche Weiter des Dialogfelds geht es zum nächsten Schritt.
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Im nächsten Dialog fordert der Assistent Sie zur Einstellung der Wiedergabequalität auf (Bild 23.15, Vordergrund). Die Wiedergabequalität des fertigen Films sollte sich an der Verbreitungsart orientieren. Ein Film, der an einen Webserver geschickt wird, muss auf die Download-Möglichkeiten der Nutzer Rücksicht nehmen. Wer Filme für die Anzeige auf mobilen Geräten erzeugt, benötigt ebenfalls keine hohe Qualität. Sie können über die drei Optionsfelder des Dialogfelds die Qualitätsstufe vorgeben. Markieren Sie das Optionsfeld Weitere Einstellungen, lässt sich die gewünschte Einstellung über das zugehörige Listenfeld wählen. Zur Wiedergabe am Computer sollten Sie eine hohe Qualität (DVD) oder DV-AVI (PAL) wählen.
Sobald Sie im Dialogschritt mit der Abfrage der Wiedergabequalität die Schaltfläche Veröffentlichen anklicken, beginnt der Windows Movie Maker mit dem Erstellen des Films. Das Erstellen des Films (auch als Rendern bezeichnet) kann, je nach gewählter Wiedergabequalität und Schnelligkeit des Computers, durchaus einige Stunden betragen. Während der Aufbereitung werden Sie über eine Fortschrittsanzeige über den Ablauf informiert. Ist der Export abgeschlossen, können Sie das Dialogfeld über die Fertig stellen-Schaltfläche schließen. Dabei bietet sich die Möglichkeit, die Videodatei gleich im Anschluss im Windows Media Player wiederzugeben. Sie können zum Export die Schaltfläche Filmveröffentlichung in der Symbolleiste wählen. Dann erscheint ein Zusatzdialog, in dem Sie die Veröffentlichungsoption anklicken müssen. Gegenüber der oben gezeigten Anwahl des Veröffentlichungsmediums über die Befehle der Aufgabenleiste ergibt sich kein Unterschied. Standardmäßig sichert der Movie Maker die Filmdatei im MicrosoftWMV-Format, das die Daten komprimiert und sehr kompakte Dateien ergibt. Über die Ausgabeoption DV-AVI (PAL) sichert der Windows Movie Maker die Filmdatei im AVI-Format. Dies führt zu ziemlich großen Dateien.
23.2.2
Veröffentlichen auf CD, als E-Mail oder auf einer Videokamera
Im Aufgabenbereich können Sie in der Gruppe Veröffentlichungsort als Veröffentlichungsziel Digitale Videokamera wählen. Dann muss ein entsprechendes Gerät per USB oder Firewire angeschlossen und angeschaltet sein. Der Windows Movie Maker schreibt den bearbeiteten Film im DVAVI-Format auf das Gerät.
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Kapitel 23 · Videoschnitt und DVD-Authoring
Wählen Sie die Ausgabeoption E-Mail im Aufgabenbereich, bereitet der Windows Movie Maker das Material als Videodatei mit reduzierter Qualität im WMV-Format auf. Anschließend lässt sich der Film über einen Hyperlink im Exportdialog per Windows Media Player kontrollieren. Klicken Sie im Dialogfeld auf die Schaltfläche Film anhängen, wird eine neue Nachricht im Fenster des Windows Mail-Editors geöffnet. Diese Nachricht enthält bereits die erzeugte Videodatei als Anhang und kann nach dem Festlegen der E-Mail-Optionen wie Empfänger etc. versandt werden. Klicken Sie auf den Befehl Beschreibbare CD des Aufgabenbereichs, fordert der Windows Movie Maker Sie zum Einlegen einer neuen CD in den Brenner auf. Anschließend werden in einem Dialogfeld der Dateiname für den Film sowie der CD-Name abgefragt. Über die Weiter-Schaltfläche erreichen Sie das Dialogfeld Filmeinstellungen auswählen (Bild 23.15, Vordergrund), in dem die Wiedergabequalität für ein CD-R-Medium voreingestellt ist. Klicken Sie auf die Schaltfläche Veröffentlichen, wird der Film als WMV-Videodatei auf die CD gebrannt. Diese Datei lässt sich im Windows Media Player und auf modernen DVD-Playern wiedergeben, entspricht aber nicht dem Format einer Video-CD oder S-VCD. Wählen Sie den Veröffentlichungsort DVD, wird der Vorgang im Windows DVD Maker fortgesetzt.
23.3 DVDs mit dem Windows DVD Maker erstellen Video-DVDs enthalten das Videomaterial in hoher Auflösung (720 x 572 Bildpunkte) und guter Audioqualität. Zudem können diese Medien noch Menüs zur Navigation zwischen Kapiteln und Titeln der Videoclips enthalten. Zur Aufbereitung des Materials (auch als DVD-Authoring bezeichnet) stellt Windows Vista den Windows DVD Maker bereit. Das Programm wird automatisch aufgerufen, sobald Sie im Windows Movie Maker als Veröffentlichungsort DVD wählen. Sie können den Windows DVD Maker auch selbst über den Zweig Alle Programme des Startmenüs aufrufen. Die Schritte, um Videomaterial auf eine Video-DVD zu brennen, werden nachfolgend beschrieben.
23.3.1
Mediendateien hinzufügen
Ein DVD-Projekt kann einen Film oder auch mehrere Filme oder sogar Diashows enthalten. Zudem lässt sich eine Navigationsstruktur in Form von Menüs auf dem Medium hinterlegen. Im ersten Schritt sind die auf der Video-DVD gewünschten Inhalte festzulegen. Nach dem Aufruf meldet sich der Windows DVD Maker mit dem in Bild 23.16 gezeigten Dialogfeld, in dem Sie Inhalte und Optionen wählen. Eine grafische Anzeige in der linken unteren Ecke des Dialogfelds zeigt die bereits belegte und die noch freie Kapazität auf dem Medium. 쮿
Legen Sie bei Bedarf über das Listenfeld der Symbolleiste das Laufwerk für den DVD-Brenner fest und tippen Sie im Textfeld der Fußzeile einen Datenträgertitel für die DVD ein.
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DVDs mit dem Windows DVD Maker erstellen
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Wählen Sie in der Symbolleiste die Schaltfläche Elemente hinzufügen. Sobald sich das Dialogfeld Elemente zur DVD hinzufügen öffnet (Bild 23.17, links), navigieren Sie zum Ordner mit den Mediendateien. Stellen Sie im rechts vom Feld Dateiname angezeigten Listenfeld das gewünschte Format ein. Dann können Sie Videodateien oder Fotos auswählen und mittels der Schaltfläche Hinzufügen in die Zusammenstellung übertragen. Fotos werden direkt als Diashow einsortiert (Bild 23.16).
Die Reihenfolge der der Zusammenstellung hinzugefügten Elemente beeinflussen Sie, indem Sie ein Element markieren und dieses dann bei gedrückter linker Maustaste in der Liste nach oben oder unten verschieben. Unerwünschte Elemente können Sie in der Zusammenstellung markieren und mittels der Schaltfläche Elemente entfernen aus dem Dialogfeld Bilder und Videos zur DVD hinzufügen entfernen. Diashows mit einer Fotoserie werden als entsprechendes Symbol in der Zusammenstellung angezeigt. Um die Einzelfotos zu sortieren, wählen Sie das Symbol in der Zusammenstellung mit einem Doppelklick an. Sie gelangen in die Ansicht der Fotoserie, in der Sie die Fotos verschieben und löschen können. Über die dann in der Symbolleiste (oberhalb der Fotoliste) freigegebene Schaltfläche Zurück zu Videos gelangen Sie zum vorherigen Schritt mit den Elementen der Zusammenstellung zurück. Soll die DVD mit Menüs starten oder ist ein besonderes Bildverhältnis sowie eine Videonorm gewünscht? Dann klicken Sie im Dialogfeld auf den am unteren rechten Dialogfeldrand gezeigten Hyperlink Optionen.
Bild 23.16: Mediendateien zum Projekt hinzufügen
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Kapitel 23 · Videoschnitt und DVD-Authoring
Das in Bild 23.17, rechts, gezeigte Dialogfeld wird zur Auswahl der DVD-Optionen geöffnet. Über die drei Optionsfelder der Gruppe Wählen Sie DVD-Wiedergabeeinstellungen legen Sie fest, ob die Videos auf der DVD automatisch im DVD-Player wiederzugeben sind, oder ob ein Menü zur Auswahl der Kapitel des Films erscheint. Bei mehreren Elementen sollten Sie die Option zur Anzeige eines Menüs wählen, damit der Benutzer auf die einzelnen Inhalte zugreifen kann und nach dem Einlegen des Mediums nicht unversehens der erste Titel wiedergegeben wird. Verfügen Sie zur Wiedergabe über Breitwandbildschirme, können Sie das DVD-Seitenverhältnis auf 16:9 stellen. Ältere Fernsehgeräte benutzen aber noch das Seitenverhältnis 4:3, d. h. mit 16:9 gebrannte DVDs werden in Breitwanddarstellung (Letterbox-Darstellung) mit schwarzen Balken am oberen und unteren Bildrand wiedergegeben. Da DVD-Player und auch Fernseher sowohl NTSC als auch PAL unterstützen, ist eine Änderung des Videoformats eigentlich nicht relevant. Sinn macht eine Änderung nur, wenn das Material in gemischten Videoformaten vorliegt und bevorzugt in einem Format (z. B. PAL) codiert werden soll. Bei Bedarf können Sie noch die Brenngeschwindigkeit über ein Listenfeld anpassen, um ggf. den Rohling auf den DVD-Brenner abzustimmen. Schließen Sie das Dialogfeld über die OK-Schaltfläche.
Bild 23.17: Elemente und Optionen auswählen
Sobald die Elemente zur Zusammenstellung hinzugefügt und die Optionen gesetzt wurden, können Sie über die Weiter-Schaltfläche des Dialogfelds zum nächsten Schritt übergehen.
23.3.2
Menügestaltung für die DVD
Im Dialogschritt Datenträger kann gebrannt werden (Bild 23.18, oben) sind bei Bedarf die Menüs für die DVD zu erzeugen. Über die am rechten Rand des Dialogfelds Datenträger kann gebrannt werden angezeigte Liste lässt sich ein Menüstil für das Eingangsmenü der DVD wählen.
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DVDs mit dem Windows DVD Maker erstellen
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Anschließend klicken Sie auf die am oberen Rand des Dialogfelds befindliche Schaltfläche Menütext. Im dann eingeblendeten Dialogfeld DVDMenütext ändern (Bild 23.18, unten) können Sie die Texte für verschiedene Schaltflächen und die Hinweise korrigieren sowie die Schriftart und die Formatierung ändern. Über die Schaltfläche Vorschau lässt sich das Ergebnis ansehen. Schließen Sie das Dialogfeld über die Schaltfläche Text ändern. Standardmäßig werden die DVD-Menüs als Text angezeigt. Über die Schaltfläche Menü anpassen des Dialogfelds Datenträger kann gebrannt werden (Bild 23.18, oben) öffnet sich ein weiteres Dialogfeld, in dem Sie Videos für den Menüvordergrund und -hintergrund, einen Hintergrundsound sowie die Form der Menüschaltflächen auswählen und dann über die Schaltfläche Stil ändern zuweisen können (Bild 23.19, oben). Die Schaltfläche Diashow öffnet ein Dialogfeld (Bild 23.19, unten), in dem Sie Audiodateien hinzufügen und somit eine als Element eingefügte Diashow vertonen können. Die Audiodateien werden später beim Abspielen der Diashow als Tonspur wiedergegeben. In dem Dialogfeld finden Sie zudem Optionen, um die Standzeiten für alle Bilder, Übergangseffekte etc. einzustellen.
Bild 23.18: DVD-Menü gestalten
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Kapitel 23 · Videoschnitt und DVD-Authoring
TIPP
Sobald alle Optionen in einem Dialogfeld festgelegt sind, können Sie die in der Kopfleiste des Dialogfeldes angezeigte Schaltfläche Vorschau anklicken. Anschließend erstellt der Windows DVD Maker eine Vorschau des Videos und simuliert dessen Wiedergabe in einem Dialogfeld. Das Dialogfeld bietet beispielsweise Schaltflächen, um in den Menüs des Videos zu navigieren, zwischen den Szenen (d. h. Einzelfotos) zu blättern und das Menü aufzurufen. So können Sie die Videowiedergabe vor dem Brennen testen. Das Dialogfeld lässt sich über die OK-Schaltfläche schließen.
Bild 23.19: Optionen des DVD-Menüs ändern
Entsprechen die Vorgaben Ihren Vorstellungen, klicken Sie im Dialogfeld Datenträger kann gebrannt werden (Bild 23.18, oben) auf die Schaltfläche Brennen. Der Windows DVD Maker fordert Sie in einem Meldungsfeld zum Einlegen einer beschreibbaren DVD in den Brenner auf. Sobald das eingelegte Medium vom Brenner erkannt wird, verschwindet das Meldungsfeld wieder und die Video-DVD wird gebrannt. Ein Dialogfeld mit einer Fortschrittsanzeige informiert Sie über den Ablauf. Wird die Fertigstellung der Video-DVD bestätigt, können Sie das Medium dem Brenner entnehmen und ggf. noch geöffnete Dialogfelder schließen.
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DVDs mit dem Windows DVD Maker erstellen
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Anschließend lässt sich die Video-DVD am Computer mit dem Windows Media Player oder mittels eines DVD-Players testen. Bei Bedarf bietet der Windows DVD Maker Ihnen noch die Möglichkeit, die Einstellungen in einer Projektdatei zu speichern. Sie haben dann die Möglichkeit, diese Projektdatei nach dem erneuten Start des Programms im Startdialog (Abbildung 23.16) über die in der Symbolleiste eingeblendete Menüschaltfläche Datei zu laden. In diesem Menü finden Sie auch Befehle, um die Projekteinstellungen erneut zu speichern. Die hier vorgestellten Windows-Anwendungen Windows Movie Maker und Windows DVD Maker stellen einfache Funktionen zum Filmschnitt und zum Brennen von Video-DVDs zur Verfügung. Im Windows Media Center finden Sie ebenfalls Funktionen, um aufgenommene Videos auf CD oder DVD zu brennen. Komfortabler wird das Authoring solcher Medien aber mit spezialisierten Programmen von Drittherstellern. Die Brennsuite Nero enthält beispielsweise wesentlich komfortabler nutzbare Programme zur Videobearbeitung und zum Brennen von Video-CDs, S-VCDs und DVDs.
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24 Das Windows Media Center Windows Vista Home Premium wird mit dem Windows Media Center ausgeliefert. Entsprechend ausgestattete Rechner lassen sich damit als Medienzentrale im Wohnzimmer zur Wiedergabe von Musik, Bildern und Videos sowie zum Ansehen von TV-Sendungen nutzen. Auch Aufzeichnungen von Videos sowie das Brennen auf DVD sind möglich. Eine Infrarot-Fernbedienung erlaubt, die Funktionen bequem abzurufen. Nachfolgend erhalten Sie einen kurzen Überblick über die betreffenden Funktionen.
24.1 Das Windows Media Center im Überblick Das Windows Media Center muss explizit über das Startmenü aufgerufen und mindestens beim ersten Start konfiguriert werden. Zudem lassen sich die Einstellungen auch nachträglich anpassen. Nachfolgend finden Sie eine Übersicht über die betreffenden Funktionen.
24.1.1
Was bietet das Windows Media Center?
Das Windows Media Center ist Bestandteil von Windows Vista Home Premium und wird auch standardmäßig mitinstalliert. Sie können nach dem Start über Tastatur und Maus oder über eine Fernbedienung eine Vielzahl an Funktionen zur Wiedergabe von Multimediainhalten (Fotos, Musik, Videos) abrufen. 쮿
Fotos, Musik, Videos: Das Windows Media Center bietet Funktionen, mit denen Sie die auf dem Computer gespeicherten Fotos als Diashow wiedergeben oder Videos aus Dateien sowie von CD/DVD ansehen können. Sie können zudem Musik hören, indem Sie Audiodateien oder Audio-CDs im Media Center abspielen.
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Die in Windows enthaltenen Spiele lassen sich über das Windows Media Center (Rubrik Programme) aufrufen und mittels Tastatur oder Fernbedienung spielen.
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Ist eine TV-Empfangseinheit oder eine Radiokarte im Rechner installiert, können Sie Fernsehsehsendungen im Windows Media Center ansehen bzw. Radio hören. Der Vorteil beim TV-Empfang besteht darin, dass eine zeitversetzte Wiedergabe (Timeshift) möglich ist. Sie können eine laufende Sendung anhalten und zu einem späteren Zeitpunkt fortsetzen. Das Media Center zeichnet in der Zwischenzeit die Sendung auf und gibt beim Fortsetzen der Anzeige die zwischengespeicherten Teile zeitversetzt wieder.
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Das Windows Media Center bietet eine Funktion, um Fernsehsendungen aufzuzeichnen. Optional können Sie aufgezeichnete Videos, andere Videos oder Fotos und Musik auf CD oder DVD brennen.
Über einen Internetzugang können zudem Zusatzinformationen (wie das aktualisierte Fernsehprogramm) abgerufen werden. Außerdem bietet das
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Das Windows Media Center im Überblick
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Windows Media Center die Möglichkeit, weitere Geräte wie die Spielekonsole Microsoft Xbox 360 über ein Netzwerk als so genannter Media Center-Extender anzuschalten. Dann lassen sich Medieninhalte (Diashows, Musik, Videos) über das Netzwerk zu den betreffenden Geräten übertragen und Sie können über die Extender in anderen Räumen auf diese Inhalte zugreifen.
24.1.2
Voraussetzungen für das Windows Media Center
Um Videos im Windows Media Center flüssig abzuspielen und TV-Sendungen wiedergeben zu können, reichen die durch Microsoft zum Betrieb von Windows Vista angegebenen Mindesthardwarevoraussetzungen nicht aus. Zum Arbeiten mit dem Windows Media Center reicht (im Gegensatz zu anderen Grafikanwendungen wie dem Windows Movie Maker) zwar bereits eine einfache Grafikkarte, die noch nicht mal die Benutzeroberfläche Aero unterstützen muss. Allerdings kann es nicht schaden, eine Aero-kompatible Grafikkarte mit mindestens 128 MByte Arbeitsspeicher zu verwenden. Kritischer sind der Arbeitsspeicherausbau und die Prozessorgeschwindigkeit des Rechners. Das System sollte mehr als 512 MByte (z. B. 1 GByte RAM) Arbeitsspeicher aufweisen, da das Windows Media Center als Aufsatz unter Windows Vista läuft. Um Multimediainhalte wie Videos oder TV-Sendungen ohne Ruckeln wiedergeben zu können, muss die Prozessorgeschwindigkeit mindestens bei 2,5 GHz liegen. Besser sind jedoch Systeme mit einer Taktrate von 3 GHz und mehr. Die Bedienung des Windows Media Center kann per Tastatur und Maus erfolgen. Die Software unterstützt aber auch Infrarot-Fernbedienungen. Am Computer muss dazu ein IR-Empfänger vorhanden sein, der durch Vista-Treiber eingebunden werden kann.
Problemfall TV-Empfänger Ein kritischer Punkt ist der TV-Empfang über integrierte Tunerkarten oder externe USB-Empfangseinheiten. Das Windows Media Center unterstützt zwar analoge TV-Tuner. Wegen der Umstellung auf digitale TV-Übertragung empfiehlt es sich in Deutschland aber, gleich auf digitale DVB-Empfangslösungen umzusteigen. Bei den Empfangskarten sind die Übertragungstechnologien DVB-T (terrestrisch), DVB-S (Satellit) und DVB-C (Kabel) zu unterscheiden. DVB-C wird vom Windows Media Center nicht und DVB-S nur eingeschränkt unterstützt. Um eine bereits vorhandene oder hinzugekaufte DVB-Empfangskarte in das Windows Media Center einzubinden und zu nutzen, sind einige Bedingungen zu erfüllen. 쮿
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Als Erstes muss der Hersteller der DVB-Karte so genannte BDA-Treiber (BDA steht für Broadcasting Digital Architecture) für Windows Vista bereitstellen. Einige DVB-T- und DVB-S-Karten werden standardmäßig bereits durch Vista mit entsprechenden Treibern unterstützt. In diesem Fall findet sich nach der Installation im Zweig
Kapitel 24 · Das Windows Media Center
Audio-, Video- und Gamecontroller des Geräte-Managers mindestens ein Eintrag für die Treiber der DVB-Karte – manche Geräte weisen sogar zwei Einträge auf. 쮿
Die zweite benötigte Komponente ist ein TV-Tuner, der die Auswahl der TV-Kanäle erlaubt und die Übertragung der Daten zwischen BDA-Treiber und Windows Media Center übernimmt. Diese Komponente sollte vom Hersteller der Empfangskarte mit der entsprechenden Software bereitgestellt werden.
Ein fehlender Tuner (bzw. das benötigte Plug-in) ist der Grund, warum die Einbindung von DVB-C-Karten in das Windows Media Center auch bei funktionierendem BDA-Treiber scheitert. Beim Versuch, den TV-Empfang im Media Center zu konfigurieren, erhalten Sie dann eine Fehlermeldung angezeigt, dass kein Tuner gefunden werden konnte (Bild 24.1).
Bild 24.1: Fehler beim Konfigurieren des TV-Empfangs
Der Hinweis auf die Tunerhardware ist an dieser Stelle etwas irreführend, da in der Regel ja eine funktionierende DVB-Empfangskarte im Rechner enthalten ist. Liefert der Hersteller der Empfangskarte eine unter Vista lauffähige Anzeigesoftware mit, werden Sie mit diesem Programm (bei korrekt installierter Hard- und Software) die TV-Sendungen empfangen können. Die Einbindung in das Windows Media Center scheitert dann an einem fehlenden Plug-in, das dem TV-Teil das Ansprechen des Tuners erlaubt. Anbieter wie Technotrend oder Hauppauge haben bereits vor Jahren einen entsprechenden Patch bereitgestellt, der ihre DVB-S-Empfangskarten gegenüber dem Windows Media Center als DVB-T-Gerät ausgibt. Dann kann das Media Center auf den Tuner zugreifen und die entspre-
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Das Windows Media Center im Überblick
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chenden Empfangskanäle über den BDA-Treiber selektieren. Von Microsoft Deutschland wurde zwischenzeitlich in Zusammenarbeit mit der Firma ODSoft eine entsprechende Lösung für das Windows Media Center von Windows XP unter dem Namen »Universal DVB Receiver« entwickelt, die auch für Windows Vista funktioniert. Leider gibt es bei diesem Ansatz gleich mehrere Haken. Einmal setzt das betreffende Plug-in einen recht leistungsfähigen Prozessor (mindestens 2,5 GHz) voraus. Microsoft setzt zudem darauf, dass Rechner mit Windows Vista Home Premium durch die Hardwarehersteller mit TV-Empfangskarten ausgerüstet und mit der benötigten Software versehen werden. Daher wird das entsprechende Plug-in mit dem Universal DVB Receiver (UDR) nicht an Endkunden, sondern nur an Hersteller der Media Center-Lösungen (OEM-Kunden und Systembuilder) abgegeben. Wer sich nachträglich eine DVB-S-Empfangskarte beschafft, sollte darauf achten, dass der Hersteller neben den BDA-Treibern auch ein entsprechendes Plug-in zum Einbinden in das Windows Media Center bereitstellt. Für einige DVB-S-Empfangskarten bieten die Hersteller zwar BDATreiber an, das Plug-in für das Windows Media Center fehlt aber. Dann gibt es die böse Überraschung, dass die Karte im Windows Media Center nicht erkannt wird. Persönlich habe ich lange recherchiert und getestet, bis ich auf eine Lösung gestoßen bin. Die Firma Reycom ist ein Anbieter von Windows Media Center-Lösungen und stellt für ihre Kunden eine Version des Universal DVB Receiver im Service-Bereich zum Download bereit (den Media Center-Bereich anklicken und dann in der Rubrik »Service« zum RMC-Download-Bereich wechseln). Laden Sie sich diese Variante versuchsweise herunter und installieren Sie diese. Bei mir vorhandene DVB-S-Karten (z. B. TechniSat SkyStar 2 TV, Twinhan Vision DTV Sat-Express) ließen sich mit dem Universal DVB Receiver im Windows Media Center einbinden. Beachten Sie aber, dass für diese Lösung keinerlei Support von Microsoft oder durch die Firma Reycom geboten wird. Persönlich verzichte ich zwischenzeitlich auf die Einbindung der DVB-Karten in das Media Center und verwende lieber das Programm DVBViewer (für ca. 15 Euro unter www.dvbviewer.com erhältlich). Diese Anwendung erlaubt auch auf weniger leistungsfähigen Rechnern eine flüssige Wiedergabe und Aufzeichnung von digitalen TV-Programmen. Die Aufzeichnungen werden dabei noch im MPEG-2-Format abgelegt, so dass sich die Dateien später problemlos (auch mit Fremdprogrammen) beschneiden und auf DVD brennen lassen.
24.1.3
Das Windows Media Center aufrufen und einrichten
Das Windows Media Center wird direkt über das Startmenü aufgerufen, indem Sie den Eintrag Windows Media Center im Zweig Alle Programme anklicken. Standardmäßig startet das Windows Media Center im Vollbildmodus, so dass sowohl der Windows-Desktop als auch die Taskleiste verschwinden.
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Kapitel 24 · Das Windows Media Center
Bild 24.2: Darstellungsmodi beim Media Center anpassen
Sie können aber die Tastenkombination (Alt)+(ÿ_) drücken, um die Taskleiste aufzurufen. Dann erscheint die Windows-Taskleiste am unteren Rand des Bildschirms. Durch ein weiteres Drücken der (ÿ_)-Taste lassen sich dann geöffnete Fenster in den Vordergrund schalten. Zeigen Sie mit der Maus in die rechte obere Ecke des Windows Media Center-Bildschirms, werden die in Bild 24.2 gezeigten drei Schaltflächen sichtbar. Über die linke Schaltfläche lässt sich das Vollbildfenster des Media Center zu einer Schaltfläche in der Taskleiste minimieren und die rechte Schaltfläche schließt die Anwendung. Über die mittlere Schaltfläche lässt sich das Media Center in den Fenstermodus schalten, d. h. Sie können die Inhalte weiterer geöffneter Anwendungsfenster sehen. Betreiben Sie Ihren Rechner als Media Center, das nur per Fernbedienung gesteuert wird? Dann sollten Sie das Windows Media Center so einrichten, dass es automatisch nach dem Hochfahren von Windows im Vollbildmodus geladen wird. Hierzu wählen Sie über den Bildlauf die Kategorie Aufgaben und dann Einstellungen (Bild 24.4). Auf der Seite Einstellungen führt Sie der Befehl Allgemein zu einer Formularseite, in der Sie den Befehl Start- und Anzeigeverhalten wählen müssen. Die zugehörige Seite enthält ein Kontrollkästchen Windows Media Center beim Start von Windows starten, das Sie markieren müssen.
Erstkonfiguration des Windows Media Center Beim ersten Aufruf des Windows Media Center werden Sie über eine Willkommensmeldung zur Konfigurierung aufgefordert. Bei diesen Schritten können Online-Inhalte wie ein TV-Programm abonniert und eine TV-Empfangskarte eingerichtet werden. Über die im Fenster eingeblendete Weiter-Schaltfläche lässt sich durch die Konfigurationsdialoge blättern. Sobald das in Bild 24.3 gezeigte Formular erscheint, empfiehlt es sich, die Option Express-Setup zu markieren und die OK-Schaltfläche anzuklicken. Sie können auch die Option Setup später ausführen wählen und das Einrichten abbrechen. Dies gibt Ihnen Gelegenheit, das Windows Media Center erst etwas zu erkunden und das Setup später auszuführen. Erfahrene Anwender können über die Option Benutzerdefiniertes Setup die einzelnen Funktionen des Programms schrittweise konfigurieren.
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Das Windows Media Center im Überblick
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Bild 24.3: Setup-Optionen des Media Center
Sofern Sie das Setup ausführen, wird Ihnen auch der Bezug von Onlineinformationen per Internet (z. B. zum TV-Programm) angeboten. Sie sollten sich die Nutzungsbedingungen genau durchlesen, da zum Bezug solcher Informationen ein Abonnement eingegangen werden muss. Microsoft behält sich in den Nutzungsbedingungen vor, dieses Abonnement zu einem späteren Zeitpunkt in eine kostenpflichtige Leistung umzuwandeln. Sofern Sie sich über die Tragweite im Unklaren sind, empfiehlt es sich, auf den Abschluss eines Abonnements zu verzichten.
Setup nachträglich ausführen Haben Sie das Setup beim ersten Aufruf abgebrochen oder möchten Sie die Konfiguration nachträglich anpassen, gehen Sie in folgenden Schritten vor. 1. Rufen Sie das Windows Media Center über den Zweig Alle Programme des Startmenüs auf. 2. Navigieren Sie (z. B. über die Cursortasten der Tastatur oder über die Navigationstasten der Fernbedienung) im Startdialog zum Punkt Einstellungen (Bild 24.4, Hintergrund) und rufen Sie diesen (z. B. durch Doppelklicken oder über die OK-Taste der Fernbedienung) auf. 3. Anschließend wählen Sie im Formular Einstellungen (Bild 24.4, Vordergrund) die gewünschte Option aus.
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Kapitel 24 · Das Windows Media Center
Bild 24.4: Auswahl der Setup-Optionen im Media Center
Je nach gewählter Kategorie werden Sie über weitere Untermenüs zu den einzelnen Konfigurationsseiten geführt. Ist eine Kategorie erreicht, bietet das betreffende Formular (Bild 24.5) die verfügbaren Optionen als Optionsfelder, Kontrollkästchen und Schaltflächen an. Sie müssen dann die Optionen per Maus oder über die Fernbedienung anwählen. Bei mehrseitigen Formularen lässt sich über die zwei Schaltflächen in der rechten unteren Ecke des Fensters zwischen den Einzelseiten blättern. Die mit Speichern bezeichnete Schaltfläche im Formular erlaubt, die Änderungen abzulegen, die Abbrechen-Schaltfläche verwirft Änderungen. Zeigen Sie per Maus in die linke obere Ecke (Bild 24.5) der Seite, finden Sie eine blaue Schaltfläche, um einen Schritt zurückzuspringen. Die zweite Schaltfläche mit dem Windows-Logo bringt Sie zur Startseite des Windows Media Center zurück. In der Gruppe Allgemein lassen sich das Start- und Anzeigeverhalten, visuelle Effekte und Sound, Optionen für die Programmbibliothek, das Windows Media Center-Setup, Jugendschutzeinstellungen und DownloadOptionen festlegen sowie Informationen zum Datenschutz abrufen.
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Kurzanleitung zum Windows Media Center
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Bild 24.5: Konfigurationsformular im Media Center
Über das Menü TV der Einstellungen können Sie die Funktionen des Rekorders (z. B. Aufzeichnungsordner) festlegen, die Kanalreihenfolge des TVProgramms anpassen oder nach weiteren Diensten suchen. Zudem können Sie ein externes TV-Gerät oder den Monitor einrichten. Über den Befehl TV-Signal einrichten gelangen Sie in die Formulare, um bei einer eingebauten TV-Tunerkarte den Sendersuchlauf aufzurufen. Erst wenn dieser Sendersuchlauf erfolgreich durchgeführt wurde und Kanäle gefunden hat, lassen sich diese später über die Kanalwahl bei der TV-Anzeige abrufen. Über die restlichen Menübefehle der Seite Einstellungen lässt sich festlegen, wie Bilder, Musik und DVDs wiederzugeben sind. Der Befehl Extender ist nur sinnvoll, wenn Sie Media Center-Extender über ein Netzwerk angeschlossen haben und dieses Gerät zum Windows Media Center hinzufügen möchten. Über Bibliothek-Setup lassen sich zu überwachende Medienordner angeben. Musik, Bilder und Videos werden dann, ähnlich wie bei der Medienbibliothek des Windows Media Player, automatisch im Windows Media Center eingebunden und lassen sich später abrufen.
24.2 Kurzanleitung zum Windows Media Center Sobald das Windows Media Center eingerichtet wurde, können Sie über die betreffenden Funktionen Videos, Bilder, Musik und TV-Sendungen wiedergeben. Zudem besteht die Möglichkeit, Medieninhalte auf CD oder DVD zu brennen. Die Funktionen sind menügeführt und weitgehend selbsterklärend. Nachfolgend finden Sie eine Kurzübersicht zur Bedienung der Media Center-Funktionen
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Kapitel 24 · Das Windows Media Center
24.2.1
Das Media Center bedienen
Beim Aufruf zeigt das Windows Media Center den Startbildschirm (Bild 24.6) mit den verfügbaren Funktionen und Navigationselementen. Wählen Sie das Symbol einer Funktion per Maus oder über die Fernbedienung an, gelangen Sie zur betreffenden Bedienmaske, in der Sie die Einzelfunktionen abrufen können. 쮿
Über die Steuerungstasten ((æ), (Æ), (½), (¼)) der Fernbedienung lässt sich dabei sowohl horizontal als auch vertikal ein Bildlauf durchführen, um durch das Funktionsmenü zu scrollen. Die aktuelle Funktion wird im Zentrum des Bildschirms mit einem Symbol eingeblendet und lässt sich über die (OK)-Taste anwählen.
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Arbeiten Sie mit der Maus, lässt sich über die am rechten/linken und oberen/unteren Bildschirmrand eingeblendeten Navigationstasten im Menü horizontal und vertikal blättern. Ein Mausklick auf die in der Mitte des Bildschirms angezeigte Funktion ruft diese auf.
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Alternativ können Sie die Cursortasten ((æ), (Æ), (½), (¼)) der Tastatur zum Ausführen eines Bildlaufs und zum Abrufen der Funktionen verwenden. Die (Enter)-Taste ruft die Funktion auf. Die (æ___)-Taste bringt Sie eine Bedienebene zurück.
Die beiden beim Zeigen mit der Maus in der linken oberen Ecke eingeblendeten Schaltflächen erlauben Ihnen, eine Ebene zurückzugehen bzw. die Startseite aufzurufen. Am unteren Bildrand eingeblendete Elemente dienen zur Wiedergabesteuerung. Zurück Start
Navigation
Navigation
Bild 24.6: Navigation in der Startseite
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Kurzanleitung zum Windows Media Center 0
24.2.2
Live-TV empfangen
Zum Abrufen eines TV-Programms führen Sie in der Startseite einen Bildlauf zum Eintrag TV + Filme durch und klicken anschließend auf den Menüeintrag Live-TV. Oder Sie drücken auf der Windows Media Center-Fernbedienung die Taste für LIVE-TV. Sie gelangen in den Empfangsmodus für den TV-Empfänger. Voraussetzung ist, dass eine TV-Empfangskarte funktionsfähig im Rechner installiert und eingerichtet ist. Schneller Rücklauf Rücklauf
Aufnehmen Kanalwahl Stopp
Schneller Vorlauf Vorlauf
Ton ein/aus Lautstärke Wiedergabe/ Anhalten
Bild 24.7: Bedienelemente beim TV-Empfang
Das Windows Media Center zeigt bei Anwahl der Funktion das Fernsehbild des aktuell gewählten Kanals an. Zum Wechseln des Kanals bewegen Sie die Maus zum unteren Teil des Bildschirms, um die Bedienelemente einzublenden (Bild 24.7). Dann wählen Sie eine der beiden Tasten ch -/+ an. Diese Tasten stellen jeweils den nächsthöheren bzw. -niedrigeren Kanal ein. Weiterhin können Sie die Kanäle auch direkt über die Kanalnummern abrufen. Diese lassen sich per Tastatur oder über die Tasten der Fernbedienung in der Form 01, 02, 11 etc. eingeben. Die Kanalliste wird beim Sendersuchlauf automatisch eingerichtet und lässt sich über die Setup-Optionen auch individuell belegen. Um die Lautstärke anzupassen, finden Sie zwei weitere Tasten im Bedienfeld am unteren Bildrand. Die Taste mit dem Lautsprechersymbol erlaubt den Ton stumm zu schalten. Die Taste Wiedergabe/Anhalten des Bedienblocks erlaubt Ihnen, TVSendungen zeitversetzt anzusehen. Hierzu bewegen Sie die Maus zur Schaltfläche Anhalten und klicken darauf. Das Symbol der Taste wechselt dann zu einem kleinen Dreieck und das Windows Media Center zeichnet die Sendung im Hintergrund auf. Zum Fortsetzen der Wiedergabe klicken Sie erneut auf die Taste Wiedergabe/Anhalten.
Bild 24.8: Anzeige beim Vor-/Zurückspulen bzw. zeitversetzter Wiedergabe
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Kapitel 24 · Das Windows Media Center
Über die rechts und links von der Taste Wiedergabe/Anhalten befindlichen Steuerungstasten (Vorlauf, Schneller Vorlauf, Rücklauf, Schneller Rücklauf) können Sie bei der Wiedergabe von TV-Sendungen und Videos innerhalb des Films vor- oder zurückspulen. Bei der zeitversetzten Wiedergabe wird die in Bild 24.8 sichtbare Leiste eingeblendet. Sie erkennen dann, welcher Zeitbereich durch das Windows Media Center erfasst wurde und welcher Zeitbereich gerade wiedergegeben wird. Beenden lässt sich die Wiedergabe des TV-Liveprogramms (oder eines abgespielten Videos), indem Sie im Bedienfeld auf die Stopp-Taste klicken – oder indem Sie in der linken oberen Ecke zur Startseite zurückspringen.
24.2.3
TV-Sendungen mitschneiden
Möchten Sie eine TV-Sendung mitschneiden, klicken Sie auf die in der Bedienleiste angezeigte Aufnahmeschaltfläche (Bild 24.7). Sobald die Seite Manuelle Aufzeichnung (Bild 24.9) erscheint, legen Sie ggf. die Aufzeichnungsoptionen (Häufigkeit, Zeitdauer etc.) fest und betätigen dann die mit Aufzeichnen beschriftete Schaltfläche in der linken Spalte. Klicken Sie auf das in der linken unteren Ecke eingeblendete Miniaturbild des TV-Programms, gelangen Sie wieder in die Live-TV-Ansicht zurück. Um die manuelle Aufzeichnung zu beenden, wählen Sie die Taste Aufnehmen im Bedienteil erneut an und klicken auf der Folgeseite Manuelle Aufzeichnung die mit Keine Aufzeichnung beschriftete Schaltfläche an.
Bild 24.9: TV-Sendung aufzeichnen
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Kurzanleitung zum Windows Media Center
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TIPP
Sie können auch mit der rechten Maustaste auf den Bildbereich klicken. Dann blendet das Windows Media Center ein Kontextmenü mit den jeweils verfügbaren Funktionen ein. Über den Befehl Aufzeichnen gelangen Sie bei der Live-TV-Ansicht auch zur Seite Manuelle Aufzeichnung.
24.2.4
Aufzeichnungen, Videos, Musik und Bilder wiedergeben
Aufgezeichnete TV-Sendungen, auf der Festplatte abgespeicherte Videos, Fotos oder Musikstücke lassen sich im Windows Media Center wiedergeben. 1. Hierzu rufen Sie die Startseite (z. B. über die in der oberen linken Ecke des Bildschirms eingeblendete Schaltfläche) auf. 2. Anschließend führen Sie einen Bildlauf im Menü der Startseite durch, um die betreffende Kategorie (Musik, Bilder + Videos, TV + Filme) anzuwählen (Bild 24.10). 3. Wählen Sie in den Folgeseiten die gewünschte Unterkategorie und navigieren Sie zu den Medieninhalten (z. B. Alle wiedergeben, Bildbibliothek, Videobibliothek etc.). Anschließend können Sie die Medienwiedergabe über die Schaltflächen des am unteren Bildrand eingeblendeten Bedienteils steuern (siehe Bild 24.7).
Bild 24.10: Medieninhalte abrufen
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Kapitel 24 · Das Windows Media Center
Die Kategorie TV + Filme erlaubt Ihnen auf Videos und Filme zuzugreifen: 쮿
Live-TV: Erlaubt die Wiedergabe von TV-Sendungen über einen im Rechner eingebauten TV-Tuner.
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Aufzeichnungen: In dieser Kategorie finden Sie auch die aufgezeichneten TV-Sendungen, die Sie durch Anwählen wiedergeben können.
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DVD: Ermöglicht Ihnen das Abspielen von DVDs im Windows Media Center.
Unter der Kategorie Musik finden Sie die Funktionen, um Musik aus verschiedenen Quellen wiederzugeben. 쮿
Musikbibliothek: Die Funktion listet alle im Media Center bekannten Musiktitel auf und erlaubt, diese wiederzugeben.
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Alles wiedergeben: Ermöglicht Ihnen den Zugriff auf in der Medienbibliothek enthaltene Audiotitel, um diese abzuspielen. Der Befehl erlaubt Ihnen zusätzlich, über ein Menü eine Diashow anzuzeigen, Musik auf CD zu brennen etc.
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Radio: Ist ein Radiotuner im Rechner eingebaut, ermöglicht dieser Befehl den Zugriff auf Radioprogramme.
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Suchen: Dieser Befehl öffnet ein Formular zur Eingabe eines Suchbegriffs, über den Sie Titel in der Musikbibliothek suchen können (hilfreich bei umfangreichen Musiksammlungen).
Wählen Sie die Kategorie Bilder + Videos, um auf Fotos oder gespeicherte Videodateien zugreifen zu können. Die Kategorie bietet folgende Unterkategorien: 쮿
Bildbibliothek: Der Befehl listet alle gefundenen Fotos auf und erlaubt, diese als Diashow abzurufen.
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Alle wiedergeben: Ermöglicht Ihnen, alle im Media Center in der Medienbibliothek erfassten Medientitel wiederzugeben.
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Videobibliothek: Listet die gespeicherten Videodateien auf und erlaubt deren Wiedergabe.
Die Funktionen lassen sich während eines Bildlaufs per Maus anwählen und mit einem Mausklick (oder der OK-Taste der Fernbedienung) aufrufen. Sie werden dann über weitere Menüs durch die Optionen zum Abrufen der Funktionen geführt.
24.2.5
CD/DVD brennen
Sie können Medieninhalte wie Fotos, Videos, aufgezeichnete TV-Sendungen oder Musik direkt auf CD oder DVD brennen. Das Media Center unterstützt dabei verschiedene Formate (Audio-CD, Daten-CD/DVD, Video-DVD, DVD-Diashow). Um die Funktion zu nutzen, gehen Sie folgendermaßen vor.
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Kurzanleitung zum Windows Media Center
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1. Wählen Sie beim Bildlauf in der Startseite des Windows Media Center das Thema CD/DVD brennen an. 2. Legen Sie dann den angeforderten Datenträger (CD oder DVD) in den Brenner ein und bestätigen dies über das in der Seite angezeigte Dialogelement. 3. Im Folgeformular Datenträgerformat wählen Sie das gewünschte Format. Bei CDs können Sie zwischen den Optionen Audio-CD und Daten-CD wählen. Haben Sie eine DVD eingelegt, stehen die Varianten Daten-DVD, Video-DVD und DVD-Diashow zur Auswahl. 4. Über die Weiter-Schaltfläche der Seite gelangen Sie zur Seite Diese CD/DVD benennen, auf der Sie über ein Textfeld eine Datenträgerbezeichnung für die CD bzw. DVD eintragen können. Sie können den Text per Tastatur eintippen. Bei Verwendung einer Fernbedienung müssen die Zeichen über die angezeigten Symbolfelder der Seite interaktiv abgerufen werden. 5. Die Weiter-Schaltfläche bringt Sie zur Seite für die Auswahl des Speicherorts, an dem die Medieninhalte liegen. Sie müssen eines der zum Datenträgerformat passenden Optionsfelder markieren und können dann über die Weiter-Schaltfläche schrittweise zum Quellordner und dann zur Auswahl der Einzeltitel wechseln. Sobald die Medientitel zur Zusammenstellung hinzugefügt wurden, lässt sich dieser Modus über die in der Seite eingeblendete Option Nein danke verlassen. Sie finden anschließend eine Schaltfläche DVD brennen bzw. CD brennen am unteren Bildrand, über die Sie den Brennvorgang starten können. Viele Funktionen des Windows Media Center lassen sich intuitiv bedienen. Aus Platzgründen wurde das Kapitel auf eine Kurzeinführung begrenzt. Sie können Details und Hilfestellungen zu speziellen Fragen über die Windows-Hilfe abrufen (z. B. indem Sie den Begriff »Media Center« im Suchfeld eingeben).
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Teil 5 Internet & Netzwerke Mit einem Modem, einer ISDN-Karte oder DSL können Sie mit Windows Vista ins Internet gehen. Das Betriebssystem setzt eine solche Verbindung für viele Funktionen voraus. In diesem Teil wird gezeigt, wie sich ein Internetzugang über verschiedene Techniken einrichten lässt, wie Sie E-MailKonten konfigurieren und wie Sie mehrere Rechner ggf. zu einem Netzwerk zusammenschalten. Zudem lernen Sie den Internet Explorer zu nutzen, mit dem E-Mail-Programm Windows Mail umzugehen und Windows-Kontakte zu verwenden. Zudem wird das Einrichten und die Nutzung eines Heimnetzwerks behandelt.
25 Internet- und E-Mail-Zugang einrichten In diesem Kapitel erfahren Sie, wie Sie einen Internetzugang per Modem, ISDN oder DSL einrichten können und dann das Internetkonto mit den Zugangsdaten für die Internetverbindung konfigurieren. Weiterhin wird gezeigt, wie Sie E-Mail- und Newsgroup-Konten in Windows Mail einrichten.
25.1 Den Internetzugang einrichten Windows Vista ermöglicht Ihnen den Internetzugang über verschiedene Technologien (Telefonleitung mit Modem, ISDN-Verbindung oder DSLZugang). Nachfolgend wird erläutert, was es beim Einrichten des Internetzugangs zu beachten gibt.
25.1.1
Das brauchen Sie fürs Internet
Für die Internetverbindung muss die geeignete Hardware sowie die Zugangssoftware vorhanden sein und eingerichtet werden. Zudem benötigen Sie einen Internetzugangsanbieter (Provider), über den die Kosten für den Internetzugang abgerechnet werden. Üblicherweise werden Rechner über eine Telefonleitung mit dem Einwahlknoten eines Internetzugangsanbieters (Providers) verbunden. Als Zugangstechniken kommen folgende Varianten in Betracht:
Bild 25.1: Analoges Modem
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Modem: Besitzen Sie einen normalen analogen Telefonanschluss, lässt sich ein analoges Modem (Modem steht für Modulator/Demodulator) verwenden. Das externe (über USB angeschlossene) oder im Computer eingebaute Modem wird einfach über ein mitgeliefertes Telefonkabel mit der Telefonbuchse verbunden. Telefondosen der TAE-Norm (TAE ist die Abkürzung für Telefonanschlusseinheit) besitzen meist drei mit N-F-N beschriftete Anschlussbuchsen (F = Fernsprecheinheit, d. h. Telefon, N = Nebengeräte wie Modem, Fax, Anrufbeantworter). Der Stecker des Modemkabels kommt in eine der beiden N-Buchsen.
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Den Internetzugang einrichten
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Modems, die den V.90-Standard unterstützen, kommen auf eine Datenübertragungsgeschwindigkeit von bis zu 56 Kbit pro Sekunde (praktisch reduziert die Leitungsqualität die Datenrate oft auf 42 Kbit). 쮿
ISDN-Karte/-Modem: Sofern Sie über einen ISDN-Telefonanschluss (ISDN steht für Integrated Services Digital Network) des Telefonanbieters verfügen, kann eine so genannte ISDN-Karte in den Computer eingebaut oder ein externes ISDN-Modem (Bild 25.2) per USBKabel angeschlossen werden. Ein ISDN-Anschluss hat den Vorteil, dass gleichzeitig zwei Leitungen und drei Rufnummern zur Verfügung stehen. Sie können also gleichzeitig ins Internet gehen und telefonieren. ISDN verwendet immer eine Datenübertragung von 64 Kbit pro Sekunde. Das ISDN-Modem ist über ein spezielles Telefonkabel mit der RJ-45-Buchse der ISDN-Anschlussdose (bzw. des NTBA, steht für Netzwerk Terminator Basisanschluss) zu verbinden.
Bild 25.2: Externes ISDN-Modem (Quelle: AVM)
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Wer eine noch schnellere Datenübertragung zum Internet benötigt, kann einen ADSL-Zugang (meist als DSL-Zugang bezeichnet) bei der Telefongesellschaft beantragen. ADSL (steht für Asymetric Digital Subscriber Line) stellt eine sehr schnelle Datenübertragungsmöglichkeit (Breitband-Internetzugang mit 1.000, 2.000, 6.000 Kbit/ Sekunde oder mehr) über normale Telefonleitungen (analog oder ISDN) bereit. Zum Abtrennen der DSL-Daten von den Telefonsignalen muss ein so genannter DSL-Splitter zwischen Telefonanschlussdose und Endgeräte (Telefon, Telefonanlage) geschaltet werden. Der DSL-Splitter stellt eine N-F-N-Dreifachbuchse für die Endgeräte (Telefon) sowie einen DSL-Ausgang bereit (Bild 25.3). Der DSL-Ausgang muss über ein mitgeliefertes Kabel mit dem DSL-Modem verbunden werden. Dieses DSL-Modem kann über einen USB-Anschluss (Bild 25.4) oder über ein Netzwerkkabel (je nach Gerätemodell) mit dem Computer verbunden werden.
Kapitel 25 · Internet- und E-Mail-Zugang einrichten
Bild 25.3: DSL-Splitter der T-Com
Bild 25.4: DSL-Modem
Häufig werden bei DSL-Zugängen auch DSL-Router eingesetzt, die ein integriertes DSL-Modem besitzen, aber den Anschluss mehrerer Rechner zulassen. Dann wird die Verbindung zwischen DSL-Router und Rechner über ein Netzwerkkabel hergestellt. Der Router muss mit einem speziellen Kabel mit der DSL-Anschlussbuchse des DSL-Splitters verbunden werden. Ähnliches gilt für WLAN-Stationen mit integriertem DSLModem (z. B. FRITZ!Box, FRITZ!Box WLAN etc.). Die Verbindung zwischen WLAN-Station und DSL-Splitter erfolgt dann über ein Kabel, während die einzelnen Rechner über Funkverbindungen mit der WLANStation kommunizieren.
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Den Internetzugang einrichten
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Wer nur gelegentlich ins Internet möchte, kommt sicherlich mit einem Modem aus. Besitzen Sie einen ISDN-Anschluss, verwenden Sie stattdessen eine ISDN-Karte oder ein ISDN-Modem. Vielnutzer, die Programme, Musik oder Videos aus dem Internet herunterladen möchten, sind mit der DSL-Technik besser bedient. DSL besitzt den zweiten Vorteil, dass neben den bei Modem/ISDN obligatorischen zeitabhängigen Tarifen auch so genannte Volumentarife oder Pauschaltarife (Flatrates) angeboten werden. Bei einem Pauschaltarif wird nur die monatlich heruntergeladene Datenmenge berechnet, egal wie lange eine Onlineverbindung zum Internet bestand. Mit Ausnahme der über Netzwerkkabel angeschlossenen DSL-Modems und DSL-Router benötigen analoge Modems, ISDN-Geräte oder USBDSL-Modems noch einen Treiber, den Sie nach dem Einbau bzw. nach dem Anschließen der Hardware installieren müssen. Die Treiber werden in der Regel mit Windows oder mit den Geräten auf CD mitgeliefert. Detaillierte Hinweise zur Treiberinstallation sollten Sie in den Geräteunterlagen finden. Eine allgemeine Beschreibung, wie Treiber installiert werden, finden Sie in Teil 6.
25.1.2
Internetverbindung unter Windows einrichten
Um online zu gehen, benötigen Sie einen Provider, der einen zeit- oder volumenabhängigen Zugang per Wählverbindung (Modem/ISDN) oder mittels DSL bereitstellt. Sobald die oben aufgeführte Hardware funktionsfähig installiert wurde, muss eine Internetverbindung unter Windows Vista für den jeweiligen Provider eingerichtet werden. Dabei werden die Verbindungsdaten (Einwählnummer, Benutzerkennung, Passwort) sowie das für die Internetverbindung zu verwendende Gerät (Modem, ISDN) eingetragen. 쮿
Haben Sie einen Vertrag bei einem Provider wie T-Online, AOL etc. abgeschlossen, erhalten Sie eine spezielle Zugangssoftware, die Sie unter Windows Vista installieren. Bei diesem Vorgang werden die Zugangsdaten (Benutzerkennung und Passwort) abgefragt und dann richtet die Installationsroutine den Zugang automatisch ein. Details zum Einrichten der Zugangssoftware entnehmen Sie in diesem Fall den Unterlagen des jeweiligen Providers.
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Sofern Sie keine automatische Softwareinstallation nutzen können (z. B. weil Sie eine Internet-by-Call-Einwählverbindung verwenden oder über eine WLAN-Verbindung ins Internet gehen), lässt sich eine Einwählverbindung oder ein DSL-Zugang auch manuell unter Windows Vista einrichten.
Windows Vista bietet Ihnen verschiedene Möglichkeiten, um eine Verbindung mit dem Internet manuell einzurichten und zu konfigurieren. Verwenden Sie die in den nachfolgenden Abschnitten beschriebenen Ansätze, um eine Einwählverbindung oder einen DSL-Zugang zu konfigurieren.
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Kapitel 25 · Internet- und E-Mail-Zugang einrichten
Wird das Begrüßungscenter angezeigt, lässt sich das Symbol Mit dem Internet verbinden anklicken (Bild 25.5, Hintergrund). Wählen Sie anschließend die im oberen Bereich des Begrüßungscenterfensters angezeigte Schaltfläche Mit dem Internet verbinden, erscheint ein Dialogfeld zur Auswahl der Verbindungsart (Bild 25.5, Vordergrund). Besteht noch keine Internetverbindung (z. B. bei einem Notebook), zeigt das Dialogfeld die Möglichkeiten zum Zugriff auf das Internet an. Die Option Drahtlosverbindung ermöglicht Ihnen, eine WLAN-Verbindung zu einem Hotspot oder einem WLAN-Router aufzubauen (siehe folgende Abschnitte und das Kapitel zur Netzwerkkonfigurierung). Die Option Wählverbindung öffnet die Dialoge des Assistenten zum Einrichten einer Einwählverbindung per Modem/ISDN (siehe folgende Seiten). Mit dem Eintrag Breitband (PPPoE) können Sie einen DSL-Zugang konfigurieren (siehe die folgenden Abschnitte).
Bild 25.5: Mit dem Internet verbinden über das Begrüßungscenter
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Den Internetzugang einrichten
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25.1.3
Einwählverbindungen ins Internet manuell einrichten
Die Schritte zum manuellen Einrichten einer Einwählverbindung sind für analoge Modems und ISDN-Zugänge gleich. Nachfolgend werden die Schritte zum Einrichten einer solchen Verbindung am Beispiel eines Internet-by-Call-Zugangs gezeigt. 1. Melden Sie sich unter einem Administratorkonto an und wählen Sie im Startmenü den Befehl Verbindung herstellen. Ist der Befehl nicht vorhanden, öffnen Sie über das Startmenü die Systemsteuerung und wählen in der Gruppe Netzwerk und Internet den Befehl Netzwerkstatus und -aufgaben anzeigen. Anschließend klicken Sie auf der Folgeseite auf den Befehl Verbindung mit einem Netzwerk herstellen. 2. Vista öffnet nun ein Dialogfeld, in dem die bereits bestehenden Verbindungen aufgeführt werden (Bild 25.6, unten). Wählen Sie im unteren Teil des Dialogfelds den Hyperlink Eine Verbindung oder ein Netzwerk einrichten per Mausklick an. 3. Im Folgedialog (Bild 25.6, oben) ist dann die gewünschte Zugangsvariante für das Internet zu wählen. Für eine Einwählverbindung per Modem oder ISDN klicken Sie auf den Eintrag Wählverbindung einrichten und wählen danach die Weiter-Schaltfläche. Die ZurückSchaltfläche zum Aufrufen der Vorgängerseiten finden Sie bei diesem Dialogfeld übrigens in der linken oberen Ecke.
Bild 25.6: Verbindungsoption der Internetverbindung wählen
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Kapitel 25 · Internet- und E-Mail-Zugang einrichten
4. Im Dialogschritt Wählverbindung einrichten (Bild 25.7, Hintergrund) geben Sie die Zugangsdaten (Einwählnummer, Benutzername und das Kennwort) des Zugangs ein. Zusätzlich sind weitere Optionen einstellbar. Die Zugangsdaten werden Ihnen vom Provider des Internetzugangs mitgeteilt. Für Testzugänge lässt sich beispielsweise das Internet-by-CallAngebot von Microsoft Network (MSN) verwenden. Dessen Verbindungskosten werden per Telefonrechnung eingezogen. Das MSN-Angebot hat die Rufnummer 0192-658 und verwendet als Benutzername und Kennwort den Text »MSN«.
Bild 25.7: Wählverbindung einrichten
Falls Sie sich absichern möchten, sollten Sie das Kontrollkästchen Dieses Kennwort speichern nicht markieren. Dann muss das Kennwort bei jedem Einwahlvorgang in das betreffende Dialogfeld eingetragen werden. Markieren Sie das Kontrollkästchen Zeichen anzeigen, erscheint das eingegebene Kennwort im Klartext im Kennwortfeld. Möchten Sie, dass auch andere Benutzer diese Einwählverbindung verwenden können, markieren Sie das Kontrollkästchen Anderen Benutzern erlauben, diese Verbindung zu verwenden. Diese Freigabe müssen Sie über das Dialogfeld der Benutzerkontensteuerung bestätigen. Erfolgt der Telefonzugang über eine Telefonzentrale und benötigen Sie zum Telefonieren eine bestimmte Ziffer zur Amtholung? Hängt das Modem oder der ISDN-Zugang ebenfalls an der Telefonzentrale, müssen Sie über die Wählregeln die Amtholung vereinbaren. Klicken Sie im Dialogfeld Wählverbindung einrichten (Bild 25.7, Hintergrund) auf den am rechten Rand angezeigten Hyperlink Wählregeln. In das dann angezeigte Dialogfeld Standortinformationen (Bild 25.7, oben rechts) tragen Sie die Ortsnetzkennzahl des eigenen Wohnorts und in das Feld Amtskennziffer die Ziffer für die Amtholung ein. Meist wird dies eine 0 oder eine 1 sein. Beim Wählverfahren sollte standardmäßig die Option MFV markiert sein, da zwischenzeitlich nur noch das Tonwahlverfahren zum Einsatz gelangt.
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Den Internetzugang einrichten
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Sofern nur ein Zugang (z. B. eine ISDN-Karte oder ein Modem) vorhanden ist, brauchen Sie auch keine Geräte auszuwählen, über die die Verbindung aufgebaut wird. 5. Nachdem alle Zugangsdaten und Optionen festgelegt sind, klicken Sie auf die angezeigte Schaltfläche Verbinden. Hat alles geklappt, erscheint beim Aufbau der Verbindung ein Dialogfeld, das Sie über den erfolgreichen Verbindungsaufbau informiert. Wie Sie die Internetverbindung wieder trennen und später manuell wieder aufbauen, wird auf den folgenden Seiten beschrieben. Die obige Schrittfolge lässt sich mehrmals ausführen, um unterschiedliche Internetzugänge einzurichten. Dies ermöglicht Ihnen, verschiedene Anbieter als Einwählverbindungen über Modem bzw. ISDN einzurichten. Sie können bei ISDN auch eine zweite Internetverbindung unter dem Namen »ISDN-Kanalbündelung« zum gleichen Internetanbieter einrichten. Anschließend lässt sich über die Eigenschaften der Verbindung eine Kanalbündelung konfigurieren (siehe auch folgende Seiten). Diese Kanalbündelung bietet den doppelten Datendurchsatz, verursacht aber auch die doppelten Verbindungstarife. Da am Wochenende oft vergünstigte Tarife gelten, lassen sich dann Downloads bei Kanalbündelung mit doppelter Geschwindigkeit über beide ISDN-Kanäle durchführen. Als Alternative zu fest eingerichteten Internet-by-Call-Verbindungen können Sie auch mit so genannten Tarifmanagern wie dem WEB.DE SmartSurfer (www.smartsurfer.de) oder dem Oleco-Tarifmanager (www.oleco.de) arbeiten. Sobald Sie diese kostenlosen Programme herunterladen und installieren, wird eine Einwählverbindung unter Vista eingerichtet. Gleichzeitig wird ein Symbol auf dem Desktop eingerichtet. Über dieses Symbol lässt sich das Programm aufrufen. Der Tarifmanager kennt die aktuellen Tarife verschiedener Internet-by-CallAnbieter und erlaubt Ihnen bei jeder Einwahl, den günstigsten Anbieter zum Verbindungsaufbau auszuwählen.
25.1.4
DSL-Verbindung einrichten
Verwenden Sie einen DSL-Zugang mit einem USB-Modem, sollten Sie die Zugangssoftware des Providers verwenden, um den Internetzugang einzurichten. Ist ein DSL-Modem vorhanden, welches über ein Netzwerkkabel mit dem Rechner verbunden wird, und fehlt eine Zugangssoftware zum Einrichten, lassen sich die DSL-Zugangsdaten auch manuell eintragen. 1. Gehen Sie wie im vorhergehenden Abschnitt beim Einrichten einer Einwählverbindung beschrieben vor, um das Dialogfeld Eine Verbindung oder ein Netzwerk einrichten (Bild 25.6, oben) aufzurufen. Klicken Sie in diesem Dialogfeld auf den Eintrag Verbindung mit dem Internet herstellen. 2. Blättern Sie über die Weiter-Schaltfläche des Dialogfelds zu den Folgeseiten. Die angezeigten Zwischendialoge hängen davon ab, ob
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Kapitel 25 · Internet- und E-Mail-Zugang einrichten
bereits eine Verbindung besteht oder nicht. Sie müssen ggf. bestätigen, dass eine neue Verbindung einzurichten ist (wenn bereits eine Wählverbindung oder ein Internetzugang per Netzwerk existiert). 3. Im Dialogfeld aus Bild 25.8, oben, wählen Sie die Option Breitband (PPPoE) (PPPoE steht für Point-to-Point over Ethernet) und klicken auf die Weiter-Schaltfläche. 4. Im Folgedialog (Bild 25.8, unten) müssen Sie dann den vom Provider des DSL-Zugangs vergebenen Benutzernamen sowie das zugehörige Kennwort eintragen. Bei Bedarf können Sie über Kontrollkästchen die Nutzung der Verbindung für andere Konten des Rechners freigeben, die Anzeige des Kennworts im Klartext zulassen oder das Speichern des Kennworts ermöglichen.
Bild 25.8: Breitbandverbindung einrichten
Sobald Sie auf die Schaltfläche Verbinden klicken, baut Windows Vista eine Verbindung zum DSL-Zugang auf. Diese Verbindung können Sie, ähnlich wie eine Einwählverbindung über Modem/ISDN, bei Bedarf auch wieder trennen. Dies ist hilfreich, wenn Sie keine Flatrate, sondern einen Volumen- oder sogar einen Zeittarif beim Provider gebucht haben. Wie Sie den Verbindungsstatus überprüfen und eine Verbindung trennen, ist in den folgenden Abschnitten beschrieben.
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Den Internetzugang einrichten
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DSL-Verbindung über einen (W)LAN-Router konfigurieren Verwenden Sie einen LAN- oder einen WLAN-Router, der eine gemeinsame DSL-Verbindung für die am Router per Netzwerkkabel angeschlossenen Rechner bereitstellt? Dann sind die DSL-Zugangsdaten i. d. R. am Router einzutragen. Manche Provider bzw. der Routerhersteller stellen eine Konfigurationssoftware bereit, über die Sie Zugriff auf die Konfigurationsfunktionen des DSL-Routers erhalten.
Bild 25.9: Konfigurierung einer FRITZ!Box im Internet Explorer
Bei AVM-Produkten wie der FRITZ!Box lässt sich die Konfigurierung sogar im Internet Explorer über Webformulare vornehmen (Bild 25.9, Vordergrund). 1. Rufen Sie den Internet Explorer auf und geben Sie entweder die IPAdresse oder die URL der FRITZ!Box (z. B. fritz.box) ein. Alternativ können Sie über den Startmenüeintrag Netzwerk das Ordnerfenster mit den Netzwerkgeräten öffnen. Wenn Sie die Anzeige der Netzwerkgeräte zulassen (siehe Kapitel 29), wird das Symbol der FRITZ!Box als Gerät aufgeführt. Sie können dann das Symbol mit
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Kapitel 25 · Internet- und E-Mail-Zugang einrichten
der rechten Maustaste anwählen und den Kontextmenübefehl Gerätewebseite anzeigen wählen (Bild 25.9, Hintergrund). 2. Sobald die Konfigurationsseiten im Browserfenster geöffnet werden, melden Sie sich mit einem Kennwort an und rufen die Konfigurationsformulare über die angebotenen Hyperlinks ab. Dort findet sich auch eine Seite, in die Sie dann die Zugangsdaten des DSL-Anbieters eintragen müssen. Der DSL-Router baut dann über das integrierte oder externe DSLModem eine Verbindung zum Internet auf und stellt diese Verbindung allen über die WLAN- oder Netzwerkeingänge des Routers verbundenen Rechnern zur Verfügung. Details zum Einrichten solcher Konfigurationen liefert die Dokumentation des jeweiligen Providers. Sofern Sie einen volumen- oder verbindungszeitabhängigen DSL-Tarif gewählt haben, sollten Sie den Router so konfigurieren, dass dieser nur dann eine DSL-Verbindung aufbaut, wenn diese über das PPPoE-Protokoll von einem der angeschlossenen Rechner gefordert wird. Andernfalls laufen Sie Gefahr, dass horrende Verbindungskosten anfallen. Verfügt der Router über eine integrierte Firewall, können Sie diese ebenfalls so konfigurieren, dass nur zugelassene Anwendungen Verbindung ins Internet aufnehmen dürfen. Auch hier bleibt, wegen der Vielzahl der möglichen Gerätevarianten, der Hinweis, die Herstellerdokumentation des Routers zu konsultieren.
Breitband-Internetzugang über Drahtlosnetzwerke (WLAN) Windows Vista bietet Ihnen, bei entsprechender Hardwareausstattung, zusätzlich den Aufbau einer Internetverbindung über ein Drahtlosnetzwerk (WLAN) an. Solche Drahtlosnetzwerke lassen sich nutzen, um den Rechner oder Notebooks kabellos mit einem WLAN-Router zu verbinden. Die betreffenden Schritte zur Konfiguration der Drahtlosverbindung und zum Aufbau der Verbindung werden in Kapitel 29 im Rahmen der Einrichtung von lokalen Netzwerken (LANs) besprochen. Sobald eine Drahtlosnetzwerkverbindung zum WLAN-Router (z. B. FRITZ!Box WLAN) besteht, stellt dieser auch den Internetzugang bereit. Bezüglich der Einrichtung des WLAN-Routers gilt das Gleiche wie für die Konfigurierung von Breitbandzugängen über einen LAN-Router (siehe die vorherigen Seiten). Alternativ bietet der eingebaute WLAN-Adapter bei Notebooks auch die Möglichkeit, unterwegs über so genannte Hotspots ins Internet zu gehen. Hotspots sind nichts anderes als öffentliche WLAN-Stationen, die einen Internetzugang bereitstellen. Solche Hotspots werden von verschiedenen Anbietern in Bahnhöfen, Flughäfen, Hotels, Gaststätten etc. betrieben. Einige dieser Hotspots erlauben sogar einen kostenlosen Internetzugang. Häufig benötigen Sie aber eine Zugangskennung (Benutzername und Passwort), über die dann die Internetverbindung für Unbefugte blockiert wird. Erkundigen Sie sich beim Anbieter eines Hotspots nach den
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Den Internetzugang einrichten
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Zugangsmodalitäten. Bei kostenpflichtigen Hotspots sollten Sie nachfragen, wie die Verbindungsgebühren abgerechnet werden und wie viel eine Zeit- oder Volumeneinheit kostet – denn meist verlangen die Anbieter relativ hohe Gebühren. Um eine Verbindung zu einem Hotspot herzustellen, können Sie wie bei der Verbindungsaufnahme zu einer WLAN-Netzwerkstation vorgehen (siehe Kapitel 29). Wenn Sie dann den Internet Explorer starten und eine Webseite abrufen, erscheint, je nach Hotspot-Anbieter, ein Dialogfeld, in das Sie die Benutzerkennung eintippen müssen. Erst bei erfolgreicher Anmeldung wird der Internetzugang freigeschaltet. Eine Übersicht über Hotspots finden Sie im Internet auf Webseiten wie www.hotspot-locations.de, wi-fi.jiwire.com, www.hotspotfinder.de und www.informationsarchiv.net/statisch/wlan/hotspots.html. Unter www. hotspotdeutschland.de bietet der Provider AOL eine sehr preiswerte deutschlandweite Flatrate für Hotspots an, deren Betreiber sich diesem System angeschlossen haben.
25.1.5
Kontrolle der Verbindungseinstellungen
Nach dem Einrichten einer Einwählverbindung (und auch nach dem Einrichten einer DSL-Verbindung) sollten Sie die Verbindungseinstellungen kontrollieren. Hierzu müssen Sie unter einem Administratorkonto angemeldet sein.
Bild 25.10: Anzeige eingerichteter Wählverbindungen
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Kapitel 25 · Internet- und E-Mail-Zugang einrichten
1. Wählen Sie z. B. im Startmenü den Eintrag Verbindung herstellen, um das Dialogfeld Verbindung mit einem Netzwerk herstellen aufzurufen. In diesem Dialogfeld (Bild 25.10) werden alle eingerichteten Verbindungen mit ihrem Namen und Status aufgeführt. 2. Über das Listenfeld Anzeigen können Sie bei Bedarf die Verbindungen nach Kategorien (Einwählverbindungen, Drahtlosnetzwerkverbindungen etc.) filtern. Die Einstellung »Alle« listet alle eingerichteten Verbindungen auf. Die Schaltfläche am rechten Rand, oberhalb der Liste, erlaubt Ihnen, die Anzeige der Verbindungen zu aktualisieren (hilfreich bei Drahtlosverbindungen). 3. Klicken Sie die gewünschte Verbindung mit der rechten Maustaste an und wählen Sie den Kontextmenübefehl Eigenschaften. Anschließend müssen Sie die Sicherheitsabfrage der Benutzerkontensteuerung über die Fortsetzen-Schaltfläche bestätigen. 4. Danach können Sie im Eigenschaftenfenster die Verbindungseinstellungen überprüfen, ggf. anpassen und dann über die OK-Schaltfläche übernehmen. Die angezeigten Eigenschaften hängen von der Art der Verbindung (Einwählverbindung, Drahtlosnetzwerk etc.) ab. Wurden die Eigenschaften bei einer laufenden Verbindung geändert, werden die Änderungen an den Einstellungen erst beim Aufbau der nächsten Verbindung wirksam. TIPP
Sollte der Eintrag Verbindung herstellen bei Ihnen im Startmenü fehlen, müssen Sie den Befehl einblenden. Klicken Sie die Schaltfläche Start mit der rechten Maustaste an, wählen Sie den Kontextmenübefehl Eigenschaften und klicken Sie auf der Registerkarte Startmenü auf die Schaltfläche Anpassen rechts neben dem Optionsfeld Startmenü. Im Dialogfeld Startmenü anpassen muss dann das Kontrollkästchen Verbindung herstellen in der Liste der Startmenüelemente markiert werden. Nach dem Schließen der Dialogfelder über die OK-Schaltfläche sollte der Befehl Verbindung herstellen im Startmenü zu finden sein. Für Einwählverbindungen werden die in Bild 25.11 gezeigten Eigenschaften bzw. Registerkarten angezeigt. Auf der Registerkarte Allgemein (Bild 25.11, links oben) legen Sie das Gerät für die Verbindungsaufnahme (Liste Verbindung herstellen über) fest. Dies macht Sinn, wenn mehr als ein Modem oder eine ISDN-Karte (bzw. USB-DSL-Modem) vorhanden ist. Bei einer ISDN-Karte bzw. einem ISDN-Modem werden zwei Einträge für die bereitgestellten ISDN-Kanäle angezeigt. Standardmäßig darf nur ein Kontrollkästchen markiert sein. Möchten Sie die auf den vorhergehenden Seiten angesprochene Kanalbündelung nutzen, markieren Sie auch das Kontrollkästchen des zweiten Kanals. Über weitere Felder können Sie die Rufnummer der Einwählverbindung und die Wählregeln festlegen. Markieren Sie das Kontrollkästchen Wählregeln verwenden, lässt sich über die Schaltfläche Wählregeln das betreffende Dialogfeld öffnen. Dort können Sie z. B. einstellen, dass das Gerät eine 0 zur Amtholung in Telefonanlagen verwendet (siehe die vorherigen Seiten).
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Den Internetzugang einrichten
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Bild 25.11: Eigenschaften der Wählverbindungen TIPP
Klicken Sie auf die Schaltfläche Andere, können Sie ggf. alternative Zugangsnummern für die Wählverbindung festlegen. Dies ist bei Notebooks hilfreich, wenn Sie sich von verschiedenen Orten bei verschiedenen Anbietern einwählen möchten. Sind mehrere Nummern festgelegt, lassen sich diese vor der Verbindungsaufnahme auswählen. Die Registerkarte Optionen (Bild 25.11, Mitte) erlaubt Ihnen, die Wähloptionen für die Einwählverbindung festzulegen. Falls bei der Verbindungsaufnahme keine Informationen angezeigt werden, markieren Sie ggf. die Kontrollkästchen der Gruppe Wähloptionen. Das Kontrollkästchen Windows-Anmeldedomäne einbeziehen wird aber in der Regel zur Verbindungsaufnahme mit Internetprovidern nicht markiert. In der Gruppe Wahlwiederholungsoptionen können Sie übrigens auch die Leerlaufzeit einstellen, nach der das Gerät automatisch die Verbindung abbaut. Die Registerkarte Sicherheit ermöglicht Ihnen, Sicherheitsoptionen für die Verbindungsaufnahme anzugeben. Für die meisten Internetdienste wird hier ein unsicheres Kennwort verwendet. Fragen Sie bei Bedarf den Dienstanbieter nach den erforderlichen Einstellungen. Die Registerkarte Netzwerk listet die bei der Verbindung benutzten Elemente (Protokolle und Dienste) auf. In der Regel brauchen Sie auf dieser Registerkarte nichts anzupassen.
Die Internetverbindungsfreigabe nutzen Die Internetverbindungsfreigabe erlaubt es, den auf einem Rechner per Modem-, ISDN- oder DSL-Anschluss hergestellten Internetzugang zur gemeinsamen Nutzung in einem Netzwerk freizugeben. Dann können auch die anderen Nutzer von ihren Rechnern auf das Internet zugreifen. Die Verwendung der Internetverbindungsfreigabe ist z. B. sinnvoll, wenn
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Kapitel 25 · Internet- und E-Mail-Zugang einrichten
Sie mehrere Rechner zu einem Netzwerk verbunden haben, aber einen DSL-Router für eine Breitbandverbindung einsetzen. Dies ist z. B. beim Einsatz eines Modems oder eines ISDN-Zugangs der Fall. Die gemeinsame Benutzung der Internetverbindung lässt sich auf der Registerkarte Freigabe im Eigenschaftenfenster der Verbindung konfigurieren (Bild 25.12). 1. Markieren Sie auf der Registerkarte Freigabe das Kontrollkästchen Anderen Benutzern im Netzwerk gestatten, diese Verbindung des Computers als Internetverbindung zu verwenden. 2. Bei Bedarf können Sie dann das Kontrollkästchen Eine Wählverbindung herstellen, wenn ein Computer im Netzwerk auf das Internet zugreift markieren. Dies erlaubt Windows, automatisch die Verbindung herzustellen, wenn ein Netzwerkbenutzer eine Internetfunktion benötigt (z. B. den Internet Explorer oder das E-Mail-Programm aufruft und Internetseiten oder Mails abruft). 3. Möchten Sie anderen Benutzern im Netzwerk gestatten, die Verbindung zu steuern, markieren Sie das untere Kontrollkästchen der Registerkarte.
Bild 25.12: Freigabe der Internetverbindung
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Den Internetzugang einrichten
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Die für das Netzwerk benutzte LAN-Verbindung lässt sich über das Listenfeld der Registerkarte einstellen (sofern mehrere LAN-Verbindungen vorhanden sind). Die Einstellungen werden wirksam, sobald Sie die Registerkarte über die OK-Schaltfläche schließen. Bei einer freigegebenen Internetverbindung wird den anderen Teilnehmern im Netzwerk ein Verbindungssymbol im Ordnerfenster mit den Netzwerkverbindungen angezeigt. Bei entsprechender Konfigurierung kann der Benutzer des betreffenden Rechners dann die Internetverbindung auf- und auch wieder abbauen – ganz so, als ob ein Modem oder eine ISDN-Karte am eigenen Rechner vorhanden und eine Einwählverbindung konfiguriert ist.
25.1.6
Die automatische Interneteinwahl verhindern
Windows Vista besitzt eine Reihe von Funktionen, die sich automatisch ins Internet einwählen kann. Beim Abrufen von Internetseiten im Internet Explorer, beim Zugriff auf die Hilfe, beim Abrufen von E-Mails etc. versucht Windows automatisch die Einwählverbindung aufzubauen. Bei Verwendung einer Wählverbindung, die zeitabhängig abgerechnet wird, oder einem zeitabhängigen DSL-Tarif sollten Sie die Kontrolle darüber haben, ob und wann eine Verbindung aufgebaut wird. 1. Melden Sie sich unter einem Administratorkonto an und rufen Sie die Systemsteuerung über das Startmenü auf. 2. Wählen Sie auf der Startseite der Systemsteuerung den Eintrag Netzwerk und Internet und klicken Sie im Folgedialog auf den Eintrag Internetoptionen. 3. Wechseln Sie im Eigenschaftenfenster Eigenschaften von Internet zur Registerkarte Verbindungen (Bild 25.13) und markieren Sie das Optionsfeld Keine Verbindung wählen. 4. Anschließend können Sie das Eigenschaftenfenster über die OKSchaltfläche der Registerkarte schließen. Sie müssen dann die Sicherheitsabfrage der Benutzerkontensteuerung bestätigen, um den Vorgang abzuschließen. Durch diese Maßnahme verhindern Sie, dass beim Starten des Internet Explorers automatisch eine Verbindungsanforderung erfolgt. Da Windows die Eigenart besitzt, dass die Interneteinstellungen global für alle Programme gelten, halten sich Windows Mail, der Windows Media Player, die Windows-Hilfe etc. ebenfalls an diese Vorgabe. Ohne Ihre Kontrolle geht nichts mehr, die betreffenden Internetfunktionen stehen in den verschiedenen Programmen nicht zur Verfügung. Nur Programme (z. B. die Windows-Aktivierung), die die Einwählverbindungen umgehen und direkt auf die Kommunikationshardware zugreifen, können sich dann noch ins Internet einwählen.
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Kapitel 25 · Internet- und E-Mail-Zugang einrichten
Bild 25.13: Internetverbindungseinstellungen anpassen
25.1.7
Auf- und Abbauen der Internetverbindung
Verwenden Sie einen zeitabhängigen DSL-Tarif oder eine Wählverbindung über Modem/ISDN, die zeitabhängig abgerechnet wird? Dann sollten Sie das System gemäß den obigen Empfehlungen so einrichten, dass keine automatischen Verbindungen aufgebaut werden. Sie können anschließend die Internetverbindung manuell mit den folgenden Schritten aufbauen und auch wieder gezielt trennen. 1. Öffnen Sie das Startmenü und klicken Sie in der rechten Spalte auf den Befehl Verbindung herstellen. Windows öffnet das Dialogfeld Verbindung mit einem Netzwerk herstellen (Bild 25.14, Hintergrund). Sind Wählverbindungen (oder Drahtlosnetzwerke) vorhanden, werden diese im Dialogfeld aufgelistet. 2. Klicken Sie auf die gewünschte Wählverbindung (hier »MSN-byCall«) und wählen Sie dann die Schaltfläche Verbindung herstellen. Windows öffnet nun das Dialogfeld Verbindung mit … herstellen (Bild 25.14, rechts). Der genaue Aufbau hängt etwas von der eingerichte-
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Den Internetzugang einrichten
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ten Verbindung ab. Im Dialogfeld können Sie ggf. den Benutzernamen, das Kennwort sowie die Einwahlnummer anpassen. Um diese Änderungen zu speichern, markieren Sie das Kontrollkästchen Benutzernamen und Kennwort speichern für und markieren ggf. noch das Optionsfeld, um die Speicherung für das eigene Konto oder für alle Konten zuzulassen. Über die Schaltfläche Eigenschaften lässt sich übrigens das Eigenschaftenfenster mit den Verbindungseinstellungen abrufen (siehe Bild 25.11). 3. Klicken Sie abschließend auf die im Dialogfeld gezeigte Schaltfläche Wählen, um die Verbindung herzustellen.
Bild 25.14: Internetverbindung aufbauen
Der Status des Einwahlvorgangs wird während des Verbindungsaufbaus in einem Dialogfeld angezeigt. Das Dialogfeld verschwindet, sobald eine Verbindung hergestellt wurde. Sie können nun den Internet Explorer aufrufen und Webseiten ansehen oder in Windows Mail Nachrichten versenden bzw. empfangen etc. Wird die Internetverbindung nicht mehr benötigt, sollten Sie diese gezielt trennen. Hierzu gehen Sie folgendermaßen vor: 1. Klicken Sie im Startmenü erneut auf den Befehl Verbindung herstellen, um das Dialogfeld Verbindung mit einem Netzwerk herstellen zu öffnen (Bild 25.15). 2. Markieren Sie die aktive Internetverbindung, die mit dem Status Verbunden angezeigt wird, mit einem Mausklick und wählen Sie die Schaltfläche Trennen. Das Trennen der Internetverbindung wird im Dialogfeld angezeigt. Sobald die Benachrichtigung über das erfolgreiche Trennen erscheint, ist die Internetverbindung beendet und es fallen keine Verbindungsgebühren mehr an. Sie können dann noch das Dialogfeld über die SchließenSchaltfläche beenden.
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Kapitel 25 · Internet- und E-Mail-Zugang einrichten
Zur Kontrolle des Verbindungsstatus einer Verbindung können Sie das Dialogfeld Verbindung mit einem Netzwerk herstellen jederzeit öffnen. Dort sollte dann der Text »Wählverbindung« bei allen getrennten Verbindungen erscheinen. Eine bestehende Verbindung wird dagegen mit dem Text »Verbunden« dargestellt. Je nach verwendeter Zugangssoftware (z. B. bei Verwendung eines Tarifmanagers) wird deren Dialogfeld nach dem Aufbau der Verbindung zum Symbol im Infobereich der Taskleiste verkleinert. Dann sollten Sie zum Trennen der Verbindung das Symbol im Infobereich der Taskleiste per Doppelklick anwählen. Das anschließend angezeigte Dialogfeld stellt eine Schaltfläche zum Trennen der Verbindung bereit. Ignorieren Sie dies und trennen Sie die Verbindung im Dialogfeld Verbindung mit einem Netzwerk herstellen, schlägt der SmartSurfer z. B. Alarm und äußert die Vermutung, dass die Verbindung durch ein Schadprogramm getrennt wurde.
Bild 25.15: Internetverbindung trennen
Eine Desktop-Verknüpfung für Internetverbindungen einrichten und nutzen Zum schnellen Auf- und Abbau einer Interneteinwählverbindung ist es hilfreich, wenn der Zugriff über eine Verknüpfung auf dem Desktop erfolgen kann. Während Programme wie der SmartSurfer eine solche Verbindung automatisch einrichten, ist bei einer manuell konfigurierten Einwählverbindung ein kleiner Trick erforderlich.
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Den Internetzugang einrichten
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1. Rufen Sie die Systemsteuerung über das Startmenü auf und wählen Sie auf der Startseite den Befehl Netzwerkstatus und -aufgaben anzeigen. 2. Auf der Folgeseite der Systemsteuerung klicken Sie in der linken Spalte auf den Hyperlink Netzwerkverbindungen verwalten. Im Ordnerfenster Netzwerkverbindungen werden alle Einwählverbindungen sowie die WLAN-Verbindungen aufgelistet (Bild 25.16). Ziehen Sie das Symbol per Maus aus dem Ordnerfenster zum Desktop, wird beim Loslassen eine Verknüpfung für diese Verbindung auf dem Desktop angelegt.
Bild 25.16: Netzwerkverbindungen verwalten
Sobald die Desktop-Verknüpfung für eine Einwählverbindung eingerichtet ist, lässt sich das Dialogfeld Verbindung mit … herstellen durch einen Doppelklick auf das Symbol öffnen und Sie brauchen nur noch auf die Schaltfläche Wählen zu klicken, um mit der Einwahl zu beginnen. Um eine bestehende Verbindung zu trennen, wählen Sie die DesktopVerknüpfung erneut per Doppelklick an. Dann wird das Dialogfeld Status von … (Bild 25.17) gezeigt und Sie können die Verbindung über die Schaltfläche Trennen wieder beenden.
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Kapitel 25 · Internet- und E-Mail-Zugang einrichten
Bild 25.17: Status der Einwählverbindung
Benutzen Sie den in Windows vorgesehenen automatischen Verbindungsaufbau bei der Verwendung einer Internetfunktion? Dann können Sie eine Einwählverbindung benennen, die standardmäßig durch Windows aufgerufen werden soll. Hierzu klicken Sie im Ordnerfenster Netzwerkverbindungen (Bild 25.16) das Verbindungssymbol mit der rechten Maustaste an und wählen den Kontextmenübefehl Als Standardverbindung festlegen. Das Symbol der Standardverbindung wird mit einem grünen Häkchen markiert. Die Zuweisung lässt sich über den Kontextmenübefehl Als Standardverbindung aufheben löschen (Bild 25.16). Eine nicht mehr benötigte Verbindung lässt sich übrigens über den Kontextmenübefehl Löschen komplett entfernen.
25.2 E-Mail- und News-Konten einrichten Wenn Sie das Programm Windows Mail erstmals aufrufen, fordert ein Assistent Sie zum Konfigurieren der E-Mail-Konten auf. Sie können dann die Zugangsdaten für ein E-Mail-Konto eintragen oder die Konfigurierung abbrechen und nachträglich vornehmen. Um auf Newsgroups zuzugreifen, müssen Sie ebenfalls die Zugangsdaten eintragen. Nachfolgend wird das Einrichten des E-Mail- und Newsgroup-Zugangs exemplarisch gezeigt.
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E-Mail- und News-Konten einrichten 0
25.2.1
E-Mail-Konten in Windows Mail einrichten
Um Nachrichten mit Windows Mail vom Server abrufen und neue Nachrichten versenden zu können, müssen die Kontendaten samt den Daten für den POP3-, SMTP- oder IMAP-Zugang hinterlegt werden. Informationen zu den Zugangsdaten erhalten Sie in der Regel vom Anbieter des Postfachs (also T-Online, WEB.DE, GMX etc.). Die folgende Tabelle enthält einige Adressen verschiedener Anbieter. Anbieter
Posteingang
Postausgang
AOL (IMAP 4)
imap.de.aol.com
smtp.de.aol.com
WEB.DE
pop3.web.de
smtp.web.de
GMX
pop.gmx.de
mail.gmx.de
Freenet
pop3.freenet.de
mx.freenet.de
T-Online
pop.t-online.de
mailto.t-online.de
Tabelle 25.1: Kontendaten verschiedener E-Mail-Anbieter
Wer noch kein E-Mail-Konto besitzt, kann dieses kostenlos bei verschiedenen Freemail-Anbietern wie WEB.DE (www.web.de) oder GMX (www.gmx.net) beantragen (einfach die betreffenden Webseiten aufrufen, den Link für ein Freemail-Postfach wählen und dann die Antragsformulare ausfüllen). Bei Bedarf lassen sich solche kostenlosen E-MailPostfächer auch als Zweit- und Drittadresse anlegen. Einmal lassen sich solche Zweitadressen verwenden, wenn zur Nutzung eines Internetangebots eine Anmeldung mit Angabe einer E-Mail-Adresse erforderlich ist. Gelangt diese Adresse in falsche Hände und wird Werbemüll zugeschickt, landet dieser nur im Postfach der Zweitmailadresse und nicht im privat oder beruflich genutzten Postfach. Zudem bieten die Freemail-Anbieter wie WEB.DE oder GMX mittlerweile selbst bei kostenlosen Postfächern einen guten Viren- und Spamschutz.
Schritte zum Einrichten des E-Mail-Kontos Wenn Sie die E-Mail-Adresse, das Kennwort sowie die Namen der POP3- und SMTP-Server kennen, lässt sich das E-Mail-Konto in Windows Mail mit wenigen Schritten einrichten. Die betreffenden Daten werden bereits beim ersten Aufruf des Programms Windows Mail von einem Assistenten abgefragt. Sofern Sie diesen Assistenten abgebrochen haben oder falls Sie nachträglich weitere Konten einrichten möchten, lässt sich ein E-Mail-Konto mit den folgenden Schritten einrichten. 1. Starten Sie Windows Mail und wählen Sie im Menü Extras den Befehl Konten, um das Dialogfeld Internetkonten mit der Auflistung aller bereits eingerichteten E-Mail- und Newsgroup-Konten aufzurufen (Bild 25.18, oben).
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Kapitel 25 · Internet- und E-Mail-Zugang einrichten
2. Klicken Sie im Dialogfeld Internetkonten auf die Schaltfläche Hinzufügen, um den Assistenten zum Einrichten eines neuen Kontos aufzurufen. 3. Im ersten Dialogfeld Kontotyp auswählen des Assistenten klicken Sie auf den Eintrag E-Mail-Konto (Bild 25.18, unten). Anschließend schalten Sie über die Weiter-Schaltfläche zum nächsten Schritt. 4. Tippen Sie in diesem Dialogschritt des Assistenten (Bild 25.19, oben links) Ihren Namen im Klartext ein und klicken Sie auf die Schaltfläche Weiter.
Bild 25.18: Dialogfeld Internetkonten und Dialogfeld zur Auswahl des Kontotyps
5. Geben Sie im nächsten Dialogfeld (Bild 25.19, rechts oben) Ihre E-Mail-Adresse in das betreffende Feld ein und klicken Sie auf die Schaltfläche Weiter. Diese E-Mail-Adresse haben Sie beim Einrichten von Ihrem Provider erhalten. Achten Sie beim Eintippen auf die genaue Schreibweise, da andernfalls später der E-Mail-Versand nicht klappt. 6. Wählen Sie im Dialogfeld E-Mail-Server einrichten den Typ des Posteingangsservers (POP3, IMAP oder HTTP) aus und geben Sie die Adressen für den Posteingangs- sowie den Postausgangsserver in die betreffenden Felder ein (Bild 25.19, links unten). Viele E-Mail-Server fordern mittlerweile auch die Identifizierung des Clients zum Post-
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E-Mail- und News-Konten einrichten
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versand. Trifft dies bei Ihnen zu, markieren Sie zusätzlich das Kontrollkästchen Ausgangsserver erfordert Authentifizierung. Klicken Sie auf die Schaltfläche Weiter. Um Windows Mail zur Postbearbeitung verwenden zu können, muss der E-Mail-Server des Postfachanbieters die Funktionen POP3 (Post Office Protocol 3) und SMTP (Simple Mail Transport Procotol) oder IMAP (Internet Mail Access Protocol) bzw. HTTP (Hypertext Transfer Protocol) unterstützen. POP3, IMAP und HTTP sind Standards, mit denen ein Programm wie Windows Mail Nachrichten mit dem E-Mail-Server austauschen kann. Welcher Übertragungsstandard benutzt wird, erfahren Sie vom Betreiber Ihres E-Mail-Servers. Dort können Sie auch die Adressen des Posteingangs- und des Ausgangsservers erfragen. Tabelle 25.1 enthält eine Auflistung gängiger Adressen für E-Mail-Server bekannter Anbieter. Bei der SMTP-Authentifizierung fragt der Server vom E-MailProgramm den Benutzernamen und das Kennwort ab, bevor die Post abgeschickt werden kann.
Bild 25.19: Dialogfelder zum Einrichten des E-Mail-Kontos
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Kapitel 25 · Internet- und E-Mail-Zugang einrichten
Ein anderer Ansatz zur Authentifizierung eines Clients beim Postversand besteht darin, dass der E-Mail-Server zuerst das Auslesen des Posteingangs fordert. Nach der dort durchgeführten Authentifizierung über ein Kennwort wird der SMTP-Postausgang des betreffenden Kontos für einige Minuten freigeschaltet. Da der Postausgang während dieser Zeit aber den Postversand ohne Kennwortauthentifizierung zulässt, wird dieser Ansatz zwischenzeitlich kaum noch benutzt. 7. Ergänzen Sie im Dialogfeld Internetmailanmeldung (Bild 25.19, rechts unten) Ihren Benutzernamen und Ihr Kennwort (diese Angaben benötigt der Client zum Abholen der Nachrichten). Markieren Sie ggf. die Kontrollkästchen Kennwort speichern (ohne Markierung wird das Kennwort bei jedem Zugriff auf das Postfach abgefragt) und Anmeldung durch gesicherte Kennwortauthentifizierung. 8. Klicken Sie auf die Schaltfläche Weiter, markieren Sie im letzten Dialogschritt das Kontrollkästchen E-Mails jetzt nicht herunterladen und beenden Sie den Konfigurationsassistenten über die Schaltfläche Fertig stellen. Windows Mail schließt den Assistenten. Anschließend wird das neu eingerichtete Konto in der Kategorie E-Mail des Dialogfelds Internetkonten angezeigt. Nach diesen Schritten kennt Windows Mail Ihr E-MailKonto. Auf diese Weise können Sie mehrere E-Mail-Konten von verschiedenen Anbietern eintragen und mit Windows Mail verwalten. TIPP
Die Dialogfelder besitzen zwar in der rechten unteren Ecke eine Schaltfläche Weiter. Im Gegensatz zu früheren Windows-Versionen fehlt dort aber die Schaltfläche Zurück zum Zurückblättern zu den Vorgängerdialogen. Die Windows-Entwickler haben diese Schaltfläche in ihrer unergründlichen Weisheit und im »Sinne der verbesserten Benutzerergonomie – das beste Windows aller Zeiten« in die linke obere Ecke des Dialogfelds platziert. So bleibt zumindest die Maus beweglich, wenn Sie zwischen den Dialogfeldern des Assistenten wechseln wollen. Dieser – aus meiner Sicht recht unausgegorene – Ansatz wird übrigens bei verschiedenen Assistenten benutzt. Möchten Sie die Einstellungen des E-Mail-Kontos einsehen und bei Bedarf modifizieren? Hierzu wählen Sie im Menü Extras den Befehl Konten. Anschließend können Sie im Dialogfeld Internetkonten den Konteneintrag anklicken und dann die Schaltfläche Eigenschaften anwählen. Windows Mail öffnet ein Eigenschaftenfenster, auf dessen Registerkarten Sie die Kontendaten finden. Im Eigenschaftenfenster mit den Kontendaten markieren Sie das Kontrollkästchen Dieser Server verwendet eine sichere Verbindung (SSL) auf der Registerkarte Erweitert. Dies erlaubt den Versand der Nachrichten über eine abgesicherte Verbindung. Erlaubt der Postausgangsserver eine Authentifizierung, ist das Kontrollkästchen Server erfordert Authentifizierung auf der Registerkarte Server zu markieren.
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E-Mail- und News-Konten einrichten
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25.2.2
Zusätzliche News-Konten einrichten
Windows Mail erlaubt Ihnen auch, auf die Nachrichtenbeiträge von Newsgroups zuzugreifen. Sie können die Newsgroups abonnieren und dort Beiträge einstellen oder Antworten auf Beiträge verfassen. Bevor Sie mit Windows Mail auf einen Newsserver mit den Newsgroups zugreifen können, muss ein betreffendes News-Konto eingerichtet werden. Dies erfolgt mit den gleichen Schritten wie das Einrichten eines E-Mail-Kontos. 1. Starten Sie Windows Mail und wählen Sie im Menü Extras den Befehl Konten, um das Dialogfeld Internetkonten mit der Auflistung aller bereits eingerichteten E-Mail- und Newsgroup-Konten aufzurufen (Bild 25.18, oben). 2. Klicken Sie im Dialogfeld Internetkonten auf die Schaltfläche Hinzufügen, um den Assistenten zum Einrichten eines neuen Kontos aufzurufen. 3. Im Dialogfeld Kontotyp auswählen des Assistenten müssen Sie nun aber auf den Eintrag Newsgroup-Konto klicken (Bild 25.18, unten). Anschließend schalten Sie über die Weiter-Schaltfläche zum nächsten Schritt. 4. Tippen Sie im Dialogschritt Ihr Name des Assistenten (Bild 25.19, oben links) einen Namen (oder ein Pseudonym) im Klartext ein und klicken Sie auf die Schaltfläche Weiter. 5. Geben Sie im nächsten Dialogfeld E-Mail-Adresse für Internetnews (Bild 25.20, oben) eine E-Mail-Adresse im betreffenden Feld ein und klicken Sie auf die Schaltfläche Weiter. Der Name und die angegebene E-Mail-Adresse wird in News-Beiträgen veröffentlicht. Dies dient der Identifizierung des Autors eines Newsgroup-Beitrags und erlaubt den Lesern des Beitrags, ggf. per E-Mail zu antworten. Eigentlich eine gute Sache, die allerdings den Haken hat, dass solche Antworten mit dem Urheber samt E-Mail-Adresse für Jahrzehnte öffentlich im Internet stehen. Auf diese Weise gelangen die E-MailAdressen z. B. an Spamversender. Persönlich bin ich daher dazu übergegangen, im Dialogfeld E-Mail-Adresse für Internetnews eine ungültige EMail-Adresse der Art »[email protected]« zu hinterlegen. Dann kann mich zwar niemand per E-Mail kontaktieren. Aber bei Newsgroups ist dies nicht erforderlich, da die Fragen und Antworten auch im Forum gestellt werden können. Verwenden Sie ein Pseudonym oder die Initialen des eigenen Namens, um Newsgroup-Beiträge zu signieren, lässt sich bei »peinlichen« Beiträgen nicht sofort auf den Urheber schließen. Allerdings sollten Sie sich bei Verwendung eines Pseudonyms nicht unbedingt in Sicherheit wiegen. Manche Newsgroups verlangen Namen im Klartext und bei strafbaren Inhalten lässt sich der Urheber über die vom Betreiber der Newsgroup mitprotokollierte IP-Adresse ermitteln. 6. Im Dialogfeld Internetnewsservername müssen Sie nun die Adresse des Newsservers eingeben und ggf. das Kontrollkästchen Anmeldung am Newsserver erforderlich markieren (Bild 25.20, unten). Dann klicken Sie auf die Weiter-Schaltfläche.
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Kapitel 25 · Internet- und E-Mail-Zugang einrichten
Bild 25.20: Dialogfelder zum Einrichten des News-Kontos
7. Wurde die Option zur Authentifizierung angegeben, müssen Sie im Folgedialog noch den vom Serverbetreiber vergebenen Benutzernamen sowie das Kennwort eintippen und über die Weiter-Schaltfläche bestätigen. 8. Warten Sie, bis die Eingaben überprüft und der Zugang eingerichtet wurde und schließen Sie das Dialogfeld des Assistenten über die Fertig stellen-Schaltfläche. Das Problem bei diesem Ansatz besteht darin, dass der von Ihnen für den Internetzugang benutzte Provider einen Newsserver betreiben muss. Viele Provider von Internet-by-Call-Zugängen bieten solche Server aber nicht an. Hier gibt es zwei Möglichkeiten: Sie halten sich einen Zugang zu einem Provider, der einen Newsserver anbietet. T-Online-Kunden können den Newsserver news.t-online.de nutzen. Wer keinen Zugang zu diesen Diensten hat, muss zu einer Notlösung greifen und einen freien Newsserver benutzen. Diese sind aber häufig in der Möglichkeit zum Versand von Nachrichten oder im Umfang der aufgelisteten Newsgroups begrenzt. Von Microsoft wird der Server news.microsoft.com betrieben, der alle öffentlichen Microsoft-Newsgroups auflistet. Dieser Server
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E-Mail- und News-Konten einrichten
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erlaubt einen Zugang ohne Kennwort und Anmeldung. In Microsoft Vista ist ein zweiter freier Newsserver msnews.microsoft.com bereits standardmäßig als Newsgroup-Konto in Windows Mail eingetragen. Um eine Liste weiterer freier Newsserver abzurufen, besuchen Sie mit dem Internet Explorer eine Suchmaschine und geben als Suchbegriff »free Newsserver« oder etwas Ähnliches ein. In der Regel werden entsprechende Listen mit Serveradressen angezeigt.
502
26 Surfen im Internet Das Internet ist letztendlich nichts anderes als ein weltweiter Zusammenschluss von Rechnern, auf die Sie über Kommunikationsleitungen (Telefonleitungen) per Modem, ISDN oder DSL zugreifen können. Anschließend können Sie über Ihren Provider an verschiedenen Diensten des Internets teilnehmen und Webseiten abrufen, E-Mails austauschen und mehr. In diesem Kapitel wird gezeigt, wie Sie mit dem in Windows Vista enthaltenen Internet Explorer Webseiten ansehen und Downloads durchführen können.
26.1 Einführung in den Internet Explorer In den nachfolgenden Abschnitten erhalten Sie eine kurze Einführung in die Verwendung des Internet Explorers und erfahren, wie Sie die ersten Webseiten abrufen können. Voraussetzung zur Nutzung des Internet Explorers ist dabei, dass Sie einen Internetzugang eingerichtet und ggf. die Internetverbindung aufgebaut haben – also online sind (siehe Kapitel 25).
26.1.1
Der Internet Explorer im Überblick
Das Programm zum Abrufen von Webseiten oder zum Ansehen von HTML-Dokumenten ist der, auch als Browser bezeichnete, Microsoft Internet Explorer. Starten lässt sich der Internet Explorer, indem Sie z. B. im Startmenü den Befehl Internet wählen (Bild 26.1). Alternativ können Sie das betreffende Symbol in der Schnellstart-Symbolleiste wählen.
Bild 26.1: Starten des Internet Explorers
Der Internet Explorer kann nicht nur Internetseiten über eine bestehende Internetverbindung aufrufen, sondern ermöglicht auch, lokal auf CDs/ DVDs oder in Ordnern der Festplatte gespeicherte HTML-Dokumentdateien anzusehen. In diesem Fall reicht es, die betreffende HTML-Dokumentdatei per Doppelklick anzuwählen, um diese im Browserfenster anzuzeigen. Zudem können Sie .xps-Druckdateien per Doppelklick im Browser öffnen.
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Einführung in den Internet Explorer 0
TIPP
Sind der Internet Explorer oder das Programm Windows Mail nicht in der linken Spalte des Startmenüs aufgeführt? Sie finden die Programmeinträge auch im Zweig Alle Programme des Startmenüs. Ob der Browser oder das E-Mail-Programm gemäß Bild 22.1 angezeigt werden und welche Anwendungen Windows Vista verwendet, lässt sich konfigurieren. Klicken Sie die Start-Schaltfläche mit der rechten Maustaste an und wählen Sie den Kontextmenübefehl Eigenschaften. Auf der Registerkarte Startmenü ist die Schaltfläche Anpassen der Option Startmenü anzuklicken. Im dann eingeblendeten Dialogfeld Startmenü finden Sie im unteren Bereich die Gruppe Im Startmenü anzeigen. Dort müssen die beiden Kontrollkästchen Internetlink und E-Mail-Link markiert werden, um überhaupt entsprechende Einträge im Startmenü einzublenden. Welcher Browser und welcher E-Mail-Client angezeigt wird, lässt sich dann über die zugehörigen Listenfelder einstellen. Dort sollten standardmäßig die Einträge Internet Explorer und Windows Mail gewählt werden. Sind alternative Programme installiert, können Sie diese als Internet- und E-Mail-Programm einstellen. Sie können sich das Symbol des Internet Explorers auch als Verknüpfung auf dem Desktop einrichten, um das Programm sofort per Doppelklick aufzurufen. Hierzu reicht es, das Symbol des Internet Explorers per Maus aus dem Startmenü zum Windows-Desktop zu ziehen. Auf die gleiche Weise lässt sich eine Desktop-Verknüpfung für Windows Mail einrichten. Nach dem Aufruf erscheint das Fenster des Internet Explorers. Der Inhalt des Browserfensters hängt dabei von den Voreinstellungen ab. Bild 26.2 zeigt die Elemente des Browserfensters.
Registerkarten Adressfeld
Suchfeld Symbolleiste mit Schaltflächen
Schnellregisterkarten Navigation Favoriten Dokumentfenster Status
Bild 26.2: Die Elemente des Internet Explorer-Fensters
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Vergrößerungsstufe
Kapitel 26 · Surfen im Internet
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In der Titelleiste wird der Titel der abgerufenen und im Dokumentbereich angezeigten Webseite aufgelistet. Der Dokumentbereich kann eine leere Dokumentseite oder die Startseite der eingestellten Webadresse anzeigen.
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Das Adressfeld dient zur Eingabe der, auch als URL bezeichneten, Webseitenadresse. Die Schaltflächen links neben dem Adressfeld erlauben, zwischen bereits besuchten Webseiten zu blättern. Beim Aufruf sind noch keine Webseiten besucht und die Schaltflächen bleiben gesperrt.
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Das Suchfeld erlaubt Ihnen, einen Begriff einzugeben und dann entweder in der Dokumentseite oder im Internet mittels einer Suchmaschine danach zu suchen.
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Oberhalb des Dokumentbereichs findet sich eine Symbolleiste, die am linken Rand zwei Schaltflächen zur Verwaltung der Favoriten aufweist. Am rechten Rand finden Sie verschiedene Schaltflächen, um Funktionen des Internet Explorers abzurufen.
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Der Internet Explorer unterstützt in Windows Vista auch die Darstellung mehrerer Webseiten auf Registerkarten (ähnlich wie der Firefox-Browser). Diese Webseiteninhalte lassen sich über Registerreiter der Symbolleiste in den Vordergrund schalten.
Am unteren Fensterrand findet sich die Statusleiste, in der der Browser den Status beim Seitenabruf, ggf. Informationen zur Sicherheitsstufe oder zu geblockten Seiten etc. einblendet. Am rechten Rand der Statusleiste finden Sie die Menüschaltfläche Vergrößerungsstufe ändern. Klicken Sie auf die Schaltfläche, lässt sich über die Befehle des eingeblendeten Menüs ein Vergrößerungsfaktor für den Seiteninhalt abrufen.
26.1.2
Webseiten im Internet Explorer abrufen
Sobald die Internetverbindung steht und der Internet Explorer gestartet ist, können Sie Webseiten abrufen. Hierzu brauchen Sie nur die Adresse der gewünschten Webseite anzugeben.
Bild 26.3: Eingeben der Webseitenadresse
1. Klicken Sie in das Adressfeld des Internet Explorers und tippen Sie die Adresse der gewünschten Internetseite ein (Bild 26.3). 2. Anschließend drücken Sie zur Bestätigung die (Enter)-Taste. Alternativ können Sie auch auf die rechts vom Adressfeld angezeigte Schaltfläche Wechseln zu klicken.
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Einführung in den Internet Explorer
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Die Adressen von Internetseiten werden meist in der Form www.xxx.com angegeben. Das Ganze wird als Domainadresse bezeichnet und gibt dem Kenner einige Hinweise auf die Art der Website. Mit www wird meist die Hauptseite eines Webangebots versehen. Die Zeichen xxx stehen hier für den Namen der Domain (z. B. Firmennamen wie microsoft, mut etc.). Die Endungen geben einen Hinweis auf das Land (.de, .at, .ch etc.) oder die Organisation (.com, .org, .net etc.). Der Browser ergänzt die Adresse anschließend noch um den Vorspann http://, d. h., Sie brauchen diese Kennung nicht anzugeben. An diese Adresse schließt sich gelegentlich noch eine Buchstabenfolge mit dem Pfad zu Unterordnern auf dem betreffenden Webserver an (z. B. www.microsoft.com/germany). Manchmal taucht in diesem Zusammenhang auch der Begriff URL auf. Dieser ist aber nichts anderes als die englische Abkürzung für »Uniform Resource Locator« und bezeichnet eine Adressangabe im Internet. Der Internet Explorer ruft die betreffende Webseite ab und zeigt diese im Programmfenster an (Bild 26.4). Dieser Vorgang kann aber, je nach Übertragungsgeschwindigkeit, einige Sekunden dauern.
Bild 26.4: Anzeige der aufgerufenen Webseite
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Kapitel 26 · Surfen im Internet
26.1.3
Navigieren in Internetseiten
Das Navigieren in Internetseiten bzw. das Abrufen von Folgeseiten ist in einem Browser mit einfachen Mausklicks möglich. Haben Sie eine Webseite durch Eingeben der Adresse abgerufen, finden sich an manchen Dokumentstellen unterstrichene oder farbig hervorgehobene Textstellen oder Symbole. Zeigen Sie mit der Maus auf diese Stellen, nimmt der Mauszeiger die Form einer stilisierten Hand an (Bild 26.5).
Bild 26.5: Abrufen der Folgeseite über einen Hyperlink
Der Browser signalisiert mit der Änderung des Mauszeigers bzw. dem Symbol der stilisierten Hand, dass es sich bei der betreffenden Dokumentstelle um einen so genannten Hyperlink handelt. Ein Hyperlink ist schlicht ein Verweis auf eine Folgeseite. Daher wird auch beim Zeigen auf einen Hyperlink die Adresse der Folgeseite in der Statusleiste des Browserfensters eingeblendet. 1. Zum Abrufen der Folgeseite zeigen Sie also mit der Maus auf den betreffenden Hyperlink. 2. Anschließend klicken Sie den betreffenden Hyperlink mit der linken Maustaste an. Der Browser ruft dann den Inhalt der Folgeseite ab und zeigt diesen im Dokumentfenster an. Diese Technik ist übrigens identisch mit dem Abrufen von Folgeseiten in der Windows-Hilfe. Mit diesen Schritten können Sie über die Hyperlinks beliebige Folgeseiten abrufen. Sie müssen lediglich die Hyperlinks (Textstellen, Symbole oder Grafiken) im Dokument suchen und anwählen. Welche Dokumentstellen als Hyperlinks ausgebildet sind, legt der Autor der betreffenden Webseiten bei deren Gestaltung fest.
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Einführung in den Internet Explorer
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26.1.4
So geht's vor und zurück
Möchten Sie wieder zur vorher besuchten Seite zurückkehren? Sie brauchen dann nicht erneut die ursprüngliche Webadresse dieser Seiten in das Feld Adresse einzutippen. Der Browser merkt sich die Adressen der von Ihnen in der aktuellen Sitzung besuchten Webseiten.
Bild 26.6: Abrufen der vorher besuchten Seite(n)
1. Zeigen Sie in der Symbolleiste auf die links vom Adressfeld angezeigte Schaltfläche Zurück, blendet der Internet Explorer bereits eine QuickInfo mit dem Text Zurück zu … ein, wobei der Titel der vorherigen Seiten mit angezeigt wird (Bild 26.6). 2. Klicken Sie in der Symbolleiste auf die Schaltfläche Zurück, um die vorher besuchte Webseite anzuzeigen. Der Browser gibt die Schaltfläche Zurück nur frei, wenn während der aktuellen Sitzung bereits Folgeseiten abgerufen und diese im Dokumentfenster angezeigt wurden. Haben Sie mehrere Webseiten in Folge aufgerufen, können Sie durch mehrfaches Anklicken der Schaltfläche Zurück schrittweise durch die vorher »besuchten« Webseiten zurückblättern. Gelangen Sie zur ersten aufgerufenen Webseite, wird die Schaltfläche Zurück gesperrt. Haben Sie über die Schaltfläche Zurück eine der Vorgängerseiten abgerufen, gelangen Sie über die rechts daneben befindliche Schaltfläche Vorwärts zur Folgeseite zurück. Durch mehrfaches Anklicken der Schaltflächen können Sie ggf. seitenweise bis zum Anfang bzw. Ende der besuchten Seitenfolge blättern. Dies funktioniert übrigens ähnlich wie beim Navigieren zwischen angesehenen Ordnern in Ordnerfenstern. TIPP
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Die schrittweise Navigation ist lästig, wenn Sie gezielt zu einer Webseite zurückgehen möchten. Schneller geht es, wenn Sie auf den Pfeil rechts neben der Schaltfläche Vorwärts klicken und dann im eingeblendeten Menü direkt einen Befehl mit dem Seitentitel wählen (Bild 26.7). Der Internet Explorer ruft die zugehörige Seite auf.
Kapitel 26 · Surfen im Internet
Bild 26.7: Abrufen der bereits besuchten Folgeseite(n)
Auch bei der Eingabe der Webseitenadressen in das Adressfeld greift der Internet Explorer Ihnen unter die Arme. Das Programm speichert den URLVerlauf der eingetippten Webadressen. Geben Sie etwas in das Adressfeld ein, blendet der Browser eine Liste mit ähnlichen Adressen ein (Bild 26.8). Mit jedem eingegebenen Zeichen der URL werden die Adressen der Liste gefiltert und nur noch übereinstimmende Einträge dargestellt.
Bild 26.8: Anzeige des URL-Verlaufs
Ist die einzugebende Adresse in der Liste aufgeführt, können Sie den Eintrag in der Liste des URL-Verlaufs anklicken, um die zugehörige Webseite abzurufen. Öffnen Sie das Listenfeld (indem Sie auf die Schaltfläche am rechten Rand des Adressfelds klicken), erscheint die Liste der eingetippten URLs ebenfalls. Sie können also sehr einfach kontrollieren, welche URLs in einem Benutzerkonto bereits abgerufen wurden. TIPP
Da der Internet Explorer und der zur Ordneranzeige benutzte Explorer die gleichen Programmteile verwenden, tauchen in der URL-Liste auch Ordnernamen bereits besuchter Dokumentordner auf. Sie können dann diese Ordner direkt durch Anklicken des betreffenden Eintrags im Browserfenster öffnen. Sobald Sie den Warndialog, dass die Webseite Inhalte auf dem Computer öffnen möchte, über die ZulassenSchaltfläche bestätigen, wird der betreffende Ordner in einem separaten Fenster eingeblendet. Stört es Sie, dass Dritte ggf. über die URL-Liste kontrollieren können, welche Webseiten Sie aufgerufen haben? Dann klicken Sie in der Symbolleiste auf die Menüschaltfläche Extras und wählen den Befehl Browserverlauf löschen. Im gleichnamigen Dialogfeld klicken Sie auf die Schaltfläche Verlauf löschen, bestätigen die Sicherheitsabfrage über die Ja-Schaltfläche und klicken nach dem Löschen auf die SchließenSchaltfläche.
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Clever arbeiten mit dem Internet Explorer
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Rechts neben dem Adressfeld finden Sie noch zwei Schaltflächen, die zur Steuerung der Seitenabrufe ganz hilfreich sind. Bei der Eingabe einer Webseitenadresse werden die in Bild 26.9, oben, sichtbaren Schaltflächen gezeigt. Die Schaltfläche Wechseln zu (Symbol mit dem blauen Pfeil) erlaubt, die Webseite zur eingegebenen URL abzurufen.
Bild 26.9: Schaltflächen Wechseln zu, Aktualisieren und Stopp
Wird die abgerufene Webseite angezeigt, erscheint dagegen die Schaltfläche Aktualisieren (Bild 26.9, unten). Geht etwas beim Anzeigen der abgerufenen Webseite schief oder braucht der Internet Explorer sehr lange zum Abrufen, erlaubt ein Mausklick auf die Schaltfläche Aktualisieren (oder das Drücken der Funktionstaste (F5)), die Seite nochmals anzufordern. Möchten Sie das Laden der Webseite abbrechen (z. B. weil der Aufbau extrem lange dauert), klicken Sie auf die rechts neben dem Adressfeld angezeigte Schaltfläche Stopp (das Symbol mit dem roten X). Alternativ können Sie auch die (Esc)-Taste drücken. Sie sehen, das »Surfen« in »Webseiten« ist eigentlich ein Kinderspiel. Das Schwierigste an der ganzen Sache ist, die richtige Adresse für die Startseite zu kennen. Solche Webadressen finden sich aber mittlerweile in vielen Zeitschriften, und Sie können gezielt nach bestimmten Themen suchen lassen (dazu später mehr).
26.2 Clever arbeiten mit dem Internet Explorer Der Internet Explorer stellt Ihnen eine Reihe netter Funktionen bereit, die das Abrufen von Webseiten, das Herunterladen von Dateien etc. erlauben. Auch das Drucken von Webseiten ist möglich. Nachfolgend werden die betreffenden Funktionen beschrieben.
26.2.1
Mehrere Seiten gleichzeitig anzeigen
Je nach Verbindungsgeschwindigkeit und Datenlast auf den Internetleitungen dauert das Laden von Webseiten ggf. etwas länger. Das Navigieren durch Anklicken von Hyperlinks und Betätigen der Schaltfläche Zurück wird dann ein bisschen umständlich. Manchmal ist es günstiger, gleich mehrere Seiten über die betreffenden Hyperlinks zu öffnen. Sind die Seiten fertig geladen, können Sie diese in Ruhe lesen. Der Internet Explorer bietet Ihnen verschiedene Möglichkeiten, wie Sie mehrere Webseiten gleichzeitig aufrufen. 1. Klicken Sie nach dem Abrufen der ersten Webseite auf den nächsten freien Registerreiter Neue Registerkarte (Bild 26.10) oder drücken Sie die Tastenkombination (Strg)+(T).
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Kapitel 26 · Surfen im Internet
2. Sobald der Browser eine neue Registerkarte im Dokumentfenster anzeigt, klicken Sie auf das Adressfeld, tippen die gewünschte URL der abzurufenden Seite ein und bestätigen dies mittels der (Enter)Taste.
Bild 26.10: Neue Registerkarte abrufen
Dann wird die neue Webseite auf der geöffneten Registerkarte angezeigt. Bei Bedarf können Sie so gleich mehrere Webseiten auf separaten Registerkarten abrufen und dann durch Anklicken der jeweiligen Registerreiter zwischen den Dokumentseiten wechseln. Dieser Ansatz ist aber weniger geeignet, um Folgeseiten über Hyperlinks in separaten Fenstern abzurufen. In diesem Fall verwenden Sie einen etwas anderen Ansatz. 1. Klicken Sie den Hyperlink zum Abrufen der Folgeseite mit der rechten Maustaste an. 2. Im Kontextmenü wählen Sie dann den Befehl In neuer Registerkarte öffnen oder In neuem Fenster öffnen (Bild 26.11).
Bild 26.11: Kontextmenü eines Hyperlinks mit Befehlen zum Öffnen der Folgeseite
Die Folgeseite des angeklickten Hyperlinks wird dann, je nach gewähltem Kontextmenübefehl, auf einer separaten Registerkarte oder in einem getrennten Browserfenster geladen und angezeigt. Wurde die Folgeseite in einem separaten Fenster geöffnet, lässt sich über die Taskleiste (oder durch Drücken der Tastenkombination (Alt)+(ÿ_)) zum Browserfenster der Hauptseite wechseln. In beiden Fällen können Sie weitere Seiten über die Hyperlinks abrufen. Sind die Seiten fertig geladen, lässt sich bei zeitabhängig abgerechneten Internettarifen die Verbindung trennen. Danach können Sie die Seiteninhalte in Ruhe lesen, ohne ständig auf das Laden und Anzeigen der abgerufenen Seiten warten zu müssen. Auf separaten Registerkarten ange-
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zeigte Webseiten holen Sie durch Anklicken der jeweiligen Registerreiter in den Vordergrund. Möchten Sie eine Registerkarte schließen, klicken Sie auf die am rechten Rand des Registerreiters eingeblendete Registerkarte schließen-Schaltfläche (siehe Bild 26.11) oder drücken die Tastenkombination (Strg)+(W).
Bild 26.12: Registerkartenübersicht abrufen TIPP
Benötigen Sie einen schnellen Überblick über die Inhalte mehrerer geöffneter Registerkarten, klicken Sie auf die neben dem ersten Registerreiter gezeigte Schaltfläche Schnellregisterkarten (Bild 26.12) oder drücken die Tastenkombination (Strg)+(Q). In der angezeigten Registerkartenübersicht klicken Sie auf die Miniaturansicht der betreffenden Registerkarte, um die zugehörige Seite abzurufen. Das Verhalten beim Öffnen neuer Webseiten über Hyperlinks lässt sich auf der Registerkarte Allgemein des Eigenschaftenfensters Internetoptionen über die Schaltfläche Einstellungen der Gruppe Registerkarten einstellen (siehe Kapitelende).
26.2.2
Webseiten in Favoriten merken
Rufen Sie Webseiten häufiger ab, ist es recht umständlich, jedes Mal die zugehörige Adresse einzutippen. Der Microsoft Internet Explorer besitzt die Funktion »Favoriten«, mit der Sie die Adressen interessanter Webseiten festhalten können. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, um Webseiten in die Liste der Favoriten aufzunehmen. Über die folgende Schrittfolge lässt sich ein Favoriteneintrag definieren. 1. Tippen Sie die Adresse der gewünschten Webseite in das Adressfeld des Internet Explorers ein und lassen Sie die Seite laden.
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Kapitel 26 · Surfen im Internet
2. Klicken Sie auf die Schaltfläche Zu Favoriten hinzufügen und wählen Sie im eingeblendeten Menü den Befehl Zu Favoriten hinzufügen (Bild 26.13) oder drücken Sie die Tastenkombination (Strg)+(D). 3. Legen Sie im Dialogfeld Favoriten hinzufügen (Bild 26.14) den Namen für den Eintrag fest, wählen Sie ggf. einen Unterordner im Listenfeld Erstellen in aus und klicken Sie anschließend auf die Schaltfläche Hinzufügen.
Bild 26.13: Menüschaltfläche Zu Favoriten hinzufügen
Bild 26.14: Favoriten festlegen
Die Favoritenliste wird über Ordnersymbole (Links, Windows Life etc.) in Kategorien unterteilt. Das Listenfeld Erstellen in zeigt Ihnen die unter Favoriten hinterlegte Ordnerstruktur im Listenfeld Erstellen in (Bild 26.14, links) und ermöglicht Ihnen, eine bestehende Kategorie für den neuen Eintrag zu wählen. Um benutzerdefinierte Kategorien anzulegen, klicken Sie im Dialogfeld Favoriten hinzufügen auf die Schaltfläche Neuer Ordner. In einem zusätzlichen Dialogfeld (Bild 26.14, rechts unten) können Sie dann den Ordnernamen eintippen, über das Listenfeld Erstellen in einem Eintrag der Favoritenliste zuordnen und über Erstellen anlegen.
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Der Internet Explorer trägt beim Schließen des Dialogfelds Favoriten hinzufügen die Adresse der Webseite unter dem angegebenen Namen in die Ordnerstruktur der Favoritenliste ein. TIPP
Sie können einen benutzerdefinierten Eintrag in der Favoritenliste auch direkt anlegen, indem Sie auf die Schaltfläche Zu Favoriten hinzufügen klicken und im eingeblendeten Menü den Befehl Registerkartengruppe zu Favoriten hinzufügen wählen (Bild 26.13). Dann erscheint ebenfalls ein Dialogfeld, um den Ordnernamen einzutippen und diesen einer Kategorie zuzuordnen. Im Adressfeld des Browserfensters wird vor der Webadresse ein Symbol angezeigt. Ziehen Sie dieses Symbol per Maus aus dem Adressfeld, öffnen Sie per Tastenkombination (Alt)+(C) die Leiste des Favoritencenters und ziehen Sie das Symbol über eines der angezeigten Ordnersymbole in der Favoritenliste. Wenn Sie die linke Maustaste loslassen, wird die URL an der betreffenden Stelle der Favoritenliste eingeblendet.
Favoriten verwalten Um Favoriten zu verwalten, wählen Sie den Befehl Favoriten verwalten im Menü der Schaltfläche Zu Favoriten hinzufügen (Bild 26.13). Dann öffnet sich das gleichnamige Dialogfeld (Bild 26.15), über dessen Schaltflächen Sie Favoriteneinträge löschen, umbenennen, Ordner zur Aufnahme der Favoriten anlegen und Einträge verschieben können.
Bild 26.15: Favoriten verwalten
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Kapitel 26 · Surfen im Internet
TIPP
Ein Problem ist, dass mühsam erstellte Favoritenlisten beim Wechsel zu einem anderen Rechner oder bei der Neuinstallation des Betriebssystems verloren gehen. In Microsoft Vista stellt der Internet Explorer Ihnen im Menü der Schaltfläche Zu Favoriten hinzufügen den Befehl Importieren und Exportieren zur Verfügung (Bild 26.13). Bei Anwahl des Befehls startet ein Assistent, der Sie über verschiedene Dialogfelder durch den Im- und Export führt. Sie können den Import-/Exportmodus (Favoriten, Cookies, RSS-Feeds etc.), den zu sichernden Umfang der Favoritenliste und das Speicherziel wählen. Die Favoriten lassen sich in eine HTML-Dokumentdatei im Dokumentordner sichern und aus dieser Datei auch wieder importieren.
26.2.3
So nutzen Sie das Favoritencenter
Zum Abrufen von Webseiten über definierte Favoriten stellt der Internet Explorer das Favoritencenter bereit.
Bild 26.16: Favoritencenter öffnen
1. Klicken Sie in der Symbolleiste des Browserfensters auf die Schaltfläche Favoritencenter oder drücken Sie die Tastenkombination (Alt)+(C) (Bild 26.16).
Bild 26.17: Favoriten im Favoritencenter abrufen
2. In der dann angezeigten Spalte des Favoritencenters (Bild 26.17) klicken Sie ggf. in der Kopfzeile der Leiste auf die Schaltfläche Favoriten, um die Favoritenliste im Favoritencenter einzublenden. 3. Suchen Sie den Eintrag in der Favoritenliste und wählen Sie diesen per Mausklick an.
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Die Leiste des Favoritencenters wird wieder ausgeblendet und die Webseite in den Dokumentbereich geladen. TIPP
Sie können übrigens die Menüleiste des Internet Explorers durch kurzzeitiges Drücken der (Alt)-Taste im Browserfenster einblenden. Dann lassen sich die Favoriten über die Einträge des Menüs Favoriten abrufen. Die Schaltflächen der Kopfzeile des Favoritencenters erlauben Ihnen, in der Leiste auch den Verlauf oder die eingerichteten RSS-Feeds anzuzeigen. Ärgert es Sie, dass das Favoritencenter bei Anwahl eines Eintrags verschwindet? Klicken Sie in der Kopfzeile der Leiste auf die am rechten Rand angezeigte Schaltfläche Favoritencenter anheften (Bild 26.17). Das dann permanent sichtbare Favoritencenter lässt sich anschließend über die am rechten Rand der Kopfzeile eingeblendete Schaltfläche Favoritencenter schließen wieder ausblenden. Im angehefteten Modus können Sie die Einträge des Favoritencenters mit der rechten Maustaste anklicken. Dann finden Sie Kontextmenübefehle, um Einträge zu löschen, umzubenennen, neue Ordner hinzuzufügen oder die Webseiten auf neuen Registerkarten zu öffnen.
26.2.4
Welche Webseiten habe ich besucht?
Haben Sie es versäumt, eine kürzlich besuchte Webseite in die Favoriten aufzunehmen, kennen aber deren Adresse nicht mehr? In der URL-Liste des Adressfelds werden dummerweise nur eingetippte Adressen aufgeführt. Um in allen (also auch durch Anwahl von Hyperlinks) besuchten Werbseiten zu recherchieren, lässt sich der im Browser gespeicherte Verlauf verwenden. 1. Blenden Sie das Favoritencenter über die Schaltfläche Favoritencenter im Browserfenster ein (Bild 26.16). 2. Klicken Sie in der Kopfzeile des Favoritencenters auf die Schaltfläche Verlauf (Bild 26.18) und expandieren Sie die eingeblendete und nach Tagen und Wochen geordnete Liste der besuchten Webseiten, indem Sie auf die jeweiligen Einträge klicken. 3. Klicken Sie auf den Eintrag einer besuchten Webseite, wird diese (bei bestehender Onlineverbindung) im Browserfenster geöffnet. Bei sehr umfangreichen Verlaufslisten kann es empfehlenswert sein, das Menü der Schaltfläche Verlauf zu öffnen und dann die Verlaufsliste über die angebotenen Befehle nach dem gewünschten Kriterium sortieren zu lassen. Zudem können Sie den Befehl Verlauf durchsuchen anwählen, um über ein Dialogfeld einen Suchbegriff eintippen und nach Treffern in der Verlaufsliste suchen zu können.
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Kapitel 26 · Surfen im Internet
Bild 26.18: Verlauf im Favoritencenter abrufen TIPP
Um den Verlauf zu leeren und die beim Surfen hinterlassenen Spuren zu löschen, klicken Sie in der Symbolleiste auf die Menüschaltfläche Extras und wählen den Befehl Browserverlauf löschen. Im gleichnamigen Dialogfeld klicken Sie auf die Schaltfläche Verlauf löschen, bestätigen die Sicherheitsabfrage über die Ja-Schaltfläche und klicken nach dem Löschen auf die Schließen-Schaltfläche.
26.2.5
RSS-Feeds abonnieren und abrufen
Statt sich mühsam durch verschiedene Webseiten und Blogs zu hangeln, um nachzusehen, was dort an aktualisierten Informationen vorhanden ist, können Sie auf so genannte RSS-Feeds (RSS steht für Really Simple Syndication) setzen. Bei RSS-Feeds handelt es sich um ein plattformunabhängiges XML-Nachrichtenformat, bei dem Webseiten Nachrichten an einen RSS-Reader übertragen können. Der RSS-Reader zeigt diese Inhalte dann als Nachrichtenticker oder Webseite an. Sie können interessante Nachrichten anwählen, um sich die Details als Webseite zeigen zu lassen. Der Internet Explorer ist mit einem RSS-Reader ausgestattet. Dieser kann RSS-Feeds abonnieren, anzeigen und verwalten. Um einen RSSFeed zu abonnieren, gehen Sie folgendermaßen vor. 1. Rufen Sie die gewünschte Webseite (z. B. www.focus.de) über das Adressfeld im Internet Explorer auf. Wichtig ist, dass diese Seite auch RSS-Feeds unterstützt – andernfalls erhalten Sie beim Abonnieren die Meldung, dass die Feedseite nicht angezeigt werden kann. 2. Öffnen Sie in der Symbolleiste des Internet Explorers das Menü der Schaltfläche Feeds auf dieser Seite anzeigen und wählen Sie einen der angezeigten Menüeinträge aus (Bild 26.19).
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Bild 26.19: Abonnieren des RSS-Feed starten
3. Nachdem der Browser den Inhalt der RSS-Feed-Seite im Dokumentfenster eingeblendet hat, suchen Sie das Hinweisfeld mit dem Hyperlink Feed abonnieren (Bild 26.20, Hintergrund) und wählen diesen an.
Bild 26.20: RSS-Feed abonnieren
4. Im dann angezeigten Dialogfeld (Bild 26.20, Vordergrund) lässt sich der Name des Feeds ändern und über die Liste Erstellen in können Sie eine Kategorie in der RSS-Feedliste wählen. Bei Bedarf können Sie, wie bei Favoriten, die Schaltfläche Neuer Ordner anklicken und eine benutzerdefinierte Kategorie definieren. Sobald Sie das Dialogfeld über die Abonnieren-Schaltfläche schließen, wird der RSS-Feed in der Feedliste des Favoritencenters hinterlegt und der RSS-Reader lädt die betreffenden Daten herunter. TIPP
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Die Feeds lassen sich in der Feedliste des Favoritencenters verwalten (Bild 26.19). Klicken Sie einen Eintrag mit der rechten Maustaste an, lässt sich dieser über Kontextmenübefehle umbenennen oder löschen. Beim Löschen wird das Abonnement beendet.
Kapitel 26 · Surfen im Internet
RSS-Feeds abrufen Die abonnierten RSS-Feeds lassen sich im Internet Explorer über das Favoritencenter abrufen. Drücken Sie die Tastenkombination (Strg)+(J), wird das Favoritencenter direkt geöffnet und die Feedliste angezeigt. Alternativ können Sie das Favoritencenter über die Schaltfläche Favoritencenter öffnen und dann in der Kopfzeile die Schaltfläche Feeds anwählen. Wenn Sie anschließend einen der abonnierten Einträge in der Feedliste anklicken, wird die zugehörige Seite im Dokumentfenster des Browsers angezeigt.
Bild 26.21: RSS-Feed in der Sidebar anzeigen und konfigurieren
Die im Browser abonnierten RSS-Feeds lassen sich auch in der WindowsSidebar über die Minianwendung Feedschlagzeilen anzeigen und verwalten (Bild 26.21). Ist die Minianwendung aktiv, werden die Schlagzeilen bei aktiver Internetverbindung eingeblendet. Um die Anzeige zu konfigurieren, klicken Sie die Minianwendung mit der rechten Maustaste an und wählen den Kontextmenübefehl Optionen. Im dann angezeigten Dialogfeld lässt sich sowohl der abonnierte Feed als auch die Zahl der angezeigten Schlagzeilen auswählen.
26.2.6
Webseiten im World Wide Web suchen
Das Problem beim Zugriff auf die einzelnen Webseiten besteht darin, dass Sie deren Adressen kennen müssen. Bei den vielen Millionen Dokumenten im World Wide Web ist dies aber ein (zumindest mengenmäßiges) Problem. Glücklicherweise gibt es so genannte Suchmaschinen, über die Sie nach bestimmten Dokumentinhalten suchen können. Die meisten Anwender tippen die Adresse einer Suchmaschine wie Google (www.google.de) in die Adressleiste ein und können dann über Eingabefelder nach bestimmten
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Begriffen im Internet suchen lassen. Zur Vereinfachung der Suche bietet der Internet Explorer bereits ein Suchfeld im Browserfenster an, über welches Sie direkt auf das Angebot einer Suchmaschine zugreifen können.
Bild 26.22: Suchen im Web
1. Klicken Sie in der rechten oberen Ecke des Browserfensters in das Suchfeld und tippen Sie den Suchbegriff ein (Bild 26.22). 2. Klicken Sie auf die am rechten Rand des Suchfelds angezeigte Schaltfläche Suchen oder drücken Sie die (Enter)-Taste bzw. die Tastenkombination (Alt)+(Enter). Der letzte Schritt startet die Suchanfrage an der eingestellten Suchmaschine. Diese liefert anschließend die Trefferseite im Dokumentfenster zurück. Die Tastenkombination (Alt)+(Enter) bewirkt, dass das Suchergebnis auf einer neuen Registerkarte angezeigt wird. Anschließend können Sie die Ergebnisse ansehen und die zugehörigen Dokumentseiten über die Hyperlinks der Trefferliste abrufen. Bei den Suchmaschinen handelt es sich um Dienste, die Webseiten nach HTML-Dokumenten durchsuchen und bestimmte Stichworte speichern. Bei einer Abfrage werden dann alle Dokumente zusammengestellt, die die von Ihnen vorgegebenen Suchbegriffe als Stichworte enthalten. Einige dieser Seiten werden auch als Portale bezeichnet, da sie über eine Art Katalog Zugang zu verschiedenen Themen bieten. Adressen von Suchmaschinen sind zum Beispiel www.web.de, www.yahoo.com, www.google.de oder www.lycos.com.
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Kapitel 26 · Surfen im Internet
26.2.7
Suchen in der Webseite
Möchten Sie in einer angezeigten Internetseite nach einem bestimmten Begriff suchen lassen? Dies ist im Internet Explorer mit einem kleinen Kniff möglich.
Bild 26.23: Suchen in einer Webseite
1. Klicken Sie in der rechten oberen Ecke des Browserfensters in das Suchfeld und tippen Sie den Suchbegriff ein (Bild 26.23). 2. Öffnen Sie das Menü der am rechten Rand des Suchfelds angezeigten Schaltfläche Suchen und wählen Sie den Befehl Auf dieser Seite suchen oder drücken Sie die Tastenkombination (Strg)+(F). 3. Im Dialogfeld Suchen lässt sich jetzt über die Schaltflächen Zurück und Weiter auf der Seite suchen. Bei Bedarf können Sie den Suchbegriff und die Suchoptionen im Dialogfeld anpassen. Beenden lässt sich das Dialogfeld über die SchließenSchaltfläche am oberen rechten Rand. Gefundene Treffer werden in der Webseite farbig hervorgehoben.
26.2.8
Suchmaschine einstellen
In dem in Vista enthaltenen Internet Explorer 7 ist standardmäßig die Microsoft-Suchmachine »Live Search« konfiguriert. Sie können aber jederzeit andere Suchmaschinen in die Konfigurierung aufnehmen und auch als Standard zur Suche vorgeben. 1. Öffnen Sie im Internet Explorer das Menü des Suchfelds und wählen Sie den Befehl Suchstandard ändern (Bild 26.24, rechts oben im Hintergrund).
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Bild 26.24: Konfigurieren einer Suchmaschine
2. Sobald das Dialogfeld Suchstandard ändern (Bild 26.24, Vordergrund rechts) erscheint, klicken Sie auf den im Dialogfeld angezeigten Hyperlink Weitere Anbieter suchen. 3. In der dann eingeblendeten Webseite wählen Sie den gewünschten Suchmaschinenanbieter über den zugehörigen Hyperlink (Bild 26.24, Hintergrund). 4. Sobald das Dialogfeld Suchanbieter hinzufügen (Bild 26.24, links oben im Vordergrund) erscheint, klicken Sie auf die Schaltfläche Anbieter hinzufügen. Mit dieser Schrittfolge wird der gewählte Anbieter in die Konfiguration der Suchmaschinen aufgenommen. Wenn Sie anschließend im Suchfeld etwas eintippen und dann das Menü der Schaltfläche Suchen öffnen, wird der neue Suchmaschinenanbieter als Befehl neben dem Eintrag Live Search aufgeführt. Markieren Sie den Eintrag des alternativen Suchmaschinenanbieters, werden alle Suchanfragen innerhalb der aktuellen Sitzung über diesen Anbieter durchgeführt. TIPP
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Möchten Sie den alternativen Anbieter als Standardsuchmaschine einstellen, rufen Sie mit den obigen Schritten das Dialogfeld Suchstandard ändern (Bild 26.24, Vordergrund rechts) auf, klicken in der Liste der Anbieter auf den gewünschten Eintrag, betätigen die Schaltfläche Als Standard und schließen das Dialogfeld über die OK-Schaltfläche.
Kapitel 26 · Surfen im Internet
26.2.9
Download von Dateien
Manchmal werden auf einer Webseite Dateien zum Herunterladen – auch als Download bezeichnet – angeboten. Sie können dann diese Dateien aus dem Internet laden und auf Ihrem Rechner speichern. 1. Rufen Sie die Seite mit dem Downloadangebot im Internet Explorer auf (zum Test können Sie die Adresse www.borncity.de/test verwenden). 2. Klicken Sie auf den Hyperlink, der die Datei zum Download anbietet (Bild 26.25, Hintergrund). Wie der Hyperlink aussieht, hängt vom Autor der Webseite ab. Es kann eine Textstelle, eine Schaltfläche oder auch eine Grafik als Hyperlink für Downloads fungieren. 3. Der Internet Explorer öffnet das Dialogfeld Dateidownload (Bild 26.25, Vordergrund), in dem Sie auf die Schaltfläche Speichern klicken. 4. Sobald das Dialogfeld Speichern unter erscheint (Bild 26.26, oben), haben Sie die Möglichkeit, den Zielordner sowie den vorgeschlagenen Dateinamen zu korrigieren. Standardmäßig speichert Windows Vista die heruntergeladenen Dateien im Ordner Downloads des Benutzerkontos. Schließen Sie das Dialogfeld über die SpeichernSchaltfläche. Während der Download durchgeführt wird, sehen Sie einen Statusdialog (Bild 26.26, unten).
Bild 26.25: Download einer Datei aus einer Webseite abrufen
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Bild 26.26: Auswahl des Downloadziels und Statusanzeige
Das Kontrollkästchen Dialogfeld nach Beenden des Downloads schließen sollte im Dialogfeld markiert sein. Dann verschwindet das Dialogfeld am Ende des Downloads und Sie laufen nicht Gefahr, auf die Öffnen-Schaltfläche zu klicken. Nach dem Download empfiehlt es sich, die Datei vor dem Öffnen einer Virenprüfung durch einen aktuellen Virenscanner zu unterziehen. TIPP
Häufig werden im Internet Dokumentdateien im Adobe PDF-Format oder als Microsoft Office-Dokumente zum Download angeboten. Klicken Sie einen solchen Download-Hyperlink an, versucht der Browser u. U., die Datei direkt als Dokument zu öffnen. Dabei kommt es immer wieder vor, dass die betreffenden Plug-Ins im Internet Explorer »hängen« und das Dokument nicht angezeigt werden kann. Vermeiden lässt sich dies, indem Sie den Hyperlink mit der rechten Maustaste anklicken und den Kontextmenübefehl Ziel speichern unter wählen. Dann lässt sich im geöffneten Dialogfeld Speichern unten ein Downloadziel angeben und das Dokument wird unter dem angegebenen Namen dort als Datei gespeichert. Dieses lässt sich nach einer Überprüfung durch einen aktuellen Virenscanner per Doppelklick unter Windows im zugehörigen Anwendungsprogramm öffnen. Der obige Ansatz ist auch hilfreich, um zum Download angebotene Musik- oder Videodateien direkt zu speichern, statt diese im Windows Media Player zu öffnen. Die Schaltfläche Öffnen im Dialogfeld Dateidownload sollten Sie niemals wählen, da dann die Datei nach dem Download automatisch geöffnet wird. Bei ausführbaren Programmen besteht die Gefahr, dass Sie (nachdem Sie die Sicherheitsabfrage der Benutzerkontensteuerung bestätigt haben) Viren und andere Schädlinge in Ihr System einschleusen.
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Kapitel 26 · Surfen im Internet
26.2.10
Bilder und Webseiten speichern
Webseiten können Bilder und Fotos enthalten, die man gelegentlich lokal auf der Festplatte speichern möchte. Aber auch das Sichern einer gesamten Webseite in eine lokale Datei auf der Festplatte ist möglich.
Bild 26.27: Kontextmenü für Bilder
1. Um ein Bild von einer Webseite auf dem Computer zu speichern, klicken Sie dieses im Browserfenster mit der rechten Maustaste an und wählen den Kontextmenübefehl Bild speichern unter (Bild 26.27). 2. Anschließend lassen sich im Dialogfeld Bild speichern der Zielordner sowie der Dateiname für die Grafik anpassen und über die Speichern-Schaltfläche bestätigen. Die Bilder werden üblicherweise im Ordner Bilder des Benutzerkontos im JPEG- oder GIF-Format (abhängig vom Ausgangsformat der Webseitengrafik) gesichert. Sie können teilweise auch das BMP-Format zum Speichern einstellen. Wählen Sie den Kontextmenübefehl Bild drucken, um das betreffende Bild der Webseite direkt zu drucken – hilfreich z. B. bei Landkarten, die auf Webseiten angezeigt werden. Der Kontextmenübefehl Als Hintergrund erlaubt, das Bild der Webseite als Desktophintergrund abzulegen. 1. Um eine komplette Webseite zu speichern, öffnen Sie das Menü der in der Symbolleiste des Browserfensters gezeigten Schaltfläche Seite und wählen den Befehl Speichern unter (Bild 26.28, Hintergrund). 2. In einem Dialogfeld lassen sich dann der Zielordner, der Dateiname und auch das Speicherformat wählen (Bild 26.28, Vordergrund) und über die Speichern-Schaltfläche bestätigen. Sie können den Seiteninhalt über das Listenfeld Dateityp als Webarchiv (.mht) oder als HTML-Dokument (.htm) sichern lassen. Beim .htm-Format werden enthaltene Grafiken in separaten Dateien im Zielordner hinterlegt. Zudem besteht die Möglichkeit, nur die Textinhalte der Webseite als .htm- oder als reine Textdatei (.txt) zu sichern. Beachten Sie aber bei der Verwendung heruntergeladener Inhalte das Urheberrecht desjenigen, der sie erstellt hat.
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Bild 26.28: Speichern einer Webseite
Im Menü der Schaltfläche Seite finden Sie den Befehl Quelltext anzeigen, über den Sie den HTML-Quelltext im eingestellten Editor (z. B. Windows-Editor) anzeigen lassen können.
26.2.11
Webseiten drucken
Sie können den Inhalt von Webseiten oder Teile davon auf dem Drucker ausgeben, um diese zu archivieren oder später zu lesen. Klicken Sie in der Symbolleiste des Browserfensters auf die Schaltfläche Drucken, gibt der Internet Explorer den Inhalt der kompletten Seite sofort auf dem Standarddrucker aus. Da viele Webseiten Werbung oder Inhalte aufweisen, die für den Ausdruck nicht interessieren, ist die Ausgabe der gesamten Seite oft unerwünscht. Benötigen Sie mehr Kontrolle über den Ausdruck? Dann gehen Sie in folgenden Schritten vor: 1. Markieren Sie ggf. den auszudruckenden Teil der Seite durch Ziehen mit der Maus. 2. Öffnen Sie das Menü der Schaltfläche Drucken und wählen Sie den Befehl Drucken oder drücken Sie die Tastenkombination (Strg)+(P). 3. Legen Sie im Dialogfeld Drucken (Bild 26.29) die gewünschten Optionen fest und bestätigen Sie diese über die Drucken-Schaltfläche. Um beispielsweise den markierten Ausschnitt der Webseite auszudrucken, aktivieren Sie das Optionsfeld Markierung. Die gesamte Seite wird mit der Option Alles gedruckt.
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Kapitel 26 · Surfen im Internet
TIPP
Wählen Sie als Drucker den Eintrag »Microsoft XPS Document Writer«, speichert Windows das Dokument in einen wählbaren Ordner als .xps-Datei. So können Sie den Inhalt der Webseite später erneut aufrufen, indem Sie die .xps-Datei durch einen Doppelklick auf das Dateisymbol in den Internet Explorer laden. Der Browser druckt jetzt den Inhalt der aktuell angezeigten Dokumentseite(n) samt Grafiken aus. Dieser Ausdruck umfasst auch die nicht sichtbaren Dokumentteile, falls das Anzeigefenster kleiner als das Dokument ist.
Bild 26.29: Drucken einer Webseite
Manche Webseiten sind in mehrere Teile, auch als Frames bezeichnet, unterteilt. Dann werden die Optionsfelder der Gruppe Drucken von Frames auf der Registerkarte Optionen des Dialogfelds Drucken freigegeben und Sie können festlegen, wie die Inhalte der Frames auszugeben sind. Sie können die auf dem Bildschirm angezeigten Frames im Layout der Bildschirmansicht oder getrennt auf separate Blätter ausgeben. Weiterhin lässt sich lediglich der aktuell angewählte Frame drucken. Markieren Sie das Kontrollkästchen Liste der Links drucken auf der Registerkarte Optionen, dann druckt der Browser am Ende der Dokumentseite eine Liste mit den Adressen aller im Dokument enthaltenen Hyperlinks. Das Kontrollkästchen Alle durch Links verbundene Dokumente drucken
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erlaubt, im Internet Explorer eine ganze Sequenz von Dokumenten auszudrucken, die über Hyperlinks erreichbar sind. Wenden Sie diese Option aber sehr zurückhaltend und mit Bedacht an, da die Folgelinks eine Menge Druckseiten ergeben können.
Druckvorschau abrufen Der Befehl Druckvorschau im Menü der Schaltfläche Drucken öffnet ein Fenster, in dem eine Vorschau des Ausdrucks wiedergegeben wird (Bild 26.30). Über die Schaltflächen der Symbolleiste können Sie die Seitenausrichtung ändern und das Layout beurteilen. Die Schaltfläche mit dem Druckersymbol erlaubt die Ausgaben anzustoßen.
Bild 26.30: Druckvorschau einer Webseite
Druckseite einrichten Der Befehl Seite einrichten des Menüs der Schaltfläche Drucken erlaubt, das gleichnamige Dialogfeld (Bild 26.31) aufzurufen. Im Dialogfeld können Sie das Papierformat, die Ausrichtung der Seite, die Ränder sowie den Schacht für die Papierzufuhr wählen. Die beiden Felder Kopfzeile und Fußzeile in der Gruppe Kopf- und Fußzeilen enthalten Steuerzeichen, um Zusatzinformationen mit auszudrucken. Die einzelnen Steuerzeichen wie &b, &w etc. bestimmen das Format der Ausgabe (siehe Tabelle 26.1). Steuerzeichen
Bedeutung
&w
Fenstertitel ausgeben
&u
Adresse der Seite (URL) ausgeben
&d
Datum im Kurzformat ausgeben
Tabelle 26.1: Steuercodes für Kopf- und Fußzeile
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Kapitel 26 · Surfen im Internet
Steuerzeichen
Bedeutung
&D
Datum im Langformat
&t
Zeit ausgeben
&T
Zeit im 24-Stunden-Format
&p
Aktuelle Seitenzahl anzeigen
&P
Gesamtzahl der Seiten drucken
&b
Text der (Kopf-/Fuß-)Zeile rechtsbündig ausrichten
&c
Text der Zeile zentrieren
&&
&-Zeichen ausdrucken
Tabelle 26.1: Steuercodes für Kopf- und Fußzeile (Forts.)
Bild 26.31: Druckseite einrichten
26.3 Sicher surfen Der Internet Explorer stellt verschiedene Funktionen bereit, um sicher im Internet zu surfen, das Ausspionieren von Informationen zu unterbinden oder Optionen einzustellen. Nachfolgend werden die betreffenden Funktionen besprochen.
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Sicher surfen 0
26.3.1
Nutzen des Popupblockers
Manche Webseiten öffnen beim Aufrufen im Vordergrund automatisch weitere Fenster mit Werbung, so genannte Popups. Dies kann ziemlich nervig werden, weil Sie diese Fenster erst schließen müssen, um den Inhalt der Hauptseite anzusehen. Zudem besteht die Gefahr, dass beim Schließen dieser Fenster unerwünschte Aktionen ausgelöst werden. Der Internet Explorer besitzt einen so genannten Popupblocker (Werbefilter), der das Einblenden bestimmter Werbefenster unterbindet. Erscheint oberhalb des Dokumentbereichs die Informationsleiste mit dem Hinweis »Ein Popup wurde geblockt …« (Bild 26.32)?
Bild 26.32: Popupblocker-Optionen
In diesem Fall wurde ein solches Werbefenster vom Internet Explorer unterdrückt. Manchmal ist es aber erforderlich, dass Sie den Inhalt des geblockten Fensters ansehen müssen (z. B. weil Sie ein seriöses bzw. erwünschtes Angebot mit Informationen abrufen möchten). 1. Klicken Sie auf die Informationsleiste, um das in Bild 26.32 gezeigte Menü zu öffnen. 2. Wählen Sie im Kontextmenü den Befehl Popups vorübergehend zulassen oder klicken Sie auf den Befehl Popups von dieser Site immer zulassen. Die Befehle bewirken, dass das geblockte Informationsfenster erscheint oder das Angebot der betreffenden Webseite immer vom Popupblocker freigegeben wird. Letzteres ist z. B. bei Anmeldeseiten hilfreich, die beim Aufruf vielleicht geblockt werden. TIPP
Sie können bei Anwahl eines Hyperlinks die Tastenkombination (Alt)+(Strg) gedrückt halten, um den Popupblocker für die aufzurufende Seite temporär abzuschalten. Über den Befehl Einstellungen lässt sich ein Untermenü öffnen, über das Sie den Popupblocker ausschalten können. Der Befehl Weitere Einstellungen öffnet das Dialogfeld Popupblockereinstellungen (Bild 26.33). In diesem Dialogfeld können Sie Ausnahmen vereinbaren, indem Sie die zuzulassenden URL-Adressen im Textfeld Adresse der Website, die zugelassen werden soll des Dialogfelds hinterlegen und die Schaltfläche Hinzufügen betätigen. Wenn Sie auf diese Weise z. B. die Adressen der HomebankingSeiten eintragen, werden diese beim Aufrufen nicht blockiert, sondern wie gewohnt angezeigt. Über die Kontrollkästchen der Gruppe Benachrichtigungen und Filterungsstufe lässt sich steuern, wie der Browser blockierte Fenster signalisiert und wie Popups zu blockieren sind.
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Kapitel 26 · Surfen im Internet
Bild 26.33: Popupblockereinstellungen
26.3.2
Phishingschutz-Funktionen
Ein anderes Problem sind Phishingangriffe. Gefälschte E-Mails oder Webseiten versuchen den Benutzer dazu zu bringen, persönliche oder finanzielle Informationen (z. B. Zugangsdaten für Internetkonten) preiszugeben. Typisch sind E-Mails, die vorgeblich von einer Bank, von eBay etc. stammen und eine Aufforderung enthalten, sich zur Überprüfung der Zugangsdaten oder Zahlungsvorgänge am Onlinekonto anzumelden. Ein Mausklick auf den in der E-Mail enthaltenen Hyperlink öffnet dann aber nicht die angegebene Webseite, sondern leitet Sie zu einer gefälschten Webseite um. Deren Aufmachung ähnelt meist dem erwarteten Angebot oder benutzt sogar Teile des Internetauftritts des vermeintlichen Absenders. Gibt der Benutzer nun Zugangsdaten in das Anmeldeformular der Phishingwebseite ein, werden diese Daten durch die Betrüger »abgefischt« und später zur Anmeldung am betreffenden Onlinekonto missbraucht. Dies ermöglicht den Betrügern, ggf. Bankkonten zu leeren oder Internetzugangsdaten für E-Mail- bzw. eBay-Konten etc. für kriminelle Machenschaften zu missbrauchen. 1. Um eine aktuell geladene Webseite im Phishingfilter zu überprüfen, klicken Sie in der Symbolleiste des Internet Explorers auf den rechten Rand der Schaltfläche Extras und wählen im Menü die Befehle Phishingfilter/Diese Website überprüfen (Bild 26.34, Hintergrund).
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Sicher surfen
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2. Das Dialogfeld mit dem Ergebnis dieser Überprüfung (Bild 26.34, Vordergrund) schließen Sie über die OK-Schaltfläche.
Bild 26.34: Phishingfilter aufrufen
Beim Aufruf des Befehls Diese Website überprüfen fragt der Phishingfilter einen Microsoft-Server ab, ob die gerade geladene Adresse zu einer bekannten Phishingwebseite gehört oder ob die Seite bekannte Phishingtechniken verwendet. Eine Negativmeldung stellt aber keine Unbedenklichkeitsbescheinigung dar. Bleiben Sie vorsichtig, wenn Sie kritische Daten (Onlinebestellungen, Anmeldung an Konten etc.) in Internetseiten eingeben. Prüfen Sie unbedingt, ob aufgerufene Anmeldeseiten beispielsweise eine abgesicherte https-Verbindung benutzen und sich durch ein gültiges Zertifikat ausweisen können.
Überprüfen einer Website Der Vorspann https: wird in der Adressleiste angezeigt, sobald eine Webseite mit dem abgesicherten und verschlüsselten https-Protokoll übermittelt wird. Gleichzeitig erscheint das Symbol eines Schlosses rechts neben der Adressleiste (Bild 26.35, Hintergrund). Zeigen Sie auf das Schloss, erscheint ein Sicherheitsbericht mit Informationen, für welchen Anbieter das Zertifikat ausgestellt wurde (Bild 26.35, Vordergrund). Bei Bedarf können Sie sich das Sicherheitszertifikat der betreffenden Webseite anzeigen lassen. Dieses Zertifikat liefert Hinweise über das ausstellende Trustcenter, über den Betreiber der Webseiten und über die Gültigkeitsdauer des Zertifikats. Informieren Sie sich ggf. beim Anbieter der Webseite (z. B. bei Ihrer Bank), welche Angaben deren gültige Zertifikate enthalten müssen.
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Kapitel 26 · Surfen im Internet
Bild 26.35: Überprüfen einer Website
26.3.3
Cookies, was Sie darüber wissen sollten!
Zur Wahrung Ihrer Privatsphäre beim Surfen im Internet gehört auch, dass Sie über Cookies Bescheid wissen. Der Begriff Cookies ist das englische Wort für Plätzchen oder Keks und beschreibt einen Mechanismus, bei dem ein Webserver eine kleine Textdatei auf Ihrem Rechner hinterlegt. Dies ist an sich nichts Schlimmes, da auf diesem Weg keine Schädlinge auf den Computer eingeschleppt werden können. Bei einer Bestellabwicklung sind Cookies sogar notwendig, da der Inhalt des Warenkorbs dort gespeichert wird. Die Gefahr besteht darin, dass in Cookies gespeicherte Informationen von Webservern geschickt kombiniert werden, um Ihre Surfgewohnheiten auszuspionieren. Eine Website speichert beispielsweise Informationen zu abgerufenen Seiten in einem Cookie. Der Server kann zusätzlich vom Browser noch die Betriebssystemversion, den benutzten Browser, den Provider sowie die für den Internetzugang vergebene IP-Adresse des Computers abrufen und im Cookie speichern. Geben Sie nun in einer anderen angesurften Webseite in einem Formular z. B. Ihre E-Mail-Adresse oder weitere persönliche Daten preis, könnten diese ebenfalls in einem Cookie landen. Ein Server, der den Aufbau der Cookies verschiedener Webserver kennt, kann nun diese Informationen abrufen und zu einem Benutzerprofil kombinieren. Um sich vor der Datensammelwut der Webseitenanbieter zu schützen, sollten Sie die automatische Annahme der Cookies abschalten: 1. Rufen Sie das Eigenschaftenfenster über den Befehl Internetoptionen im Menü der Schaltfläche Extras auf. 2. Auf der Registerkarte Datenschutz klicken Sie auf die Schaltfläche Erweitert (Bild 26.36, links). 3. Im Dialogfeld Erweiterte Datenschutzeinstellungen lässt sich die automatische Cookiebehandlung abschalten und anschließend individuell konfigurieren (Bild 26.36, rechts).
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Sicher surfen 0
Um die Annahme von Cookies individuell zu konfigurieren, markieren Sie das Kontrollkästchen Automatische Cookiebehandlung aufheben im Dialogfeld Erweiterte Datenschutzeinstellungen und setzen zum Beispiel die Cookieannahme auf Bestätigen.
Bild 26.36: Cookieeinstellungen verwalten TIPP
Da viele Webserver Cookies voraussetzen, werden etliche Webseiten bei gesperrter Cookieannahme nicht mehr korrekt angezeigt. Sie können diese Server aber austricksen, indem Sie das Kontrollkästchen Sitzungscookies immer zulassen markieren. Jetzt nimmt der Browser zwar Cookies während der aktuellen Sitzung vom Server an, löscht diese aber beim Beenden des Browsers. Das Sammeln umfangreicher persönlicher Daten wird damit verhindert oder zumindest erheblich erschwert. Versucht ein Webserver beim Abruf der Webseite ein Cookie auf dem Rechner zu platzieren, erscheint ein Dialogfeld mit einer Nachfrage (Bild 26.37). Sie können dann die Schaltfläche Zulassen oder Ablehnen wählen. Markieren Sie das Kontrollkästchen Festlegung auf alle Cookies
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Kapitel 26 · Surfen im Internet
dieser Webseite anwenden, trägt der Browser die Webseite beim Anklicken der jeweiligen Schaltfläche mit dem betreffenden Cookiemodus in eine interne (Datenschutz-) Liste ein.
Bild 26.37: Datenschutzwarnung beim Surfen in Webseiten
Über das Dialogfeld Datenschutzhinweis kann es Ihnen aber passieren, dass Sie eine Website zur Annahme von Cookies zulassen oder ungewollt blockieren. Sie müssen dann ggf. den betreffenden Eintrag aus der Datenschutzliste entfernen. Rufen Sie die Registerkarte Datenschutz auf und klicken Sie auf die Schaltfläche Sites (Bild 26.36, links). Es erscheint das Dialogfeld Datenschutzaktionen pro Site mit den bereits verwalteten Sites (Bild 26.36, unten). Markieren Sie den Eintrag der Website in der Liste Verwaltete Websites und löschen Sie ihn über die Schaltfläche Entfernen. Danach können Sie die geöffneten Dialogfelder und Registerkarten schließen. Anschließend können Sie die Cookiebehandlung beim nächsten Besuch der Website neu vorgeben. Insider kennen noch die Möglichkeit, über Add-Ins wie den Macromedia Flash Player Informationen über besuchte Webseiten in so genannten Shared Objects auf dem Rechner zu hinterlegen. Leider bietet der Internet Explorer keine Möglichkeit, diese gesammelten Informationen zu löschen.
26.4 Anpassen der Browsereinstellungen Über den Befehl Internetoptionen im Menü der Schaltfläche Extras lässt sich ein Eigenschaftenfenster (Bild 26.38) öffnen, auf dessen Registerkarten Sie die Optionen des Browsers beeinflussen können.
26.4.1
Die Registerkarte Allgemein
Auf der Registerkarte Allgemein (Bild 26.38) finden Sie in der Gruppe Startseite Elemente, um die Seite, mit der der Browser starten soll, vorzugeben. Rufen Sie eine Internetseite vor dem Aufruf der Registerkarte auf, lässt sich diese mittels der Schaltfläche Aktuelle Seite als Startseite vereinbaren. Die Schaltfläche Standardseite stellt eine Microsoft-Startseite ein und Leere Seite hinterlegt eine leere Seite »about:blank« als Startseite. Die Startseite wird beim Aufruf des Internet Explorers sowie bei Anwahl der Schaltfläche Startseite abgerufen.
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Anpassen der Browsereinstellungen
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Bild 26.38: Registerkarte Allgemein TIPP
Sie können auch mehrere Startseiten auf der Registerkarte Allgemein eintragen. Dann werden diese auf separaten Registerkarten geöffnet. In der Gruppe Browserverlauf lässt sich über die Schaltfläche Löschen der Dialog zum Löschen des Verlaufs, festgelegter Cookies, temporärer Internetdateien, Formulardaten und gespeicherter Kennwörter aufrufen. Verwenden Sie die Schaltfläche Einstellungen, um in einem Zusatzdialog festzulegen, wann die temporären Internetdateien im Browsercache zu aktualisieren sind und wie groß der Cache sein soll.
TIPP
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Setzen Sie die Option zum Aktualisieren temporärer Internetdateien auf Niemals, wenn Sie per Modem oder ISDN ins Internet gehen. Dann können Sie über den Browserverlauf bereits besuchte Webseiten im Offlinemodus (also ohne aktive Internetverbindung) ansehen. Drücken Sie vor dem Abrufen der Verlaufsseiten die (Alt)-Taste und wählen Sie in der dann eingeblendeten Menüleiste den Befehl Offline im Menü Datei. Der Browser holt dann die Seitendaten aus dem Browsercache in die Anzeige.
Kapitel 26 · Surfen im Internet
Über die Schaltfläche Einstellungen der Gruppe Registerkarten lässt sich die Anzeige der Webseiten auf den Registerkarten beeinflussen. Die Schaltflächen der Gruppe Darstellung öffnen Dialogfelder zur Anpassung der Seitenanzeige.
26.4.2
Die Registerkarte Sicherheit
Die Registerkarte Sicherheit (Bild 26.39) erlaubt Ihnen, die Sicherheitsstufe für verschiedene Internetzonen individuell anzupassen. Der Browser kategorisiert Websites (dies ist die Zusammenfassung aller Webseiten, die von einer bestimmten Adresse wie z. B. www.microsoft.com abrufbar sind) nach ihrer Herkunft bzw. dem Vertrauensgrad in verschiedene Risikoklassen (Webinhaltszonen).
Bild 26.39: Registerkarte Sicherheit
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Internet: Diese Zone umfasst alle Websites, die in keiner der anderen Zonen enthalten sind. Dies sind quasi die meisten angesurften Webseiten, d. h., in dieser Zone lauern die größten Risiken.
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Lokales Intranet: Umfasst alle Webinhalte, die sich lokal in einem Netzwerk mit Internetfunktionen (als Intranet bezeichnet) befinden.
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Anpassen der Browsereinstellungen
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Vertrauenswürdige Sites: Diese Zone ist für alle Seiten vorgesehen, deren Anbieter bekannt ist und deren Inhalt Sie als vertrauenswürdig einstufen. Hierzu gehören beispielsweise Seiten mit InternetbankingFunktionen, die Microsoft-Seiten zum Windows-Update oder Internetauftritte bekannter Firmen.
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Eingeschränkte Sites: In diese Zone gehören alle Webseiten, denen Sie keinesfalls vertrauen oder von denen Sie eventuell schon vorab wissen, dass diese möglicherweise schädigende Inhalte enthalten könnten.
In Windows Vista können Sie es i. d. R. bei den Browservorgaben für die Standardeinstellungen belassen, da der Internet Explorer in einem geschützten Modus ausgeführt wird. Achten Sie aber darauf, dass das Kontrollkästchen Geschützten Modus aktivieren markiert ist, um Schadprogrammen keine Angriffsmöglichkeiten zu bieten.
Weitere Registerkarten Auf der Registerkarte Inhalte (Bild 26.40) lassen sich die Jugendschutzeinstellungen (siehe Kapitel 19) sowie der Inhaltsratgeber aufrufen. Über beide Funktionen kann festgelegt werden, welche Webseiteninhalte (kein Sex, keine Gewaltszenen) abgerufen werden dürfen.
Bild 26.40: Registerkarte Inhalte
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Kapitel 26 · Surfen im Internet
Über die Registerkarte Erweitert lässt sich eine Reihe von Einstelloptionen über Kontrollkästchen festlegen. Auf der Registerkarte Programme finden Sie die Option zur Aktivierung der Überwachung, ob der Internet Explorer der Standardbrowser ist. Die Registerkarte bietet weitere Schaltflächen zum Aufrufen der Add-On-Verwaltung oder zur Anpassung des Programms, welches zur HTML-Quellcodebearbeitung benutzt wird. Verwenden Sie Add-Ons wie den Macromedia Flash Player oder den Adobe Reader im Internet Explorer? Wenn Sie im Menü der Schaltfläche Extras den Untermenübefehl Add-Ons verwalten/Add-Ons aktivieren bzw. deaktivieren aufrufen, öffnet der Browser ein Dialogfeld Add-Ons verwalten. Dort lassen sich die Add-Ons markieren und über Optionsfelder aktivieren oder deaktivieren. Wenn Sie den Flash Player deaktivieren, verschwinden die auf manchen Webseiten eingeblendeten nervenden Werbeeinblendungen über Flash-Animationen. Sie können dann den Flash Player gezielt aktivieren, wenn dies zum Abrufen der Webseiteninhalte erforderlich ist.
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27 E-Mail mit Windows Mail Windows Vista enthält das Programm Windows Mail, mit dem Sie Ihre E-Mails bearbeiten und organisieren können. Wie Sie E-Mail-Konten in Windows Mail eintragen, ist in Kapitel 25 besprochen. Das vorliegende Kapitel zeigt, wie Sie Windows Mail nutzen.
27.1 Einstellungen und E-Mail-Versand Microsoft liefert Windows Mail mit verschiedenen Voreinstellungen aus, die nicht immer optimal für den täglichen Einsatz sind. Die nachfolgenden Abschnitte zeigen Ihnen, wie Sie Windows Mail an eigene Bedürfnisse anpassen und ggf. E-Mails gezielt vom Server abrufen bzw. verschicken.
27.1.1
Windows Mail-Grundeinstellungen
Windows Mail ist mit einer automatischen Vorschau für eintreffende E-Mails ausgestattet. Dabei wird die Nachricht automatisch geöffnet. Auch wenn Microsoft Windows Mail zwischenzeitlich abgesichert hat, ist es sinnvoll, aus Vorsorgegründen die automatische Vorschau abzuschalten.
Bild 27.1: Layout anpassen
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Einstellungen und E-Mail-Versand
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1. Starten Sie Windows Mail und markieren Sie in der Ordnerliste des Fensters das Symbol des Posteingangs (Bild 27.1, Hintergrund). Nur mit dieser Auswahl lassen sich die Folgeschritte auf E-Mails beziehen. 2. Wählen Sie im Programmfenster im Menü Ansicht den Befehl Layout. Windows Mail öffnet die Registerkarte Layout (Bild 27.1, Vordergrund). 3. Löschen Sie auf der Registerkarte Layout in der Gruppe Vorschaufenster die Markierung des Kontrollkästchens Vorschaufenster anzeigen und schließen Sie die Registerkarte über die OK-Schaltfläche. Mit diesen Schritten wird das Vorschaufenster zur Anzeige der aktuell gewählten E-Mail im Windows Mail-Programmfenster ausgeblendet. Sie haben also die Chance, mysteriös erscheinende E-Mails oder offensichtliche Spammails ggf. ungelesen zu löschen bzw. können die Sie interessierenden Nachrichten gezielt öffnen. Falls Sie Windows Mail zusätzlich zur Nutzung von Newsgroup-Konten eingerichtet haben, müssen Sie die obigen Schritte erneut ausführen. Dabei wählen Sie in der Ordnerliste nicht den Posteingang, sondern einen Eintrag für den Newsserver.
Anpassen der Symbolleisten-Einstellungen In der Grundeinstellung zeigt Windows Mail die Beschriftung der Schaltflächen der Symbolleisten rechts neben dem betreffenden Symbol an. Dies hat den Nachteil, dass nur wenige Schaltflächen im sichtbaren Bereich der Symbolleiste angezeigt werden können. Zur Verbesserung der Bedienbarkeit sollten Sie, wie in diesem Kapitel genutzt, die Schaltflächenbeschriftungen unterhalb der Schaltflächensymbole anordnen.
Bild 27.2: Symbolleiste anpassen
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Kapitel 27 · E-Mail mit Windows Mail
1. Rufen Sie die Registerkarte Layout (Bild 27.1, Vordergrund) auf und wählen Sie die Schaltfläche Symbolleiste anpassen. 2. Im Dialogfeld Symbolleiste anpassen (Bild 27.2) stellen Sie das Listenfeld Textoptionen auf den Wert »Beschriftung einblenden« und klicken dann auf die OK-Schaltfläche. Um die Herstellervorgabe mit Texten rechts vom Schaltflächensymbol zu erhalten, setzen Sie das Listenfeld Textoptionen auf den Wert »Beschriftung rechts«. Das Listenfeld bietet zudem die Möglichkeit, die Beschriftung über »Keine Beschriftung« auszublenden. Über das Listenfeld Symboloptionen lässt sich die Größe der angezeigten Schaltflächensymbole anpassen. Mittels der Schaltflächen Hinzufügen und Entfernen können Sie zudem Schaltflächen für die Windows Mail-Funktionen zur Symbolleiste hinzufügen oder wieder entfernen. Die Schaltfläche Zurücksetzen ermöglicht die Voreinstellungen der Symbolleiste einzustellen.
27.1.2
Automatikfunktionen in Windows Mail abschalten
Windows Mail ist für eine ständige Onlineverbindung vorbereitet. Daher fragt das Programm den Postserver in zyklischen Zeitabständen ab und versucht, neue E-Mails sofort nach dem Erstellen zu versenden. Wer mit Modem/ISDN ins Internet geht, wird durch die ständigen Versuche, online zu gehen, sicherlich genervt sein. Aber auch bei DSL-Verbindungen ist es ggf. sinnvoll, die geschriebenen Nachrichten erst im Postausgang zu sammeln und später gezielt zum Server zu übertragen bzw. neue Nachrichten abzurufen. Sie können Windows Mail so anpassen, dass neu erstellte E-Mails im Postausgangsordner gesammelt und dann bei einer Sitzung versandt und eingetroffene E-Mails vom Posteingang heruntergeladen werden. 1. Wählen Sie im Windows Mail-Programmfenster im Menü Extras den Befehl Optionen und wechseln Sie im angezeigten Eigenschaftenfenster zur Registerkarte Allgemein (Bild 27.3). 2. Löschen Sie die Markierung des Kontrollkästchens Beim Start des Programms Nachrichten senden und empfangen. 3. Stellen Sie das Listenfeld Falls gerade keine Verbindung mit dem Internet besteht auf den Wert »Keine Verbindung herstellen«. 4. Löschen Sie anschließend die Markierung des Kontrollkästchens Nachrichteneingang alle xxx Minute(n) prüfen und klicken Sie auf die Übernehmen-Schaltfläche. Die Schritte unterbinden den automatischen Austausch von Nachrichten mit dem E-Mail-Server durch Windows Mail. Sie sollten auch das direkte Senden neuer Nachrichten blockieren. Dies gibt Ihnen ggf. die Möglichkeit, eine irrtümlich über die Schaltfläche Senden abgeschickte Nachricht aus dem Ordner Postausgang erneut zu laden. Zudem unterbleiben die ständigen Versuche zum Aufbau einer Wählverbindung. Sie können bei der nächsten Onlinesitzung die Post an den E-Mail-Server übertragen.
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Einstellungen und E-Mail-Versand
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Weiterhin können Sie Windows Mail so konfigurieren, dass Nachrichten bevorzugt im Textformat und nicht als HTML-Mails versandt werden. Denn E-Mails im HTML-Format blähen die Nachrichtengröße unnötig auf, kosten mehr Übertragungskapazität und stellen durch die Möglichkeit zur Integration von Skripts, Bildern und aktiven Inhalten ein unnötiges Sicherheitsrisiko dar. Es sind folgende Schritte zum Anpassen der Einstellungen zum Versenden sowie zum Abschalten des HTML-Mailformats erforderlich.
Bild 27.3: Registerkarte Allgemein
1. Öffnen Sie ggf. das Eigenschaftenfenster (Menübefehl Extras/ Optionen), wechseln Sie zur Registerkarte Senden und löschen Sie die Markierung des Kontrollkästchens Nachrichten sofort senden (Bild 27.4, links). 2. Löschen Sie zudem die Markierung des Kontrollkästchens Beim Antworten das gleiche Format wie im Original verwenden und setzen Sie die Markierung der Gruppe Format für das Senden von E-Mails auf Nur-Text um.
544
Kapitel 27 · E-Mail mit Windows Mail
3. Wechseln Sie zur Registerkarte Lesen und markieren Sie das Kontrollkästchen Alle Nachrichten als Nur-Text lesen (Bild 27.4, rechts) und schließen Sie das Eigenschaftenfenster über die OK-Schaltfläche. Dann ist gewährleistet, dass Windows Mail erstellte Nachrichten im Postausgangsfach sammelt und nicht automatisch beim Klicken auf die Senden-Schaltfläche des Nachrichten-Editors selbsttätig verschickt. Zudem werden HTML-Mails beim Anzeigen, Beantworten oder Weiterleiten automatisch in den Textmodus umgesetzt.
Bild 27.4: Registerkarten Senden und Lesen
Sie können selbst noch HTML-Mails erstellen, indem Sie im Fenster zum Erstellen der E-Mail das Menü Format öffnen und den Befehl Rich-Text (HTML) wählen. Das Kontrollkästchen Adresse beim Antworten in die Kontakte übernehmen auf der Registerkarte Senden sollte ebenfalls nicht markiert sein, um Datenmüll im Adressbuch zu vermeiden.
27.1.3
Hilfreiche (Sicherheits-)Einstellungen
Microsoft hat in Windows Mail einige zusätzliche Sicherheitsoptionen eingebaut, die Sie vor Datenspionage und schädigenden Inhalten schützen. Hier noch einige Informationen, wie Sie diese Einstellungen anpassen sollten. 1. Starten Sie Windows Mail und rufen Sie im Menü Extras des Programmfensters den Befehl Optionen auf. 2. Wechseln Sie zur Registerkarte Bestätigungen und markieren Sie das Kontrollkästchen Bei Aufforderung einer Lesebestätigung benachrichtigen (Bild 27.5, links). Hat der Absender einer E-Mail eine Lesebestätigung angefordert, erscheint beim Öffnen der Mail ein Bestäti-
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Einstellungen und E-Mail-Versand
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gungsdialog. Sie können dann entscheiden, ob Windows Mail dem Absender die Lesebestätigung zusenden darf oder nicht. 3. Wechseln Sie zur Registerkarte Sicherheit und setzen Sie die in Bild 27.5, rechts, gezeigten Optionen. Anschließend können Sie das Eigenschaftenfenster über die OK-Schaltfläche schließen.
Bild 27.5: Registerkarten Bestätigen und Sicherheit
Bezüglich der Wahl der Optionen der Registerkarte Sicherheit können Sie sich von folgenden Überlegungen leiten lassen.
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In der Gruppe Virenschutz sollte das Optionsfeld Zone für eingeschränkte Sites markiert sein. Dies verhindert beispielsweise die Ausführung von Skripts in HTML-Mails. Die Option Internetzone benutzt für HTML-Mails die gleichen Sicherheitseinstellungen wie für Internetseiten. Da dies bei E-Mails selten erforderlich ist, ist die Wahl dieser Option nicht empfehlenswert.
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Das Kontrollkästchen Warnen, wenn Anwendungen meine E-MailAdresse verwenden sollten Sie markieren. Dann erhalten Sie eine Warnung, wenn Viren oder Schadprogramme das Versenden von Nachrichten mit Ihrer E-Mail-Adresse versuchen.
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Falls das Kontrollkästchen Speichern oder Öffnen von Anlagen, die möglicherweise einen Virus enthalten können, nicht zulassen markiert ist, können Sie keine Anhänge mit Programm- oder Skriptdateien speichern. Da aber das Speichern von E-Mail-Anhängen u. U. erforderlich ist, müssen Sie bei Bedarf die Markierung des Kontrollkästchens löschen. Installieren Sie in diesem Fall einen Virenscanner (wie z. B. AntiVir), der Anhänge in Mails überprüfen kann und Alarm schlägt, wenn Sie einen virenverseuchten Anhang zu einer EMail öffnen wollen.
Kapitel 27 · E-Mail mit Windows Mail
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Die Option Bilder und externe Inhalte in HTML-E-Mail blocken sollte markiert sein, da Sie dann vor Datenspionage durch Webbugs sowie vor aktiven Inhalten (ActiveX-Controls und Java-Applets) geschützt sind. Webbugs sind kleine 1 x 1 Pixel große Bilder in HTML-Seiten. In E-Mails im HTML-Format benutzen die Absender diese Bilder zur Kontrolle, ob die Nachricht vom Empfänger gelesen wurde. Denn beim Lesen versucht das E-Mail-Anzeigemodul, das Bild vom Server des Absenders nachzuladen. Bei geschickter Gestaltung der Bildnamen lässt sich genau herausfinden, welche versandten E-Mails geöffnet wurden. ActiveX-Controls oder Java-Applets können auf diese Weise ebenfalls nachgeladen werden, was ein Sicherheitsrisiko darstellt.
Sofern Sie diese Sicherheitsoptionen setzen, Windows Mail über Windows-Updates auf dem aktuellen Stand halten und einen aktuellen Virenscanner benutzen, dürften Sie vor den größten, technisch bedingten, Sicherheitsrisiken beim E-Mail-Austausch geschützt sein. Dann droht lediglich noch die Gefahr, dass Sie auf geschickt gefälschte Phishing-EMails hereinfallen.
27.1.4
Das Windows Mail-Fenster im Überblick
Wenn Sie Windows Mail (z. B. über das Startmenü) aufrufen, erscheint ein Programmfenster, in dem die wichtigsten Elemente zur Postbearbeitung enthalten sind (Bild 27.6). 쮿
In der Symbolleiste finden Sie Schaltflächen, um neue E-Mails anzulegen und eingetroffene Nachrichten zu beantworten, Nachrichten zu drucken, zu löschen und ggf. zu senden bzw. zu empfangen.
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In der linken Spalte blendet Windows Mail die Ordnerleiste mit der angelegten Ordnerstruktur ein. Im Zweig Lokale Ordner der Ordnerleiste finden Sie die Ordner Posteingang, Postausgang, Gesendete Elemente, Gelöschte Elemente sowie Entwürfe und Junk-E-Mail, in denen Windows Mail die Nachrichten und Entwürfe hinterlegt. Bei Bedarf können Sie aber zusätzliche Ordner zur Verwaltung der Nachrichten anlegen. Eine in Klammern hinter dem Ordnernamen angegebene Zahl steht für ungelesene Nachrichten in diesem Ordner.
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Bei Anwahl eines Ordners in der Ordnerleiste (linke Spalte) wird der Inhalt des angewählten Ordners als so genannte Nachrichtenleiste in der rechten Spalte des Mailfensters angezeigt (Bild 27.6).
Sind Nachrichtenkonten in Windows Mail eingerichtet, enthält die in der linken Spalte gezeigte Ordnerleiste zusätzliche Einträge für die abonnierten Nachrichtengruppen (siehe das nächste Kapitel).
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Einstellungen und E-Mail-Versand
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Bild 27.6: Nachrichtenaustausch im Windows Mail-Fenster
27.1.5
Nachrichten empfangen und versenden
Haben Sie Windows Mail gemäß den obigen Ausführungen konfiguriert, unterbleibt der automatische Postversand sowie das zyklische Abholen der E-Mails vom Posteingangsserver. Sie müssen diesen Transfer dann manuell anstoßen. Um neu erstellte Nachrichten aus dem Windows Mail-Postausgang an den Mail-Server zur weiteren Beförderung zu senden oder um neu eingetroffene Nachrichten aus dem Posteingangsfach des Mail-Servers abzuholen, gehen Sie folgendermaßen vor. 1. Stellen Sie bei Bedarf eine Onlineverbindung her und starten Sie Windows Mail (z. B. über das Startmenü). 2. Klicken Sie im Windows Mail-Fenster in der Symbolleiste auf die Schaltfläche Senden/Empfangen. Haben Sie mehrere Konten eingerichtet, können Sie, wie in Bild 27.6 gezeigt, über die Schaltfläche ein Menü öffnen und einen der Befehle zur Auswahl eines Kontos oder zum Senden bzw. Empfangen wählen. Die gleichen Befehle finden Sie im Menü Extras/Senden und empfangen. 3. Warten Sie, bis Windows Mail die Post ausgetauscht hat, und trennen Sie anschließend die Onlineverbindung wieder. Windows Mail nimmt bei Anwahl der Senden/Empfangen-Schaltfläche über das Internet Verbindung mit den angegebenen Mail-Servern auf. Zur Autorisierung wird der für das jeweilige E-Mail-Konto gültige Benutzername und das Kennwort genutzt. Falls Sie die Option zur Speicherung des Kennworts abgeschaltet haben, wird das Kennwort bei jeder Sitzung neu in einem Dialogfeld abgefragt. Während der Übertragung zeigt Windows Mail die einzelnen Schritte in einem Statusdialogfeld. Über die Schaltfläche Details lässt sich der untere Fensterteil mit den Registerkarten Aufgaben und Fehler ein- oder ausblenden (Bild 27.7). Treten Fehler auf, werden diese im unteren Teil der Registerkarte Aufgaben durch ein rotes X vor der betreffenden Zeile angezeigt. Details lassen sich auf der Registerkarte Fehler nachsehen.
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Kapitel 27 · E-Mail mit Windows Mail
Bild 27.7: Status der Nachrichtenübertragung
Windows Mail ist mit einem integrierten Spamfilter ausgestattet, der Werbemüll beim E-Mail-Empfang erkennt und in den Ordner Junk-EMail einsortiert. Trifft eine solche E-Mail ein, macht Windows Mail Sie in einem Zusatzdialog darauf aufmerksam (Bild 27.8). Über die Schaltfläche Junk-E-Mail-Ordner öffnen können Sie den betreffenden Ordner sofort in der Nachrichtenleiste öffnen.
Bild 27.8: Meldung beim Eintreffen von Spam
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E-Mails bearbeiten und verwalten
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27.2 E-Mails bearbeiten und verwalten Windows Mail stellt Funktionen bereit, um Nachrichten offline, d. h. ohne bestehende Internetverbindung, zu lesen, zu erstellen, zu beantworten und weiterzuleiten. Nachfolgend werden die betreffenden Funktionen vorgestellt.
27.2.1
Empfangene Nachrichten lesen
Haben Sie Post vom Mail-Server abgeholt, wird diese im Windows MailPosteingang hinterlegt. Die im Ordnerfenster hinter dem Posteingang in Klammern angezeigte Zahl gibt Ihnen die Anzahl der ungelesenen Nachrichten an. Zum Bearbeiten der neu eingetroffenen Nachrichten sind nur wenige Schritte erforderlich. 1. Klicken Sie im (linken) Fenster auf das Symbol Posteingang im Zweig Lokaler Ordner, um dessen Inhalt in der (rechten) Nachrichtenleiste einzublenden (Bild 27.9, Hintergrund). 2. Die Nachrichtenleiste enthält für jede Nachricht eine Zeile mit der Absenderangabe, dem Betreff und dem Eingangsdatum. Wählen Sie die Nachrichtenzeile mit einem Doppelklick an. Windows Mail öffnet dann die Nachricht in einem eigenen Fenster (Bild 27.9, Vordergrund). Der Kopfbereich des Nachrichtenfensters enthält die Angaben über den Absender, den oder die Empfänger, das Datum der Nachricht, den Betreff etc. Sie können dann den Text der Nachricht lesen und über die Schaltflächen der Symbolleiste des Nachrichtenfensters beantworten, drucken oder löschen. Über die Schaltfläche Schließen in der rechten oberen Ecke des Fensters können Sie das Fenster schließen. Windows Mail besitzt gegenüber früheren Versionen von Outlook Express die Möglichkeit, die in der Nachrichtenleiste angezeigten EMails zu filtern. Sie können über die am rechten Rand der Symbolleiste eingeblendete Menüschaltfläche wählen, ob alle E-Mails angezeigt oder gelesene bzw. ignorierte Nachrichten ausgeblendet werden sollen. In der Nachrichtenleiste können Sie nicht nur den Absender der Nachricht sowie den Betreff erkennen (siehe Bild 27.9, Hintergrund), sondern auch zusätzliche Informationen zur Nachricht entnehmen oder verwalten. 쮿
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Die erste Spalte der Nachrichtenleiste kann ein Symbol für die Dringlichkeit der Nachricht enthalten. Ein rotes Ausrufezeichen signalisiert eine hohe Dringlichkeit, während ein blauer Pfeil für eine reduzierte Dringlichkeit steht. Die meisten eintreffenden Nachrichten besitzen jedoch kein Symbol in der betreffenden Spalte und sind von der Dringlichkeitsstufe »Normal«.
Kapitel 27 · E-Mail mit Windows Mail
Bild 27.9: Nachrichten im Posteingang lesen
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In der zweiten Spalte signalisiert eine eingeblendete stilisierte Büroklammer, dass die betreffende Nachricht mit einem Dateianhang versehen ist. Diesen Anhang können Sie öffnen oder als Datei auf die Festplatte speichern.
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Die dritte Spalte dient zur Markierung zu verfolgender Nachrichten. Klicken Sie in der betreffenden Zeile auf die Spalte, blendet Windows Mail eine stilisierte rote Fahne ein. Sie erkennen dadurch in der Nachrichtenleiste sehr leicht alle noch zu verfolgenden Nachrichten. Ein zweiter Mausklick auf das Symbol des Fähnchens löscht dieses aus der betreffenden Zeile.
Das vor dem Namen des Absenders eingeblendete Briefsymbol signalisiert Ihnen zudem, ob die Nachricht bereits gelesen wurde (geöffneter Umschlag) oder ob es eine ungelesene Nachricht ist (geschlossener gelber Briefumschlag). Bereits gelesene Nachrichten können Sie aber per Kontextmenü auf »ungelesen« zurücksetzen (Zeile mit der rechten Maustaste in der Nachrichtenleiste anklicken und im Kontextmenü den Befehl Als ungelesen markieren wählen). Kleine, im Briefsymbol eingeblendete und nach links oder rechts zeigende Pfeile signalisieren, ob eine Nachricht beantwortet (Pfeil zeigt nach links) oder weitergeleitet (Pfeil zeigt nach rechts) wurde.
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E-Mails bearbeiten und verwalten
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Zugesandte E-Mails sind zwar eine feine Sache, bieten aber auch Risiken. So könnte eine Nachricht schädigende Elemente (z. B. Viren, Trojaner, Dialer etc.) direkt im Nachrichtentext oder in einer angehängten Datei transportieren. Die Benutzerkontensteuerung und das Arbeiten mit Standardbenutzerkonten reduzieren zwar das Risiko, Viren oder Schädlinge unbemerkt zu installieren. Trotzdem sollten Sie Anlagen vor dem Öffnen durch ein aktuelles Virenschutzprogramm überprüfen. Zudem empfiehlt es sich, eintreffende E-Mail mit einer gewissen Vorsicht zu behandeln, um nicht auf jeden Schwindel oder auf Werbemüll hereinzufallen. Nachrichten von unbekannten Absendern oder mit obskuren Betreffzeilen sollten Sie ungelesen löschen. Versuchen Sie, den Text der Nachricht mit gesundem Menschenverstand zu interpretieren. Eine englischsprachige Nachricht von einem guten deutschsprachigen Bekannten sollte wohl jeden stutzig machen. Auch die Aufforderung der Bank, sich wegen ungeklärter Transaktionen am InternetbankingKonto anzumelden und die Daten zu überprüfen, sollte Misstrauen auslösen. Mit so genannten Phishingattacken versuchen Gauner an die Bankdaten ihrer Opfer zu kommen (siehe Kapitel 26). Profis können eine Nachricht mit der rechten Maustaste anwählen und im Kontextmenü den Eintrag Eigenschaften wählen. Auf der angezeigten Registerkarte Details lässt sich der Nachrichtenkopf samt Absenderkennung ablesen. Über die Schaltfläche Quelltext dieser Registerkarte können Sie den Nachrichtentext in einem separaten Fenster einsehen. Dabei wird der Rohzustand der Nachricht angezeigt und Profis können erkennen, woher die Nachricht wirklich kommt und ob eine HTML-Nachricht Skripts oder andere schädigende Inhalte enthält.
27.2.2
Suchen nach Nachrichten
In Windows Mail können Sie über zwei Ansätze nach Nachrichten suchen. Der einfachste und intuitivste Weg besteht darin, auf das Suchfeld in der rechten oberen Ecke des Anwendungsfensters zu klicken und den Suchbegriff einzutippen. Dann listet Windows Mail die Nachrichten, deren Betreff oder Inhalt mit dem Suchbegriff übereinstimmt, in der Nachrichtenleiste auf (Bild 27.10).
Bild 27.10: Suchen in Windows Mail
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Kapitel 27 · E-Mail mit Windows Mail
Um gezielt in Windows Mail nach Nachrichten zu suchen, können Sie im Menü Bearbeiten den Untermenübefehl Suchen/Nachrichten wählen. Dann öffnet Windows Mail das in Bild 27.11, Hintergrund, gezeigte Dialogfeld. In dessen Textfeldern können Sie Suchbegriffe geordnet nach Kategorien eingeben. Die Schaltfläche Durchsuchen öffnet ein Dialogfeld Windows Mail (Bild 27.11, Vordergrund) zur Auswahl der zu durchsuchenden Ordner.
Bild 27.11: Nachrichten suchen
27.2.3
Eine neue Nachricht verfassen
Zum Erstellen einer neuen Nachricht sind in Windows Mail nur wenige Schritte erforderlich. 1. Klicken Sie in der Symbolleiste des Windows Mail-Fensters einfach auf die Schaltfläche Neue E-Mail. Sie können auch, wie in Bild 27.12 gezeigt, das Menü der Schaltfläche öffnen und ein Briefpapier wählen. 2. Windows Mail öffnet das Fenster des so genannten Nachrichten-Editors (Bild 27.13), in dem Sie die Nachricht erstellen können. Haben Sie mehrere E-Mail-Konten in Windows Mail eingerichtet, wählen Sie im Listenfeld Von: das Konto aus, über das die Nachricht zu versenden ist. Ist lediglich ein einziges E-Mail-Konto vorhanden, ist das betreffende Feld nicht sichtbar.
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E-Mails bearbeiten und verwalten 0
Bild 27.12: Erstellen einer neuen Nachricht
Bild 27.13: Nachrichtenfenster zum Erstellen der neuen Nachricht
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Kapitel 27 · E-Mail mit Windows Mail
3. Klicken Sie auf das Feld An: und geben Sie die E-Mail-Adresse des Empfängers ein. Achten Sie darauf, eine gültige E-Mail-Adresse einzutragen, da die Nachricht andernfalls als unzustellbar zurückkommt. Das @-Zeichen geben Sie über die Tastenkombination (Alt_Gr)+(Q) ein. Bei Bedarf können Sie weitere Empfänger unter Cc: aufnehmen (siehe auch die folgenden Seiten). Mehrere Adressen werden durch Semikolons (;) getrennt. Haben Sie Empfänger im Programm Windows-Kontakte hinterlegt, können Sie auch auf die Schaltflächen der Felder An: und Cc: klicken und diese Adressen übernehmen (siehe unten). 4. Wählen Sie das Feld Betreff an und geben Sie einen kurzen Hinweistext ein. Dieser sagt dem Empfänger, um was es in der Nachricht geht. 5. Abschließend klicken Sie in das untere Fenster und geben den Nachrichtentext ein. Bei Bedarf lässt sich dieser Text (bei HTML-Mails) noch formatieren. 6. Ist die Nachricht fertig gestellt, klicken Sie auf die Schaltfläche Senden im Fenster des Nachrichten-Editors. TIPP
Zweck der E-Mail ist die schnelle Informationsübermittlung zu einem Sachverhalt. Fassen Sie sich also kurz. Halten Sie sich beim Formulieren der E-Mails an einige Regeln (Netiquette). Verzichten Sie auf englische Abkürzungen wie BTW (by the way), FYI (for your information), CU (see you), 4u (for you) und so weiter. Diese werden nicht von jedem Empfänger verstanden. Smileys wie ;-) für ein Augenzwinkern können Sie gelegentlich einsetzen. Durchgängige Großschreibung gilt als Schreien und ist verpönt. Bleiben Sie beim Schreiben höflich, ein unfreundlicher Text ist schnell verschickt, kann aber viel Porzellan zerschlagen. Sofern Sie die von mir weiter oben vorgeschlagenen Einstellungen verwenden, wird die mit der Schaltfläche Senden abgeschickte Nachricht lokal im Windows Mail-Postausgang gesammelt. Die Zahl der neu erstellten Nachrichten wird in der Ordnerliste des Windows Mail-Fensters hinter dem Symbol des Postausgangsordners aufgeführt. Sie erkennen also an den in Klammern angezeigten Zahlen im Postausgang, wie viele neue Nachrichten jeweils im Fach vorliegen. Sie können die so erstellten Nachrichten dann bei der nächsten Onlinesitzung verschicken (siehe die vorhergehenden Seiten).
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E-Mails bearbeiten und verwalten
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Versehen Sie eine neue Nachricht mit einem Briefpapier, bedeutet dies, dass die Nachricht im HTML-Format gespeichert wird und eine Hintergrundgrafik (das Briefpapier) enthält. Das als Vorlage für die Nachricht gewählte Briefpapier bestimmt dann die verwendete Schriftgröße (auch als Schriftgrad bezeichnet), die Schrift (Schriftart) sowie die Schriftfarbe. Allerdings können Sie dem Text beliebige Formate zuweisen. Sie müssen lediglich die Textabschnitte markieren (per Maus auf den Anfang des Texts klicken und dann bei gedrückter linker Maustaste den Mauszeiger zum Ende des Markierungsbereichs ziehen – der markierte Bereich wird dann farbig hervorgehoben). Anschließend können Sie die Schaltflächen der Format-Symbolleiste sowie die Befehle im Menü Format zum Zuweisen neuer Formate verwenden. Die Listenfelder dieser Leiste erlauben auch, die Schriftgröße und die Art der Schrift zu verändern. Außerdem lassen sich Absätze linksbündig, rechtsbündig oder zentriert ausrichten, einziehen oder mit Schmuckpunkten versehen. Über weitere Schaltflächen lassen sich Hyperlinks, Bilder oder horizontale Linien einfügen. Die Bedeutung einer Schaltfläche wird als QuickInfo angezeigt, sobald Sie per Maus auf eine Schaltfläche der Symbolleiste zeigen. Da HTML-Mails jedoch mehr Platz und Übertragungskapazität benötigen sowie Sicherheitsrisiken bergen, sollten Sie nach Möglichkeit auf diese Variante verzichten und den Modus »Nur Text« wegen der kompakteren Form bevorzugen. Sie können über die Befehle Nur Text oder Rich-Text (HTML) des Menüs Format die gewünschte Variante auch nachträglich festlegen.
27.2.4
Adressen automatisch übernehmen
Das Eintippen von E-Mail-Adressen in eine neue Nachricht ist sehr fehleranfällig. Vista bietet Ihnen über Windows-Kontakte die Möglichkeit, Kontaktdaten (Namen samt Telefonnummer und E-Mail-Adresse) einzutragen und zu verwalten. Bei Bedarf können Sie sehr einfach E-MailAdressen aus den Kontakten in die Felder An:, Cc: und Bcc: übernehmen. 1. Öffnen Sie wie oben beschrieben das Fenster zum Erstellen der neuen E-Mail und klicken Sie auf die Schaltfläche des Felds An:, um das Fenster mit der Adressliste zu öffnen (Bild 27.14, Hintergrund). 2. Wählen Sie im Dialogfeld Empfänger auswählen des Adressbuchs einen Namen mit gültiger E-Mail-Adresse in der Liste Name aus. Bei umfangreichen Adresslisten können Sie den Namen auch suchen (auf die Schaltfläche Suchen klicken und im angezeigten Dialogfeld die Suchbegriffe eingeben). 3. Klicken Sie auf eine der Schaltflächen An: ->, Cc: -> oder Bcc: ->, um den markierten Namen aus der linken Adressliste in die Empfängerfelder des Dialogfelds zu übertragen. 4. Diesen Vorgang können Sie mehrfach wiederholen, um mehrere Empfänger auszuwählen. Anschließend verlassen Sie das Dialogfeld über die OK-Schaltfläche.
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Kapitel 27 · E-Mail mit Windows Mail
Bild 27.14: Übernahme von Adressen in die neue Nachricht
Windows Mail überträgt die gewählten Adressen in die betreffenden Adressfelder des Nachrichtenfensters. Die Schaltfläche bzw. das Feld Cc (steht für »Carbon Copy«, also Kohlepapierdurchschlag) dient also zum Zustellen von Kopien der Nachricht an weitere Empfänger. Die in den Feldern An und Cc aufgeführten E-Mail-Adressen sind bei den Empfängern der Nachricht sichtbar. Möchten oder müssen Sie dies vermeiden (z. B. um Adressbestände vertraulich zu halten, Ihre Kontakte zu schützen oder einen Missbrauch der Verteiler durch Viren zu erschweren)? Dann tragen Sie in das Feld An die eigene E-Mail-Adresse ein. Die Empfänger der Nachricht fügen Sie dagegen über die Schaltfläche Bcc (steht für »Blind Copy«) in das gleichnamige Adressfeld ein. Bei den so verschickten E-Mails erscheint beim Empfänger nur die E-Mail-Adresse des Absenders, die aber mit der Adresse im Feld An identisch ist. Der Empfänger kann nicht erkennen, an wen die Nachricht sonst noch geschickt wurde (eine Übernahme einer Adressliste beim Empfänger wird dadurch unmöglich). TIPP
Die E-Mail-Adresse des Absenders lässt sich bei empfangenen Nachrichten direkt in die Liste der Kontakte übernehmen. Klicken Sie in der Nachrichtenleiste des Posteingangs die betreffende E-Mail mit der rechten Maustaste an und wählen Sie dann im Kontextmenü den Befehl Absender zu den Kontakten hinzufügen. Bei Bedarf lassen sich die Daten des Absenders im Adressbuch ergänzen (siehe das folgende Kapitel).
557
E-Mails bearbeiten und verwalten
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27.2.5
Nachrichten mit Anlagen versehen
Sie können einer E-Mail beliebige Dateien (Fotos, Dokumente, Programme etc.) als Anlage anheften. 1. Erstellen Sie die E-Mail, wie auf den vorherigen Seiten beschrieben, klicken Sie aber noch nicht auf die Schaltfläche Senden. 2. Wählen Sie in der Symbolleiste die mit einer Büroklammer versehene Schaltfläche Einfügen oder verwenden Sie den Befehl Dateianlage im Menü Einfügen im Entwurfsfenster der Nachricht (Bild 27.15, Hintergrund). 3. Wählen Sie im Dialogfeld Öffnen den Quellordner und dann die als Anlage zu versendende Datei aus. Schließen Sie das Dialogfeld über die Schaltfläche Öffnen (Bild 27.15, Vordergrund). Die Anlage wird dann mit dem Dateinamen im Feld Anfügen des Nachrichtenfensters angezeigt. Auf diese Weise lassen sich auch mehrere Dateien als Anlage verschicken. Sind alle Anlagen eingetragen, können Sie die Nachricht über die Schaltfläche Senden im Postausgang speichern bzw. direkt verschicken.
Bild 27.15: Datei als Anlage anfügen
558
Kapitel 27 · E-Mail mit Windows Mail
TIPP
Noch einfacher geht das Einfügen, wenn Sie die gewünschte Anlage (bei gedrückter linker Maustaste) aus einem Ordnerfenster in das Fenster mit der neuen Nachricht ziehen (dann die linke Maustaste loslassen). Denken Sie beim Versenden von Anlagen daran, dass diese ggf. per Modem/ISDN-Karte zum Internet übertragen und vom Empfänger auf gleiche Weise heruntergeladen werden müssen. Der Empfänger wird sicherlich fluchen, wenn das Abrufen seiner E-Mails eine halbe Stunde dauert und er dann unerwartet eine Grafikdatei einer kaum bekannten Person erhält. Schicken Sie daher niemandem eine Anlage zu, wenn Sie sich nicht sicher sind, dass dies erwünscht ist! Reduzieren Sie Bilder in der Größe, so dass diese eine vernünftige Dateigröße aufweisen. Fotos können Sie im JPEG-Format mit einer niedrigeren Qualität oder reduzierten Abmessungen speichern, wodurch sich die Dateigröße verringert. Dokumente oder Programme lassen sich mit einem Komprimierprogramm in einem ZIP-Archiv speichern, wodurch sich die Dateigröße um den Faktor 10 bis 100 reduziert. Außerdem sollten Sie sicherstellen, dass der Empfänger Ihre Dokumentdateien überhaupt öffnen kann. Nicht jeder hat das von Ihnen zum Erstellen der Datei benutzte Programm. Das Adobe-Acrobat-PDF-Format eignet sich z. B. sehr gut zur Weitergabe von Dokumenten. Der Empfänger benötigt aber das kostenlose Programm Adobe Reader (www.adobe.de).
27.2.6
Eine Nachricht beantworten oder weiterleiten
Haben Sie eine Nachricht empfangen, die Sie beantworten möchten?
Bild 27.16: Nachricht beantworten
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E-Mails bearbeiten und verwalten
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1. Markieren Sie die Nachricht in der Nachrichtenleiste oder öffnen Sie die E-Mail per Doppelklick. 2. Klicken Sie im Nachrichtenfenster oder im Windows Mail-Fenster auf die Schaltfläche Antworten (Bild 27.16, Hintergrund). 3. Ergänzen Sie die im neuen Fenster angezeigte Nachricht und klicken Sie auf die Schaltfläche Senden, um das Fenster zu schließen und die fertige Nachricht im Postausgang abzulegen (Bild 27.16, Vordergrund). Der Betrefftext wird beim Beantworten mit dem vorangestellten Kürzel »Re:« (Abkürzung für Reply) versehen und Windows Mail übernimmt den Ursprungstext als Zitat im neuen Nachrichtenfenster. Der Zitatbereich wird am Ende der neuen E-Mail aufgeführt. Sie brauchen den Antworttext lediglich an den Nachrichtenanfang einzufügen. Über das Menü Nachricht und den Befehl Priorität festlegen können Sie die Priorität höher oder tiefer setzen. Nutzen Sie das aber sparsam. Wünschen Sie eine Empfangsbestätigung für die Nachricht, wählen Sie im Menü Extras den Befehl Lesebestätigung anfordern. Wenn eine Nachricht mehrfach zwischen zwei Personen pendelt, wird der zitierte Teil der vorhergehenden Nachrichten immer länger. Im Hinblick auf die Netiquette sollten Sie nicht mehr relevante Teile im Anhang vor dem Versenden löschen (Text mit der Maus markieren und die Taste (Entf) drücken). Sie können auch Textausschnitte als Zitate in die Antwort übernehmen und mit einer anderen Schriftfarbe oder durch am Zeilenanfang vorangestellte Zeichen (z. B. >) hervorheben. Solche Passagen erleichtern jemandem, der täglich einen »Berg« E-Mails erhält, die Arbeit ungemein, da der Bezug auf seine Nachricht gleich mitgeliefert wird. 쮿
Erhalten Sie ein an mehrere Empfänger adressiertes Rundschreiben, lässt sich mittels der Schaltfläche Allen antworten des Nachrichtenfensters eine Rückantwort an alle diese Empfänger senden.
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Die Schaltfläche Weiterleiten des Nachrichtenfensters erlaubt Ihnen dagegen, die Nachricht an einen weiteren Empfänger zu schicken.
Der Betrefftext wird beim Weiterleiten mit »Fw:« (Abkürzung für Forward) versehen. Sie müssen beim Weiterleiten eine Empfängeradresse im Feld An vorgeben und ggf. den aus der Ursprungsnachricht als Zitat übernommenen Text mit einem Kommentar ergänzen.
27.2.7
Anlagen zur Nachricht auspacken und speichern
Wurden der Nachricht eine oder mehrere Dateien als Anlage mitgegeben, erkennen Sie das bereits an einer in der Nachrichtenleiste eingeblendeten stilisierten Büroklammer. Um die Anlage anzusehen oder weiterzubearbeiten, müssen Sie diese speichern.
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Kapitel 27 · E-Mail mit Windows Mail
Öffnen Sie niemals den Anhang einer Nachricht direkt in Windows Mail, indem Sie auf den Anhang doppelklicken. Die Anlage könnte einen Virus oder einen anderen Schädling enthalten. Auch wenn die Benutzerkontensteuerung und die Standardbenutzerkonten eine gewisse Sicherheit bieten, sollten Sie wegen der potentiellen Gefahr von Schädlingen die notwendige Vorsicht an den Tag legen. Schalten Sie zur Sicherheit die Anzeige der Dateinamenerweiterungen ein. Dann können Sie potentiell gefährliche Dateitypen (Anhänge mit Dateinamenerweiterungen wie .exe, .com, .bat, .pif, .scr, .vbs, .vbe, .js, .jse,.wsf, .htm, .html und .hta) erkennen. Löschen Sie E-Mails von unbekannten Absendern, die mit Anhängen versehen sind und deren Nachrichtentext Ihnen nicht plausibel vorkommt. Microsoft oder andere Firmen schicken Ihnen keinesfalls ungefragt Updates oder Virentester zu. Speichern Sie alle Dateianhänge und lassen Sie diese vor dem Öffnen durch ein aktuelles Antivirusprogramm überprüfen.
Bild 27.17: Nachrichtenanlagen speichern
1. Zum Speichern der Anlage öffnen Sie die Nachricht durch Doppelklicken auf die betreffende Zeile in der Nachrichtenleiste des Windows Mail-Fensters und wählen dann im Nachrichtenfenster den Befehl Anlagen speichern im Menü Datei. 2. Wählen Sie im Dialogfeld Anlagen speichern den Zielordner über die Schaltfläche Durchsuchen des Textfelds Speichern unter und klicken Sie dann auf die Schaltfläche Speichern (Bild 27.17). Die Anlage wird dann im Zielordner hinterlegt und lässt sich durch einen Virenscanner analysieren. Ein Programm wie Avira AntiVir (www.avira.com) oder avast! (www.avast.com) schlägt bereits beim Speichern der infizierten
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Datei Alarm. Enthält die Nachricht mehrere Anlagen, müssen Sie ggf. die zu speichernden Anhänge im Dialogfeld Anlagen speichern per Mausklick markieren. TIPP
Falls die Befehle zum Speichern der Anlagen gesperrt sind, müssen Sie die Windows Mail-Einstellungen so anpassen, dass Anhänge freigegeben werden (siehe vorherige Seiten). Manche Nachrichtenanhänge sind auch als ZIP-Archiv gespeichert. Dann müssen Sie den Inhalt mit einem so genannten Packprogramm oder der Windows-Funktion ZIP-komprimierter Ordner entpacken.
27.2.8
Nachrichten drucken, verwalten und löschen
Eingegangene Nachrichten werden in der Nachrichtenleiste aufgeführt. Ausgehende Nachrichten tauchen im Ordner Postausgang auf. Sie können den Inhalt einer E-Mail ausdrucken oder wichtige Nachrichten in getrennten Ordnern ablegen. Diese Aufgaben lassen sich auf verschiedene Weise lösen. 1. Zum Drucken einer Nachricht wählen Sie diese in der Nachrichtenleiste per Doppelklick an. 2. Im Fenster mit dem Nachrichtentext wählen Sie die Schaltfläche Drucken (Bild 27.18). Oder Sie drücken die Tastenkombination (Strg)+(P) bzw. wählen den Befehl Drucken im Menü Datei. 3. Im nun angezeigten Dialogfeld Drucken können Sie die verfügbaren Druckoptionen wählen und dann den Ausdruck über die mit Drucken beschriftete Schaltfläche starten.
Bild 27.18: Nachricht drucken
Standardmäßig stellt Windows Mail Ordner für den Posteingang, den Postausgang und für Entwürfe bereit. Zusätzlich finden Sie noch Ordner, die gelöschte Objekte sowie Kopien der gesendeten Nachrichten enthalten. Eingehende Nachrichten lassen sich über zusätzliche Ordner verwalten (z. B. nach Konten oder geschäftlich/privat), die Sie selbst anlegen. 1. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das Symbol eines bestehenden Ordners und wählen Sie im Kontextmenü den Befehl Neuer Ordner (Bild 27.19). 2. Tippen Sie den neuen Ordnernamen ein und betätigen Sie die (Enter)-Taste.
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Kapitel 27 · E-Mail mit Windows Mail
Bild 27.19: Neuen Ordner anlegen
Anschließend können Sie Nachrichten in diese Ordner kopieren oder verschieben. Möchten Sie eine neue Nachricht nicht sofort versenden, sondern erst einmal zur Überarbeitung als Entwurf aufheben? Oder soll eine eingetroffene Nachricht in einen der neu angelegten Ordner verschoben werden? 1. Markieren Sie die gewünschte Nachricht in der Nachrichtenleiste, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die markierte Nachricht und wählen Sie im Kontextmenü einen der Befehle In Ordner verschieben oder In Ordner kopieren (Bild 27.20, Hintergrund). 2. Anschließend wählen Sie im Dialogfeld Verschieben bzw. Kopieren den Zielordner und klicken auf die OK-Schaltfläche (Bild 27.20, Vordergrund).
Bild 27.20: Nachricht verschieben
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E-Mails bearbeiten und verwalten
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Das Programm verschiebt bzw. kopiert die Nachricht in den gewählten Ordner. Das Verschieben geht in den meisten Fällen sogar noch einfacher, indem Sie die gewünschte Nachricht bei gedrückter linker Maustaste aus der Nachrichtenleiste zum Ordner in der Ordnerliste ziehen und dann die Maustaste loslassen. Gesendete Nachrichten werden in der Windows Mail-Grundeinstellung als Kopie im Ordner Gesendete Nachrichten abgelegt. Somit können Sie jederzeit nachsehen, ob und welche E-Mails Sie verschickt haben. Wenn dieser Ordner aber zu voll und daher unübersichtlich wird, löschen Sie einfach die Kopien (wie nachfolgend beschrieben), die Sie nicht mehr brauchen.
Bild 27.21: Nachricht löschen
Nicht mehr benötigte Nachrichten lassen sich mit folgenden Schritten aus den jeweiligen Ordnern entfernen. 1. Markieren Sie die zu löschende Nachricht in der Nachrichtenleiste des Windows Mail-Fensters. 2. Klicken Sie in der Symbolleiste des Windows Mail-Fensters auf die Schaltfläche Löschen (Bild 27.21) oder wählen Sie im Kontextmenü den gleichnamigen Befehl. Alternativ können Sie die Schaltfläche Löschen im Fenster einer geöffneten Nachricht verwenden. Das Löschen funktioniert übrigens für alle Ordner der Ordnerleiste, nicht nur für den Posteingang. Windows Mail speichert die gelöschten Nachrichten aber lediglich im Ordner Gelöschte Elemente. Sie können also eine irrtümlich gelöschte Nachricht aus diesem Ordner zurückholen. Um die Nachricht wirklich zu löschen, müssen Sie den Ordner Gelöschte Elemente leeren. 1. Klicken Sie den Ordner Gelöschte Elemente mit der rechten Maustaste an. 2. Wählen Sie im Kontextmenü den Befehl Ordner »Gelöschte Elemente« leeren. Jetzt wird der betreffende Ordner geleert und die Nachrichten werden endgültig aus Windows Mail entfernt.
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Kapitel 27 · E-Mail mit Windows Mail
27.3 Reagieren auf Junk-E-Mails E-Mail leidet unter dem Problem, dass immer mehr unerwünschte Werbemails (als Spam oder Junk-E-Mail bezeichnet) das Posteingangsfach erreichen. Windows Mail besitzt einen eingebauten Junk-E-Mail-Filter, der solche Nachrichten erkennen und im Ordner Junk-E-Mail hinterlegen kann. Nachfolgend wird beschrieben, wie Sie mit Werbemails umgehen und was es sonst noch an Verhaltensregeln beim Umgang mit E-Mails gibt.
27.3.1
So filtert Windows Mail Werbemüll
Ist Ihre E-Mail-Adresse in die Hände von Spamversendern gelangt, erreicht Ihr Postfach häufig Werbemüll. Windows Mail enthält bereits einen Junk-E-Mail-Filter, der eintreffende Nachrichten auf bestimmte Begriffe überprüft und erkannte Spammails in den Ordner Junk-E-Mail einsortiert (Bild 27.22). Da der Filter nicht immer zuverlässig arbeitet, kann es sein, dass Werbemüll trotzdem im Posteingang landet oder dass erwünschte Nachrichten im Ordner Junk-E-Mail auftauchen. 쮿
Die Nachrichten im Posteingang lassen sich oft anhand der Betreffzeile in erwünschte und unerwünschte E-Mails unterteilen – unerwünschte Nachrichten können sofort gelöscht oder zum Trainieren des Spamfilters genutzt werden (siehe folgende Seiten).
쮿
Wurden Nachrichten als Junk im Ordner Junk-E-Mail hinterlegt, zeigt Windows Mail standardmäßig den in Bild 27.8 (siehe Kapitelanfang) aufgeführten Dialog, über dessen Schaltfläche Junk-E-MailOrdner öffnen Sie den betreffenden Ordner einblenden können. Alternativ lässt sich der betreffende Ordner auch in der Ordnerleiste anwählen. In der Nachrichtenleiste führt Windows Mail dann die Nachrichten dieses Ordners samt Betreff auf. Handelt es sich um EMails, die mit potentiell gefährlichen Inhalten versehen sind, versieht Windows Mail diese mit dem Symbol des Windows-Sicherheitscenters und färbt den Text der Nachrichtenzeile rot ein (Bild 27.22).
Bild 27.22: Nachrichten im Ordner Junk-E-Mail
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Reagieren auf Junk-E-Mails
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Solche Nachrichten können Sie i. d. R. ungelesen löschen. Tauchen erwünschte Nachrichten im Ordner Junk-E-Mail auf, lassen sich diese (z. B. per Maus) in den Ordner Posteingang verschieben.
27.3.2
So trainieren Sie den Junk-E-Mail-Filter
Sie können als Spam erkannte, aber im Posteingang abgelegte Nachrichten zum Trainieren des Junkmail-Filters verwenden. Das Gleiche gilt für erwünschte E-Mails, die im Ordner Junk-E-Mail gelandet sind. 1. Rufen Sie den Inhalt des jeweiligen Ordners in der Nachrichtenleiste des Windows Mail-Fensters auf und markieren Sie die betreffende Nachricht in dieser Leiste. 2. Öffnen Sie das Kontextmenü über die rechte Maustaste und wählen Sie den gewünschten Befehl im Untermenü des Menüs Junk-E-Mail (Bild 27.23). Gehört die Nachricht zu bekannten Absendern, lässt sich die Absenderadresse über den Befehl Absender zur Liste sicherer Absender hinzufügen in eine Liste erwünschter Korrespondenzpartner aufnehmen. Deren Nachrichten werden zukünftig nicht mehr als Junk-E-Mail erkannt. Bei offensichtlichen Werbe-E-Mails können Sie deren Absender im Junkfilter blockieren. Wählen Sie im Untermenü des Befehls Junk-E-Mail den Befehl Absender zur Liste blockierter Absender hinzufügen. Häufig benutzen Spamversender jedoch wechselnde E-Mail-Adressen, die aber von bestimmten Domains (z. B. @yahoo.com etc.) kommen. Der Befehl Domäne des Absenders zur Liste blockierter Absender hinzufügen bewirkt, dass zukünftig alle Nachrichten mit Absendern dieser Domäne vom Junkfilter blockiert werden. Ist Ihnen ein Fehler unterlaufen, können Sie dies über den Befehl Blockierung aufheben im Menü Junk-EMail rückgängig machen.
Bild 27.23: Befehle zum Setzen des Junk-E-Mail-Filters
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Kapitel 27 · E-Mail mit Windows Mail
27.3.3
Anpassen der Junk-E-Mail-Filterstufe
Windows Mail erlaubt Ihnen, die Empfindlichkeit des Junk-E-Mail-Filters einzustellen. Hierzu haben Sie zwei Möglichkeiten. 쮿
Wird eine Junk-E-Mail beim Empfang erkannt, können Sie im angezeigten Dialogfeld (Bild 27.8) die Schaltfläche Junk-E-MailOptionen wählen.
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Alternativ lässt sich der gleichnamige Befehl im Menü Extras des Windows Mail-Fensters anklicken.
Bild 27.24: Empfindlichkeit des Junk-E-Mail-Filters einstellen
Im Eigenschaftenfenster lässt sich auf der Registerkarte Optionen die Filterstufe festlegen (Bild 27.24). Stellen Sie den Filter auf Niedrig oder Hoch, um Werbemails bereits beim Empfang zu erkennen und ggf. auszusortieren. Können Sie den Absenderkreis für Ihre zu empfangenden EMails fest angeben, markieren Sie das Optionsfeld Nur sichere Absender. Sie müssen dann die erwünschten Absenderadressen auf der Registerkarte Sichere Absender eintragen. Wählen Sie die Registerkarte und klicken Sie auf die Schaltfläche Hinzufügen. Dann lässt sich die Absender-
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Reagieren auf Junk-E-Mails
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E-Mail-Adresse in ein Textfeld eintippen und mittels der OK-Schaltfläche in die Liste sicherer Absender übertragen. Auf der Registerkarte Blockierte Absender lassen sich die E-Mail-Adressen und -Domänen der erkannten Junkversender verwalten. Erhalten Sie nur Nachrichten aus dem deutschen Sprachraum? Dann können Sie zur Registerkarte International wechseln und dort über die Schaltfläche Liste der blockierten Domänen der höchsten Ebene eine Liste mit zu blockierenden Länderkennungen pflegen. Über die Schaltfläche Liste der blockierten Codierungen können zudem in bestimmten Sprachen verfasste E-Mails als Junk-E-Mails kategorisiert werden. Auf der Registerkarte Phishing finden Sie zwei Kontrollkästchen, um den Posteingang vor möglichen Phishinglinks zu schützen und solche Nachrichten sofort in den Ordner Junk-E-Mail zu verschieben. TIPP
Viele Anbieter von E-Mail-Konten bieten für die Postfächer auch bereits einen Online-Spamfilter an, der die Werbemails auf dem EMail-Server ausfiltert. Lesen Sie ggf. die Dokumentation des Providers bezüglich Details dieser Funktionen.
27.3.4
E-Mail-Regeln definieren und verwalten
Windows Mail bietet Ihnen noch die Möglichkeit, E-Mail-Regeln zu definieren. Über diese Regeln lassen sich eintreffende E-Mails automatisch in Unterordner des Ordners Posteingang sortieren. Weiterhin können diese Regeln auch benutzt werden, um E-Mails parallel zum Junk-EMail-Filter nach Spam zu durchsuchen. 1. Öffnen Sie im Windows Mail-Fenster das Menü Extras, klicken Sie auf den Befehl Nachrichtenregeln und wählen Sie dann den Untermenüeintrag E-Mail. Sind noch keine Filterregeln definiert, erscheint das Dialogfeld Neue E-Mail-Regel, während bei vorhandenen Filterregeln das Dialogfeld mit Nachrichtenregeln benannt wird (Bild 27.25, links). 2. Klicken Sie anschließend auf der Registerkarte E-Mail auf die Schaltflächen Neu bzw. Ändern, um Regeln zum Filtern von E-Mails neu aufzustellen bzw. anzupassen. 3. Markieren Sie im Dialogfeld zum Bearbeiten der Regel (Bild 27.25, rechts) unter »1.« (Feld mit den Bedingungen) die Kontrollkästchen mit den anzuwendenden Bedingungen (z. B. Absenderadresse, Text im Feld Betreff etc.). Für jede Bedingung wird ein Platzhalter unter »3.« (Regelbeschreibung) eingeblendet. 4. Markieren Sie unter »2.« (Feld mit den Aktionen) das Kontrollkästchen mit der auszuführenden Aktion (bevorzugt »Vom Server löschen«, um die Nachricht gar nicht herunterzuladen). 5. Klicken Sie unter »3.« (Feld mit der Regelbeschreibung) auf die dort angezeigten Hyperlinks.
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Kapitel 27 · E-Mail mit Windows Mail
Bild 27.25: Nachrichtenregeln definieren
6. Tippen Sie die Bedingungen in das dann angezeigte Dialogfeld ein und bestätigen Sie dies über die Schaltfläche Hinzufügen. Wiederholen Sie die Schritte, um ggf. mehrere Kriterien festzulegen. 7. Klicken Sie bei Bedarf unter »3.« (Feld mit den Regelbeschreibungen) auf die mit »und« bzw. »oder« beschrifteten Hyperlinks und setzen Sie die Verknüpfungsbedingungen im angezeigten Dialogfeld um. Mit »und« legen Sie fest, dass alle Bedingungen erfüllt sein müssen, bei »oder« reicht eine erfüllte Bedingung zur Anwendung des Filters. 8. Tragen Sie unter »4.« (Feld mit dem Namen) eine Bezeichnung für die Filterregel ein und schließen Sie das Dialogfeld über die OKSchaltfläche. Bei Bedarf können Sie diese Schritte wiederholen und mehrere Filter definieren. Die Regeln werden beim nächsten Abholen der Post angewandt. Je mehr Regeln Sie anlegen, umso langsamer wird Windows Mail. Zudem ist es so, dass Filterkriterien, die sehr umfangreich (mehr als 256 Zeichen) sind, zwar noch im Dialogfeld angezeigt, aber u. U. nicht mehr korrekt ausgewertet werden. Legen Sie die Regeln der Filter so an, dass diese zuerst den Domainteil (z. B. @mail.ru) von Spamversendern prüfen. Dieser Teil lässt sich in bereits empfangenen Spammails identifizieren. Verwenden Sie dann Filter, um Schlüsselwörter wie »Sex, Porno, Viagra« etc. im Betreff zu erkennen und zu löschen. In weiteren Regeln können Sie den Nachrichteninhalt nach Begriffen von Spammails durchsuchen lassen. Besitzen Sie mehrere E-Mail-Konten, können Sie ggf. auch eine Regel für die Felder An: bzw. Cc: aufstellen, um Mails vorzusortieren und in bestimmte Ordner im Posteingang abzulegen.
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Reagieren auf Junk-E-Mails
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27.3.5
Goldene Verhaltensregeln zum Umgang mit E-Mails
Um möglichst wenig ungebetene E-Mails mit Werbung, Kettenbriefen oder Viren-Hoaxes zu erhalten und Sicherheitsprobleme zu vermeiden, sollten Sie die folgenden Regeln beim Umgang mit elektronischer Post beherzigen: 쮿
Nachrichten von unbekannten Absendern oder mit obskurem Inhalt löschen Sie ungelesen. Das Gleiche gilt für Kettenbriefe und Hoaxes mit angeblichen Virenwarnungen (leiten Sie diese keinesfalls an andere E-Mail-Empfänger weiter).
쮿
Geben Sie Ihre E-Mail-Adresse nur an Bekannte und Geschäftspartner weiter. Hinterlegen Sie die E-Mail-Adresse nicht in Formularen von Webseiten mit Glücksspiel- oder Werbeangeboten (häufig sind dies Lockvogelangebote, um an E-Mail-Adressen zu gelangen). Legen Sie sich eine zweite (kostenlose) E-Mail-Adresse zu, die Sie ggf. bei einer erforderlichen Registrierung im Web angeben.
쮿
Öffnen Sie Nachrichten nur, wenn Sie offline sind, und antworten Sie keinesfalls auf Spammail, da dann der Absender erkennt, dass das Postfach gültig ist.
쮿
Unterziehen Sie E-Mail-Anlagen vor dem Öffnen immer einer Virenprüfung mit einem aktualisierten Virenscanner. Löschen Sie im Zweifelsfall Dokumente von unbekannten Absendern oder mit mysteriösem Text, ohne die Anhänge zu öffnen.
Lassen Sie vor allem Ihren gesunden Menschenverstand walten und bleiben Sie bezüglich des Inhalts zugesandter E-Mails misstrauisch. Die Gutgläubigkeit der Zeitgenossen wird von Gaunern durch Phishingmails für allerlei Betrugsversuche ausgenutzt.
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28 Newsgroup- und Kontaktverwaltung Windows Mail erlaubt Ihnen den Zugriff auf Newsserver und das Abonnieren von Newsgroups. Zudem wird über Windows-Kontakte die Pflege von Adressverzeichnissen ermöglicht. Nachfolgend werden die beiden Funktionen vorgestellt.
28.1 Newsgroup-Funktionen in Windows Mail Newsgroups (Nachrichtengruppen) sind Diskussionsforen im Internet zu bestimmten Themen. Die Diskussionsbeiträge werden auf so genannten Newsservern geführt und lassen sich mit Newsclients ansehen bzw. auch beantworten. Sobald Newsserver in Windows Mail eingetragen sind, können Sie über den integrierten Client Nachrichtengruppen abonnieren und auf deren Diskussionsbeiträge zugreifen. Die Konfiguration eines Newsservers in Windows Mail ist in Kapitel 25 beschrieben. Nachfolgend werden die Funktionen zum Abonnieren von Gruppen sowie der Zugriff auf Nachrichtenbeiträge behandelt.
28.1.1
Nachrichtengruppen abonnieren
Ein Newsserver kann eine ganze Reihe von Nachrichtengruppen zu unterschiedlichen Themen verwalten. Um an die Diskussionsbeiträge der Gruppen zu gelangen, müssen Sie die betreffenden Nachrichtengruppen explizit abonnieren. 1. Klicken Sie in der Ordnerliste des Windows Mail-Anwendungsfensters auf den Eintrag des gewünschten Newsservers. 2. Sind noch keine Nachrichtengruppen abonniert, erscheint das Dialogfeld Newsgroups abonnieren aus Bild 22.1, oben links, in dem Sie einen der Befehle zum Abonnieren der Nachrichtengruppen und Communitys wählen. Falls bereits Nachrichtengruppen abonniert sind, können Sie das Dialogfeld Newsgroupabonnements über den Befehl Newsgroups im Menü Extras des Windows Mail-Fensters oder über die Tastenkombination (Strg)+(W) öffnen.
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Newsgroup-Funktionen in Windows Mail
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Windows Mail erlaubt beim Abonnement, die Nachrichtengruppen auf Unterstützung von Community-Features wie Beitragsbewertungen etc. zu untersuchen. Wenn Sie den Befehl Verfügbare Newsgroups anzeigen und Communities aktivieren wählen, werden die Community-Features bei den entsprechenden Gruppen mit aktiviert. Dann müssen Sie sich an der Community über Ihr Windows-Live-Konto anmelden, um Bewertungen abgeben und Beiträge beantworten zu können! Sofern Sie die Option für das Abonnement später ändern möchten, wählen Sie den Befehl Optionen im Menü Extras des Windows Mail-Fensters. Auf der Registerkarte Allgemein lässt sich dann das Verhalten durch Markieren des Kontrollkästchens Bewertungsfeatures für Newsgroupnachrichten verwenden beeinflussen. Windows Mail öffnet nach Anwahl des gewünschten Befehls das Dialogfeld aus Bild 28.1, unten, in dem die auf dem betreffenden Newsserver gefundenen Nachrichtengruppen aufgelistet werden. Über die Schaltfläche Zurücksetzen lässt sich diese Liste erneut herunterladen.
Bild 28.1: Dialoge beim Abonnieren von Nachrichtengruppen
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Kapitel 28 · Newsgroup- und Kontaktverwaltung
3. Blättern Sie in der Liste der Nachrichtengruppen, um die Sie interessierenden Gruppen zu ermitteln und zu abonnieren. Bei Bedarf können Sie den Anfangsnamen der Gruppen im Textfeld Newsgroups mit folgendem Inhalt anzeigen des Dialogfelds eintippen, um Gruppen zu filtern. 4. Zur Kennzeichnung eines Abonnements wählen Sie den entsprechenden Gruppennamen per Doppelklick an. Oder markieren Sie den Eintrag und klicken Sie auf die Abonnieren-Schaltfläche der Registerkarte. Der Gruppeneintrag wird durch ein vorangestelltes Dokumentsymbol gekennzeichnet. Ein abonnierter Eintrag lässt sich markieren und mittels der Kündigen-Schaltfläche aus der Abonnementliste austragen. Abonnierte Newsgroups werden zudem auf der Registerkarte Abonnierte des Dialogfelds Newsgroupabonnements aufgeführt. Sobald Sie das Dialogfeld über die OK-Schaltfläche schließen, beginnt Windows Mail mit dem Abonnement der ausgewählten Nachrichtengruppen. Dabei werden die Kopfzeilen der neuesten Nachrichten vom Programm heruntergeladen. Anschließend zeigt der Eintrag für den Newsserver in der Ordnerliste die abonnierte Nachrichtengruppe an (Bild 28.2, Hintergrund).
Abonnement kündigen Interessiert Sie der Inhalt einer abonnierten Nachrichtengruppe nicht mehr? Zum Löschen des Abonnements einer Newsgroup sind folgende Schritte durchzuführen.
Bild 28.2: Abonnement kündigen
1. Expandieren Sie den Zweig mit der Newsgroup in der Ordnerliste und öffnen Sie das Kontextmenü der gewünschten Nachrichtengruppe (Bild 28.2). 2. Wählen Sie im Kontextmenü den Befehl Abonnement kündigen und bestätigen Sie die Sicherheitsabfrage zum Aufheben des Abonnements. Der Eintrag für die Newsgroup wird aus der Liste gelöscht. Beachten Sie aber, dass Windows Mail die heruntergeladenen Dateien mit den Newsgroup-Beiträgen nicht löscht, sondern weiterhin auf dem Windows-Laufwerk belässt. Um diese zu entfernen, klicken Sie vor dem Kündigen des
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Newsgroup-Funktionen in Windows Mail
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Abonnements den Eintrag mit der rechten Maustaste an und wählen den Kontextmenübefehl Eigenschaften. Im Eigenschaftenfenster lässt sich auf der Registerkarte Lokale Datei die Schaltfläche Löschen wählen, um die Dateien von der Festplatte zu entfernen.
28.1.2
So lassen sich Newsgroup-Nachrichten ansehen
Um Nachrichten einer abonnierten Newsgroup einzusehen, reicht es, den Eintrag der Gruppe in der Ordnerliste anzuklicken. Windows Mail lädt bei Bedarf die neuesten Nachrichten der Gruppe vom Newsserver herunter und zeigt dann die Kopfzeilen der betreffenden Gruppe im Fenster der Nachrichtenleiste an (Bild 28.3, Hintergrund). Für jede Nachricht werden dabei ein Betreff, der Name des Autors sowie das Datum der Erstellung aufgeführt. Als Name des Autors wird dabei der in der NewsgroupKontokonfiguration hinterlegte Benutzername verwendet. Nachrichten werden in Newsgroups in so genannten Threads verwaltet, d. h. der Ursprungsbeitrag kann durch andere Besucher der Nachrichtengruppe beantwortet werden. Jeder Beitrag bzw. jede Antwort im Thread kann wiederum Antworten aufweisen. Die Hierarchie dieser Antworten auf den Ursprungsbeitrag wird in einer Thread-Anzeige als Baum dargestellt. Diese Baumdarstellung lässt sich über das am linken Rand der Gruppe Betreff eingeblendete Plussymbol ein- und über das Minussymbol ausblenden. Die Kopfzeilen ungelesener Beiträge der Nachrichtengruppe werden übrigens in der Nachrichtenleiste fett hervorgehoben. Der eigentliche Nachrichtentext wird bei Anwahl der Kopfzeile in der Nachrichtenleiste in der Vorschau eingeblendet. Haben Sie diese Vorschau aus Sicherheitsgründen abgeschaltet, lässt sich der NewsgroupBeitrag durch einen Doppelklick auf den in der Nachrichtenleiste gezeigten Eintrag öffnen. Der Text der Nachricht wird in einem separaten Fenster des Nachrichten-Editors geöffnet (Bild 28.3, Vordergrund). TIPP
Sie können die Nachrichten über die Spaltenköpfe der Nachrichtenleiste nach Datum, Bewertung, Betreff oder Absender sortieren. Klicken Sie einfach auf den betreffenden Spaltenkopf. Der erste Mausklick sortiert in absteigender Reihenfolge, während ein weiterer Mausklick auf den Spaltenkopf die Sortierrichtung umkehrt. Ein kleines Dreieck im Spaltenkopf signalisiert, welche Spalte zur Sortierung herangezogen und in welcher Richtung sortiert wurde. Die in der Nachrichtenleiste vor der Nachricht eingeblendeten Dokumentsymbole zeigen Ihnen durch einen kleinen Pfeil an, wenn eine Nachricht durch Sie mit einem Beitrag beantwortet wurde.
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Kapitel 28 · Newsgroup- und Kontaktverwaltung
Bild 28.3: Beiträge in Nachrichtengruppen abrufen
Wenn Sie das Menü Extras des Windows Mail-Fensters bei angewählter Newsgroup öffnen, finden Sie Befehle, um die nächsten 300 Kopfzeilen oder alle neuen Nachrichtenbeiträge vom Newsserver abzurufen. Der Befehl Newsgroup synchronisieren öffnet ein Dialogfeld zur Auswahl des Synchronisationsumfangs. Voraussetzung zum Herunterladen der neuen Nachrichtenköpfe ist jedoch eine bestehende Internetverbindung. Wurde eine Nachricht mit einem Anhang auf den Newsserver hochgeladen, erscheint in der linken Spalte der Nachrichtenleiste das Symbol einer Büroklammer. Beim Ansehen der Nachricht lassen sich solche Anhänge (ähnlich wie bei E-Mails) speichern. Beachten Sie aber, dass bei Zugriff auf solche Anhänge die gleichen Risiken wie beim Speichern bzw. Öffnen von E-Mail-Anlagen auftreten. Daher ist das Hochladen von Anhängen in vielen Nachrichtengruppen verpönt.
Beiträge verfolgen oder ignorieren Gut frequentierte Nachrichtengruppen weisen in kurzer Zeit viele neue Beiträge auf. Besuchen Sie die Gruppe nur sporadisch, kann es sein, dass ein Sie interessierender Beitrag durch die neuen Beiträge in der Nachrichtenleiste sehr weit nach unten wandert. Sie können aber einen Sie interessierenden Nachrichtenbeitrag zur Verfolgung markieren. Hierzu klicken Sie in der betreffenden Zeile der Nachrichtenleiste auf die zweite Spalte von links. Windows Mail blendet dann ein kleines Brillensymbol in der betreffenden
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Newsgroup-Funktionen in Windows Mail
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Spalte (ggf. für den kompletten Thread) der Nachricht ein, um diese zur Nachverfolgung zu kennzeichnen (Bild 28.3, Hintergrund). Beim Blättern in der Nachrichtenleiste fallen derart markierte Beiträge direkt auf. Häufig gibt es auch Beiträge, die Sie überhaupt nicht interessieren oder deren Inhalt ziemlich unsinnig ist. Solche Nachrichten lassen sich in der Nachrichtenleiste als »zu ignorieren« kennzeichnen. Hierzu klicken Sie die betreffende Nachrichtenzeile ebenfalls in der zweiten Spalte per Maus an. Mit dem ersten Klick wird die Nachricht als »zu verfolgen« gekennzeichnet. Ein zweiter Mausklick zeigt dann über einen durchgestrichenen roten Kreis, dass die Nachricht ignoriert werden soll. Gleichzeitig wird die Kopfzeile in der Nachrichtenleiste abgeblendet dargestellt. Ein weiterer Mausklick auf das Symbol der als »zu ignorieren« gekennzeichneten Nachricht hebt die Markierung wieder auf.
28.1.3
Beiträge in der Newsgroup beantworten
Wenn Sie auf einen Newsgroup-Beitrag antworten möchten, geht dies auf zwei Arten. Die gängige Variante besteht darin, diese Antwort in der Nachrichtengruppe zu posten. Dann steht der Beitrag in der Threadanzeige allen Besuchern zum Abrufen zur Verfügung. Die zweite Möglichkeit besteht darin, dem Verfasser des ursprünglichen Beitrags die Antwort quasi privat als E-Mail zukommen zu lassen. 1. Markieren Sie den Originalbeitrag, auf den Sie antworten möchten, in der Nachrichtenleiste. Oder öffnen Sie den Beitrag im Nachrichtenfenster, indem Sie auf den Eintrag in der Nachrichtenleiste doppelklicken. 2. Klicken Sie in der Symbolleiste des Windows Mail-Fensters bzw. im Fenster des Nachrichten-Editors auf die Schaltfläche Newsgroup antworten, wenn der Beitrag in der Newsgroup gepostet werden soll (Bild 28.4, Hintergrund). Möchten Sie dem Autor des Beitrags eine Antwort per E-Mail zukommen lassen, wählen Sie die Schaltfläche Antworten. 3. Windows Mail öffnet dann das Fenster des Nachrichten-Editors, in dem der Text der ursprünglichen Nachricht bereits enthalten ist (Bild 28.4, Vordergrund). Ergänzen Sie dann den Beitrag um Ihre Antwort und klicken Sie in der Symbolleiste auf die Senden-Schaltfläche. Die Antwort wird dann, je nach Voreinstellung, in den Posteingang übertragen oder direkt zum Newsserver versandt. Die Schaltfläche Antworten bewirkt, dass im Nachrichten-Editor die E-Mail-Adresse des betreffenden Nachrichtenautors als Empfänger eingetragen wird. Dann geht die Nachricht direkt als E-Mail an den Urheber des Nachrichtenbeitrags. Der Versand funktioniert aber nur, wenn von diesem eine gültige E-Mail-Adresse bei der Konfigurierung des Newsgroup-Kontos angegeben wurde. Wegen der missbräuchlichen Verwendung der E-Mail-Adressen gehen aber immer mehr Autoren von Newsgroup-Beiträgen dazu über, die Beantwortung in der Nachrichtengruppe zu verlangen (und geben keine gültige E-MailAdresse mehr an). Die Beantwortung in der Nachrichtengruppe hat zudem den Vorteil, dass auch Dritte von dieser Antwort profitieren können.
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Kapitel 28 · Newsgroup- und Kontaktverwaltung
Bild 28.4: Beiträge einer Nachrichtengruppe beantworten
Alternativ können Sie einen Newsgroup-Beitrag an eine andere E-MailAdresse weiterleiten, indem Sie die Schaltfläche Weiterleiten in der Symbolleiste wählen. Anschließend müssen Sie natürlich die Zieladresse des Nachrichtenempfängers angeben. Der Originaltext eines Beitrags wird automatisch beim Beantworten durch in den Zeilen vorangestellte >-Zeichen gekennzeichnet. Sie können die Antwort, wie in Bild 28.4, Vordergrund, gezeigt und von Windows Mail automatisch vorgesehen, direkt an den Anfang des Nachrichtentextes stellen. Persönlich empfinde ich diese Art der Zitierung sogar als äußerst hilfreich, um beim Navigieren in einem Thread sehr schnell die relevanten Aussagen herauszufischen. Allerdings laufen Sie Gefahr, sich in manchen Nachrichtengruppen einen oberlehrerhaften Verweis und eine Aufforderung zum richtigen »Quoten« von Beiträgen einzuhandeln. Bei diesen Gruppen hat es sich eingebürgert, die Antwort erst nach dem Zitieren des vorherigen Beitrags anzuhängen und das Zitat auf die relevanten Stellen zu kürzen. Details lassen sich z. B. unter web.presby.edu/~nnqadmin/nnq/nquote.html (in englischer Sprache) nachlesen.
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Newsgroup-Funktionen in Windows Mail
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Spezialfall: Community-Anmeldung zur Beantwortung/Bewertung erforderlich Haben Sie beim Abonnieren der Nachrichtengruppen die Unterstützung der Microsoft-Communitys aktiviert, ist eine Anmeldung erforderlich, um die Beiträge zu bewerten oder zu beantworten. Wählen Sie die betreffende Nachrichtengruppe in der Ordnerliste an, erscheint in der Symbolleiste des Windows Mail-Fensters (bei genügend Platz) die Schaltfläche Anmelden. Öffnen Sie den Beitrag einer solchen Community per Doppelklick auf die in der Nachrichtenleiste angezeigte Kopfzeile, enthält das Nachrichtenfenster im Kopfbereich die Schaltfläche Anmelden (Bild 28.4, Hintergrund). Eigentlich signalisiert die Gruppenbezeichnung Bewerten, dass eine Anmeldung lediglich zur Bewertung des Beitrags der Gruppe erforderlich ist. Leider ist es so, dass Windows Mail bei aktivierten Community-Features auch eine Anmeldung zum Beantworten von Beiträgen verlangt. Sie müssen dann auf diese Schaltfläche Anmelden klicken und sich im angezeigten Dialogfeld (Bild 28.5) mittels E-Mail-Adresse und Kennwort an der Community anmelden. Vergessen Sie die Anwahl der Schaltfläche Anmelden, können Sie zwar auf die Schaltfläche Newsgroup antworten klicken und den Antworttext im Nachrichten-Editor eingeben. Spätestens beim Versuch, die Antwort an die Nachrichtengruppe zu versenden, erscheint jedoch der Anmeldedialog (Bild 28.5). Ohne eine gültige Anmeldung lässt sich der Beitrag nicht an die Newsgroup senden.
Bild 28.5: Bei einer Microsoft-Community anmelden
Die Anmeldung an einer Microsoft-Community erfolgt über das Microsoft Passport-Netzwerk über Ihre Windows Live ID. Dies ist ein Dienst, bei dem Sie sich einmalig registrieren müssen. Anschließend können Sie sich gegenüber verschiedenen Diensten im Internet mittels einer E-MailAdresse und eines Kennworts identifizieren. Falls Sie noch kein Passport-Konto mit einer Live ID besitzen, klicken Sie im Dialogfeld Bei Microsoft Communities anmelden auf das in der unteren Ecke angezeigte Symbol Microsoft Passport-Netzwerk. Sie gelangen zu einer Internetseite, in der Sie sich für den Passport-Zugang registrieren können.
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Kapitel 28 · Newsgroup- und Kontaktverwaltung
Leider gibt es noch einen Bug in der Funktion der Community-Anmeldung. Besitzen Sie keine Live ID beim Microsoft Passport-Netzwerk, sollte sich der Anmeldedialog über die Abbrechen-Schaltfläche beenden und dann die Antwort verwerfen lassen. Mir ist es jedoch häufiger passiert, dass nach einer Fehleingabe der Anmeldedialog beim Schließen sofort wieder geöffnet wurde. Sie können das Dialogfeld dann nicht mehr wegklicken und Microsoft Mail nur noch (per Task-Manager) abbrechen.
Beiträge bewerten Microsoft-Communitys ermöglichen, die eingestellten Beiträge mit einer Bewertung zu versehen. Melden Sie sich in der Microsoft-Community mittels des Passport-Kontos an. Sie können hierzu die Schaltfläche Anmelden im Kopf des Nachrichtenfensters oder in der Symbolleiste des Windows Mail-Fensters verwenden. Oder Sie markieren die Nachricht und wählen im Windows Mail-Fenster den Befehl Microsoft Community: Anmelden im Menü Extras. Klicken Sie danach einen Beitrag in der Nachrichtenleiste mit der rechten Maustaste an, können Sie im Kontextmenü den Befehl Bewerten wählen. Im Untermenü finden Sie dann die Befehle Hilfreich und Nicht hilfreich, über die Sie die Bewertung abgeben können. TIPP
Sie können sich auch wieder von einer Community abmelden, indem Sie den Eintrag in der Nachrichtenleiste mit der linken Maustaste anklicken und dann den Befehl Microsoft Community: Abmelden im Menü Extras wählen. Diese Funktion steht jedoch nicht zur Verfügung, sofern Sie die Community-Features beim Abonnieren nicht aktiviert oder nachträglich abgeschaltet haben (siehe die vorherigen Seiten).
28.1.4
Neue Newsgroup-Beiträge erstellen
Anstatt auf einen bereits existierenden Beitrag in einer Nachrichtengruppe zu antworten, können Sie auch einen neuen Thread mit einem eigenen Thema eröffnen. 1. Klicken Sie im Windows Mail-Fenster den Eintrag der betreffenden Newsgroup in der Ordnerliste an. 2. Anschließend wählen Sie in der Symbolleiste des Windows MailFensters die Schaltfläche Neuer Newsbeitrag an (Bild 28.6, Hintergrund). 3. Sobald das Fenster des Nachrichten-Editors erscheint (Bild 28.6, Vordergrund) können Sie die Nachricht verfassen und dann mittels der Senden-Schaltfläche abschicken. Das Fenster des Nachrichten-Editors sieht ähnlich wie beim Erstellen einer neuen E-Mail aus. Statt einer E-Mail-Adresse sind aber im Kopfbereich des Fensters der Newsserver sowie die Newsgroup als Adressanten aufgeführt. Bei Bedarf können Sie aber einen E-Mail-Empfänger im CcFeld hinterlegen, dem eine Kopie des Beitrags zugehen soll. Ergänzen Sie
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Newsgroup-Funktionen in Windows Mail
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das Betreff-Feld der Nachricht um einen aussagefähigen Text und geben Sie den Nachrichtentext ein. Beim Klicken auf die Schaltfläche Senden des Nachrichten-Editors wird die Nachricht verschickt. Je nach Voreinstellung hinterlegt Windows Mail die Nachricht dann im Postausgang oder überträgt sie zum Newsserver.
Bild 28.6: Neuen Newsgroup-Beitrag erstellen
Neu ist bei den Microsoft-Communitys die Möglichkeit, einen Bereitstellungstyp über die im Kopfbereich des Nachrichten-Editors gezeigten Optionsfelder zu vereinbaren. Sie können den neuen Beitrag als Frage, Kommentar oder Vorschlag kennzeichnen. Der Bereitstellungstyp ist jedoch nur verfügbar, wenn die Microsoft-Community-Features beim Abonnement oder später für die Nachrichtengruppen aktiviert wurden (siehe vorherige Seiten). Das Anhängen von Anlagen zu Newsbeiträgen funktioniert wie beim Erstellen von E-Mails. Beachten Sie aber, dass nicht in jeder Nachrichtengruppe Anhänge (wegen der damit verbundenen Gefahren) erwünscht sind. Ähnlich wie bei E-Mails können Sie im Menü der Schaltfläche Neuer Newsbeitrag auch ein Briefpapier für den Hintergrund der Nachricht wählen. Dann wird die Nachricht als HTML-Dokument gestaltet und als solches zum Newsserver verschickt. Beachten Sie aber, dass so etwas bei technischen Newsgroups verpönt ist – dort setzt man auf einfache Textbeiträge.
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Kapitel 28 · Newsgroup- und Kontaktverwaltung
Spezialfall: Cross-Posting in mehreren Nachrichtengruppen Nachrichtengruppen sind sehr nützlich, um Hilfe bei bestimmten Fragestellungen oder Problemen zu erhalten. Gelegentlich ist aber nicht sofort klar, in welchen Nachrichtengruppen eine Antwort zu einem Problem zu erwarten ist. Der intuitive Ansatz wäre dann, die Frage gleich in mehreren Nachrichtengruppen zu stellen, um die Reichweite potentieller Leser zu erhöhen und so die Chance auf Beantwortung zu verbessern. Dies wird aber nicht so gerne gesehen, da eine Antwort nur in einer Nachrichtengruppe dem Beitrag zugeordnet wird. Anstatt getrennte Nachrichten in mehreren Newsgroups zu hinterlegen, können Sie die Möglichkeit eines Cross-Postings verwenden. Gehen Sie wie beim Verfassen eines neuen Newsgroup-Beitrags vor. Sobald das Fenster des Nachrichten-Editors geöffnet ist (Bild 28.7, Hintergrund), klicken Sie auf die im Kopfbereich eingeblendete Schaltfläche Newsgroups. Windows Mail öffnet das Dialogfeld aus Bild 28.7, Vordergrund. Wählen Sie in der linken Liste die gewünschten Nachrichtengruppen aus und tragen Sie diese mittels der Schaltfläche Hinzufügen in die rechte Liste ein. Anschließend können Sie das Dialogfeld über die OK-Schaltfläche schließen. Windows Mail verwendet dann die angegebenen Nachrichtengruppen beim Veröffentlichen des Beitrags. Da die beim Cross-Posting benutzten Nachrichtengruppen im Beitrag enthalten sind, kann ein Newsclient Antworten in allen Nachrichtengruppen berücksichtigen.
Bild 28.7: Cross-Posting von Newsgroup-Beiträgen
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28.2 Arbeiten mit Kontakten Windows Vista besitzt eine eigene Funktion zur Verwaltung von Adressen – auch als Kontakte bezeichnet (dient für das in älteren WindowsVersionen enthaltene Adressbuch). Sie können nicht nur Adressen mit Anschrift und Telefonnummer hinterlegen. Die Funktion verwaltet zusätzlich die E-Mail-Adressen der eingetragenen Personen und ermöglicht es, vielfältige Informationen zu sammeln. Diese Kontaktdaten lassen sich in anderen Anwendungen wie dem Terminkalender oder in Windows Mail sowie direkt unter Windows nutzen. Nachfolgend werden die Funktionen der Kontaktverwaltung vorgestellt.
28.2.1
So gelangen Sie an die Kontaktdaten
Der Zugriff auf die Kontakte ist direkt unter Windows Vista möglich, indem Sie (z. B. über das Startmenü) den Ordner Computer öffnen und dann den Zweig Desktop/Konto/Kontakte wählen (wobei Konto hier für den Namen des Benutzerkontos steht). Oder Sie öffnen im Startmenü den Zweig Alle Programme und klicken auf Windows-Kontakte.
Bild 28.8: Ordnerfenster Kontakte
In Windows Mail sowie im Windows-Kalender finden Sie eine Schaltfläche Kontakte in der Symbolleiste, um auf die Kontaktliste zuzugreifen. Zudem können Sie im Windows-Terminkalender die Kontakte direkt über den Befehl Kontakte im Menü Ansicht abrufen. Windows Mail weist im Menü Extras einen Befehl Windows-Kontakte auf. In allen Fällen zeigt Windows Vista das Ordnerfenster Kontakte (Bild 28.8). Dieses
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Kapitel 28 · Newsgroup- und Kontaktverwaltung
listet alle Kontakte auf, die Sie entweder manuell eingetragen oder aus EMails und News übernommen haben. Die Symbolleiste des Fensters besitzt darüber hinaus Schaltflächen, um Kontakte anzulegen, zu löschen und zu importieren bzw. zu exportieren oder in Gruppen zusammenzufassen.
28.2.2
Kontaktdaten nachschlagen
Möchten Sie schnell auf die Einträge des Ordners Kontakte zugreifen und Kontaktdaten (z. B. Telefonnummer oder Anschrift) eines Eintrags nachschlagen?
Bild 28.9: Kontakte nachschlagen
1. Klicken Sie in das Suchen-Feld in der rechten oberen Ecke des Kontaktfensters und tippen einen Suchbegriff ein (Bild 28.9, Hintergrund). 2. Windows reduziert dann die angezeigten Kontakte, so dass nur noch zutreffende Einträge in der Liste erscheinen. Durch Löschen des Suchbegriffs können Sie die Anzeige aller Kontakte erreichen. 3. Um die Details zu einem Kontakt anzusehen, wählen Sie den betreffenden Kontakt per Doppelklick im Ordnerfenster Kontakte an.
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Windows öffnet ein Eigenschaftenfenster (Bild 28.9, Vordergrund), auf dessen Registerkarte Zusammenfassung die Kontaktdaten hinterlegt sind. Auf weiteren Registerkarten können Sie E-Mail-Adressen, Privatoder Geschäftsadressen und mehr einsehen. Über die OK-Schaltfläche lässt sich das Eigenschaftenfenster wieder schließen. TIPP
Sie können die Suche nach dem Eingeben des ersten Suchmusters im Suchen-Feld des Ordnerfensters über die Schaltfläche Erweiterte Suche ausdehnen. Dabei lassen sich die gleichen Techniken wie beim Suchen nach Ordnern und Dateien nutzen (siehe Kapitel 12).
28.2.3
Neue Kontakte anlegen und Daten pflegen
Zur Eingabe eines neuen Kontakts klicken Sie im Ordnerfenster eine freie Stelle mit der rechten Maustaste an und wählen im Kontextmenü die Befehle Neu/Kontakt. Alternativ können Sie in der Symbolleiste des Kontaktordners auf die Schaltfläche Neuer Kontakt klicken. Anschließend lassen sich im Eigenschaftenfenster die Kontaktdaten auf den angezeigten Registerkarten eingeben. Wählen Sie einen Kontakteintrag im Ordnerfenster per Doppelklick an, können Sie dessen Daten ebenfalls auf den Registerkarten des Eigenschaftenfensters pflegen.
Registerkarte Name und E-Mail Auf der Registerkarte Name und E-Mail können Sie den Namen, den Vornamen, den Spitznamen und weitere Informationen des Kontakts eintragen (Bild 28.10). Das Listenfeld Vollständiger Name ermöglicht, die aus Name und Vorname kombinierte Angabe in verschiedenen Varianten (Name, Vorname oder Vorname, Name etc.) abzurufen. Ein Kontakt kann mehrere E-Mail-Adressen aufweisen, die sich auf der Registerkarte Name und E-Mail eintragen lassen. Die E-Mail-Adresse wird im Feld E-Mail eingegeben und mittels der Hinzufügen-Schaltfläche in die Liste der E-Mail-Adressen übernommen. Eine dieser E-Mail-Adressen können Sie markieren und mittels der Schaltfläche Als bevorzugt kennzeichnen. Diese Adresse wird beim Versenden von E-Mails an diesen Kontakt benutzt. Nicht mehr benötigte oder ungültige E-Mail-Adressen markieren Sie in der Liste und löschen sie über die Entfernen-Schaltfläche. Zum Korrigieren einer markierten EMail-Adresse verwenden Sie die Schaltfläche Bearbeiten. Besitzen Sie ein Foto der betreffenden Person, klicken Sie auf das auf der Registerkarte angezeigte Bild. Über das eingeblendete Menü können Sie das Bild entfernen oder über den Befehl Bild ändern ein Dialogfeld zur Auswahl des einzublendenden Fotos öffnen.
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Kapitel 28 · Newsgroup- und Kontaktverwaltung
Bild 28.10: Registerkarte Name und E-Mail
Registerkarten Privat, Arbeit und Familie Auf den Registerkarten Privat und Arbeit können Sie Adressdaten, Telefonnummern etc. aus dem privaten und geschäftlichen/beruflichen Umfeld des Kontakts eintragen, falls diese relevant sind (Bild 28.11).
Bild 28.11: Registerkarten Privat und Arbeit
Anschriften sind beispielsweise beim Schreiben von Briefen recht hilfreich und lassen sich über den Kontaktordner schnell nachgeschlagen. Auch die Telefonnummern können bei der Kontaktaufnahme hilfreich sein – Sie können über Windows-Kontakte quasi ein privates bzw. geschäftliches Telefonbuch/Telefonregister aufbauen. Das Feld Website
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Arbeiten mit Kontakten
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erlaubt Ihnen, die Adresse eines Webauftritts des Kontakts zu hinterlegen und über die Schaltfläche Gehe zu die betreffende Site im Browser zu öffnen. Die Registerkarte Familie ermöglicht es, den Geburtstag und ggf. ein Jubiläum des Kontakts sowie die Namen der Familienangehörigen (Ehepartner, Kinder) einzutragen. Kinder lassen sich über die Schaltfläche Hinzufügen in die betreffende Liste aufnehmen. Die Namen korrigieren Sie über die Bearbeiten-Schaltfläche.
Bild 28.12: Registerkarte Familie
Die Informationen der Registerkarten werden beim Schließen des Eigenschaftenfensters mittels der OK-Schaltfläche im Kontakteintrag gespeichert. TIPP
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Sie können Windows-Kontakte auch zum Erstellen Ihrer elektronischen Visitenkarte verwenden. Für diese Visitenkarte legen Sie einen neuen Kontakt an und tragen Ihren Namen samt den Daten, die Sie veröffentlichen möchten, ein. Zum Versenden der elektronischen Visitenkarte klicken Sie den Kontakteintrag im Ordnerfenster mit der rechten Maustaste an und wählen den Kontextmenübefehl Kontakt senden. Windows erzeugt dann eine neue E-Mail, öffnet diese im Fenster des Nachrichten-Editors und fügt die Visitenkarte als VCF-Datei im Feld Anfügen ein. Der Empfänger kann dann die Anlage öffnen und Ihre Kontaktdaten einsehen.
Kapitel 28 · Newsgroup- und Kontaktverwaltung
28.2.4
Gruppe erstellen und verwalten
Kontakte lassen sich in Gruppen sammeln, um mehrere Mitglieder einer Kontaktliste zu einer logischen Einheit zusammenzufassen. Verwenden Sie den Gruppennamen als Empfängerangabe in einer Nachricht, erhalten alle Gruppenmitglieder diese Nachricht, was Zeit spart. Tragen Sie aber die Gruppe im Feld Bcc ein, damit die Empfänger der Nachricht die Kontaktdaten der Gruppen nicht zu sehen bekommen. 1. Um eine Gruppe anzulegen, wählen Sie in der Symbolleiste des Ordnerfensters Kontakte die Schaltfläche Neue Kontaktgruppe (Bild 28.13, oben im Hintergrund). 2. Die Gruppe wird im Kontaktordner angelegt und Windows öffnet das Eigenschaftenfenster der Gruppe zur Bearbeitung der Gruppeneinträge (Bild 28.13, links). Auf der Registerkarte Kontaktgruppe können Sie im Textfeld Gruppenname den Namen für die Gruppe anpassen. 3. Klicken Sie danach auf die Schaltfläche Zu Kontaktgruppe hinzufügen, um das in Bild 28.13, rechts, gezeigte Dialogfeld mit den Kontakten zu öffnen. 4. Markieren Sie die gewünschten Kontakte im Dialogfeld (z. B. durch Anklicken bei gedrückter (Strg)-Taste) und übertragen Sie diese mittels der Hinzufügen-Schaltfläche in die Gruppe. Auf der Registerkarte Kontaktgruppendetails können Sie bei Bedarf weitere Informationen zur Gruppe hinzufügen. Das Eigenschaftenfenster schließen Sie über die OK-Schaltfläche.
Bild 28.13: Erstellen einer Gruppe
Zum Entfernen nicht mehr benötigter Kontakte oder Gruppen markieren Sie diese und klicken anschließend auf die Löschen-Schaltfläche der Symbolleiste (oder wählen Sie den entsprechenden Kontextmenübefehl). Bearbeiten lassen sich Kontakte und Gruppen, indem Sie den betreffenden Eintrag per Doppelklick anwählen.
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Arbeiten mit Kontakten
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Neben Kontakten lassen sich im Kontaktordner auch Ordner über den Kontextmenübefehl Neu/Neuer Ordner anlegen. Sie können dann Kontakte in diese Ordner verschieben, um die Kontaktliste ggf. in logische Einheiten zu strukturieren.
Kontaktdaten aus E-Mails übernehmen Haben Sie eine E-Mail von einer dritten Person erhalten oder aus einem Newsgroup-Beitrag herausgezogen? Benötigen Sie die E-Mail-Adresse zu einem späteren Zeitpunkt erneut, empfiehlt sich die Übernahme in den Kontaktordner. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die Nachricht in der Nachrichtenleiste des Windows Mail-Fensters und wählen Sie den Kontextmenübefehl Absender zu den Kontakten hinzufügen aus.
Kontakte importieren Besitzen Sie bereits ein Adressbuch eines anderen Programms, lassen sich dessen Daten häufig in eine Zwischendatei (im CSV-Format) exportieren. In früheren Windows-Versionen verwendete Outlook Express ein Adressbuch, dessen Daten Sie ebenfalls importieren können.
Bild 28.14: Importieren von Kontakten
1. Öffnen Sie den Ordner Kontakte und wählen Sie in der Symbolleiste den Befehl Importieren. 2. Wählen Sie im angezeigten Dialogfeld In Windows-Kontakte importieren (Bild 28.14, rechts) den Eintrag Windows-Adressbuchdatei und klicken Sie auf die Importieren-Schaltfläche.
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Kapitel 28 · Newsgroup- und Kontaktverwaltung
3. Suchen Sie im zweiten Dialogfeld Import des Windows-Adressbuchs (Bild 28.14, links) die Adressbuchdatei und klicken Sie auf die Öffnen-Schaltfläche. Eine Fortschrittsanzeige informiert Sie über den Ablauf des Imports. Anschließend können Sie die Kontaktdaten im Ordner Kontakte bearbeiten. Ältere Windows-Versionen speichern die Kontaktdaten in WABAdressbuchdateien. Bei Windows XP finden Sie diese im Zweig Dokumente und Einstellungen des Windows-Laufwerks in den Unterordnern des Benutzerkontos. Lassen Sie ggf. nach der Dateinamenerweiterung .wab suchen, um den genauen Pfad zu ermitteln. Beachten Sie aber, dass zur Suche die Anzeige versteckter Dateien eingeschaltet sein muss. Zudem benötigen Sie ggf. Administratorrechte, um auf die WAB-Dateien anderer Benutzer zuzugreifen. Manchmal ist es daher günstiger, das Windows-Adressbuch in Outlook Express oder Microsoft Outlook über den Befehl Exportieren des Menüs Datei gezielt in einen Ordner zu exportieren und später in Windows Vista im Kontaktordner zu importieren.
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29 Netzwerke einrichten und konfigurieren Windows Vista erlaubt, mehrere Rechner per Kabel oder mittels Funk zu einem Netzwerk zusammenzuschalten. Auch der Internetzugang per DSL-(W)LAN-Router erfordert eine Netzwerkverbindung zwischen Rechner und Router. Nachfolgend erfahren Sie, wie sich Netzwerke unter Windows Vista in Betrieb nehmen lassen.
29.1 Netzwerkgrundlagen – das sollten Sie wissen Sofern Sie bisher noch nie etwas mit einem Netzwerk zu tun hatten, können Sie nachfolgend das Wissen zu den Netzwerkgrundlagen erwerben. Dies hilft Ihnen bei der Planung des eigenen Netzwerks.
29.1.1
Netzwerkkarten und Verkabelung
Die Vernetzung von Computern lässt sich über Kabel oder Funktechnik durchführen. Moderne Rechner sind bereits standardmäßig auf dem Motherboard mit Netzwerkunterstützung ausgestattet und weisen auf der Geräterückseite eine RJ45-Buchse (siehe rechte Buchse in Bild 29.1) für Netzwerkverbindungen auf. Ältere Rechner lassen sich ggf. mit einer Netzwerkkarte oder einem WiFi-Drahtlosnetzwerkadapter nachrüsten.
Bild 29.1: Netzwerkkarte mit verschiedenen Anschlusstechniken
Die Bild 29.1 zeigt eine ältere Netzwerkkarte, die noch alle in der IEEE 802.3-Norm beschriebenen Anschlussvarianten unterstützt. Die linke Buchse erlaubt den Anschluss von Thin Wire-Ethernet-Komponenten über eine BNC-Buchse bzw. BNC-T-Stecker. Die mittlere Buchse erlaubt das Verbinden eines Thick Wire-Ethernet-Anschlusskabels (kommt im Privatbereich praktisch nicht mehr vor). Die rechte RJ45Buchse erlaubt den Anschluss von Twisted Pair-Ethernet-Kabeln.
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Netzwerkgrundlagen – das sollten Sie wissen
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Zur Vernetzung mehrerer Computer über Kabel kommt mittlerweile fast ausschließlich die so genannte Twisted Pair-Verkabelung (10Base2) zum Einsatz, die verdrillte Telefonkabel (CAT-5 UTP-Kabel, maximale Leitungslänge ca. 90 m) benutzt. Moderne PCI-Netzwerkkarten weisen daher auch nur noch eine RJ45-Anschlussbuchse (rechte Buchse in Bild 29.1) für die Twisted Pair-Verkabelung auf. Für die Twisted Pair-Verkabelung bietet der Handel bereits vorkonfektionierte und ungeschirmte so genannte Cat-5 UTP-Kabel (UTP steht für Unshielded Twisted Pair) an. Diese besitzen den in Bild 29.2 gezeigten Stecker, der in die RJ45-Anschlussbuchsen des Netzwerkausgangs passt.
Bild 29.2: RJ45-Stecker an einem Cat-5 UTP-Kabel
Um lediglich zwei Rechner über Twisted Pair-Kabel miteinander zu vernetzen, können Sie auf so genannte CrossOver-Kabel zurückgreifen. Bei diesen Kabeln sind die Anschlüsse in einem Stecker gedreht. Sie brauchen das Kabel nur in die RJ45-Buchsen der beiden Rechner einzustecken. Fertig ist die Netzwerkverkabelung.
Bild 29.3: DSL-WLAN-Router mit Funkanschluss (Quelle: AVM)
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Kapitel 29 · Netzwerke einrichten und konfigurieren
Um mehr als zwei Rechner zu vernetzen, wird eine sternförmige Verkabelung über CAT-5 UTP-Kabel vorgenommen. Im Knotenpunkt kommt dann ein Koppelelement zum Einsatz, das als passiver Hub, als Switch oder als Router (Bild 29.3) ausgeführt werden kann. Je nach Netzwerkkarte kann über die Twisted Pair-Verkabelung ein Netzwerk mit 10 Megabit (veraltet), 100 Megabit oder 1 Gigabit Übertragungsgeschwindigkeit aufgebaut werden. Die Angabe 10/100 bei Netzwerkkarten besagt, dass die Karte wahlweise beide Geschwindigkeiten unterstützt. Sind im Netzwerk nur 100-Megabit-Karten eingesetzt, richten sich diese auf die höhere Übertragungsgeschwindigkeit ein. Bei einem gemischten Betrieb, bei dem noch die älteren 10-Megabit-Karten verwendet werden, stellen sich alle Karten im Netzwerk auf diese niedrigere Geschwindigkeit ein. Ein Hub ist nichts anderes als ein passiver Knoten, der die sternförmige Verkabelung der Rechner über CAT-5 UTP-Leitungen erlaubt. Alle Datenpakete eines Rechners werden an alle anderen Netzwerkteilnehmer geleitet. Diese müssen dann die jeweils relevanten Pakete herausfiltern. Bei hohem Datenverkehr reduziert dies die Übertragungsleistung, da ein Rechner häufig fremde Datenpakete empfängt. Um eine bessere Übertragungsverteilung zu erreichen, wurden Switches entwickelt. Ein Switch ist eine mit Intelligenz ausgestattete Verteilstation, die ebenfalls mehrere Rechner über CAT-5 UTP-Kabel sternförmig miteinander verbindet. Der Switch kennt aber die Netzwerkadressen der einzelnen Teilnehmer und kann so von einer Station eintreffende Datenpakete direkt zum Ausgang des Zielrechners umleiten. Dies führt bei größeren Netzwerken zu einer Reduktion des Datenverkehrs. Zudem erlauben Switches unterschiedliche Übertragungsgeschwindigkeiten (10 oder 100 MBit) auf den jeweiligen Eingängen. Ein Router ist eine intelligente Koppelstation, die eine Verbindung zwischen Netzwerksegmenten herstellt. Datenpakete, die an Rechner des internen Netzwerks gehen, werden direkt an die betreffenden Stationen geleitet. Empfängt der Router ein Datenpaket, dessen Empfängeradresse außerhalb des internen Netzwerks liegt, wird dieses Paket in ein weiteres Teilnetz weitergereicht. Router (Bild 29.3) kommen in Heimnetzwerken in der Regel zum Einsatz, um mehrere Rechner intern über CAT-5 UTP-Kabel zu vernetzen und gleichzeitig allen Rechnern eine DSL-Verbindung (externes zweites Netzwerk) bereitzustellen. Hierzu ist der Router typischerweise mit vier RJ45-Buchsen für die Anbindung der lokalen Rechner sowie mit einer RJ45-Buchse für den DSLAnschluss ausgestattet. Interne Datenpakete werden direkt zwischen den Rechnern des lokalen Netzwerks geroutet. Erkennt der Router eine Anfrage an das Internet, leitet er das Datenpaket über die DSL-Leitung weiter. Aus dem Internet eintreffende Antworten werden ebenfalls an den betreffenden Rechner zurückgeroutet. Sind die zu vernetzenden Rechner sehr weit auseinander, erfordert eine Verkabelung mit CAT-5 UTP-Kabeln einen gewissen Aufwand. Um die erforderlichen Installationsarbeiten zu vermeiden, bietet die Firma Devolo
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Netzwerkgrundlagen – das sollten Sie wissen
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Bild 29.4: Koppeladapter für die PowerLine-Technologie (Quelle: Devolo)
spezielle Adapter an (Bild 29.4), die eine Netzwerkverbindung über das lokale Stromnetz erlauben. Sie brauchen dann nur zwei dieser Koppelstationen in die im jeweiligen Raum vorhandenen Steckdosen zu stecken und dann diese Stationen über CAT-5-Kabel mit den RJ45-Netzwerkanschlüssen des Rechners zu verbinden. Dann sorgt die Devolo PowerLine-Technik für die Übertragung der Datenpakete über die Stromleitung.
Bild 29.5: WiFi-WLAN-Netzwerkkarte
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Kapitel 29 · Netzwerke einrichten und konfigurieren
Die zweite sehr populäre Variante besteht in der Verwendung von Funknetzwerken (auch als WiFi-LAN bezeichnet). Hierbei werden WiFiLAN-Netzwerkkarten (Bild 29.5) bzw. WLAN-USB-Sticks zur Vernetzung der jeweiligen Rechner benutzt. Bei Funknetzwerken gibt es mehrere Standards. Die ältere und langsamere 802.11b-Norm erlaubt eine (theoretische) Übertragungsgeschwindigkeit von 11 Megabit. Moderne WiFi-LAN-Komponenten unterstützen dagegen die 802.11g-Norm, die Übertragungsraten bis zu 54 Megabit zulässt. Zwischenzeitlich sind sogar noch schnellere WLAN-Netze verfügbar. In der Praxis ist es wichtig, dass die benutzten WiFi-LAN-Adapter und Übertragungskomponenten aufeinander abgestimmt sind. Dies ist bei der 802.11b-Norm faktisch immer gegeben und bei 802.11g gibt es zwischenzeitlich auch kaum noch Probleme mit der Kompatibilität. Beachten Sie auch, dass die praktisch erreichbaren Übertragungsgeschwindigkeiten deutlich unter diesen theoretischen Werten liegen können. Vom Autor durchgeführte Versuche zeigten, dass z. B. bei einer stahlbewehrten Betondecke die Nettodatenübertragungsrate eines 54-Megabit-802.11g-Netzwerks auf unter 1 Megabyte pro Sekunde sinken kann. Zusätzlich gibt es noch die unter dem Kürzel Bluetooth firmierende Funktechnik, die mehr für Handy- oder PDA-Datenfunk zum Einsatz kommt. Bluetooth ist für Funkstrecken bis 10 Meter und eine Datenrate bis zu 1 Megabit definiert. Es gibt auch Bluetooth-Adapter für PCs, die zum Aufbau eines MiniFunknetzwerks einsetzbar sind. Wegen der reduzierten Datenrate und Reichweite empfiehlt sich dieser Ansatz aber nur für Speziallösungen und wird hier nicht weiter behandelt.
29.1.2
Was benötigen Sie für ein Netzwerk?
Um zwei oder mehr Rechner miteinander zu vernetzen, benötigen Sie an jedem Rechner einen Netzwerkanschluss sowie die zugehörige Verkabelung. Oder Sie verwenden einen WiFi-LAN-Router als Zentralstelle und statten die einzelnen Rechner mit einer WLAN-Funkkarte bzw. einem WLAN-USB-Stick aus. Neben der Hardware wird noch eine entsprechende Netzwerksoftware benötigt, die die Übertragungsprotokolle bereitstellt und die Netzwerksteuerung übernimmt. Windows Vista enthält, bis auf die für die Ansteuerung der Netzwerkkarten benötigten Treiber, alle Netzwerkfunktionen. Sie brauchen beim Einbau von Netzwerkkarten nur noch die Treiber zu installieren und können dann das Netzwerk einrichten bzw. automatisch durch Windows Vista konfigurieren lassen. Auf die Vernetzung über serielle Nullmodemkabel oder USB-Netzwerkkabel sollten Sie übrigens verzichten. Nullmodemkabel erlauben nur einen geringen Datendurchsatz. USB-Netzwerkkabel hatten nur ihre Daseinsberechtigung, als Computer noch nicht mit Netzwerkanschlüssen ausgestattet und Netzwerkadapter noch sehr teuer waren. Diese Lösungen (z. B. PC-Direktverbindungen) bleiben daher in diesem Buch unberücksichtigt.
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Inbetriebnahme des Netzwerks
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29.2 Inbetriebnahme des Netzwerks Der folgende Abschnitt erläutert die Schritte zur Inbetriebnahme eines kleinen Netzwerks im Heimbereich.
29.2.1
Erstinbetriebnahme eines LANNetzwerks
Um zwei oder mehr Rechner mit LAN-Kabeln zu einem (Heim-)Netzwerk zu verbinden, installieren Sie ggf. die Netzwerkkarten samt Treibern gemäß den Angaben der Hersteller. Zusätzlich müssen Sie die Verkabelung zwischen den Rechnern und der Koppelstation (Hub, Switch oder Router) herstellen. Sobald die Hardware samt Treibern korrekt eingerichtet und verkabelt ist, schalten Sie den ersten Rechner ein. Dann erkennt Windows Vista die Netzwerkkarte und richtet bereits eine Grundkonfiguration für das Netzwerk ein. In weiteren Schritten lassen sich die restlichen Rechner einschalten und werden durch Windows Vista für den Netzwerkbetrieb vorbereitet. Dies erfolgt alles automatisch durch Windows Vista und im Idealfall können Sie mit dem Netzwerk arbeiten. In der Praxis sind jedoch verschiedene Einstellungen und Optimierungen vorzunehmen, die in den nachfolgenden Abschnitten beschrieben werden.
Wie kann ich das Netzwerk einsehen? Um festzustellen, ob das Netzwerk funktioniert und ob bereits weitere Stationen erkannt wurden, lässt sich das Ordnerfenster Netzwerk öffnen. 1. Wählen Sie im Startmenü in der rechten Spalte den Befehl Netzwerk. Sobald das Ordnerfenster Netzwerk geöffnet wurde, sollten Sie dort bereits die von Windows Vista erkannten Computer und Geräte sehen (Bild 29.6, links). 2. Erscheint dagegen im Ordnerfenster die in Bild 29.6, rechts im Hintergrund, gezeigte Informationsleiste mit dem Hinweis, dass die Netzwerkerkennung deaktiviert ist, klicken Sie auf die Informationsleiste und wählen Sie im Menü den Befehl Netzwerkerkennung und Dateifreigabe aktivieren. 3. Bestätigen Sie die Sicherheitsabfrage der Benutzerkontensteuerung über die Fortsetzen-Schaltfläche. 4. Danach müssen Sie in einem Dialogfeld (Bild 29.6, rechts im Vordergrund) vorgeben, ob die Netzwerkerkennung für ein privates Netzwerk oder für ein öffentliches Netzwerk eingeschaltet werden soll. Die Festlegung im Dialogfeld, ob es sich um ein privates oder ein öffentliches Netzwerk handelt, beeinflusst die durch Windows Vista vorgenommenen Firewall-Einstellungen sowie die Anzeige im Ordnerfenster Netzwerk. 쮿
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Für ein Heimnetzwerk können Sie beim Einschalten der Netzwerkerkennung die Option Nein, das Netzwerk, zu dem eine Verbindung besteht, zu einem privaten Netzwerk machen wählen. Dann konfiguriert Windows Vista die Firewall so, dass die Netzwerkgeräte inner-
Kapitel 29 · Netzwerke einrichten und konfigurieren
halb des Netzwerks erkannt werden können. Im Ordnerfenster Netzwerk werden Sie dann auch das Symbol des eigenen Rechners sehen. 쮿
Verwenden Sie in einem öffentlichen Netzwerk ein Notebook (z. B. zum Internetzugang zu einem Hotspot), wählen Sie die Option Ja, die Netzwerkerkennung und Freigabe von Dateien für alle öffentlichen Netzwerke aktivieren. In diesem Fall verhindert Windows Vista, dass das System für andere Computer sichtbar ist, und deaktiviert die Netzwerkerkennung für den Computer. Der Name des Rechners taucht dann nicht im Ordnerfenster Netzwerk auf.
Bild 29.6: Ansichten eines Heimnetzwerks
Welche Geräte bei Ihnen im Ordnerfenster Netzwerk erscheinen, hängt also von der Konfiguration des Netzwerks sowie von den eingeschalteten Rechnern und UPnP-Komponenten ab. In Bild 29.6 sind sowohl drei Rechner als auch mehrere UPnP-Netzwerkgeräte zu sehen. Tauchen trotz eingeschalteter Netzwerkerkennung keine Geräte auf, müssen Sie die Konfiguration überprüfen und eine Fehlerdiagnose durchführen (siehe die folgenden Abschnitte). UPnP ist das Kürzel für Universal Plug-and-Play, einen Standard, der den Anschluss von Geräten über ein Netzwerk erlaubt. LAN- oder WLAN-Router identifizieren sich gegenüber Windows Vista ggf. als UPnP-Geräte. Auch Netzwerkdrucker, Media Center-Extender etc. oder der Windows Media Player können als UPnP-Geräte im Netzwerk auftauchen. In Windows XP existiert ein eigener Befehl, um die Anzeige von UPnP-Geräten in der Netzwerkumgebung ein- oder auszuschalten. In Windows Vista wird die Anzeige von UPnP-Geräten über die Netzwerkerkennung gesteuert.
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Falls es Probleme gibt und die Rechner nicht im Netzwerk erkannt werden oder wenn Sie bestimmte Wünsche bezüglich der Benennung der Rechner im Netzwerk haben, finden Sie in den folgenden Abschnitten Hinweise zur Konfigurierung des Netzwerks.
29.2.2
Einstellungen im Netzwerk- und Freigabecenter überprüfen
Bei der ersten Inbetriebnahme verwendet Windows Vista Standardeinstellungen für das Netzwerk (z. B. den Arbeitsgruppennamen »WORKGROUP«). Nicht immer wird das automatische Einrichten des Netzwerks klappen. Wird der Vista-Rechner z. B. zu einem bereits vorhandenen Netzwerk hinzugefügt, sind einige Anpassungen erforderlich. Um die Einstellungen zu überprüfen oder anzupassen, müssen Sie das (in Vista neu eingeführte) Netzwerk- und Freigabecenter mit folgenden Schritten öffnen. 1. Öffnen Sie das Ordnerfenster Netzwerk über den Eintrag in der rechten Spalte des Startmenüs. 2. Klicken Sie im Ordnerfenster Netzwerk auf die in der Symbolleiste eingeblendete Schaltfläche Netzwerk- und Freigabecenter (Bild 29.6, rechts im Hintergrund), um dieses aufzurufen. Das Fenster des Netzwerk- und Freigabecenters (Bild 29.7) ist so etwas wie das Regiezentrum zur Analyse und Verwaltung Ihres Netzwerks. 쮿
Sie finden im rechten oberen Teil des Fensters eine Netzwerkdarstellung in grafischer Form. Diese zeigt die Verbindungen, die vom eigenen Computer zum Netzwerk und ggf. zum Internet möglich sind. In dem Rechner, dessen Konfiguration in Bild 29.7 gezeigt wird, sind zwei Netzwerkkarten eingebaut, wobei eine Karte eine Verbindung zu einem WLAN-Router mit DSL-Zugang besitzt. Das zweite Netzwerk verbindet zwei Rechner und wird als unbekanntes Netzwerk aufgeführt. Folglich erscheint in der grafischen Darstellung der Hinweis auf mehrere Netzwerke.
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Im unteren Teil der rechten Spalte werden verschiedene Einstellungen im Netzwerk aufgelistet. Sie sehen für jedes Netzwerk mindestens den Netzwerknamen, die Art der Verbindung (z. B. LAN) und den Status. In Bild 29.7 ist der Rechner Teil eines privaten Netzwerks mit dem Namen Born-Büro, hat aber auch Zugriff auf ein öffentliches Netzwerk, das keinen Namen besitzt.
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In der Rubrik Freigabe und Erkennung in der rechten Spalte des Netzwerk- und Freigabecenters finden Sie eine Übersicht über die Status verschiedener Einstellungen wie die Freigabe von Dateien und Druckern, die Netzwerkerkennung etc.
Über die am linken Rand des Fensters angebotenen Befehle der Aufgabenleiste können Sie auf verschiedene Funktionen zur Verwaltung des Netzwerks zugreifen. Beachten Sie aber, dass zum Verändern von Netzwerkeinstellungen Administratorrechte erforderlich sind. Arbeiten Sie unter einem Standardbenutzerkonto, fragt die Benutzerkontensteuerung
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Kapitel 29 · Netzwerke einrichten und konfigurieren
Bild 29.7: Netzwerk- und Freigabecenter
den Namen und das Kennwort eines Administratorkontos ab. Beim Arbeiten unter einem Administratorkonto müssen Sie ggf. die Nachfrage der Benutzerkontensteuerung über die Schaltfläche Fortsetzen bestätigen, um die Änderungen durchzuführen. Zudem erfordern einige Änderungen, dass der Rechner anschließend neu gestartet wird.
Bild 29.8: Netzwerkübersicht
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TIPP
Die grafische Darstellung des Netzwerks im oberen Bereich des Netzwerk- und Freigabecenters (siehe Bild 29.7, oberer rechter Bereich) ist nicht nur ein nettes Gimmick, sondern erlaubt Ihnen den direkten Zugriff auf bestimmte Informationen. Doppelklicken Sie auf das Symbol des Rechners, öffnet sich das Ordnerfenster Computer. Ein Doppelklick auf das Netzwerksymbol öffnet das Ordnerfenster Netzwerk und mit dem Doppelklick auf das angezeigte Symbol Internet erscheint das Fenster des Internet Explorers. Klicken Sie auf den Hyperlink Gesamtübersicht anzeigen, öffnet Windows das in Bild 29.8 gezeigte Fenster Netzwerkübersicht. Dort wird eine grafische Übersicht über das gesamte Netzwerk eingeblendet. Sie sehen also sofort, ob alle Netzwerkgeräte erkannt werden. Zeigen Sie auf eines der eingeblendeten Symbole, erscheint eine QuickInfo mit Details zum betreffenden Netzwerkelement. Über diese QuickInfo erfahren Sie z. B. die IP- und MACAdressen der betreffenden Komponenten. Ein Mausklick auf ein Symbol öffnet das zugehörige Ordner- oder Browserfenster. Beachten Sie aber, dass diese Netzwerkübersicht standardmäßig nur für Windows Vista-Netzwerkstationen funktioniert. In Bild 29.8 wird am unteren Rand die Station Wien aufgelistet, die sich nicht in die Übersicht einfügen lässt. Der Grund: Es handelt sich um einen Windows XP-Rechner, auf dem das von Windows Vista benötigte Protokoll (Link-Layer Topology Discovery (LLTD)) zur Verbindungsschicht-Topologieerkennung nicht installiert wurde. Um Windows XP-Rechner im Netzwerk zu erkennen, müssen Sie diese Erweiterung von der Microsoft Website www.microsoft.com herunterladen (nach dem Begriff »KB922120« suchen lassen) und auf dem betreffenden Netzwerkrechner installieren.
29.2.3
Netzwerkname und Standorttyp ändern
Das Netzwerk- und Freigabecenter listet das Netzwerk mit einem Namen auf, den Sie frei vergeben können. Zudem lässt sich vorgeben, ob das Netzwerk öffentlich oder privat ist. 1. Öffnen Sie das Netzwerk- und Freigabecenter über die betreffende Schaltfläche des Ordnerfensters Netzwerk (siehe vorherige Seiten). 2. Klicken Sie in der rechten Spalte des Netzwerk- und Freigabecenters auf den am rechten Rand des Netzwerkeintrags eingeblendeten Hyperlink Anpassen (Bild 29.9, Hintergrund). 3. Sobald das Dialogfeld Netzwerkstandort festlegen des Assistenten erscheint (Bild 29.9, links unten), können Sie den Netzwerknamen im betreffenden Textfeld eingeben bzw. anpassen. Legen Sie über die beiden Optionsfelder Öffentlich oder Privat den Standorttyp fest. Bezüglich der Auswahl des Typs gelten die weiter oben im Abschnitt »Seite 596« getroffenen Aussagen. 4. Über die Schaltfläche Ändern der Gruppe Netzwerksymbol lässt sich ein Zusatzdialog öffnen, in dem Sie ein Symbol für das angezeigte Netzwerk auswählen und über die OK-Schaltfläche übernehmen können.
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Kapitel 29 · Netzwerke einrichten und konfigurieren
Bild 29.9: Netzwerkname und Standorttyp anpassen
5. Klicken Sie in der rechten unteren Ecke des Dialogfelds auf die Schaltfläche Weiter und betätigen Sie im Abschlussdialog (Bild 29.9, rechts unten) die Schließen-Schaltfläche. Mit diesen Schritten überträgt der Assistent sowohl den von Ihnen gewählten Netzwerknamen als auch den Standorttyp und ggf. das Netzwerksymbol in die Konfiguration und zeigt diese im Netzwerk- und Freigabecenter an.
29.2.4
Netzwerkerkennungsstatus prüfen und ändern
In einem privaten Netzwerk ist es hilfreich, wenn die vorhandenen Geräte im Ordnerfenster Netzwerk aufgelistet werden. Dann lässt sich sofort erkennen, ob ein Gerät oder ein Rechner über das Netzwerk erreichbar ist. In einem öffentlichen Netzwerk (z. B. beim Zugriff auf Hotspots) sollte die Netzwerkerkennung dagegen aus Sicherheitsgründen deaktiviert sein. Sie können eine ausgeschaltete Netzwerkerkennung zwar bei Bedarf in der Informationsleiste des Ordnerfensters Netzwerk temporär freigeben (siehe die vorhergehenden Abschnitte). Die gezielte Überprüfung des Status und dessen Änderung erfolgt jedoch über das Netzwerk- und Freigabecenter. 1. Rufen Sie das Fenster des Netzwerk- und Freigabecenters auf (siehe die vorhergehenden Seiten). In der Rubrik Freigabe und Erkennung wird Ihnen der aktuelle Status in der Kategorie Netzwerkerkennung angezeigt (Bild 29.10).
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2. Um den Status zu ändern, expandieren Sie in der Rubrik Freigabe und Erkennung die Kategorie Netzwerkerkennung, indem Sie am rechten Rand auf die Schaltfläche zur Anzeige der Detailansicht klicken (Bild 29.10). 3. Anschließend markieren Sie eines der Optionsfelder Netzwerkerkennung einschalten bzw. Netzwerkerkennung ausschalten und klicken auf die Schaltfläche Übernehmen.
Bild 29.10: Netzwerkerkennung ein-/ausschalten
Unter einem normalen Benutzerkonto müssen Sie in einem von der Benutzerkontensteuerung eingeblendeten Dialogfeld ein Administratorkonto samt Kennwort zur Autorisierung angeben. Bei einem Administratorkonto genügt es, das Fortsetzen des Vorgangs über den eingeblendeten Sicherheitsdialog der Benutzerkontensteuerung zu bestätigen. Anschließend stellt das Netzwerk- und Freigabecenter den Status für das betreffende Netzwerk permanent um.
29.2.5
Arbeitsgruppe einrichten und Rechnernamen vergeben
Computer werden in einem Netzwerk in organisatorischen Einheiten zusammengefasst. Im geschäftlichen Umfeld kommen hierfür Server zum Einsatz, die dann die Netzwerkrechner in Domänen zusammenfassen und verwalten. Bei kleinen Firmennetzwerken und im Heimbereich ist dagegen das Konzept der Arbeitsgruppen verbreitet, bei dem alle Rechner gleichberechtigt im Netzwerk arbeiten. Zur Identifikation der zu einer Arbeitsgruppe gehörenden Rechner müssen diese explizit der mit einem Namen versehenen Arbeitsgruppe zugeordnet werden. Standardmäßig verwendet Windows Vista bei Heimnetzwerken den Arbeitsgruppennamen WORKGROUP und ordnet alle Rechner dieser Arbeitsgruppe zu. Den Rechnern werden bei der Installation Computernamen zugewiesen (siehe Kapitel 31).
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Kapitel 29 · Netzwerke einrichten und konfigurieren
Sofern Ihnen die bei der Installation verwendeten Vorgaben nicht gefallen, können Sie die Arbeitsgruppe aber auch individuell benennen (z. B. »Büro-Netz«, »Familien-Netz« etc.). Weiterhin lassen sich die eindeutigen Computernamen, über die alle Rechner innerhalb des Netzwerks identifiziert und angesprochen werden, nachträglich ändern. Hier empfiehlt es sich, den Rechnern zur besseren Identifizierung den Namen von Räumen (z. B. »Arbeitszimmer«, »Kinderzimmer«) oder anderen Kategorien (z. B. »Familie«, »Spiele-PC«, »Notebook«) etc. zuzuweisen. In meinen Netzwerken benenne ich die Arbeitsstation nach europäischen Städten (z. B. »Paris«, »Berlin«, »Wien«). Um eine eigene Arbeitsgruppe einzurichten oder den Netzwerknamen eines Rechners anzupassen, gehen Sie folgendermaßen vor. 1. Rufen Sie das Fenster des Netzwerk- und Freigabecenters auf (siehe die vorhergehenden Seiten) und expandieren Sie in der Rubrik Freigabe und Erkennung die Kategorie Netzwerkerkennung, indem Sie am rechten Rand auf die Schaltfläche zur Anzeige der Detailansicht klicken (Bild 29.10). 2. Im erweiterten Zweig wird Ihnen bereits der aktuelle Name der Arbeitsgruppe gezeigt. Klicken Sie auf den Hyperlink Einstellungen ändern in der Rubrik Arbeitsgruppe (Bild 29.10).
Bild 29.11: Arbeitsgruppe und Computername anpassen
3. Anschließend müssen Sie die Sicherheitsabfrage der Benutzerkontensteuerung über die Fortsetzen-Schaltfläche bestätigen und ggf. auch ein Administratorkonto samt Kennwort angeben.
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4. Auf der Registerkarte Computername des Eigenschaftenfensters Systemeigenschaften können Sie dann im Textfeld Computerbeschreibung einen kurzen Text eintippen (Bild 29.11, links). Der Text kann anderen Netzwerkteilnehmern ggf. einen Hinweis auf die Art des Computers geben. 5. Klicken Sie danach auf die Schaltfläche Ändern, um das in Bild 29.11, rechts, gezeigte Dialogfeld aufzurufen. 6. Tippen Sie im Feld Computername den Namen des gewünschten Computers ein. Dieser muss im Netzwerk eindeutig sein und sollte keine Leerzeichen oder Umlaute enthalten, um auch von älteren Computern im Netzwerk erkannt zu werden. 7. Möchten Sie eine neue Arbeitsgruppe einrichten oder soll der Computer zu einer bestehenden Arbeitsgruppe hinzugefügt werden, passen Sie noch den Inhalt im Feld Arbeitsgruppe an. Wenn Sie anschließend die Dialogfelder und Registerkarten über die OKSchaltflächen schließen, übernimmt Windows die Änderungen in der Netzwerkkonfiguration. Haben Sie den Namen der Arbeitsgruppe geändert, werden Sie in einem Willkommendialog als Mitglied der Arbeitsgruppe begrüßt. Damit die Änderungen wirksam werden, müssen Sie den Rechner neu starten. Der Rechner wird anschließend im Netzwerk unter dem neuen Namen angezeigt und Sie sehen beim Aufruf des Ordnerfensters Computer die Teilnehmer der Arbeitsgruppe. Falls Sie den Namen der Arbeitsgruppe von »WORKGROUP« in einen anderen Begriff umbenennen, sollten Sie diese Änderungen an allen Rechnern der gewünschten Arbeitsgruppe mit den obigen Schritten durchführen.
29.2.6
Netzwerkverbindungen einsehen
Windows Vista verwaltet alle Verbindungen (Einwahlverbindungen, LAN-Verbindungen, Drahtlosverbindungen) in einem Ordnerfenster. Um sich über bestehende Verbindungen zu informieren oder deren Status bzw. deren Eigenschaften anzusehen, müssen Sie den betreffenden Ordner öffnen. 1. Öffnen Sie das Ordnerfenster Netzwerk (z. B. über den gleichnamigen Eintrag im Startmenü) und wählen Sie in der Symbolleiste des Ordnerfensters die Schaltfläche Netzwerk- und Freigabecenter an. 2. Wählen Sie in der, am linken Fensterrand angezeigten Aufgabenleiste des Netzwerk- und Freigabecenters den Befehl Netzwerkverbindungen verwalten. Windows öffnet das Ordnerfenster Netzwerkverbindungen (Bild 29.12), in dem alle auf dem lokalen Rechner vorhandenen Netzwerkverbindungen aufgeführt werden.
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Kapitel 29 · Netzwerke einrichten und konfigurieren
Bild 29.12: Übersicht über Netzwerkverbindungen
Den Status einer Netzwerkverbindung abfragen/ ändern Gibt es Probleme bei einer Netzwerkverbindung oder möchten Sie wissen, ob Daten übertragen werden bzw. ob eine Einwahlverbindung aktiv ist, können Sie deren Status abfragen. Hierzu reicht entweder ein Doppelklick auf das betreffende Symbol oder Sie öffnen das Kontextmenü der Verbindung und wählen den Kontextmenübefehl Status (Bild 29.12). Windows öffnet das Statusfenster mit der Registerkarte Allgemein, auf der sich verschiedene Statusinformationen befinden (Bild 29.13). 쮿
In der Gruppe Verbindung sehen Sie die Übertragungsrate und wie lange diese Verbindung bereits besteht. Bei LAN-Netzwerkverbindungen erkennen Sie dann, ob diese Daten mit 10 oder 100 MBit übertragen. Bei Einwahlverbindungen über Modem, ISDN oder DSL sind die Informationen über die verfügbare Übertragungsgeschwindigkeit und die Verbindungsdauer hilfreich (z. B., um die Leitungsqualität abzuschätzen oder um bei einer vergessenen Online-Verbindung zu kontrollieren, wie lange diese bereits aktiv war). In den Zeilen IPv4-Konnektivität und IPv6-Konnektivität geben die Texte »Internet« und »Lokal« an, ob über das betreffende Internetprotokoll eine lokale Verbindung oder eine Internetverbindung abgewickelt wird.
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Bild 29.13: Statusanzeige einer Netzwerkverbindung
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In der Gruppe Aktivität sehen Sie bei einer aktiven Verbindung, ob Daten übertragen werden. Dabei wird zwischen gesendeten und empfangenen Daten unterschieden. Diese Informationen erlauben eine sehr schnelle Diagnose, ob andere Rechner im Netzwerk erkannt werden. Sendet Windows Vista zwar über die Verbindung ins LAN, empfängt aber keine Daten, ist entweder kein Rechner im betreffenden Netzwerk vorhanden oder die Verbindung ist gestört.
Bei einer gestörten Netzwerkverbindung ist es gelegentlich hilfreich, diese über die Schaltfläche Deaktivieren abzuschalten. Allerdings ist für diesen Vorgang eine Administratorberechtigung erforderlich und Sie müssen den Vorgang über die Benutzerkontensteuerung bestätigen. Das Dialogfeld mit der Statusanzeige verschwindet dann und die Verbindung wird im Ordnerfenster Netzwerkverbindungen abgeblendet dargestellt. Zum erneuten Aktivieren der Verbindung wählen Sie das Symbol im Ordnerfenster Netzwerkverbindungen entweder per Doppelklick an oder Sie verwenden den Kontextmenübefehl Aktivieren. Nach einer Bestätigung der Sicherheitsabfrage der Benutzerkontensteuerung wird Windows Vista die Verbindung wieder ins Netzwerk aufnehmen. Hilft das kurzzeitige Deaktivieren einer LAN-Verbindung bei Störungen nicht, können Sie die Schaltfläche Diagnose im Statusdialog anwählen. Dann wird die Windows-Netzwerkdiagnose aufgerufen, die eine Verbindungsüberprüfung und Netzwerkdiagnose vornimmt und ggf. Vorschläge zur Behebung des Problems unterbreitet. Auf den folgenden Seiten finden Sie Hinweise, wie sich bestimmte Einstellungen anpassen und damit einhergehende Probleme beheben lassen.
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Kapitel 29 · Netzwerke einrichten und konfigurieren
Eigenschaften einer Netzwerkverbindung einsehen Eine Netzwerkverbindung bezieht sich auf einen Netzwerkadapter und kann verschiedene Protokolle und Dienste abwickeln. Bei Problemen oder zur Einstellung bestimmter Optionen, müssen Sie die Eigenschaften einer Netzwerkverbindung abrufen. Sie können hierzu die Schaltfläche Eigenschaften im Statusdialog (Bild 29.13) einer Verbindung anwählen. Oder Sie öffnen das Kontextmenü der Netzwerkverbindung im Ordnerfenster Netzwerkverbindungen und wählen den Kontextmenübefehl Eigenschaften (Bild 29.12). In beiden Fällen benötigen Sie eine Administratorberechtigung und müssen die Fortsetzung des Vorgangs über die Benutzerkontensteuerung bestätigen. Anschließend erscheint das Eigenschaftenfenster der Verbindung, in dem alle installierten Hardwareadapter, Protokolle und Dienste der Netzwerkverbindung auf der Registerkarte Netzwerk aufgelistet sind (Bild 29.14).
Bild 29.14: Eigenschaften einer Netzwerkverbindung
Die Bild 29.14 enthält die Statusanzeigen verschiedener Netzwerkverbindungen und zeigt, dass es einige Besonderheiten gibt. Standardmäßig werden für eine Netzwerkverbindung der verwendete Netzwerkadapter, die beiden TCP/IP-Protokolle IPv4 und IPv6 sowie verschiedene Dienste
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aufgelistet (Bild 29.14, unten rechts). Für die Protokolle und Dienste können Sie über die Markierung des angezeigten Kontrollkästchens steuern, ob diese für die Verbindung vorhanden sind oder nicht. Für ein lokales Netzwerk werden neben den TCP/IP-Protokollen noch die Dienste Client für Microsoft-Netzwerke und Datei- und Druckerfreigabe für Microsoft-Netzwerke benötigt. Vista verwendet zudem die erweiterten Protokolle zur Verbindungsschichterkennung sowie den QoS-Paketplaner-Dienst zur Steuerung der Auslastung. Benötigen Sie bestimmte Dienste, Protokolle oder Clients, die noch nicht aufgeführt sind (z. B. Novell Netware), lassen sich diese über die Schaltfläche Installieren zur Verbindung hinzufügen. Allerdings bietet Windows Vista diese Komponenten nicht mehr an, d. h. Sie benötigen einen Datenträger, der die zu installierende Software enthält. Die Schaltfläche Deinstallieren erlaubt, einen markierten Eintrag in der Elementliste für die Verbindung zu entfernen. In der Praxis dürften bei Heimnetzwerken aber keine Änderungen erforderlich werden. Über die Schaltfläche Konfigurieren lassen sich die Hardwareeigenschaften des Netzwerkadapters anpassen. Interessant sind vor allem die Einträge für das IP-Internetprotokoll. Markieren Sie diese, können Sie über die Eigenschaften-Schaltfläche die IP-Adressen sowie die Art der Adressvergabe (dynamische oder statische Zuweisung von IP-Adressen) festlegen – siehe die folgenden Abschnitte. Haben Sie eine Netzwerkbrücke im System eingerichtet, taucht in den Netzwerkverbindungseigenschaften der LAN-Karte nur noch der Hardwareadapter auf. Die Einträge für Protokolle und Dienste fehlen. In diesem Fall müssen Sie die Eigenschaften der Netzwerkbrücke aufrufen, um die IP-Einstellungen anzupassen (Bild 29.14, links und oben). Der Datenverkehr wird innerhalb eines Netzwerks über ein aus sieben Schichten bestehendes ISO-Transportmodell abgewickelt. Die einzelnen Schichten übernehmen dann bestimmte Aufgaben (Transport, Sicherung, Vermittlung, Anwendungsdarstellung etc.). Die untersten Schichten 1 und 2 werden in der Regel von der Hardware übernommen. Der Transport der Daten erfolgt in weiteren Schichten über ein Transportprotokoll, wobei Windows Vista auf das TCP/IP-Protokoll aufsetzt. Dabei kommen aber zwei Varianten, die ältere IPv4 sowie die neuere IPv6 mit erweitertem Adressraum, zum Einsatz. Aus diesem Grund finden Sie im Eigenschaftenfenster der Netzwerkverbindung die beiden Einträge für das TCP/IP-Protokoll.
29.2.7
Spezialfragen zur Vergabe der IPAdressen im Netzwerk
Windows Vista setzt beim Netzwerktransfer auf das TCP/IP-Protokoll auf. Zur Identifizierung der einzelnen Rechner innerhalb der TCP/IPNetzwerkschicht müssen diese mit einer eindeutigen IP-Adresse versehen sein. Eine IP-Adresse ist eine 32-Bit-Zahl, die in der IPv4-Variante in einer dezimalen Schreibweise im Format 192.168.0.1 angegeben wird. Die IPv6-Variante deckt einen erweiterten Adressraum ab und benutzt
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Kapitel 29 · Netzwerke einrichten und konfigurieren
128 Bit. Die Adressen werden in hexadezimaler Schreibweise (z. B. als 2001:0db8:85a3:08d3:1319:8a2e:0370:7344, siehe de.wikipedia.org/ wiki/IPv6) dargestellt. Innerhalb des lokalen Netzwerks müssen die IPAdressen eindeutig sein, da sich anderenfalls die Rechner nicht adressieren lassen. Beim Aufbau des Netzwerks muss ein Mechanismus vorhanden sein, der den einzelnen Rechnern eine eindeutige IPv4-Adresse zuweist. Die Rechner eines lokalen (Sub-)Netzwerks erhalten dann fortlaufende IPv4Adressen, die sich meist in der letzten Stelle unterscheiden (z. B. 192.168.0.1, 192.168.0.2, 192.168.0.3 etc.). Wird eine Internetverbindung aufgebaut, erhält das die Verbindung aufnehmende Gerät (Rechner oder DSL-Router) vom Provider ebenfalls eine weltweit eindeutige IPAdresse zugewiesen. Über diese Adresse lässt sich der Rechner jederzeit im Internet identifizieren (d. h. beim Surfen hinterlassen Sie Ihre IPAdresse als Datenspur). Für die IPv6-Adressen gilt sinngemäß das Gleiche, allerdings brauchen Sie sich in einem Heimnetzwerk i. d. R. nicht mit den erweiterten IPv6-Adressen auseinanderzusetzen. Wichtig ist lediglich, dass Sie wissen, dass solche IP-Adressen dynamisch im Netzwerk zugeordnet oder statisch den einzelnen Maschinen zugewiesen werden können. Windows Vista benutzt standardmäßig die APIPA-Technik (APIPA steht für Automatic Private IP Addressing) zur dynamischen Vergabe der IP-Adressen im Netzwerk. Startet der erste Rechner im Netzwerk und findet er keinen DHCP-Server zur Zuteilung einer IP-Adresse, wird über einen Zufallszahlengenerator eine private IPAdresse im Bereich 169.254.1.0 und 169.254.254.255 vergeben. Es gibt aber Fälle, wo es zu Problemen bzw. Konflikten kommt. Dann müssen Sie ggf. festlegen, welche Geräte für die Zuweisung der dynamischen IPAdressen im Netzwerk zuständig sind. Es kann sogar sein, dass Sie die automatische IP-Adressvergabe abschalten und die IP-Adressen manuell zuweisen müssen. Nachfolgend sind einige Szenarien aufgeführt, die unterschiedliche Strategien bezüglich der IP-Adressvergabe erfordern und zeigen, wie sich die IP-Adressvergabe beeinflussen lässt.
DSL-Router zum Zugriff auf das Internet Sofern Sie einen DSL-Router zur Verbindung der vernetzten Rechner und zur Herstellung der Internetverbindung nutzen, kann die IP-Adressvergabe durch den Router erfolgen. Damit die Adressvergabe klappt, muss die Funktion eines DHCP-Servers im Router vorhanden und eingeschaltet sein. Das Kürzel DHCP steht für Dynamic Host Configuration Protocol, das die dynamische Vergabe von IP-Adressen regelt. Meldet sich ein Rechner neu im Netzwerk an, fordert Windows eine IP-Adresse vom DHCP-Server an. Über die vom DHCP-Server vergebene dynamische IPAdresse ist der Rechner im Netzwerk erreichbar. Diese Lösung sorgt dafür, dass keine IP-Adresskonflikte im Netzwerk auftreten. Ist der DHCP-Server im Router abgeschaltet, nutzt Windows die interne APIPA-Technik zur dynamischen Adresszuweisung. Bei der FRITZ!Box WLAN Phone findet sich diese Option beispielsweise im Menü System/Netzwerkeinstellungen/IP-Adressen. Das betreffende
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Formular enthält eine Option, um sowohl den DHCP-Server freizugeben als auch die zuzuweisenden IP-Adressbereiche vorzugeben. Details zu diesen Einstellungen müssen Sie der Herstelleranleitung des Routers entnehmen. Wichtig ist, dass der Router eingeschaltet ist, bevor die Rechner hochgefahren und das Netzwerk geladen wird. Andernfalls werden keine IP-Adressen zugewiesen.
Netzwerk mit Internetverbindungsfreigabe Nutzen Sie keinen Router, weil z. B. nur zwei Rechner über ein CrossOver-Netzwerkkabel verbunden sind? Oder ist bei Ihnen ein Hub bzw. Switch als Koppelelement im Einsatz, der üblicherweise keinen DHCPServer enthält? Normalerweise kommt hier auch die APIPA-Technik zur dynamischen Zuweisung von IP-Adressen zum Einsatz. Ein Sonderfall tritt aber auf, wenn einer dieser Rechner eine Verbindung per Modem, ISDN oder DSL ins Internet aufweist und diese Verbindung zur gemeinsamen Nutzung im Netzwerk freigegeben wird. Sobald Sie diese Internetverbindung zur gemeinsamen Benutzung im Netzwerk freigeben, übernimmt der betreffende Rechner die Funktion eines Internet Connection Server (ICS). Damit andere Rechner den ICS im Netzwerk identifizieren können, erhält der Internet Connection Server beim Start eine statische IP-Adresse zugewiesen. Das Freigeben eines Internetzugangs über die Internetverbindungsfreigabe ist in Kapitel 25 beschrieben. Voraussetzung dafür, dass die Zuteilung der IP-Adressen in dieser Konstellation funktioniert, ist dabei, dass der Rechner mit der konfigurierten Internetverbindungsfreigabe als Erster im Netzwerk hochgefahren wird. Wurde die Internetverbindungsfreigabe aktiviert und gibt es Probleme, von anderen Rechnern auf das Internet zuzugreifen? Dann rufen Sie auf diesen Rechnern den Internet Explorer auf, drücken die (Alt)Taste und wählen im eingeblendeten Menü Extras den Befehl Internetoptionen. Auf der Registerkarte Verbindungen des Eigenschaftenfensters klicken Sie auf die Schaltfläche LAN-Einstellungen. Im dann eingeblendeten Dialogfeld dürfen die Kontrollkästchen Automatische Suche der Einstellungen und Automatisches Konfigurationsskript der Gruppe Automatische Konfiguration nicht markiert sein. Auch in der Gruppe Proxyserver ist die Markierung des Kontrollkästchens Proxyserver für LAN zu löschen.
Feste IP-Adressvergabe für das Netzwerk Ist kein DHCP-Server im Netzwerk vorhanden und möchten Sie APIPA nicht nutzen, können Sie den Rechnern eines Netzwerks auch feste IPAdressen zuweisen. Hierzu müssen Sie die Funktion zum automatischen Beziehen der IP-Adressen abschalten und die IP-Adresswerte für jede Netzwerkverbindung zuweisen.
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Kapitel 29 · Netzwerke einrichten und konfigurieren
Bild 29.15: Zuweisen fester IP-Adressen
1. Öffnen Sie das Netzwerk- und Freigabecenter (siehe die vorhergehenden Abschnitte) und klicken Sie in der linken Spalte auf den Befehl Netzwerkverbindungen verwalten. 2. Im Ordnerfenster Netzwerkverbindungen klicken Sie das Symbol der LAN-Verbindung mit der rechten Maustaste an und wählen den Kontextmenübefehl Eigenschaften (Bild 29.15, oben). 3. Markieren Sie auf der Registerkarte Netzwerk des Eigenschaftenfensters den Eintrag Internetprotokoll Version 4 (TCP/IPv4) oder Internetprotokoll Version 6 (TCP/IPv6) und klicken Sie dann auf die Schaltfläche Eigenschaften (Bild 29.15, rechts). 4. Setzen Sie auf der Registerkarte Allgemein des Eigenschaftenfensters (Bild 29.15, links) die Markierung des Optionsfelds von IP-Adresse automatisch beziehen auf Folgende IP-Adresse verwenden und geben Sie danach die IP-Adresse sowie die Subnetzmaske ein. Anschließend können Sie die geöffneten Dialoge und Registerkarten über die OK-Schaltfläche schließen. Während der Anpassung verlangt die Benutzerkontensteuerung eine Bestätigung, dass der Vorgang fortgesetzt werden darf. Die Änderungen werden u. U. erst wirksam, nachdem Sie den Rechner neu gestartet haben.
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Sie können den Rechnern die festen IPv4-Adressen 192.168.0.1, 192.168.0.2 etc. und die Subnetmaske 255.255.255.0 zuweisen. Bei festen IP-Adressen ist es egal, welcher Rechner zuerst eingeschaltet wird, da keine Station als DHCP-Server fungiert. Zudem fährt Windows geringfügig schneller hoch, da die Abfrage des DHCP-Servers entfällt. Bei der Konfiguration einer Firewall lassen sich die IP-Adressen der Rechner vorgeben, deren Verbindungsanforderungen von der Firewall durchgelassen werden sollen. Der Nachteil der festen Adressvergabe besteht darin, dass es schnell zu Konflikten kommen kann, wenn zwei Rechnern die gleiche IP-Adresse zugewiesen wird. Sie müssen also genau Buch führen, welche Adressen vergeben werden. Kommt es in einem lokalen Netzwerk zu Adresskonflikten (diese werden über eine Fehlermeldung angezeigt), sollten Sie gemäß den obigen Schritten prüfen, ob eventuell auf zwei Rechnern die gleiche IP-Adresse konfiguriert wurde. Die feste Zuordnung von IP-Adressen ist nur bei kleineren Netzwerken mit wenigen Rechnern praktikabel, da Sie bei jeder Änderung ggf. die Konfiguration aller Rechner anpassen müssen. In der Praxis werden Sie daher entweder einen DHCP-Server im (W)LAN-Router nutzen oder Windows Vista die IP-Adressvergabe mittels APIPA erlauben. Falls Sie später das Netzwerk über einen Router betreiben möchten oder ein Internetverbindungsfreigabe verwenden, denken Sie daran, das Optionsfeld IP-Adresse automatisch beziehen erneut zu markieren. Kann ein Rechner keine Verbindung mit dem Netzwerk aufnehmen, prüfen Sie, ob diesem eventuell eine feste IP-Adresse zugewiesen wurde, während die anderen automatische IP-Adressen beziehen. Dann müssen Sie das Optionsfeld IP-Adresse automatisch beziehen erneut markieren.
Der Rechner muss alternative IP-Adressen verwenden Gelegentlich kommt es vor, dass ein Rechner in wechselnden Umgebungen betrieben wird, in denen sowohl automatische IP-Adresszuweisungen über einen DHCP-Server als auch manuelle Adresszuweisungen oder alternative automatische IP-Konfigurationen erforderlich sind. Denken Sie an ein Notebook, das einmal in einem Firmennetzwerk mit DHCPServer und dann in einem Heimnetzwerk ohne DHCP-Server aktiviert wird. Windows besitzt die Möglichkeit, wahlweise zwischen zwei IP-Konfigurationen umschalten zu können. Beim Start wird geprüft, ob eine automatische IP-Adresskonfigurierung möglich ist. Trifft dies nicht zu, greift Windows auf die Einstellungen der Registerkarte Alternative Konfiguration zurück (Bild 29.16, rechts). Sie können daher wie oben beschrieben vorgehen und auf der Registerkarte Allgemein die Option IP-Adresse automatisch beziehen markieren. Auf der Registerkarte Alternative Konfiguration markieren Sie das Optionsfeld Automatisch zugewiesene, private IP-Adresse. Benötigen Sie eine feste IP-Adresse, markieren Sie das Optionsfeld Benutzerdefiniert und tragen anschließend eine feste IPAdresse samt Subnetzmaske in den betreffenden Feldern ein.
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Kapitel 29 · Netzwerke einrichten und konfigurieren
Bild 29.16: Zuweisen alternativer IP-Adressen
29.2.8
Nutzen einer Netzwerkbrücke
Befinden sich zwei Netzwerkadapter im Computer, und hängen diese Karten an zwei verschiedenen Netzwerksegmenten, kann auf dem betreffenden Computer zwar auf die Rechner beider Netzwerke zugegriffen werden. Damit aber ein Netzwerkverkehr zwischen den beiden Segmenten möglich wird, müssen Sie eine Netzwerkbrücke einrichten. Dann fungiert die Brücke als Gateway, das Datenpakete an das jeweils andere Netzwerksegment weiterleitet. 1. Öffnen Sie das Netzwerk- und Freigabecenter (siehe vorhergehende Abschnitte) und klicken Sie in der linken Spalte auf den Befehl Netzwerkverbindungen verwalten. 2. Im Ordnerfenster Netzwerkverbindungen markieren Sie die Symbole der LAN-Verbindungen zu den jeweiligen Netzwerksegmenten und öffnen dann mit der rechten Maustaste das Kontextmenü. 3. Anschließend wählen Sie den Kontextmenübefehl Verbindungen überbrücken (Bild 29.17). Nachdem Sie den Sicherheitsdialog der Benutzerkontensteuerung bestätigt haben, richtet Windows die Netzwerkbrücke für die markierten Verbindungen ein und zeigt dann das Symbol der Netzwerkbrücke im Ordnerfenster Netzwerkverbindungen. Bei Bedarf können Sie das Kontextmenü anderer Verbindungen öffnen und den Befehl Zu Brücke hinzufügen wählen, um diese Verbindungen in der Netzwerkbrücke zu berücksichtigen. Möchten Sie später eine LAN-Verbindung von der Netzwerkbrücke entfernen, öffnen Sie deren Kontextmenü und wählen den Befehl Von der Brücke entfernen. Sind der Brücke keine Verbindungen mehr zugewiesen, können Sie das Symbol der Netzwerkbrücke mit der rechten Maustaste anwählen und über den Kontextmenübefehl Löschen aus dem Fenster Netzwerkverbindungen entfernen.
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Wireless-LAN-Inbetriebnahme
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Bild 29.17: Einrichten einer Netzwerkbrücke
29.3 Wireless-LAN-Inbetriebnahme Die Inbetriebnahme eines Funknetzwerks (WiFi-LAN) verläuft etwas anders als die Inbetriebnahme kabelgebundener Netzwerke. Nachfolgend werden die Schritte zur Inbetriebnahme einer Drahtlosverbindung skizziert.
29.3.1
Access Point in Betrieb nehmen
In der Regel wird ein WLAN-Router (oder ein Wireless-LAN-Port) als Access Point für das Funknetzwerk verwendet. Die einzelnen Rechner nehmen über die Funkstrecke Verbindung zu diesem Access Point auf, der dann die Daten verteilt. Die Hersteller statten die Geräte zwar mit einer Grundkonfiguration aus, so dass diese beim Einschalten funktionsfähig sind. Meist sind aber ein Standardname wie »default«, »devolo« etc. für den Netzwerknamen (SSID, steht für Service Set Identifier) und eine ungesicherte Übertragung voreingestellt. Aus Sicherheitsgründen empfiehlt es sich, die betreffenden Einstellungen bereits bei der Erstinbetriebnahme des Access Points zu ändern. Die Konfigurierung des Access Points erfolgt in der Regel von einem der im Netzwerk vorhandenen Rechner. Für diesen Zweck stellen die meisten WLAN-Router ein Webinterface zur Konfigurierung bereit.
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Kapitel 29 · Netzwerke einrichten und konfigurieren
Theoretisch können Sie die Konfigurierung über eine Funkstrecke vornehmen, indem Sie die WLAN-Karte in den Standardeinstellungen belassen und das Webinterface ansprechen. Da Sie aus Sicherheitsgründen die Zugangsdaten des Herstellers im Access Point ändern sollten, kommt es bei diesem Vorgang zu einem Verbindungsabbruch. Da es anschließend Probleme beim erneuten Verbindungsaufbau geben kann, empfiehlt es sich, den Access Point zur Konfigurierung über ein CAT5-Netzwerkkabel mit einem Rechner zu verbinden. Die Inbetriebnahme und Konfiguration des Access Points erfolgt herstellerspezifisch. Stellt der Access Point ein Webinterface zur Verfügung, starten Sie den Internet Explorer und tippen dann die in den Herstellerunterlagen angegebene Webadresse im Adressfeld ein (Bild 29.18). Ist das Gerät durch ein Kennwort abgesichert, erscheint der WindowsKennwort-Dialog. Sie müssen nun den vom Hersteller vorgegebenen (oder den vom Administrator geänderten) Benutzernamen sowie das zugehörige Kennwort eintippen. Anschließend sollte eine Webseite mit den Konfigurationsoptionen des Access Points erscheinen. Details zur Konfigurierung und zur Absicherung des Access Points gegen unbefugte Nutzung finden Sie in der Herstellerdokumentation sowie in den nachfolgenden Abschnitten. Aus Sicherheitsgründen sollten Sie in den Konfigurationsdialogen das herstellerspezifische Kennwort umsetzen. Verwenden Sie ein Kennwort, das von Dritten nicht so einfach erraten werden kann (z. B. »swmd7z« als Synonym für »Schneewittchen mit den sieben Zwergen«). Setzen Sie auch den Netzwerknamen um und schalten Sie die Option zur Bekanntgabe des Netzwerknamens ab. Dies erschwert unbefugten Dritten, das Funknetzwerk zu finden. Unterstützt der Access Point eine Verschlüsselung, sollten Sie auch diese aktivieren (siehe auch die folgenden Ausführungen zur Inbetriebnahme der WLAN-Strecke). Lassen sich sogenannte MAC-Adressen (steht für Media Access Code) zur Begrenzung des Zugangs zum Access Point festlegen? Dann rufen Sie auf den Rechnern, die per Wireless-LAN Zugriff auf den Access Point erhalten sollen, die MAC-Adressen über die QuickInfo der Netzwerkgeräte in der Netzwerkübersicht ab (siehe Bild 29.8). Alternativ können Sie Informationen zu MAC-Adressen und IP-Adressen über den Befehl ipconfig /all in der Eingabeaufforderung ermitteln. Diese MAC-Adressen sind dann bei der Konfigurierung des Access Points in einer Tabelle einzutragen. Der Access Point blockt anschließend alle MAC-Adressen, die nicht in der Tabelle aufgeführt sind, bei Verbindungsaufnahmen über WLAN ab. Dies erhöht die Sicherheit gegen versehentliches Eindringen Dritter und gegen Gelegenheitshacker. Beachten Sie aber, dass sich die MAC-Adressen mit Spezialprogrammen fälschen lassen.
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Wireless-LAN-Inbetriebnahme
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Bild 29.18: Webseiten zur Konfigurierung des Access Points
Absichern einer Drahtlosverbindung Funknetzwerke erfordern ein erhöhtes Augenmerk im Hinblick auf die Absicherung gegenüber dem Eindringen Dritter. Mit den Standardeinstellungen der Komponentenhersteller stehen solche Netzwerke komplett offen. Dies birgt das Risiko, dass die WiFi-Verbindung gewollt (durch Hacker) oder ungewollt (durch Nachbarn mit eigenem WiFi-LAN) mitbenutzt werden kann. Da oft auch eine Internetverbindung über das WLAN läuft, kann dies u. U. neben dem Sicherheitsaspekt auch in eine Kostenfalle führen. Sichern Sie daher Ihr privates WLAN zumindest so ab, dass die ungewollte Einwahl durch WLAN-Komponenten Dritter unmöglich wird und einfache Einbruchsversuche unmöglich sind. Setzen Sie den Netzwerknamen (SSID) des Netzwerks im Access Point vom Herstellerwert (z. B. »default«) auf einen Wert, der sich nicht so ein-
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Kapitel 29 · Netzwerke einrichten und konfigurieren
fach erraten lässt (Kombination aus Buchstaben und Ziffern). Schalten Sie im Access Point (WLAN-Port oder -Router) die sogenannte Broadcast-Funktion aus, mit der der Netzwerkname bekannt gegeben wird. Dann wird der Netzwerkname bei der Suche nach Drahtlosnetzwerken nicht mehr angezeigt. Die Übertragung der Daten zwischen den Teilnehmern des Funknetzes lässt sich mit den Methoden WEP (Wireless Equivalent Privacy), WPA (WiFi Protected Access) und WPA2 absichern. Unterstützen alle Komponenten im Netzwerk die WPA-Verschlüsselung, sollten Sie diese verwenden. Bei Komponenten von unterschiedlichen Herstellern kann es aber Probleme geben. Dann müssen Sie auf die ältere WEP-Verschlüsselung ausweichen. Verwenden Sie in diesem Fall einen 128-Bit-Schlüssel (dann müssen Angreifer mehrere Megabyte an Daten aufzeichnen, um die Verschlüsselung zu knacken). Beim WPA-Verfahren lassen sich noch die Verschlüsselungsvarianten TKIP und AES (bei WPA2) verwenden. Bei Problemen sollten Sie die ältere TKIP-Variante versuchen, da AES bzw. WPA2 noch nicht auf allen WiFi-Karten implementiert ist.
Drahtlosrouter oder Zugriffspunkt unter Windows einrichten Windows Vista unterstützt die Konfigurierung eines Drahtlosrouters oder eines Rechners mit WLAN-Karte, der als Zugriffspunkt fungieren soll.
Bild 29.19: Einrichten eines Drahtlosrouters
1. Hierzu melden Sie sich an einem Administratorkonto an und rufen das Fenster des Netzwerk- und Freigabecenters auf. Anschließend müssen Sie in der Aufgabenspalte dieses Centers den Befehl Eine Verbindung oder ein Netzwerk einrichten anklicken.
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2. Im Dialogfeld Wählen Sie eine Verbindungsoption aus klicken Sie auf den Eintrag Einen Drahtlosrouter oder -zugriffspunkt einrichten (Bild 29.19, oben) und wählen dann die Weiter-Schaltfläche. Windows untersucht dann den lokalen Rechner und das Netzwerk nach einem vorhandenen Drahtlosrouter. Anschließend werden Sie darüber informiert, ob Windows das Gerät konfigurieren kann. In Bild 29.19, unten, meldet das Betriebssystem, dass der WLAN-Router nicht automatisch konfiguriert werden kann. Über die Option Dieses Gerät manuell konfigurieren lässt sich das Webformular des Geräts zur Konfigurierung im Internet Explorer öffnen. Die untere Option startet dagegen einen Assistenten, der in mehreren Schritten den gewünschten Netzwerknamen (SSID), den Zugangsschlüssel und die Zugriffs- bzw. Freigabeoptionen für Benutzer bzw. Drucker abfragt. Diese Konfiguration kann dann auf einem USB-Stick gespeichert werden. Lesen Sie diesen USB-Stick auf anderen Rechnern ein, können diese ggf. automatisch mit den Zugangsdaten konfiguriert werden. Der Ansatz eignet sich aber nur für Drahtlosrouter, die eine Konfiguration per USB-Stick zulassen und die Daten verarbeiten können.
29.3.2
WLAN-Karte in Betrieb nehmen
Bauen Sie die WiFi-Netzwerkkarten gemäß den Herstellerangaben in den betreffenden Rechnern ein. Im Idealfall sollte die Karte bereits durch einen in Windows Vista enthaltenen Treiber unterstützt werden. Dann wird beim nächsten Einschalten nach der Hardwareerkennung automatisch der benötigte Treiber installiert. Andernfalls müssen Sie sicherstellen, dass Sie einen für Vista geeigneten Treiber des Herstellers erhalten und diesen installieren.
29.3.3
Verbindung mit dem WLAN-Access Point konfigurieren
Sobald der WLAN-Access Point konfiguriert ist und die WLAN-Karte bzw. der WLAN-Adapter auf dem Rechner installiert wurde, können Sie eine Verbindung zum WLAN-Access Point unter Windows aufbauen. Dabei werden die Zugangsdaten auf dem betreffenden Rechner konfiguriert. 1. Öffnen Sie das Netzwerk- und Freigabecenter (z. B. indem Sie im Startmenü den Befehl Netzwerk anklicken und im Ordnerfenster Netzwerk in der Symbolleiste auf die Schaltfläche Netzwerk- und Freigabecenter klicken). 2. Wählen Sie im Fenster des Netzwerk- und Freigabecenters in der linken Spalte den Befehl Drahtlosnetzwerke verwalten (Bild 29.20, links oben). 3. Im Dialogfeld Drahtlosnetzwerke verwalten (Bild 29.20, oben, Hintergrund) klicken Sie auf die Schaltfläche Hinzufügen. 4. Windows öffnet dann ein Dialogfeld (Bild 29.20, unten, Vordergrund), in dem Sie die Art der Konfigurierung des Drahtlosnetzwerks über die angebotenen Befehle wählen können.
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Kapitel 29 · Netzwerke einrichten und konfigurieren
Bild 29.20: Einrichten eines Drahtlosnetzwerks
Bild 29.21: Verbindung zum Drahtlosnetzwerk aufrufen und Zugangsdaten eingeben
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Der genaue Ablauf der nächsten Schritte hängt von der gewählten Variante ab. Ist der Access Point des Drahtlosnetzwerks vom Computer direkt erreichbar, klicken Sie im Dialogfeld Wie möchten Sie ein Netzwerk hinzufügen (Bild 29.20, unten) auf die Option Ein Netzwerk hinzufügen, das sich in Reichweite dieses Computers befindet. Windows sucht dann über den WLAN-Adapter die Funknetzwerke der Umgebung ab und blendet diese in einem separaten Dialogfeld mit den Verbindungen ein (Bild 29.21, oben). Damit dieser Ansatz klappt, muss der Access Point aber den Netzwerknamen anderen Stationen bekannt geben. Sie können diese Option für die Dauer der WLAN-Konfiguration am WLAN-Router einschalten. Später lässt sich die Bekanntgabe des Netzwerknamens aus Sicherheitsgründen wieder deaktivieren. Windows hat dann die Zugangsdaten gespeichert und kann Verbindung mit dem Access Point aufnehmen. 5. Klicken Sie auf die gewünschte WLAN-Verbindung und betätigen Sie dann die Verbindung herstellen-Schaltfläche des Dialogfeldes. Dies entspricht übrigens auch der Vorgehensweise bei der Verbindungsaufnahme mit einem Access Point oder Hotspot. 6. Windows fragt bei einer abgesicherten WLAN-Verbindung den Zugangsschlüssel in einem zweiten Dialogfeld ab (Bild 29.21, unten rechts). Tippen Sie den Schlüssel im betreffenden Textfeld ein und bestätigen Sie über die Verbinden-Schaltfläche. 7. Ist der Schlüssel korrekt, stellt Windows die Verbindung her und informiert Sie in einem Dialogfeld über den Erfolg. In einem Zusatzdialogfeld (Bild 29.21, unten links) können Sie dann noch das Kontrollkästchen Dieses Netzwerk speichern markieren, um die Konfigurationsdaten festzulegen. Zudem lässt sich über ein Kontrollkästchen vorgeben, dass die Verbindung automatisch zu starten ist (dann speichert Windows den Schlüssel zur Verbindungsaufnahme). Das letzte Dialogfeld ist über die Schließen-Schaltfläche zu beenden. Danach sollten Sie über die Drahtlosstrecke Verbindung zum betreffenden Funknetzwerk aufnehmen können.
Ein Netzwerkprofil manuell erstellen Haben Sie die Netzwerkerkennung abgeschaltet, ist das WLAN-Netz momentan nicht erreichbar oder möchten Sie mehr Kontrolle über die Netzwerkkonfiguration des WLAN-Zugangs? Mit der Option Ein Netzwerkprofil manuell erstellen (Bild 29.20, unten) können Sie die Anmeldedaten in einem Formular (Bild 29.22) eintippen. Der Assistent lässt sich auch aufrufen, indem Sie im Netzwerk- und Freigabecenter auf den Befehl Eine Verbindung oder ein Netzwerk einrichten klicken, dann im ersten Dialogschritt die Option Manuell mit einem Drahtlosnetzwerk verbinden wählen und auf die Weiter-Schaltfläche klicken.
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Kapitel 29 · Netzwerke einrichten und konfigurieren
Bild 29.22: Eingeben der Profildaten für das Drahtlosnetzwerk
In Textfeldern sind der Netzwerkname (SSID), der Sicherheitstyp, der Verschlüsselungstyp und der Sicherheitsschlüssel einzugeben bzw. zu wählen. Hinweise bezüglich dieser Werte finden Sie auf den vorhergehenden Seiten im Abschnitt zur Routerkonfiguration. Über die WeiterSchaltfläche gelangen Sie zu Folgedialogen, in denen die Verbindungsdaten überprüft werden. Bei der ersten Verbindungsaufnahme zum WLANZugriffspunkt müssen Sie dann aber aus Sicherheitsgründen den Netzwerknamen sowie den Zugriffsschlüssel erneut in Dialogfeldern eingeben. Nach einer erfolgreichen Verbindungsaufnahme erlaubt Windows Vista in einem Dialogfeld (Bild 29.21, unten links), diese Daten zur weiteren Verwendung zu speichern. Das Drahtlosnetzwerkprofil hat vor allem den Zweck, den Netzwerknamen (SSID) und die Zugangsdaten (Verschlüsselungstyp etc.) aufzunehmen. Wenn Sie dann nach WLAN-Netzwerken suchen lassen, kann Windows die Angaben im Netzwerkprofil berücksichtigen, auch wenn die Broadcasting-Funktion zum Senden des Netzwerknamens im Access Point deaktiviert ist. Windows zeigt dann das Drahtlosnetzwerk (sofern erreichbar) in der Liste der Drahtlosnetzwerke an.
Ad-hoc-Netzwerk einrichten Als Ad-hoc-Netzwerk wird die Verbindung zweier Rechner durch eine Drahtlosstrecke bezeichnet. Die unterste Option des Dialogfelds Wie möchten Sie ein Netzwerk hinzufügen (Bild 29.20, unten) ermöglicht Ihnen, ein Ad-hoc-Netzwerk zur Verbindung zweier Computer über eine WLAN-Strecke einzurichten.
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Wireless-LAN-Inbetriebnahme
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Bild 29.23: Ad-hoc-Drahtlosnetzwerk einrichten
Wählen Sie die Option zum Einrichten des Ad-hoc-Netzwerks und benutzen Sie die Weiter-Schaltfläche, um die Dialogfelder des Assistenten zu durchlaufen. Im Dialogschritt aus Bild 29.23 müssen Sie den Netzwerknamen, den Sicherheitstyp sowie den Sicherheitsschlüssel eintragen. Als Sicherheitstyp lässt sich bei Ad-hoc-Netzwerken nur die einfache WEP-Verschlüsselung verwenden. Der Sicherheitsschlüssel darf dabei nur 5 oder 13 Buchstaben bzw. Ziffern aufweisen. Führen Sie die Konfiguration auf beiden Rechnern, die über das Drahtlosnetzwerk zu verbinden sind, durch und aktivieren Sie die Drahtlosverbindung. Wenn Sie anschließend die Netzwerkfreigabe aktivieren (siehe das folgende Kapitel), sollte sich auf die Laufwerke, Drucker und ggf. die Internetfreigabe des jeweils anderen Rechners zugreifen lassen.
29.3.4
Verbindungsaufbau mit Access Points und Hotspots
Haben Sie den Drahtlosnetzwerkadapter (WLAN-Adapter) sowie den WLAN-Zugang zu einem Access Point eingerichtet und möchten sich mit der betreffenden WLAN-Station verbinden? Sind Sie mit einem Notebook unterwegs und möchten Sie über einen Hotspot-Zugang ins Internet gehen? Die Schritte, um sich über einen WLAN-Adapter mit einem Funknetzwerk zu verbinden, sind für beide Varianten weitgehend gleich. 1. Wählen Sie im Startmenü den Befehl Verbindung herstellen. Alternativ können Sie den Netzwerkordner über den Startmenübefehl Netzwerk öffnen und dann über die Schaltfläche Netzwerk- und Freiga-
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Kapitel 29 · Netzwerke einrichten und konfigurieren
becenter das betreffende Fenster öffnen. Dann lässt sich in der Aufgabenleiste der Befehl Verbindung mit einem Netzwerk herstellen aktivieren. 2. Windows öffnet dann den Dialog Verbindung mit einem Netzwerk herstellen (Bild 29.24), in dem Sie die bereits eingerichteten Verbindungen sehen sollten. Wählen Sie das gewünschte Netzwerk per Mausklick an und klicken Sie danach auf die Schaltfläche Verbindung herstellen.
Bild 29.24: Verbindung zum Access Point aufbauen
Beachten Sie, dass es einige Sekunden dauern kann, bis ein Drahtlosnetzwerk in der Verbindungsliste des Dialogfelds Verbindung mit einem Netzwerk herstellen auftaucht. Klicken Sie bei Bedarf auf die rechts oberhalb der Verbindungsliste sichtbare Schaltfläche (mit den zwei blauen Pfeilen), um die Anzeige zu aktualisieren. Zudem können Sie das Listenfeld Anzeigen auf den Wert Drahtlosnetzwerke umstellen, um nur Funkverbindungen einzublenden. Ist ein Access Point so konfiguriert, dass er kein Broadcast mit dem Netzwerknamen aussendet, wird das Drahtlosnetzwerk nur dann auftauchen, wenn Sie ein entsprechendes Netzwerkprofil eingerichtet haben (siehe oben). Sind Sie mit einem Notebook in der Nähe eines Hotspots unterwegs, sollte dieser ebenfalls in der Verbindungsliste auftauchen. Sie können dann den Eintrag wählen und über die Schaltfläche Verbindung herstellen den Zugriff auf den Hotspot starten. Bei öffentlichen Netzwerken ist die Verbindung i. d. R. nicht abgesichert, d. h. die Verbindung kommt ohne Eingabe eine Zugangsschlüssels zustande. Der Zugriff auf das
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Problemdiagnose im Netzwerk
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Internet wird aber durch den Betreiber des Hotspots über eine entsprechende Zugangssoftware verwaltet. Nach dem Aufruf des Browsers erscheint beim Eintippen einer Internetadresse ein Zugangsformular, mit dem sich der Zugriff auf das Internet freischalten lässt. Erkundigen Sie sich beim Betreiber des Hotspots bezüglich der Zugangsdaten und der Zugriffskonditionen. Sobald die Verbindung hergestellt wurde, wird dies von Windows in einem Dialogfeld gemeldet. Sie können dieses Dialogfeld über die Schließen-Schaltfläche beenden. Abbauen lässt sich die Verbindung, indem Sie erneut das Dialogfeld Verbindung mit einem Netzwerk herstellen aufrufen, den Eintrag mit der aktiven Verbindung wählen und auf die Trennen-Schaltfläche klicken. Im Folgedialog mit der Sicherheitsabfrage müssen Sie den Befehl Trennen erneut anwählen. Sobald der Statusdialog mit der Benachrichtigung über die erfolgreiche Trennung erscheint, können Sie diesen über die Schließen-Schaltfläche verlassen.
29.4 Problemdiagnose im Netzwerk Gelegentlich gibt es Probleme mit dem Netzwerk, d. h., es werden nicht alle Rechner angezeigt oder es kommt überhaupt keine Verbindung zustande. Auf den vorhergehenden Seiten wurde gezeigt, wie Sie ggf. die Netzwerkkonfiguration anpassen, so dass die Rechner einer Arbeitsgruppe zugeordnet werden und eindeutige Namen aufweisen. Nachfolgend erhalten Sie noch einige Hinweise zur Diagnose von Netzwerkproblemen.
29.4.1
Computer fehlen im Ordnerfenster Netzwerk
Haben Sie das Ordnerfenster Netzwerk aufgerufen und stellen fest, dass einige Computer in der Darstellung fehlen? Oder haben Sie die Netzwerkübersicht über das Netzwerk- und Freigabecenter geöffnet (siehe die vorhergehenden Seiten) und stellen fest, dass dort Geräte fehlen? Dies kann unterschiedliche Ursachen haben.
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Stellen Sie sicher, dass die fehlenden Geräte auch wirklich am Netzwerk angeschlossen und eingeschaltet sind.
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Ist die Netzwerkerkennung deaktiviert, zeigt Windows generell keine Geräte im Ordnerfenster Netzwerk an. Sie können die Netzwerkerkennung temporär im Ordnerfenster oder permanent im Netzwerkund Freigabecenter einschalten (siehe die vorherigen Abschnitte).
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Können Geräte in der Netzwerkübersicht nicht dem Netzwerk zugeordnet werden? Dann handelt es sich entweder um Rechner, auf denen kein Windows Vista läuft, oder das Protokoll zur Verbindungsschicht-Topologieerkennung (Link-Layer Topology Discovery, LLTD) ist auf dem Netzwerkadapter deaktiviert. Auf den vorhergehenden Seiten wird erläutert, wie sich die Eigenschaften einer Netz-
Kapitel 29 · Netzwerke einrichten und konfigurieren
werkverbindung anzeigen lassen. Markieren Sie das Kontrollkästchen des entsprechenden Protokolls im Eigenschaftenfenster der Registerkarte. Beachten Sie auch, dass Windows keine Netzwerkübersicht erstellen kann, wenn der Computer mit einem öffentlichen Netzwerk (z. B. Zugriff auf einen Hotspot) verbunden ist.
29.4.2
Netzwerkverbindungen testen, wenn es Probleme gibt
Gibt es Probleme mit dem neu eingerichteten Netzwerk und können die Rechner keine Verbindung zueinander aufnehmen? Dann ist guter Rat teuer und Sie müssen auf Ursachenforschung gehen. Sie können im Fenster der Eingabeaufforderung testen, ob der Rechner auf der TCP/IPEbene Verbindung zu anderen Rechnern im Netzwerk oder zum Internet hat. Hierzu müssen Sie das Fenster der Eingabeaufforderung über den entsprechenden Eintrag im Zweig Alle Programme/Zubehör des Startmenüs öffnen. Dann können Sie über den ping-Befehl testen, ob ein Rechner im Internet oder im Netzwerk erreichbar ist. Der Befehl ping 192.168.0.2(Enter)
versucht, den Rechner mit der IP-Adresse 192.168.0.2 auf der untersten Ebene des IP-Protokolls anzusprechen. Ist dieser Rechner vorhanden und über das Netzwerk erreichbar, liefert ping eine entsprechende Rückmeldung (Bild 29.25). Anstelle der hier benutzten IP-Adresse müssen Sie beim ping-Aufruf natürlich die IP-Adressen in Ihrem Netzwerk verwenden. Die IP-Adresse eines Netzwerkrechners lässt sich herausfinden, indem Sie auf diesem Rechner die Eingabeaufforderung aufrufen, den Befehl ipconfig /all eintippen und mit der (Enter)-Taste bestätigen. Der Befehl liefert meist mehrere IP-Adressen zurück, von denen sich eine auf den Netzwerkadapter bezieht (Bild 29.25). Bei einer funktionierenden Netzwerkübersicht können Sie die IP-Adressen auch als QuickInfo abfragen (siehe die vorhergehenden Seiten). Diese Adresse muss dann im pingBefehl der Gegenstelle eingetragen werden. Ist der gewünschte Rechner trotz korrekt angegebener IP-Adresse nicht im Netzwerk ansprechbar, prüfen Sie bitte die Verkabelung. Ist dort alles in Ordnung, prüfen Sie, ob die IP-Adressen korrekt zugewiesen wurden (z. B. durch feste IP-Konfiguration oder über einen DHCP-Server). Ist der betreffende Rechner mit ping über seine IP-Adresse ansprechbar, können Sie versuchsweise den NetBIOS-Namen als Parameter angeben. Dies ist der Netzwerkname, den Sie im Netzwerkassistenten eingetragen haben. Mit ping Rom würde dann der Rechner mit dem Namen Rom im lokalen Netzwerk angesprochen. Der Befehl ping localhost stellt eine ping-Anforderung an den lokalen Rechner. Mit ping www.borncity.de lässt sich auch eine Internetverbindung zu einem Internetserver überprüfen. Der ping-Befehl zeigt Ihnen nicht nur an, wie lange der Anruf zum Server gebraucht hat. In der Antwort liefert ping auch gleich die IPAdresse des betreffenden Webservers mit.
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Problemdiagnose im Netzwerk
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Bild 29.25: Befehle zum Test der Netzwerkkonfiguration
Können Sie die Rechner im Netzwerk über die IP-Adresse mit ping erreichen, funktionieren aber ping-Aufrufe mit Netzwerknamen nicht, kann ein falscher Arbeitsgruppenname die Ursache sein. Sie sollten dann die Einstellungen für den Rechnernamen und den Namen des Heimnetzwerks kontrollieren (siehe die vorhergehenden Seiten). TIPP
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Bei einem Drahtlosnetzwerk kann es vorkommen, dass entweder die WLAN-Antennen oder der Adapter deaktiviert sind (bei Notebooks und WLAN-Routern lässt sich die WLAN-Funktion abschalten). Zudem reduzieren feuchte Wände oder Stahlbetondecken die Signalgüte. Die Signalstärke einer WLAN-Verbindung wird Ihnen sowohl im Dialogfeld zur Verbindungsaufnahme als auch im Netzwerk- und Freigabecenter in grafischer Form als stilisiertes Balkendiagramm angezeigt (Bild 29.26). Weitere Unterstützung bei der Identifizierung und Behebung von Netzwerkproblemen liefert Ihnen die Windows-Hilfe.
Kapitel 29 · Netzwerke einrichten und konfigurieren
Bild 29.26: Anzeige der Signalstärke einer WLAN-Verbindung
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30 Das Heimnetzwerk nutzen Sobald ein funktionsfähiges Netzwerk eingerichtet wurde, können Sie Laufwerke, Ordner und Drucker zur gemeinsamen Nutzung freigeben sowie auf entsprechende Komponenten anderer Rechner zugreifen. Zudem stellt Windows Vista Ihnen einige Funktionen zur Verfügung, die sich innerhalb eines Netzwerks nutzen lassen. Die folgenden Abschnitte zeigen, wie Sie in einem Heimnetzwerk arbeiten und die betreffenden Funktionen verwenden können.
30.1 Freigaben im Netzwerk verwalten Damit andere Teilnehmer über das Netzwerk auf Ihre Dateien oder den Drucker zugreifen können, müssen Sie diese Elemente zur Nutzung freigeben. Nachfolgend wird gezeigt, wie Freigaben erfolgen und was dabei zu beachten ist.
30.1.1
Freigaben für das Netzwerk zulassen
Um Laufwerke oder Ordner zur gemeinsamen Nutzung im Netzwerk freigeben zu können, muss dies durch den Administrator erlaubt werden. Die Verwaltung der Freigabeberechtigungen und Optionen erfolgt im Netzwerk- und Freigabecenter. 1. Rufen Sie das Netzwerk- und Freigabecenter auf (z. B. indem Sie im Startmenü den Befehl Netzwerk anklicken und dann in der Symbolleiste des Netzwerk-Ordnerfensters die Schaltfläche Netzwerk- und Freigabecenter anklicken). 2. Expandieren Sie in der Gruppe Freigabe und Erkennung die gewünschten Zweige (Bild 30.1) und stellen Sie die Optionen zum Zulassen der Freigaben über die Optionsfelder ein. Die Änderungen werden wirksam, nachdem Sie die Übernehmen-Schaltfläche des betreffenden Zweigs angeklickt und dann die Sicherheitsabfrage der Benutzerkontensteuerung über Fortsetzen bestätigt haben. Windows Vista bietet Ihnen in der Gruppe Freigabe und Erkennung verschiedene Optionen, um die Art der Freigabe zu beeinflussen. 쮿
Freigabe von Dateien: Markieren Sie das Optionsfeld Freigabe von Dateien einschalten der Gruppe, um Benutzern das Freigeben von Laufwerken, Ordnern und Dateien zu erlauben. Benutzer von Standardkonten können dabei die im Besitz des Benutzerkontos befindlichen Dateien freigeben. Administratoren haben die Möglichkeit, beliebige Laufwerke, Ordner und Dateien im Netzwerk freizugeben.
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Freigabe des öffentlichen Ordners: Standardmäßig wird der Ordner Öffentlich nicht im Netzwerk freigegeben, da dessen Inhalt ja von allen Benutzern innerhalb des Netzwerks einsehbar bzw. nutzbar wäre. Sie müssen also die Freigabe explizit über diesen Zweig einschalten. Das Netzwerk- und Freigabecenter bietet Ihnen dabei über
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Freigaben im Netzwerk verwalten
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Optionsfelder die Möglichkeit, die Freigabe auf das Öffnen (d. h. nur Lesezugriffe) zu beschränken oder neben dem Öffnen auch das Ändern oder Erstellen zu erlauben. Zudem kann der Zugriff auf Dateien über Zugriffsberechtigungen und Kennwörter für einzelne Benutzer begrenzt werden. 쮿
Kennwortgeschütztes Freigeben: Windows Vista gibt Dateien (und Ordner) nur für Benutzer frei, die ein Kennwort auf dem Rechner haben. Sie können aber vereinbaren, dass Dateien (und Ordner) auch über einen Kennwortschutz freigegeben werden.
Bild 30.1: Freigaben zulassen
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Freigabe von Druckern: Schalten Sie diese Option ein, wenn Benutzer die am Computer angeschlossenen Drucker durch Windows Vista zur gemeinsamen Benutzung im Netzwerk freigeben dürfen. Die Freigabe von Druckern ist in Kapitel 15 beschrieben.
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Freigabe von Mediendateien: Ermöglicht Windows Vista, Mediendateien wie Musik, Bilder und Videos im Netzwerk freizugeben, so dass von anderen Rechnern (über UPnP-Geräte oder den Windows Media Player) auf die betreffenden Daten zugegriffen werden kann.
Bei der Dateifreigabe erhalten Sie ggf. in der betreffenden Gruppe noch einen Warnhinweis, wenn die Energiesparfunktion des Rechners aktiviert ist. Bei einem im Energiesparmodus befindlichen Rechner sind nämlich keine Netzwerkzugriffe möglich. Wie Sie Mediendateien im Netzwerk über einen Streaming-Server freigeben und über geeignete Clients wiedergeben, wird in einem der folgenden Abschnitte besprochen.
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Kapitel 30 · Das Heimnetzwerk nutzen
30.1.2
Ressourcen im Netzwerk freigeben
Damit andere Benutzer im Heimnetzwerk auf Laufwerke, Ordner oder Dateien zugreifen können, muss deren Besitzer (oder ein Administrator) diese als Ressourcen freigeben. Auch dies ist kein schwieriges Unterfangen. Wie Sie Drucker freigeben, ist in Kapitel 15 nachzulesen. Um einen Ordner oder eine Datei zur gemeinsamen Benutzung freizugeben, sind folgende Schritte auszuführen.
Bild 30.2: Ressourcen im Netzwerk freigeben
1. Öffnen Sie das Ordnerfenster Computer und navigieren Sie zum Ordner mit dem freizugebenden Unterordner oder der freizugebenden Datei. 2. Markieren Sie das Symbol des freizugebenden Elements (oder mehrerer Elemente) im Ordnerfenster und wählen Sie in der Symbolleiste die Schaltfläche Freigabe bzw. klicken Sie im Kontextmenü auf den Befehl Freigabe (Bild 30.2, oben, Hintergrund). 3. Windows öffnet das Dialogfeld Personen für die Freigabe auswählen des Freigabe-Assistenten (Bild 30.2, rechts), in dem Sie die Freigabeoptionen festlegen und über die Schaltfläche Freigabe bestätigen. 4. Nachdem die Freigabe erfolgt ist, zeigt Windows das Dialogfeld Der Ordner wurde freigegeben aus Bild 30.2, links unten. Schließen Sie dieses über die Fertig-Schaltfläche. Bezüglich der Freigabe verhält sich Windows Vista etwas anders als z. B. Windows XP. Um im Netzwerk auf die Freigabe eines Ordners, einer Datei oder eines Laufwerks zugreifen zu dürfen, verlangt Windows Vista (wie auch Windows XP), dass die betreffende Person ein Konto mit einem Kennwort auf dem Zielrechner besitzt. In Windows Vista lässt
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Freigaben im Netzwerk verwalten
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sich die Zugriffsberechtigung aber, im Gegensatz zur Windows XP Home Edition, sehr differenziert zuweisen, d. h. Sie können im Freigabedialog festlegen, für welche Personen die Freigabe zulässig sein soll und welche Zugriffsrechte diese haben sollen.
Bild 30.3: Auswahl der Zugriffskonten bei der Freigabe
Der Freigabe-Assistent trägt automatisch den Besitzer der Datei im ersten Dialogfeld Personen für die Freigabe auswählen ein (Bild 30.2, rechts), d. h. dieser Besitzer kann ggf. von einem Netzwerkrechner auf die eigenen Dateien zugreifen. Möchten Sie auch anderen Personen den Zugriff gewähren, öffnen Sie das Listenfeld im Dialogfeld Personen für die Freigabe auswählen, wählen einen der angebotenen Einträge (Bild 30.3) und übertragen diesen mittels der Hinzufügen-Schaltfläche in die Liste der berechtigten Personen. Das Listenfeld enthält dabei bereits die Namen aller Konten, die auf dem Freigaberechner eingerichtet sind. 쮿
Wählen Sie individuelle Einträge mit den Namen der Benutzerkonten in der Liste, lassen sich mehrere Einzelbenutzer über die HinzufügenSchaltfläche in die Liste der Zugriffsberechtigten aufnehmen.
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Sollen alle Benutzer mit Konten auf dem Computer per Netzwerk auf die Dateien zugreifen dürfen, wählen Sie im Listenfeld den Wert Jeder (Alle Benutzer in dieser Liste).
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Ist die Person, die Zugriff erhalten soll, noch nicht aufgeführt, können Sie den Eintrag Neuen Benutzer erstellen im Listenfeld wählen. Dann gelangen Sie in die Formulare der Benutzerkontenverwaltung und können ein Konto mit dem Benutzernamen der betreffenden Person einrichten.
Sobald die Liste der zugriffsberechtigten Personen im Dialogfeld vorliegt, können Sie noch für jeden dieser Einträge vorgeben, ob der betreffende Benutzer die freigegebenen Objekte nur lesen oder auch ändern bzw. neu anlegen darf. Hierzu klicken Sie auf in der rechten Spalte Berechtigungsebene auf den Pfeil zum Öffnen des Menüs und wählen einen der angegebenen Befehle aus (Bild 30.4). Der Wert Leser erlaubt dem betreffenden Benutzerkonto, nur lesend per Netzwerk auf die freigegebenen Elemente zuzugreifen. Über Mitwirkender gestatten Sie dem Nutzer des betreffenden Benutzerkontos, die Dateien anzuzeigen, Dateien hinzuzufügen und diese zu ändern oder zu löschen. Ein Benutzerkonto mit der Zugriffsebene Mitbesitzer kann neben dem Anzeigen der Dateien auch neue Elemente hinzufügen sowie alle Elemente ändern oder löschen. Über den Menüeintrag Löschen können Sie einen Benutzereintrag wieder aus der Liste der Zugriffsberechtigungen entfernen.
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Kapitel 30 · Das Heimnetzwerk nutzen
Bild 30.4: Zuweisen der Berechtigungsebene zur Freigabe TIPP
Möchten Sie sicherstellen, dass alle Personen innerhalb eines Netzwerks Zugriff auf Ihre freigegebenen Dateien haben? Dann hilft nur ein kleiner Umweg: Kopieren Sie die Dateien in den Ordner Öffentlich und geben Sie diesen Ordner im Netzwerk frei. Haben Sie einen Ordner oder eine Datei markiert, aber in der Symbolleiste des Ordnerfensters oder im Kontextmenü fehlt die Option zur Freigabe? In diesem Fall ist die Freigabe der betreffenden Kategorie im Netzwerk- und Freigabecenter noch gesperrt. Wechseln Sie zum Netzwerk- und Freigabecenter und geben Sie die betreffende Option frei (siehe den vorherigen Abschnitt).
Freigaben auf Laufwerke erteilen Um ein komplettes Laufwerk zur gemeinsamen Verwendung im Netzwerk freizugeben, sind praktisch die gleichen Schritte wie zur Freigabe von Ordnern oder Dateien durchzuführen. Allerdings verwendet Windows Vista keinen Assistenten für die vereinfachte Freigabe. 1. Markieren Sie das Laufwerkssymbol im Ordnerfenster Computer und wählen Sie die Schaltfläche bzw. den Kontextmenübefehl Freigabe. 2. Wählen Sie im Eigenschaftenfenster des Laufwerks die auf der Registerkarte Freigabe gezeigte Schaltfläche Erweiterte Freigabe (Bild 30.5, links) und bestätigen Sie die Sicherheitsabfrage der Benutzerkontensteuerung bzw. geben Sie ein Administratorkonto samt Kennwort an, um den Vorgang fortzusetzen. 3. Markieren Sie im Dialogfeld Erweiterte Freigabe (Bild 30.5, rechts oben) das Kontrollkästchen Diesen Ordner freigeben, passen Sie bei Bedarf den Freigabenamen im zugehörigen Textfeld an und hinterlegen Sie ggf. einen Kommentar im Kommentarfeld. 4. Legen Sie ggf. die Zahl der Benutzer fest, weisen Sie die Berechtigungen sowie die Optionen zum Zwischenspeichern (Bild 30.5, rechts unten) zu und schließen Sie das Dialogfeld über die OK-Schaltfläche.
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Freigaben im Netzwerk verwalten
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Bild 30.5: Freigeben eines Laufwerks
Windows Vista erlaubt maximal zehn Personen den gleichzeitigen Zugriff auf eine Freigabe. Sie können diese Zahl aber über das entsprechende Drehfeld reduzieren. Die Schaltfläche Berechtigungen öffnet die gleichnamige Registerkarte, über die Sie Zugriffsberechtigungen für das freigegebene Objekt auf NTFS-Dateisystemebene vergeben können (siehe Kapitel 11). Über die Schaltfläche Zwischenspeichern öffnen Sie das in Bild 30.5, rechts unten, gezeigte Dialogfeld. Dort lässt sich über Optionen festlegen, was mit den freigegebenen Dateien, die ein Benutzer über das Netzwerk öffnet, passieren soll, wenn die Netzwerkverbindung nicht mehr existiert. Bei Bedarf lässt sich vorgeben, dass die vom Benutzer geöffneten Programme und Dateien oder alle Dateien der Freigabe bei einer bestehenden Netzwerkverbindung offline für den betreffenden Benutzer bereitgestellt werden. Dies bedeutet, Windows Vista legt eine Kopie der Dateien auf dem betreffenden Rechner des Nutzers ab und gleicht diese Kopie bei bestehender Netzwerkverbindung mit der Freigabe ab. Die erweitere Freigabe wird auch bei Ordnern und Dateien bereitgestellt, wenn Sie im Ordnerfenster das Menü Extras öffnen, den Befehl Ordneroptionen wählen und auf der Registerkarte Ansicht die Markierung des Kontrollkästchens Freigabe-Assistent verwenden (empfohlen) löschen.
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Kapitel 30 · Das Heimnetzwerk nutzen
Überblick über Ihre Freigaben Windows Vista kennzeichnet die Symbole freigegebener Laufwerke und Ordner in der linken unteren Ecke mit zwei stilisierten Personen (siehe Ordner in Bild 30.6). Bei sehr vielen freigegebenen Dateien und Ordnern geht die Übersicht aber schnell verloren.
Bild 30.6: Verwaltung der Freigaben
Zur besseren Verwaltung lässt sich aber ein Ordnerfenster (z. B. über Computer) öffnen. Wenn Sie in der Rubrik Linkfavoriten der Navigationsleiste zum Zweig Suchvorgänge/Freigegeben navigieren, werden Ihnen alle Freigaben des betreffenden Benutzerkontos übersichtlich im Ordnerfenster präsentiert (Bild 30.6). Über den Kontextmenübefehl Ordnerpfad öffnen können Sie direkt zum Ordner mit der Freigabe wechseln.
30.1.3
Eine Freigabe anpassen und wieder aufheben
Möchten Sie eine Freigabe anpassen oder wieder aufheben, markieren Sie das betreffende Element im Ordnerfenster und wählen erneut die Schaltfläche bzw. den Kontextmenübefehl Freigabe. Bei Ordnern und Dateien startet der Freigabe-Assistent, in dessen Dialogfeld Sie die Optionen Freigabe beenden oder Zugriffsberechtigungen ändern wählen können. Mit letzterem Befehl gelangen Sie wieder in den Freigabedialog des Assistenten (Bild 30.2, rechts), in dem Sie die Benutzer und deren Zugriffsebenen anpassen können. Bei Laufwerken oder abgeschaltetem Freigabe-Assistenten wird über den Befehl Freigabe das Eigenschaftenfenster geöffnet. Auf dessen Registerkarte Freigabe klicken Sie auf die Schaltfläche Erweitere Freigabe, bestätigen die Abfrage der Benutzerkontensteuerung und wählen im angezeigten Dialogfeld die Option des Kontrollkästchens Diesen Ordner freigeben ab (Bild 30.5).
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Zugriff auf Netzwerkressourcen
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Bild 30.7: Verwaltung der Freigabeeinstellungen
30.2 Zugriff auf Netzwerkressourcen Sind Ressourcen (Drucker, Laufwerke, Ordner und Dateien) im Netzwerk freigegeben, können Sie von anderen Rechnern oder vom gleichen Rechner auf diese Freigaben zugreifen. Nachfolgend wird gezeigt, welche Möglichkeiten Windows Vista hierzu bereitstellt.
30.2.1
So greifen Sie auf Freigaben im Netzwerk zu
Windows Vista erlaubt Ihnen, auf sehr einfache Weise in der Netzwerkumgebung zu navigieren und auf freigegebene Ordner, Laufwerke und Drucker der Arbeitsgruppen zuzugreifen. Sobald Sie im Startmenü den Befehl Netzwerk per Mausklick anwählen, öffnet Windows das zugehörige Ordnerfenster (Bild 30.8, links). Dort finden Sie die Symbole aller im Netzwerk aktiven Rechner. Ist der Typ des Netzwerks als privat deklariert, wird auch das Symbol des eigenen Rechners als Netzwerkstation eingeblendet. Sofern die Netzwerkerkennung abgeschaltet ist und keine Rechnersymbole auftauchen, können Sie diese Funktion über die Informationsleiste zuschalten (siehe Kapitel 29). Zum Ansehen bzw. zum Zugriff auf die freigegebenen Ressourcen wählen Sie einfach das Symbol eines Rechners im Ordnerfenster Netzwerk per Doppelklick an. Windows öffnet dann das Ordnerfenster der Ressource und zeigt die freigegebenen Laufwerke, Ordner und Drucker (Bild 30.8, rechts). Freigaben erkennen Sie daran, dass unterhalb des Ordnersymbols ein stilisierter Netzwerkanschluss zu sehen ist. Ein Dop-
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Kapitel 30 · Das Heimnetzwerk nutzen
pelklick auf das betreffende Symbol bringt Sie eine Ordnerebene tiefer, bis Sie auf der Ebene der Dateien angelangt sind. Markieren Sie eine Freigabe im Ordnerfenster, zeigt Windows in der Detailleiste des Ordnerfensters den UNC-Netzwerkpfad (UNC steht für Universal Naming Convention) auf dem die freigegebene Ressource liegt. Die Angabe \\Warschau signalisiert, dass die Ressource auf einem Rechner mit dem Namen Warschau hinterlegt ist. Sind auf dem Rechner keine Ressourcen freigegeben, bleibt das Ordnerfenster leer.
Bild 30.8: Inhalt des Ordnerfensters Netzwerk
Bild 30.9: Anmeldedialogfeld in der Netzwerkumgebung
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Zugriff auf Netzwerkressourcen
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Beachten Sie, dass Sie zum Zugriff auf die freigegebenen Ressourcen entsprechende Zugriffsberechtigungen benötigen. Mit Ausnahme des Ordners Öffentlich ist zum Zugriff auf Freigaben ein Konto auf dem jeweiligen Freigaberechner erforderlich. Versuchen Sie, von einem Benutzerkonto, das kein Kennwort aufweist, auf eine freigegebene Ressource zuzugreifen, erscheint ggf. ein Anmeldedialog mit einer Abfrage des Benutzerkontos und des zugehörigen Kennworts (Bild 30.9). Sie müssen dann den Namen eines auf der Zielmaschine vorhandenen Benutzerkontos mit Zugriffsberechtigung auf die Freigabe samt Kennwort eingeben, um sich am betreffenden Rechner anmelden zu können. Besitzen Sie kein Zugriffsrecht auf ein freigegebenes Element, wird Ihnen eine Fehlermeldung mit dem Hinweis angezeigt, dass Sie keine Berechtigungen besitzen. Das Symbol Users in einer Freigabe bedeutet, dass Ordner eines Benutzerkontos (z. B. Dokumente, Musik etc.) freigegeben wurden. Windows verwaltet diese Ordner im Zweig C:\Users. Das Symbol Public bedeutet dagegen, dass Unterordner im Ordner Öffentlich auf dem betreffenden Rechner freigegeben sind. Unter einem Standardbenutzerkonto angemeldete Benutzer können über diese beiden Symbole zu den jeweils freigegebenen Ordnern navigieren. Benutzerkonten mit Administratorrechten erhalten unter Windows Vista auch über das Netzwerk Zugriff auf alle Ordner einer Freigabe. Dies hat den etwas merkwürdigen Effekt, dass Sie unter dem Ordnersymbol Users die Unterordner aller Benutzerkonten einsehen können. Wählen Sie einen Benutzerkontenordner (z. B. Born) per Doppelklick an, zeigt das Ordnerfenster alle für das Benutzerkonto verfügbaren Unterordner (Dokumente, Musik, Videos etc.) – und nicht nur den freigegebenen Unterordner. Gleiches gilt für den Ordner Public, falls dieser freigegeben wurde. TIPP
Windows Vista zeigt Ihnen alle Rechner, die im lokalen Netzwerk gefunden werden, unabhängig von der Arbeitsgruppenzugehörigkeit im Ordnerfenster Netzwerk an. Ordnen Sie Arbeitsstationen einer Arbeitsgruppe zu und ist der aktuelle Rechner deren Mitglied, werden die Geräte aber schneller gefunden und angezeigt. Um herauszufinden, zu welcher Arbeitsgruppe eine Station gehört, klicken Sie diese im Ordnerfenster an. Windows blendet dann die Arbeitsgruppe in der Detailleiste des Ordnerfensters ein. Um schneller auf das Netzwerk zugreifen zu können, lässt sich das Startmenü öffnen und das Symbol Netzwerk per Maus auf den Desktop ziehen. Windows legt dann eine Verknüpfung zum Netzwerk auf dem Desktop an, über die sich das Ordnerfenster Netzwerk per Doppelklick öffnen lässt. Mit der gleichen Technik können Sie auch das Symbol einer Arbeitsstation oder eines freigegebenen Ordners aus dem Netzwerk-Ordnerfenster auf den Desktop ziehen, um eine Verknüpfung auf das betreffende Element einzurichten.
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Kapitel 30 · Das Heimnetzwerk nutzen
Möchten Sie nach Computern im Netzwerk suchen, klicken Sie auf das Suchfeld in der rechten oberen Ecke des Fensters und tippen den Computernamen ein. Dann werden die Netzwerkstationen nach dem Suchbegriff gefiltert und im Ordnerfenster angezeigt.
30.2.2
Netzlaufwerke verbinden und trennen
Arbeiten Sie lieber mit Laufwerkssymbolen im Ordnerfenster Computer, anstatt über das Ordnerfenster Netzwerk navigieren zu müssen? Oder erlauben ältere Programme nur Zugriffe auf Laufwerke? Dann können Sie einem im Netzwerk freigegebenen Ordner einen Laufwerksnamen zuweisen. 1. Öffnen Sie das Ordnerfenster Netzwerk und navigieren Sie zum freigegebenen Element, (Laufwerk oder Ordner), das einem Netzlaufwerk zugewiesen werden soll. 2. Klicken Sie das Ordnersymbol der Freigabe mit der rechten Maustaste an und wählen Sie den Kontextmenübefehl Netzlaufwerk zuordnen (Bild 30.10, oben).
Bild 30.10: Netzlaufwerk definieren
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Zugriff auf Netzwerkressourcen
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3. Passen Sie im Listenfeld Laufwerk des Assistenten ggf. den vorgeschlagenen (freien) Laufwerksbuchstaben an (Bild 30.10, unten). Im Feld Ordner ist bereits der UNC-Netzwerkpfad der Freigabe sichtbar. 4. Soll das Netzlaufwerk bei der nächsten Anmeldung am Computer automatisch zugewiesen werden, markieren Sie das Kontrollkästchen Verbindung bei Anmeldung wiederherstellen. Dies setzt aber eine gültige Netzwerkverbindung zum Freigaberechner beim Systemstart voraus. Sobald Sie das Dialogfeld über die Schaltfläche Fertig stellen schließen, richtet Windows das Laufwerkssymbol im Ordnerfenster Computer ein (Bild 30.11). Weiterhin wird die Ressource in einem Ordnerfenster geöffnet. Über das Laufwerkssymbol des Ordnerfensters Computer können Sie zukünftig direkt auf die Netzwerkressource zugreifen. TIPP
Möchten Sie dem Netzlaufwerk einen anderen UNC-Pfad zu einer zweiten Freigabe zuordnen? Dann klicken Sie das Netzlaufwerk im Ordnerfenster Computer an und wählen in der Symbolleiste die Schaltfläche Netzlaufwerk zuordnen. Im Dialogfeld (Bild 30.10, unten) werden dann das Textfeld mit dem Netzwerkpfad sowie die Schaltfläche Durchsuchen zur Auswahl eines neuen Netzwerkpfads freigegeben. Um eine bestehende Verbindung für ein Netzlaufwerk wieder aufzuheben, wählen Sie im Ordnerfenster Computer das Symbol des Netzwerklaufwerks mit der rechten Maustaste an und wählen Sie im Kontextmenü den Befehl Trennen (Bild 30.11). Windows trennt die Verbindung zur Netzwerkressource und entfernt das Laufwerkssymbol aus dem Ordner Computer.
Bild 30.11: Netzlaufwerk trennen
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Kapitel 30 · Das Heimnetzwerk nutzen
30.3 Zugriff auf FTP-Server Sie haben die Möglichkeit, über Modem, ISDN, DSL oder WLAN eine Internetverbindung aufzubauen. Dann lässt sich über diesen Internetzugang auf FTP-Server zugreifen, um Dateien zu transferieren. Zudem gibt es Anwender, die einen eigenen FTP-Server innerhalb eines Heimnetzwerks betreiben. Dann kann per LAN auf diesen FTP-Server zugegriffen werden. Nachfolgend wird kurz skizziert, wie sich diese Funktionalität in Windows Vista nutzen lässt.
30.3.1
So greifen Sie auf einen FTP-Server zu
Zum Transfer von Dateien zwischen einem lokalen Computer und einem Internet-Server wird das FTP-Protokoll genutzt. Sie benötigen einen FTPClient, um sich am FTP-Server anzumelden und Dateien anzusehen sowie zwischen Server und lokalem Computer zu übertragen.
Der ftp-Befehl der Eingabeaufforderung Im Fenster der Eingabeaufforderung steht der Befehl ftp für diesen Zweck zur Verfügung. Mit der Eingabe ftp(Enter) starten Sie das Programm. Sobald sich der Client mit dem >-Zeichen meldet, lässt sich eine Befehlsübersicht durch Eintippen von ?(Enter) abrufen. Dann können Sie sich über die Befehle des ftp-Kommandos am Server anmelden und Dateien austauschen. Mit dem bye-Kommando wird der FTP-Client beendet und Sie gelangen zur Eingabeaufforderung zurück. Der Vorteil dieses Ansatzes besteht darin, dass sich solche Befehlsfolgen ggf. in Batchdateien oder durch Umleitung der Ein-/Ausgaben automatisieren lassen. Für den normalen Benutzer ist der Umgang mit dem ftp-Kommando auf der Ebene der Kommandozeile aber etwas gewöhnungsbedürftig. Als Alternative werden daher FTP-Programme für Windows als Free- und Shareware angeboten. Allerdings ist es nicht notwendig, sich mit dem ftp-Kommando herumzuschlagen oder auf Software von Drittherstellern zuzugreifen, da der Internet Explorer einen sehr komfortablen grafischen FTP-Client in Windows Vista bereitstellt. Allerdings ist der Aufruf des FTP-Clients etwas versteckt, Sie können sowohl per Internet Explorer als auch über den Windows-Explorer auf FTP-Server zugreifen. Voraussetzung ist lediglich, dass eine (Internet-)Verbindung zum betreffenden FTP-Server existiert.
So lässt sich der FTP-Client im Internet Explorer aufrufen Die von Microsoft propagierte Variante besteht darin, das Fenster des Internet Explorers zu öffnen und im Adressfeld die FTP-Adresse in der Form ftp://ftp.xxx.com einzutippen. Die Zeichen xxx stehen hier für den Namen des FTP-Servers. Sobald Sie die Eingabe über die (Enter)-Taste bestätigen, versucht der Browser, mit dem FTP-Server Kontakt aufzunehmen. Existiert der FTP-Server und erlaubt er einen Zugang ohne
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Zugriff auf FTP-Server
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Benutzerkennung und Passwort, wird der Verzeichnisinhalt des Stammordners als Webseite eingeblendet (Bild 30.12, oben links). Sie können dann über Hyperlinks zwischen den Verzeichnissen navigieren und Dateien durch Anklicken der Hyperlinks downloaden. Allerdings ist das Arbeiten nicht allzu komfortabel. Öffnen Sie in der Symbolleiste des Browserfensters das Menü der Schaltfläche Seite, lässt sich der Befehl FTP-Site in Windows-Explorer öffnen wählen. Nachdem Sie einen Sicherheitsdialog bestätigt haben, erscheint der Inhalt des FTP-Servers in einem Ordnerfenster (Bild 30.12, unten rechts).
Direktzugriff auf den FTP-Client Wer sich den »Schlenker« über den Browser sparen möchte, kann auch den direkten (undokumentierten) Weg über das Ordnerfenster Netzwerk wählen. Rufen Sie dieses Ordnerfenster über das Startmenü auf und tippen Sie die FTP-Adresse im Adressfeld ein (beim Ordnerfenster Netzwerk ist dies im Gegensatz zu anderen Ordnerfenstern möglich). Dabei ist der Vorspann ftp:// sogar entbehrlich, Sie können die Adresse direkt in der Form ftp.xxx.de eingeben, wobei es sich um eine gültige FTP-Adresse (z. B. ftp.pearson.de) handeln muss. Kann ein Kontakt zum FTP-Server hergestellt werden, erscheint dessen Stammverzeichnis im Ordnerfenster (Bild 30.12, unten rechts). Sie können anschließend im Ordnerfenster des FTP-Clients, wie in jedem anderen Ordnerfenster, navigieren und Unterordner durch Doppelklicken öffnen. Mit einer entsprechenden Berechtigung lassen sich in diesem Ordnerfenster Unterordner anlegen sowie Ordner und Dateien umbenennen oder löschen. Das funktioniert ebenfalls wie bei lokalen Ordnerfenstern (z. B. über Kontextmenübefehle). Zum Herunterladen von Inhalten des FTP-Servers auf die lokale Festplatte ziehen Sie einfach die gewünschten Dateien und Ordner aus dem FTP-Fenster in das Fenster eines lokalen Ordners. Zum Hochladen neuer Dateien ziehen Sie diese per Maus aus dem Ordnerfenster des lokalen Quellordners in das geöffnete Ordnerfenster des FTP-Clients. Es funktioniert also alles wie beim Kopieren auf lokalen Ordnern. Schließen Sie das FTP-Ordnerfenster, wird die Verbindung zum FTP-Server abgebaut. Bricht die Onlineverbindung ab, kann der FTP-Client auch nicht mehr auf den Server zugreifen. Windows Vista speichert dabei die von Ihnen eingetippten FTP-Adressen. Rufen Sie das Ordnerfenster später erneut auf und tippen Sie den Text ftp. ein, listet Windows die bekannten FTP-Adressen im Listenfeld auf. Sie können dann den Eintrag anklicken. Zudem werden die Adressen der besuchten FTP-Server in der Navigationsleiste im Zweig Internet Explorer eingeblendet (Bild 30.12, unten rechts). Dieser Zweig wird sichtbar, sobald Sie in einer Sitzung eine Verbindung zu einem FTP-Server hergestellt haben. Sie können die betreffenden Adressen danach auch über die Navigationsleiste abrufen.
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Kapitel 30 · Das Heimnetzwerk nutzen
Bild 30.12: Zugriff auf einen FTP-Server
30.3.2
So erfolgt die Anmeldung am FTP-Server
Der obige Ansatz wird nur für öffentliche FTP-Server funktionieren, die einen anonymen Zugang ohne Kennwort erlauben. Die meisten FTP-Server erfordern jedoch eine Anmeldung mit Benutzername und Kennwort zur Autorisierung. 1. Haben Sie die FTP-Adresse im Ordnerfenster Netzwerk eingetippt und eine Verbindung zum FTP-Server aufgebaut, können Sie die (Alt)-Taste drücken, um die Menüleiste einzublenden. 2. Anschließend wählen Sie im Menü Datei den Befehl Anmelden als (Bild 30.13, Hintergrund), um den Anmeldedialog zu öffnen. 3. Geben Sie im Anmeldedialog den Benutzernamen und das Kennwort ein, markieren Sie ggf. die Kontrollkästchen und schließen Sie das Dialogfeld über die Anmelden-Schaltfläche (Bild 30.13, Vordergrund). Manche FTP-Server erlauben eine anonyme Anmeldung mit dem Benutzernamen anonymous und einem leeren Kennwort. Markieren Sie dann das Kontrollkästchen Anonym anmelden. Andernfalls heben Sie die Markierung auf und tragen den Benutzernamen und das Kennwort in die entsprechenden Felder ein. Sobald Sie die Anmelden-Schaltfläche anklicken, wird der Dialog geschlossen und der FTP-Client versucht eine Anmeldung am FTP-Server. Im Erfolgsfall wird dann das für den betreffenden Benutzernamen freigegebene FTP-Verzeichnis im Ordnerfenster eingeblendet und Sie können mit dem FTP-Client wie oben beschrieben arbeiten.
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Mediendateien im Netzwerk streamen
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Bild 30.13: Anmeldung am FTP-Server
30.4 Mediendateien im Netzwerk streamen Ein Heimnetzwerk eignet sich auch zum Übertragen von digitalen Mediendaten in verschiedene Räume. Damit können Sie digitale Medieninhalte in allen Räumen genießen, die durch ein Netzwerk (oder eine Drahtlosübertragung) erreichbar sind. Nachfolgend wird gezeigt, welche Funktionen Windows Vista in dieser Hinsicht bietet.
30.4.1
Medienverteilung im Netzwerk im Überblick
Um Mediendaten im Netzwerk bereitzustellen, lässt sich ein WindowsRechner mit genügend großer Festplatte als Medienserver aufbauen, der Ihre Fotos, Musik- und Videosammlungen speichert und auf Anfrage im Netzwerk verteilt. Mit geeigneten »Empfangsstationen« können Sie dann im Netzwerk auf die digitalen Medieninhalte des Servers zugreifen und diese lokal wiedergeben (so als ob die Medieninhalte lokal gespeichert wären). Ist das Empfangsgerät mit entsprechenden Videoausgängen versehen, werden die Bilder und Videos auf dem angeschlossenen Bildschirm angezeigt oder an einem Fernseher bzw. Videoprojektor (Beamer) ausgegeben. Der Ton zum Film oder die Musik lässt sich mittels Lautsprecherboxen bzw. über die HiFi-Anlage wiedergeben. Sie müssen also nicht einen lauten PC im Wohnzimmer betreiben, um ggf. Filme über einen Projektor ansehen oder digitale Musiksammlungen anhören zu können. Ein Notebook oder ein spezieller, als Barebone-PC bezeichneter Rechner, der ohne Lüfter auskommt, ist ausreichend. Für das Windows Media Center hat Microsoft sogar speziell das Konzept der
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Kapitel 30 · Das Heimnetzwerk nutzen
Windows Media Center-Extender erfunden, wobei die Spielekonsole Xbox 360 als Extender fungieren kann. Aber Sie brauchen keine Xbox, um die betreffenden Konzepte zur Verteilung von digitalen Medieninhalten zu testen bzw. zu nutzen. Jeder am Netzwerk angeschlossene Rechner kann als Medienserver fungieren, weitere Rechner oder Notebooks arbeiten dann als Clients bzw. Media-Extender und greifen per Netzwerk auf die Medieninhalt des Servers zu. Zur Freigabe der Mediendaten im Netzwerk wird dabei ein StreamingServer benötigt, der die digitalen Inhalte ggf. als Datenstrom (Stream) an die Empfänger verteilt. Der Streaming-Server arbeitet innerhalb des Netzwerks als UPnP-Gerät und kann von geeigneten Empfangsgeräten erkannt und angesprochen werden. Die Brennsuite Nero enthält bereits seit längerer Zeit einen solchen Streaming-Server unter dem Namen Nero Home und das Produkt Nero ShowTime erlaubt die Wiedergabe solcher Streams. Auch von anderen Herstellern gibt es entsprechende Lösungen in Form von Hard- und Software. Mit Windows Vista sind solche Ansätze aber nicht mehr erforderlich. Das Windows Netzwerk- und Freigabecenter erlaubt die Freigabe von Medieninhalten über den im Windows Media Player 11 enthaltenen Streaming-Server. Zudem kann der Windows Media Player solche Streaming-Server erkennen und deren Daten über das Netzwerk abrufen bzw. wiedergeben. Sie können daher an jedem im Netzwerk angeschlossenen Windows-Rechner Musik, Fotos oder Videos vom Medienserver abrufen und so im Windows Media Player wiedergeben, als würden die Mediendateien lokal auf dem Gerät liegen. TIPP
Das Konzept erlaubt sogar, dass Sie eine Medienbibliothek auf einem lokalen Rechner unter einem Benutzerkonto im Windows Media Player einrichten und diese freigeben. Dann kann von anderen Benutzerkonten auf die freigegebene Medienbibliothek zugegriffen werden.
30.4.2
Medienfreigabe auf dem Server konfigurieren
Um die Medienwiedergabe über das Netzwerk nutzen zu können, muss zuerst die Medienfreigabe auf dem als Medienserver fungierenden Rechner erfolgen. Hierzu sind folgende Schritte erforderlich. 1. Rufen Sie das Netzwerk- und Freigabecenter (z. B. über die betreffende Schaltfläche in der Symbolleiste des Ordnerfensters Netzwerk) auf und expandieren Sie in der Rubrik Freigabe und Erkennung den Zweig Freigabe von Mediendateien (Bild 30.14, Hintergrund). Anschließend klicken Sie auf die Schaltfläche Ändern. 2. Im Dialogfeld Freigabe von Medien (Bild 30.14, Vordergrund) markieren Sie das Kontrollkästchen Medien freigeben und schließen dann das Dialogfeld über die OK-Schaltfläche.
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Mediendateien im Netzwerk streamen
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Bild 30.14: Freigabe von Mediendateien
Die Freigabe muss über Sicherheitsabfragen der Benutzerkontensteuerung bestätigt werden. Anschließend ist die betreffende Funktion im Betriebssystem aktiv. Sie können dann in den nachfolgend beschriebenen Schritten von anderen Arbeitsstationen Medieninhalte anfordern, den Zugriff auf dem Server für die betreffenden Geräte freigeben und auch die Optionen zur Medienwiedergabe setzen.
Gerätezugriff erlauben und Freigabeoptionen setzen Sobald die Medienfreigabe eingeschaltet wurde, gibt der Medienserver Ihnen Gelegenheit, die Freigabe für lokale Benutzer des Servers im Dialogfeld Freigabe der Medien zuzulassen (Bild 30.15, oben). 1. Markieren Sie bei Bedarf die beiden Kontrollkästchen Medien suchen, die andere Benutzer freigegeben haben und Freigabe der Medien an in der Gruppe Freigabeeinstellungen (Bild 30.15, oben). 2. Anschließend markieren Sie das gewünschte Gerät in der Liste Freigabeeinstellungen und klicken auf die Schaltfläche Zulassen bzw. Verweigern, um den Zugriff auf die Freigaben zu blocken bzw. zuzulassen.
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Kapitel 30 · Das Heimnetzwerk nutzen
Bei der ersten Freigabe ist standardmäßig nur der Eintrag Andere Benutzer dieses Computers als Symbol eingetragen. Wenn Sie das Symbol anwählen und dann Zulassen anklicken, können andere Benutzer nach der Anmeldung am betreffenden Benutzerkonto des lokalen Rechners auf Ihre Medienbibliothek zugreifen und Musik, Videos, TV-Aufzeichnungen oder Fotos abspielen. Versuchen andere Geräte per Netzwerk auf die Freigaben zuzugreifen, tauchen diese ebenfalls als Symbol im Dialogfeld Freigabe der Medien auf. Sie können dann diesen Zugriff blockieren oder zulassen. Sie können praktisch alle Mediendateien, die der Windows Media Player in der Medienbibliothek hinterlegen und abspielen kann, über die Freigabe anderen Geräten im Netzwerk bzw. lokal zur Verfügung stellen. In Bild 30.15, oben, ist das Symbol bonn-vm sichtbar, das zu einem solchen Gerät gehört. Ein gelbes Dreieck mit Ausrufezeichen signalisiert, dass die Freigabe oder Sperre noch nicht vorgenommen wurde. Sie können das Symbol anklicken und dann den Gerätezugriff mittels der Schaltfläche Zulassen oder Verweigern erlauben bzw. sperren. Ein grünes Häkchen oder ein rotes X im Symbol signalisieren dann das Zugriffsrecht. 1. Um festzulegen, welche Mediadaten der Medienserver aus der Medienbibliothek des Windows Media Player freigeben darf, klicken Sie im Dialogfeld Freigabe der Medien (Bild 30.15, oben) auf die Schaltfläche Einstellungen. 2. Anschließend können Sie im Dialogfeld Bibliotheksfreigabe – Standardeinstellungen Bild 30.15, unten) die Optionen zur Freigabe setzen und über die OK-Schaltfläche bestätigen. Das Dialogfeld erscheint auch, wenn Sie das Symbol eines zugelassenen Geräts im Dialogfeld Freigabe der Medien markieren und dann auf die Schaltfläche Anpassen klicken. Dann weist der Dialogfeldtitel aber den Zusatz Anpassen auf und Sie können ggf. die Freigabeoptionen für das betreffende Gerät individuell anpassen. Im Dialogfeld Bibliotheksfreigabe (Bild 30.15, unten) lässt sich eine Bezeichnung für den Medienserver im zugehörigen Textfeld eingeben. Diese Bezeichnung erscheint im Netzwerk zur Identifizierung des Medienservers. Über die Kontrollkästchen der Gruppe Medientypen können Sie die Kategorien der freizugebenden Medien wählen. Weitere Optionsfelder der Gruppe Standardeinstellungen ermöglichen Ihnen die Medienkategorien zu filtern. Sie können z. B. angeben, dass nur Fotos, Musik oder Videos freizugeben sind, die mindestens eine Bewertung von 2 Sternen aufweisen. In der Kategorie Jugendschutz lässt sich steuern, ob alle bewerteten oder nur unbewertete Mediendateien übertragen werden dürfen. Das Kontrollkästchen Neue Geräte und Computer automatisch erlauben sollte nicht markiert sein, da dann jeder Netzwerkteilnehmer Zugriff auf den Medienserver erhält. Ohne Markierung gibt Windows Vista Ihnen Gelegenheit, die Zugriffsanforderungen der Geräte explizit freizugeben und anzupassen oder sogar abzulehnen (siehe folgender Abschnitt).
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Mediendateien im Netzwerk streamen
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Bild 30.15: Freigabeeinstellungen für Mediendateien
Gerätezugriff freigeben Versucht ein Media-Extender-Gerät, auf die Freigaben des Rechners zuzugreifen, erkennt der Medienserver dies, blockiert aber standardmäßig diesen Zugriff. Dann erscheint die in Bild 30.16 gezeigte Benachrichtigung im Infobereich und Sie können das Dialogfeld Freigabe der Medienbibliothek in Windows Media Player durch einen Mausklick auf das zugehörige Symbol aufrufen. Über die Schaltflächen Zulassen bzw. Verweigern können Sie den Zugriff auf den Server durch das betreffende Gerät zulassen oder abweisen. Über die Schaltfläche Freigabeeinstellungen gelangen Sie zum Dialogfeld Freigabe der Medien (Bild 30.15, oben), in dem Sie individuelle Anpassungen vornehmen können.
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Kapitel 30 · Das Heimnetzwerk nutzen
Bild 30.16: Benachrichtigung beim Zugriff von Media Extender-Geräten
Haben Sie im Dialogfeld Freigabe der Medienbibliothek in Windows Media Player (Bild 30.16) das Kontrollkästchen Zukünftige Benachrichtigungen deaktivieren markiert? Dann rufen Sie zum Verwalten der Freigaben das Netzwerk- und Freigabecenter auf, expandieren den Zweig Freigabe von Mediendateien (Bild 30.14, Hintergrund) und klicken Sie auf die Schaltfläche Ändern. Anschließend können Sie ggf. ein Symbol in der Liste der zugelassenen Clients markieren und die Freigabe mittels der Schaltfläche Verweigern zurückziehen oder die Freigabeoptionen über die Schaltfläche Anpassen verändern (Bild 30.15, oben). Soll ein Gerät komplett aus der Liste entfernt werden, klicken Sie dessen Symbol mit der rechten Maustaste an und wählen den Kontextmenübefehl Aus Liste entfernen. Die Freigabe der Mediendateien heben Sie auf, indem Sie die Markierung des Kontrollkästchens Freigabe der Medien an im Dialogfeld löschen.
30.4.3
Medienwiedergabe im Client anfordern
Sobald die Freigabe von Mediendateien auf einem Rechner innerhalb des Netzwerks eingeschaltet wurde, können Geräte innerhalb des Netzwerks die betreffenden Daten vom Medienserver abrufen. Im einfachsten Fall lässt sich hierzu der Windows Media Player auf einem anderen Windows-Rechner verwenden. 1. Um die Medienfreigaben im Netzwerk (oder auf dem eigenen Rechner) zu erkennen und darauf zugreifen zu können, öffnen Sie über das Startmenü das Ordnerfenster Netzwerk. 2. Vorhandene Medienserver werden bei eingeschalteter Geräteerkennung als UPnP-Geräte erkannt und im Ordnerfenster Netzwerk angezeigt (Bild 30.17, oben). Dann genügt ein Doppelklick auf das betreffende Symbol, um den Windows Media Player zu starten.
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Mediendateien im Netzwerk streamen
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Bild 30.17: Zugriff auf einen Medienserver
Der Windows Media Player zeigt dann in der Navigationsspalte einen weiteren Zweig mit dem Namen der freigegebenen Medienbibliothek (Bild 30.17, rechts, Zweig Borns Juke Box). Sie können dann diesen Zweig expandieren und die darin enthaltenen Medieninformationen abrufen bzw. wiedergeben. In Bild 30.17 taucht die Netzwerkstation Warschau gleich mit drei Symbolen auf. Das stilisierte obere Computersymbol steht für den Netzwerkrechner. Der Medienserver auf dem Netzwerkgerät Warschau wird dagegen als WARSCHAU:Borns Juke Box: eingeblendet. Diese Bezeichnung wurde bei der Freigabe der Mediendateien im betreffenden Dialogfeld (Bild 30.15, oben) als Serverkennung eingetragen. Das dritte Symbol Warschau eines Media-Extenders (stilisiertes hochkant stehendes Gerät mit grünen Kreis und einem weißen Dreieck) ist nur sichtbar, wenn auf dem betreffenden Rechner der Windows Media Player ausgeführt wird. Wählen Sie ein solches Symbol per Doppelklick an, öffnet sich zwar auch der Windows Media Player. Gleichzeitig erscheint jedoch das Dialogfeld Freigabe von Medien (Bild 30.15, oben) im Vordergrund. Im Dialogfeld ist dann der betreffende Rechner bereits als Gerät eingetragen und Sie können den Zugriff für den Media Player des betreffenden Rechners auf die eigenen Freigaben zulassen oder blockieren.
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Kapitel 30 · Das Heimnetzwerk nutzen
30.5 Windows-Remoteunterstützung Windows Vista bietet mit der Remotedesktopverbindung, mit WindowsRemoteunterstützung und mit Windows-Teamarbeit Funktionen, mit denen Benutzer über ein Netzwerk auf andere Rechner zugreifen und dort den Desktop übernehmen können. Nachfolgend wird kurz gezeigt, wie sich diese Funktionen nutzen lassen.
30.5.1
Systemremoteeinstellungen anpassen
Damit Funktionen wie Windows-Remoteunterstützung funktionieren, müssen diese für externe Zugriffe explizit freigegeben werden. Dies verhindert, dass unbefugte Dritte Missbrauch mit den Funktionen treiben. 1. Klicken Sie den Eintrag Arbeitsplatz im Startmenü mit der rechten Maustaste an und wählen Sie den Kontextmenübefehl Eigenschaften. 2. Wählen Sie in der Aufgabenleiste des Fensters mit den Basisinformationen über den Computer den Eintrag Remoteeinstellungen (Bild 30.18, Hintergrund links). Anschließend bestätigen Sie die Sicherheitsabfrage der Benutzerkontensteuerung, um den Vorgang fortsetzen zu können. 3. Markieren Sie auf der Registerkarte Remote das Kontrollkästchen Remoteunterstützungsverbindungen mit diesem Computer zulassen (Bild 30.18, rechts oben).
Bild 30.18: Remoteverbindungseinstellungen
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Windows-Remoteunterstützung
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4. Klicken Sie auf die Schaltfläche Erweitert und markieren Sie im Zusatzdialog Remoteunterstützungseinstellungen das Kontrollkästchen Remotesteuern dieses Computers zulassen (Bild 30.18, unten) und schließen Sie die Dialogfelder und Registerkarten. Mit diesen Vorgaben erlaubt Windows Vista sowohl Remoteunterstützungsverbindungen als auch die Steuerung des Computers über einen anderen Rechner. Die bei einigen Vista-Versionen und Windows XP Professional vorhandenen Optionen der Gruppe Remotedesktop fehlen in Windows Vista Home Premium, da diese Version nur ausgehende Remotedesktopverbindungen unterstützt.
30.5.2
Remotedesktopverbindung nutzen
Bei Windows Vista finden Sie den Befehl Remotedesktopverbindung im Startmenü in der Gruppe Alle Programme/Zubehör. Dieses Programm ermöglicht Ihnen, den Desktop eines anderen Windows-Rechners einzusehen und bei Bedarf sogar zu übernehmen. Dies erlaubt Ihnen, auf diesem übernommenen Rechner Anwendungen auszuführen oder einem Anwender Hilfestellung zu geben.
Bild 30.19: Remotedesktopverbindung herstellen
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Kapitel 30 · Das Heimnetzwerk nutzen
1. Starten Sie das Programm Remotedesktopverbindung über das Startmenü und warten Sie, bis das gleichnamige Fenster erscheint (Bild 30.19). Die hier gezeigte erweiterte Darstellung lässt sich über die Schaltfläche Optionen ein- oder ausblenden. 2. Stellen Sie ggf. auf den Registerkarten Anzeige, Lokale Ressourcen, Programme, Erweitert und Leistung die Verbindungsoptionen ein. 3. Tippen Sie auf der Registerkarte Allgemein im Feld Computer den Namen eines im Netzwerk erreichbaren Computers oder dessen IPAdresse ein. Sobald Sie auf die Schaltfläche Verbinden klicken, nimmt Vista Kontakt zum betreffenden Rechner auf. In einem Anmeldedialog müssen Sie sich mit einem Benutzernamen und einem Kennwort am betreffenden Rechner anmelden. Kann die Anmeldung abgeschlossen werden, erscheint auf dem Windows Vista-Rechner der Desktop des angewählten Rechners. Sie können dann nicht nur den Desktop dieses Remoterechners einsehen, sondern auch Programme aufrufen und mit dem Remoterechner arbeiten (Bild 30.20). Um die Verbindung zum Remoterechner zu beenden, klicken Sie auf die Schließen-Schaltfläche der am oberen Desktoprand eingeblendeten Leiste (Bild 30.20).
Bild 30.20: Anzeige eines Remotedesktops
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Windows-Remoteunterstützung
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Damit die Remotedesktopverbindung zustande kommt, muss dies auf dem betreffenden Rechner zugelassen werden. Ein eventuell angemeldeter Benutzer wird dabei zwangsweise abgemeldet. Allerdings ist die Remotedesktopverbindung unter Windows Vista Home Basic und Home Premium von begrenztem Wert, da nur ausgehende Verbindungen zu Rechnern zulässig sind, die Windows XP Professional, Windows 2003 Server, Windows Vista Business und Windows Vista Ultimate unterstützen. Die Home-Versionen von Vista besitzen dagegen keine Optionen, um eine Remotedesktopverbindung freizugeben.
30.5.3
Windows-Remoteunterstützung
Windows Vista besitzt die Möglichkeit zur Remoteunterstützung, mit der ein anderer Benutzer über das Netzwerk oder über das Internet den Desktop ansehen und bei Bedarf sogar übernehmen kann. Dies ermöglicht, Dritten ggf. Hilfestellung bei Problemen oder Unterstützung bei der Lösung einer Aufgabe zu gewähren. Für diesen Fall ist es erforderlich, dass die Remoteunterstützung auf dem jeweiligen Rechner unter Windows freigeschaltet wurde (siehe die vorhergehenden Abschnitte). Die Remoteunterstützung läuft in mehreren Schritten ab.
Schritt 1: Einladung aussprechen Um beispielsweise Unterstützung bei einem Problem durch Dritte zu erhalten, gehen Sie folgendermaßen vor.
Bild 30.21: Einladung für eine Remotedesktopunterstützung erstellen
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Kapitel 30 · Das Heimnetzwerk nutzen
1. Starten Sie das Programm Windows-Remoteunterstützung über den Zweig Alle Programme/Zubehör des Startmenüs auf dem Computer, der Unterstützung anfordern will. 2. Sobald der Startdialog des Assistenten erscheint (Bild 30.21, oben links), klicken Sie auf die Option Jemanden um Hilfe bitten, dem Sie vertrauen. 3. Wurde vorher noch keine Einladung ausgesprochen, wählen Sie im Folgedialog (Bild 30.21, oben rechts) eine der beiden Optionen. Sie können eine Einladungsdatei per E-Mail versenden. Um Unterstützung im lokalen Netzwerk zu erhalten, empfiehlt es sich, die Unterstützungsoption Diese Einladung als Datei speichern zu wählen. 4. Im dritten Dialogschritt legen Sie den Pfad zum Speicherort der Einladungsdatei fest (Bild 30.21, unten) und geben ein Kennwort zum Zugriff auf die Einladung ein. Sofern bereits eine Einladung besteht, erscheint nur ein Dialogfeld zur Kennworteingabe. Sobald Sie den letzten Dialogschritt über die Fertig stellen-Schaltfläche schließen, wird die Einladungsdatei erstellt. Sie können diese dann in einen freigegebenen Ordner kopieren bzw. verschieben oder per E-Mail versenden. Gleichzeitig wird die Steuerleiste der Windows-Remoteunterstützung geöffnet (Abbildung 30.22) und der Benutzer muss auf die Annahme der Einladung warten.
Bild 30.22: Steuerleiste der Remoteunterstützung
Schritt 2: Einladung akzeptieren und Steuerung übernehmen Sobald der Eingeladene Zugriff auf die Einladungsdatei (z. B. per E-Mail oder über einen freigegebenen Ordner im Netzwerk) erhält, kann er diese durch einen Doppelklick öffnen. Windows öffnet das in Bild 30.23, links, gezeigte Dialogfeld, in dem der Eingeladene das Kennwort zum Zugriff auf die Remoteunterstützung eingeben muss. Sobald dieses Dialogfeld über die OK-Schaltfläche geschlossen wurde, lädt Windows auf dem Rechner des Eingeladenen das Fenster der Windows-Remoteunterstützung. Gleichzeitig erscheint auf dem Desktop des einladenden Benutzers ein Hinweis auf den Versuch der Verbindungsaufnahme (Bild 30.23, rechts). Sobald der Benutzer die Anfrage über die Ja-Schaltfläche freigibt, zeigt Windows-Remoteunterstützung auf dem PC des Eingeladenen den fremden Desktop (Bild 30.24). Die betreffende Person kann dann den Desktop ansehen und ggf. über die Schaltfläche Chat in der Steuerleiste oder
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per Telefon Hilfestellung anbieten. Über die Schaltfläche Datei senden lassen sich auch Daten zum externen Rechner übertragen. Um auf dem fremden Desktop auch eingreifen und Programme ausführen zu können, klickt der Eingeladene in der Steuerleiste auf die Schaltfläche Steuerung anfordern (Bild 30.24). Der Benutzer des betreffenden Rechners muss diese Anforderung erneut in einem Dialogfeld über die Ja-Schaltfläche bestätigen. Danach kann der Eingeladene mit dem Desktop des fremden Rechners arbeiten.
Bild 30.23: Dialogfelder zur Aufnahme der Remoteunterstützung
Bild 30.24: Anzeige des Remotedesktops
Über die Schaltfläche An Bildschirmgröße anpassen der Steuerleiste lässt sich ggf. der gesamte Desktop des Remote-PCs im Fenster der WindowsRemoteunterstützung skalieren. Über die Schaltfläche Freigabe beenden
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können beide Seiten die Übernahme der Steuerung beenden. Mittels der Schaltfläche Trennen wird die Verbindung für die Remoteunterstützung nach Bestätigung einer Sicherheitsabfrage beendet.
30.5.4
Windows-Teamarbeit nutzen
Das Programm Windows-Teamarbeit lässt sich im Startmenü über den Zweig Alle Programme aufrufen. Beim ersten Aufruf erscheint ein Dialogfeld mit der Aufforderung zur Konfigurierung von Windows-Teamarbeit (Bild 30.25, links). Klicken Sie auf die Option Ja, diese Aktionen ausführen ... und bestätigen Sie ggf. die Sicherheitsabfrage der Benutzerkontensteuerung. Anschließend ist im Folgedialog ein Anzeigename einzugeben (Bild 30.25, rechts). Im Listenfeld Einladungen erlauben von können Sie vorgeben, ob Sie von jedem, von niemand oder von vertrauenswürdigen Kontakten Einladungen akzeptieren möchten.
Bild 30.25: Windows-Teamarbeit-Setup
Sobald Sie das Dialogfeld über die OK-Schaltfläche schließen, startet das Fenster von Windows-Teamarbeit. Das Programm erlaubt in einem Arbeitsbereich an einem Meeting teilzunehmen. Das Meeting findet dabei virtuell im Fenster des Programms (Bild 30.26, rechts) statt und die Teilnehmer sind über das Netzwerk miteinander verbunden. Dabei können im Meeting gemeinsame Programme benutzt werden, um Arbeitsunterlagen und Ergebnisse gemeinsam anzusehen oder auszutauschen. Im Startdialog (Bild 30.26, oben) können Sie an einem bereits bestehenden Meeting teilnehmen, wenn Sie eine Einladung dazu erhalten haben. Unter Windows Vista Home Premium besteht zudem die Möglichkeit, ein Meeting zu starten, indem Sie auf den betreffenden Befehl klicken. Dann müssen Sie im rechten Teil des Fensters den Namen für das Meeting sowie
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ein aus acht Buchstaben oder Ziffern bestehendes Kennwort zur Teilnahme festlegen. Sobald Sie auf die Schaltfläche rechts neben dem Kennwortfeld klicken, gelangen Sie in das Meeting-Fenster (Bild 30.26, unten). Über die in der rechten Spalte sichtbare Schaltfläche Andere Benutzer einladen (Bild 30.26, unten) lässt sich ein Dialogfeld öffnen, in dem Sie MeetingTeilnehmer aus den Windows-Kontakten auswählen und zur Einladung zum Meeting hinzufügen können. Diese Einträge stellen vertrauenswürdige Kontakte dar. Die Schaltfläche Weitere einladen des Dialogfelds erlaubt Ihnen, wie bei Windows-Remoteunterstützung, Einladungsdateien zu erstellen und lokal zu speichern oder per E-Mail zu verschicken. Lokal gespeicherte Dateien können im Netzwerk freigegeben werden.
Bild 30.26: Windows-Teamarbeit nutzen
Beachten Sie, dass die Schaltfläche Andere Benutzer einladen gleich zweimal in der rechten Spalte des Anwendungsfensters sichtbar ist. Beim Start können Sie die prominent in der rechten Spalte sichtbare Schaltfläche wählen. Wurde bereits eine Einladung ausgesprochen und das Meeting begonnen, zeigt der Bereich die Meetingteilnehmer an (Bild 30.27). Dann finden Sie die Schaltfläche Andere Benutzer einladen ganz oben rechts in der Ecke in Form einer stilisierten Person. Sie können also während des Meetings weitere Einladungen aussprechen.
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Kapitel 30 · Das Heimnetzwerk nutzen
Über diese Einladungsdateien können die Eingeladenen am Meeting teilnehmen. Wählt der Eingeladene die betreffende Datei per Doppelklick an, erscheint das Fenster Windows-Teamarbeit mit der Aufforderung das Kennwort zum Zugriff auf die Einladungsdatei einzugeben. Nach dem Anklicken der Anmeldeschaltfläche nimmt der betreffende Rechner Verbindung zur Arbeitsstation desjenigen auf, der das Meeting eröffnet hat. Dieser erkennt, welche Teilnehmer am Meeting teilnehmen (Bild 30.27). Bei allen Teilnehmern wird dann im Windows-Teamarbeit-Anwendungsfenster der gleiche Inhalt dargestellt.
Bild 30.27: Anzeige eines fremden Desktops in Windows-Teamarbeit
Das Symbol Ein Programm oder den Desktop gemeinsam verwenden (Bild 30.26, unten) öffnet ein Dialogfeld, in dem Sie den Desktop oder ausgewählte Programme zur Verwendung im Meeting freigeben. Dann sehen alle Teilnehmer die betreffende Anwendung oder den Desktop. In Bild 30.27 ist beispielsweise der Desktop eines der am Meeting Beteiligten im für die Programmanzeige vorgesehenen Bereich eingeblendet. Die am oberen Rand des Bereichs sichtbare Leiste enthält Schaltflächen, mit denen der Besitzer des Desktops die Nutzung und Anzeige zurücknehmen kann. Über die Schaltfläche Einen Handzettel hinzufügen lassen sich Handzettel erstellen und an die anderen Teilnehmer des Meetings verteilen. Nach Anwahl des Befehls können Sie eine Dokumentdatei (z. B. Textdatei) mit dem Inhalt der Handzettel auswählen. Diese werden nach dem Laden allen Teilnehmern im Bereich Handzettel zur Verfügung gestellt (Bild 30.27).
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Die Home-Versionen von Vista weisen noch Einschränkungen bezüglich der Windows-Teamarbeit auf. Bei Tests war es mir nicht möglich, Windows-Teamarbeit zwischen Rechnern mit Windows Vista Home Basic und Windows Vista Home Premium korrekt zu nutzen. Windows Vista Home Basic kann keine Einladungen aussprechen. Bei Windows Vista Home Premium ließen sich zwar Einladungen aussprechen, aber die Eingeladenen erhielten keinen Zugriff auf den Windows Vista Home Premium-Rechner mit dem Meeting. Erst bei Meetings, die unter Windows Vista Ultimate neu aufgesetzt wurden, konnten eingeladene Benutzer von Windows Vista Home Basic und Premium am Meeting teilnehmen. Da Meetings und Teamarbeit im Privatbereich von untergeordneter Bedeutung sind und eher im geschäftlichen Umfeld unter Windows Vista Business Verwendung finden, wird auf die detailliertere Beschreibung der Funktionen aus Platzgründen verzichtet.
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Teil 6 Installation, Wartung & Administration In den Kapiteln dieses Teils wird gezeigt, wie sich Windows Vista auf einem Rechner installieren und anschließend über Windows Update auf dem aktuellen Stand halten lässt. Weitere Kapitel behandeln die Installation von Gerätetreibern und Software und befassen sich mit der Systemsteuerung. Außerdem werden die Benutzerverwaltung zum Erstellen von Benutzerkonten, die Anpassung der Benutzeroberfläche und die Sicherheitsfunktionen vorgestellt.
31 Windows installieren und pflegen In diesem Kapitel finden Sie Hinweise, wie Sie Ihren Rechner für Windows Vista Home Basic oder Premium vorbereiten und dann das Betriebssystem installieren. Weitere Abschnitte skizzieren die Aktivierung von Windows und gehen auf die Aktualisierung des Betriebssystems ein. Andere behandelte Themen sind die Verwendung der Systemwiederherstellung, um Änderungen rückgängig zu machen, sowie die Übernahme von Voreinstellungen von anderen Rechnern.
31.1 Windows-Installation Dieser Abschnitt befasst sich mit den Schritten zur Windows-Installation und zeigt, was es dabei zu beachten gibt.
31.1.1
Vorbereitungen zur Installation
Bevor Sie mit der Installation des Betriebssystems beginnen, sollten Sie einige Vorbereitungen treffen. 쮿
Prüfung der Hardwarevoraussetzungen: Das Betriebssystem benötigt zur Installation bestimmte Hardwarevoraussetzungen. Stellen Sie sicher, dass die Mindestanforderungen bezüglich Hauptspeicherausbau, Prozessorgeschwindigkeit und freier Festplattenkapazität erfüllt sind (siehe Kapitel 1). Weiterhin sollten Sie sicherstellen, dass die im Rechner vorhandenen Hardwarekomponenten mit Windows Vista kompatibel sind. Microsoft stellt unter winqual.microsoft.com/HCL/ Default.aspx die Hardwarekompatibilitätsliste (HCL) mit Informationen zu unterstützten Geräten bereit. Sie können auf der Webseite über ein Suchfeld gezielt überprüfen, ob bestimmte Geräte unterstützt werden. Wenn Sie neue Geräte anschaffen, achten Sie darauf, dass diese Gerätetreiber für Windows Vista mitbringen bzw. als für dieses Betriebssystem geeignet ausgewiesen werden.
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Prüfung der Softwarevoraussetzungen: Windows Vista Home Premium lässt sich auf einem geeigneten Rechner jederzeit neu installieren. Die Installations-DVD kann beim Systemstart gebootet werden (Bootoptionen notfalls im BIOS des Rechners anpassen). Weiterhin kann eine bestehende Installation von Windows XP Home Edition und Windows XP Media Center Edition durch Vista aktualisiert werden. Dann können die vorhandenen Einstellungen übernommen werden. Besitzen Sie einen Rechner mit Windows 2000, Windows XP Professional oder Windows Server 2003 und mit geeigneter Hardwareausstattung, ist dagegen eine Neuinstallation erforderlich.
Bezüglich der Anwendungssoftware müssen Sie ggf. zu neuen, Vista-kompatiblen Versionen der Programme wechseln. Speziell ältere Microsoft Office-Versionen verweigern unter Windows Vista die Installation. Micro-
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soft Office 2003 oder das freie OpenOffice.org 2.x lassen sich aber problemlos installieren und betreiben. Zudem steht zeitgleich mit Microsoft Vista das neue Microsoft Office 2007 zur Verfügung. Microsoft bietet unter der Internetadresse www.microsoft.com/windowsvista/getready/ upgradeadvisor/default.mspx einen Upgrade Advisor an. Sie können dieses Programm nach dem Download unter Windows XP ausführen und feststellen, ob das System die Hard- und Softwarevoraussetzungen erfüllt, um auf Windows Vista zu wechseln. Windows Vista führt bei der Installation ebenfalls eine minimale Prüfung durch, ob die Hardwarevoraussetzungen (z. B. genügend freier Speicherplatz auf der Festplatte) für den Einsatz gegeben sind. Allerdings ist diese Prüfung nicht allzu aussagekräftig, was bestimmte Hardwarekomponenten betrifft. So musste ich z. B. ein DVD-Laufwerk auswechseln, weil sich die DVD zwar über dieses Gerät booten, Windows sich aber nicht installieren ließ. Sofern Sie beabsichtigen, Windows Vista über eine bestehende Windows XP-Installation zu installieren, sollten Sie das System entsprechend vorbereiten. 쮿
Nutzen Sie die Gelegenheit zum Aufräumen des Systems und deinstallieren Sie alle Programme, die zukünftig nicht mehr benötigt werden.
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Nutzen Sie die Datenträgerbereinigung, um alle temporären Dateien und den Inhalt des Papierkorbs von den Laufwerken des Systems zu entfernen.
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Führen Sie ggf. eine Defragmentierung durch und lassen Sie eine Fehlerüberprüfung der Datenträger ausführen. Festplattenlaufwerke sollten im NTFS-Dateisystem formatiert sein.
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Möchten Sie Windows Vista parallel zu einem bestehenden Windows XP installieren, stellen Sie sicher, dass eine genügend große Partition zur Installation vorhanden ist. Zur Partitionsaufteilung lassen sich spezielle Programme wie Paragon Partition Manager verwenden.
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Führen Sie vor der Installation eine Virenprüfung durch. Deaktivieren Sie anschließend die Software zum Virenschutz (am besten ist es, die Software sogar komplett zu deinstallieren).
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Sichern Sie alle wichtigen Daten (Dokumente) und Systemeinstellungen. Im Idealfall legen Sie ein komplettes Backup des Windows-Laufwerks mit einem Brennprogramm wie Nero BackItUp auf DVD an.
Notieren Sie die Kennwörter von E-Mail-Konten und Zugängen zu Internet-A